Schwankender Verdienst im Minijob – Worauf Arbeitgeber achten müssen!

Bei Minijobs stellt sich häufig die Frage, was passiert, wenn der Verdienst schwankt und in einzelnen Monaten die 450-Euro-Grenze übersteigt. Liegt dann überhaupt noch ein Minijob vor?

Um dies festzustellen, muss der Arbeitgeber die zu erwartenden Verdienste schätzen. Wie eine Schätzung funktioniert und was bei schwankenden Verdiensten zu beachten ist, erfahren Sie hier.

Wie funktioniert die Schätzung?

Bei einem 450-Euro-Minijob darf ein Minijobber im Monat bis zu 450 Euro verdienen, in einem Jahr nicht mehr als 5.400 Euro. Wird diese Verdienstgrenze überschritten, liegt in der Regel kein 450-Euro-Minijob, sondern eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vor.

Der Arbeitgeber hat daher zu Beginn einer Beschäftigung eine versicherungsrechtliche Beurteilung vorzunehmen. Er prüft, ob es sich wirklich um einen Minijob oder um eine versicherungspflichtige Beschäftigung handelt. Ändern sich im Laufe der Beschäftigung wesentliche Merkmale, wie z.B. der Arbeitsumfang oder der vereinbarte Verdienst wird dauerhaft erhöht, so ist eine erneute Schätzung vorzunehmen.

Der monatliche Verdienst kann aus verschiedenen Gründen unterschiedlich hoch ausfallen. So kommt es in einigen Berufszweigen wie zum Beispiel im Eisverkauf, in der Landwirtschaft oder im Dachdeckerhandwerk saisonal bedingt oft zu Mehrarbeit. Da kann der Verdienst eines Minijobbers in einigen Monaten schnell mal über 450 Euro steigen.

Wenn der Arbeitsaufwand beispielsweise saisonal bedingt schwankt, muss der Arbeitgeber vergangene Zeiträume einbeziehen, um voraussehbare Umstände abschätzen zu können. Bei neuen Mitarbeitern ist der Verdienst eines vergleichbaren Arbeitnehmers zu berücksichtigen.

So gehts:

  1. Arbeitsentgelte jedes einzelnen Monats schätzen
  2. Arbeitsentgelte zusammenrechnen
  3. durch 12 Monate (oder tatsächliche Beschäftigungsmonate) teilen

Liegt der durchschnittliche Verdienst bei maximal 450 Euro, ist die Beschäftigung ein Minijob und muss bei der Minijob-Zentrale angemeldet werden. Wird die 450-Euro-Grenze überschritten, liegt eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vor, die bei der Krankenkasse des Arbeitnehmers angemeldet wird.

Beispiel:

Ein Kellner im Eiscafé erzielt in den Monaten April bis September monatlich 600 Euro und in den Monaten Oktober bis März monatlich 250 Euro.

Berechnung:

6 x 600 Euro   = 3.600 Euro
6 x 250 Euro   = 1.500 Euro
Summe           = 5.100 Euro

Ein Zwölftel dieses Betrages beläuft sich auf 5.100 Euro / 12 = 425 Euro

Lösung:

Der regelmäßige monatliche Verdienst liegt unterhalb der Verdienstgrenze von 450 Euro, so dass der Kellner als Minijobber bei der Minijob-Zentrale anzumelden ist.

Was ist bei erheblichen Schwankungen des Verdienstes zu beachten?

Arbeitet ein Arbeitnehmer nur wenige Monate im Jahr in Vollzeit, das restliche Jahr aber so stark reduziert, dass sein Jahresverdienst die 5.400-Euro-Grenze nicht übersteigt, handelt es sich um eine erhebliche Schwankung. Er kann dann nicht als Minijobber angemeldet werden.

Beispiel:

Ein Abiturient überbrückt die Zeit bis zum Studienbeginn mit einer Aushilfsbeschäftigung als Kellner. Die Beschäftigung wird in der Zeit vom 1. Juni bis zum 31. Dezember ausgeübt und überschreitet in diesem Zeitraum einen Umfang von 70 Arbeitstagen. Hierfür erhält er folgenden Verdienst:

Juni bis August                     970 Euro
September bis Dezember       60 Euro

Lösung:

Die Schwankungen in der Arbeitszeit verändern den Charakter der Beschäftigung derart, dass es sich nicht durchgehend um dieselbe regelmäßige Beschäftigung handelt. Die Tätigkeit kann daher nicht einheitlich beurteilt werden.

Die Beschäftigung ist in den Monaten Juni bis August kein 450-Euro-Minijob und muss bei der zuständigen Krankenkasse angemeldet werden. In der Zeit von September bis Dezember handelt es sich um einen 450-Euro-Minijob. Dabei ist es unerheblich, dass der Gesamtverdienst im Zeitraum Juni bis Dezember die zulässige anteilige Verdienstgrenze von 3.150 Euro (7 Monate à 450 Euro) nicht übersteigt.

Übrigens: Die Beschäftigung ist auch kein kurzfristiger Minijob, weil bereits zu Beginn feststeht, dass die Dauer von 3 Monaten bzw. 70 Arbeitstagen überschritten wird.

Was passiert, wenn der Verdienst unvorhersehbar schwankt?

Wird die Verdienstgrenze von 450 Euro unvorhersehbar oder nur gelegentlich überschritten – etwa bei Krankheitsvertretungen – gilt die Beschäftigung weiterhin als Minijob. Dies darf allerdings auch nur bis zu drei Mal in einem Zwölf-Monats-Zeitraum vorkommen.

Beispiel:

Ein Verkäufer mit einem regelmäßigen Verdienst von monatlich 420 Euro übernimmt für einen Monat zusätzlich eine Krankheitsvertretung. Er verdient dadurch in diesem Monat 900 Euro.

Lösung:

Die Beschäftigung gilt weiterhin als Minijob, da die monatliche Verdienstgrenze von 450 Euro nur gelegentlich (in einem Monat) und mit der Krankheitsvertretung nicht vorhersehbar überschritten wird.

Weitere Infos zur Verdienstgrenze von Minijobs und zu schwankenden Verdiensten gibt es auch auf unserer Homepage.

Auf YouTube erklärt unsere Kollegin Ilona, was bei einem Minijob zu beachten ist, wenn der Verdienst schwankt.

29 Kommentare zu “Schwankender Verdienst im Minijob – Worauf Arbeitgeber achten müssen!

  1. Pingback: Wenn der Inhaber eines Betriebes wechselt: Was passiert mit Arbeitsverträgen der Minijobber? | Die Minijob-Zentrale

  2. Tja, nun………
    Ich hatte ein monatlich schwankendes Gehalt
    – deshalb hat mein Chef auch, natürlich, mein Gehalt halbjährlich rückwirkend gemeldet-
    eben weil wir es vorher nicht wussten.
    Ich habe aber die Grenze von
    5400 Euro im Kalenderjahr mit meinen beiden Minijobs zusammen NIE überschritten

    Hatte ich zu viel, haben wir meine Arbeitszeit verringert, wann es dann eben ging.

    Was nun passiert ist :
    Beide Minijobs wurden beendet, ich verdiente schon 2018 zu viel

    Verdienst 2018 = 5.309,5 Euro

    Es ist egal, ob ich unter dem Jahresverdienst liege.
    Ich habe zu viel verdient.

    Das ich dieses Jahr auch zu viel verdienen werde, weiß man auch schon.
    Laut den unterschiedlichen Berechnungen oben kann man unter anderen Umständen ein Vielfaches mehr verdienen, auch über die Grenze von 5400 Euro.
    Und mir dreht man einen Strick aus kleinen Beträgen, obwohl ich unter der 5400 Euro Grenze lag.
    Ich muss das wirklich sacken lassen, aber im Moment habe ich schlaflose Nächte, weil ich das NICHT verstehe.

    • Ich habe nun das ganze Wochenende damit verbracht, sämtliche offiziellen Stellen nach zu lesen.
      Selbst bei der Krankenkasse : Bleibt man unter der Jahresverdienstgrenze, ist selbst die Anzahl der überschrittenen Monate egal.
      Ich bin sehr gespannt, was DAS nun wird.

      • Hallo DeGe,

        wie bereits beschrieben liegen Sie mit einem gesamten Verdienst von 5.309,50 Euro grundsätzlich noch unter der jährlichen Verdienstgrenze von 5.400 Euro im Minijob. Bitte rufen Sie uns an, wir beraten Sie individuell zu Ihrem Fall. Unsere Mitarbeiter im Service-Center sind montags bis freitags von 07:00 bis 17:00 Uhr unter der Telefonnummer 0355 2902-70799 für Sie da.

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

        • Herzlichen Dank für die Antwort !

          Die Klärungsversuche meiner Arbeitgeberin scheiterten leider jedes mal ( mehrere Anrufe innerhalb der letzten Tage ),
          obwohl sie natürlich jedes mal mehrfach auf den Jahresverdienst aufmerksam gemacht hat.
          Zuletzt fragte man sie, warum sie denn nun schon wieder anruft.
          Ich bin gespannt, wie man Morgen reagiert.

          Herzliche Grüße !

    • Hallo DeGe,

      haben Sie volle 12 Monate gearbeitet, liegen Sie mit einem gesamten Verdienst von 5.309,50 Euro noch unter der jährlichen Verdienstgrenze von 5.400 Euro im Minijob. Ein 450-Euro-Minijob ist damit grundsätzlich möglich.

      Wir bitten jedoch um Ihr Verständnis, dass wir Ihren persönlichen Sachverhalt aufgrund des Datenschutzes nicht innerhalb unseres öffentlichen Blogs klären können. Gern beraten wir Sie telefonisch. Unsere Mitarbeiter im Service-Center sind montags bis freitags von 07:00 bis 17:00 Uhr unter der Telefonnummer 0355 2902-70799 für Sie da.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      • Ich habe nun sämtliche Register gezogen.
        Beendigung der Minijobs wurde zurückgenommen-
        auf das zu viel verdient beharrt man.
        Wann und wo ich zu viel verdient habe, um eventuell einen Fehler ausfindig zu machen – wird ignoriert.
        Wie der Betrag, den man ganz genau weiß, zu Stande kam ( Schnitt oder konkreter Monat ) – wird ignoriert.
        Mehrfache Angabe von mir und meinem Arbeitgeber, das ich unter dem Jahresverdienst lag – nö, wird ignoriert.

        Ich schicke jetzt alles per Einschreiben hin, sämtliche von der Minijobzentrale BESTÄTIGTEN Beträge, die belegen, ich liege drunter.

        Leute, das ich echt peinlich.
        Anfangs dachte ich mir, Mist, vielleicht war irgendwo ein Fehler, ist was schief gelaufen, was auch immer,
        ich hätte mich entschuldigt, selbstverständlich.
        Aber so etwas habe ich noch nicht erlebt. Und dann muss man sich, wie im Falle meiner Chefin, noch anpampen lassen, warum man denn schon wieder anruft.

        Mit was wollt ihr gleich noch Werbung machen,
        das man sich anmelden soll ?

        • Hallo DeGe,

          wie bereits mitgeteilt können wir Ihren persönlichen Sachverhalt nicht innerhalb unseres öffentlichen Blogs klären. Wir bitten um Verständnis.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  3. Hallo… ich habe eine Frage:

    Mein Kollege ist krank. Ich komme jetzt mit meinen Stunden auf 870€. Darf ich nur genau die Stunden mehr arbeiten/verdienen wie er krank ist oder ist das egal, solange ich unter 900€ bleibe?

    • Hallo Herr Jansen,

      erhalten Sie als Minijobber einen Jahresverdienst bis 5.400 Euro im Jahr, darf Ihr Verdienst in einzelnen Monaten auch mehr als 450 Euro betragen. Übersteigt der Jahresverdienst 5.400 Euro, weil sich Ihr Verdienst in einzelnen Monaten auf mehr als 450 Euro erhöht, kommt es darauf an, ob dies regelmäßig und vorhersehbar oder gelegentlich und nicht vorhersehbar erfolgt.

      Passiert das gelegentlich und nicht vorhersehbar – das heißt bis zu drei Mal in einem Zwölf-Monats-Zeitraum – bleibt die Tätigkeit ein Minijob. In solchen Ausnahmefällen darf der Jahresverdienst auch weit mehr als 5.400 Euro betragen. Eine Grenze von Seiten der Sozialversicherung gibt es hier nicht.

      Verdienen Sie dagegen regelmäßig über 450 Euro im Monat, ist die Beschäftigung kein Minijob mehr, sondern sozialversicherungspflichtig. Dies gilt ab dem Tag, an dem Ihr Arbeitgeber erkennt, dass Sie aufgrund des vorhersehbaren höheren Verdienstes mehr als 5.400 Euro im Jahr verdienen werden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  4. Hallo, ich habe Fragen zur Verknüpfung von Übungsleiterpauschale und Minijob.
    Unsere ca. 60 Ehrenamtlichen erhalten grundsätzlich Aufwandsentschädigung bis maximal 2400 € pro Jahr (Stundenabrechnung, Arbeitstage und -zeiten richten sich nach der Nachfrage). Jedes Jahr erreichen ca. 3 – 8 Einzelne im Jahresverlauf die 2400€-Grenze und es ist unvorhersehbar, wer dies im jeweiligen Jahr sein wird und in welchem Monat der Einzelne die Grenze erreicht, manchmal geschieht dies erst im 3. oder 4. Quartal.
    1. Frage: Dürfen wir die betroffenen Ehrenamtlichen für den Rest des Jahres in ein Minijob-Verhältnis ohne bestimmte Arbeitstage und -zeiten mit entsprechend unvorhersehbar schwankender Bezahlung übernehmen? Oder müssten wir für ALLE Ehrenamtlichen zu Jahresbeginn Minijob-Verträge vereinbaren, auch wenn im Verlauf des Jahres nur 3 – 8 Personen dann tatsächlich Minijobber werden?
    2. Frage: Wieviel Überschreitung der 450€-Grenze ist in wievielen Monaten zulässig, wenn Minijobverhältnisse bei schwankendem Verdienst kein ganzes Jahr, sondern zwischen 7 und 3 Monaten pro Jahr dauern?
    Vielen Dank im Voraus und freundliche Grüße.

    • Hallo Ruth,

      ein 450-Euro-Minijob liegt erst dann vor, wenn die Aufwandsentschädigung aufgebraucht wurde. Ab dem Monat, in dem ein tatsächliches Arbeitentgelt im Sinne der Sozialversicherung gezahlt wird, ist der Arbeitnehmer bei der Minijob-Zentrale anzumelden.

      Bei der Prüfung der Frage, ob das Arbeitsentgelt 450 Euro übersteigt, ist vom regelmäßigen Arbeitsentgelt auszugehen. Das regelmäßige Arbeitsentgelt ermittelt sich abhängig von der Anzahl der Monate, für die eine Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt besteht. Das dürfte in Ihren Fällen dann immer bis zum 31. Dezember sein, da im darauffolgenden Jahr die Aufwandsentschädigung wieder angewandt wird. Die Ermittlung des regelmäßigen Arbeitsentgelts hat stets bei Beginn der Beschäftigung und erneut bei jeder Veränderung in den Verhältnissen im Wege einer vorausschauenden Betrachtung zu erfolgen. Bei schwankenden Arbeitsentgelt ist der regelmäßige Betrag durch eine Schätzung bzw. durch eine Durchschnittsbetrachtung zu ermitteln. Die Tatsache, dass in einzelnen Monaten auch Arbeitsentgelte oberhalb von 450 Euro erzielt werden, ist unschädlich für das Vorliegen eines 450-Euro-Minijobs, solange die zulässige Gesamt-Entgeltgrenze (450 x entsprechende Monate) nicht überschritten wird.

      Bei der arbeitsvertraglichen Gestaltung sind gewisse Rahmenbedingungen einzuhalten. Folgende Blog-Beiträge empfehlen wir Ihnen, um einen Überblick über die wichtigsten Inhalte zu erlangen: https://t1p.de/Blogbeitrag-Arbeitsvertrag und http://t1p.de/Blogbeitrag-Arbeit-auf-Abruf. Sollten darüber hinaus Fragen zur Gestaltung des Arbeitsvertrags bestehen, empfehlen wir Ihnen, Ihre Fragen an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales zu richten. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 08.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  5. Hallo, ich benötige eine kurze Erklärung über 2% Steuerpauschale bei Schwankungen. Beispiel: Ein Minijober bekommt am Februar 475€, augrund wie immer (z.B. Vertretung), Am März bekommt er aber 425€. Bedeutet das, daß Steuerpauschale des Februar 9,5€(2%) und des März 8,5 ist?

    • Hallo Manolis,

      Sie liegen richtig. Die Pauschalsteuer in Höhe von 2 % wird immer vom tatsächlichen Monatslohn berechnet. Auch bei monatlich schwankendem Arbeitsentgelt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  6. Pingback: Durch Krankheitsvertretung mehr als 450 Euro verdienen – Ist es dann noch ein Minijob? | Die Minijob-Zentrale

  7. hallo
    ich arbeite seit März bei meinem AG und habe schon mehrmals mehr als 450€ ausbezahlt bekommen. Trotz dass ich ihn darauf hingewiesen habe, dass das nicht geht hat er mich immer viel mehr arbéiten lassen.
    um die 4500€(max-Einkommen bei 10Monaten) nicht zu überschreiten will er mir diesen Monat jetzt das Gehalt um 400€ kürzen um darunter zu bleiben und alles als Überstunden aufschreiben
    Darf er das so einfach? ich habe schließlich auch fixe Kosten, die beglichen werden müssen

    Vielen Dank für die Hilfe

    • Hallo Dini,

      es ist grundsätzlich richtig, dass Ihr Arbeitgeber auf die Einhaltung der 450-Euro-Grenze achtet. Jedoch sind auch hierbei arbeitsrechtliche Vorgaben zu beachten, wie zum Beispiel Regelungen zu Ihrer wöchentlichen Arbeitszeit oder Ähnliches.

      Steht bereits zu Beginn der Beschäftigung fest, dass diese nicht durchgehend für mindestens 12 Monate gegen Arbeitsentgelt besteht, ist die zulässige Arbeitsentgeltgrenze für den Gesamtzeitraum entsprechend zu reduzieren.

      Für die Einhaltung der Geringfügigkeitsgrenze sind das gezahlte Arbeitsentgelt und auch die Ansprüche auf Arbeitsentgelt aus einem Stundenkonto zu berücksichtigen. Mit Überschreitung der (anteiligen) Geringfügigkeitsgrenze, liegt Versicherungspflicht in allen Zweigen der Sozialversicherung vor.

      Das Führen von Stundenkonten im Minijob, so genannte flexible Arbeitszeitreglung, bedarf einer gesonderten Vereinbarung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Was hierbei zu beachten ist finden Sie unter folgendem Link: https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/01_450_euro_gewerbe/03_flexible_azregelungen/node.html

      Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  8. Pingback: Minijob oder nicht – Wie sich Weihnachtsgeld und Feiertagszuschläge auswirken | Die Minijob-Zentrale

  9. Hallo! Ich habe einen Minijobvertrag vom 01.08.-23.10.18 ausgeübt. Sonst keine weiteren Mini oder Haupthindernis nebenher! Habe selbst in der Probezeit gekündigt, da der AG unzuverlässig und unseriös ist. Hat keine weiteren AN gehabt erst seit 15.9.! Bis dahin musste ich mehr Stunden leisten als im Ursprung vereinbart. Ich kam somit höher als 450 € in den 3 Monaten, und zwar auf gesamt 1730 €! Da ich u. A. Länger krankheitsbedingt Ausfälle und auch in nächster Zeit keinen Minijob ausüben kann, kommt auch in den nächsten 9 Monaten kein Minijobverdienst zustande. Bleib ich für die zuletzt Beschäftigten 3 Monate im Minijobverhältnis abrechnungstechnisch gesehen? Vielen Dank für eine kurze Rückmeldung. VG

    • Hallo Asko,

      für den Minijob gilt grundsätzlich eine durchschnittliche monatliche Verdienstgrenze von 450 Euro. Der Arbeitgeber stellt bei wechselndem monatlichen Entgelt zu Beginn der Beschäftigung eine vorausschauende Prognose auf, um zu prüfen ob tatsächlich ein Minijob vorliegt. Wird in dieser vorausschauenden Betrachtung für 12 Monate der Verdienst von 5.400 Euro nicht überschritten, so liegt ein Minijob vor. Ein gelegentliches und nicht vorhersehbares Überschreiten führt nicht zwingend zur Versicherungspflicht.

      In Ihrem Fall gehen wir davon aus, dass die Beschäftigung grundsätzlich im Minijob geplant war. Durch die Kündigung war es offensichtlich nicht mehr möglich, den höheren Verdienst in einem der Folgemonate auszugleichen. Wir gehen jedoch davon aus, dass der Grund für die Überschreitung (Ihre Kündigung) für den Arbeitgeber unvorhersehbar war. Ist das der Fall bleibt es für die zurückliegende dennoch bei der Minijob-Anmeldung, obwohl ein höherer Durchschnittsverdienst erzielt wurde.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    • Ich kann wirklich nur jedem raten in die Gewerkschaft einzutreten . Muss man zwar selbt bezahlen Aber es lohnt sich . Der Beitrag wird anhand des Verdienste abgerechnet . Bei ihr wirst du auch kostenlos rechtsbersten und Anwalt zur Seite gestellt . Ausserdem bekommst du urlaubsgeld . Das wird dir anhand des Verdienste gerechnet . Also lohnt es sich im doppelten Sinn .
      LG…BIRGIT
      . .

  10. Warum wird mir die minijob zentrale vom Lohn abgezogen ?
    MUSS ich die selbst bezahlen ?
    Warum zählt der Arbeitgeber die nicht ?

    • Guten Tag Frau Hennig,

      ein gewerblicher Arbeitgeber eines Minijobbers zahlt Pauschalbeiträge zur Kranken- und Rentenversicherung, eine Pauschsteuer und Umlagen als Ausgleich für Aufwendungen bei Krankheit und Mutterschaft sowie eine Umlage für den Fall einer Insolvenz. Insgesamt belaufen sich die Abgaben für den Arbeitgeber auf 31,20 Prozent vom Arbeitsentgelt. Dabei darf der Arbeitgeber seine Sozialversicherungsbeiträge nicht auf den Arbeitnehmer umlegen. Dieses ist nur für die Pauschsteuer in Höhe von 2 Prozent zulässig.

      Für Sie als Arbeitnehmerin fallen grundsätzlich Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung in Höhe von 3,6 Prozent vom Arbeitsentgelt an. Auf Antrag können Sie sich jedoch von der Zahlung Ihres Beitrags befreien lassen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      • Ich habe im März über 450 Euro gearbeitet weil krankheitsbedingt Vertretung machen müssen . Ansonsten nur auf 450 Euro . Ist das dann noch mini job ? Weil es nur 15 Euro drüber war .

        • Guten Tag Frau Henning,

          es bleibt bei einem Minijob. Laut Ihrer Aussage verdienen Sie regelmäßig 450 Euro, somit besteht die Möglichkeit aus unvorhersehbaren Gründen (z.B. Krankheitsvertretung) bis zu dreimal im Jahr mehr zu verdienen.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  11. Super ! Mein Arbeitgeber weigert sich angeblich Verträge ändern zu müßen, da nur kurzfristig Krank & Urlaubsvertretungen im Jahr sind. So wie ich den Beitrag verstanden hab, tut dies nicht not? (Frührentner auf GFB 450€ Hinzuverdienstgrenze lt. Bescheide statt 5400 sind es 6300 € im Jahr) Sollte diese Grenze überschritten werden, folgen anteilge Abzüge der Rente! Hoffe man kann mein Arbeitgeber davon überzeugen, das dies in Zukunft in Ordnung geht bei einer Firma tätig zu sein, bringt Ihn nur Vorteile!

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