NEU: Online-Rechner für Mindesturlaub im Minijob

Arbeitgeber und Minijobber stellen uns oft die Frage, wie sich der Mindesturlaubsanspruch berechnet. Mit unserem neuen Urlaubsrechner stellen wir Ihnen hierfür eine einfache und praktische Hilfe zur Verfügung.

Urlaubsanspruch bei gleicher Anzahl von Arbeitstagen pro Arbeitswoche

Die Grundlage zur Berechnung des Mindesturlaubsanspruchs ist grundsätzlich die Anzahl der regelmäßigen Arbeitstage pro Woche. Arbeitet ein Minijobber beispielsweise jeden Dienstag und Donnerstag, sind zwei Arbeitstage pro Woche maßgebend. Arbeitet ein Minijobber hingegen nur im dreiwöchigen Rhythmus an zwei Vormittagen, sind seine Einsatztage auf regelmäßige wöchentliche Arbeitstage umzurechnen. Wie viele Stunden an den jeweiligen Tagen gearbeitet werden, ist für die Urlaubsberechnung unerheblich.

Ergibt die Berechnung Bruchteile von Urlaubstagen, gilt Folgendes: Bruchteile, die mindestens einen halben Tag ergeben, werden auf volle Urlaubstage aufgerundet. Bruchteile, die keinen halben Tag ergeben, bleiben hingegen bestehen und können durch stundenweise Befreiung von der Arbeitspflicht ausgeglichen oder nach erfolgter Kündigung abgegolten werden.

Beispiel 1:

Marion arbeitet als Minijobberin zwei Tage in der Woche in einer Bäckerei.

So errechnet sie ihren Urlaubsanspruch mithilfe des Urlaubsrechners:
Die Frage, ob regelmäßig in der Woche die gleiche Anzahl an Arbeitstagen gearbeitet wird, ist mit „ja“ zu beantworten. Anschließend wird bei der Anzahl der regelmäßigen Arbeitstage pro Woche die „2“ eingetragen.
Ergebnis: Marion hat einen Mindesturlaubsanspruch von 8 Tagen im Jahr.

Beispiel 2:

Minijobber Walter kümmert sich alle drei Wochen für jeweils zwei Vormittage um den Garten der Familie Blüm.

Berechnung der wöchentlichen Arbeitstage:
2 Arbeitstage / 3 Wochen = 0,67 Arbeitstage pro Woche

Eingaben im Urlaubsrechner: Die Frage, ob regelmäßig in der Woche die gleiche Anzahl an Arbeitstagen gearbeitet wird, ist mit „ja“ zu beantworten. Walter arbeitet regelmäßig 0,67 Tage pro Woche. Diese Zahl ist im Urlaubsrechner entsprechend einzugeben.

Ergebnis: Walter hat ein Mindesturlaubsanspruch von 3 Tagen im Jahr.

Urlaubsanspruch bei ungleicher Anzahl von Arbeitstagen pro Arbeitswoche

Auch für Minijobber mit unregelmäßigen Arbeitstagen pro Woche lässt sich der Anspruch auf Urlaub ganz leicht mit dem neuen Online-Rechner berechnen. Grundlage hierfür sind die durchschnittlichen Beschäftigungstage im Jahr.

Beispiel:

Helga ist als Aushilfe im Supermarkt in einem unbefristeten Minijob beschäftigt. Im Arbeitsvertrag hat ihr Arbeitgeber festgelegt, dass sie wöchentlich 9 Stunden eingesetzt wird, die je nach Bedarf an unterschiedlichen Tagen abgerufen werden. Insgesamt wurden 110 Arbeitstage pro Jahr vertraglich festgelegt.

Eingaben im Urlaubsrechner: Die Frage, ob regelmäßig in der Woche die gleiche Anzahl an Arbeitstagen gearbeitet wird, ist mit „nein“ zu beantworten. Anschließend wird „110“ als Anzahl der Arbeitstage im Jahr eingetragen.

Ergebnis: Helga hat einen jährlichen Mindesturlaubsanspruch von 8,46 Tagen.

Beachten Sie: Voller Urlaubsanspruch besteht erst nach einer Wartezeit

Arbeitnehmer können Urlaub beanspruchen, wenn sie mindestens einen Monat im Arbeitsverhältnis stehen. Anspruch auf den vollen Jahresurlaub haben sie aber erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten. Erfüllt der Arbeitnehmer die Wartezeit nicht, kann er für das Kalenderjahr Teilurlaub beanspruchen. Dieser beträgt 1/12 des Jahresurlaubsanspruchs für jeden vollen Monat der Beschäftigung.

Beispiel:

Juliane arbeitet während der Saison von Mai bis September vier Abende in der Woche als Minijobberin im Open-Air Kino. Mit dem Urlaubsrechner hat sie 16 Urlaubstage für den Jahresanspruch berechnet. Da die Saison aber nur fünf Monate dauert, muss der Jahresurlaubsanspruch anteilig reduziert werden.

Berechnung:
16 Urlaubstage / 12 Monate x 5 Monate = 6,67 Tage

Ergebnis: Juliane hat einen Anspruch auf 7 Urlaubstage im Jahr.

Lesen Sie hierzu auch unseren Blogbeitrag „Minijob: Urlaub berechnen leicht gemacht

46 Kommentare zu “NEU: Online-Rechner für Mindesturlaub im Minijob

    • Hallo Herr Chudek,

      das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber.

      Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten. Gewöhnlich gilt aber beispielsweise für die meisten Minijobs, dass diese nicht an 6 Tagen in der Woche ausgeübt werden.

      Daher wird der jährliche Urlaubsanspruch abhängig von den Arbeitstagen pro Woche anteilig berechnet. Hierbei ist egal, wie viele Stunden der Mitarbeiter an den einzelnen Tagen arbeitet.

      Lesetipp: Welche Voraussetzungen für den Urlaubsanspruch genau gelten, erläutern wir in unserem Blog „Urlaub bei Minijobs“: http://t1p.de/Blogbeitrag-Urlaub-bei-Minijobs

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Bei 50 Stunden im Monat und 450 Euro monatlich als Maximum bekommt der Minijobber noch nicht mal den Mindestlohn, er liegt bei nur 9 Euro (mind. Lohn sind 9,19 Euro)!

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      • Guten Tag Weber,

        auch im Minijob ist der gesetzlich vorgeschriebene Mindestlohn einzuhalten. Liegt kein Ausnahmekriterium vor, muss der Minijobber mindestens 9,19 Euro pro Stunde erhalten. Bei einer Arbeitszeit von 50 Stunden im Monat läge damit kein Minijob mehr vor. Branchenabhängig können sogar noch höhere Mindestlöhne gelten.

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  1. Hallo,

    ich habe nochmal eine Frage zur Berechnung der Höhe des bezahlten Urlaubs. Ist dafür immer der Verdienst innerhalb der letzten 13 Wochen relevant? Weil ihr das in euerem Berechnungsbeispiel vom 14.01.19 so gemacht hab.
    Und wenn ja, gibts dazu eine gesetzliche Grundlage oder Ähnliches?

    Liebe Grüße

    Max

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    • Hallo Max,

      im § 11 Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) werden die gesetzlichen Bestimmungen zum Urlaubsentgelt geregelt. Die Höhe bemisst sich danach, was der Arbeitnehmer erhalten würde, wenn er normal gearbeitet hätte. Im Hinblick auf das Urlaubsentgelt gilt das Lohnausfallprinzip. Das bedeutet, dass dem Arbeitnehmer durch den Urlaub kein unmittelbarer finanzieller Nachteil entstehen darf. Um dies zu gewährleisten, soll das Urlaubsentgelt so hoch ausfallen wie das Arbeitsentgelt, das er erhalten würde, wenn er normal gearbeitet hätte, statt Urlaub zu nehmen. Da sich die Urlaubszeit in Tagen bemisst, wird auch das Urlaubsentgelt tageweise berechnet. Als Grundlage dient hier das durchschnittliche Arbeitsentgelt, das der Arbeitnehmer innerhalb der 13 Wochen unmittelbar vor Urlaubsantritt verdient hat.

      Ausnahme: Nach § 13 Abs. 1 BUrlG kann von der Regelung des § 11 BUrlG aber in Tarifverträgen abgewichen werden.

      Bitte gestatten Sie uns jedoch nochmals den Hinweis, dass wir Sie zu arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  2. Hallo, Minijob-Team,

    ich bin Rentnerin, 68 Jahre alt und arbeite trotzdem weiterhin bei meinem langjägrigen Arbeitgeber, einer Anwaltskanzlei an 3 Tagen in der Woche, jeweils 4 Stunden, mithin 12 Stunden in der Woche.
    Der Normalurlaub betrug dort schon immer 24 Tage bei Vollzeitstelle.
    Hinzu kommt, dass ich einen Behinderungsgrad von 60 habe.
    Wie hoch ist mein Urlaubsanspruch?

    Wäre Ihnen für Ihre Mithilfe bei meiner Urlaubsfindung sehr dankbar.

    Liebe Grüße aus Mörlenbach
    Heicke CrößmannPetz

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    • Hallo Frau Crößmann-Petz,

      das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber. Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten. Gewöhnlich gilt aber beispielsweise für die meisten Minijobs, dass diese nicht an 6 Tagen in der Woche ausgeübt werden. Daher wird der jährliche Urlaubsanspruch abhängig von den Arbeitstagen pro Woche anteilig berechnet. Hierbei ist egal, wie viele Stunden der Mitarbeiter an den einzelnen Tagen arbeitet. Arbeiten Minijobber in jeder Woche die gleiche Anzahl von Arbeitstagen, gilt folgende Formel für den Mindesturlaub:

      eigene Arbeitstage pro Woche x 24 (gesetzliche Urlaubstage)
      6

      Sicher hilft Ihnen hier auch unser Urlaubsrechner für Minijobber: http://t1p.de/MJZE-Urlaubsrechner

      Schwerbehinderte Menschen, deren Grad der Behinderung mindestens 50 % beträgt, haben Anspruch auf einen bezahlten zusätzlichen Urlaub von 5 Arbeitstagen im Urlaubsjahr, basierend auf einer 5-Tage-Woche. Bei anderer Verteilung der Arbeitszeit auf die Woche erhöht oder senkt sich der Anspruch entsprechend.

      Lesetipp: Welche Voraussetzungen für den Urlaubsanspruch genau gelten, erläutern wir in unserem Blog „Urlaub bei Minijobs“: http://t1p.de/Blogbeitrag-Urlaub-bei-Minijobs

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  3. Hallo Zusammen,

    mein Frau arbeitet 3x in der woche auf minijobbasis und alle 14 Tage noch einen 4 Tag dazu. Kann mir jemand helfen, was meiner Frau an Urlaubstagen zusteht im Jahr? vielen Dank im voraus

    Grüße Jens

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    • Hallo Jens,

      auch für Minijobber mit unregelmäßigen Arbeitstagen pro Woche lässt sich der Anspruch auf Urlaub ganz leicht berechnen.

      Ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also z. B. mal drei oder vier Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.

      Die Formel lautet dann:
      Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage / Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)

      Sicher hilft Ihnen bei der Berechnung auch unser Urlaubsrechner für Minijobber: http://t1p.de/MJZE-Urlaubsrechner

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
      Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  4. Hallo,
    ich würde gern wissen, wie es mit den Urlaubstagen aussieht, wenn im Betrieb generell 30 Tage Urlaub gewährt werden. Die einzustellende Minijobberin soll an 2 Vormittagen in der Woche arbeiten und hat einen GdB von 50%. Wie berechne ich da den Urlaub?
    Danke und freundliche Grüße

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    • Guten Tag,

      ist die Zahl der Arbeitstage tarifvertraglich geregelt und besteht beispielsweise für die Vollzeitbeschäftigten ein höherer Urlaubsanspruch, so haben Minijobber ebenfalls einen höheren Anspruch auf Urlaub. Dieser berechnet sich dann so:
      eigene Arbeitstage pro Woche x tarifvertraglich geregelter Urlaubsanspruch
      tarifvertraglich geregelte Arbeitstage pro Woche
      Schwerbehinderte Menschen haben Anspruch auf einen bezahlten zusätzlichen Urlaub von 5 Arbeitstagen im Urlaubsjahr, basierend auf einer 5-Tage-Woche. Bei anderer Verteilung der Arbeitszeit auf die Woche erhöht oder senkt sich der Anspruch entsprechend.

      Bitte beachten Sie, dass wir Sie zu arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales anzurufen. Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Hallo Björn,

      für einen Urlaubstag wird die Stundenanzahl zugrunde gelegt, die für den Mitarbeiter an diesem Arbeitstag angefallen wäre. Minusstunden dürfen resultierend aus einem Urlaubstag nicht entstehen.

      Die Berechnung des Urlaubsentgelts erklären wir Ihnen gerne an einem Beispiel.
      Ein Minijobber arbeitet an 2 Tagen der im übrigen im Betrieb geltenden 5-Tage-Woche. Der Urlaubsanspruch der Vollzeitbeschäftigten beträgt 20 Arbeitstage. Der Minijobber hat in den letzten 13 Wochen vor dem Urlaub insgesamt 720 Euro verdient. Nun möchte er den gesamten ihm zustehenden Jahresurlaub nehmen. Die Berechnung sieht wie folgt aus:
      Berechnung des Urlaubsanspruchs:
      20 Werktage Vollanspruch/5 Wochenarbeitstage × 2 individuelle Arbeitstage pro Woche = 8 Tage Urlaubsanspruch des Minijobbers.
      Verteilt auf 2 Tage pro Woche sind dies im Ergebnis 4 Wochen arbeitsfreie Zeit.
      Berechnung des Urlaubsentgelts:
      720 Euro/26 Arbeitstage (13 Wochen × 2 individuelle Arbeitstage pro Woche) = 27,69 EUR durchschnittliches tägliches Entgelt.
      Bei 8 Tagen Urlaub führt dies zu einem Urlaubsentgelt von insgesamt 8 Tage × 27,69 EUR = 221,54 EUR.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  5. Pingback: Rechner zur Ermittlung des Mindesturlaubes für Minijobs - CDH Bayern

  6. Hallo…. ich arbeite an 2 Tagen die Woche und habe 9,6 Tage Urlaubsanspruch – gerundet auf 10 Tage (24 Tage x 2 AT ./. 5 Werktage = 9,6 UT
    Nun meine Frage: wie berechne ich meine zusätzlichen Urlaubstage, die mir aufgrund einer Behinderung zustehen (50 GdB)

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    • Hallo Elke,

      schwerbehinderte Menschen sind Personen, deren Grad der Behinderung mindestens 50 % beträgt. Sie haben Anspruch auf einen bezahlten zusätzlichen Urlaub von 5 Arbeitstagen im Urlaubsjahr, basierend auf einer 5-Tage-Woche; bei anderer Verteilung der Arbeitszeit auf die Woche erhöht oder senkt sich der Anspruch entsprechend. Bei einer 2-Tage-Arbeitswoche stehen Ihnen damit analog 2 zusätzliche Urlaubstage zu.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Guten Tag Herr Blunck,
      das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber. Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten. Gewöhnlich gilt aber beispielsweise für die meisten Minijobs, dass diese nicht an 6 Tagen in der Woche ausgeübt werden. Daher wird der jährliche Urlaubsanspruch abhängig von den Arbeitstagen pro Woche anteilig berechnet. Hierbei ist egal, wie viele Stunden der Mitarbeiter an den einzelnen Tagen arbeitet. In Ihrem Fall ergibt sich ein gesetzlicher Mindesturlaubsanspruch von 4 Urlaubstagen im Kalenderjahr.
      Berechnungsformel: eigene Arbeitstage pro Woche x 24 (gesetzliche Urlaubstage) / 6

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  7. Ich beschäftige eine Haushaltshilfe, die jede Woche montags 3 Stunden kommt und freitags 6 Stunden. Die monatliche Arbeitszeit beträgt 40,5h. Im Arbeitsvertrag hatten wir vereinbart, dass die Haushaltshilfe 9 Tage bzw. 40,5h Urlaub im Jahr hat.
    Uns kam die Spezifizierung mit den Stunden fairer vor, denn die Tage haben eine sehr unterschiedliche Wertigkeit. Zuvor hatten wir eine Person, die dann immer Freitags Urlaub genommen hat, um ihre Freizeit zu maximieren. Andererseits wenn die Person öfter montags Urlaub braucht, wäre das ja auch für den Arbeitnehmer nicht ganz fair.
    Laut ihrer Kommentare oben (‚es kommt nicht auf die Stunden sondern nur Tage an‘) wäre diese Spezifizierung aber nicht legitim??? danke für Antwort!

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    • Hallo Rini,

      das ist richtig. Für die Berechnung des Urlaubsanspruchs sind die geleisteten Arbeitsstunden nicht relevant.
      Der Arbeitnehmer ist dadurch auch nicht schlechter gestellt, denn er bekommt für den Urlaubstag die Arbeitsstunden bezahlt, die an diesem Tag sonst angefallen wären.
      In Ihrem Beispiel würden für einen Urlaubstag am Montag drei Stunden und für einen Urlaubstag am Freitag sechs Stunden bezahlt werden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • d.h., der Arbeitnehmer kann nicht „nur“ Freitags frei nehmen, da er ja sonst für jeden Freitag mit 6 Std. abgerechnet werden würde= 9UTx6h=54 Stunden. ?
        Mit freundlichen Grüßen I.Lindner

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        • Hallo,

          natürlich ist es auch möglich, dass der Arbeitnehmer nur an einem Freitag Urlaub nimmt. Die Vergütung richtet sich nicht nach den durchschnittlich gearbeiteten Stunden.
          Es werden die Stunden bezahlt, die der Arbeitnehmer an diesem Tag regulär hätte arbeiten müssen. In diesem Beispiel für jeden Montag 3 Stunden und für jeden Freitag 6 Stunden.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  8. Guten Tag,
    ich arbeite an 3 Vormittagen pro Woche und habe mit dem Online-Rechner ausgerechnet, dass ich 12 Tage Urlaub habe.
    Wie wird das dann gerechnet, wenn ich z.B. eine Woche Urlaub möchte?
    Nehme ich dann 3 Tage Urlaub oder sind das 1,5 Tage, da ich ja nur vormittags arbeite?

    Viele Grüße
    Manuela Hilpert

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    • Hallo Frau Hilpert,

      Ihre Berechnung von 12 Urlaubstagen ist korrekt. Für eine Woche Urlaub benötigen Sie 3 Urlaubstage. Es wird dabei für einen Urlaubstag die Stundenanzahl zugrunde gelegt, die für Sie an diesem Arbeitstag angefallen wäre.
      Minusstunden dürfen resultierend aus einem Urlaubstag nicht entstehen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  9. Guten Tag,
    ich habe eine Frage. Unsere Reinigungsaushilfskraft im Minijob kommt (oft) Montags und Dienstags für ein paar Stunden. An Feiertagen die auf Montags und Dienstags fallen bekommt sie diese bezahlt, ohne arbeiten zu kommen.
    Wie berücksichtige ich die Feiertage in der Berechnung des Urlaubsanaspruchs? D.h. muss ich Feiertage zur Berechnung des Urlaubs mitzählen?
    Danke und viele Grüße Markus

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  10. Ich arbeite zusätzlich zu meinem Job auf 450 euro an verschiedenen Tagen, und verschiedenen Schichtzeiten.
    Bei uns wird das Urlaubsgeld pauschal auf den Stundenlohn dazugerechnet.
    D.h., wir bekommen das Urlaubsgeld nicht extra ausgezahlt, sondern „wenn wir da sind, sind wir da“ und bekommen die Stunden bezahlt, und wenn wir Urlaub haben, sind wir unbezahlt. Bzw. haben lt. Arbeitgeber das Geld ja schon mit den abgeleisteten Stunden erhalten. Kann das so gemacht werden!

    Andrea

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    • Guten Tag Frau Porter,

      so eine Regelung ist unzulässig. Das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber.

      Wir empfehlen Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  11. Und wie sieht das aus, wenn der Beschäftigte eine ungleicher Anzahl von Arbeitstagen pro Arbeitswoche hat und die einzelne Arbeitstage keine einheitliche Stundezahl haben? Wir haben eine Haushaltshilfe, die unregelmäßig 3-4 mal im Monat kommt und jeweils, je nach Bedarf, 2-5 Stunden arbeitet. Wie errechnet sich hier der Urlaubsanspruch? Dieser Online-Rechner hilft in diesem Fall nicht wirklich weiter.

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    • Ich würde den Durchschnitt der Tage berechnen und dies als Grundlage nehmen. Die Stunden die am Tag gearbeitet werden sind für die Berechnung unerheblich.

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      • Vielen Dank für die Antwort. Die Stunden sind insofern erheblich, dass ich ja auch wissen muss, wie viele Stunden ich pro Urlaubstag dem Minijobber vergütet werden muss.

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        • Guten Tag Herr Müller,

          für die Ermittlung des Urlaubsanspruchs sind die Arbeitsstunden nicht relevant. Dabei wird für einen Urlaubstag die Stundenanzahl zugrunde gelegt, die für die Mitarbeiterin an diesem Arbeitstag angefallen wäre. Minusstunden dürfen resultierend aus einem Urlaubstag nicht entstehen.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Guten Tag Herr Müller,

      auch in Ihrem Fall können Sie unseren Urlaubsrechner (Urlaubsanspruch bei ungleicher Anzahl von Arbeitstagen pro Arbeitswoche) verwenden. Die Stunden, die Ihre Haushaltshilfe an den einzelnen Tagen arbeitet spielen bei der Ermittlung des jährlichen Urlaubsanspruchs keine Rolle. Gerne können Sie dies in unserem Blog-Beitrag „Minijob: Urlaub berechnen leicht gemacht unter folgenden Link nachlesen.

      https://blog.minijob-zentrale.de/2017/06/23/minijob-urlaub-berechnen-leicht-gemacht/

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Vielen Dank für die Antwort. Die Stunden sind insofern erheblich, dass ich ja auch wissen muss, wie viele Stunden pro Urlaubstag dem Minijobber vergütet werden muss.

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  12. Pingback: Minijob: Urlaub berechnen leicht gemacht | Die Minijob-Zentrale

  13. Kann ein Schüler der einen Minijob hat den Urlaub auch während seiner Schulzeit beantragen? An diesen Tagen würde er eher nicht oder nur an einem davon arbeiten?!

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    • Guten Tag Frau Zucker,

      Minijobber haben im Rahmen ihres Minijobs Anspruch auf bezahlten Urlaub. Schüler können, während der Schulzeit oder der Ferienzeit, für einen ansonsten regulären Arbeitstag Urlaub beantragen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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