Haushaltshilfen im Jahr 2019 – Immer noch Luxus oder schon Normalität?

Wer eine Haushaltshilfe beschäftigt, bekommt durch ihre Unterstützung mehr Zeit für die Familie, für sich selbst oder um andere wichtige Dinge zu erledigen. Die Gründe für die Beschäftigung einer Haushaltshilfe sind aber sehr unterschiedlich. Das Meinungsforschungsinstitut forsa hat im Auftrag der Minijob-Zentrale hierzu eine repräsentative Umfrage durchgeführt und untersucht, ob Haushaltshilfen für die Deutschen immer noch Luxus sind oder schon Normalität.

Warum beschäftigen die Deutschen eine Haushaltshilfe?

Die Veränderungen in der Arbeitswelt in den letzten Jahren lassen die Arbeitslosigkeit in Deutschland immer weiter sinken. Einige Ökonomen halten sogar eine Vollbeschäftigung im Jahr 2025 für möglich. Den Beschäftigten aber rauben Überstunden, lange Pendlerzeiten und ständige Erreichbarkeit viel Zeit. Entlastung im Haushalt wird daher immer wichtiger.

  • Haushaltshilfen machen es möglich, die knapp bemessene Freizeit nicht mit kochen, putzen oder bügeln verbringen zu müssen. Laut der aktuellen Umfrage der Minijob-Zentrale stellen 37 Prozent der Befragten eine Haushaltshilfe ein, weil ihnen die Zeit für Hausarbeit fehlt.
  • 36 Prozent geben als Grund an, dass sie mehr Zeit für sich selbst, den Partner oder die Familie haben wollen.
  • Weitere 31 Prozent führen gesundheitliche Gründe an, die sie daran hindern die anfallenden Aufgaben im Haushalt selbst zu erledigen.
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Gründe für die Beschäftigung einer Haushaltshilfe

Wie hat sich das Ansehen von Haushaltshilfen entwickelt?

Auch wenn sich immer mehr Deutsche vorstellen können, eine Haushaltshilfe einzustellen, hat die Arbeit im Privathaushalt noch immer ein Imageproblem:

  • 70 Prozent der Befragten finden, dass Haushaltshilfen ein geringes Ansehen genießen.
  • Aber: Etwa 51 Prozent meinen, dass das Ansehen von Haushaltshilfen in den letzten 20 Jahren gestiegen ist.

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Entwicklung des Ansehens von Haushaltshilfen

„Haushaltshilfen leisten eine wichtige Arbeit für uns und unsere Gesellschaft. Das hat Wertschätzung verdient. Diese zeigt man ihnen am besten, indem man das Arbeitsverhältnis offiziell macht und sie bei der Minijob-Zentrale anmeldet“, sagt Heinz-Günter Held, Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See in einem Radiointerview.

Die Beschäftigung einer Haushaltshilfe: Luxus oder Normalität?

Ob als Putzhilfe für das Seniorenpaar oder als Kinderbetreuer für die junge Großstadtfamilie – Haushaltshilfen sind aus deutschen Haushalten nicht mehr wegzudenken.

Und auch die aktuellen Umfrageergebnisse zeigen: Die Beschäftigung von Haushaltshilfen ist heute alltäglicher als noch vor 20 Jahren. Diese Aussage unterstützen fast zwei Drittel der Befragten (62 Prozent). Haushaltshilfen werden somit immer mehr zur Normalität.

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Haushaltshilfen: Luxus oder Alltag?

Vor allem die älteren Befragten (60 Jahre und älter) sehen die helfenden Hände als etwas ganz Alltägliches an (57 Prozent). Der demografische Wandel verstärkt diesen Trend: Die Gesellschaft wird älter – und viele möchten auch im hohen Alter zu Hause leben. „Setzt sich die Entwicklung unserer Gesellschaft fort, werden Haushaltshilfen in Zukunft nicht nur alltäglicher, sondern unverzichtbar sein“, so Heinz-Günter Held. Eine Haushaltshilfe zu beschäftigen entlastet. Das sehen auch die Befragten so. Von denjenigen, die eine helfende Hand zur Unterstützung haben, geben 94 % an, dass die Haushaltshilfe für Entlastung sorgt.

Warum es kein Luxus ist, die Haushaltshilfe auch anzumelden!

Für die Anmeldung bei der Minijob-Zentrale entscheiden sich immer mehr Arbeitgeber und profitieren dabei von Steuervorteilen, indem sie von ihrer Steuerschuld 20 Prozent der Kosten (maximal 510 Euro im Jahr) reduzieren können. Aber nicht nur die Arbeitgeber, sondern auch die Haushaltshilfen profitieren von einer Anmeldung. Welche Vorteile die Anmeldung für Arbeitgeber und Minijobber hat, zeigen wir in unserem Erklärfilm:

 

Das vollständige Radio-Interview mit Heinz-Günter Held über die Rolle von Haushaltshilfen im Privathaushalt finden Sie hier zum Nachhören im Audio-Format:

 

Alle Umfrageergebnisse zum Download gibt es auf der Website der Minijob-Zentrale.

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