Minijob oder Midijob – welche Vorteile gibt es?

Minijob oder Midijob – welche Vorteile gibt es?

Wird von einer Hausfrau, die durch ihren Mann gesetzlich krankenversichert ist, ein Minijob ausgeübt, zahlt der Arbeitgeber in der Regel die Abgaben alleine. Wie sieht es aber aus, wenn sie mehr verdient, etwa 600 Euro und „auf Steuerkarte“ arbeitet? Wie verhält es sich dann mit den Abgaben zur Sozialversicherung? Welche Vor- oder Nachteile hat dies? Diese Fragen stellte uns Wolfgang Büser in unserer Rubrik „Klartext mit Büser“.

Die Minijob-Zentrale antwortet:

Für einen „Minijob“ gilt:

Der Arbeitgeber zahlt bei einem Minijob u.a. 15 Prozent zur Renten- und 13 Prozent zur Krankenversicherung vom Arbeitsverdienst. Die Belastung des Minijobbers liegt in der Rentenversicherung bei 3,6 Prozent, wenn er sich nicht von der Rentenversicherungspflicht befreien lässt. Außerdem ist keine Steuerkarte erforderlich, weil der Arbeitgeber in der Regel eine Pauschale von 2 Prozent zahlt.

Mit den Beiträgen zur Rentenversicherung werden Leistungen in der Rentenversicherung erworben. Ein eigenes Krankenversicherungsverhältnis entsteht aus den Pauschalbeiträgen zur Krankenversicherung aber nicht.

Alle Abgaben für Minijob-Arbeitgeber im gewerblichen Bereich

Für einen „Midijob“ gilt:

Beläuft sich der monatliche Verdienst auf 450,01 Euro bis 850 Euro, dann handelt es sich nicht mehr um einen Minijob, sondern um einen sogenannten Midijob.

Midijobber sind im Gegensatz zu Minijobbern in allen Sozialversicherungszweigen versicherungspflichtig. Diese Verdienstzone von 450,01 Euro bis 850 Euro nennt man auch Gleitzone. Hierbei teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Beitragslast – aber nicht im Rahmen der üblichen Verteilung: Arbeitnehmer zahlen vielmehr nur reduzierte Beiträge. Sie sind bei 450,01 Euro noch sehr gering und steigen mit jedem Euro mehr an Verdienst progressiv an. Sobald Arbeitnehmer die Grenze von 850 Euro erreicht haben, tragen sie ihre übliche Beitragsbelastung wie jeder andere Arbeitnehmer auch.

Der Arbeitgeber zahlt auch in der Gleitzone immer seine Anteile an den Pflichtbeiträgen vom tatsächlichen Verdienst. Diese belaufen sich auf 7,3 Prozent zur Kranken-, 1,275 Prozent zur Pflege-, 9,3 Prozent zur Renten- und 1,5 Prozent zur Arbeitslosenversicherung. Die Steuern werden abhängig von der Steuerklasse vom Arbeitnehmer gezahlt.
Wenn die Hausfrau beispielsweise im Midijob 600 Euro verdient, dann hat sie insgesamt 89,51 Euro an Beitragsbelastung (zuzüglich Zusatzbeitrag in der Krankenversicherung; Pflegeversicherung ohne Kinderzuschlag). Damit ist sie vollständig in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung abgesichert. Ohne Gleitzonenregelung würde sie insgesamt 116,25 Euro (zuzüglich Zusatzbeitrag in der Krankenversicherung) zahlen müssen. Die Beitragsbelastung ist also „in der Gleitzone“ deutlich geringer.

Midijob-Rechner

Wenn die Hausfrau also beispielsweise nicht über ihren Mann gesetzlich krankenversichert ist, dann kann die Beschäftigung „in der Gleitzone“ eine kostengünstige Möglichkeit für einen eigenen Versicherungsschutz in der gesetzlichen Krankenversicherung sein. Und dies sozusagen als Rundumsorglospaket mit gleichzeitiger Absicherung in der Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung.

42 Kommentare zu “Minijob oder Midijob – welche Vorteile gibt es?

  1. Ich bin zurzeit als 450€ Kraft beschäftigt. Nun steht im Raum evtl. auf Teilzeit aufzustocken. Ich würde 20 Stunden die Woche arbeiten. Bin mir nicht sicher, was für mich besser wäre Teilzeit oder Midijob. Ich stelle mir ein Bruttogehalt von 1300€ vor. Was ist vorteilhafter?
    Freundliche Grüße

    • Hallo Andrea,

      im Midijob ist Ihr Arbeitsentgelt höher als das eines 450-Euro-Minijobbers. Sie sind in dieser Beschäftigung voll sozialversicherungspflichtig. Der Vorteil eines Midijobs besteht darin, dass bis zu einer festgelegten Verdienstobergrenze (ab Juli 2019: 1.300 Euro) verringerte Arbeitnehmerbeiträge gezahlt werden. Der Arbeitgeber zahlt, wie in jeder versicherungspflichtigen Beschäftigung, den hälftigen Anteil zu allen Zweigen der Sozialversicherung. Trotz der verminderten Arbeitnehmerbeiträge sind Sie jedoch vollwertig versichert in der Kranken-, Renten, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. In den meisten Fällen wird bei einem Midijob – man spricht hier ab Juli 2019 auch vom Übergangsbereich – eine Teilzeitbeschäftigung zugrunde gelegt sein. Wie viele Stunden Sie mit Ihrem Arbeitgeber vereinbaren bleibt Ihnen überlassen.

      Zum Übergangsbereich und den hier für Sie zu leistenden Arbeitnehmeranteilen berät Sie gern Ihre zuständige Krankenkasse.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  2. Hallo,
    ich habe einen Midi-Job und möchte nun auch einen MiniJob annehmen. Muss der Arbeitgeber für den MiniJob auch noch Abgaben zahlen, obwohl ich ja durch den MidiJob sozialversicherungspflichtig beschäftigt bin?
    Ist das für mich die beste/günstigste Kombi?
    VG

    • Hallo,

      bei einem Midijob handelt es sich um eine versicherungspflichtige Hauptbeschäftigung.

      Neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung können Sie daneben nur einen 450-Euro-Minijob ausüben. Nehmen Sie später noch einen oder mehrere 450-Euro-Jobs auf, werden diese mit der Hauptbeschäftigung zusammengerechnet und sind mit Ausnahme der Arbeitslosenversicherung in der Regel versicherungspflichtig.

      Ein gewerblicher Arbeitgeber eines 450-Euro-Minijobbers zahlt Pauschalbeiträge zur Kranken- und Rentenversicherung (13% und 15%), eine Pauschsteuer (2%) und Umlagen als Ausgleich für Aufwendungen bei Krankheit (U1-0,9 %) oder Schwangerschaft bzw. Mutterschaft (U2-0,24%) des Minijobbers sowie eine Umlage für den Fall einer Insolvenz (0,06%). Diese Beiträge fallen auch an, wenn der Arbeitnehmer bereits einer weiteren Beschäftigung nachgeht.

      Für Sie als Arbeitnehmerin besteht im Rahmen eines Minijobs Rentenversicherungspflicht. Das heißt, Sie zahlen einen Eigenanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 3,6 % vom Arbeitsentgelt. Auf Antrag können Sie sich gegenüber Ihrem Arbeitgeber von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Durch die Erklärung der Befreiung entstehen Ihnen dann keine Abzüge in der Sozialversicherung.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  3. Liebes Team,

    danke für diesen Artikel – dennoch erschließt sich mir eine Sache nicht; Hier wird davon gesprochen, dass die Kostenbelastung des AG beim MidiJob geringer ausfallen würde als beim MiniJob. Was hier aber nicht zur Sprache kommt ist, dass dieses Kostenersparnis nur im Kontext des „gewerblichen MiniJobs“ steht – sobald es sich um einen MiniJob der Art „Privathaushalt“ handelt, sieht das ganze nämlich anders aus… hier würde sich die verringerte Kostenbelastung des AG auf seiten des MiniJobs wiederfinden, nicht auf seiten des MidiJobs.
    Ich bitte um Aufklärung :) Danke und liebe Grüße

    • Hallo Dimi,

      vielen Dank für den Hinweis, das ist korrekt. Für einen Minijob im Privathaushalt zahlt der Arbeitgeber zum momentanen Zeitpunkt Beiträge in Höhe von 14,74 % vom Verdienst des Arbeitnehmers. Im Rahmen eines Midijobs entfällt für den Privathaushalt das Privileg der günstigeren Abgaben. Die Beiträge des Arbeitgebers im Privathaushalt sind damit im Midijob höher als im Minijob.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  4. Hallo,
    Ich werde einen Midijob annehmen mit 520 Euro Brutto im Monat. Kann ich dazu noch einen Minijob mit vier Stunden in der Woche machen der dann Steuerfrei ist?
    Lg

    • Hallo Desiree,

      ja, das ist möglich.

      Bei einem Midijob handelt es sich um eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Neben dieser können Sie einen Minijob sozialversicherungsfrei ausüben.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  5. Liebes Team der Minijob-Zentrale,
    ich befinde mich momentan noch im Mutterschutz. Ich plane, in meiner anschließenden Elternzeit (Elterngeld-Plus) bei meinem Arbeitgeber, bei dem ich zuvor Vollzeitbeschäftigt war, zunächst für ca. 10,5 Std./Woche wieder arbeiten zu gehen. Sobald ich in anderthalb Jahren kein Elterngeld-Plus mehr bekomme, werde ich bei ihm auf 20Std./Woche aufstocken.
    Bekomme 15€ brutto/Std. und werde in Steuerklasse 5 sein.
    Frage: Ist hier für mich mit den 10,5 Std./Woche eher ein Minijob oder ein Midijob vorteilhafter?

    Ich hoffe Sie können mir helfen.

    Vielen Dank!

    • Hallo Lin,

      ein Minijob liegt grundsätzlich vor, wenn das monatliche Entgelt 450 Euro im Durchschnitt nicht überschreitet. Er ist für den Arbeitnehmer versicherungsfrei, mit Ausnahme der Rentenversicherung.
      Ein Midijob beginnt bei einem monatlichen Entgelt von 450,01 Euro. Hierbei handelt es sich um eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, in welcher auch der Arbeitnehmer einen Eigenanteil in allen Zweigen der Sozialversicherung zahlt.
      Welche der beiden Beschäftigungsmodelle für Sie persönlich empfehlenswerter wäre kann pauschal nicht beantwortet werden.

      Rund um den Minijob beraten wir Sie gern telefonisch. Unsere Mitarbeiter im Service-Center sind montags bis freitags von 07:00 bis 17:00 Uhr unter der Rufnummer 0355 2902-70799 erreichbar. Zum Midijob berät Sie Ihre zuständige Krankenkasse.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  6. Hallo zusammen,
    Ich übe momentan einen 450 Euro Job aus. Würde aber gerne wider mehr arbeiten. Jetzt habe ich von der neuen Midijob regelung ab Juli 2019 gehört. Würde das für meinen Arbeitgeber vielleicht auch günstiger sein als ein 450 Euro Job. Ich habe letztes Jahr schon mal beim Chef nachgefragt und er hat gemeint das wäre ihm zu teuer. Würde statt 42 Stunden 64 Stunden arbeiten wollen. Der Chef meint ich müsste da schon 80 Stunden arbeiten das es sich rentiert mich in Teilzeit anzumelden.
    Kann aber wegen meinem Kind momentan nicht mehr arbeiten

    • Hallo Mel,

      bei einem Midijob handelt es sich dem Grunde nach um eine versicherungspflichtige Beschäftigung. Ein Midijob liegt vor, wenn das Verdienst regelmäßig 450,01 bis 850 EUR im Monat beträgt. ( ab 1.7.19: 450,01 – 1.300 EUR)
      Während sich der Arbeitgeberbeitragsanteil für einen Minijob auf derzeit 31,20 Prozent des Verdienstes beläuft, beträgt er bei einem Midijob nur ca. 20 Prozent. Damit sind die Sozialversicherungsbeiträge, welche der Arbeitgeber im Midijob zahlt prozentual geringer als im Minijob. Hierbei handelt es sich für den Arbeitgeber um den vollen Beitragsanteil. Zur genauen Höhe der Abgaben in einem Midijob berät Sie gern Ihre Krankenkasse.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  7. Die Midijob Regeln sind viel zu kompliziert bzw. ohne Spezialsoftware sehr schwierig im Händling/Berechnung. Für ein paar Euros Ersparnis zahlt man ein vielfaches an Verwaltungsaufwand obendrauf. Für eine kleine Firma ist das völlig uninteressant. Daher Stellen wir auch nur bis 400/450 oder ab 851 € ein. Im übrigen machen es diverse Gegebenheiten schwierig überhaupt einen Teilzeit/Midi-/Minijob zu vermitteln, da dieser niemals alleine eine Existinz/Grundeinkommen darstellt. Ein Teilzeit und Minijob haben hier in der Gegend kaum Leute. Daher läuft es auf alles (Vollzeit) oder nichts hinaus, was für kleinere Firmen auch wieder schwieriger ist.
    Minijobs werden daher bei uns nur von Rentnern als Rentenaufbesserung genutzt.
    Der Übergangsbereich ab 1.7.19 bis 1300 € wird bei uns auch keine Relevanz haben, da dieser Bruttobereich bei fast allen Arbeitnehmern unbeliebt und auch nicht Existenzsichernd sein wird.

  8. liebe Minijob Zentrale
    wie kann ich meinem Arbeitgeber schmackhaft machen mich lieber als Midijob einzustellen als Minijob.
    Hintergrund ist, dass ich krankenversichert sein möchte/muss. und es mein einziger Job ist, also Hauptarbeitgeber.
    mein Arbeitgeber sagt für ihn gibt es nur Teilzeit ab 80 Stunden oder Minijob bis 450€.
    wie kann ich eurer Meinung nach argumentieren mich als Midijob einzustellen?
    sind für ihn die Kosten wirklich derart höher?

    vielen Dank schon mal im Voraus.

    • Hallo Sima,

      ein Vorteil des Midijobs wäre die von Ihnen bereits erwähnte Krankenversicherungspflicht.

      Über einen 450-Euro-Minijob haben Sie als Arbeitnehmer nicht die Möglichkeit selbst in der Krankenversicherung pflichtversichert zu sein. Ihr Arbeitgeber zahlt im Minijob lediglich einen pauschalen Beitrag. Sie als Arbeitnehmer bleiben in diesem Bereich versicherungsfrei und sind selbst für Ihre Krankenversicherung verantwortlich.

      Ein weiteres Argument wären die für den Arbeitgeber anfallenden Sozialversicherungsbeiträge:
      Im Minijob zahlt Ihr Arbeitgeber momentan in der Regel pauschale Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von 31,2 Prozent (bezogen auf den Verdienst des Arbeitgebers). Die Pauschalbeiträge im Minijob trägt Ihr Arbeitgeber grundsätzlich allein.
      Bei einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis – auch im Midijob – zahlt der Arbeitgeber jeweils den hälftigen Anteil zu allen Zweigen der Sozialversicherung. Für den Arbeitgeber sind das momentan ca. 21 Prozent des Entgeltes.

      Wir empfehlen Ihnen das Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber zu suchen und ihm Ihren Wunsch krankenversicherungspflichtig beschäftigt zu sein nahezulegen.

      Mit dieser Frage hat sich auch folgender Blog-Beitrag beschäftigt: https://blog.minijob-zentrale.de/2017/08/10/minijob-oder-midijob-was-passiert-mit-der-krankenkasse-nachgefragt-folge-20/

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  9. Hallo liebe Minijobzentrale,
    Mein Mann ist hauptberuflich Beschaeftigt dazu hat er einen 450euro Nebenjob der voll entlastet wird! Da er aber allein verdienen ist und ich fuer die Erziehung der Kinder zuständig bin möchte er noch einen weiteren job annehmen. Irgendwie hat die entsprechende Firma bei der er nun zusätzlich schaffen möchte erklärt das er noch 70 Stunden im Jahr steuerfrei arbeiten kann!!! Ich bin da sehr vorsichtig, Koennten sie mir vll. Weiter helfen?

  10. Hallo,

    ich arbeite im Öffentlichen Dienst halbtags und verdiene 1600€ Brutto. Bis vor kurzem hatte ich noch einen weiteren Job, wofür ich 720€ Brutto erhielt. Das Finanzamt forderte jährlich von mir 800-1000€ Steuernachzahlungen.

    Auf der Suche nach einem neuen 2. Job stellt sich mir die Frage, ob es nicht sinnvoller ist, einen Mini-Job anzunehmen, wobei es mir sehr wichtig ist Rentenbeiträge zu bezahlen, aber nicht unbedingt wieder hohe Steuernachzahlungen.

    Mini- oder Midi-Job für mich – was ist sinnvoller? Allerdings müssen für den 2. Job mindestens 500€ Netto herausspringen, damit es mir als Single zum Leben reicht.

    Herzlichen Dank im Voraus :-)

      • Vielleicht macht es Sinn den Minijob weiter zu machen und mit einem Teil des Geldes eine private Altersvorsorge aufzubauen. Nicht Riester. Es gibt hier weit interessantere Produkte wie ETF Sparpläne etc.

    • Hallo Sylwuscha,

      bitten entschuldigen Sie unsere verspätete Antwort. Ihren Kommentar haben wir tatsächlich übersehen.

      Im Rahmen eines Minijobs haben Sie die Möglichkeit regelmäßig 450 Euro monatlich zu verdienen. Ab 450,01 Euro handelt es sich um einen Midijob, der dann wiederum für Sie steuer – und sozialversicherungspflichtig ist.
      Das interessante im Minijob ist, dass Sie die 450 Euro brutto für netto erhalten können. Dazu müssten Sie sich zum einen von der Rentenversicherungspflicht im Minijob (3,6 Prozent vom Arbeitsentgelt) befreien lassen und der Arbeitgeber dürfte Sie im Minijob nicht nach Lohnsteuerklasse VI versteuern, sondern pauschal mit zwei Prozent.

      Informationen zur Besteuerung von 450-Euro-Minijobs finden Sie unter folgenden Link: https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/01_450_euro_gewerbe/08_steuerrecht/node.html

      Gestatten Sie uns abschließend noch folgenden Hinweis. Wir empfehlen Ihnen, bezüglich Ihrer Zahlung von Rentenbeiträgen in der zweiten Beschäftigung, eine Beratung bei Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  11. Hallo Minijob-Zentrale.

    Auch ich hätte eine Frage. Wir möchten gerne eine Haushaltshilfe als Midi-Jobberin einstellen – mit 720 Euro Gehalt im Monat. Sie ist über ihren Mann krankenversichert und hat zudem noch einem Minijob (4 h pro Woche).
    Was bedeutet dies hinsichtlich der Abgaben für die Arbeitnehmerin, bzw. für beide Arbeitgeber?

    • Guten Tag Frau Lahr,

      bei einer Beschäftigung mit einem Arbeitsentgelt von 720 Euro monatlich liegt ein Midijob vor. Dabei handelt es sich bereits um eine versicherungspflichtige Beschäftigung, die an die Krankenkasse Ihrer Beschäftigten zu melden ist. Ihre Haushaltshilfe ist durch den Midijob in allen Zweigen der Sozialversicherung selbst pflichtversichert. Bezüglich der zu zahlenden Sozialversicherungsbeiträge, für Sie als Arbeitgeberin und Ihre Haushaltshilfe, wenden Sie sich bitte an die Krankenkasse.

      Neben einer versicherungspflichtigen Beschäftigung ist ein 450-Euro-Minijob zulässig. Daher ändert sich für den Arbeitgeber im Minijob nichts.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  12. Hallo Team der Minijob-Zentrale,

    ich habe folgende Frage, ich hoffe Ihr könnt mir diese auch beantworten.

    Ich bin Beamter und verheiratet
    Meine Frau ist derzeit arbeitslos und das Arbeitslosengeld II läuft demnächst aus.
    Ein Anspruch auf ALG II Leistung hat meine Frau nicht.
    Meine Frau war bisher in der GKV versichert.
    Bei Ablauf der ALG I Leistung stellte sich die Frage für uns in der GKV freiwillig Versichert oder in die PKV 30% mit Beihilfe 70%
    Die PKV+Beihilfe ist für uns wesentlich günstiger.

    Was passiert, wenn meine Frau einen Midijob anfängt (Gleitzone)

    Muss meine Frau dann wieder zwingend in eine GKV Versicherung wechseln oder kann Sie weiter in der PKV unter Beachtung der jeweiligen Beihilfevorschriften bleiben (also PKV+Beihilfe).

    Ich hoffe Ihr könnt mir diese Frage beantworten.

    Mit freundlichen Grüßen

    • Hallo Flo Ke,

      mit Aufnahme eines Midijobs tritt Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung ein. Es gibt jedoch Ausnahmen, die eine Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung ausschließen.

      Bitte wenden Sie sich mit Ihrer Frage an die gesetzliche Krankenkasse Ihrer Frau.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  13. Was ist zu beachten, wenn der Arbeitnehmer im Midijob privat versichert ist? Löst die GKV sofort mit der Beschäftigungsaufnahme die PKV ab?

    • Guten Tag Frau Fuchs,

      grundsätzlich tritt mit Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung Krankenversicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung ein. Es kann jedoch Ausnahmen geben, dass eine Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht mehr möglich ist.
      Daher empfehlen wir, diese Frage immer an die relevante Krankenkasse zu richten.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  14. Hallo, wenn ich einer Firma einen Midijob ausübe und zusätzlich in einer anderen Firma auch in die Gleitzone komme,wie wird das dann abgerechnet? Fallen dann beide Beschäftigungen aus der Gleitzone?
    Vielen Dank für die Antwort

    • Die Entgelte der Midijobs werden zusammengerechnet, damit fallen beide aus der Gleitzone raus.

    • Hallo Frau Schneider,

      bei Mehrfachbeschäftigten kann die Frage, ob die besonderen beitragsrechtlichen Regelungen der Gleitzone anzuwenden sind, nur von allen Arbeitgebern gemeinsam geklärt werden. Deshalb ist es wichtig, dass die für die versicherungs- und beitragsrechtliche Beurteilung relevanten Daten allen Arbeitgebern bekannt sind. Der Beschäftigte ist verpflichtet, seinen Arbeitgeber über die Aufnahme einer weiteren Beschäftigung rechtzeitig zu informieren. Wird durch die Zusammenrechnung der Beschäftigungen die zulässige Höchstgrenze in der Gleitzone in Höhe von 850 Euro überschritten, können die betroffenen Arbeitgeber die Gleitzonenregelung nicht mehr anwenden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    • Hallo,

      vielen Dank für den Hinweis. Der Beitrag zur Rentenversicherung beläuft sich insgesamt auf 18,6 Prozent. Somit 9,30 Prozent für den Arbeitgeber. Wir werden dies umgehend in unserem Blog-Beitrag berichtigen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  15. Hallo Ihre Kommentare gefallen mir.Ich bin Rentner und habe einen Midijob.Werde aber wie ein Minijober berechnet.Was mache ich falsch, und an wen muß ich mich wenden um mehr aus meiner Beschäftigung herraus zu holen.Mir werden jeden Monat Steuern abgezogen

    • Die Steuerlast hängt grundsätzlich vom zu versteuernden Einkommen ab. Das hat nichts mit Mini oder Midjob zu tun. Allerdings wird als Sonderregelung beim Minijob nur eine Steuer von 2% erhoben. Damit wäre als die Leistung eines Minijobs steuerlich günstiger als ein Midijob. Die Sozialabgaben sind relativ die gleichen.

    • Guten Tag Herr Barthel,

      die versicherungsrechtliche Beurteilung der Beschäftigung obliegt Ihrem Arbeitgeber. Wie in unserem Blog-Beitrag beschrieben muss bei einem Midijob das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt über 450 Euro liegen. Wir empfehlen Ihnen daher, mit Ihrem Arbeitgeber bezüglich der Modalitäten Ihrer Beschäftigung zu sprechen.

      Hinweis:
      Auch in einem Minijob können dem Arbeitnehmer Steuern abgezogen werden, da die Art der Besteuerung durch den Arbeitgeber bestimmt wird. Er entscheidet, ob der Minijob pauschal mit zwei Prozent versteuert wird oder individuell nach der Lohnsteuerklasse. Lesen Sie hierzu auf unserer Homepage den Beitrag zur Besteuerung von 450-Euro-Minijobs.

      https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/03_infos_fuer_arbeitgeber_und_entgeltabrechner/07_was_steuerlich_beachten/01_besteuerung_450/node.html

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  16. Man darf hier nicht vergessen, dass auch der Arbeitgeber Vorteile hat. Er bezahlt um ca. 10 % weniger Beiträge in die gesetzliche SV!!!!

    • Der Vergleich bezieht sich wohl auf Mini- zu Midijob? Ja im Minijob sind die Belastungen für den Arbeitgeber rel. niedriger! Das ist ja der Sinn der Sache!

      • Hallo Herr Wollheim,

        in einem Minijob belaufen sich die Belastungen des Arbeitgebers auf 31,20 Prozent vom Arbeitsentgelt. Es ist korrekt, dass die Arbeitgeberbeiträge in einem Midijob geringer sind.

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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