3 Monate oder 70 Tage: Was für kurzfristige Minijobs ab 2019 gilt

Wichtig für alle Weinleser, Apfelpflücker und Weihnachtsmänner: Für alle Arbeitnehmer, die einen kurzfristigen Minijob ausüben, ändert sich ab dem Jahr 2019 nichts. Sie dürfen ihrer Beschäftigung weiterhin 3 Monate oder 70 Arbeitstage im Kalenderjahr nachgehen. Ursprünglich sollte die Regelung auf 4 Jahre für die Zeit vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2018 begrenzt sein. Vorbehaltlich der abschließenden Entscheidung des Gesetzgebers bleibt alles beim Alten.

Was ist eine kurzfristige Beschäftigung?

Eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn die Tätigkeit im Laufe eines Kalenderjahres im Voraus auf 3 Monate oder 70 Arbeitstage begrenzt ist. Bei einer Beschäftigung von 3 Monaten am Stück arbeitet der kurzfristige Minijobber an mindestens 5 Tagen in der Woche; bei einer Beschäftigung von 70 Arbeitstagen arbeitet der kurzfristige Minijobber weniger als 5 Tage in der Woche. Beschäftigungen, die über diese zeitliche Begrenzung hinausgehen, sind keine kurzfristigen Minijobs. Verdient der Arbeitnehmer regelmäßig bis zu 450 Euro im Monat, handelt es sich in der Regel um einen 450-Euro-Minijob.

Auf den Verdienst kommt es bei einem kurzfristigen Minijob nicht an. Der Arbeitnehmer kann theoretisch unbegrenzt verdienen, er zahlt keine Sozialversicherungsabgaben.

Für den Arbeitgeber eines kurzfristigen Minijobbers fallen hingegen geringe Abgaben an. Das sind die Umlagen zum Ausgleich der Aufwendungen bei Krankheit („U1“) und Schwangerschaft bzw. Mutterschaft („U2“) sowie die Umlage für den Fall einer Insolvenz an. Diese sind an die Minijob-Zentrale zu entrichten. Darüber hinaus hat der Arbeitgeber den Minijobber bei der jeweils zuständigen gesetzlichen Unfallversicherung anzumelden und entsprechende Beiträge zu entrichten.

Weiterhin sind kurzfristige Minijobs zu versteuern. Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen die individuelle Besteuerung nach der Steuerklasse des Minijobbers und zum anderen, unter Berücksichtigung weiterer Voraussetzungen, die Pauschalversteuerung in Höhe von 25 Prozent.

  Abgaben für kurzfristige Minijobs im Gewerbe im Überblick
  Umlage 1 0,9 % 
  Umlage 2 0,24 %
  Insolvenzgeldumlage 0,06 %
  Unfallversicherung Individuell an den zuständigen Unfallversicherungsträger
  Steuer Pauschale oder individuelle Besteuerung nach der Steuerklasse

Kurzfristiger Minijob darf nicht berufsmäßig ausgeübt werden

Ein kurzfristiger Minijob darf nicht berufsmäßig ausgeübt werden, das heißt: Wenn ein Arbeitnehmer mehr als 450 Euro im Monat verdient, die kurzfristige Beschäftigung die einzige Erwerbstätigkeit ist und diese für die Sicherung des Lebensunterhalts bestimmt ist, handelt es sich nicht um einen kurzfristigen Minijob.

Menschen, die Leistungen von der Bundesagentur für Arbeit beziehen oder als Arbeitssuchende gemeldet sind, gelten grundsätzlich als berufsmäßig beschäftigt.

Können mehrere kurzfristige Minijobs kombiniert werden?

Grundsätzlich kann ein Arbeitnehmer mehrere kurzfristige Minijobs nebeneinander ausüben. Die Höhe des Arbeitsentgelts spielt auch bei Kombination von mehreren kurzfristigen Minijobs keine Rolle. Es darf aber auch hier zusammengerechnet die Grenze von 3 Monaten bzw. 70 Arbeitstagen im Kalenderjahr nicht überschritten werden. Vor Antritt einer neuen kurzfristigen Beschäftigung müssen daher immer die Vorbeschäftigungszeiten geprüft werden. Sobald die Grenze von 3 Monaten bzw. 70 Arbeitstagen überschritten wird, wird die Tätigkeit in allen Zweigen sozialversicherungspflichtig.

109 Kommentare zu “3 Monate oder 70 Tage: Was für kurzfristige Minijobs ab 2019 gilt

  1. Guten Abend,

    Meine Bekannte hat einen Vollzeitarbeitsplatz und einen Minijob, bei dem sie € 450,00 monatlich verdient. Sie möchte jetzt noch zusätzlich am Samstag für 3 Stunden in einem privaten Haushalt reinigen gehen, also rechnerisch für 52 Tage im Jahr. Diese weitere Beschäftigung am Samstag könnte ja theoretisch auch für mehrere Jahre so sein. Gilt dann auch diese Minijob-Regel? Von Vornherein ist die Beschäftigung ja auf 52 Tage/Samstage pro Jahr begrenzt, aber eben auch Jahr für Jahr?

    Mit freundliche Grüßen
    Buchner

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    • Hallo,

      ein kurzfristiger Minijob liegt vor, wenn die Tätigkeit im Laufe eines Kalenderjahres im voraus auf 3 Monate oder 70 Arbeitstage begrenzt ist. Das heißt, ein Arbeitsvertrag über einen kurzfristigen Minijob muss grundsätzlich zeitlich befristet sein.

      Übt ein Minijobber seine Beschäftigung nicht nur gelegentlich, sondern dauerhaft oder regelmäßig wiederkehrend aus, ist diese kein kurzfristiger Minijob. Das gilt selbst dann, wenn er im Kalenderjahr nicht mehr als 70 Arbeitstage arbeitet.
      Ein Hinweis: Eine Beschäftigung ist dann regelmäßig, wenn sie von vornherein auf ständige Wiederholung ausgerichtet ist und über einen längeren Zeitraum – mehr als zwölf Monate – ausgeübt werden soll.

      Somit würde der kurzfristige Minijob hier keine Anwendung finden. Weitere Informationen zum Thema kurzfristige Beschäftigung im Privathaushalt finden Sie unter folgendem Link: http://t1p.de/MJZE-kurzfristig-im-Privathaushalt

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  2. Hallo,
    wie ist das eigentlich, wenn man einen Minijob ausführt, bei dem man 450€ verdient und dazu noch einen kurzfristigen Minijob macht ?

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    • Hallo,

      neben einem 450-Euro-Minijob können Sie einen kurzfristigen Minijob parallel ausüben. Die Verdienste aus beiden Beschäftigungen werden nicht zusammengerechnet.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  3. Als Altersvollrentner (71 J.) – also nicht berufsmäßig – werde ich vom 1.6. bis 31.8. eine kurzfristige Beschäftigung in Teilzeit ausüben – deutlich oberhalb der 450 € Grenze. Damit besteht, so habe ich es verstanden, Sozialversicherungsfreiheit.
    Frage: sollte sich im September (nicht nahtlos!) oder Oktober oder später im KJ 2019 noch einmal ein Einsatz ergeben, ist die formale Grenze 3 Monate bzw. 70 Tage ja nachträglich betrachtet nicht mehr gegeben.
    Wird das jetzt begründete Arbeitsverhältnis dann rückwirkend neu beurteilt und rückwirkend sozialversicherungspflichtig?

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    • Hallo Jürgen,

      ein kurzfristiger Minijob liegt vor, wenn die Tätigkeit im Laufe eines Kalenderjahres im voraus auf 3 Monate oder 70 Arbeitstage begrenzt ist.

      Der Arbeitgeber nimmt zu Beginn der Beschäftigung eine Beurteilung vor. Diese wird einmalig getroffen und wird im Nachhinein nicht geändert. Nehmen Sie im Laufe des Jahres 2019 einen weiteren kurzfristigen Minijob auf, erfolgt erneut die Prüfung ob die 3 Monate oder 70 Arbeitstage bereits aufgebraucht sind (Vorbeschäftigungszeiten). Ist dies der Fall, liegt in dieser Beschäftigung kein kurzfristiger Minijob vor. Auf den bereits ausgeübten kurzfristigen Minijob hat die erneute Beurteilung keine Auswirkung.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  4. Wie verhält es sich bei einer kurzfristigen Beschäftigung von Schülern/ Studenten bezüglich des Kindergeldes? Gibt es da etwas zu beachten?
    Mit freundlichen Grüßen

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    • Guten Tag Frau Steglich,

      bitte richten Sie Ihre Anfrage bezüglich einer Hinzuverdienstgrenze beim Kindergeld direkt an Ihre zuständige Familienkasse.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  5. Hallo,
    vorweg: ich finde die Berufsmäßigkeitsklausel in Bezug aus die kurzfristige Beschäftigung für inländische Arbeitnehmer grundsätzlich sehr sinnvoll!
    Aber in Bezug auf ausländische Saisonarbeitkräfte, zum Beispiel Erntehelfer aus Polen, die ausschließlich für maximal 70 Tage hier arbeiten und anschließend in ihr Heimatland zurückreisen, erschließt sich weder den Erntehelfern noch deren Arbeitgebern schlüssig der Ausschluss vom Arbeitsverhältnis der kurzfristigen Beschäftigung und der Verpflichtung zum Abschluss eines sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisses. Die notwendigen Versicherungen, wie eine Erntehelferversicherung, sprich Kranken-, Unfall und Haftpflichtversicherung werden auch für die kurzfristig Beschäftigten selbstverständlich vom Arbeitgeber abgeschlossen. Warum aber muss der polnische Erntehelfer für diese maximal 70 Tage in eine deutsche Krankenkasse eintreten und warum müssen Arbeitslosen-, Renten- und Pflegeversicherungsbeiträge von ihm und seinem Arbeitgeber gezahlt werden, die ihm ja niemals zu Gute kommen werden und die lediglich seinen Lohn minimieren und dem Arbeitgeber horrende Nebenkosten bescheren?
    Der einzige Effekt wird hier doch sein, dass der Erntehelfer im kommenden Jahr in einem anderen EU Staat sein Zubrot verdienen wird und unseren Betrieben die Arbeitskräfte fehlen, denn der deutsche Arbeitsmarkt kann diesen kurzfristigen Begarf nicht decken.

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    • Hallo Nelly,

      die Beschäftigung eines ausländischen Arbeitnehmers im Rahmen eines kurzfristigen Minijob ist nicht ausgeschlossen. Sowohl für deutsche als auch für ausländische Arbeitnehmer müssen die Rahmenbedingungen einer kurzfristigen Beschäftigung eingehalten werden. Hierzu gehört auch die Prüfung der Berufsmäßigkeit.

      Berufsmäßigkeit heißt: Die Beschäftigung ist für den Arbeitnehmer nicht von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung, sondern er sichert damit seinen Lebensunterhalt. In diesem Fall wird die Beschäftigung sozialversicherungspflichtig. Das deutsche Sozialversicherungsrecht macht im Hinblick auf die Berufsmäßigkeit keine Unterschiede aufgrund des Herkunftslandes des Arbeitnehmers.

      Hinweis zur Krankenversicherung:
      Da der kurzfristige Minijob selbst krankenversicherungsfrei ist, begründet er für den Arbeitnehmer keine automatische Mitgliedschaft in einer gesetzlichen deutschen Krankenversicherung. Der Arbeitnehmer muss sich daher bei seiner Krankenversicherung im Vorfeld der Beschäftigung erkundigen, ob der aktuelle Krankenversicherungsschutz mit Aufnahme einer Beschäftigung erhalten bleibt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Hallo,
        da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt.
        Dass ausländische Erntehelfer grundsätzlich als kurzfristig Beschäftigte eingestellt werden können ist klar. Allerdings ist dies ja auch hier ausgeschlossen, wenn die Beschäftigung als berufsmäßig angesehen wird. Jeder innländische Arbeitnehmer der daraufhin – richtiger Weise! – in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis angestellt wird, kann später davon profitieren in Arbeitslosen-, Renten- und Pflegeversicherung eingezahlt zu haben. Der ausländische Erntehelfer jedoch nicht, oder sehe ich das falsch?

        Auch die Einstufung als berufsmäßig für einen jungen Mann, der seinen Wohnsitz im Elternhaus in Polen hat und von Elternunterhalt lebt kann unser Erntehelfer nicht nachvollziehen, denn er würde sich nur gerne etwas dazuverdienen.

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        • Hallo,

          wenn ein versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis vorliegt, erlangt der Arbeitnehmer – unabhängig von seiner Nationalität – aus dieser Beschäftigung auch Ansprüche in diesen Sozialversicherungszweigen.

          Berufsmäßig heißt, dass die Beschäftigung nicht von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung, sondern zur Sicherung des Lebensunterhalts ausgeübt wird. Dies ist immer dann der Fall, wenn die Aushilfe als erwerbstätige Person gilt. Wenn also, wie in Ihrem Fall beschrieben, die Sicherung des Lebensunterhaltes durch die Eltern gegeben ist, liegt keine Berufsmäßigkeit im Status der Person vor – sie kann sich jedoch aufgrund von Vorbeschäftigungszeiten ergeben.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  6. Hallo,
    wie verhält es sich bei einer kurzfristigen Beschäftigung mit einem Verdienst von monatlich 200 € in Verbindung mit einer Schwangerschaft?
    Greift hier auch ganz normal der Kündigungsschutz und was passiert, wenn die 70 Tage eigentlich noch während der Schwangerschaft aufgebraucht wären? Fällt dann das Gehalt einfach weg oder gibt es Sonderregelungen?

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    • Hallo,

      Frauen, die in Teilzeit beschäftigt sind, werden wie Vollbeschäftigte umfassend durch das Mutterschutzgesetz geschützt. Das gilt selbstverständlich auch für Frauen, die in einem 450-Euro-Minijob oder einem kurzfristigen Minijob arbeiten. Der Mutterschutz beginnt, sobald Sie schwanger sind.

      Eine kurzfristiger Minijob liegt vor, wenn die Tätigkeit im Laufe eines Kalenderjahres im voraus auf 3 Monate oder 70 Arbeitstage begrenzt ist. Das heißt, ein Arbeitsvertrag über einen kurzfristigen Minijob muss grundsätzlich zeitlich befristet sein.

      Durch Ihre Schwangerschaft, wird ein befristeter Arbeitsvertrag aber nicht automatisch verlängert. Er endet trotz Schwangerschaft zum im Vertrag festgelegten Zeitpunkt. Dabei handelt es sich auch nicht um eine Kündigung im arbeitsrechtlichen Sinne, sondern um eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

      Fragen zu mutterschutzrechtlichen Leistungsansprüchen beantworten Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Servicetelefon des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter Tel.: 030 20179130 (Montag bis Donnerstag 9:00 bis 18:00 Uhr) oder per E-Mail: info@bmfsfjservice.bund.de.

      Für Fragen rund ums Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen die bestehenden Informationsangebote des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales unter http://www.bmas.de. Telefonisch erreichen Sie die Mitarbeiter des Bürgertelefons zum Arbeitsrecht unter der Telefonnummer 030 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  7. Hallo, ich werde nicht Schlau. Ich bin auf der Suche nach einem Nebenjob zu meinen Hauptjob. Nun wurde mir ein 70 Tage Vertrag angefragt, ich verstehe nun nicht wirklich die vor- unt nachteile daraus. Macht es Sinn? oder macht es Sinn diesen Vertrag zu Unterschreiben wenn ich XY Stunden arbeite. Vorallem was passiert wenn ich mehr wie 450,00 € im Monat verdiene?

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    • Hallo Nils,

      bei einer kurzfristigen Beschäftigung gibt es keine Verdienstgrenze. Somit können Sie auch mit Ihrem Verdienst über 450 Euro im Monat liegen ohne versicherungspflichtig zu werden.
      Neben einer Hauptbeschäftigung dürfen Sie einen 450-Euro-Minijob und einen kurzfristigen Minijob (70 Tage oder 3 Monate) parallel ausüben. Beide Beschäftigungen werden nicht zusammengerechnet.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  8. Hallo,

    wie sieht es eigentlich aus wenn man als Studentin bei einer Messe als Messe Hostess aushilft. Die Einsätze wären an 4 Tagen und pro Tag, gibt es eine Vergütung von 150,00 €, insgesamt wären es 600,00 €. Dürfte man die Tätigkeit als kurzfristige Beschäftigung abrechnen? Ist der Tagessatz von 150,00 € in Ordnung?

    Vielen Dank für Ihre Antwort!

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    • Hallo Viktoria,

      Sie können bis zu 3 Monate bzw. 70 Arbeitstage im Kalenderjahr einen kurzfristigen Minijob ausüben.
      Wie im Beitrag schon erläutert kommt es bei einer kurzfristigen Beschäftigung grundsätzlich nicht auf den Verdienst an, sodass Sie als Studentin einen kurzfristigen Minijob ausüben können.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Es kommt aber darauf an ob es pauschal Brutto/ Netto sein soll. Pauschal Grenze ist 72,00€. Darüber läuft es über die Steuerkarte.

      So weit ich es verstehe.

      In den 90er Jahren dürfte man bis 120,00 DM pauschal verdienen . Entspricht ein Wert von 120,00€ heute. Leider lässt das FA den Tageslimit bei 72,00 was mehr Bürokratie bedeutet für solche mini MiniJobs.

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      • Guten Tag Herr Weeson,

        die von Ihnen genannte Grenze von 72 Euro pro Tag bezieht sich ausschließlich auf die Möglichkeit, das Einkommen pauschal mit 25 Prozent Lohnsteuer zu versteuern.

        Entscheidungen zur Anpassung oder Erhöhung dieser Grenze kann nur das Bundesministerium für Finanzen treffen.

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  9. Liebes Blog-Team,

    ich bin Student und habe von 01.01.-28.02. als geringfügig Beschäftigte (450 EUR) in einer Kneipe gearbeitet. Es handelte sich um ein unbefristetes Arbeitsverhältnis, welches ich jedoch zum 28.02. gekündigt habe.

    Nun habe ich die Möglichkeit, befristet vom 01.05.-30.06. auf 30 Std. Basis bei einem anderen Arbeitgeber zu arbeiten. Zählt nun der Zeitraum vom 01.01.-28.02.2019 mit bei der Prüfung der 70 Tages-Grenze?

    Freue mich über eine Antwort!

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    • Hallo,

      bei der Prüfung von Vorbeschäftigungszeiten im Rahmen eines kurzfristigen Minijobs werden Zeiten eines 450-Euro-Minijobs nicht berücksichtigt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  10. G.S.H
    Ich bin seit Ende April vollrentner, möchte ich aber bei meiner jetztigen Firma ab- und zu als kurzfristig beschäftigte aushelfen (70 Tage oder 3 Monate). Unser HR meint, es wäre nicht möglich ohne Sozialabgaben zu zahlen. Gilt es nur für dieses Jahr ?
    Was meien Sie dazu?

    Mit Grüßen,

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    • Hallo Frau Szabadso-Hann,

      eine kurzfristige Beschäftigung ist für Sie grundsätzlich möglich, jedoch müsste zwischen dem Ende der versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung und dem Beginn einer kurzfristigen Beschäftigung beim gleichen Arbeitgeber ein Zeitraum von mindestens zwei Monaten liegen. Anderenfalls würde davon ausgegangen, dass es sich bei Ihrer neuen Tätigkeit um die Fortführung der früheren Hauptbeschäftigung handelt. Liegt zwischen der Hauptbeschäftigung und der Aufnahme der neuen kurzfristigen Beschäftigung der Zeitraum von mindestens zwei Monaten, können Sie diese Beschäftigung grundsätzlich sozialversicherungsfrei ausüben.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Hallo,

      auch Altersrentner können einen kurzfristigen Minijob ausüben. Er liegt vor, wenn die Tätigkeit im Laufe eines Kalenderjahres im Voraus auf 3 Monate oder 70 Arbeitstage begrenzt ist. Altersrentner üben einen kurzfristigen Minijob nicht berufsmäßig aus. Hinsichtlich eventueller Hinzuverdienstgrenzen bezüglich Ihrer Altersrente wenden Sie sich bitte an Ihren Rentenversicherungsträger.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  11. Ich arbeite nun schon seit mehreren Jahren bei verschiedenen Agenturen neben dem Studium (bzw. inzwischen neben dem versicherungspflichtigen Vollzeitjob) als kurzfristig Beschäftigte. Um genau zu sein, seit 2017. Jetzt bin ich etwas irritiert, da es die 70 Tage Regelung als Sonderregelung nur bis 31.12.2018 gab. Gilt denn nun seit 01.01.2019 wieder die 50 Tage Regelung? Auf der Seite der Minijob-Zentrale heißt es noch 70 Tage Regelung, aber auf einer anderen Seite erhielt ich die Auskunft, dass man 2019 nur noch 50 Tage als kurzfristige Beschäftigung arbeiten darf. Können Sie mir weiterhelfen?

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    • Hallo,

      ursprünglich war die Regelung, dass ein kurzfristiger Minijob für einen Zeitraum von 3 Monaten oder 70 Arbeitstagen ausgeübt werden darf, befristet bis zum 31. Dezember 2018.
      Kurz vor Ablauf des Kalenderjahres 2018 hat sich jedoch der Gesetzgeber dazu entschlossen diese Regelung dauerhaft beizubehalten.
      Das heißt, Sie dürfen im Rahmen eines kurzfristigen Minijobs weiterhin 3 Monate oder 70 Arbeitstage tätig sein.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  12. Hallo :)
    Ich bin seit Oktober Studentin. Seit März 2019 bin ich in einem Gastrobetrieb auf die 70-Tage-Regelung angestellt.
    Ich würde gerne noch einen anderen Job annehmen (bei einer Babysitteragentur oder in einem Konzerthaus).
    Werden dort geleistete Arbeitstage mit angerechnet auf die schon bestehenden, die ich im Gastrobetrieb arbeitete? Oder kann dafür ein extra Vertrag angefertigt werden in Form eines Minijobs oder ähnliches, ohne dass für mich Abgaben fällig werden?
    Vielen Dank & Grüße

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    • Hallo Lara,

      bei Ihrer Beschäftigung im Gastrobetrieb handelt es sich um einen kurzfristigen Minijob. Ein kurzfristiger Minijob ist von vornherein auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt. Auf maximal drei Monate, wenn Sie Ihren Minijob an mindestens fünf Tagen pro Woche ausüben oder 70 Arbeitstagen, wenn Sie Ihren Minijob regelmäßig weniger als an fünf Tagen pro Woche ausüben. Diese Zeitgrenzen gelten generell in Summe für alle kurzfristigen Minijobs die innerhalb eines Kalenderjahres ausgeübt werden. Auf die Höhe der Verdienste kommt es bei kurzfristigen Minijobs nicht an und es fallen keine Sozialversicherungsbeiträge an.

      Sie haben die Möglichkeit, neben Ihrem kurzfristigen Minijob noch einen oder mehrere 450-Euro-Minijobs auszuüben. Im Rahmen dieser 450-Euro-Minijobs müssen Sie beachten, dass Sie insgesamt nicht mehr als 450 Euro monatlich verdienen. Überschreiten Sie die Verdienstgrenze insgesamt, sind alle Jobs versicherungspflichtig – und damit keine Minijobs.

      Bezüglich der Abgaben in einem 450-Euro-Minijob besteht für Sie als Arbeitnehmerin Rentenversicherungspflicht. Das heißt, Sie zahlen in Ihre gesetzliche Rentenversicherung einen Eigenanteil in Höhe von 3,6 % vom Arbeitsentgelt. Sie können Sie sich auch mit einem Antrag beim Arbeitgeber von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen.

      Weitere Informationen zum 450-Euro-Minijob und zum kurzfristigen Minijob erhalten Sie auf unserer Homepage unter den aufgeführten Links.

      https://t1p.de/MJZE-kurzfristiger-Minijob

      https://t1p.de/MJZE-450-Euro-Minijob

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  13. Wie werden die 70 Arbeitstage berechnet? Konkret gefragt: Der 1. Januar ist ein Feiertag, zählt der da rein? Wie sieht es mit Urlaubstagen aus? Zählen die da rein?

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    • Hallo Max,

      in den 70 Arbeitstagen sind alle Tage zu berücksichtigen, für die ein Anspruch auf Arbeitsentgelt besteht. Dazu gehören auch zum Beispiel Tage, an welchen Sie bezahlten Urlaub erhalten oder der Arbeitgeber Ihnen den Lohn infolge eines gesetzlichen Feiertages weiterzahlt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  14. Ich (Studentin) möchte einem Freund helfen und für ihn (seine Firma) arbeiten. Allerdings nur 6 bis 20 Arbeitstage über das ganze Jahr verteilt mit je 3-6 Stunden pro Termin (aktueller Stand). Einige Termine sind schon im Voraus geplant und andere Tage sind flexibel. Außerdem möchte mein Partner (voll berufstätig) auch für einige Tage mitmachen.

    Ist das überhaupt kurzfristig? …oder etwas Anderes?
    Kann ich das auch über mehrere Jahre beim selben Arbeitgeber machen?
    Muss ich zwischendurch abgemeldet werden wenn mal mehr als 4 Monate zwischen meinen Arbeitseinsätzen liegen?

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    • Hallo Kristin,

      ein kurzfristiger Minijob liegt dem Grunde nach vor, wenn er von vornherein auf einen Zeitraum von drei Monaten (bei einer 5-Tage-Arbeitswoche) oder 70 Arbeitstagen (wenn weniger als 5 Tage pro Woche gearbeitet wird) befristet ist. Diese Voraussetzung erfüllt die von Ihnen beschriebene Beschäftigung grundsätzlich. Diese Art von Minijob dürfen Sie auch über mehrere Jahre ausüben, wenn Sie nur gelegentlich und nicht regelmäßig arbeiten – vorausgesetzt, die Beschäftigung wird nicht berufsmäßig ausgeübt. Ausführliche Informationen zur Prüfung der Berufsmäßigkeit bei kurzfristigen Minijobs finden Sie auf unserer Homepage: https://t1p.de/MJZE-Pruefung-Berufsmaessigkeit

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  15. Hallo,

    ich möchte zum 01.03. einen kurzfristigen Minijob annehmen und mir wurde die 70 Tage Regelung angeboten. Da jetzt schon zwei Monate vom neuen Jahr vergangen sind, frage ich mich gerade, ob mir dann nur noch 58,33333… Tage zustehen (70 / 12 Monate x 10 Monate) oder kann ich trotzdem noch die kompletten 70 Tage in Anspruch nehmen?

    Besten Dank im Voraus!

    Daniel

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    • Hallo Daniel,

      nein, das ist nicht der Fall. Die Grenze von 70 Arbeitstagen oder 3 Monaten ist immer pro Kalenderjahr und pro Arbeitnehmer zu betrachten.
      Haben Sie daher in diesem Kalenderjahr noch keine kurzfristige Beschäftigung ausgeübt, können Sie noch die vollen 70 Arbeitstage oder 3 Monate nutzen. Hierbei ist es egal, wann Sie im Kalenderjahr mit der Beschäftigung beginnen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  16. Hallo
    Ich habe einen Hauptjob, und einen 450 € Job bei dem ich auf ca 200 € komme
    Habe jetzt gehört wenn ich eine Kurzfristigebeschäftigung annehme, wird die auf eine zweite Lohnsteuerkarte mit der Klasse 6 geschrieben. Ist das so richtig? Der Arbeitgeber akzeptiert keine Krankheit und kein Urlaub in dieser Kurzzeitbeschäftigung. Darf er dies?
    Über eine erläuternde Antwort würde ich mich freuen.

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    • Hallo Herr Wittmann,

      Sie haben die Möglichkeit, neben Ihrer Hauptbeschäftigung und Ihrem 450-Euro-Minijob einen kurzfrisigen Minijob auszuüben. Ein kurzfristiger Minijob liegt generell vor, wenn die Beschäftigung im Laufe des Kalenderjahres auf nicht mehr als drei Monate oder insgesamt 70 Arbeitstage begrenzt ist. Auf die Höhe des Verdienstes kommt es bei einem kurzfristigen Minijob nicht an.

      Die Besteuerung kurzfristiger Minijobs kann durch den Arbeitgeber auf zwei Arten erfolgen. Zum einen individuell nach Ihrer Steuerklasse oder unter bestimmten Voraussetzungen pauschal in Höhe von 25 Prozent. Die Pauschalsteuer wird zwar vom Arbeitgeber abgeführt, kann aber dem kurzfristig Beschäftigten vom Verdienst abgezogen werden. Unabhängig davon, ob der Arbeitgeber den kurzfristigen Minijob individuell oder pauschal versteuert, ist das Finanzamt für steuerliche Fragen zuständig.
      Nähere Auskünfte zur Besteuerung von kurzfristigen Minijobs finden Sie auch auf unserer Internetseite unter folgenden Link: http://t1p.de/kurzfristig-gewerbliche-Minijobs-Steuerrecht
      Bezüglich Ihrer weiteren arbeitsrechtlichen Frage wenden Sie sich bitte an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
      Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  17. Hallo

    Meine Frage wäre, wie es denn im Krankheitsfall ist wenn ich als Krankheitsvertretung in einem Kindergarten arbeite. Ich weiß ja nie wieviel ich zum Einsatz komme. Mal mehr und mal weniger.

    Lg.

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    • Hallo Frau Gantert,

      die versicherungsrechtliche Beurteilung einer Beschäftigung obliegt grundsätzlich Ihrem Arbeitgeber. Schätzt er ein, dass sich der zeitliche Rahmen Ihrer Beschäftigung auf maximal 3 Monate oder 70 Arbeitstage im Jahr begrenzt, kann grundsätzlich eine kurzfristige Beschäftigung vorliegen. Welche Tätigkeit Sie hierbei ausüben ist für diese Beurteilung nicht relevant.

      Dem Arbeitgeber obliegt es somit auch, die Einhaltung dieser Zeitgrenze zu überwachen. Stellt Ihr Arbeitgeber entgegen seiner ersten Prognose fest, dass der Zeitrahmen von 70 Arbeitstagen oder 3 Monaten überschritten wird, hat er mit dieser Feststellung eine neue versicherungsrechtliche Beurteilung vorzunehmen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  18. Ich habe einen „Zeitungs-Verlag“ als Mandanten. Dieser hat im Monat ca- 50-60 Verteiler welche nach Stückzahl der ausgetragenen Zeitungen bezahlt werden.
    Letztes Jahr gab es eine Prüfung der Rentenversicherung in der beanstandet wurde, dass die Verteiler als „geringfügig“ und nicht als „kurzfristig“ angemeldet werden dürfen – diese Anmeldungen wurden von dem vorherigen Steuerbüro durchgeführt. Die Verteiler dürfen nicht als „kurzfristig“ angemeldet werden, weil z.B.: die Zeitnachweise nicht vorliegen und weil es überwiegend Schüler und Studenten sind.

    Die Verteiler arbeiten nur 9 Monate im Jahr. Also im Januar, August und September gar nicht, weil in diesen Monaten keine Zeitung verlegt wird.
    Zudem arbeiten diese nur 1x im Monat für ca. 2-3 Stunden.

    Sie wären damit deutlich unter den Grenzen einer kurzfristigen Beschäftigung.
    Können Sie mir Auskunft über die Anmeldung der Verteiler geben, ob als „kurzfristig“ oder „geringfügig“?

    Mit freundlichen Grüßen

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    • Guten Tag,

      pauschal lässt sich Ihre Frage nicht beantworten, vielmehr müsste jeder einzelne Fall für sich betrachtet werden.

      Eine kurzfristige Beschäftigung ist von vornherein auf die Zeitdauer von 3 Monaten oder 70 Arbeitstagen begrenzt und darf nicht berufsmäßig ausgeübt werden. Berufsmäßigkeit kann im Status der Person oder aufgrund von Vorbeschäftigungszeiten vorliegen. Bei der Prüfung helfen Ihnen sicher die Ausführungen auf unserer Homepage: http://t1p.de/kurzfristige-Minijobs.

      Während die geringfügig entlohnte Beschäftigung grundsätzlich auf Dauer bzw. regelmäßige Wiederkehr angelegt ist, sieht die kurzfristige Beschäftigung hingegen als Grundvoraussetzung einen befristeten Arbeitseinsatz vor. Die beiden Beschäftigungsarten unterscheiden sich somit in erster Linie dadurch, dass eine geringfügig entlohnte Beschäftigung regelmäßig und eine kurzfristige Beschäftigung nur gelegentlich ausgeübt wird.

      Bei der Beurteilung der Beschäftigungen sind wir Ihnen auch gern telefonisch behilflich. Unsere Mitarbeiter im Service-Center sind montags bis freitags von 07:00 bis 17:00 Uhr unter der Rufnummer 0355 – 2902 70799 für Sie da.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  19. Hallo, ich bin aktuell auf 450 Euro Basis angestellt. Jetzt könnte ich einen kurzfristigen Minijob in einer anderen Firma annehmen. Der 450 Euro Job würde für diese Zeit ruhen. Geht das? Wie wäre die Sachlage bzgl. Familenversicherung? Aktuell bin ich bei der Krankenkasse meiner Frau familienversichert.
    Besten Dank im voraus.

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    • Hallo Jens,

      grundsätzlich dürfen Sie einen kurzfristigen Minijob auch parallel neben einem 450-Euro-Minijob ausüben, ohne dass der Verdienst aus beiden Beschäftigungen zusammengerechnet wird.

      Bitte beachten Sie jedoch, dass ein kurzfristiger Minijob nur dann versicherungsfrei ist, wenn zum einen die Zeitgrenze von 70 Arbeitstagen oder 3 Monaten nicht überschritten wird und die Beschäftigung zum anderen nicht berufsmäßig ausgeübt wird. Berufsmäßigkeit ist immer dann zu prüfen, wenn der Verdienst in Ihrem kurzfristigen Minijob höher als 450 Euro im Monat ist. Mehr Informationen zu diesem Thema sowie eine Entscheidungshilfe zur Beurteilung der Berufsmäßigkeit finden Sie auch auf unserer Homepage: http://t1p.de/Berufsmaessigkeit.

      Welche Auswirkungen Ihr kurzfristiger Minijob auf die bestehende Familienversicherung hat, bitten wir Sie bei Ihrer zuständigen Krankenkasse zu erfragen.

      Freundliche Grüße

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  20. Pingback: Minijob: Die neuen Geringfügigkeits-Richtlinien sind da | Steuerkanzlei Lenk Donauwörth

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  23. Hallo.
    Wenn ich einen Arbeitnehmer habe, der im Kalenderjahr jeden Monat mal ein-zwei Tage aber auch vielleicht mal 12 Tage beim selben Arbeitgeber beschäftigt ist. Es handelt sich um einen Rentner. Es werden jedes Mal neue Rahmenarbeitsverträge geschlossen. Der Arbeitnehmer kommt im Jahr also nicht über 70 Arbeitstage hinweg. Und es soll pauschal mit 25% versteuert werden. Monatlich wird die Grenze von 18 zusammenhängenden Arbeitstagen nicht überschritten. Ist das möglich mit der Pauschalversteuerung? Liegt überhaupt eine kurzfristige Beschäftigung vor?

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    • Hallo Frau Schloo,

      eine kurzfristige Beschäftigung liegt dem Grunde nach vor, wenn die Tätigkeit von vornherein auf nicht mehr als 70 Arbeitstagen oder 3 Monaten im Jahr begrenzt ist und nicht berufsmäßig ausgeübt wird. Bei der Prüfung der Berufsmäßigkeit helfen Ihnen die Erläuterungen auf unserer Homepage: https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/02_kurzfristige_gewerbliche_minijobs/03_berufsmaessige_beschaeftigung/node.html

      Die Versteuerung des Einkommens kann grundsätzlich mit 25 Prozent pauschal vorgenommen werden wenn:
      Ihr Minijobber ist gelegentlich – nicht regelmäßig wiederkehrend – bei Ihnen beschäftigt.
      Die Beschäftigung dauert nicht länger als 18 zusammenhängende Arbeitstage.
      Der maximale Verdienst liegt durchschnittlich bei 72 Euro pro Arbeitstag.
      Oder:
      Der kurzfristige Minijob wird zu einem Zeitpunkt, den Sie nicht vorhersehen können, sofort erforderlich.
      Der durchschnittliche Stundenlohn beträgt maximal zwölf Euro.

      Treffen diese Vorgaben auf eine Beschäftigung zu, können Sie als Arbeitgeber auch dann die Pauschalsteuer anwenden, wenn diese sozialversicherungsrechtlich nicht als kurzfristiger Minijob gilt. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn Ihr Minijobber berufsmäßig arbeitet oder die Zeitgrenzen durch Vorbeschäftigungen überschreitet.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Hallo Frau Hucker-Euchner,

      auch bei dem Verdienst aus einer kurzfristigen Beschäftigung handelt es sich grundsätzlich um ein Einkommen. Dieses wird auf Ihre Rente angerechnet, wenn bestimmte Freigrenzen überschritten werden. Ob in Ihrem persönlichen Fall eine Anrechnung erfolgt, bitten wir Sie bei Ihrem zuständigen Rententräger zu erfragen.

      Freundliche Grüße

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  24. Überschreiten des Freibetrages von 2400 € innerhalb eines Jahres von Übungsleitern: Anmeldung zum Minijob ja oder nein?

    Bitte Ansprechpartner oder Kontakt benennen, falls das hier den Rahmen sprengt

    Angeblich musste unser Sportverein nach einer Prüfung für alle Übungsleiter, die ihren jährlichen steuerfreien Freibetrag von 2400 € überschritten hatten, jetzt nachträglich für die Jahre 2012 – 2017 diese Jobs als Minijob deklarieren und 42 % (anstelle von 30%) von den über den Freibetrag hinausgehenden Auszahlungsbeträge als Sozialversicherungsabgaben abführen?
    Ab wann sind das tatsächlich Minijobs (bzw. begrenzte Minijobs) und zu welchem Zeitpunkt ist die Sozialversicherungsabgabe durch den Verein zu leisten (erst in dem Monat, wenn der Freibetrag überschritten wird?).
    Alle Übungsleiter sind darüber informiert, dass sie erhaltene Zahlungen, die über den Freibetrag hinausgehen, individuell in der Steuererklärung deklarieren müssen und auch zu versteuern haben.

    Die Tätigkeit wird an mehreren Tagen in der Woche über das ganze Jahr ausgeübt. Befristung von bis zu 3 Monaten fällt m-E. daher schon einmal raus.

    Nachfolgend Fälle a-d
    -Leitung einer Übungsgruppe 2 – 4 Stunden/Tag
    -Tätigkeit ist ehrenamtlich und dient nicht zur Sicherung des Lebensunterhaltes
    -kein weiterer Minijob bei anderem AG oder Turnverein bekannt
    a) an über 70 Tagen im Jahr, Verdienst 450€ im Monat
    c) an bis zu 70 Tagen im Jahr, Verdienst 450€ im Monat

    Habt ihr einen Ansprechpartner, der uns da weiter beraten kann?

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  25. Hallo Blog-Team,

    folgende Verständnisfrage gerade im Hinblick auf eine Berufsmäßigkeit:
    Wie unterscheidet man die kurzfristige Beschäftigung und den kurzfristigen Minijob, wenn es heißt, dass es auf den Verdienst nicht ankommt?

    Beispiel:
    Mitarbeiterin soll bei Arbeitgeber A nur im vornherein befristeten Zeitraum vom 1.12.-05.12.2018 arbeiten und verdient dort insgesamt 400,00 EUR brutto.
    Dann arbeitet die Dame bei Arbeigeber B noch im vornherein befristeten Zeitraum vom 18.-20.12.2018 und verdient dort insgesamt 240,00 EUR brutto. Wäre im gesamten Monat Dezember 2018 = 640,00 EUR brutto.
    (Wir setzen voraus, dass die Dame ordentlich Studierende ist, ohne Urlaubs-semester und bis dato noch keine kurzfristige Beschäftigung/Minijob oder anderen Beschäftigungen bzw. Sozialleistungen in den letzten 12 Monaten erhalten hat und somit die befristeten Beschäftigungen zulässig und nirgends anzurechnen sind.)

    Fragen:
    1) Ist es rechtlich zulässig, dass die Arbeitgeber jeweils nur anhand ihres Bruttolohns beurteilen können, also jeder unter 450,00 EUR und damit kurzfristiger Minijob (ohne eine Anrechnung bei einer späteren Prüfung der Berufsmäßigkeit)? Oder…
    Muss Arbeitgeber B aufgrund der Vorbeschäftigung bei Arbeitgeber A in dem selben Monat und damit Überschreitung der 450,00 EUR im Monat Dezember 2018 die dortige Beschäftigung als (reguläre) kurzfristige Beschäftigung behandeln und würde diese dann ggf. bei einer Prüfung zur Berufsmäßigkeit mit angerechnet werden?

    2) Gibt es noch die Vorgabe, dass bei Beschäftigungen, welche innerhalb eines Monats anfangen und enden die anteilige Verdienstgrenze zur Beurteilung ob Minijob oder nicht herangezogen werden muss (450,00 EUR brutto : 30 Kalendertage x ant. Arbeitstage) oder auf welcher rechtlichen Grundlag ist diese entfallen?

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    • Hallo,

      bei einem kurzfristigen Minijob handelt es sich um eine Tätigkeit, bei welcher die Beschäftigungsdauer von vornherein auf eine Zeitraum von 3 Monaten (bei einer 5-Tage-Arbeitswoche) oder 70 Arbeitstagen (weniger als 5-Tage-Arbeitswoche) befristet ist. Hierbei gibt es dem Grunde nach keine Einschränkungen zur Höhe des Verdienstes.
      Die Höhe des Entgelts ist erst dann zu betrachten, wenn man die Berufsmäßigkeit der Beschäftigung prüfen muss. Hierbei gilt der Grundsatz, dass die Prüfung der Berufsmäßigkeit erst bei einem Entgelt von mehr als 450 Euro aus der kurzfristigen Beschäftigung vorgenommen werden muss. Unterstützen kann hierbei unsere Entscheidungshilfe zur Prüfung der Berufsmäßigkeit: https://www.minijob-zentrale.de/SharedDocs/Downloads/DE/Schaubilder_pruefhilfen/gewerblich/Entscheidung_Berufsmaessigkeit.html?nn=701962

      zu Ihrer Frage 1:
      Grundsätzlich prüft jeder Arbeitgeber für die von Ihm zu beurteilende Beschäftigung die Berufsmäßigkeit. Beginnen und enden jedoch mehrere – für sich gesehen kurzfristige – Beschäftigungen (auch bei verschiedenen Arbeitgebern) innerhalb eines Kalendermonats aufeinander sind die Entgelte zu addieren. Überschreitet in diesen Fällen das Arbeitsentgelt aus den Beschäftigungen insgesamt die Entgeltgrenze von 450 Euro, ist für die später aufgenommene Beschäftigung Berufsmäßigkeit zu prüfen. Gleiches gilt für die zuerst aufgenommene Beschäftigung, wenn bereits zu ihrem Beginn bekannt ist, dass in demselben Kalendermonat eine weitere befristete kurzfristige Beschäftigung folgen soll, durch die die Entgeltgrenze überschritten wird.
      In Ihrem Beispiel beginnen und enden beide Beschäftigungen im Monat Dezember. Die Entgelte sind daher zu addieren. In Summe beträgt das Entgelt 640 Euro, sodass die Berufsmäßigkeit geprüft werden muss. Im Fall der Beschäftigten aus Ihrem Beispiel handelt es sich jedoch um eine Studentin, welche die kurzfristige Beschäftigung während ihres Studiums ausübt. Berufsmäßigkeit im Status der Person wäre damit nicht gegeben. Existieren keine weiteren anrechenbaren Vorbeschäftigungszeiten, kann die kurzfristige Tätigkeit sozialversicherungsfrei gemeldet werden.

      zu Ihrer Frage 2:
      Eine anteilige Ermittlung der Entgeltgrenze ist nicht erforderlich. Der gesamte Verdienst im Kalendermonat darf lediglich die 450-Euro-Grenze nicht überschreiten. Dies gilt auch dann, wenn die Beschäftigung nicht im gesamten Monat sondern nur an wenigen Tagen stattgefunden hat.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  26. AN arbeitet regelmäsig Nachts geringfügig auf 450 € mit Schichtzulagen.
    Hat er Anspruch bei Urlaub oder Krankheit auf die Schichtzulagen .
    Wenn ja wird die Zulage besteuert?
    Sollte sie besteuert werden, ist der AN über der 450 € Grenze und dann Sozialversicherungspflichtig?
    Würde mich über eine aussagekräftige Antwort freuen.
    Mit freundlichen Grüßen L.K.

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    • Hallo Konrad,

      ja diese Zuschläge zählen alle zum durchschnittl. Arbeitsentgelt bei Berechnung von Krankheit, d.h. wenn der Durchschnitt dann mehr als 450 Euro beträgt, ist der Arbeitnehmer während der Lohnfortzahlung auch versicherungspflichtig.

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    • Hallo Herr Lehmair,

      Arbeitnehmer haben im Krankheitsfall, an Feiertagen und bei Urlaub Anspruch auf Fortzahlung des Arbeitsentgelts. Dies beinhaltet auch die Fortzahlung von Sonn-, Feiertags- und Nachtzuschlägen.

      Zuschläge für Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit sind steuer- und beitragsfrei, wenn sie für die tatsächliche Arbeit zu den begünstigten Zeiten geleistet wurden. Da keine tatsächliche Arbeitsleistung vorliegt, sind diese Zuschläge im Rahmen der Entgeltfortzahlung steuer- und beitragspflichtig. Im Rahmen des Minijobs erfolgt die Versteuerung demnach nach dem gewählten Modell (2 Prozent Pauschsteuer oder individuell nach Lohnsteuermerkmalen). Die im Falle während eines Beschäftigungsverbotes nach dem Mutterschutzgesetz oder im Fall der Entgeltfortzahlung dann unvorhersehbar als Arbeitsentgelt zu berücksichtigenden Zuschläge stehen der Annahme einer geringfügig entlohnten Beschäftigung nicht entgegen, wenn es sich lediglich um ein gelegentliches Überschreiten handelt. Als gelegentlich ist dabei ein Zeitraum bis zu drei Monaten innerhalb eines Zeitjahres anzusehen.
      Urlaub hingegen ist planbar und nicht unvorhersehbar.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  27. Wann wird die Grenze von 72,00€ erhöht um, dass man den gesetzlichen Mindestlohn für eine 8 Stunden Schicht zahlen darf? Ab 01. Januar gibt’s einen Mindestlohn von 9,19 pro Stunde. 8 x 9,19 = 73,52€. Man darf ab Januar nur 7,83 Stunden zahle. Etwas kompliziert bei der Schichtplanung.

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    • Hallo,

      bei der von Ihnen genannten Grenze von durchschnittlich maximal 72 Euro pro Arbeitstag handelt es sich nicht um eine Verdienstgrenze für die kurzfristige Beschäftigung – vielmehr handelt es sich um eine Vorgabe zum Steuerrecht. Diese Grenze ist unter anderem zu beachten, wenn das Einkommen aus dem kurzfristigen Minijob pauschal versteuert werden soll. Weitere Informationen hierzu finden Sie auch auf unserer Homepage:
      https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/03_infos_fuer_arbeitgeber_und_entgeltabrechner/07_was_steuerlich_beachten/02_besteuerung_kfr/node.html
      .
      Ihr kurzfristiger Minijobber darf also durchaus auch mehr als 72 Euro kalendertäglich verdienen – jedoch ist dann unter Umständen keine Pauschalversteuerung mehr möglich. Das Einkommen muss in diesem Fall individuellen anhand der Lohnsteuermerkmale versteuert werden.

      Uns ist bisher nicht bekannt, ob eine Anpassung der 72 Euro (Einkommensteuergesetz) erfolgt. Hierzu berät Sie das zuständige Finanzamt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Vielen Dank.

        Im Klartext, wegen 1,52 €, der Vorteil von einem nicht bürokratischen Einsatz von kurzfristigen Mitarbeitern fehlt weg. ( 8 Stunden Arbeitschicht ).

        Wie ist es möglich, dass der Gesetzgeber zum dritten Mal seit der Einführung des Mindestlohns nicht in der Lage ist die Verdienstgrenze zu erhöhen?

        Sigmar Gabriel hat die erste Erhöhung im Juli 2015, mit Wirkung ab 01. August 2015, eingeführt um den unnötigen bürokratischen Aufwand, der bei einer Erhöhung des Mindestlohns verursacht wurde, abzuschaffen. 2017 hat der Bundesrat im April, das wiederholt ( rückwirkend zum 01. Januar 2017 ) erhöht. Wie kann man Schichtpläne, Arbeitsverträge and Stundenzettel rückwirkend ändern um die Leute mehr Geld zu bezahlen?

        Eine Erhöhung des Mindestlohns 2019 ist seit langem bekannt, aber wir werden wieder Monate lang abwarten bevor der Gesetzgeber das mitbekommt und endlich korrigiert.

        Sehr enttäuschend

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  28. Guten Tag,

    ist es denn schon in etwa ersichtlich wenn die Entscheidung des Gesetzgebers zu kurzfristigen Minijobs bekanntgegeben wird ?

    Mit freundlichen Grüßen
    JD

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  29. Guten Tag.
    Szenario: Hauptjob + geringfügig entlohnter Minijob vorhanden.
    Zeit… Auch noch vorhanden: Daher: Kann ich noch eine kurzfristige Beschäftigung aufnehmen, mit im Jahr/Pauschalisierte Lohnsteuer Arbeitgeber und Sozialversicherungs-Pauschale Arbeitgeber? -> Ziel: 1 bis 2 mal die Woche abends Gastronomie kellnern Dezember 18 – März 19. Ist dies so möglich?
    Danke für Ihre Rückantwort.

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    • Hallo Isabella,

      neben Ihrer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung und Ihrem 450-Euro-Minijob können Sie auch noch einen kurzfristigen Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Versteuert wird diese Art von Minijob entweder anhand Ihrer individuellen Lohnsteuermerkmale oder unter bestimmten Voraussetzungen auch pauschal mit 25 Prozent. Was hierbei zu beachten ist finden Sie auf unserer Homepage unter folgendem Link: https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/03_infos_fuer_arbeitgeber_und_entgeltabrechner/07_was_steuerlich_beachten/02_besteuerung_kfr/node.html
      Eine individuelle Beratung zur Versteuerung des Einkommens erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Finanzamt.

      Der kurzfristige Minijob ist für den Arbeitnehmer von vornherein befristet auf eine Dauer von 70 Arbeitstagen oder drei Monaten im Kalenderjahr. Ein entsprechender Rahmenarbeitsvertrag kann durch den Arbeitgeber aber auch über den Jahreswechsel hinaus geschlossen werden, wenn der Einsatz des Minijobbers die Zeitdauer von 70 Arbeitstagen oder 3 Monaten nicht überschreitet. Es wäre daher durchaus auch möglich eine kurzfristige Beschäftigung im Rahmen der vorgegebenen Zeitdauer vom Dezember 2018 bis März 2019 auszuüben.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Moment mal bitte und guten Tag,
        Beispiel Hoferer Isabella
        Gilt es hier nicht zwingend zu unterscheiden, ob der 450 € (Obergrenze) Minijob und der kurzfristige Minijob (keine Obergrenze) ZUSAMMEN die 450 € (Geringfügigkeit) überschreiten oder nicht?
        Falls nicht, stimmt Ihre Beschreibung.
        Lägen beide Minijobs ZUSAMMENGERECHNET über 450 € fällt doch m. E. Sozialversicherung an in allen Zweigen und zwar gleich für beide Jobs???!!!???

        Das gleiche, wenn es nur um die „Jobs“ ginge und keine sozialversicherungs-pflichtige Hauptbeschäftigung vorliegt, oder?
        Wobei der Arbeitnehmer dann auch nicht mehr in der Familienversicherung (sofern vorhanden) krankenversichert wäre…. ( z.B. bei Ferienjobs von Schülern oder Nebenjobs von Hausfrauen)

        Steuer ist klar.
        Sozialversicherungsfreiheit m. E. nur bis zur Grenze von 450 €, egal wie sich der Betrag auf diverse Jobs verteilt.

        Oder verlaufe ich mich hier gerade?

        Danke für Infos und freundliche Grüße
        Brigitte Gruber

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        • Hallo Frau Gruber,

          werden ein 450-Euro-Minijob und ein kurzfristiger Minijob parallel nebeneinander ausgeübt erfolgt keine Zusammenrechnung der Entgelte. Dass gilt auch dann, wenn neben beiden eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung besteht.

          Die Addition der Entgelte erfolgt nur bei Beschäftigungen der gleichen Art. Wenn also beispielsweise mehrere 450-Euro-Miniobs (ohne bestehende Hauptbeschäftigung) nebeneinander ausgeübt werden oder die Entgeltgrenze zu prüfen ist, weil mehrere 450-Euro-Minijobs im gleichen Monat beginnen und enden erfolgt eine Zusammenrechnung der Löhne oder Gehälter aus diesen 450-Euro-Minijobs. Der Verdienst aus einer parallel ausgeübten kurzfristigen Beschäftigung wäre auch hier nicht relevant.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  30. Liebes Mini-Job-Team,

    was würde sich hinsichtlich der sozialversicherungsfreien Tätigkeit, die vom 1.10.-21.12.2018 dauert, ändern, wenn sich Anfang 2019 herausstellt, dass doch ein duales Studium spontan am 01.03.2019 begonnen wird? Wie gross muss der Abstand sein, zwischen Ende der Beschäftigung und Beginn des dualen Studiums, dass die kfr. Beschäftigung sv-frei bleibt.

    Danke im Voraus.

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    • Hallo Gabi,

      Arbeitgeber sind verpflichtet, die Beschäftigung erstmalig zu Beginn sozialversicherungsrechtlich zu beurteilen. Der Arbeitnehmer wird meist mittels eines Personalfragebogens unter anderem nach seinem Status sowie weiteren Beschäftigungen befragt. Ändern sich die tatsächlichen Gegebenheiten im Anschluss, bleibt die für zurückliegende Zeiträume getroffene Beurteilung unberührt.

      In Ihrem Fall findet die Beschäftigung im Zeitraum vom 1. Oktober bis 21. Dezember 2018 statt. Wir gehen davon aus, dass der Mitarbeiter im Personalfragebogen angegeben hat, im Anschluss an die kurzfristige Beschäftigung beispielsweise ein Studium aufzunehmen. Der Personalfragebogen dient dem Arbeitgeber als Nachweis und ist in den Unterlagen des Arbeitgebers aufzubewahren. Stellt sich erst im Anschluss – zum Beispiel im Januar 2019 – heraus, dass sich diese Gegebenheiten ändern und entgegen des ursprünglichen Planes doch ein duales Studium aufgenommen wird, bleibt es für die zurückliegende Zeit dennoch bei der ursprünglichen Beurteilung des Arbeitgebers. Das heißt, die Beschäftigung bleibt für den Arbeitnehmer sozialversicherungsfrei.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  31. Hallo liebes Team,
    meine Tochter hat im Juli ihr Abitur gemacht und ist auf Studienplatzsuche. Für das Wintersemester hat sie eine Absage bekommen, möchte jedoch zum nächstmöglichen Termin ein Studium aufnehmen, auf keinen Fall dual und auch keine Ausbildung. Sie ist nicht arbeitssuchend gemeldet, war dieses Jahr noch keinen Tag berufstätig. Jetzt hat sie einen von vorneherein befristeten Job angenommen für den Zeitraum 1.10.2018 bis 21.12.2018. Dieser ist nicht berufsmässig, da der Lebensunterhalt weiterhin von uns bezahlt wird, sie ist familienversichert und bekommt Kindergeld. Der Arbeitgeber besteht darauf, sie sv-pflichtig abzurechnen, da er kein Risiko eingehen willl. Was können wir tun? Alle Kriterien einer kfr. Beschäftigung sind unserer Meinung nach erfüllt. Danke für Ihre Antwort im Voraus.

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    • Hallo Gabi,

      wenn man die von Ihnen aufgeführten Bedingungen zugrunde legt, liegt im Fall Ihrer Tochter ein kurzfristiges Beschäftigungsverhältnis vor.

      Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Beschäftigung erstmalig bei ihrem Beginn sozialversicherungsrechtlich zu beurteilen. Hierzu wird der Arbeitnehmer meist mittels eines Einstellungsbogens unter anderem nach seinem Status sowie weiteren Beschäftigungen befragt. Arbeitgeber müssen die Richtigkeit dieser Angaben ihres Arbeitnehmers unterstellen.

      Wir empfehlen Ihnen daher nochmals das Gespräch mit dem Arbeitgeber Ihrer Tochter zu suchen. Bei Unsicherheiten kann der geschilderte Sachverhalt auch schriftlich durch die entsprechende Einzugsstelle – in Ihrem Fall die Minijob-Zentrale – beurteilt werden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Hallo Valentina,

      eine Beschäftigung kann nach § 8 Abs. 1 Nr. 1 Sozialgesetzbuch -viertes Buch- (SGB IV) wegen der geringen Höhe des Arbeitsentgelts (geringfügig entlohnte Beschäftigung) oder nach § 8 Abs. 1 Nr. 2 SGB IV wegen ihrer kurzen Dauer (kurzfristige Beschäftigung) geringfügig sein. Die beiden Beschäftigungsarten unterscheiden sich grundsätzlich dadurch, dass eine geringfügig entlohnte Beschäftigung regelmäßig und eine eine kurzfristige Beschäftigung nicht regelmäßig, sondern nur gelegentlich ausgeübt wird.

      Eine kurzfristige Beschäftigung liegt nach § 8 Abs.1 Nr. 2 in Verbindung mit § 115 SGB IV vor, wenn die Beschäftigung für eine Zeitdauer ausgeübt wird, die im Laufe eines Kalenderjahres auf nicht mehr als drei Monate oder insgesamt 70 Arbeitstage nach ihrer Eigenart begrenzt zu sein pflegt oder im Voraus vertraglich begrenzt ist; dies kann auch dann gelten, wenn die kurzfristige Beschäftigung die Voraussetzungen einer geringfügig entlohnten Beschäftigung erfüllt. Die Voraussetzungen einer kurzfristigen Beschäftigung sind mithin nur gegeben, wenn die Beschäftigung von vornherein auf nicht mehr als drei Monate oder 70 Arbeitstage (auch kalenderjahrüberschreitend) befristet ist. Eine kurzfristige Beschäftigung liegt allerdings nicht mehr vor, wenn die Beschäftigung berufsmäßig ausgeübt wird und das Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung 450 Euro überschreitet.

      Die Prüfung der Berufsmäßigkeit ist somit erst erforderlich, wenn die Arbeitsentgeltgrenze von 450 Euro im Monat überschritten wird. Berufsmäßig wird eine Beschäftigung dann ausgeübt, wenn sie für die in Betracht kommende Person nicht von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung ist.

      Quelle: Richtlinien für die versicherungsrechtliche Beurteilung von geringfügigen Beschäftigungen (Geringfügigkeits-Richtlinien) https://www.minijob-zentrale.de/SharedDocs/Downloads/DE/Rundschreiben/01_ag_rundschreiben_versicherung/PDF01_Geringfuegigketisrichtlinien_12112014.html?nn=700790

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  32. Hallo,

    folgendes Szenario:

    Eine Haushaltshilfe hat einen Vertrag als kurzfristig Beschäftige mit einem Privathaushalt als Arbeitgeber geschlossen, sie will einmal wöchentlich im Privathaushalt arbeiten. Rechtlich ist sonst alles geklärt, d.h. ein Hauptjob in TZ, ein Mini-Job und nun die vorgestellte kurzfristige Beschäftigung.

    1) Sind die 2 Monate Pause kalenderjährlich einzuhalten oder im Rhythmus der 70 Arbeitstage? Wenn sie kalenderjährlich einmal wöchentlich im Privathaushalt arbeitet, kommt sie theoretisch dann bei dieser kurzfristigen Beschäftigung auf max. 36 Arbeitstage im Jahr. Muss sie, um die 2 Monate Pause einzulegen, bereits zum Ende Oktober kündigen, dann November und Dezember pausieren und könnte sie dann ab Januar wieder einen neue Vertrag abschließen?

    2) Oder
    kann sie bis zu 70 Arbeitstage über den Jahreswechsel hinaus arbeiten, dann kündigen, 2 Monate Pause und einen neuen Vertrag mit dem privaten AG abschließen?

    3) Was ist wenn sie diese kurzfristige Beschäftigung erst am 1. Dezember aufnimmt? Kann sie über den Jahreswechsel hinaus und wie lange dort arbeiten, wann muss die 2monatige Pause eingelegt werden?

    Vielen Dank für Ihre Antwort.

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    • Hallo,

      übt Ihr Minijobber seine Beschäftigung nicht nur gelegentlich, sondern dauerhaft oder regelmäßig wiederkehrend aus, ist diese kein kurzfristiger Minijob. Das gilt selbst dann, wenn er im Kalenderjahr nicht mehr als 70 Arbeitstage arbeitet. Eine Beschäftigung ist dann regelmäßig, wenn sie von vornherein auf ständige Wiederholung ausgerichtet ist und über einen längeren Zeitraum — mehr als 12 Monate —ausgeübt werden soll.

      Über eine Rahmenvereinbarung kann eine solche Beschäftigung für längstens zwölf Monate auf bis zu 70 Arbeitstage befristet werden. Damit ist sie ein kurzfristiger Minijob. Nach einer Pause von mindestens zwei Monaten können Sie im Anschluss daran eine erneute Rahmenvereinbarung mit Ihrem Minijobber schließen. Ein Rahmenarbeitsvertrag kann dabei auch über den Jahreswechsel hinaus geschlossen werden. Endet beispielsweise der erste Vertrag im November, dürfte ein neuer Vertrag frühestens im Februar des Folgejahres beginnen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Vielen Dank, das war sehr hilfreich.
        Sie geht jetzt doch zu einem Steuerberater, um im Vorfeld abzuklären, ob das für sie und den Arbeitgeber noch Sinn macht.

        Gibt es einen Unterschied zwischen kurzfristiger Beschäftigung und einen kurzfristigem Mini-Job?

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  33. Auf den Verdienst kommt es bei einem kurzfristigen Minijob nicht an. Der Arbeitnehmer kann theoretisch unbegrenzt verdienen, er zahlt keine Sozialversicherungsabgaben. Meine Frage: Ich beziehe Rente – eigentlich 450-Euro
    Hinzuverdienstgrenze. Ist der Hinzuverdienst von einer kurzfristigen Beschäftigung ausgenommen – oder muß ich diese beachten?

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  34. Im zweiten Abschnitt steht „Auf den Verdienst kommt es bei einem kurzfristigen Minijob nicht an. Der Arbeitnehmer kann theoretisch unbegrenzt verdienen, er zahlt keine Sozialversicherungsabgaben.“ Ich kann mich daran erinnern, dass bisher eine Tageshöchstgrenze von € 72,– galt. Ist diese Grenze gefallen?

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    • Die 72 EUR/Tag-Grenze gilt für die lohnsteuerliche kurzfristige Beschäftigung, wenn der Lohn pauschalisiert werden soll.
      Dabei ist zusätzlich der maximale Stundenlohn von 12 EUR sowie ein Zeitraum von nur 18 zusammenhängende Arbeitstage zu beachten, damit die LSt-Pauschalisierung akzeptiert wird.

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    • Hallo,

      Ihre Fragestellung zum kurzfristigen Minijob bezieht sich auf die Anwendbarkeit der pauschalen Lohnsteuer in Höhe von 25 Prozent.

      Erfüllt der kurzfristige Minijob folgende Vorgaben, ist eine pauschale Lohnsteuer von 25 Prozent möglich:
      -Ihr Minijobber ist gelegentlich – nicht regelmäßig wiederkehrend – bei Ihnen beschäftigt.

      -Die Beschäftigung dauert nicht länger als 18 zusammenhängende Arbeitstage.
      -Der maximale Verdienst liegt durchschnittlich bei 72 Euro pro Arbeitstag.
      Oder: Der kurzfristige Minijob wird zu einem Zeitpunkt, den Sie nicht vorhersehen können, sofort erforderlich.

      -Der durchschnittliche Stundenlohn beträgt maximal zwölf Euro.
      Informationen zur Besteuerung von kurzfristigen Minijobs erhalten Sie auf unserer Homepage unter folgenden Link:

      https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/03_infos_fuer_arbeitgeber_und_entgeltabrechner/07_was_steuerlich_beachten/02_besteuerung_kfr/node.html

      Unabhängig davon, wie Sie den kurzfristigen Minijob versteuern, ist das Finanzamt zuständig und damit auch Ihr Ansprechpartner für alle weiteren Informationen.

      Freundliche Grüße
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  35. Hallo,
    ein Mitarbeiter geht ab 01.12.18 vorzeitig in Rente (45 Jahre voll). Er möchte aber noch von Dezember bis Februar ein Projekt beenden, somit 3 Monate.
    Liegt eine kurzfristige Beschäftigung vor? Wenn ja ist der Verdienst irrelevant? Also egal ab 450 € oder 2000€?

    MfG

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    • Da wäre nur die Hinzuverdienstgrenze von 6.300 EUR/Jahr zu beachten, welche sogenannte „Frührentner“ (Rentenbezug vor regulärem Renteneintrittsalter) haben.

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    • Hallo,

      sofern im unmittelbaren Anschluss an eine versicherungspflichtige (Dauer-)Beschäftigung bei demselben Arbeitgeber eine auf längstens drei Monate befristete Beschäftigung vereinbart wird, ist von der widerlegbaren Vermutung auszugehen, dass es sich um die Fortsetzung der bisherigen (Dauer-)Beschäftigung handelt.

      Versicherungsfreiheit wegen Vorliegens einer kurzfristigen Beschäftigung kommt nur in Betracht, wenn es sich bei den einzelnen Beschäftigungen um völlig voneinander unabhängige Beschäftigungsverhältnisse handelt oder wenn zwischen dem Ende der versicherungspflichtigen Beschäftigung und dem Beginn der kurzfristigen Beschäftigung bei demselben Arbeitgeber ein Zeitraum von mindestens zwei Monaten liegt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  36. Nicht zu gebrauchen, da kein Ausdruck möglich ist!!! Und Service ist stundenlang nicht per Telefon erreichbar!! Da kann man sich diesen Newsletter sparen!!

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    • Hallo,

      sollte dies bei Ihnen nicht funktionieren, dann kann es nur an Ihren persönlichen PC-Einstellungen liegen. Vielleicht versuchen Sie es auch mal über einen anderen Internet-Browser. Aufgrund technischer Schwierigkeiten waren wir telefonisch leider nur eingeschränkt erreichbar.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  37. Hallo,
    kann ich die gleiche Person nach einer kurzfristigen Beschäftigung ohne Pause im Anschluss direkt als Minijobber beschäftigen? Also 70 Tage kurzfristig und danach als Minijob. Irgndwann hieß es mal,d a müssten 2 Monate dazwischen liegen

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    • Hallo,

      es ist gar kein Problem, wenn Sie die Aushilfe, die Sie zunächst im Rahmen eines kurzfristigen Minijobs für 70 Arbeitstage befristet beschäftigt haben, als 450-Euro-Minijobber weiter beschäftigen. Die Unterbrechung von zwei Monaten wäre nur im umgekehrten Fall zu beachten, wenn eine befristete Beschäftigung auf eine auf Dauer ausgeübte Beschäftigung bei demselben Arbeitgeber folgen würde.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  38. Wie ist es, wenn ein Arbeitnehmer eine hauptberufliche Tätigkeit hat, also eine Vollzeitbeschäftigung und nebenbei von Mai bis September als Platzwart für einen Jugendzeltplatz zur Verfügung steht. Er betreut die Gruppen vor Ort, führt sie ein, und nimmt den Platz nach Beendigung wieder ab. Dazu arbeitet er stundenweise, je nach Wetter, aber hauptsächlich am Wochenende und kommt nie über die 70 Tage und er verdient monatlich auch nie über 450, EUR…. Aber er weiß, dass er das jedes Jahr wieder macht? Kann diese Tätigkeit dann als kurzfristige Tätigkeit angemeldet/ ausgeübt werden oder liegt hier dann auch Berufsmäßigkeit vor?

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    • Hallo,

      eine Beschäftigung wird regelmäßig ausgeübt und damit nicht als kurzfristig angesehen, wenn sie von vornherein auf ständige Wiederholung gerichtet ist und über einen längeren Zeitraum ausgeübt werden soll. Es besteht allerdings die Möglichkeit, eine Beschäftigung für maximal ein Jahr zu befristen (zum Beispiel vom 1. Mai bis zum 30. September) und damit die Voraussetzungen für einen kurzfristigen Minijob zu erfüllen, wenn dies über einen Rahmenvertrag erfolgt, der einen Arbeitseinsatz von maximal 70 Arbeitstagen vorsieht. Wird im Anschluss an einen solchen Vertrag mit einem Abstand von mindestens zwei Monaten ein neuer Rahmenvertrag mit einer Befristung bis zu einem Jahr und einer Begrenzung auf maximal 70 Arbeitstage abgeschlossen, kann im Regelfall vom Beginn des neuen Rahmenvertrages an wiederum von einem kurzfristigen Minijob ausgegangen werden.

      Die Prüfung der Berufsmäßigkeit ist in Ihrem genannten Fall nicht relevant, da die betreffende Person einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung nachgeht.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  39. Hallo,

    vor wenigen Tagen noch las ich, dass die Rückkehr zur alten Regelung ausschließlich für in landwirtschaftlichen Bereichen Eingesetzte nicht gilt.
    Hier nun lese ich unter der allgemein gehaltenen Überschrift „…Was für kurzfristige Minijobs ab 2019 gilt“ überhaupt nichts mehr von der alten Regelung. Bei dieser Überschrift gehe ich davon aus, dass es Informationen zu allen Berufsgruppen gibt!

    Wie ist das nun zu verstehen? Gilt die 50-Tage-Regel für alle anderen ab 01.01.2019 wieder oder nicht?

    Viele Grüße

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    • Hallo,

      eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn die Beschäftigung für eine Zeitdauer ausgeübt wird, die im Laufe eines Kalenderjahres auf nicht mehr als drei Monate oder insgesamt 70 Arbeitstage nach ihrer Eigenart begrenzt zu sein pflegt.
      Von dem Dreimonatszeitraum ist nur dann auszugehen, wenn die Beschäftigung an mindestens fünf Tagen in der Woche ausgeübt wird. Bei einer Zusammenrechnung von mehreren Beschäftigungszeiten treten an die Stelle des Dreimonatszeitraums 90 Kalendertage; das gilt nicht, wenn es sich bei den einzelnen Beschäftigungszeiten jeweils um volle Kalendermonate handelt. Sind bei einer Zusammenrechnung Zeiten, in denen die Beschäftigung regelmäßig an mindestens fünf Tagen in der Woche ausgeübt wurde, und Beschäftigungszeiten mit einer Arbeitszeit regelmäßig an weniger als fünf Tagen in der Woche zu berücksichtigen, dann ist einheitlich von dem Zeitraum von 70 Arbeitstagen auszugehen.

      Bei Beschäftigungen von regelmäßig weniger als fünf Tagen in der Woche ist bei der Beurteilung auf den Zeitraum von 70 Arbeitstagen abzustellen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  40. wann zählt eine kurzfristige Beschäftigung als berufsmäßig.
    Beispiel: AN verdient monatlich nur 450,00 Euro als Minijob ist bei dem Ehegatten mitversichert kann er dann 3 Monate zur Weihnachtszeit als kurzfristig arbeiten?
    danke für die Info
    SN

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    • Hallo,

      Berufsmäßigkeit liegt vor, wenn die Tätigkeit für den Arbeitnehmer von übergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung ist – mit anderen Worten: Wenn sie den Lebensunterhalt des Beschäftigten sichert.

      Durch die Familienversicherung beim Ehegatten, geht man davon aus, dass der Lebensunterhalt durch den Ehegatten sicher gestellt ist, somit liegt keine Berufsmäßigkeit vor und ein kurzfristigen Minijob ist möglich.
      (auch neben einem 450-Euro-Minijob)

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  41. Wie läuft es eigentlich wenn ich eine kurzfristige Beschäftigung habe – die von Mitte Mai bis Mitte September läuft – Vorbeschäftigungszeiten waren vorhanden – Verdienst war zwischen 1.000 und 2.000 EUR.
    Die 70 Tage wurden in diesem Zeitraum zusammengerechnet nicht überschritten.

    Ab Oktober 18 möchte der Arbeitgeber diese Person nun als Minijobber mit 450 EUR einstellen (gleiche Tätigkeit) – geht dies oder muss dazwischen ein Abstand von zwei Monaten liegen?

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    • Hallo,

      es ist nicht erforderlich, dass zwischen dem Ende einer kurzfristigen Beschäftigung und dem Beginn einer geringfügig entlohnten Beschäftigung bei demselben Arbeitgeber ein Zeitraum von 2 Monaten liegt.

      Grundsätzlich kann der Arbeitgeber den Minijobber ab Oktober 2018 im Rahmen einer geringfügig entlohnten Beschäftigung einstellen, wenn zu Beginn der kurzfristigen Beschäftigung noch nicht feststand, dass im Anschluss eine geringfügig entlohnte Beschäftigung (450-Euro-Minijob) folgt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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