3 Monate oder 70 Tage: Was für kurzfristige Minijobs ab 2019 gilt

Wichtig für alle Weinleser, Apfelpflücker und Weihnachtsmänner: Für alle Arbeitnehmer, die einen kurzfristigen Minijob ausüben, ändert sich ab dem Jahr 2019 nichts. Sie dürfen ihrer Beschäftigung weiterhin 3 Monate oder 70 Arbeitstage im Kalenderjahr nachgehen. Ursprünglich sollte die Regelung auf 4 Jahre für die Zeit vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2018 begrenzt sein. Vorbehaltlich der abschließenden Entscheidung des Gesetzgebers bleibt alles beim Alten.

Was ist eine kurzfristige Beschäftigung?

Eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn die Tätigkeit im Laufe eines Kalenderjahres im Voraus auf 3 Monate oder 70 Arbeitstage begrenzt ist. Bei einer Beschäftigung von 3 Monaten am Stück arbeitet der kurzfristige Minijobber an mindestens 5 Tagen in der Woche; bei einer Beschäftigung von 70 Arbeitstagen arbeitet der kurzfristige Minijobber weniger als 5 Tage in der Woche. Beschäftigungen, die über diese zeitliche Begrenzung hinausgehen, sind keine kurzfristigen Minijobs. Verdient der Arbeitnehmer regelmäßig bis zu 450 Euro im Monat, handelt es sich in der Regel um einen 450-Euro-Minijob.

Auf den Verdienst kommt es bei einem kurzfristigen Minijob nicht an. Der Arbeitnehmer kann theoretisch unbegrenzt verdienen, er zahlt keine Sozialversicherungsabgaben.

Für den Arbeitgeber eines kurzfristigen Minijobbers fallen hingegen geringe Abgaben an. Das sind die Umlagen zum Ausgleich der Aufwendungen bei Krankheit („U1“) und Schwangerschaft bzw. Mutterschaft („U2“) sowie die Umlage für den Fall einer Insolvenz an. Diese sind an die Minijob-Zentrale zu entrichten. Darüber hinaus hat der Arbeitgeber den Minijobber bei der jeweils zuständigen gesetzlichen Unfallversicherung anzumelden und entsprechende Beiträge zu entrichten.

Weiterhin sind kurzfristige Minijobs zu versteuern. Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen die individuelle Besteuerung nach der Steuerklasse des Minijobbers und zum anderen, unter Berücksichtigung weiterer Voraussetzungen, die Pauschalversteuerung in Höhe von 25 Prozent.

  Abgaben für kurzfristige Minijobs im Gewerbe im Überblick
  Umlage 1 0,9 % 
  Umlage 2 0,24 %
  Insolvenzgeldumlage 0,06 %
  Unfallversicherung Individuell an den zuständigen Unfallversicherungsträger
  Steuer Pauschale oder individuelle Besteuerung nach der Steuerklasse

Kurzfristiger Minijob darf nicht berufsmäßig ausgeübt werden

Ein kurzfristiger Minijob darf nicht berufsmäßig ausgeübt werden, das heißt: Wenn ein Arbeitnehmer mehr als 450 Euro im Monat verdient, die kurzfristige Beschäftigung die einzige Erwerbstätigkeit ist und diese für die Sicherung des Lebensunterhalts bestimmt ist, handelt es sich nicht um einen kurzfristigen Minijob.

Menschen, die Leistungen von der Bundesagentur für Arbeit beziehen oder als Arbeitssuchende gemeldet sind, gelten grundsätzlich als berufsmäßig beschäftigt.

Können mehrere kurzfristige Minijobs kombiniert werden?

Grundsätzlich kann ein Arbeitnehmer mehrere kurzfristige Minijobs nebeneinander ausüben. Die Höhe des Arbeitsentgelts spielt auch bei Kombination von mehreren kurzfristigen Minijobs keine Rolle. Es darf aber auch hier zusammengerechnet die Grenze von 3 Monaten bzw. 70 Arbeitstagen im Kalenderjahr nicht überschritten werden. Vor Antritt einer neuen kurzfristigen Beschäftigung müssen daher immer die Vorbeschäftigungszeiten geprüft werden. Sobald die Grenze von 3 Monaten bzw. 70 Arbeitstagen überschritten wird, wird die Tätigkeit in allen Zweigen sozialversicherungspflichtig.

57 Kommentare zu “3 Monate oder 70 Tage: Was für kurzfristige Minijobs ab 2019 gilt

  1. Überschreiten des Freibetrages von 2400 € innerhalb eines Jahres von Übungsleitern: Anmeldung zum Minijob ja oder nein?

    Bitte Ansprechpartner oder Kontakt benennen, falls das hier den Rahmen sprengt

    Angeblich musste unser Sportverein nach einer Prüfung für alle Übungsleiter, die ihren jährlichen steuerfreien Freibetrag von 2400 € überschritten hatten, jetzt nachträglich für die Jahre 2012 – 2017 diese Jobs als Minijob deklarieren und 42 % (anstelle von 30%) von den über den Freibetrag hinausgehenden Auszahlungsbeträge als Sozialversicherungsabgaben abführen?
    Ab wann sind das tatsächlich Minijobs (bzw. begrenzte Minijobs) und zu welchem Zeitpunkt ist die Sozialversicherungsabgabe durch den Verein zu leisten (erst in dem Monat, wenn der Freibetrag überschritten wird?).
    Alle Übungsleiter sind darüber informiert, dass sie erhaltene Zahlungen, die über den Freibetrag hinausgehen, individuell in der Steuererklärung deklarieren müssen und auch zu versteuern haben.

    Die Tätigkeit wird an mehreren Tagen in der Woche über das ganze Jahr ausgeübt. Befristung von bis zu 3 Monaten fällt m-E. daher schon einmal raus.

    Nachfolgend Fälle a-d
    -Leitung einer Übungsgruppe 2 – 4 Stunden/Tag
    -Tätigkeit ist ehrenamtlich und dient nicht zur Sicherung des Lebensunterhaltes
    -kein weiterer Minijob bei anderem AG oder Turnverein bekannt
    a) an über 70 Tagen im Jahr, Verdienst 450€ im Monat
    c) an bis zu 70 Tagen im Jahr, Verdienst 450€ im Monat

    Habt ihr einen Ansprechpartner, der uns da weiter beraten kann?

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  2. Hallo Blog-Team,

    folgende Verständnisfrage gerade im Hinblick auf eine Berufsmäßigkeit:
    Wie unterscheidet man die kurzfristige Beschäftigung und den kurzfristigen Minijob, wenn es heißt, dass es auf den Verdienst nicht ankommt?

    Beispiel:
    Mitarbeiterin soll bei Arbeitgeber A nur im vornherein befristeten Zeitraum vom 1.12.-05.12.2018 arbeiten und verdient dort insgesamt 400,00 EUR brutto.
    Dann arbeitet die Dame bei Arbeigeber B noch im vornherein befristeten Zeitraum vom 18.-20.12.2018 und verdient dort insgesamt 240,00 EUR brutto. Wäre im gesamten Monat Dezember 2018 = 640,00 EUR brutto.
    (Wir setzen voraus, dass die Dame ordentlich Studierende ist, ohne Urlaubs-semester und bis dato noch keine kurzfristige Beschäftigung/Minijob oder anderen Beschäftigungen bzw. Sozialleistungen in den letzten 12 Monaten erhalten hat und somit die befristeten Beschäftigungen zulässig und nirgends anzurechnen sind.)

    Fragen:
    1) Ist es rechtlich zulässig, dass die Arbeitgeber jeweils nur anhand ihres Bruttolohns beurteilen können, also jeder unter 450,00 EUR und damit kurzfristiger Minijob (ohne eine Anrechnung bei einer späteren Prüfung der Berufsmäßigkeit)? Oder…
    Muss Arbeitgeber B aufgrund der Vorbeschäftigung bei Arbeitgeber A in dem selben Monat und damit Überschreitung der 450,00 EUR im Monat Dezember 2018 die dortige Beschäftigung als (reguläre) kurzfristige Beschäftigung behandeln und würde diese dann ggf. bei einer Prüfung zur Berufsmäßigkeit mit angerechnet werden?

    2) Gibt es noch die Vorgabe, dass bei Beschäftigungen, welche innerhalb eines Monats anfangen und enden die anteilige Verdienstgrenze zur Beurteilung ob Minijob oder nicht herangezogen werden muss (450,00 EUR brutto : 30 Kalendertage x ant. Arbeitstage) oder auf welcher rechtlichen Grundlag ist diese entfallen?

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    • Hallo,

      bei einem kurzfristigen Minijob handelt es sich um eine Tätigkeit, bei welcher die Beschäftigungsdauer von vornherein auf eine Zeitraum von 3 Monaten (bei einer 5-Tage-Arbeitswoche) oder 70 Arbeitstagen (weniger als 5-Tage-Arbeitswoche) befristet ist. Hierbei gibt es dem Grunde nach keine Einschränkungen zur Höhe des Verdienstes.
      Die Höhe des Entgelts ist erst dann zu betrachten, wenn man die Berufsmäßigkeit der Beschäftigung prüfen muss. Hierbei gilt der Grundsatz, dass die Prüfung der Berufsmäßigkeit erst bei einem Entgelt von mehr als 450 Euro aus der kurzfristigen Beschäftigung vorgenommen werden muss. Unterstützen kann hierbei unsere Entscheidungshilfe zur Prüfung der Berufsmäßigkeit: https://www.minijob-zentrale.de/SharedDocs/Downloads/DE/Schaubilder_pruefhilfen/gewerblich/Entscheidung_Berufsmaessigkeit.html?nn=701962

      zu Ihrer Frage 1:
      Grundsätzlich prüft jeder Arbeitgeber für die von Ihm zu beurteilende Beschäftigung die Berufsmäßigkeit. Beginnen und enden jedoch mehrere – für sich gesehen kurzfristige – Beschäftigungen (auch bei verschiedenen Arbeitgebern) innerhalb eines Kalendermonats aufeinander sind die Entgelte zu addieren. Überschreitet in diesen Fällen das Arbeitsentgelt aus den Beschäftigungen insgesamt die Entgeltgrenze von 450 Euro, ist für die später aufgenommene Beschäftigung Berufsmäßigkeit zu prüfen. Gleiches gilt für die zuerst aufgenommene Beschäftigung, wenn bereits zu ihrem Beginn bekannt ist, dass in demselben Kalendermonat eine weitere befristete kurzfristige Beschäftigung folgen soll, durch die die Entgeltgrenze überschritten wird.
      In Ihrem Beispiel beginnen und enden beide Beschäftigungen im Monat Dezember. Die Entgelte sind daher zu addieren. In Summe beträgt das Entgelt 640 Euro, sodass die Berufsmäßigkeit geprüft werden muss. Im Fall der Beschäftigten aus Ihrem Beispiel handelt es sich jedoch um eine Studentin, welche die kurzfristige Beschäftigung während ihres Studiums ausübt. Berufsmäßigkeit im Status der Person wäre damit nicht gegeben. Existieren keine weiteren anrechenbaren Vorbeschäftigungszeiten, kann die kurzfristige Tätigkeit sozialversicherungsfrei gemeldet werden.

      zu Ihrer Frage 2:
      Eine anteilige Ermittlung der Entgeltgrenze ist nicht erforderlich. Der gesamte Verdienst im Kalendermonat darf lediglich die 450-Euro-Grenze nicht überschreiten. Dies gilt auch dann, wenn die Beschäftigung nicht im gesamten Monat sondern nur an wenigen Tagen stattgefunden hat.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  3. AN arbeitet regelmäsig Nachts geringfügig auf 450 € mit Schichtzulagen.
    Hat er Anspruch bei Urlaub oder Krankheit auf die Schichtzulagen .
    Wenn ja wird die Zulage besteuert?
    Sollte sie besteuert werden, ist der AN über der 450 € Grenze und dann Sozialversicherungspflichtig?
    Würde mich über eine aussagekräftige Antwort freuen.
    Mit freundlichen Grüßen L.K.

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    • Hallo Konrad,

      ja diese Zuschläge zählen alle zum durchschnittl. Arbeitsentgelt bei Berechnung von Krankheit, d.h. wenn der Durchschnitt dann mehr als 450 Euro beträgt, ist der Arbeitnehmer während der Lohnfortzahlung auch versicherungspflichtig.

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    • Hallo Herr Lehmair,

      Arbeitnehmer haben im Krankheitsfall, an Feiertagen und bei Urlaub Anspruch auf Fortzahlung des Arbeitsentgelts. Dies beinhaltet auch die Fortzahlung von Sonn-, Feiertags- und Nachtzuschlägen.

      Zuschläge für Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit sind steuer- und beitragsfrei, wenn sie für die tatsächliche Arbeit zu den begünstigten Zeiten geleistet wurden. Da keine tatsächliche Arbeitsleistung vorliegt, sind diese Zuschläge im Rahmen der Entgeltfortzahlung steuer- und beitragspflichtig. Im Rahmen des Minijobs erfolgt die Versteuerung demnach nach dem gewählten Modell (2 Prozent Pauschsteuer oder individuell nach Lohnsteuermerkmalen). Die im Falle während eines Beschäftigungsverbotes nach dem Mutterschutzgesetz oder im Fall der Entgeltfortzahlung dann unvorhersehbar als Arbeitsentgelt zu berücksichtigenden Zuschläge stehen der Annahme einer geringfügig entlohnten Beschäftigung nicht entgegen, wenn es sich lediglich um ein gelegentliches Überschreiten handelt. Als gelegentlich ist dabei ein Zeitraum bis zu drei Monaten innerhalb eines Zeitjahres anzusehen.
      Urlaub hingegen ist planbar und nicht unvorhersehbar.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  4. Wann wird die Grenze von 72,00€ erhöht um, dass man den gesetzlichen Mindestlohn für eine 8 Stunden Schicht zahlen darf? Ab 01. Januar gibt’s einen Mindestlohn von 9,19 pro Stunde. 8 x 9,19 = 73,52€. Man darf ab Januar nur 7,83 Stunden zahle. Etwas kompliziert bei der Schichtplanung.

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    • Hallo,

      bei der von Ihnen genannten Grenze von durchschnittlich maximal 72 Euro pro Arbeitstag handelt es sich nicht um eine Verdienstgrenze für die kurzfristige Beschäftigung – vielmehr handelt es sich um eine Vorgabe zum Steuerrecht. Diese Grenze ist unter anderem zu beachten, wenn das Einkommen aus dem kurzfristigen Minijob pauschal versteuert werden soll. Weitere Informationen hierzu finden Sie auch auf unserer Homepage:
      https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/03_infos_fuer_arbeitgeber_und_entgeltabrechner/07_was_steuerlich_beachten/02_besteuerung_kfr/node.html
      .
      Ihr kurzfristiger Minijobber darf also durchaus auch mehr als 72 Euro kalendertäglich verdienen – jedoch ist dann unter Umständen keine Pauschalversteuerung mehr möglich. Das Einkommen muss in diesem Fall individuellen anhand der Lohnsteuermerkmale versteuert werden.

      Uns ist bisher nicht bekannt, ob eine Anpassung der 72 Euro (Einkommensteuergesetz) erfolgt. Hierzu berät Sie das zuständige Finanzamt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Vielen Dank.

        Im Klartext, wegen 1,52 €, der Vorteil von einem nicht bürokratischen Einsatz von kurzfristigen Mitarbeitern fehlt weg. ( 8 Stunden Arbeitschicht ).

        Wie ist es möglich, dass der Gesetzgeber zum dritten Mal seit der Einführung des Mindestlohns nicht in der Lage ist die Verdienstgrenze zu erhöhen?

        Sigmar Gabriel hat die erste Erhöhung im Juli 2015, mit Wirkung ab 01. August 2015, eingeführt um den unnötigen bürokratischen Aufwand, der bei einer Erhöhung des Mindestlohns verursacht wurde, abzuschaffen. 2017 hat der Bundesrat im April, das wiederholt ( rückwirkend zum 01. Januar 2017 ) erhöht. Wie kann man Schichtpläne, Arbeitsverträge and Stundenzettel rückwirkend ändern um die Leute mehr Geld zu bezahlen?

        Eine Erhöhung des Mindestlohns 2019 ist seit langem bekannt, aber wir werden wieder Monate lang abwarten bevor der Gesetzgeber das mitbekommt und endlich korrigiert.

        Sehr enttäuschend

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  5. Guten Tag,

    ist es denn schon in etwa ersichtlich wenn die Entscheidung des Gesetzgebers zu kurzfristigen Minijobs bekanntgegeben wird ?

    Mit freundlichen Grüßen
    JD

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  6. Guten Tag.
    Szenario: Hauptjob + geringfügig entlohnter Minijob vorhanden.
    Zeit… Auch noch vorhanden: Daher: Kann ich noch eine kurzfristige Beschäftigung aufnehmen, mit im Jahr/Pauschalisierte Lohnsteuer Arbeitgeber und Sozialversicherungs-Pauschale Arbeitgeber? -> Ziel: 1 bis 2 mal die Woche abends Gastronomie kellnern Dezember 18 – März 19. Ist dies so möglich?
    Danke für Ihre Rückantwort.

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    • Hallo Isabella,

      neben Ihrer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung und Ihrem 450-Euro-Minijob können Sie auch noch einen kurzfristigen Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Versteuert wird diese Art von Minijob entweder anhand Ihrer individuellen Lohnsteuermerkmale oder unter bestimmten Voraussetzungen auch pauschal mit 25 Prozent. Was hierbei zu beachten ist finden Sie auf unserer Homepage unter folgendem Link: https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/03_infos_fuer_arbeitgeber_und_entgeltabrechner/07_was_steuerlich_beachten/02_besteuerung_kfr/node.html
      Eine individuelle Beratung zur Versteuerung des Einkommens erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Finanzamt.

      Der kurzfristige Minijob ist für den Arbeitnehmer von vornherein befristet auf eine Dauer von 70 Arbeitstagen oder drei Monaten im Kalenderjahr. Ein entsprechender Rahmenarbeitsvertrag kann durch den Arbeitgeber aber auch über den Jahreswechsel hinaus geschlossen werden, wenn der Einsatz des Minijobbers die Zeitdauer von 70 Arbeitstagen oder 3 Monaten nicht überschreitet. Es wäre daher durchaus auch möglich eine kurzfristige Beschäftigung im Rahmen der vorgegebenen Zeitdauer vom Dezember 2018 bis März 2019 auszuüben.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  7. Liebes Mini-Job-Team,

    was würde sich hinsichtlich der sozialversicherungsfreien Tätigkeit, die vom 1.10.-21.12.2018 dauert, ändern, wenn sich Anfang 2019 herausstellt, dass doch ein duales Studium spontan am 01.03.2019 begonnen wird? Wie gross muss der Abstand sein, zwischen Ende der Beschäftigung und Beginn des dualen Studiums, dass die kfr. Beschäftigung sv-frei bleibt.

    Danke im Voraus.

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    • Hallo Gabi,

      Arbeitgeber sind verpflichtet, die Beschäftigung erstmalig zu Beginn sozialversicherungsrechtlich zu beurteilen. Der Arbeitnehmer wird meist mittels eines Personalfragebogens unter anderem nach seinem Status sowie weiteren Beschäftigungen befragt. Ändern sich die tatsächlichen Gegebenheiten im Anschluss, bleibt die für zurückliegende Zeiträume getroffene Beurteilung unberührt.

      In Ihrem Fall findet die Beschäftigung im Zeitraum vom 1. Oktober bis 21. Dezember 2018 statt. Wir gehen davon aus, dass der Mitarbeiter im Personalfragebogen angegeben hat, im Anschluss an die kurzfristige Beschäftigung beispielsweise ein Studium aufzunehmen. Der Personalfragebogen dient dem Arbeitgeber als Nachweis und ist in den Unterlagen des Arbeitgebers aufzubewahren. Stellt sich erst im Anschluss – zum Beispiel im Januar 2019 – heraus, dass sich diese Gegebenheiten ändern und entgegen des ursprünglichen Planes doch ein duales Studium aufgenommen wird, bleibt es für die zurückliegende Zeit dennoch bei der ursprünglichen Beurteilung des Arbeitgebers. Das heißt, die Beschäftigung bleibt für den Arbeitnehmer sozialversicherungsfrei.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  8. Hallo liebes Team,
    meine Tochter hat im Juli ihr Abitur gemacht und ist auf Studienplatzsuche. Für das Wintersemester hat sie eine Absage bekommen, möchte jedoch zum nächstmöglichen Termin ein Studium aufnehmen, auf keinen Fall dual und auch keine Ausbildung. Sie ist nicht arbeitssuchend gemeldet, war dieses Jahr noch keinen Tag berufstätig. Jetzt hat sie einen von vorneherein befristeten Job angenommen für den Zeitraum 1.10.2018 bis 21.12.2018. Dieser ist nicht berufsmässig, da der Lebensunterhalt weiterhin von uns bezahlt wird, sie ist familienversichert und bekommt Kindergeld. Der Arbeitgeber besteht darauf, sie sv-pflichtig abzurechnen, da er kein Risiko eingehen willl. Was können wir tun? Alle Kriterien einer kfr. Beschäftigung sind unserer Meinung nach erfüllt. Danke für Ihre Antwort im Voraus.

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    • Hallo Gabi,

      wenn man die von Ihnen aufgeführten Bedingungen zugrunde legt, liegt im Fall Ihrer Tochter ein kurzfristiges Beschäftigungsverhältnis vor.

      Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Beschäftigung erstmalig bei ihrem Beginn sozialversicherungsrechtlich zu beurteilen. Hierzu wird der Arbeitnehmer meist mittels eines Einstellungsbogens unter anderem nach seinem Status sowie weiteren Beschäftigungen befragt. Arbeitgeber müssen die Richtigkeit dieser Angaben ihres Arbeitnehmers unterstellen.

      Wir empfehlen Ihnen daher nochmals das Gespräch mit dem Arbeitgeber Ihrer Tochter zu suchen. Bei Unsicherheiten kann der geschilderte Sachverhalt auch schriftlich durch die entsprechende Einzugsstelle – in Ihrem Fall die Minijob-Zentrale – beurteilt werden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Hallo Valentina,

      eine Beschäftigung kann nach § 8 Abs. 1 Nr. 1 Sozialgesetzbuch -viertes Buch- (SGB IV) wegen der geringen Höhe des Arbeitsentgelts (geringfügig entlohnte Beschäftigung) oder nach § 8 Abs. 1 Nr. 2 SGB IV wegen ihrer kurzen Dauer (kurzfristige Beschäftigung) geringfügig sein. Die beiden Beschäftigungsarten unterscheiden sich grundsätzlich dadurch, dass eine geringfügig entlohnte Beschäftigung regelmäßig und eine eine kurzfristige Beschäftigung nicht regelmäßig, sondern nur gelegentlich ausgeübt wird.

      Eine kurzfristige Beschäftigung liegt nach § 8 Abs.1 Nr. 2 in Verbindung mit § 115 SGB IV vor, wenn die Beschäftigung für eine Zeitdauer ausgeübt wird, die im Laufe eines Kalenderjahres auf nicht mehr als drei Monate oder insgesamt 70 Arbeitstage nach ihrer Eigenart begrenzt zu sein pflegt oder im Voraus vertraglich begrenzt ist; dies kann auch dann gelten, wenn die kurzfristige Beschäftigung die Voraussetzungen einer geringfügig entlohnten Beschäftigung erfüllt. Die Voraussetzungen einer kurzfristigen Beschäftigung sind mithin nur gegeben, wenn die Beschäftigung von vornherein auf nicht mehr als drei Monate oder 70 Arbeitstage (auch kalenderjahrüberschreitend) befristet ist. Eine kurzfristige Beschäftigung liegt allerdings nicht mehr vor, wenn die Beschäftigung berufsmäßig ausgeübt wird und das Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung 450 Euro überschreitet.

      Die Prüfung der Berufsmäßigkeit ist somit erst erforderlich, wenn die Arbeitsentgeltgrenze von 450 Euro im Monat überschritten wird. Berufsmäßig wird eine Beschäftigung dann ausgeübt, wenn sie für die in Betracht kommende Person nicht von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung ist.

      Quelle: Richtlinien für die versicherungsrechtliche Beurteilung von geringfügigen Beschäftigungen (Geringfügigkeits-Richtlinien) https://www.minijob-zentrale.de/SharedDocs/Downloads/DE/Rundschreiben/01_ag_rundschreiben_versicherung/PDF01_Geringfuegigketisrichtlinien_12112014.html?nn=700790

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  9. Hallo,

    folgendes Szenario:

    Eine Haushaltshilfe hat einen Vertrag als kurzfristig Beschäftige mit einem Privathaushalt als Arbeitgeber geschlossen, sie will einmal wöchentlich im Privathaushalt arbeiten. Rechtlich ist sonst alles geklärt, d.h. ein Hauptjob in TZ, ein Mini-Job und nun die vorgestellte kurzfristige Beschäftigung.

    1) Sind die 2 Monate Pause kalenderjährlich einzuhalten oder im Rhythmus der 70 Arbeitstage? Wenn sie kalenderjährlich einmal wöchentlich im Privathaushalt arbeitet, kommt sie theoretisch dann bei dieser kurzfristigen Beschäftigung auf max. 36 Arbeitstage im Jahr. Muss sie, um die 2 Monate Pause einzulegen, bereits zum Ende Oktober kündigen, dann November und Dezember pausieren und könnte sie dann ab Januar wieder einen neue Vertrag abschließen?

    2) Oder
    kann sie bis zu 70 Arbeitstage über den Jahreswechsel hinaus arbeiten, dann kündigen, 2 Monate Pause und einen neuen Vertrag mit dem privaten AG abschließen?

    3) Was ist wenn sie diese kurzfristige Beschäftigung erst am 1. Dezember aufnimmt? Kann sie über den Jahreswechsel hinaus und wie lange dort arbeiten, wann muss die 2monatige Pause eingelegt werden?

    Vielen Dank für Ihre Antwort.

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    • Hallo,

      übt Ihr Minijobber seine Beschäftigung nicht nur gelegentlich, sondern dauerhaft oder regelmäßig wiederkehrend aus, ist diese kein kurzfristiger Minijob. Das gilt selbst dann, wenn er im Kalenderjahr nicht mehr als 70 Arbeitstage arbeitet. Eine Beschäftigung ist dann regelmäßig, wenn sie von vornherein auf ständige Wiederholung ausgerichtet ist und über einen längeren Zeitraum — mehr als 12 Monate —ausgeübt werden soll.

      Über eine Rahmenvereinbarung kann eine solche Beschäftigung für längstens zwölf Monate auf bis zu 70 Arbeitstage befristet werden. Damit ist sie ein kurzfristiger Minijob. Nach einer Pause von mindestens zwei Monaten können Sie im Anschluss daran eine erneute Rahmenvereinbarung mit Ihrem Minijobber schließen. Ein Rahmenarbeitsvertrag kann dabei auch über den Jahreswechsel hinaus geschlossen werden. Endet beispielsweise der erste Vertrag im November, dürfte ein neuer Vertrag frühestens im Februar des Folgejahres beginnen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Vielen Dank, das war sehr hilfreich.
        Sie geht jetzt doch zu einem Steuerberater, um im Vorfeld abzuklären, ob das für sie und den Arbeitgeber noch Sinn macht.

        Gibt es einen Unterschied zwischen kurzfristiger Beschäftigung und einen kurzfristigem Mini-Job?

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  10. Auf den Verdienst kommt es bei einem kurzfristigen Minijob nicht an. Der Arbeitnehmer kann theoretisch unbegrenzt verdienen, er zahlt keine Sozialversicherungsabgaben. Meine Frage: Ich beziehe Rente – eigentlich 450-Euro
    Hinzuverdienstgrenze. Ist der Hinzuverdienst von einer kurzfristigen Beschäftigung ausgenommen – oder muß ich diese beachten?

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  11. Im zweiten Abschnitt steht „Auf den Verdienst kommt es bei einem kurzfristigen Minijob nicht an. Der Arbeitnehmer kann theoretisch unbegrenzt verdienen, er zahlt keine Sozialversicherungsabgaben.“ Ich kann mich daran erinnern, dass bisher eine Tageshöchstgrenze von € 72,– galt. Ist diese Grenze gefallen?

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    • Die 72 EUR/Tag-Grenze gilt für die lohnsteuerliche kurzfristige Beschäftigung, wenn der Lohn pauschalisiert werden soll.
      Dabei ist zusätzlich der maximale Stundenlohn von 12 EUR sowie ein Zeitraum von nur 18 zusammenhängende Arbeitstage zu beachten, damit die LSt-Pauschalisierung akzeptiert wird.

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    • Hallo,

      Ihre Fragestellung zum kurzfristigen Minijob bezieht sich auf die Anwendbarkeit der pauschalen Lohnsteuer in Höhe von 25 Prozent.

      Erfüllt der kurzfristige Minijob folgende Vorgaben, ist eine pauschale Lohnsteuer von 25 Prozent möglich:
      -Ihr Minijobber ist gelegentlich – nicht regelmäßig wiederkehrend – bei Ihnen beschäftigt.

      -Die Beschäftigung dauert nicht länger als 18 zusammenhängende Arbeitstage.
      -Der maximale Verdienst liegt durchschnittlich bei 72 Euro pro Arbeitstag.
      Oder: Der kurzfristige Minijob wird zu einem Zeitpunkt, den Sie nicht vorhersehen können, sofort erforderlich.

      -Der durchschnittliche Stundenlohn beträgt maximal zwölf Euro.
      Informationen zur Besteuerung von kurzfristigen Minijobs erhalten Sie auf unserer Homepage unter folgenden Link:

      https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/03_infos_fuer_arbeitgeber_und_entgeltabrechner/07_was_steuerlich_beachten/02_besteuerung_kfr/node.html

      Unabhängig davon, wie Sie den kurzfristigen Minijob versteuern, ist das Finanzamt zuständig und damit auch Ihr Ansprechpartner für alle weiteren Informationen.

      Freundliche Grüße
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  12. Hallo,
    ein Mitarbeiter geht ab 01.12.18 vorzeitig in Rente (45 Jahre voll). Er möchte aber noch von Dezember bis Februar ein Projekt beenden, somit 3 Monate.
    Liegt eine kurzfristige Beschäftigung vor? Wenn ja ist der Verdienst irrelevant? Also egal ab 450 € oder 2000€?

    MfG

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    • Da wäre nur die Hinzuverdienstgrenze von 6.300 EUR/Jahr zu beachten, welche sogenannte „Frührentner“ (Rentenbezug vor regulärem Renteneintrittsalter) haben.

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    • Hallo,

      sofern im unmittelbaren Anschluss an eine versicherungspflichtige (Dauer-)Beschäftigung bei demselben Arbeitgeber eine auf längstens drei Monate befristete Beschäftigung vereinbart wird, ist von der widerlegbaren Vermutung auszugehen, dass es sich um die Fortsetzung der bisherigen (Dauer-)Beschäftigung handelt.

      Versicherungsfreiheit wegen Vorliegens einer kurzfristigen Beschäftigung kommt nur in Betracht, wenn es sich bei den einzelnen Beschäftigungen um völlig voneinander unabhängige Beschäftigungsverhältnisse handelt oder wenn zwischen dem Ende der versicherungspflichtigen Beschäftigung und dem Beginn der kurzfristigen Beschäftigung bei demselben Arbeitgeber ein Zeitraum von mindestens zwei Monaten liegt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  13. Nicht zu gebrauchen, da kein Ausdruck möglich ist!!! Und Service ist stundenlang nicht per Telefon erreichbar!! Da kann man sich diesen Newsletter sparen!!

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    • Hallo,

      sollte dies bei Ihnen nicht funktionieren, dann kann es nur an Ihren persönlichen PC-Einstellungen liegen. Vielleicht versuchen Sie es auch mal über einen anderen Internet-Browser. Aufgrund technischer Schwierigkeiten waren wir telefonisch leider nur eingeschränkt erreichbar.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  14. Hallo,
    kann ich die gleiche Person nach einer kurzfristigen Beschäftigung ohne Pause im Anschluss direkt als Minijobber beschäftigen? Also 70 Tage kurzfristig und danach als Minijob. Irgndwann hieß es mal,d a müssten 2 Monate dazwischen liegen

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    • Hallo,

      es ist gar kein Problem, wenn Sie die Aushilfe, die Sie zunächst im Rahmen eines kurzfristigen Minijobs für 70 Arbeitstage befristet beschäftigt haben, als 450-Euro-Minijobber weiter beschäftigen. Die Unterbrechung von zwei Monaten wäre nur im umgekehrten Fall zu beachten, wenn eine befristete Beschäftigung auf eine auf Dauer ausgeübte Beschäftigung bei demselben Arbeitgeber folgen würde.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  15. Wie ist es, wenn ein Arbeitnehmer eine hauptberufliche Tätigkeit hat, also eine Vollzeitbeschäftigung und nebenbei von Mai bis September als Platzwart für einen Jugendzeltplatz zur Verfügung steht. Er betreut die Gruppen vor Ort, führt sie ein, und nimmt den Platz nach Beendigung wieder ab. Dazu arbeitet er stundenweise, je nach Wetter, aber hauptsächlich am Wochenende und kommt nie über die 70 Tage und er verdient monatlich auch nie über 450, EUR…. Aber er weiß, dass er das jedes Jahr wieder macht? Kann diese Tätigkeit dann als kurzfristige Tätigkeit angemeldet/ ausgeübt werden oder liegt hier dann auch Berufsmäßigkeit vor?

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    • Hallo,

      eine Beschäftigung wird regelmäßig ausgeübt und damit nicht als kurzfristig angesehen, wenn sie von vornherein auf ständige Wiederholung gerichtet ist und über einen längeren Zeitraum ausgeübt werden soll. Es besteht allerdings die Möglichkeit, eine Beschäftigung für maximal ein Jahr zu befristen (zum Beispiel vom 1. Mai bis zum 30. September) und damit die Voraussetzungen für einen kurzfristigen Minijob zu erfüllen, wenn dies über einen Rahmenvertrag erfolgt, der einen Arbeitseinsatz von maximal 70 Arbeitstagen vorsieht. Wird im Anschluss an einen solchen Vertrag mit einem Abstand von mindestens zwei Monaten ein neuer Rahmenvertrag mit einer Befristung bis zu einem Jahr und einer Begrenzung auf maximal 70 Arbeitstage abgeschlossen, kann im Regelfall vom Beginn des neuen Rahmenvertrages an wiederum von einem kurzfristigen Minijob ausgegangen werden.

      Die Prüfung der Berufsmäßigkeit ist in Ihrem genannten Fall nicht relevant, da die betreffende Person einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung nachgeht.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  16. Hallo,

    vor wenigen Tagen noch las ich, dass die Rückkehr zur alten Regelung ausschließlich für in landwirtschaftlichen Bereichen Eingesetzte nicht gilt.
    Hier nun lese ich unter der allgemein gehaltenen Überschrift „…Was für kurzfristige Minijobs ab 2019 gilt“ überhaupt nichts mehr von der alten Regelung. Bei dieser Überschrift gehe ich davon aus, dass es Informationen zu allen Berufsgruppen gibt!

    Wie ist das nun zu verstehen? Gilt die 50-Tage-Regel für alle anderen ab 01.01.2019 wieder oder nicht?

    Viele Grüße

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    • Hallo,

      eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn die Beschäftigung für eine Zeitdauer ausgeübt wird, die im Laufe eines Kalenderjahres auf nicht mehr als drei Monate oder insgesamt 70 Arbeitstage nach ihrer Eigenart begrenzt zu sein pflegt.
      Von dem Dreimonatszeitraum ist nur dann auszugehen, wenn die Beschäftigung an mindestens fünf Tagen in der Woche ausgeübt wird. Bei einer Zusammenrechnung von mehreren Beschäftigungszeiten treten an die Stelle des Dreimonatszeitraums 90 Kalendertage; das gilt nicht, wenn es sich bei den einzelnen Beschäftigungszeiten jeweils um volle Kalendermonate handelt. Sind bei einer Zusammenrechnung Zeiten, in denen die Beschäftigung regelmäßig an mindestens fünf Tagen in der Woche ausgeübt wurde, und Beschäftigungszeiten mit einer Arbeitszeit regelmäßig an weniger als fünf Tagen in der Woche zu berücksichtigen, dann ist einheitlich von dem Zeitraum von 70 Arbeitstagen auszugehen.

      Bei Beschäftigungen von regelmäßig weniger als fünf Tagen in der Woche ist bei der Beurteilung auf den Zeitraum von 70 Arbeitstagen abzustellen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  17. wann zählt eine kurzfristige Beschäftigung als berufsmäßig.
    Beispiel: AN verdient monatlich nur 450,00 Euro als Minijob ist bei dem Ehegatten mitversichert kann er dann 3 Monate zur Weihnachtszeit als kurzfristig arbeiten?
    danke für die Info
    SN

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    • Hallo,

      Berufsmäßigkeit liegt vor, wenn die Tätigkeit für den Arbeitnehmer von übergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung ist – mit anderen Worten: Wenn sie den Lebensunterhalt des Beschäftigten sichert.

      Durch die Familienversicherung beim Ehegatten, geht man davon aus, dass der Lebensunterhalt durch den Ehegatten sicher gestellt ist, somit liegt keine Berufsmäßigkeit vor und ein kurzfristigen Minijob ist möglich.
      (auch neben einem 450-Euro-Minijob)

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  18. Wie läuft es eigentlich wenn ich eine kurzfristige Beschäftigung habe – die von Mitte Mai bis Mitte September läuft – Vorbeschäftigungszeiten waren vorhanden – Verdienst war zwischen 1.000 und 2.000 EUR.
    Die 70 Tage wurden in diesem Zeitraum zusammengerechnet nicht überschritten.

    Ab Oktober 18 möchte der Arbeitgeber diese Person nun als Minijobber mit 450 EUR einstellen (gleiche Tätigkeit) – geht dies oder muss dazwischen ein Abstand von zwei Monaten liegen?

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    • Hallo,

      es ist nicht erforderlich, dass zwischen dem Ende einer kurzfristigen Beschäftigung und dem Beginn einer geringfügig entlohnten Beschäftigung bei demselben Arbeitgeber ein Zeitraum von 2 Monaten liegt.

      Grundsätzlich kann der Arbeitgeber den Minijobber ab Oktober 2018 im Rahmen einer geringfügig entlohnten Beschäftigung einstellen, wenn zu Beginn der kurzfristigen Beschäftigung noch nicht feststand, dass im Anschluss eine geringfügig entlohnte Beschäftigung (450-Euro-Minijob) folgt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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