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Minijobs 2019: Das ändert sich für Arbeitgeber und Minijobber im neuen Jahr

Der Mindestlohn steigt, der kurzfristige Minijob wird attraktiver und die Termine für Beitragsfälligkeiten stehen fest. Wir informieren darüber, was sich im Jahr 2019 alles ändert.

Das sollten Arbeitgeber und Minijobber beachten:

1. Die neuen Geringfügigkeits-Richtlinien sind da
2. Zeitgrenze für kurzfristige Minijobs dauerhaft erhöht
3. Der Mindestlohn steigt
4. So werden Steuerfreibeträge für Trainer und Ehrenamtliche genutzt
5. Das sind die neuen Fälligkeitstermine
6. Das muss für Minijobs in 2019 gezahlt werden

1. Die neuen Geringfügigkeits-Richtlinien sind da

Die Geringfügigkeits-Richtlinien sind eine wichtige Hilfe für Arbeitgeber und Minijobber bei allen Fragen rund um die Minijobs. Das Nachschlagewerk ist jetzt in einer aktualisierten Version erschienen. Hier findet man auch alles zu den Änderungen zum Jahreswechsel.

Lesetipp: Minijob-Wissen komplett: Die neuen Geringfügigkeits-Richtlinien sind da

2. Zeitgrenze für kurzfristige Minijobs dauerhaft erhöht

Arbeitgeber und kurzfristige Minijobber können sich freuen: Die als Übergangsregel eingeführte Ausweitung von kurzfristigen Beschäftigungen auf 3 Monate oder 70 Arbeitstage im Jahr wird zur Dauerlösung. Ursprünglich war die Regelung auf 4 Jahre für die Zeit von Januar 2015 bis Dezember 2018 begrenzt. Auf die Höhe des Verdienstes kommt es bei einem kurzfristigen Minijob weiterhin nicht an. Der Arbeitnehmer kann theoretisch unbegrenzt verdienen. Er zahlt keine Beiträge, lediglich der Arbeitgeber muss Umlagen an die Minijob-Zentrale abführen.

Lesetipp: 3 Monate oder 70 Tage: Was für kurzfristige Minijobs ab 2019 gilt

3. Der Mindestlohn steigt

Auch für Minijobs muss wenigstens der gesetzliche Mindestlohn gezahlt werden. Zum Jahreswechsel wird dieser erneut angehoben. Er steigt um 35 Cent auf 9,19 Euro pro Stunde und gilt grundsätzlich bundesweit für alle volljährigen Arbeitnehmer. Ab dem 1. Januar 2020 folgt eine weitere Anhebung auf 9,35 Euro.

Minijobber, die den Mindestlohn erhalten und deren Verdienst bei 450 Euro im Monat liegt, müssen die Anzahl der Arbeitsstunden anpassen. Nur dann bleibt der Minijob ein Minijob. Wird die monatliche Entgeltgrenze von 450 Euro überschritten, liegt kein Minijob mehr vor, sondern eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

Lesetipp: Mindestlohn steigt auf 9,19 Euro – Worauf Arbeitgeber und Minijobber jetzt achten müssen

4. So werden Steuerfreibeträge für Trainer und Ehrenamtliche genutzt

Vereine und gemeinnützige Einrichtungen profitieren davon, dass Einnahmen aus bestimmten nebenberuflichen Tätigkeiten steuerfrei und damit gleichzeitig auch beitragsfrei in der Sozialversicherung sind. Hierzu zählen die Steuerfreibeträge für Übungsleiter und Ehrenamtliche.

Lesetipp: Trainer und Ehrenamtliche – Was passiert, wenn der Verdienst über dem Steuerfreibetrag liegt

5. Das sind die neuen Fälligkeitstermine

Arbeitgeber müssen ihre Abgaben fristgerecht monatlich an die Minijob-Zentrale zahlen. Die gesamten Abgaben für Minijobber sind spätestens am drittletzten Bankarbeitstag des Monats fällig, in dem der Minijobber die Beschäftigung ausübt.

Als Tag der Zahlung gilt grundsätzlich der Tag der Wertstellung zugunsten der Minijob-Zentrale. Die Abgaben müssen somit am Fälligkeitstag auf einem Konto der Minijob-Zentrale eingegangen sein.

Für das Jahr 2019 ergeben sich diese Fälligkeits- und Übermittlungstermine:

fälligkeiten und uebermittlungstermine 2019

Unser mobiler Service zu den Fälligkeiten steht für 2019 im Internet bereit: Laden Sie sich die monatlichen Beitragsfälligkeiten einfach auf Ihr Smartphone oder Tablet. Hier die ICS-Datei zum kostenlosen Download.

Lesetipp: Übermittlung der Beitragsnachweise und Fälligkeiten – Das sind die Termine 2019

6. Das muss für Minijobs in 2019 gezahlt werden

Die Abgaben für Arbeitgeber und Minijobber bleiben im Jahr 2019 unverändert. Für Minijobs im gewerblichen Bereich fallen weiterhin die folgenden Abgaben an:

13,00 % Pauschalbeitrag zur Krankenversicherung
15,00 % Pauschalbeitrag zur Rentenversicherung (Arbeitgeberanteil)
3,60 % Arbeitnehmeranteil zur Rentenversicherung bei Rentenversicherungspflicht
0,90 % Ausgleich für Aufwendungen bei Krankheit (Umlage 1)
0,24 % Ausgleich für Aufwendungen bei Mutterschaft (Umlage 2)
0,06 % Umlage für den Fall der Insolvenz
2,00 % Einheitliche Pauschsteuer

Tipp: Mit unserem Minijob-Rechner sind die Beiträge für 450-Euro-Minijobber schnell berechnet.

Wir wünschen Ihnen allen frohe Weihnachten und viel Glück im Neuen Jahr!

54 Kommentare zu “Minijobs 2019: Das ändert sich für Arbeitgeber und Minijobber im neuen Jahr

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    Ich habe eine kurze frage und zwar geht es um meine minijob,ich habe ein vertrag mit eine firma,da steht das ich 12Euro als nettostunde bekommen,und jetzt habe ich 69 stunden im monat gesammelt,die haben fur mich nur 430,00 Euro uberwiesen fur die 36 Stunden,,die frage ist was mach ich mit andere stunden ?
    was fur moglichkeiten gibts ?damit die mich diese ubrich stunden beazhlen ?

    ich bitte ihnen fur eine kurze rück meldung.

    herzlichen danke
    amer

    • Hallo Amer,

      uns als Minijob-Zentrale ist es ein großes Anliegen unsere Kunden, zum Beispiel Arbeitgeber und Arbeitnehmer, über Ihre Rechte und Pflichten zu informieren. Insbesondere zum Arbeitsrecht erhalten wir sehr viele Anfragen, die wir gewissenhaft beantworten.

      Die Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber werden durch das Arbeitsrecht geregelt. Im Individual-Arbeitsrecht werden Arbeitsbedingungen geklärt. Dazu gehören zum Beispiel vereinbarter Arbeitslohn, Urlaubsregelungen, Arbeitszeit, Kündigungsfristen, Entgeltfortzahlung usw.
      Da das Arbeitsrecht ein Individualrecht ist, kann es behördlich nicht geregelt werden. Das heißt, Sie müssen Ihre Ansprüche bei Ihrem zuständigen Arbeitsgericht selbst durchsetzen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  2. Ich putze im Hotel im Mini Job.
    Ich habe eine Frage, ob der Arbeitgeber das Recht hat, mir 40 Stunden Gehalt zu zahlen, wenn ich weniger Stunden gearbeitet habe. Jetzt befehle ich mir, dieses Geld auszuarbeiten. Ich füge hinzu, dass ich auf der Lohnabrechnung die Summe von 40 Stunden eingegeben habe, bei denen ich nicht so viel gearbeitet habe.

    • Hallo Mariola,

      Sie haben grundsätzlich Anspruch auf die Bezahlung der Anzahl von Stunden, welche vertraglich vereinbart sind.

      Mit dem Arbeitsvertrag stellen Sie als Arbeitnehmer dem Arbeitgeber gegen Bezahlung Ihre Arbeitskraft zur Verfügung. Gibt es keine Arbeit, ist das das Problem des Arbeitgebers. Er trägt das rechtliche und finanzielle Risiko, keine Verwendung für die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers zu haben. Dann befindet er sich im Annahmeverzug und muss den Lohn ohne Gegenleistung zahlen.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen mit Ihrem Arbeitgeber bezüglich der vereinbarten Arbeitszeit nochmal zu sprechen. Alternativ können Sie sich auch mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  3. Ich war bei einem Autohaus,( als Rentner) auf 450 € Basis beschäftigt. Plötzlich nahmen die Stunden zu und so kam ich mal mehr oder weniger über die 450€ Grenze. Bereits nach dem ersten Vorfall sprach ich den Geshäftsführer darauf an. Ebenfalls wies seine Buchhaltung darauf hin an. Jedes mal versprach er, sich darum zu kümmern. Am Ende forderte die Rentenversicherung ca. 800€ an Beiträgen, die ich dann begleichen musste. Ist das rechtens? Ich lese hier von einer Meldepflicht des Arbeitgebers?
    Beste Grüsse

    • Hallo Herr Szybalsky,

      die versicherungsrechtliche Beurteilung Ihres Beschäftigungsverhältnissen, obliegt Ihrem Arbeitgeber.
      Anhand Ihrer Schilderung gehen wir davon aus, dass der Arbeitgeber Sie aufgrund der Überschreitung der 450 Euro versicherungspflichtig bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse gemeldet hat.
      Daher bitten wir Sie sich mit Ihrer Anfrage an Ihre zuständige Krankenkasse zu wenden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  4. Hallo. Ich habe schon ein Minijob. Kriege in Monat 80€. Habe noch ein festes 30 stunden die Woche Job. Habe jetzt eine Verhinderungspflege von 15.5.2019 bis 15.06 2019. Soll mich laut Krankenkassenbrief als Minijober anmelden. Darf ich das? Und wo soll ich anfangen.Danke

    • Hallo Jakel,

      übersteigt die Leistung der Krankenkasse zur Verhinderungspflege die Höhe des monatlichen Pflegegeldes, kann es sich um eine Beschäftigung handeln, die bei der Minijob-Zentrale zu melden ist.

      Die Meldepflicht obliegt dann Ihrem Arbeitgeber. Er meldet den Minijob im privaten Haushalt mit dem Formular Haushaltsscheck https://t1p.de/MJZE-Haushaltsscheck-Formular bei uns an. Bitte vermerken Sie darauf, dass es sich um einen kurzfristigen Minijob handelt und bitten Sie in diesem Zusammenhang um eine versicherungsrechtliche Beurteilung bezüglich der Verhinderungspflege.( https://t1p.de/MJZE-kurzfristig-im-Privathaushalt )

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  5. Liebes Team der Minijob-Zentrale,

    ich arbeite neben meiner Vollzeitstelle weiterhin in meinem ehemaligen Studentenjob auf 450-Euro-Basis und verdiene dort Brutto rund 80 Euro/Monat. Da ich der Einzahlung in die Rentenversicherung zugestimmt habe, geht ein bestimmter Prozentsatz ab, es belief sich jedoch seit 2019 auf rund 20 Prozent, die da vom Gehalt abgezogen wurden.
    Gibt es dafür eine rechtliche Erklärung?

    Vielen Dank im Voraus!

    • Guten Tag,

      in einem Minijob sind Sie als Arbeitnehmer – mit Ausnahme der Rentenversicherung – sozialversicherungsfrei. Abgezogen von Ihrem Verdienst werden somit lediglich Ihr Eigenanteil zur Rentenversicherung und ggf. selbst zu tragende Steueranteile – wenn beispielsweise das Einkommen anhand der individuellen Lohnsteuermerkmale versteuert wird.

      Welche Abzüge in Ihrem individuellen Fall jedoch getätigt werden, lässt sich pauschale nicht beantworten. Wir empfehlen Ihnen daher im ersten Schritt das Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber zu suchen um die Differenz in der Lohnzahlung zu hinterfragen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    • Hallo M.-T. Gollnick,
      der Arbeitnehmeranteil wird meines Wissens nach von einer sogenannten Mindest-Beitragsbemessungsgrenze einbehalten. Die beträgt 175,00 €. Das bedeutet, dass man immer mindestens 6,30 € einzahlen muss. Erst bei Erreichen oder Überschreiten des Bruttoverdienstes von 175,00 € stimmt der Prozentsatz von 3,6 mit den Abzügen überein. Würde das Ihre Frage beantworten?

      • Hallo,

        das ist grundsätzlich richtig.

        Übt der Beschäftigte neben seinem 450-Euro-Minijob jedoch noch eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung aus, ist die Mindestbeitragsbemessungsgrundlage nicht anzusetzen.

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  6. Hallo,
    ich hätte gern mal gewusst, wenn ich im Februar meinen Resturlaub von 2018 nehme, muss mein Arbeitgeber mir den Mindestlohn von 2018 oder 2019 zahlen ?

    • Guten Tag,

      grundsätzlich gilt, dass Verdiensterhöhungen welche nicht nur von vorübergehender Natur sind (z. B. Tariflohnerhöhungen, Beförderung, Erhöhungen des Mindestlohnes) bei der Berechnung des Urlaubsentgelts berücksichtigt werden müssen.

      Wir bitten jedoch um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  7. Hallo, wiso muss ein Minijobber seine gesetzlichen Ansprüche auf Lohnfortzahlung im Krankheits- bzw. Urlaubsfall selbst einklagen ? Warum kann der Arbeitgeber nicht einfach vom Gesetzgeber bei Verstössen belangt werden ? Bei den Sachen lohnt es sich für den einzelnen ja nicht ins Verfahren zu gehen da der Erfolg ja meist nicht die Klage lohnt. Ein Arbeitgeber der 10 Minijobbern keinen Urlaub bezahlt kann so aber bis zu 4500 Euro im Jahr sparen.

    • Hallo Herr Schott,

      da die von Ihnen genannten Verstöße sich auf das Arbeitsrecht stützen und dieses ein Individualrecht ist, kann es behördlich nicht geregelt werden. Das heißt, Sie müssen Ihre Ansprüche bei Ihrem zuständigen Arbeitsgericht selbst durchsetzen.

      Gern können Sie sich mit Ihren arbeitsrechtlichen Fragen an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  8. Hallo zusammen,

    meine Tochter 14 könnte bei uns im Unternehmen im Büro (also leichte Arbeit) auf 450 € arbeiten, mit einem Stundenlohn von 10,00 €. Dieses würde immer in ihren Ferien stattfinden…muss ich etwas beachten

    • Guten Tag Herr Bahn,

      bei Jugendlichen, die noch keine 18 Jahre alt sind, gilt das Jugendarbeitsschutzgesetz.
      Darin heißt es:
      Besondere Regeln gelten für Kinder über 13 und vollzeitschulpflichtige Jugendliche.
      Kinder über 13 Jahre und vollzeitschulpflichtige Jugendliche dürfen:
      · nicht mehr als zwei Stunden täglich und
      · nicht zwischen 18 und 8 Uhr,
      · nicht vor dem Schulunterricht und
      · nicht während des Schulunterrichts arbeiten und
      · während der Schulferien für höchstens vier Wochen im Kalenderjahr arbeiten.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  9. Hallo bin Rentner exam.pflegekraft
    Arbeite auf 450 Euro Basis
    Habe meinen Arbeitgeber gefragt ob ich von der Erhöhung auch profitiere arbeiten zur Zeit 37 Stunden im Monat
    Leider hat er sich nicht wirklich dazu geäußert
    nur darauf hingewiesen das sich etwas ändern wird.
    Vielleicht bekomme ich von Ihnen eine Aussage kräftige Antwort
    Vielen Dank Gerda

    • Guten Tag Frau Druskat,

      neben dem allgemeinen Mindestlohn gibt es in einigen Branchen spezielle Branchen-Mindestlöhne. Dies bedeutet für die Arbeitnehmer in diesen Branchen, dass nicht der allgemeine Mindestlohn gilt, sondern ein eigener (spezieller) Branchen-Mindestlohn. So gibt es beispielsweise Branchen-Mindestlöhne für das Baugewerbe, Dachdecker, Elektrohandwerk, Gebäudereiniger und im Pflegebereich.

      Dieser Branchen-Mindestlohn liegt in aller Regel oberhalb des allgemeinen Mindestlohns. Allerdings muss bei den Branchen-Mindestlöhnen stets darauf geachtet werden, ob die Tätigkeit des Arbeitnehmers/Minijobbers auch zu den Branchen-Tätigkeiten gehört. Ist dies der Fall, so erhält der Arbeitnehmer den Branchen-Mindestlohn.
      Ist dies nicht der Fall, es werden also keine „branchenüblichen“ Tätigkeiten ausgeübt, so ist vielfach nicht der Branchen-Mindestlohn, sondern „nur“ der allgemeine Mindestlohn zu zahlen.

      Dies gilt natürlich auch im Pflegebereich. Grundsätzlich ist der Pflegemindestlohn für alle Arbeitnehmer im „pflegenden“ Bereich zu bezahlen. Arbeitnehmer, die mit dem „Pflegebereich“ nichts zu tun haben, zum Beispiel ein Gärtner, erhält keinen Pflegemindestlohn. Der Pflegemindestlohn hat sich zum 1. Januar 2019 auf: 11,05 Euro in den alten Ländern und auf 10,55 Euro in den neuen Ländern erhöht.

      Was tun, wenn Ihr Arbeitgeber den Mindestlohn nicht zahlt? Zunächst sollten Sie als Arbeitnehmer Ihren Arbeitgeber auf die Tatsache aufmerksam machen, dass das Mindestlohngesetz für ihn gilt. Wenn die Zahlung des Mindestlohns trotzdem verweigert wird, gibt es für Sie zwei Möglichkeiten. Zum einen kann eine Meldung an den Zoll erfolgen, denn dieser ist die zuständige Behörde, die die Einhaltung des Mindestlohns kontrolliert. Eine andere Möglichkeit ist es, mithilfe eines Anwalts den Mindestlohn einzufordern.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      • Dahingehend habe ich auch eine Frage. Der Pflegemindestlohn liegt ja nun bei 11,05 Euro. Gilt das auch wenn man bei einem Pflege- oder Betreuungsdienst beschäftigt ist? Es gibt da keinen Tarifvertrag. Was ist, wenn man sowohl Hauswirtschaft als auch Pflege/Betreuung macht?
        Vielen Dank schon mal

        • Hallo Frau Holstein,

          die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs.

          In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht. Auch die gesetzlichen Bestimmungen zum Mindestlohn fallen in diesen rechtlichen Bereich. Wir bitten daher um Ihr Verständnis, dass wir Ihre konkrete Frage zum Mindestlohn nicht beantworten können.

          Ausführliche Informationen erhalten Sie bei dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, im Internet auf http://www.bmas.de/Mindestlohn und telefonisch unter der Mindestlohn-Hotline 030/ 60 28 00 28.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  10. Hallo,
    ich bin seit 1991 Erwerbsunfähigkeitsrentner und seit 1993 in einem großen Klinikum als Sachbearbeiter tätig. Seit Januar d. J. zahlt der AG mir 455,39 € monatlich. Dies ist bedingt durch tarifliche Anpassungen. Seitens der Rentenversicherung habe ich nichts zu befürchten, da seit letztem Jahr eine Hinzuverdienstgrenze von 6.300 € jährlich gilt (14 x 450 €). Soweit ich informiert bin, gelten für Fälle wie dem meinen andere Regeln, da ich ja auch kein Krankengeld bei längeren Ausfällen bekomme. Und auch Arbeitslosenversicherung muss für mich nicht angeführt werden. Aber wie genau lauten diese Regeln und wie muss ich mich verhalten, damit ich nicht noch rückwirkend große Nachzahlungen für Kranken- und Pflegekasse befürchten muss?

    • Hallo Mario,

      mit einem monatlichen Verdienst von 455,39 Euro überschreiten Sie bereits die Geringfügigkeitsgrenze. Das heißt für Sie: dem Grunde nach unterliegt Ihr Einkommen der Sozialversicherungs- und Steuerpflicht.

      Die Aussage zu einem möglichen Verdienst in Höhe von 6.300 Euro bezieht sich ausschließlich auf den Hinzuverdienst zu Ihrem Rentenbezug. Das heißt, die Rente wird bis zur Höhe dieses Hinzuverdienstes nicht gekürzt. Bei einem 450-Euro-Minijob kann ein Minijobber durchschnittlich im Monat bis zu 450 Euro verdienen. Arbeitet er ein Jahr lang durchgehend, darf er also 5.400 Euro verdienen (12 Monate x 450 Euro = 5.400 Euro). Wird diese Verdienstgrenze überschritten, liegt in der Regel kein 450-Euro-Minijob mehr vor.

      Wir empfehlen Ihnen daher, das Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber zu suchen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  11. Guten Tag,
    meine Tochter (15 J.) ist neben der Schule Zeitungsausträgerin, ihr Lohn ist gering, da sie noch nicht volljährig ist und dadurch unter Mindestlohn bezahlt wird. Jetzt hat ihr Arbeitgeber auch noch die einheitliche Pauschalsteuer von 2% an sie abgewälzt, seit Abrechnung 01-2019 ist dies der Fall und die Beilagen, die in der Zeitung bereits eingelegt sind (vorher Vergütung mit 0,0051 EUR) werden nicht mehr vergütet. Wie können wir uns da verhalten? Wäre es für meine Tochter jetzt günstiger nach der Lohnsteuerkarte versteuert zu werden? Ich denke dann würde keine Steuer anfallen? Was müssen wir tun und an wen müssen wir uns wenden?
    Danke für Ihre Antwort
    Claudia

    • Guten Tag Claudia,

      bei einem 450-Euro-Minijob bestimmt der Arbeitgeber die Art der Besteuerung. Er entscheidet, ob der Minijob pauschal mit 2% versteuert wird oder individuell nach der Lohnsteuerklasse des Minijobbers.

      Die Pauschsteuer von 2% meldet und zahlt der Arbeitgeber an die Minijob-Zentrale. Dabei ist es zulässig, dass der Arbeitgeber die Pauschsteuer vom Verdienst des Minijobbers abzieht. In diesem Zusammenhang spricht man vom Abwälzen der Steuer.

      Hat er sich dagegen für die individuelle Lohnsteuer entschieden, zahlt er diese direkt an das zuständige Finanzamt. In diesem Fall fällt bei den Lohnsteuerklassen I – IV keine Lohnsteuer an, sofern der Arbeitnehmer keine anderen Einkünfte hat. Eine individuelle Besteuerung kann somit für den Arbeitnehmer auch vorteilhafter sein als eine Pauschalversteuerung.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen daher, mit dem Arbeitgeber Ihrer Tochter zu sprechen, ob eine Umstellung der Besteuerung möglich ist.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  12. Liebes Team,
    wenn ein Mitarbeiter seine Arbeitszeit im wesentlichen selber einteilen kann, festgelegt ist lediglich der Stundenlohn, dass es an zwei Tagen die Woche kommt und nicht mehr als EUR 450 im Monat verdient, treffen dann die neuen regelungen der Abrufarbeit auf den Arbeitnehmer zu? und wo finde ich dafür eine Vorlage für einen Arbeitsvertrag? Kann ich so einen Vertrag auch befristet gestalten?
    Danke schon einmal im Voraus.

    • Hallo Gabriele,

      vorweg möchten wir Sie darauf hinweisen, dass die Regelung des § 12 Absatz 1 Teilzeitbefristungsgesetz (TzBfG) nicht neu ist. Eine Abruf-Vereinbarung muss eine bestimmte Dauer der wöchentlichen und täglichen Arbeitszeit festlegen. Ist das nicht der Fall galt bereits in der Vergangenheit eine Arbeitszeit von 10 Stunden als vereinbart. Diese Stundenzahl hat der Gesetzgeber jetzt ab 1. Januar 2019 auf 20 Stunden erhöht. Damit will der Gesetzgeber einen wirksamen Anreiz setzen, tatsächlich eine bestimmte Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit festzulegen.

      Arbeit auf Abruf liegt dann vor, wenn die/der Arbeitnehmer/in ihre/seine Arbeitsleistung entsprechend dem wechselnden Arbeitsanfall im Betrieb zu erbringen hat. Diese extreme Variante der Flexibilisierung von Arbeitszeiten betrifft praktisch ausschließlich Teilzeitkräfte. Daher ist die wesentliche gesetzliche Regelung zum Thema Arbeit auf Abruf auch in § 12 TzBfG enthalten.

      Das Thema „Arbeit auf Abruf“ ist arbeitsrechtlich geprägt, so dass wir hierzu zwar allgemeine Auskünfte erteilen können, für tiefergehende Informationen, wie z. B. die Bereitstellung eines Muster-Abrufarbeitsvertrages, aber nicht die zuständige Stelle sind. Dazu finden sich bei entsprechender Sucheingabe verschiedene andere Quellen im Internet. Außerdem erteilt das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales Auskunft zum Arbeitsrecht. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  13. ich bin 61 und möchte mit meiner selbststädigkeit aufhören und bin dann über meinen Mann gesetzlich mitversichert, da ich weder Arbeitslosengeld noch Rente bekomme. Würde aber gerne 3 Monate im Jahr kurzfirstig in der Saison arbeiten ist dies möglich? bzw. ist dies dann sozialversicherungsfrei?
    vielen Dank Silvia

    • Hallo Silvia,

      eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn sie im Laufe des Kalenderjahres auf nicht mehr als drei Monate oder insgesamt 70 Arbeitstage nach ihrer Eigenart begrenzt zu sein pflegt, oder im Voraus vertraglich begrenzt ist. Auf die Höhe des Einkommens kommt es nicht an. Auch fallen für kurzfristige Minijobs keine Sozialversicherungsbeiträge an. Ein sozialversicherungsfreier kurzfristiger Minijob liegt allerdings nicht vor, wenn dieser berufsmäßig ausgeübt wird. Berufsmäßig wird eine Beschäftigung dann ausgeübt, wenn sie für die in Betracht kommende Person nicht von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung ist.

      Grundsätzlich nicht berufsmäßig beschäftigt sind Personen, die aus dem Berufsleben ausgeschieden sind bzw. dem Arbeitsmarkt nicht mehr dauerhaft zur Verfügung stehen, wie z.B. Altersvollrentner und Hausfrauen/Hausmänner.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  14. Meine Frau und ich sind als Rentner auch Minijobber für 450 EUR monatlich, weil es sonst nicht reichen würde. Wir sind auch der Meinung eine Erweiterung auf 500 EUR ist überfällig, weil die Erhöhung des Mindestlohnes kommt bei uns nicht an. Die Arbeit muss erbracht werden. Leider haben wir keine Lobby! Dafür eine Wahlstimme, da muss man sehen wer unsere Interessen vertritt.

  15. Hallo, ich habe eine Frage, wenn ein Arbeitnehmer einen Monat nicht gearbeitet hat – aus Mangel an Aufträgen. Muss dann trotzdem ein Beitragsnachweis eingereicht werden? Der Form halber? Es fallen ja dann keine Beiträge an

  16. Ich hätte auch eine Frage.
    Muss der Dauerbeitagsnachweis für einen geringfügig Beschäftigten zum Jahresanfang 2019 neu erstellt werden? Oder läuft der von 2018 einfach weiter and eventuelle Änderungen werden automatisch angepasst? An der Höhe des monatlichen Einkommens hat sich nichts geändert.
    Voraub herzlichen Dank für Ihre Antwort.

  17. Ich habe eine Frage ich habe einen Minijob wo ich leider damals den Verzicht der Rentenversicherungsbeitrag unterschrieben habe. Ich möchte aber schon seit langen den Rentenversicherungsbeitrag zahlen. Im Internet steht man muss seinen Minijob kündigen und nach zwei Monaten kann man wieder in den selbigen arbeiten und muss erneut den Antrag auf Verzicht den Rentenversicherungsbeitrag unterschreiben. Wie wäre das, wenn man am 15.1. kündigt mit Kündigungsfrist 4 Wochen wann dürfte ich frühestens wieder den neuen Arbeitsvertrag bei meinen jetzigen Arbeitgeber machen. Haben Sie Broschüren oder irgendwas zum nachlesen. Vielen dank schon mal LG Petra

    • Hallo Petra, wenn du am 15.1.19 kündigst, kannst du ab dem 01.05.2019 wieder bei dem Arbeitgeber anfangen, mit neuem Arbeitsvertrag. Aber damit du in die Rentenversicherung einzahlst, darfst du unter keinen Umständen den Befreiungsantrag unterschreiben. LG Herta

    • Hallo Petra,

      seit 2013 ist ein Minijobber mit Aufnahme eines Minijobs rentenversicherungspflichtig. Auf Antrag kann er sich davon befreien lassen. Wir gehen davon aus, dass Sie die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht damals erklärt haben. Sie gilt dabei für die gesamte Dauer des Minijobs und kann nicht widerrufen werden. Nimmt der Arbeitnehmer danach erneut einen Minijob bei einem anderen Arbeitgeber auf unterliegt er in dieser Beschäftigung wieder der Rentenversicherungspflicht. Folgt hingegen ein erneuter Minijob beim demselben Arbeitgeber, ist davon auszugehen, dass es sicher immer noch um dieselbe Beschäftigung handelt, in der die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht besteht, wenn zwischen dem Ende der ersten Beschäftigung und dem Beginn der neuen Beschäftigung weniger als zwei Monate liegen. In diesem Fall verliert die Befreiung nicht ihre Wirkung.

      Bei einer Kündigung am 15. Januar und einer Kündigungsfrist von 4 Wochen, wäre der Austrittstermin der 15. Februar. Somit besteht frühestens ab 16. April wieder ein neues Beschäftigungsverhältnis bei demselben Arbeitgeber.
      Bezüglich der Kündigung und was Sie damit erreichen möchten, empfehlen wir Ihnen mit Ihrem Arbeitgeber zu sprechen. Vielleicht besteht auch die Möglichkeit eines Aufhebungsvertrages.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  18. Wo ist denn der Link zum pdf Download der Beitragssätze 2019? Auch wenn sie unverändert sind, wäre ein offizielleres Dokument als ein dauernden Veränderungen unterliegender Blog angebracht. Das war schon letztes Jahr das Thema…

  19. Ja genauso. Die Herren und Damen. welche Diäten beziehen, sollten endlich auch mal nach Leistung bezahlt werden und nach Sitzungsteilnahme.

  20. Das ist der größte Witz.
    Der Mindestlohn wird erhöht, die 450.- € Grenze aber nicht.
    Was ein Politiker als Spesenpauschale steuerfrei kassiert?
    Diese Leute haben aber den Kontakt zur Basis verloren.
    Aber die Deutschen sind halt blöd.
    Solange Brot und Spiele noch passen, ist alles ok.

  21. Die 450,- Grenze muss erhöht werden! Nur so so kann eine Einkommenserhöhung erreicht werden, ansonsten erfolgt lediglich eine Verringerung der Einsatzzeit, weder im Interesse des Arbeitsnehmers und Arbeitsgebers.

    • Hallo Anonymous,
      interessante Ansicht, würde aber auch nicht helfen.
      Eigentlich müsste der gesamte Bereich des Minijobs abgeschaft werden, ein mtl. steuerrechtlicher Freibetrag von 1.00,00 für beide Seite eingeführt werden, sowie eine Geringverdienergrenze (gemäß den Auszubildenen mit geringer Vergütung), bei Anwendung der Gleitzone (welche ab 01.01.2019 auf unglaubliche € 1.300,00 steigt und dann reden alle von Rentenarmut – woher nur). Somit würden beide Seiten ab einen anständigen Einkommen in die Sozialversicherungszweige einzahlen, es würde ein Anrecht auf alle Leistungen aus allen Versicherungszweigen bestehen, die Belastung der Arbeitgeber würde sinken und eine zeitliche Einschränkung der Tätigkeit würde wegfallen! Die Anhabeung der Minijobgrenze von € 400,00 auf € 450,00 hat viele Voll- und Teilzeitstellen gekostet und ist sozialversicherungsrechtlicher Humbug, da alle Minijobber weitestgehen für die allgemeines Sozialkasse einzahlen, ohne Ansprüche – die verpuffen für das „Allgemeinwohl“ ?

  22. Sehr geehrter Herr Bleck
    der Deutsche Michl wird nicht in gelben, roten oder braunen Westen nach Berlin kommen, den der ist Obrigkeitshörig und na wie eben der Name Michl schon sagt.
    (d..f)

  23. Hallo
    Ich bin Rentner mit einer kleinen Rente und bin auf einen Minijob angewiesen. Durch die Erhöhung des Mindestlohns ist mir nicht geholfen. Ich arbeite dann zwei Stunden weniger im Monat habe aber am Ende keinen Cent mehr. Unmöglich!!!!!! Ich habe Zeit und würde gern mehr arbeiten und mehr verdienen.
    Wie mir geht es sehr vielen Kollegen (40) in der Firma für die ich fahre. Wer denkt denn an die armen Rentner!!!!!

    • Hallo Alfred,
      Sie dürfen doch als Rentner in der Regelaltersrente hinzuverdienen, soviel Sie möchten oder können. Wenn es über 450 € im Monat sind, sind eben Steuern abzuführen, da es dann kein Minijob mehr ist. Ich denke, dass einer Mehrarbeit, so von Ihnen gewünscht, nichts im Wege steht.
      Schöne Weihnachten.

      • Hallo Christine,
        es geht doch hier nicht um den Arbeitnehmer! Die Arbeitgeber wollen keine anderen Arbeitnehmer als geringfügige, da in den Köpfen die falsche Meinung herrscht, daß ein Minijober keine Rechte hat und jederzeit entlassen werden kann.
        Dies muß geändert werden.
        Ebenfalls schöne Weihnachten an alle.

      • Hallo Christine,
        das ist ja mit den Einkünften über 450.- € und den Steuern nur bedingt richtig…..
        Das wissen viele leider nicht :
        Es werden hier die gesamten Einkünfte addiert,
        einschließlich (!!!) Deiner Rente (in %-Teilen, die sich immer p.J. um 2% erhöhen)
        = und dann darauf in Summe die Einkommenssteuer erhoben !
        Übrigens :
        Auch Gutschriften z.B. von Krankenkassen sind Einkommen
        und werden dazu addiert.
        Natürlich gibt es einen Grundfreibetrag : in 2018 = 9.000.- € i.J.
        Und der Besteuerungsanteil Deiner Rente liegt in 2018 bei 76 % .
        Auch kann man wie gehabt die Werbungskosten etc. absetzen.
        Mein Fazit :
        Unbegrenzt dazuverdienen ja, aber hier machen Sie die Rechnung ohne den Wirt !
        Natürlich bin ich dafür eine Steuer für meinen Hinzuverdienst zu zahlen ,
        aber nicht in Summe mit meiner Rente, die ein Leben lang versteuert wurde….
        Eigentlich unglaublich , ist aber so …

        Ebenfalls schöne Weihnachten

      • Hallo Christine,
        endlich eine Person die nich darauf abzielt, dass durch ein ggfls. höheres Einkommen auch Steuern fällig werden, bzw. auch Sozialabgaben (wenn auch geringer). Leider hat die Angelegeheit jedoch den Haken, dass derzeit ein Rentner mit geringer Rente bei einem Minijob nicht zu befürchten hat, dass dann auch noch seine Rente steuerpflichtig wird. Durch eine Beschäftigung auf Steuerkarte kann eine vorherige steuerfreiheit der Rente gefährdet werden.
        Bei niedrigem Einkommen ist in diesem Moment jede Steuernachzahlung zu viel und … durch die Möglichkeit des Hinzuverdienstes bis € 6.300,00 werde auch bereits genug Rentner auf`s „Glatteis“ geführt und vom Fiskus erfasst!!!

  24. Sehr geehrte Damen und Herren,
    die Erhöhung des Mindestlohnes hilft den 450.- € Minijobbern nicht.
    Die Arbeitszeit sinkt zwar auf dem Papier, die Arbeitsbelastung wird jedoch höher,
    da die Arbeitsleistung in kürzerer Zeit erbracht werden muß.
    Da die Zuverdiensthöhe seit Jahren auf 5.400.- € gedeckelt wird, frißt die Inflation,
    aber vor allem die Disteigenden Mieten, Strom, Benzin und ÖPNV stark am Verdienst. Da haben die Politiker einen schönen Job gemacht. Deren Diäten
    steigen automatisch. Das ist ein weiterer Skandal. Passt auf, daß die Menschen
    2. Klasse nicht mit gelben, roten – oder braunen Westen nach Berlin kommen.

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