Minijobs: So können sich Bezieher von Arbeitslosengeld etwas hinzuverdienen

Minijobs: So können sich Bezieher von Arbeitslosengeld etwas hinzuverdienen

Wer Arbeitslosengeld bekommt, kann sich mit einem Minijob etwas hinzuverdienen. Was dabei zu beachten ist und welche Tätigkeiten dafür besonders in Frage kommen, erfahren Sie hier.

Arbeitslosengeld I und Minijob

Arbeitslosengeld I (ALG I) erhalten Arbeitslose von der Agentur für Arbeit. Haben sie neben dem Arbeitslosengeld noch weitere Einkünfte, sind diese der Agentur für Arbeit zu melden. Die Arbeitsagentur prüft dann, ob die zulässige Hinzuverdienstgrenze überschritten wird. Wird diese Grenze überschritten, führt dies zu einer Kürzung der Leistung.

Beim ALG I gilt ein Freibetrag in Höhe von 165 Euro. Solange Arbeitslose in ihrem Minijob nicht mehr verdienen, erhalten sie die Leistung der Arbeitsagentur weiterhin in voller Höhe. Die Freibetragsgrenze kann jedoch vereinzelt auch höher sein. Informationen erhalten Bezieher von ALG I bei der Agentur für Arbeit.

Generell gilt, dass Bezieher von ALG I regelmäßig nur weniger als 15 Stunden in der Woche arbeiten dürfen. Sobald sie mehr arbeiten, gelten sie nicht mehr als arbeitslos und der Anspruch auf ALG I fällt weg.

Beziehern von ALG I empfehlen wir, sich vor Aufnahme eines Minijobs an ihre zuständige Agentur für Arbeit zu wenden. Darüber hinaus erfahren sie hier auch Wissenswertes zum Thema Nebeneinkommen.

Arbeitslosengeld II und Minijob

Das Arbeitslosengeld II (umgangssprachlich auch Hartz IV genannt) erhalten Hilfebedürftige als Grundsicherung von den örtlichen Jobcentern. Neben dem Bezug von Arbeitslosengeld II darf ein Minijob unabhängig von der wöchentlichen Arbeitszeit ausgeübt werden. Allerdings gilt hier ein Freibetrag von 100 Euro monatlich. Verdient der Arbeitnehmer mehr, wird der Verdienst anteilig auf das ALG II angerechnet. Nur in Einzelfällen kann der Freibetrag 100 Euro pro Monat überschreiten. Auch Bezieher von ALG II empfehlen wir, sich vor Aufnahme eines Minijobs beim zuständigen Jobcenter zu informieren.

Minijobs im Privathaushalt für Arbeitslose besonders attraktiv

Minijobs im Privathaushalt können für Bezieher von Arbeitslosengeld besonders interessant sein. Viele Privathaushalte suchen Unterstützung bei der alltäglichen Hausarbeit. Dies sind häufig Jobs für wenige Stunden in der Woche. Der Verdienst liegt daher häufig innerhalb der Freibetragsgrenzen für den Bezug von ALG I und II. Minijobber arbeiten im Privathaushalt unter anderem als Haushaltshilfe, Gartenhilfe, Kinder- oder Seniorenbetreuer sowie als Tiersitter.

Übrigens: Auf der Haushaltsjob-Börse der Minijob-Zentrale kann man kostenlos und einfach einen Minijob im Privathaushalt finden – und das deutschlandweit.

6 Kommentare zu “Minijobs: So können sich Bezieher von Arbeitslosengeld etwas hinzuverdienen

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich habe ein Proble. Ich habe von 1.09.2017 bis 30.02. 2018 ALG1 bekommen. Aber von Januar bis April hatte ich einen MiniJob gefunden. Als ich den Job gefunden habe, habe ich die Agentur gefragt, ob ich arbeiten kann und wie viele Stunden ich pro Monat arbeiten kann. Dort sagten sie mir, dass ich arbeiten könnte und ich fing an zu arbeiten. Niemand hat mir gesagt, dass ich es ausdrücklich melden sollte.
    Vor ein paar Tagen habe ich einen Brief wegen Betrugs und strafrechtlicher Verantwortung von Hauptzollamt erhalten. Kann mir jemand sagen, welche Strafe ich in dieser Hinsicht erwarten sollte? Meine deutsche Sprache war zu dieser Zeit so schlecht, dass alles, was mir gesagt wurde, ich verstand es wahrscheinlich nicht. Kann mir jemand dabei helfen?

    Mit freundlichen Grüßen

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  2. Nun ja, das ist man ja gewohnt; ich selbst musste bis vor das Landessozialgericht gehen, damit meine monatliche Wohnungsmiete anerkannt wurde, obwohl ich das von meinem Vermieter ordnungsgemäss unterschriebene und dafür vorgesehene Formblatt über den Nachweis der Miethöhe und außerdem die entsprechenden regelmäßig Mietzahlungen vorgelegt vorgelegt hatte. Zur Begründung trug die Verwaltung vor, dass ich keinen schriftlichen Mietvertrag vorglegt hätte und die Vorlage eines solchen sein zwingend erforderlich sei, um die beantragten Leistungen zu beantragen; ein mündlicher Mietvertrag, wie in meinem Falle, könne nicht anerkannt werden. Die unteren Gerichtsinstanzen hatten dann diese widerrechtliche Haltung lapidar und willfährig bestätigt. Wenn das ob der Willkür der Behörde gegenüber einem Hilfesuchenden nicht so traurig gewesen wäre, dann hätte man sich danach so richtig süffisant darüber freuen können, wie das Landessozialgericht am Ende dem Jobcenter in einem ausführlichst begründeten letztinstandlichen Urteil seine widerrechtliche Entscheidung um die Ohren schlug.

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  3. Bei einer Anfrage und Auskunft des Jobcenters Bad Homburg wurde der Mitarbeiterin eines Mandanten von mir mitgeteilt, das alle Einkünfte unbegrenzt an zu rechnen sind, was auch vom Amt getan wurde. Die Bezüge wurden darauf hin erst einmal anteilmäßig gekürzt !!!
    Erst auf Grund meiner Reklamation, ist es wieder rückgängig gemacht worden.
    So werden die Antragsteller gezielt, bewusst und vorsätzlich betrogen.

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