Wegen Krankheit nicht arbeitsfähig: Haben auch Minijobber einen Anspruch auf Lohnfortzahlung?

Wegen Krankheit nicht arbeitsfähig: Haben auch Minijobber einen Anspruch auf Lohnfortzahlung?

Lohnfortzahlung im Krankheitsfall – für Beate H. ist das derzeit ein wichtiger Aspekt. Die 48-jährige Minijobberin ist am Wochenende bei einer Radtour gestürzt und kann aufgrund einer Verletzung am Knie für ca. 2 Wochen nicht arbeiten gehen. Wolfgang Büser fragt: Hat sie Anspruch auf Weiterzahlung ihres Verdienstes?

Die Minijob-Zentrale antwortet:

Entgeltfortzahlung – selbstverständlich auch für Minijobber

Minijobber stehen arbeitsrechtlich in einem Arbeitsverhältnis wie andere Arbeitnehmer auch. Das bedeutet, dass sie auch im Krankheitsfall Ansprüche auf Fortzahlung des Arbeitsentgelts haben.

Gesetzliche Grundlage ist hier das Entgeltfortzahlungsgesetz. Demnach hat ein Arbeitnehmer, der aufgrund einer unverschuldeten Krankheit seiner Arbeit nicht nachgehen kann, Anspruch auf Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber. Sport- oder Verkehrsunfälle in der Freizeit sind hiervon nicht ausgeschlossen.

Entgelt für bis zu sechs Wochen trotz Krankheit

Tritt ein Krankheitsfall ein, muss der Arbeitslohn für maximal sechs Wochen wegen derselben Erkrankung in voller Höhe weitergezahlt werden – genau in der Höhe wie er vor der Erkrankung gezahlt wurde. Die ausgefallene Arbeitszeit muss nicht nachgearbeitet werden!

Einen Anspruch auf Lohnfortzahlung hat der Arbeitnehmer allerdings erst dann, wenn das Arbeitsverhältnis vier Wochen lang ununterbrochen besteht. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, hat der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen. Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Vorlage der ärztlichen Bescheinigung früher zu verlangen.

Absicherung auch bei Reha-Maßnahmen

Nehmen Minijobber an einer medizinischen Reha-Maßnahme teil, haben sie ebenfalls Anspruch auf bis zu sechs Wochen Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber.

Beginnt die Reha während einer Arbeitsunfähigkeit, leistet der Arbeitgeber vom Beginn der Arbeitsunfähigkeit an für längstens sechs Wochen die Entgeltfortzahlung. Durch die Reha verlängert sich dieser Zeitraum nicht.

39 Kommentare zu “Wegen Krankheit nicht arbeitsfähig: Haben auch Minijobber einen Anspruch auf Lohnfortzahlung?

  1. Guten Morgen
    Frage meine Arbeitgeber in meldet sich öfters krank . Dann erhalte ich keinen Lohn. Melde ich mich krank bekomme ich den lohn?

    Ist ein privat Haushalt.

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    • Hallo Marion,

      als Minijobber haben Sie Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Hierbei spielt es keine Rolle, ob die Beschäftigung in einem Privathaushalt stattfindet oder im so genannten gewerblichen Bereich.

      Ist hingegen Ihr Arbeitgeber erkrankt, darf er grundsätzlich nicht ohne weiteres die Lohnzahlung an Sie einstellen. Wir bitten hier jedoch um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  2. Ich bin über meinen Arbeitgeber angeblich bei der Minijobzentrale angemeldet. Bei ihm laufe ich nur als Springer arbeite aber jede Woche 8 Stunden. Und er behauptet als Springer bekomme ich keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und keinen bezahlten Urlaub. Ist das so rechtens? Gibt es das als Springer?

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    • Hallo, vermutlich ist beides unrichtig. Es ist schon abenteuerlich, was im Niedriglohnland Deutschland alles an Vorstellungen in manchen Arbeitgeberköpfen existieren und ausgelebt werden. Wahrscheinlich kann das Team des Blogs bestätigen, dass Minijob (im gewerblichen Bereich) gleich Minijob ist, egal, wie die Arbeitszeitregelung gestaltet ist. Eine Bestätigung meiner Anmeldung habe ich wohl vom Betrieb auch nicht unbedingt bekommen, ich habe aber im Kleinbetrieb und als langjähriger Büromitarbeiter guten Kontakt und bekam die Unterlagen auch zu sehen. Die Anmeldung wurde von der Minijobzentrale an den Arbeitgeber auch schriftlich bestätigt in meinem Fall. BG von HP Fresdorf

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      • Also ist es so, wenn ich in der Minijobzentrale angemeldet bin habe ich auch Anspruch auf alles?
        Kann ich als Arbeitnehmer in der Minijobzentrale nachfragen ob ich angemeldet bin?

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        • Hallo, ich denke, ja. Dazu bräuchte man eventuell die Betriebsnummer des Arbeitgebers, könnte hilfreich sein. Und ansonsten könnte es reichen, die eigene gesetzliche Rentenversicherungsnummer oder auch die Kranken- und Pflegeversicherungsnummer oder auch die Steuer-ID anzugeben bei einer Anfrage. Dazu wird sich die Zentrale durch das Blog Team sicher noch äußern. Meiner Meinung nach wäre der Arbeitgeber auch in der Pflicht, die schriftliche Bestätigung zumindest auf Wunsch in Kopie herauszugeben. Ich denke, es lohnt auch, sich den Vertrag genau unter die Lupe zu nehmen. Den würde ich mir angucken, ob dort Urlaub oder Entgeltfortzahlung erwähnt werden und was dazu gesagt wird. Es gibt mit Sicherheit auch Vertragstexte, die rechtlich falsch und unwirksam sind, was man als Laie manchmal schwer beurteilen kann, zumal neben dem Gesetzestext auch Rechtsprechung (Einzelfallentscheidungen der Gerichte) eine Rolle spielen können. Diese Frage hier sollte aber nicht so schwierig sein. Problematisch finde ich die Durchsetzung des Rechts, wenn es fehlerhaft angewendet wird. Denn da muss man gut kommunizieren können mit dem Arbeitgeber und wenn es erst an einen Rechtsstreit geht, verdirbt das wohl meist das „Betriebsklima“ / stört den „Betriebsfrieden“ in den Augen des Chefs oder beeinträchtigt das gute Verhältnis zu ihm, falls es je gut gewesen sein sollte, bzw. verschlechtert es. Bei gesetzlichem Urlaubsanspruch könnte ein Blick ins Bundesurlaubsgesetz vielleicht auch helfen. Denn es müsste irgendwo auch geregelt sein, wie lange man schon in einem Arbeitsverhältnis beschäftigt sein muss, um erstmalig Anspruch auf Urlaub (bezahlten Urlaub) zu haben. Eine weitere Frage wäre, ob im Arbeitsvertrag auf einen Tarifvertrag Bezug genommen wird, der für das Arbeitsverhältnis gelten soll, was dann verschiedene Dinge wie Höhe des Stundenlohns, Anspruch auf freie Tage usw. beinhalten kann. Bei mir ist das der Fall, weil ich schon vorher mit mehr Stunden in Teilzeit beschäftigt war. Der Vertrag wurde nur angepasst, aber nie beendet und kein neuer geschlossen. Es gilt dann Tariflohn, nicht Mindestlohn und es gelten auch viele andere Regelungen aus dem Tarifvertrag. Ob man selbst Gewerkschaftsmitglied ist, ist dafür dann egal, es gilt die vertragliche Vereinbarung, an die sich zu halten ist. BG von HP Fresdorf

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    • Hallo Nicole,

      die Auskunft Ihres Arbeitgebers ist nicht richtig. Minijobs sind arbeitsrechtlich geregelt und Minijobber sind in fast allen Bereichen vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmern gleichgestellt. Ein Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sowie ein Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub besteht grundsätzlich für jeden Arbeitnehmer – das gilt auch dann, wenn der Arbeitseinsatz des Minijobbers auf Abruf bzw. als Springer erfolgt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Hallo Nicole,

      die Meldung zur Sozialversicherung ist im Rahmen einer Beschäftigung verpflichtend von Ihrem Arbeitgeber zu erstellen. Im Rahmen eines Minijobs erfolgt diese Meldung zur Minijob-Zentrale.
      Als Arbeitnehmer bekommen Sie von Ihrem Arbeitgeber grundsätzlich einen Abdruck der erfolgten Meldung.

      Benötigen Sie eine Bestätigung des Meldebestandes zu Ihrer Beschäftigung durch die Minijob-Zentrale, kann diese zum Beispiel über unser Kontaktformular angefordert werden: https://www.minijob-zentrale.de/DE/00_home/node.html
      Mit diesem Kontaktformular können Sie uns ganz bequem eine Nachricht zukommen lassen. Ihre sensiblen persönlichen Daten werden damit automatisch verschlüsselt an uns gesendet.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  3. Ich bin Minijoberin im Einzelhandel. Ich bekomme trotz Krankmeldung vom Arzt keine Lohnvorzahlung. Ich bekomme auch keinen bezahlten Urlaub. In meinem Arbeitsvertrag steht, das Urlaubsgeld wäre im Stundenlohn von 8,84€ enthalten. Entspricht das der Richtigkeit? Wie die Vollzeit & Teilzeitkräfte bekomme ich meinen Arbeitsplan. Im Monat Oktober war icc 74 Stunden geplant, obwohl ich ja nur 50 bringen muss. Die Mehrstunden schiebe ich monatelang vor mir her. Was kann ich tun ohne meinen Arbeitsplatz zu gefährden? Grüße Inka

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    • Guten Tag Frau Schackert,

      was Sie schildern entspricht keinesfalls der Richtigkeit.

      Sie haben definitiv Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber.
      Ebenso steht Ihnen bezahlter Urlaub zu. Urlaub ist in erster Linie als freie Zeit bei fortlaufender Bezahlung zu gewähren.
      Der Mindestlohn allein beträgt schon 8,84 Euro. Darin kann Ihr Urlaubsanspruch nicht abgegolten sein. Das würde eine Unterschreitung des Mindestlohn bedeuten.
      Solch eine Regelung im Arbeitsvertrag ist nicht gesetzeskonform.
      Missachten Arbeitgeber diese Rechte, kann der Arbeitnehmer – also auch der Minijobber – diese gerichtlich einfordern.

      Wir empfehlen Ihnen, sich arbeitsrechtlich beraten zu lassen.

      Die Stunden die Sie im Monat erarbeiten, sind auch in diesem Monat zu vergüten. Außer es wurde von vorneherein eine Vereinbarung über ein Arbeitszeitkonto vereinbart.
      Dies beinhaltet ein vertraglich vereinbartes gleichbleibendes monatliches Arbeitsentgelt (verstetigtes Arbeitsentgelt), dem abhängig vom Stundenlohn eine bestimmte Soll-Arbeitszeit zugrunde liegt.
      Sie arbeiten dann je nach Bedarf unterschiedlich viele Stunden im Monat.
      Werden die flexiblen Arbeitszeitregelungen angewandt, muss Ihnen neben dem Aufbau von Zeitguthaben auch der tatsächlichen Abbau ermöglicht werden vom Arbeitgeber in Form von Freistellung.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  4. Liebes Mini-Job-Team,
    mein Mann ist (zusätzlich zu seinem Hauptjob) noch auf 450-Euro-Basis tätig. Er musste letztens stationär behandelt werden und fiel dadurch für 6 Wochen aus. Auf die ihm zustehende 6-wöchige Lohnfortzahlung angesprochen, antwortete der Arbeitgeber: „das sei ja durch den Hauptjob bereits abgegolten, das zahle er nicht. Wo käme er denn da hin, wenn er allen Minijobbern auch noch die Krankheitstage zahlen würde. Das käne gar nicht in Frage!“ Auch der Urlaubsanspruch beläuft sich lediglich auf 12 Tage, nicht auf 24Tage bei 50 Stunden Arbeitszeit im Monat.
    Was kann man tun, wenn der Arbeitgeber sich einfach nicht an gesetzliche Vorgaben hält und dem Arbeitnehmer „androht“, er könne ja gegen, wenn es ihm nicht passt?
    Mit freundlichen Grüßen
    U. E.

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    • Hallo, ich würde mal den Vertrag genau anschauen und den Arbeitgeber an seine gesetzlichen Verpflichtungen erinnern. Allerdings erscheint es mir etwas sehr merkwürdig, dass jemand zusätzlich zu seinem Hauptjob als Minijobber angestellt wird. Das ist ja eigentlich vollkommen widersinnig, denn man kann jede Veränderung der Arbeitszeit einschließlich Überstunden / Zeitkonten / Mehrarbeit etc. eigentlich normalerweise über einen bestehenden Arbeitsvertrag abwickeln. Ich sehe keinerlei Sinn darin, mit demselben Arbeitgeber zweierlei Verträge nebeneinander abzuschließen. Eher erscheint mir das als fehlerhaft, vorsichtig ausgedrückt, oder gar ungesetzlich, also strafrechtlich möglicherweise ein Umgehungstatbetand. LG von

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      • Hallo Herr Fresdorf,
        da haben Sie etwas missverstanden: mein Mann ist nicht beim gleichen Arbeitgeber mit seinem Nebenjob beschäftigt. Das ist ein anderer Arbeitgeber, den er übrigens auf seine gesetzlichen Verpflichtungen hingewiesen hat, der dann aber geantwortet hat wie beschrieben. Jetzt entsteht daraus die Frage, wie man dem beikommen kann ohne den Job zu gefährden?
        Herzliche Grüße
        U. E.

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    • Wichtig wäre auch, zu erfahren, welcher Tarifvertrag in den beiden Arbeitsverhältnissen angewendet werden soll und welcher Studenlohn jeweils gelten soll.

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    • Hallo,

      die Aussage des Arbeitgebers Ihres Mannes ist nicht richtig. Der Anspruch auf Lohnfortzahlung für 6 Wochen im Minijob besteht unabhängig davon, ob noch eine Hauptbeschäftigung ausgeübt wird.

      Wir empfehlen Ihnen nochmals das Gespräch mit dem Arbeitgeber Ihres Mannes zu suchen. Ist keine Einigung zu erzielen kann bei der Klärung ein Anwalt oder – falls Sie gewerkschaftlich organisiert sind – der Rechtsbeistand der Gewerkschaft helfen. Da das Arbeitsrecht ein Individualrecht ist, kann es behördlich nicht geregelt werden. Das heißt, Sie müssen Ihre Ansprüche selbst durchsetzen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  5. Sehr geehrte Damen und Herren,

    können Sie bitte die gesetzliche Grundlage erläutern für „Einen Anspruch auf Lohnfortzahlung hat der Arbeitnehmer allerdings erst dann, wenn das Arbeitsverhältnis vier Wochen lang ununterbrochen besteht.“?

    Mit freundlichen Grüßen

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  6. Sehr geehrte Damen und Herren,
    Was ist von Seiten eines Arbeitgebers (gewerblich) alles zu tun, wenn ein 450 Euro Jobber für 12 Wochen wegen einer umfangreichen OP und anschließenden Reha-Maßnahmen ausfällt? Zahlungen, Meldungen, Anträge etc.
    Wo kann man diesen Maßnahmenkomplex nachlesen, um die notwendigen Arbeitsschritte vollständig und fristgerecht abarbeiten zu können?
    Vielen Dank.
    MfG

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    • Guten Tag,

      zum besseren Verständnis haben wir die Beantwortung Ihrer Anfrage gegliedert in Meldungen, Beiträge und Erstattungsanträge.

      1. Meldungen

      Eine Unterbrechung der Beschäftigung muss grundsätzlich vom Arbeitgeber gemeldet werden.

      Bei Unterbrechung einer geringfügigen Beschäftigung wegen Arbeitsunfähigkeit ohne Fortzahlung des Arbeitsentgeltes von länger als einem Monat Dauer ist eine Abmeldung zum Ende der Monatsfrist mit dem Abgabegrund “34“ zu erstellen. Hier ist die Mindestbeitragsbemessungsgrundlage (im Falle der Rentenversicherungspflicht bzw. eines Verzichts auf die Rentenversicherungsfreiheit bei einer geringfügigen Beschäftigung) nicht zu berücksichtigen.

      Die Abmeldung ist erforderlich, da ohne Entgeltbezug kein meldepflichtiges Beschäftigungsverhältnis im Sinne der Sozialversicherung mehr vorliegt und bei Nichtbeschäftigung keine anteiligen Rentenversicherungszeiten erworben werden dürfen.

      Die Monatsfrist beginnt mit dem ersten Tag der Arbeitsunterbrechung. Sie endet mit dem Ablauf desjenigen Tages des nächsten Monats, welcher dem Tag vorhergeht, der durch seine Zahl dem Anfangstag der Frist entspricht. Fehlt dem nächsten Monat der für den Ablauf der Frist maßgebende Tag, dann endet die Frist mit Ablauf des letzten Tages dieses Monats.

      Bei Wiederaufnahme der Beschäftigung nach der Abmeldung ist eine Anmeldung mit Abgabegrund “13“ zu erstellen.

      Beispiel:

      Arbeitnehmer B ist vom 19. September 2017 bis 2. Dezember 2017 arbeitsunfähig. Der Arbeitnehmer ist rentenversicherungspflichtig.

      Berechnung der Monatsfrist:

      Letzter Tag der entgeltlichen Beschäftigung: 29. Oktober 2017 (Ende der sechswöchigen Entgeltfortzahlung)
      Beginn der Monatsfrist: 30. Oktober 2017
      Ende der Monatsfrist: 29. November 2017

      Eine Abmeldung zum 29. November 2017 ist mit Abgabegrund „34“ erforderlich.

      2. Beiträge

      Beiträge werden in Abhängigkeit vom gezahlten Arbeitsentgelt fällig. Wird der betreffende Arbeitnehmer mit Meldegrund 34 abgemeldet, endet für den Beschäftigten auch die Beitragspflicht.

      3. Erstattungsanträge

      Ein Minijobber hat Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und auf finanzielle Absicherung bei Mutterschaft. Damit dies für Arbeitgeber keine unkalkulierbar hohe finanzielle Belastung darstellt, gibt es die Arbeitgeberversicherung der Knappschaft.
      Über die Umlagebeiträge als Ausgleich für die U1: Arbeitgeberaufwendungen bei Krankheit in Höhe von 0,9 Prozent und U2: Arbeitgeberaufwendungen bei Mutterschaft in Höhe von 0,24 Prozent erwirbt sich der Arbeitgeber einen Anspruch auf die Erstattung seiner Aufwendungen für die Entgeltfortzahlung bei Krankheit, den Mutterschutzlohn bei Beschäftigungsverboten nach dem Mutterschutzgesetz und den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld nach dem Mutterschutzgesetz. Dabei ist die Umlage 1 nur für Betriebe bis 30 Vollzeit-Arbeitnehmer Pflicht, die Umlage 2 ist immer Pflicht – unabhängig von der Betriebsgröße.
      Unabhängig davon, ob und bei welcher Krankenkasse ein Minijobber versichert ist, ist die Arbeitgeberversicherung der Knappschaft ist die zuständige Ausgleichskasse.
      Weitere Infos zur Arbeitgeberversicherung erhalten Sie auf der Website der Knappschaft-Bahn-See unter folgenden Link: https://www.kbs.de/DE/20_firmenkunden/04_arbeitgeberversicherung/InhaltsNav.html

      Bei Fragen zur Berechnung unterstützt die Arbeitgeberversicherung der Knappschaft Ihren Arbeitgeber gerne. Das Service-Team der Arbeitgeberversicherung der Knappschaft ist montags bis donnerstags von 7:00 bis 16:00 Uhr und freitags von 7:00 bis 14:00 unter 0234 304-43990 erreichbar.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  7. Ist ja alles schön und gut… wenn die Minijobber, aber wie bei uns, völlig unterschiedliche Monatsarbeitszeiten haben… unsere Mitarbeiter können sich die Arbeitszeiten selbst aussuchen. z.B. im einen Monat 40 Std. und im anderen Monat nur 20 Std… im dritten Monat 30 Std… wie berechne ich dann die zu bezahlende LFZ bei einem Stundenlohn von 10 € plus SFN ?

    Die Schichtpläne werden durch die Mitarbeiter in der letzten Woche des Vormonats erstellt.

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    • Hallo,

      Ihr Minijobber war aufgrund des Schichtplans bereits zur Arbeit eingeteilt. So ist Ihnen bekannt, welche Arbeitszeit wegen Arbeitsunfähigkeit Ihres erkrankten Minijobbers in dem jeweiligen Monat anfällt. Für diesen Zeitraum zahlen Sie dann die Entgeltfortzahlung.

      Ist das nicht der Fall, ermitteln Sie hypothetisch die Arbeitszeitlage: Wann und für wie lange würde Ihr Minijobber, vermutlich eingeteilt werden, wäre er nicht arbeitsunfähig erkrankt. Einfacher und genauso interessengerecht ist auch eine Entgeltfortzahlung auf der Basis der durchschnittlichen vertraglichen Arbeitszeit.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Guten Tag Frau Gründling,

      ein Minijobber hat Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und auf finanzielle Absicherung bei Mutterschaft. Damit dies für Arbeitgeber keine unkalkulierbar hohe finanzielle Belastung darstellt, gibt es die Arbeitgeberversicherung der Knappschaft.

      Über die Umlagebeiträge als Ausgleich für die U1: Arbeitgeberaufwendungen bei Krankheit in Höhe von 0,9 Prozent und U2: Arbeitgeberaufwendungen bei Mutterschaft in Höhe von 0,24 Prozent erwirbt sich der Arbeitgeber einen Anspruch auf die Erstattung seiner Aufwendungen für die Entgeltfortzahlung bei Krankheit, den Mutterschutzlohn bei Beschäftigungsverboten nach dem Mutterschutzgesetz und den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld nach dem Mutterschutzgesetz. Dabei ist die Umlage 1 nur für Betriebe bis 30 Vollzeit-Arbeitnehmer Pflicht, die Umlage 2 ist immer Pflicht – unabhängig von der Betriebsgröße.

      Unabhängig davon, ob und bei welcher Krankenkasse ein Minijobber versichert ist, ist die Arbeitgeberversicherung der Knappschaft ist die zuständige Ausgleichskasse.
      Weitere Infos zur Arbeitgeberversicherung erhalten Sie auf der Website der Knappschaft-Bahn-See unter folgenden Link: https://www.kbs.de/DE/20_firmenkunden/04_arbeitgeberversicherung/InhaltsNav.html

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  8. Hallo, ich habe einen Biergarten in Franken und bin eine Sasiongastronomie. Wenn ich kurzfristige anmelde für 2019 für 50 Tage und die Arbeitnehmer arbeiten bereits auf Lohnsteuerkarte in einem anderen Betrieb, wie muss ich mich verhalten. Mein Lohnprogramm macht in diesen Fall eine Pauschalversteuerung von 25 %, diese führe ich beim Finanzamt ab. Damit müssen die Arbeitnehmer keine Steuer mehr zahlen, ist das richtig?? Auf eine Antwort würde ich mich freuen.

    Viele Grüße Anita Dietz

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    • Hallo Frau Dietz,

      bei Vorliegen einer kurzfristigen Beschäftigung hat der Arbeitgeber die Möglichkeit das Einkommen des Minijobbers individuell nach den Merkmalen der Lohnsteuerkarte oder – unter bestimmten Voraussetzungen – pauschal in Höhe von 25 Prozent des Entgeltes zu versteuern.

      Erfüllt der kurzfristige Minijob folgende Vorgaben, ist eine pauschale Lohnsteuer in Höhe von 25 Prozent möglich:
      Ihr Minijobber ist gelegentlich – nicht regelmäßig wiederkehrend – bei Ihnen beschäftigt.
      Die Beschäftigung dauert nicht länger als 18 zusammenhängende Arbeitstage.
      Der maximale Verdienst liegt durchschnittlich bei 72 Euro pro Arbeitstag.
      Oder:
      Der kurzfristige Minijob wird zu einem Zeitpunkt, den Sie nicht vorhersehen können, sofort erforderlich.
      Der durchschnittliche Stundenlohn beträgt maximal 12 Euro.

      Führt der Arbeitgeber die pauschale Lohnsteuer für die kurzfristige Beschäftigung ab, so fällt für den Arbeitnehmer aus dieser Beschäftigung keine individuelle Steuer mehr an.
      Bitte beachten Sie jedoch, dass in der pauschalen Lohnsteuer weder die Kirchensteuer noch der Solidaritätszuschlag enthalten sind. Diese sind durch den Arbeitgeber zusätzlich an das zuständige Finanzamt zu zahlen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  9. Außerdem erscheinen Zeiten mit Arbeitsverdienst / Entgelt auf Minijob-Niveau dann gar nicht im Versicherungsverlauf / Versicherungskonto der gesetzlichen Rentenversicherung, wenn kein eigener Aufstockungsbeitrag gezahlt wurde. Dabei ist es gleichgültig, aus welchem Grunde kein Aufstockungsbeitrag gezahlt wurde. Zeitweise konnte er freiwillig gezahlt werden, zeitweilig war er bzw. ist er Pflicht (so grundsätzlich jetzt seit 01.01.2017, ob man sich davon befreien lassen kann, weiß ich nicht genau, auf jeden Fall kann man als Person, die bis Ende 2016 gesetzlich keinen eigenen Beitrag zahlen konnte, dann auf den Bestandsschutz verzichten und wieder freiwillig zahlen, wenn man vor Eintritt des gesetzlichen Ausschlusses freiwillig gezahlt hatte, was dann aber auch einen bindet bis zum Ende der Beschäftigung). Zeitweilig war er für bestimmte Personengruppen (für Altersrentner bis Ende 2016 zum Beispiel) gesetzlich ausgeschlossen. Was hat man von Beiträgen (über die pauschalen Arbeitgeber-Anteile), die gar nicht im Konto erscheinen und daher nicht berücksichtigt werden?

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    • Guten Tag Herr Fresdorf,

      bei der Befreiung von der Rentenversicherungspflicht erwerben sich auch Minijobber durch den Pauschalbeitrag des Arbeitgebers geminderte Rentenansprüche, die sich im Versicherungsverlauf niederschlagen.
      Voraussetzung ist, dass der betreffende Arbeitgeber die entsprechende Meldung zur Sozialversicherung absetzt hat.
      In welchem Umfang Rentenansprüche erworben werden, möchten wir Ihnen in unserem Beispiel aufzeigen.

      Ein Minijobber verdient monatlich 450 Euro. Es wird eine einjährige Beschäftigungsdauer unterstellt.

      1. Rentenversicherungspflichtiger Minijobber (18,6%= 15 % Arbeitgeber + 3,6 % Arbeitnehmer)
       
      Der Arbeitnehmer erwirbt sich einen Rentenanspruch in einem Jahr in Höhe von 4,42 Euro (West) monatlich / 4,76 Euro (Ost) monatlich. Die erworbene Wartezeit beträgt dabei 12 Monate.

      2. Befreiung von der Rentenversicherungspflicht im gewerblichen Bereich (15% Arbeitgeber)

      Der Arbeitnehmer erwirbt sich einen Rentenanspruch in einem Jahr in Höhe von 3,57 Euro monatlich. Die erworbene Wartezeit beträgt dabei 4 Monate.
      Abschließend möchten wir Ihnen auch die Vorteile der Versicherungspflicht in der Rentenversicherung für den Arbeitnehmer nochmal darstellen.
      – Arbeitsentgelt wird in voller Höhe bei der Rentenberechnung berücksichtigt.
      – Beitragsmonate werden in vollem Umfang auf die Wartezeit angerechnet.
      – Anspruch auf eine Rente wegen Erwerbsminderung wird gesichert.
      – Früherer Rentenbeginn ist möglich.
      – Ansprüche auf Leistungen zur Rehabilitation werden erworben.
      – Anspruch auf Übergangsgeld bei Reha-Maßnahmen nach Lohnfortzahlung.
      – Zugangsvoraussetzung für die staatliche Riester-Förderung wird erfüllt.
      – Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung für eine betriebliche Altersversorgung
      Damit Arbeitnehmern im Minijob keine Nachteile entstehen, empfehlen wir bei Fragen die Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung. Dort erfolgt eine ganz individuell Beratung.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Liebes Team, das stimmt einfach nicht. Ich habe den Beweis in Form einer entsprechenden schriftlichen Auskunft der DRV Bund, die mir mitteilt, dass es zu Recht so sei, wenn meine Zeiten nicht im Versicherungskonto gespeichert werden. Übrigens finde ich den Ausdruck „geringfügig entlohnte Beschäftigung“ fehl am Platz, denn ich bekomme auf Minijob-Ebene genau den gleichen Stundenlohn wie auch vorher auf Maxijob-Niveau schon. Würde ich nach Mindestlohn darunter bezahlt, müsste ich im Minijob-Level mehr Stunden leisten für das gleiche Geld! Besten Gruß

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        • Hallo Herr Fresdorf,

          es werden alle Zeiten, welche durch den Arbeitgeber mit einer entsprechenden Entgeltmeldung übermittelt werden, auch dem Rententräger übermittelt.
          Warum diese Zeiten in Ihrem speziellen Fall nicht im Verlauf des Rentenkontos erscheinen, bitten wir Sie bei Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger zu hinterfragen..

          Der Begriff „geringfügig entlohnte Beschäftigung“ ist der im Gesetz gebräuchliche Begriff für einen 450-Euro-Minijob und soll keine Wertigkeit darstellen. Natürlich haben Sie Recht mit Ihrer Aussage, dass auch im Minijob der gesetzliche Mindestlohn gilt.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Liebes Team, noch eine Frage zu Ihrer Antwort: Was ist genau mit 4 Monaten Wartezeit gemeint? Tatsächlich kann nichts auf den Rentenanspruch sich erhöhend auswirken, wenn meine Zeit im konkreten Fall vom 01.08.16 bis 31.12.16 nicht im Versicherungsverlauf / Versicherungskonto erscheint, nicht gespeichert ist. Damals war gesetzlich der eigene Aufstockungsbeitrag zur RV ausgeschlossen. Vorher habe ich ihn als Rentner (wegen teilweiser EM) selbst freiwillig gezahlt und ab 01.01.17 konnte ich dann auf den Bestandsschutz für diesen gesetzlichen Ausschluss verzichten per Erklärung gegenüber dem Arbeitgeber und wieder freiwillig den Aufstockungsbeitrag zahlen. Aber da ich ja keinen Krankengeldanspruch habe, fällt dieser Aufstockungsbeitrag zur Zeit wegen längerer Arbeitsunfähigkeit auch wieder weg, denn die Krankenversicherung leistet gar nichts und der Arbeitgeber auch nichts und in diesem Fall kann ich ja offenkundig auch selbst keinen Beitrag mehr zur RV leisten. Beste Grüße

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        • Hallo Herr Fresdorf,

          Wartezeit ist ein Begriff aus der Rentenversicherung. Leistungen aus der Rentenversicherung kann nur beanspruchen, wer ihr vorher bereits eine bestimmte Zeit angehört hat. Die Wartezeit ist somit eine Mindestversicherungszeit. Für unterschiedliche Rentenarten muss eine unterschiedliche Dauer von Wartezeiten erfüllt sein. Hierbei werden – neben anderen Zeiten – grundsätzlich auch Zeiten aus einer geringfügig entlohnten Beschäftigung berücksichtigt. Damit Zeiten aus einer Beschäftigung im Rentenversicherungskonto gespeichert werden können, muss vom Arbeitgeber eine entsprechende Entgeltmeldung erstellt werden. Diese Meldungen werden auch für einen Minijob erstellt, in welchem Sie beispielsweise als Arbeitnehmer versicherungsfrei sind.

          Wir empfehlen Ihnen abschließend, sich mit Ihrer speziellen Frage an Ihren Rentenversicherungsträger zu wenden. Dort kann eine individuelle Beratung zu Ihrem Versicherungsverlauf erfolgen und weitere Möglichkeiten für Sie abgestimmt werden.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Hallo Herr Freesdorf,

      Minijobber sind in Ihrer geringfügig entlohnten Beschäftigung versicherungsfrei in der Krankenversicherung. Krankengeld ist eine Leistung der Krankenkasse, welche sich an die abgeschlossene Lohnfortzahlung des Arbeitgebers (6 Wochen) anschließen würde. Da Arbeitnehmer im Minijob in dieser Tätigkeit keine eigenen Krankenversicherungsbeiträge einzahlen, entsteht für diese Beschäftigung kein Anspruch auf Krankengeld.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Liebes Team, ich zahle aber als Rentner, der im alten Arbeitsverhältnis auf Minijob-Level weiterbeschäftigt ist, den allgemeinen und nicht den ermäßigten Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung, und das ist nicht zu rechtfertigen bei solch einem gravierenden Leistungsausschluss, der von der Politik mit einer „unwissenschaftlichen“, nicht haltbaren Argumentation im Sinne einer Milchmädchenrechnung gerechtfertigt wird. Beste Grüße

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        • Hallo Herr Fresdorf,

          im Minijob zahlen Sie als Arbeitnehmer selbst keine Beiträge zur Krankenversicherung.
          Um Ihren Beitrag zur Krankenversicherung als Rentner prüfen zu lassen bitten wir Sie, sich an Ihre zuständige Krankenkasse zu wenden.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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        • Liebes Blog-Team der Minijob-Zentrale, ich habe mich an die zuständige Krankenkasse gewendet. Diese teilte mir mit, nach § 50 SGB V sei unter Anderem für Altersrentner ausgeschlossen. Das gilt also auch für Midi- und Maxijobber, nicht nur für Beschäftigte auf der Minijob-Ebene. Außerdem holte ich von den Bundesministerien für Arbeit und Soziales und vom Bundesgesundheitsministerium schriftliche Stellungnahmen hierzu ein. Die politische Begründung dieses politisch (gesetzgeberisch) gewollten Ausschlusses von Krankengeld für Rentner ist, dass die Alten („Senioren“) statistisch mehr Kosten machen oder die meisten, den größten Kostenanteil im Gesundheitswesen zu Lasten der GKV auslösen würden. Damit wird diese Leistungskürzung, die Beschränkung des Leistungsumfangs und der Leistungsausschluss hinsichtlich des Krankengeldes trotz Zahlung des vollen allgemeinen anstelle des bei freiwillig gesetzlich Krankenversicherten üblichen ermäßigten Beitragssatzes zur Krankenversicherung gerechtfertigt. Ich halte das für a) wissensschaftlich nicht evident und erwiesen b) keine geeignete und gerechte sowie faire Maßnahme zur Kostensteuerung und Kostenbegrenzung (siehe das Marktgeschehen bei ärztlichen Vergütungen mit Indikations- und Mengenausweitungsproblemen sowie auch das Marktgeschehen im Pharmabereich speziell auf dem deutschen Markt auch im Vergleich zu anderen EU-Ländern. Ferner ist es unlogisch, weil sich diverse weitere Patienten- und Versichertengruppen für vergleichbare Kürzungsmaßnahmen anböten, beispielsweise die chronisch Kranken, die todgeweihten Kranken im onkologischen Bereich, die auf Organtransplantation wartenden Patienten (2 Lebertransplantationen bei Versagen der ersten Transplantation wegen Abstoßungsreaktion des Körpers konnten eine einzelne kleine AOK vor dem Zusammenschluss zu großen regionalen AOK noch in die Insolvenz treiben, also ein einziger Krankheitsfall bei einem einzigen Versicherten) etc. Wie rechtfertigen Sie solches eindeutiges politisches Unrecht und Ungerechtigkeit und wie beurteilen Sie die Auswirkungen auf die denkende betroffene arbeitende Bevölkerung? Wie habe ich das einzuschätzen, dass mir die Wahrheit nicht von den amtlichen Stellen offen ins Gesicht gesaagt wird, sondern ich hier lang und breit nachfragen muss, bis ich überhaupt nach vielen Monaten oder Jahren erst einmal erfahre, was der Hintergrund dieser Ungleichbehandlung in meinem unverändert seit über 18 Jahren bestehenden Besschäftigungsverhältnis ist, aus der einzigen Tatsache heraus, dass ich alters- und krankheitsbedingt mehrfach meine Arbeitszeit vertraglich verändert und reduziert habe? Besten Gruß

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