Urlaub, Elternzeit, Rente – die beliebtesten Blogbeiträge im Jahr 2018

Wieviel Urlaub steht mir zu? Kann ich während der Elternzeit als Minijobber arbeiten? Wieviel darf ich neben der Rente dazuverdienen? Das sind die Fragen, die Sie im Jahr 2018 am meisten bewegt haben, wenn es um das Thema Minijobs ging. Mehr als 1,5 Millionen Besuche und fast 2,9 Millionen Aufrufe erreichte unser Blog im vergangenen Jahr. Gegenüber 2017 erhöhte sich die Zahl der Aufrufe nochmals um mehr als 1,1 Millionen. Darüber freuen wir uns und sagen herzlichen Dank für Ihr Interesse.

Diese fünf Artikel waren im Jahr 2018 Ihre Favoriten:

Nr. 1:
„Minijob: Urlaub berechnen leicht gemacht“. Auch Minijobber haben Anspruch auf Urlaub. Wie viel Urlaubstage einem Minijobber zustehen, richtet sich nach den Arbeitstagen in der Woche oder im Jahr. Hier erfahren Sie, wie Sie den Urlaubsanspruch im Minijob berechnen und was man dann verdient.

Nr. 2:
Unser Beitrag „Die Abgaben für Minijobber in 2018 – Unser Minijob-Rechner hilft“ unterstützt Arbeitgeber und Entgeltabrechner dabei, schnell und unkompliziert die Beiträge zu berechnen. Minijobber können sich mit dem Online-Rechner auch den Eigenanteil zur Rentenversicherung sowie den Nettolohn ausrechnen. Übrigens haben sich die Abgaben für Minijobber im Jahr 2019 nicht verändert.

Nr. 3:
Häufig stellt sich Minijobbern und Arbeitgebern die Frage „Können mehrere Minijobs gleichzeitig ausgeübt werden?“ Wir verdeutlichen mit verschiedenen Beispielen, wann mehrere Minijobs gleichzeitig ausgeübt werden dürfen und worauf dabei zu achten ist.

Elternzeit - © kolinko_tanya / Fotolia.comNr. 4:
Besteht die Möglichkeit, während der Elternzeit etwas hinzuzuverdienen? Unser Artikel „Minijob trotz Elternzeit – wie das geht“ beantwortet diese Frage und gibt Hinweise, was erlaubt ist und was nicht.

Nr. 5:
„Maximaler Hinzuverdienst zur Rente: 6.300 Euro nicht im Minijob“ – wir erklären, wie sich die allgemeine Hinzuverdienstgrenze für Rentner von der 450-Euro-Minijob-Grenze unterscheidet. Dieser Beitrag wurde in unserer beliebten Reihe „nachgefragt!“ veröffentlicht. In dieser Reihe greifen wir Fragen auf, die besonders häufig in unserem Service-Center gestellt werden.

Auch in diesem Jahr werden wir wieder alles tun, um Antworten auf die Fragen zu geben, die Ihnen beim Thema Minijobs auf den Nägeln brennen. Das große Interesse, das Sie uns 2018 entgegengebracht haben, ist für uns Ansporn, Informationen praxisnah darzustellen und Ihre Fragen verständlich zu beantworten. Übrigens: Unseren Blog können Sie via WordPress abonnieren – und falls Sie in unseren Beiträgen ein Thema vermissen, geben Sie uns bitte einen Hinweis.

9 Kommentare zu “Urlaub, Elternzeit, Rente – die beliebtesten Blogbeiträge im Jahr 2018

  1. Guten Tag,
    ich habe einen Minijobber im Haushaltsscheckverfahren seit 12/2018.
    Sie hat einen Riestervertrag mit Zulagen.
    Ist es für die Zulage Voraussetzung, dass der Minijobber selbst einen Anteil an der Rentenversicherung zahlt oder reicht der Beitrag des Arbeitgebers?
    Kann der Minijobber den RV-Beitrag möglicherweise nachzahlen, falls dieser für die Riesterzulage unentbehrlich ist?
    Danke für eine Antwort.

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    • Guten Tag Herr Vermöhlen,

      Pflichtbeitragszeiten in der Rentenversicherung sind Voraussetzung um die staatliche Förderung für eine private Altersvorsorge, beispielsweise die sogenannte Riester-Rente, sowohl für den Minijobber als auch für den Ehepartner zu beanspruchen.

      Der volle Beitragssatz zur Rentenversicherung liegt derzeit bei 18,6 Prozent. Das bedeutet, dass Arbeitgeber und Minijobber den Beitrag gemeinsam tragen – Arbeitgeber mit einem Pauschalbeitrag und Minijobber mit einem Eigenanteil. Allein der Pauschalbeitrag des Arbeitgebers ist nicht ausreichend für die private Altersvorsorge einer Riester-Rente.

      Hat sich ein Minijobber von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen, ist diese bindend für die gesamte Dauer des Minijobs. Eine rückwirkende Einzahlung ist bei der Minijob-Zentrale nicht möglich.

      Bezüglich einer nachträglichen Einzahlung in die Rentenversicherung wenden Sie sich bitte an den zuständigen Rentenversicherungsträger.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Guten Tag,

      Mutter-Kind-Maßnahmen bilden aus medizinischer Sicht eine Einheit, wobei für die Indikation stets die Gesundheitsgefährdung bzw. Gesundheitsstörung der Mutter maßgebend ist. Liegt die Behandlungsbedürftigkeit der Mutter vor, besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Entgeltfortzahlung für längstens sechs Wochen.

      Während dieser Maßnahme darf Ihr Arbeitgeber Ihnen die Zeit nicht auf den Urlaubsanspruch anrechnen. Wie bei einer Arbeitsunfähigkeit werden auch Maßnahmen der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation auf die Entgeltfortzahlung wegen derselben Krankheit angerechnet.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  2. Hallo,

    Ich habe eine Frage zu Punkt 1.
    Was meinen Sie denn damit, was man dann verdient? Bekomme ich dann einen anderen Lohn als wenn ich arbeiten gehen würde?

    Mfg

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    • Hallo Isabell,

      Minijobber haben ein gesetzliches Recht auf bezahlten Urlaub. Bezahlter Urlaub bedeutet,  dass der Mitarbeiter für jeden Tag sein Gehalt erhält, an dem er sonst gearbeitet hätte. Der Minijobber muss den Urlaubstag weder vor- noch nacharbeiten. In der Regel richtet sich die Höhe des Urlaubsentgelts nach dem durchschnittlichen Gehalt des Arbeitnehmers in den letzten 13 Wochen vor Beginn seines Urlaubs.

      Der Blog-Beitrag „Minijob: Urlaub berechnen leicht gemacht“ dient u.a. als Hilfestellung für die Berechnung des Urlaubsanspruchs, da in der Praxis hierbei sehr häufig Unklarheiten bestehen. Insbesondere bei ungleicher Anzahl von Arbeitstagen in der Woche.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Hallo Marianne,

      an erster Stelle steht immer die Urlaubsgewährung und erst, wenn dies nicht möglich ist, dann ist der Urlaub vom Arbeitgeber abzugelten. Es gibt also weder für den Arbeitgeber noch für den Arbeitnehmer eine Wahlmöglichkeit in Bezug auf die Gewährung oder Abgeltung des Erholungsurlaubs.

      Eine Abgeltung des Urlaubs während des Arbeitsverhältnisses ist nicht vorgesehen. Es ist Urlaub zu gewähren, da der Zweck des Urlaubs die Erholung des Arbeitnehmers ist, die mit der Urlaubsabgeltung nicht erreicht werden kann. Eine finanzielle Abgeltung des Urlaubs sieht das Gesetz nur in § 7 Abs. 4 Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) und damit nur bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses vor: „Kann der Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr gewährt werden, so ist er abzugelten.“

      Der Jahresurlaub muss somit im laufenden Kalenderjahr genommen werden, ansonsten verfällt er. Eine Urlaubsübertragung ins Folgejahr ist nur möglich, wenn dringende persönliche Gründe oder dringende betriebliche Gründe dies rechtfertigen. Dringende persönliche Gründe sind beispielsweise Arbeitsunfähigkeit, Erkrankung eines Angehörigen, der gepflegt werden muss oder die Erkrankung des Lebensgefährten, mit dem der Urlaub verbracht werden sollte. Im Fall einer Übertragung des Urlaubs auf das Folgejahr, muss er in der Regel in den ersten drei Monaten des Folgejahres genommen werden.

      Bei Langzeiterkrankten jedoch verfallen die gesetzlichen Mindesturlaubsansprüche nicht mehr spätestens mit Ablauf des 31.03. des auf das Urlaubsjahr folgenden Jahres, sondern spätestens nach Ablauf eines Übertragungszeitraumes von 15 Monaten nach dem Ende des Urlaubsjahres, auch wenn die Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers über diesen Zeitraum hinaus ununterbrochen andauert.

      Die Verlängerung des Übertragungszeitraums bei Langzeiterkrankungen gilt grundsätzlich nur für den gesetzlichen Mindesturlaub. Ob darüber hinausgehende Urlaubsansprüche, die arbeitsvertraglich oder tarifvertraglich geregelt sind, nach den gleichen Regeln verfallen, hängt davon ab, wie die Parteien den Verfall und die Übertragbarkeit des zusätzlichen Urlaubs geregelt haben. Werden die gesetzlichen Urlaubsvorschriften z.B. in Bezug genommen, was in der Praxis häufig geschieht, dann gelten die verlängerten Übertragungszeiträume bei Langzeiterkrankungen auch für die übergesetzlichen Urlaubsansprüche.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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