Studentenjobs: Der echte Werkstudent beginnt da, wo der Minijobber aufhört

Welche Besonderheiten gibt es für Studenten, wenn sie einen Minijob ausüben wollen und was haben Arbeitgeber dann zu beachten? In einem aktuellen Beitrag aus dem Kompass erklären wir u.a. auch das Werkstudenten-Privileg. Der „Kompass“ ist das amtliche Mitteilungsblatt der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See und berichtet sechsmal pro Jahr unter anderem über aktuelle Themen der Sozialversicherung.

Das Werkstudenten-Privileg

Beschäftigungen von Studenten erfreuen sich großer Beliebtheit. Bevorzugt werden Teilzeitjobs, die neben dem Studium zeitlich möglich sind. In der Altersgruppe 20 bis unter 25 waren Ende Juni 2017 rund 696.000 Arbeitnehmer auf Basis eines 450-Euro-Minijobs und gut 2,4 Mio. Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Ein Großteil der Arbeitnehmer dieser Altersklasse werden Studenten sein. Genaue Zahlen hierüber liegen nicht vor. Die besondere Beschäftigungsform des Werkstudenten ist aufgrund ihres Umfangs und der ausschließlich bestehenden Rentenversicherungspflicht nach wie vor attraktiv für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Hierfür sind heute aber etwas strengere Spielregeln als in der Vergangenheit zu beachten.

Der Unterschied zwischen Minijobbern und Werkstudenten

Wie im Titel bereits erwähnt, beginnen die besonderen Privilegien des Werkstudenten da, wo die Grenzen des Minijobs enden. Der Beschäftigungsumfang geht also über eine geringfügige Beschäftigung hinaus. Es gibt zwei Arten von geringfügiger Beschäftigung, die geringfügig entlohnte Beschäftigung (sog. 450-Euro-Minijob) und die kurzfristige Beschäftigung (sog. kurzfristiger Minijob). Ein 450-Euro-Minijob liegt vor, wenn das Arbeitsentgelt durchschnittlich im Monat 450 Euro (bzw. 5.400 Euro in 12 Monaten) nicht übersteigt. Die Voraussetzungen für einen kurzfristigen Minijob sind gegeben, wenn die Beschäftigung zeitlich für maximal drei Monate beziehungsweise 70 Arbeitstage innerhalb eines Kalenderjahres befristet ist. Liegt der Student mit seinem Verdienst oberhalb der Entgeltgrenze bzw. ist auch nicht befristet innerhalb der Zeitgrenzen tätig, handelt es sich nicht um einen Minijob. Erst dann sind die besonderen Voraussetzungen für den Werkstudenten zu prüfen (sog Werkstudenten-Privileg).

In diesem Zusammenhang ist klarstellend zu erwähnen, dass jeder Student, der nebenbei arbeitet, grundsätzlich als Werkstudent gilt. Also auch der, der dies im Rahmen eines Minijobs tut. Allerdings ergeben sich für den Minijob andere versicherungs-, melde- und beitragsrechtliche Konsequenzen, so dass deshalb eine Trennung zum klassischen Werkstudenten wichtig ist. Ein Vergleich der verschiedenen Beschäftigungsmöglichkeiten für einen Studenten ist in der Abbildung dargestellt.

Beschäftigung von Studenten

Beschäftigung von Studenten im Vergleich (Quelle: Kompass, März/April 2018)

Der Unterschied zwischen Werkstudenten und klassischen Arbeitnehmern

Grundsätzlich sind alle Arbeitnehmer, die gegen Arbeitsentgelt beschäftigt sind, versicherungspflichtig in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Im Gegensatz zum klassischen Arbeitnehmer sind beschäftigte Studenten aber unter bestimmten Voraussetzungen versicherungsfrei in der Kranken- und Arbeitslosenversicherung bzw. nicht versicherungspflichtig in der Pflegeversicherung. In diesem Fall gelten sie als Werkstudenten und unterliegen ausschließlich der Versicherungspflicht in der Rentenversicherung.

Krankenversicherung der Studenten

Krankenversicherungsschutz ist Sache des Studenten. In der Regel sind Studenten über ihre Eltern in der gesetzlichen Krankenversicherung als Familienangehörige beitragsfrei mitversichert. Dies gilt jedoch nur, solange bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschritten werden. Spätestens wenn Studenten im Rahmen des Werkstudenten- Privilegs arbeiten, müssen sie sich in der Regel aber selbst krankenversichern. Dies geschieht nicht selten über die kostengünstige gesetzliche Krankenversicherungspflicht der Studenten. Dieser Krankenversicherungsschutz besteht bis zum Abschluss des 14. Fachsemesters, längstens bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres. Darüber hinaus könnte sich der Student als Selbstzahler in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versichern. Wichtig ist in diesem Zusammenhang aber, dass die Beschäftigung eines Studenten völlig unabhängig von seinem Krankenversicherungsschutz beurteilt
wird. Somit gilt das Werkstudenten-Privileg grundsätzlich auch, wenn der Student das 14. Fachsemester beendet oder das 30. Lebensjahr vollendet hat.

Lesen Sie jetzt im Kompass den vollständigen Aufsatz „Der echte Werkstudent beginnt da, wo der Minijobber aufhört“. Den Aufsatz finden Sie auf Seite 24 folgende. Hier finden Sie ausführliche Infos zum Werkstudenten-Privileg und Tipps zur versicherungsrechtlichen Beurteilung von Studenten und Praktikanten. Auch eine Übersicht mit zahlreichen konkreten Fallbeispielen zur Beschäftigung von Studenten finden Sie in diesem Aufsatz.

46 Kommentare zu “Studentenjobs: Der echte Werkstudent beginnt da, wo der Minijobber aufhört

  1. Hallo,

    ich habe eine Frage: ich habe neben meiner Masterarbeit einen Werkstudentenvertrag, wo ich 10 Stunden arbeite und 490 Euro verdiene. Dann habe ich einen Minijob, wo ich nur 100 Euro verdiene und zwei Stunden wöchtentlich arbeite. Nun stellt sich mir die Frage, ob ich noch einen zweiten Minijob mit 5 Stunden die Woche annehmen kann, wo ich 200 Euro verdiene. Ich wäre damit unter 20 Wochenstunden und bei knapp unter 800 Euro Verdienst. Allerdings schreibt die Minijobzentrale vor, dass man nur zwei Minijobs ausüben darf, wenn man keine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung ausübt. Allerdings meine Frage: gilt die Werkstundententätigkeit hier als Sozialversicherungspflichtig?

    Ich verstehe das nicht ganz und bitte um Anwort.

    Beste Grüße und Cielne Dank , Ann

    • Hallo Ann,

      die Werkstudententätigkeit zählt als versicherungspflichtige Beschäftigung, da der durchschnittliche Verdienst über 450 Euro liegt.

      Neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung dürfen Sie nur einen 450-Euro-Minijob ausüben. Unabhängig davon, ob die Verdienstgrenze von 450 Euro ausgeschöpft ist oder nicht.
      Somit ist der zweite 450-Euro-Minijob versicherungspflichtig zu Ihrer gesetzlichen Krankenkasse zu melden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  2. Sehr geehrtes Team der Minijob-Zentrale,

    ich bin seit April in einem als Werkstudenten-Job ausgeschriebenen Tätigkeit. Ich bin Student und über 25 Jahre. Ich werde nach Stunden bezahlt: 10€/Stunde (brutto), ich arbeite 10 Stunden die Woche. Meine letzte Gehaltsabrechnung sah so aus:
    Brutto 400,00€
    Abzug: RV-Beitrag 37,20€
    Netto: 362,80€

    Ich frage mich wie die 37,20€ zustandekommen. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist man auch als Werkstudent rentenversicherungspflichtig, oder? Dies vorausgesetzt, kann ich mich dann noch von der Zahlung meines Beitrages zu Rentenversicherung befreien lassen, sodass mir dann Netto mehr Gehalt zusteht?

    Ich hatte diesbezüglich auch schon mit unserer Buchhaltung gesprochen. Dort sagte man mir, dass ich Werkstudent und kein Minijobber bin und daher eine solche Befreiung nicht möglich sei. Ist das so korrekt?

    Danke im Voraus
    Liebe Grüße,
    Adam

    • Hallo Adam,

      eine Werkstudententätigkeit liegt vor, wenn der regelmäßige monatliche Verdienst über 450 Euro liegt, die Beschäftigung nicht mehr als 20 Stunden wöchentlich und länger als drei Monate bzw. 70 Kalendertage im Kalenderjahr ausgeübt wird.
      Hierbei handelt es sich um eine versicherungspflichtige Beschäftigung, die bei der gesetzlichen Krankenkasse anzumelden ist.
      Wir bitten Sie daher, Ihre Anfrage bezüglich der Rentenversicherung direkt an Ihre zuständige Krankenkasse zu richten.

      Liegt Ihr monatlicher Verdienst bei maximal 450 Euro im Monat üben Sie einen
      450-Euro-Minijob aus. Jeder Arbeitnehmer ist bei Aufnahme eines Minijobs versicherungspflichtig in der Rentenversicherung.
      Arbeitnehmer haben die Möglichkeit, sich von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen. Erfolgt keine Befreiung, liegt der Eigenanteil des Arbeitnehmers aktuell bei 3,6 Prozent vom Bruttoverdienst. Alle Informationen zur Befreiung von der Rentenversicherung erhalten Sie auf unserer Homepage unter folgendem Link: https://t1p.de/MJZE-Befreiung-von-der-Rentenversicherungspflicht

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  3. Hallo,

    muss ich einen Student als Werkstudent (106) anmelden, wenn er die Voraussetzungen erfüllt oder kann ich ihn auch als einen normalen sv-pflichtigen Arbeitnehmer amnelden (101)?

    Grus Lars

    • Hallo Lars,

      sind die Voraussetzung für einen Werkstudenten erfüllt muss die Anmeldung in diesem Rahmen erfolgen. Ansprechpartner bei Frage zu diesem Thema ist hierbei die Krankenkasse des Beschäftigten.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  4. Momentan arbeite ich als 450,00 € Kraft. Ich wollte mich einmal erkundigen, ob es für meinen Arbeitgeber besser ist mich als 450€ Kraft zu beschäftigen oder lieber als Werkstudent.

    • Guten Tag,

      für die Beschäftigung eines „echten“ Werkstudenten zahlt Ihr Arbeitgeber prozentual geringere Sozialversicherungsbeiträge, als für einen 450-Euro-Minijober.

      Im 450-Euro-Minijob trägt der Arbeitgeber in der Regel einen pauschalen Beitragssatz in Höhe von aktuell 31,15 Prozent. Für einen „echten“ Werkstudenten (versicherungspflichtige Beschäftigung mit einem durchschnittlichen Verdienst von mindestens 450,01 Euro monatlich) zahlt auch der Arbeitgeber nur den hälftigen Rentenversicherungsbeitrag sowie die Umlagebeiträge der jeweiligen Krankenkassen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  5. Wir beschäftigen eine Studentin, die wir als Werkstudentin angemeldet haben. In den ersten beiden Monaten hat sie aufgrund der Stundenanzahl weniger als 450.- Euro verdient. Die Anzahl der Stunden/Monat richtet sich bei ihr immer nach dem Studium. Es kann mehr sein, so dass sie über die 450.- kommt, kann aber auch mal weniger sein. Wir möchten hier allerdings auch flexibel sein, was die Stundenanzahl angeht. Sollte die Studentin die 5.400.- in 12 Monaten nicht erreichen, müssen wir dann Beiträge nachzahlen?

    • Hallo Arbeitgeber,

      Sie beurteilen die Beschäftigung zu ihrem Beginn vorausschauend für den maximalen Zeitraum von 12 Monaten. Liegt der zu erwartende durchschnittliche Verdienst über 450 Euro, handelt es sich um eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, welche ggf. auch im Rahmen einer Werkstudententätigkeit zur Krankenkasse des Arbeitnehmers zu melden ist. Das ist auch dann der Fall, wenn der Verdienst in einzelnen Monaten unter 450 Euro liegt.

      Stellt sich im Laufe der Beschäftigung heraus, dass die Verdienstgrenze von 450 Euro dauerhaft nicht überschritten wird, ist ab dem Bekanntwerden dieses Sachverhaltes eine Ummeldung zur Minijob-Zentrale vorzunehmen. Für die zurückliegende Zeit bleibt es bei der zu Beginn getroffenen Beurteilung.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  6. Hallo, ich stehe gerade vor der Entscheidung:50€ Job oder mehr verdienen. Mein Arbeitgeber möchte, dass ich bis 750€ verdiene und dann eben nach abgeleisteten Stunden bezahlt werde. Aktuell ist mein Stundenplan so voll, dass ich anfangs sicherlich maximal 450€ pro Monat verdienen kann. Nach den ganzen Kommentaren von oben, stellt sich mir die Fragen, ob ich meinem Arbeitgeber von vornherein sage, dass ich nicht mehr machen kann und er mich als 450 €-Jobbler einstufen lassen soll (sozialversicherungsfrei). Ich bin ja scheinbar nur benachteiligt, wenn er einschätzt, dass ich monatlich 750 € verdienen könnte und tatsächlich die ersten Monate nur max. 450 € ableisten kann. Denn dann muss ich ja generell Abgaben zahlen. She ich das richtig?
    Wenn ich feststelle, dass ich doch mehr als 450 € monatlich ableisten kann, kann er mich dann problemlos hochstufen?

    Danke für eure Hilfe!

    • Hallo Lisa,

      die Vereinbarung der zu leistenden Arbeitsstunden ist ein arbeitsrechtlicher Aspekt. Sie sollten daher vor Beginn der Beschäftigung zusammen mit dem Arbeitgeber vereinbaren, welchen zeitlichen Umfang Ihre Beschäftigung einnehmen soll, um beispielsweise sicherzustellen, dass gewisse Verdienstgrenzen nicht überschritten werden.

      Die sozialversicherungsrechtliche Beurteilung der Beschäftigung obliegt dann Ihrem Arbeitgeber. Dieser ermittelt jeweils zu Beginn und bei jeder dauerhaften Veränderung vorausschauend (maximal für den Zeitraum von 12 Monaten) den zu erwartenden Verdienst. Liegt dieser monatlich bei maximal 450 Euro, liegt ein Minijob vor.

      Erhöht sich beispielsweise die Arbeitszeit oder der Lohn dauerhaft, wird durch diese Veränderung eine neue vorausschauende Betrachtung erforderlich. Liegt dann der Verdienst im Rahmen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung – also mehr als 450 Euro monatlich – wird die Beschäftigung ab diesem Zeitpunkt sozialversicherungspflichtig zu Ihrer Krankenkasse gemeldet.

      Auch ein umgekehrter Wechsel ist dann grundsätzlich möglich. Voraussetzung ist auch dann wieder eine dauerhafte Veränderung in den Verhältnissen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  7. Hallo,

    ich bräuchte mal einen Tipp. Ist es sinnvoller Bafög zu beantragen und zusätzlich einen 450 € Job zu machen, oder ist es besser einen Werkstudentenjob zu machen.
    Es ist natürlich ein Unterschied wenn man während dem Studium 10 oder 20 Stunden arbeitet.

    Vielen Dank

    • Hallo Carolin,

      bei einem Minijob und einer Werkstudentenbeschäftigung handelt es sich um zwei grundlegend unterschiedliche Beschäftigungsverhältnisse. Eine Beurteilung, welche der beiden für Sie am Besten ist, können wir pauschal nicht vornehmen.

      Ein 450-Euro-Minijob ist für Sie als Arbeitnehmerin – mit Ausnahme der Rentenversicherung – grundsätzlich sozialversicherungsfrei. Zur Rentenversicherung zahlen Sie im Minijob einen Eigenanteil. In der Regel beträgt dieser in einem gewerblichen Minijob 3,6 % von Ihrem Verdienst. Lassen Sie sich von der Rentenversicherungspflicht (https://t1p.de/MJZE-Rentenversicherungspflicht-bei-Minijobs) befreien und wird das Einkommen durch den Arbeitgeber pauschal versteuert, erhalten Sie Ihren Verdienst ohne Abzüge.

      Bei einer Werkstudentenbeschäftigung handelt es sich hingegen um ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis. Bezüglich der Höhe Ihrer dann zu zahlenden Beiträge wenden Sie sich bitte an Ihre gesetzliche Krankenkasse.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  8. Liebes Blog-Team,

    ich übe neben meinem Studium bereits eine freiberufliche Tätigkeit aus. Kann ich einen Job als Werkstudent annehmen (ca. 10h/Woche), wenn meine Arbeitszeit insgesamt 20h/Woche übersteigt oder zählen für die Einstufung als Werkstudent nur Arbeitszeiten aus abhängigen Beschäftigungsverhältnissen? (z.B. 10h/Woche als Werkstudent, 12/hWoche selbstständige Tätigkeit?)
    Vielen Dank und freundliche Grüße
    syxxty

    • Hallo,

      bei einer Werkstudententätigkeit handelt es sich um eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, die über die Krankenkasse des Arbeitnehmers abgerechnet wird.

      Die Krankenkasse beurteilt auch den Status des Arbeitnehmers und prüft, ob das Werkstudentenprivileg angewendet werden kann.

      Wir bitten Sie daher, sich mit Ihrer Anfrage an Ihre zuständige Krankenkasse zu wenden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  9. Hallo, ich habe kürzlich einen Werkstudentenjob begonnen. Darin steht dass ich bis zu 20Std. /Woche arbeiten kann. Tatsächlich bin ich aber häufig am Ende unter 450 Euro, zahle aber dennoch den Krankenversicherungsbeitrag. Kann ich das irgendwie umgehen, wenn ich am Ende des Monats unter 450 Euro liege?
    Vielen Dank im Voraus!

    • Hallo Eileenek,

      ein Minijob liegt vor, wenn der durchschnittliche monatliche Verdienst 450 Euro nicht überschreitet. Auf einen Zeitraum von 12 Monaten betrachtet ergibt das eine Verdienstgrenze von 5.400 Euro. Eine Werkstudententätigkeit – und damit eine dem Grunde nach sozialversicherungspflichtige Beschäftigung – liegt erst dann vor, wenn Sie diese Verdienstgrenze überschreiten. Die versicherungsrechtliche Beurteilung obliegt hierbei Ihrem Arbeitgeber. Er schätzt vorausschauend Ihr zu erwartendes Entgelt für maximal ein Jahr. Liegt Ihr zu erwartendes Einkommen aus dieser Prognose über 5.400 Euro handelt es sich auch dann um ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis, wenn Sie die Verdienstgrenze von 450 Euro in einzelnen Monaten nicht überschreiten. Ob für diese Tätigkeit das Werkstudentenprivileg Anwendung finden kann entscheidet Ihre zuständige Krankenkasse.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  10. Hallo, ich studiere im Master und arbeite 20h pro Woche in einem Werkstudentenverhältnis. Nun wollte ich fragen, ob es möglich ist Samstag-/Sonntagabend ab und zu noch auf 450€ Basis zu kellnern (ca. 12h) , da Samstag und Sonntag ja keine Tage sind, an denen ich Vorlesungen oder generell Uni hätte. Habe bereits bei Steuerbüros nachgefragt, jedoch haben diese irgendwie alle eine andere Meinung dazu. Die einen sagen, dass sich die 20h auf die komplette Kalenderwoche (Mo-So) beziehen; andere wiederum sagen, dass die sich die 20h nur auf die Vorlesungszeit (Mo-Fr) beziehen, also auf Tage, an denen ich theoretisch Uni hätte. Was ist denn nun richtig?

    Vielen Dank! :)

    • Hallo Sarah,

      grundsätzlich dürfen Sie neben einer Tätigkeit als Werkstudent auch einen 450-Euro-Minijob ausüben. Seitens der Minijob-Zentrale spricht da nichts dagegen.

      Zu prüfen ist jedoch von Ihrer Krankenkasse, ob das Werkstudentenprivileg weiterhin angewendet werden kann. Bitte wenden Sie sich daher mit Ihrer Fragestellung an Ihre Krankenkasse.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  11. Liebes minijob-zentrale Team,

    ich beginne demnächst einen Werkstudentenjob (20 Stunden) mit einem maximalen Einkommen von 880€. Weiterhin habe ich einen Minijob, den ich jedoch nur gelegentlich ausführe. Dort verdiene ich durchschnittlich 150€. Kann ich beide Jobs ausführen? Wie viel Abgaben muss ich zahlen?

    Vielen Dank für Eure Hilfe!

    Herzliche Grüße

    • Hallo Laura,

      neben einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis kann ein 450-Euro-Minijob und ein kurzfristiger Minijob sozialversicherungsfrei ausgeübt werden.

      Ihre Beschäftigung mit dem monatlichen Einkommen über 450 Euro wird versicherungspflichtig zu Ihrer Krankenkasse gemeldet. Personen, die neben ihrem Studium nicht mehr als 20 Stunden wöchentlich beschäftigt sind, gehören ihrem Erscheinungsbild nach grundsätzlich zu den Studenten (Werkstudent) und nicht zu den Arbeitnehmern. Die Höhe des Arbeitsentgelts ist dabei ohne Bedeutung. Ob für Sie das sogenannte Werkstudentenprivileg Anwendung finden kann, wenn zusätzlich noch ein 450-Euro-Minijob aufgenommen wird, klären Sie bitte mit Ihrer zuständigen Krankenkasse.

      Versteuert wird das Einkommen aus einer versicherungspflichtigen Beschäftigung anhand der individuellen Lohnsteuermerkmale (zum Beispiel mit Steuerklasse 1).

      Handelt es sich bei Ihrem zweiten Beschäftigungsverhältnis um einen 450-Euro-Minijob, bleiben Sie sozialversicherungsfrei, mit Ausnahme der Rentenversicherung. Von der Rentenversicherungspflicht können Sie sich auf Antrag befreien lassen. Handelt es sich um einen kurzfristigen Minijob fallen für Sie keine Sozialabgaben an.

      Grundsätzlich unterliegt auch der Verdienst aus Minijobs der Steuerpflicht. Der Arbeitgeber darf für Minijobs die Art der Besteuerung wählen. Er entscheidet, ob pauschal mit zwei Prozent bei 450-Euro-Minijobs oder mit 25 Prozent bei kurzfristigen Minijobs versteuert wird oder individuell nach den Lohnsteuermerkmalen. Hierbei wird er natürlich Ihre Gesamtsituation betrachten, damit Ihnen keine Nachteile entstehen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  12. Schönen guten Tag,

    ich habe aktuell einen Werkstudentenvertrag in dem festgelegt ist, dass ich bis zu 20 Stunden pro Woche arbeiten darf und dann nach Stunden abgerechnet werde.
    Da aber momentan nicht genügend Arbeit anfällt liegt meine wöchentliche Arbeitszeit eher bei 6-8 Stunden. Damit erreiche ich die 450€ nicht und liege eher bei 250-350€.
    Ich werde aber bei den Rentenversicherungsbeiträgen trotzdem mit 9,3% belangt aktuell.
    Ist dies korrekt, oder handelt es sich hier um eine Fehlabrechnung durch meinen Arbeitgeber.
    Die Auskunft der deutschen Rentenversicherung teilte mir hierzu mit, dass ich eigentlich nur 3,6% bezahlen müsste und mein Auftraggeber 15%, jedoch will das die Abrechnungsabteilung nicht einsehen.

    • Hallo Alosch,

      liegt Ihr monatlicher durchschnittlicher Verdienst unter 450 Euro, handelt es sich bei dieser Beschäftigung grundsätzlich um einen Minijob. Hierbei ist aber nicht nur auf den einzelnen Monat abzustellen – vielmehr beurteilt Ihr Arbeitgeber das Beschäftigungsverhältnis vorausschauend für maximal 12 Monate. Liegt das zu erwartende monatliche Entgelt im Durchschnitt bei bis zu 450 Euro liegt auch dann noch ein Minijob, wenn diese Verdienstgrenze in einzelnen Monaten überschritten wird. Auf einen Zeitraum von 12 Monaten betrachtet ergibt sich damit eine Verdienstgrenze von 5.400 Euro, welche im Minijob nicht überschritten werden darf.

      Das bedeutet jedoch im Umkehrschluss auch, dass wenn die vorausschauende Prognose Ihres Arbeitgebers einen höheren Verdienst als 5.400 Euro in 12 Monaten ergeben hat, eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung (Werkstudent) auch dann vorliegt, wenn die Verdienstgrenze von 450 Euro in einzelnen Monaten unterschritten wird. Ihre Beschäftigung wird dann zu Ihrer zuständigen Krankenkasse gemeldet.

      Ihre Eigenanteile zur Rentenversicherung unterscheiden sich in beiden Beschäftigungsarten. Während Sie in einem 450-Euro-Minijob nur die Differenz zwischen Pauschalbeitrag des Arbeitgebers (15 Prozent) und vollem Rentenversicherungsbeitrag (18,6 Prozent) zahlen, tragen Sie in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung den hälftigen Beitrag zur Rentenversicherung. Im Minijob ist Ihr Anteil daher mit 3,6 Prozent zu berechnen und in Ihrer Werkstudententätigkeit (sozialversicherungspflichtige Beschäftigung) beträgt Ihr Anteil 9,3 Prozent von Ihrem Lohn.

      Maßgebend ist somit nicht nur Ihr Verdienst in einzelnen Monaten, sondern die versicherungsrechtliche Beurteilung dieser Tätigkeit in einer vorausschauenden Betrachtung.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  13. Liebes Blog-Team der Minijob-Zentrale,

    ich würde gerne ab März 2019 zwei Jobs neben dem Studium absolvieren und würde dann Fallbeispiel 8 aus der Broschüre entsprechen:
    1. Minijob à 10h/Woche = 400€/Monat
    2. Job à 10h/Woche = 500€/Monat
    Ist das denn so möglich? Und stimmt es, dass ich dann einen der beiden Jobs als Steuerklasse 1 und einen als Steuerklasse 6 abrechnen lassen muss (am besten den geringer verdienenden)?
    Und eine weitere Frage hätte ich noch: inwieweit ist es möglich, parallel dazu auch noch ein Pflichtpraktikum zu absolvieren (unentgeltlich) bzw. ein frewilliges Praktikum (ebenfalls unentgeltlich)?

    Vielen Dank im Voraus!

    • Hallo Alex,

      in Ihrem ersten Job erhalten Sie einen monatlichen Verdienst von 400 Euro. Damit handelt es sich bei dieser Beschäftigung grundsätzlich um einen Minijob.

      In Ihrer zweiten Beschäftigung erhalten Sie monatlich 500 Euro. Dies ist ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis welches zu Ihrer Krankenkasse gemeldet wird. Ob für Sie das sogenannte Werkstudentenprivileg Anwendung finden kann (Beschäftigung in der Vorlesungszeit nur maximal 20 Stunden pro Woche), entscheidet Ihre zuständige Krankenkasse. Versteuert wird Ihr Einkommen in dieser Beschäftigung anhand Ihrer individuellen Lohnsteuermerkmale (zum Beispiel mit Steuerklasse 1).

      Neben einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis (ggf. Werkstudent) können Sie einen 450-Euro-Minijob sozialversicherungsfrei ausüben.

      In Ihrem Minijob bleiben Sie sozialversicherungsfrei, mit Ausnahme der Rentenversicherung. Von der Rentenversicherungspflicht können Sie sich auf Antrag befreien lassen. Bei 450-Euro-Minijobs darf grundsätzlich der Arbeitgeber die Art der Besteuerung wählen. Er entscheidet, ob der Minijob pauschal mit zwei Prozent versteuert wird oder individuell nach Ihren Lohnsteuermerkmalen. Hierbei wird er natürlich Ihre Gesamtsituation betrachten, damit keine Nachteile entstehen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  14. Hallo liebes Minijob-Zentralen-Team,

    ich beginne ab Februar zwei Jobs neben meinem Studium und würde damit etwa dem Fallbsp. 7 (Tabelle auf S. 31) aus der Broschüre entsprechen.
    Eigentlich wären dies ja zwei Minijobs, jedoch insgesamt über 450 €. Und damit einer in Steuerklasse 1 und einer in STK 6 abgerechnet oder?
    In der Tabelle spricht man jedoch von Werkstudent, rechnen beide AG dann als Werkstudent ab auch wenn man auf 450€ Basis angestellt ist oder muss man dies extra beantragen?
    Kann mir schlecht vorstellen dass die AG einen dabei so unterstützen.

    Ich freue mich sehr auf Ihre Antwort, mit freundlichen Grüßen,

    Anne

    • Hallo Anne,

      üben Sie keine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung aus, können Sie mehrere 450-Euro-Minijobs nebeneinander ausüben. Der gesamte monatliche Verdienst darf jedoch durchschnittlich 450 Euro nicht überschreiten.

      Verdienen Sie insgesamt mehr als 450 Euro im Monat, werden alle Beschäftigungen versicherungspflichtig zu Ihrer Krankenkasse gemeldet. Werden die Beschäftigungen in der Vorlesungszeit nur maximal 20 Stunden pro Woche insgesamt ausgeübt, findet das sogenannte Werkstudentenprivileg Anwendung. Bitte wenden Sie sich zur Klärung weiterer Fragen an Ihre Krankenkasse.

      Auch die Versteuerung der Einkommen kann im Fall der Überschreitung der Verdienstgrenze nicht mehr pauschal mit 2 Prozent wie im Minijob erfolgen. Vielmehr wird das Einkommen nach den individuellen Lohnsteuermerkmalen vorgenommen. Alternativ kann auch eine pauschale Lohnsteuer von 20 Prozent gewählt werden. Hierzu berät Sie Ihr zuständiges Finanzamt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  15. Ich bin Vollzeitstudent und arbeite zusätzlich als Werkstudent 20 Stunden in einem Unternehmen. Jetzt Weihnachtszeit wollte ich von der 70 Tage Regelung profitieren.

    Meine Frage wäre, darf ich die 20h in meinem Job als Werkstudent „erfüllen“ und zusätzlich dann noch in der gleichen Woche zum Beispiel am Wochenende auf dem Weihnachtsmarkt arbeiten? Oder darf ich in der Kombination aus Werkstudent und geringfügiger Beschäftigter die 20h trotzdem nicht überschreiten?

    Eine Aussage hierzu würde mir sehr weiterhelfen.

    Mit freundlichen Grüßen.

    • Guten Tag,

      die Prüfung der 20-h-Grenze und damit der Anwendung des Werkstudentenprivilegs obliegt Ihrer Krankenkasse. Wir bitte Sie, sich mit Ihrer Frage an diese zu wenden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      • Hallo Blog-Team,

        vielleicht konkretisiere ich meine Anfrage. Laut ihrem Blog konnte ich die Information entnehmen, dass die 20-h- Regelung wichtig für die Krankenkasse ist, da als Werkstudent einer Sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachgegangen wird. Die gerinfügige Beschäftigung ist in meinem Fall nicht berufsmäßig und damit Sozialabgabefrei.
        Wenn ich die Informationen Ihrer Webseite somit logisch Schlussfolgere, komm ich zu der Erkenntnis, dass ich in den 70 Tagen auch insgesamt mehr als 20h arbeiten darf, weil die 20-h- Regelung nur auf der Grundlage der Sozialversicherungspflicht beruht, und die 70 Tage Regelung davon durch ihre sozialabgabefreie Eigenschaft parallel dazu existiert oder nicht?

        Mit freundlichen Grüßen
        kilerhan

        • ich denke mal ehr, dass es von seitens der Minijob-Zentrale kein Problem gibt, wenn du neben dem Werkstudentenjob noch einen 70-Tage Job ausübst. Aber andersrum kann es bei der Krankenkasse Probleme geben, wenn diese z.b. den 70-Tage Job an die 20 STunden Regelung anrechnen. Dann kann es sein, dass der Job als Werkstudent komplett sozialversicherungspflichtig wird. Der 70-Tage Job bleibt aber davon unangetastet bei der Minijob-Zentrale Versicherungsfrei. Es kann also wirklich nur deine Krankenkasse die Auskunft treffen, ob der 70-tage Job für den Werkstudentenjob „schädlich ist“. LG

    • Hallo Kilerhan,

      der Sozialversicherungspflicht unterliegt Ihre Tätigkeit grundsätzlich dann, wenn Sie diese als Arbeitnehmer im Rahmen einer abhängigen Beschäftigung ausüben und wenn die monatliche Entgeltgrenze in Höhe von durchschnittlich 450 Euro überschritten wird bzw. die Tätigkeit an mehr als 70 Arbeitstagen bzw. drei Monaten ausgeübt wird. Wie viele Stunden Sie hierfür arbeiten müssen spielt hierfür im ersten Schritt keine Rolle.

      Die Grenze der 20 Stunden wird erst relevant wenn geprüft werden soll, ob für eine dem Grunde nach sozialversicherungspflichtige Beschäftigung das Werkstudenten-Privileg Anwendung finden kann. Die Beschäftigung eines Studenten ist versicherungsfrei in der Kranken- und Arbeitslosenversicherung sowie nicht versicherungspflichtig in der Pflegeversicherung, wenn Zeit und Arbeitskraft überwiegend durch das Studium in Anspruch genommen werden, die betreffende Person also mehr Student als Arbeitnehmer ist (Werkstudent). Um das an einer Grenze festmachen zu können, wurde die 20-Stunden-Regel aufgestellt: Unter die Werkstudentenregelung fallen also Beschäftigungen die an nicht mehr als 20 Stunden wöchentlich ausgeübt werden.

      Die Prüfung ob diese Kriterien eingehalten werden obliegt jedoch Ihrer zuständigen Krankenkasse.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  16. Guten Tag,

    ich überlege neben meinem bisherigen Minijob einen weiteren Minijob anzufangen, insgesamt werde ich allerdings auf ca. 840 Euro kommen. Derzeit bekomme ich eine Pauschalvergütung, bedeutet das gleichzeitig auch, dass ich pauschal versteuert werde? (auf meiner Lohnbescheinigung steht meine Steuerklasse und Steuer-ID) Man hat mir gesagt, dass, wenn mein Gehalt im ersten Job pauschal versteuert wird, ich im zweiten Job auf Steuerklasse I eingestuft werde. Ist das soweit korrekt?
    Zudem erhalte ich einen Studienkredit; wird dieser genau wie Bafög denn auch als Einkommen eingestuft? Ich möchte nur nicht nachher da stehen, mehr gearbeitet haben, nur um nachher weniger oder genauso viel Geld wie vorher verdient zu haben.
    Fragen über Fragen … Ich hoffe, Sie können mir weiterhelfen!

    Vielen Dank im Voraus,
    herzliche Grüße
    Leonie

    • Hallo Leonie,

      üben Sie keine versicherungspflichtige Hauptbeschäftigung aus, können Sie mehrere 450-Euro-Minijobs nebeneinander ausüben, wenn Sie insgesamt nicht mehr als 450 Euro monatlich verdienen. Überschreiten Sie die Verdienstgrenze insgesamt, sind alle Jobs versicherungspflichtig und damit keine Minijobs mehr. Beide Arbeitgeber müssen Sie dann bei Ihrer Krankenkasse melden. Bei Fragen zur Höhe Ihrer zukünftigen Beiträge wenden Sie sich bitte daher an Ihre Krankenkasse bzw. bei steuerlichen Fragen an Ihr zuständiges Finanzamt.

      Beim Studienkredit und beim Bafög handelt es sich um keine abhängige Beschäftigung und ist daher bezüglich eines Minijobs nicht relevant. Inwieweit diese Einnahmen anderweitig berücksichtigt werden, können wir als Minijob-Zentrale nicht beurteilen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See Minijob-Zentrale 45115 Essen

      Tel. 0355 2902-70799 (montags bis freitags von 7:00 bis 17:00 Uhr) Fax 0201 384-979797

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  17. Hallo,
    ich habe einen geringfügigen Job, bei dem ich 70 Euro im Monat verdiene und einen Werkstudentenjob bei einem anderen Arbeitgeber. Die Steuerberaterin des geringfügigen Jobs möchte von mir jeden Monat wissen wie hoch mein Gehalt bei dem Werkstudentenjob ist. Da ich stündlich abgerechnet werde kriege ich den genauen Betrag aber auch immer erst mit der Abrechnung. Das scheint mir alles irgendwie unnötig kompliziert. Braucht mein Arbeitgeber wirklich jeden Monat den genauen Betrag meines Lohns von meinem Werkstudentenjob um die Abrechnung machen zu können?
    Herzliche Grüße,
    Clara K.

    • Hallo Frau Kaltenbacher,

      im Sinne der Sozialversicherung liegt eine Werkstudententätigkeit nur dann vor, wenn das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt 450 Euro übersteigt und die wöchentliche Arbeitszeit neben dem Studium nicht mehr als 20 Stunden beträgt (Ausnahmen sind möglich). Die Anmeldung für eine Werkstudententätigkeit erfolgt durch den Arbeitgeber bei der entsprechenden Krankenkasse. Ein Werkstudent ist rentenversicherungspflichtig.

      In einem Minijob oder mehreren Minijobs gelten für Sie als Studentin hingegen keine Besonderheiten. Demnach handelt es sich um einen 450-Euro-Minijob, wenn das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt die 450-Euro-Grenze nicht übersteigt oder wenn mehrere Minijobs in Summe die 450-Euro-Grenze nicht überschreiten. Um diese eventuelle Überschreitung zu prüfen, benötigt der jeweilige Arbeitgeber alle weiteren Verdienste im Rahmen eines Minijobs.

      Sofern Sie in Ihrem Werkstudentenjob sozialversicherungsrechtlich als Werkstudentin bei Ihrer Krankenkasse abgerechnet werden, ist es zulässig einen 450-Euro-Minijob daneben auszuüben. Der Arbeitgeber im Minijob benötigt dann jedoch für seine versicherungsrechtliche Beurteilung nicht Ihre monatlichen Verdienstbescheinigungen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  18. Hallo,

    ich hätte eine etwas andere Frage. Wenn ich als Werkstudent von vorneherein sagen, dass ich aufjedenfall meine 750€ im Monat verdienen will, muss ich mich selbst bei der Krankenkasse als Werkstudent melden. Besteht für meinen Arbeitgeber ein größerer Aufwand im Bezug auf die Anmeldung als für einen Minijobber mit <450 € ? Oder muss er sonst etwas anderes im Gegensatz zum Minijobber beachten? Bpsw. bei der Lohnabrechnung oder ähnlichem?

    Danke für die Antwort :)

    • Hallo Louisa,

      im Minijob sind Sie Arbeitnehmer, so wie auch in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Das Meldeverfahren obliegt Ihrem Arbeitgeber und ist dem Meldeverfahren im Minjob weitestgehend gleich. Meldungen zur Sozialversicherung und Beitragsnachweise für sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen – auch eine Werkstudententätigkeit – werden an Ihre zuständige Krankenkasse übermittelt. Bei Fragen zur Verschlüsselung der zu meldenden Personen- oder Beitragsgruppen sowie bei der Erstellung der fälligen Beitragsnachweise ist die Krankenkasse Ihrem Arbeitgeber sicher gern behilflich. Versteuert wird das Einkommen aus sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen grundsätzlich individuell anhand der für Sie zutreffenden Lohnsteuermerkmale. Hier ist das zuständige Finanzamt Ihr Ansprechpartner und hilft Ihrem Arbeitgeber auch bei Fragen zur Übermittlung.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  19. Hallo, ich habe bereits zwei 450€ Minijobs (PGR 109) in denen ich insgesamt ≤ 450€ verdiene. Jetzt würde ich mir aber gerne für das restliche Jahr noch eine 3. Arbeitsstelle suchen. Ist es möglich, dass ich für diese 3 Monate eine kurzfristige Beschäftigung annehme, ohne mich krankenversichern zu müssen? Wie viel dürfte ich dann bei der kurzfristigen Beschäftigung verdienen? Was muss ich beachten? Vielen Dank für die Hilfe!

    • Hallo Maria,

      neben einem oder auch mehreren 450-Euro-Minijobs können Sie auch eine kurzfristige Beschäftigung ausüben. Eine Zusammenrechnung erfolgt hier nicht. Ebenso gibt es bei einer kurzfristigen Beschäftigung auch keine Verdienstgrenze, lediglich die Befristung auf 3 Monate bzw. 70 Arbeitstage muss eingehalten werden und die Beschäftigung darf nicht berufsmäßig ausgeübt werden. Sie können daher die kurzfristige Beschäftigung auch neben Ihren Minijobs ausüben.

      Bei der Beurteilung der Krankenversicherung kann das jedoch anders sein. Hier gelten unter Umständen andere Verdienstgrenzen und Regelungen. Wir empfehlen Ihnen daher zur Frage der Krankenversicherung Ihre Krankenkasse zu kontaktieren.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  20. Was mache ich, wenn mein Werkstudent mal über 450,00 € verdient und mal unter 450,00 € verdient, da er keine Zeit hatte mehr Stunden zu arbeiten? Muss ich dann laufend an und abmelden? Dieses Problem ist in der Tabelle nicht aufgeführt.

    • Hallo Angy,

      die versicherungsrechtliche Beurteilung obliegt dem Arbeitgeber.

      Bei der Prüfung der Frage, ob das Arbeitsentgelt 450 Euro übersteigt, ist vom regelmäßigen Arbeitsentgelt auszugehen. Dieses ermittelt sich, abhängig von der Anzahl der Monate, für die eine Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt besteht. Für einen Minijob darf dabei das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt im Durchschnitt einer Jahresbetrachtung 450 Euro nicht übersteigen. Das Arbeitsentgelt darf somit schwanken und auch in einigen Monaten über 450 Euro liegen, wenn es sich in anderen Monaten wieder ausgleicht. Analog ist dies beim Werkstudent, liegt das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt über 450 Euro, ist eine Anmeldung als Werkstudent bei der Krankenkasse korrekt.
      Ob, die für die Beschäftigung maßgebende Entgeltgrenze regelmäßig im Monat oder nur gelegentlich unter- oder überschritten wird, ist stets bei Beginn der Beschäftigung und erneut bei jeder dauerhaften Veränderung (zum Beispiel Erhöhung oder Reduzierung des Arbeitsentgelts) im Wege einer vorausschauenden Betrachtung zu beurteilen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  21. Können Sie die Tabelle noch in besserer Auflösung ergänzen? Dann kann man sie besser lesen und sie wäre druckbar.

  22. Pingback: Jobben neben dem Studium: Haben Studenten Anspruch auf den Mindestlohn? | Die Minijob-Zentrale

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