Minijob und Hauptjob beim gleichen Arbeitgeber. Geht das? (Nachgefragt #25)

Nicht selten haben Arbeitnehmer mit einem versicherungspflichtigen Hauptjob die Möglichkeit, bei dem selben Arbeitgeber noch einen anderen Job anzunehmen. Meist handelt es sich dabei um eine zusätzliche Beschäftigung in einem anderen Arbeitsbereich mit geringer Stundenzahl im Monat.

Lisa aus Traunstein ist in einem Hotel in ihrer Hauptbeschäftigung als Servicekraft beschäftigt. Das Hotel gehört zu einer GmbH, die auch noch eine Diskothek betreibt. Hier kann Sie zusätzlich noch 450 Euro im Monat verdienen. Diesen Job möchte Sie gerne als Minijob ausüben – geht das denn?

Beantwortet von Susan aus dem Service-Center:

Hallo Lisa,

Susan

Susan hilft bei Fragen zu Minijob und Hauptjob

leider nein. Neben einer Hauptbeschäftigung kann zwar jeder zusätzlich einen 450-Euro-Minijob ausüben – jedoch nicht beim selben Arbeitgeber.

Da der Besitzer des Hotels und der Diskothek ein und dieselbe juristische Person ist, liegt in dem von Ihnen geschildertem Fall ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis vor. Dass Sie zwei unterschiedliche Tätigkeiten ausüben, ist nicht relevant. Rechtlich gesehen haben Sie einen Arbeitgeber, der Ihnen einen Gesamtverdienst für Ihre Tätigkeiten im Hotel und in der in Diskothek zahlt. Der Job in der Diskothek kann also nicht gesondert auf Minijob-Basis abgerechnet werden.

Genauso verhält es sich auch bei natürlichen Personen, wie zum Beispiel einem Arzt, der neben seiner Praxis noch ein Labor betreibt.

Nur wenn Sie aus rechtlicher Sicht bei verschiedenen Arbeitgebern, also verschiedenen juristischen oder natürlichen Personen arbeiten, wird nicht von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis ausgegangen. Dann können Sie neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung auch einen 450-Euro-Minijob ausüben. Dies wäre auch möglich, wenn die GmbH X und die GmbH Y von ein und demselben Geschäftsführer geführt werden.

Wie ein Arbeitgeber definiert ist, finden Sie hier.

Weitere Informationen zu „Mehreren 450-Euro-Minijobs“ finden Sie auf unserer Internetseite

Ähnlicher Beitrag im Blog:

Nachgefragt (10): Mehrere Minijobs neben einer Hauptbeschäftigung

66 Kommentare zu “Minijob und Hauptjob beim gleichen Arbeitgeber. Geht das? (Nachgefragt #25)

  1. Guten Morgen

    Ich suche einen Job. In einer Hotelfirma wurde mir ein Arbeitsvertrag in einem Hotel und ein Minijob in einem anderen Hotel der gleichen Firma angeboten. Aber diese beiden Hotels sind eine unterschiedliche GmbH.

    Ist das legal?

    Vielen Dank

    • Hallo Frau Manzano,

      für die Prüfung der Frage, ob ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis vorliegt, ist entscheidend, dass es sich rechtlich um ein und denselben Arbeitgeber handelt. Das heißt, um ein und dieselbe natürliche oder juristische Person oder Personengesellschaft.

      Nur wenn Sie aus rechtlicher Sicht bei verschiedenen Arbeitgebern, also verschiedenen juristischen oder natürlichen Personen arbeiten, wird nicht von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis ausgegangen. Dann können Sie neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung auch einen 450-Euro-Minijob ausüben.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  2. Hallo,

    funktioniert es das ich bei Arbeitgeber A angestellt bin, dieser mich an Arbeitgeber B verleiht und ich bei Arbeitgeber B gleichzeitig noch einen Minijob ausübe? Dies wären grds. 2 vollkommen verschiedene natürliche Personen bei denen ich angestellt bin.

    • Hallo,

      bei rechtmäßiger Arbeitnehmerüberlassung ist der Arbeitgeber der Verleiher. Der Entleiher kann den überlassenen Arbeitnehmer grundsätzlich immer im Rahmen einer eigenständigen Beschäftigung zusätzlich beschäftigen. Dies kann auch auf Basis eines 450-Euro-Minijobs erfolgen. Ein Verstoß gegen das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) liegt hier nicht vor.

      Ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis ist bei einer zusätzlichen Beschäftigung bei dem Entleiher somit grundsätzlich nicht anzunehmen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  3. Hallo,
    anbei eine komplexe Frage.
    Derzeit bin ich Angestellter in einer oHG. Diese wird umfirmiert in eine GmbH & Co. KG, in dieser werde ich weiterhin angestellt sein. Die GmbH ist mit der Geschäftsführung der GmbH & Co. KG beauftragt. Ist es hier möglich einen Minijob in der GmbH zusätzlich zu der Hauptbeschäftigung anzumelden?
    Die GmbH, als juristische Person, ist dabei Gesellschafter der KG, allerdings sind die Gesellschafter der GmbH, zwei natürliche Personen, nicht Gesellschafter der KG.
    Für diesen komplexen Sachverhalt habe ich derzeit noch keine Aussage finden können.

    • Hallo Marc,

      grundsätzlich sind Fälle denkbar, in welchen eine solche Konstellation möglich wird. Um hierzu jedoch eine fundierte Auskunft geben zu können, benötigen wir mehr Informationen.

      Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir eine so komplexe Fragestellung, auch aus Gründen des Datenschutzes, nicht im Rahmen unseres öffentlichen Blogs beantworten können. Wir empfehlen Ihnen daher eine schriftliche Anfrage zur Klärung des Sachverhaltes.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  4. Hallo, ich mache gerade eine betriebliche Umschulung, die von der Rentenversicherung finanziert wird. Der Betrieb, der mich unentgeltlich ausbildet hat mir nun einen 450 Euro Job für eine andere Tätigkeit am Wochenende angeboten. Die Rentenversicherung meinte, dass ich das machen kann und das dieses Geld nicht auf mein Übergangsgeld angerechnet wird.

    • Hallo,

      mit denen uns vorliegenden Informationen können wir nicht abschließend beurteilen, ob Sie neben Ihrer betrieblichen Umschulung noch einen 450-Euro-Minijob bei dem gleichen Arbeitgeber ausüben können.

      Ob ein Minijob neben einer Schulungsmaßnahme möglich ist, ist abhängig von den Umständen des Einzelfalls (u.a. die Art der Schulungsmaßnahme). Ihr Arbeitgeber kann sich für eine versicherungsrechtliche Beurteilung, unter Vorlage der entsprechenden Unterlagen, an die Minijob-Zentrale wenden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  5. Hallo,

    Haupt- und Mininijob (450 €) im gleichen Arbeitsplatz bei zwei unterschiedlichen Arbeitgebern möglich z.B. Minijob bei einem Subunternehmen?

    Vielen Dank für die Antwort

    • Hallo,

      für die Prüfung der Frage, ob ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis vorliegt,
      ist entscheidend, dass es sich rechtlich um ein und denselben Arbeitgeber handelt. Das heißt, um ein und dieselbe natürliche oder juristische Person oder Personengesellschaft.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  6. Hallo Minijob Zentrale, darf ein Auszubildender bei dem gleichen Arbeitgeber noch einen Minijob ausführen? z.B. an Wochenenden?

    • Hallo,

      das ist nicht möglich. Übt ein Arbeitnehmer eine Ausbildung und einen Minijob bei ein und demselben Arbeitgeber aus, geht man von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis aus. Beide Tätigkeiten sind im Rahmen der Berufsausbildung versicherungspflichtig zur Krankenkasse des Arbeitnehmers zu melden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  7. Hallo Minijob Zentrale, darf ein Auszubildender beim gleichen Arbeitgeber auch als Minijobber z.B. an Wochenende tätig sein?

    • Hallo,

      das ist nicht möglich. Übt ein Arbeitnehmer eine Ausbildung und einen Minijob bei ein und demselben Arbeitgeber aus, geht man von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis aus. Beide Tätigkeiten sind im Rahmen der Berufsausbildung versicherungspflichtig zur Krankenkasse des Arbeitnehmers zu melden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  8. Hallo, ist es möglich von einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung für einen Zeitraum von ein paar Monaten in einen Mini-Job zu wechseln und dann wieder zurück zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung? Dies alles beim gleichen Arbeitgeber,

    • Hallo Andreas,

      mit jeder dauerhaften Veränderung im Beschäftigungsverhältnis haben Arbeitgeber dieses sozialversicherungsrechtlich neu zu beurteilen. Die Beurteilung umfasst in der Regel den vorausschauenden Zeitraum von 12 Monaten. Ist dem Arbeitgeber von vornherein bekannt, dass die monatlich durchschnittliche Verdienstgrenze von 450 Euro im Beurteilungszeitraum überschritten wird, liegt in der Regel kein Minijob vor. Treten jedoch Veränderungen im Beschäftigungsverhältnis ein, welche der Arbeitgeber in seiner vorausschauenden Prognose noch nicht berücksichtigen konnte, erfolgt eine erneute vorausschauende Beurteilung.

      Ein Wechsel in eine versicherungspflichtige Beschäftigung oder wieder in einen 450-Euro-Minijob ist daher grundsätzlich möglich, jedoch vom Einzelfall abhängig. Gern stehen wir Ihnen unter der Rufnummer 0355 2902 70799 für eine Beratung im Einzelfall zur Verfügung.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      • Liebe Minijobzentrale,
        wir haben jetzt einen ähnlichen Fall.
        Die Kollegin hat spontan in der Probezeit ihren Hauptjob bei uns gekündigt.
        Wir würden uns gerne mit ihr einigen, für ein paar Stunden als geringfügig Beschäftige bei uns zu arbeiten.
        Ist das möglich?
        Ich würde mich freuen, bald von Ihnen zu hören.
        Freundliche Grüße

        • Guten Tag,

          grundsätzlich ist auch dass möglich. Schließen Sie mit der Mitarbeiterin einen neuen Vertrag im Rahmen eines Minijobs, ist von einer neuen dauerhaften Veränderung auszugehen. Die Beurteilung wird ab Vertragsbeginn erneut vorausschauend für den Zeitraum von maximal 12 Monaten vorgenommen. Überschreitet der zu erwartende monatliche Verdienst (inklusive evtl. vereinbarter Einmalzahlungen) die Grenze von 450 Euro im Durchschnitt nicht, liegt ein Minijob vor.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  9. Hallo,

    Personen A und B sind an die GmbH 1 beteiligt. Gleichzeitig sind sie auch an die GmbH 2 beteiligt (gleiche Beteiligungsquote). Beide GmbH´s führen unterschiedliche Tätigkeiten aus.
    5 Mitarbeiter der GmbH 1, die Vollzeit angestellt sind, führen auch Tätigkeiten für die GmbH 2 im geringen Umfang aus (ca. 5-10 Std. Woche).
    Ist es möglich dass die 5 Mitarbeiter, die bei der GmbH 1 Lohnsteuer- und SV-Pflichtig angestellt sind auch gleichzeitig bei der GmbH 2 als 450-Euro Arbeitnehmer angestellt werden?
    Sind beide GmbH`s als zwei unterschiedliche Arbeitgeber zu beurteilen? auch wenn die Gesellschafter und Geschäftsführer gleiche Personen sind?

    • Hallo,

      für die Prüfung der Frage, ob ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis vorliegt, ist allein entscheidend, dass es sich rechtlich um ein und denselben Arbeitgeber handelt. Das heißt, um ein und dieselbe natürliche oder juristische Person oder Personengesellschaft. Da es sich in Ihrem Sachverhalt um zwei unterschiedliche GmbH’s handelt und somit um zwei unterschiedliche juristische Personen, können die Arbeitnehmer in beiden GmbH’s tätig sein.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  10. Der Mitarbeiter ist Vollzeit-Angestellter bei einer GmbH im Baugewerbe, ist es dem Geschäftsführer der GmbH trotzdem möglich diesen Mitarbeiter zusätzlich als private Haushaltshilfe anzumelden?

    • Hallo Karina,

      für die Prüfung der Frage, ob ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis vorliegt, ist allein entscheidend, dass es sich rechtlich um ein und denselben Arbeitgeber handelt. Das heißt, um ein und dieselbe natürliche oder juristische Person oder Personengesellschaft.

      In Ihrem konkreten Fall wird die Hauptbeschäftigung bei einer GmbH ausgeübt. Es handelt sich dabei um eine juristische Person. Stellt der Geschäftsführer der GmbH den gleichen Arbeitnehmer in seinem Privathaushalt ein, tritt er als natürliche Person auf. Demzufolge handelt es sich rechtlich um zwei verschiedene Arbeitgeber. Von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis ist hier nicht auszugehen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  11. Hallo habe eine Frage Arbeiter arbeitet bei der Fa. A als Fräser und möchte in Fa.b auch als Fräser arbeiten als 450€ kraft. Fa.B Fräst aber für eine andere Sache /Branche Teile als Fa.A ist das erlaubt ?

    • Hallo Peter,
      Nebentätigkeiten müssen vom Hauptarbeitgeber nicht genehmigt werden. Der Arbeitnehmer ist jedoch verpflichtet, eine geplante Nebentätigkeit vor Aufnahme anzuzeigen, wenn dies vertraglich/tarifvertraglich vereinbart ist oder die Interessen des Arbeitgebers tangieren kann. So hat der Arbeitgeber zum Beispiel ein berechtigtes Interesse daran, zu erfahren,

      · ob der Arbeitnehmer im Konkurrenzbereich tätig wird,
      · sozialversicherungsrechtliche Überschneidungen bestehen (450-Euro-Jobs)

      oder

      · die Grenzen des Arbeitszeitgesetzes durch die Nebentätigkeit die Haupttätigkeit beeinträchtigen.

      Vertraglich vereinbarte Nebentätigkeitsverbote oder Genehmigungserfordernisse sind wegen der grundgesetzlich garantierten Berufsfreiheit des Arbeitnehmers nicht pauschal zulässig. Sie sind so auszulegen, dass nur solche Nebentätigkeiten verboten sind, die gegen berechtigte Interessen des Arbeitgebers verstoßen. Grundsätzlich besteht aber kein Anspruch des Arbeitgebers darauf, dass Arbeitnehmer nur für ihn tätig sind. Solange keine berechtigten Einwände bestehen, muss der Arbeitgeber Nebentätigkeiten genehmigen.

      Arbeitnehmer dürfen ihrem Arbeitgeber nicht in dessen Geschäftsbereich Konkurrenz machen. Dies ergibt sich aus dem sogenannten Wettbewerbsverbot, geregelt in § 60 Handelsgesetzbuch (HGB). Hierbei kommt es grundsätzlich nicht auf die Tätigkeit des Arbeitnehmers sondern die Wettbewerbssituation des Arbeitgebers an. So kann zum Beispiel auch die Buchhalterin eines Einzelhandelsunternehmens Konkurrenz dadurch ausüben, dass sie einen Nebenjob als Reinigungskraft in einem anderen Supermarkt antritt.

      Im Übrigen muss darauf geachtet werden, dass beide Arbeitsverhältnisse nicht gemeinsam die Höchstgrenzen des Arbeitszeitgesetzes überschreiten. Insbesondere die elfstündige Ruhezeit zwischen den täglichen Arbeitszeiten wird häufig durch abendliche Nebenjobs in Kneipen oder Diskotheken unterschritten. Hier hat der Hauptarbeitgeber Anspruch darauf, dass die Nebentätigkeit beschränkt wird.
      Während des Urlaubs darf der Arbeitnehmer keine dem Erholungszweck widersprechende Erwerbstätigkeit leisten.

      Was dem Erholungszeck dient oder widerspricht, ist abhängig vom Einzelfall. Körperliche Anstrengungen an frischer Luft (z.B. als Erntehelfer im Weinbau) können zum Beispiel durchaus zur Erholung vom „Schreibtischjob“ dienen und zulässig sein.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  12. Hallo,

    ich bin bisher immer davon ausgegangen dass es eine tarifrechtliche Sache ist ob man 2 Jobs bei demselben Arbeitgeber haben kann, z.B. im TVÖD im Öffentlichen Dienst. Ist das gesetzlich geregelt, sprich gilt es unabhängig von der Branche bzw. unabhängig ob ein Tarifvertrag besteht dass ein Hauptjob und ein Minijob immer als ein Arbeitsvertrag zu sehen ist?

    Wie sieht es mit dem Urlaubsanspruch aus?
    Der gesetzliche Urlaubsanspruch beträgt bei einer 5-Tage-Woche im Hauptjob 20 Tage. Im konkreten Fall wird der 6. Tag in der Woche durch den Minijob abgedeckt. Wird, was den Urlaubsanspruch angeht, bei 2 Jobs bei einem Arbeitgeber, dann ebenfalls von einem Arbeitsvertrag ausgegangen, sprich hat der Arbeitnehmer dann Anspruch auf 24 Tage bei einer so abgedeckten 6 Tage-Woche?

    Danke.

    • Hallo Martin,

      übt ein Arbeitnehmer bei demselben Arbeitgeber gleichzeitig mehrere Beschäftigungen aus, ist ohne Rücksicht auf die arbeitsvertragliche Gestaltung sozialversicherungsrechtlich von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis auszugehen. Die Art der jeweils ausgeübten Beschäftigung ist dabei unbedeutend. Es ist also nicht erforderlich, dass innerhalb eines Arbeitgebers gleiche oder funktionsverwandte Tätigkeiten ausgeübt werden. Die Annahme eines einheitlichen Beschäftigungsverhältnisses hat in der Praxis vor allem Bedeutung im Zusammenhang mit der Ausübung eines Minijobs. Ein 450-Euro-Minijob wird mit einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung nicht zusammengerechnet. Liegt aber ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis vor, muss die Minijob-Beschäftigung mit der Hauptbeschäftigung zusammengerechnet werden. Der gesamte Verdienst ist dann versicherungspflichtig an die Krankenkasse zu melden.

      Zu Ihrer zweiten Frage bezüglich des Urlaubsanspruchs: Wir gehen davon aus, dass es sich in Ihrem geschilderten Fall um ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis handelt. Somit richtet sich der Urlaubsanspruch nach den gesamten geleisteten Wochenarbeitstagen. Das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber. Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  13. Frage: wie ist es mit der Verteilung der wöchentlichen Stunden?
    Darf man im Minijob bei einem Stundenlohn von 10,00 € in einer Woche 20 Stunden
    arbeiten und in der nächsten Woche dafür nicht?

    • Hallo Frau Berg,

      die arbeitsvertragliche Vereinbarung der wöchentlich zu leistenden Stunden obliegt Ihrem Arbeitgeber zusammen mit Ihnen. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich Auskünfte zur versicherungsrechtlichen Beurteilung der Beschäftigung. Ein 450-Euro-Minijob liegt demnach immer dann vor, wenn Ihr durchschnittlicher monatlicher Verdienst 450 Euro nicht überschreitet.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen eine Beratung beim Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit- und Soziales zum Thema Arbeitsrecht. Das Bürgertelefon erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  14. Ich hab da eine Frage.. wenn man Vollzeit bei einen Pflegedienst arbeitet darf ich dann bei einen anderen pflegedienst auf basis arbeiten?

    • Hallo,

      neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung (Vollzeitjob) können Sie einen 450-Euro-Minijob ausüben.

      Nebentätigkeiten müssen vom Hauptarbeitgeber nicht genehmigt werden. Der Arbeitnehmer ist jedoch verpflichtet, eine geplante Nebentätigkeit vor Aufnahme anzuzeigen, wenn dies vertraglich/tarifvertraglich vereinbart ist oder die Interessen des Arbeitgebers tangieren kann. So hat der Arbeitgeber zum Beispiel ein berechtigtes Interesse daran, zu erfahren,

      · ob der Arbeitnehmer im Konkurrenzbereich tätig wird,
      · sozialversicherungsrechtliche Überschneidungen bestehen (450-Euro-Jobs) oder
      · die Grenzen des Arbeitszeitgesetzes durch die Nebentätigkeit die Haupttätigkeit beeinträchtigen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  15. Guten Tag, ich aber eine frage, ich arbeiten bei eine Firma an 450 euro Basis, ich verdient circa 200 euro, dann ich will noch eine jobs da zu verdint 180 euro mit andere Firma gehts so? Mit 2 Firma.
    Vielen Dank.

    • Hallo darf ich in einer Unternehmensgruppe mit mehreren Häusern/Pflegeheimen. In dem einen Heim festgestellt sein (Hauptjob) und in den anderen auf 450,- Euro arbeiten? Die Heime liegen ca 50 km auseinander und arbeiten soweit eigenständig Der Arbeitsvertrag wurde von einem anderen Betrieb mit dem Arbeitnehmer abgeschlossen. Durch Verkauf des Hauses wurden die Arbeitsverträge für 1 Jahr von der oben genannten Gruppe übernommen. Sodass nun beide Jobs in der selben Unternehmensgruppe wären. Vielen Dank

      • Hallo Rolly,

        wenn es sich wie bereits im Blogbeitrag geschildert um zwei gleiche juristische Personen handelt liegt ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis vor. Hat der Arbeitgeber mehrere Betriebsstätten, ist unabhängig davon, in welchen Betrieben (Häusern/Pflegeheimen) Sie die Beschäftigung ausüben, von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis auszugehen.

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  16. Guten Tag, ich habe hier eine Anfrage ob folgende Konstellation geht: Ein Arbeitnehmer X hat eine Hauptbeschäftigung bei einem Unternehmen A. Ferner einen Minijob bei einem fremden Unternehmen B. Dieses verleiht X an Unternehmen A (Erlaubnis Arbeitnehmerüberlassung liegt vor). Dort macht er die identische Arbeit wie in seiner Hauptbeschäftigung.

    LG Iris

    • Hallo Iris,

      privatrechtliche Vereinbarungen, die zum Nachteil des Sozialleistungsberechtigten von den Vorschriften des Sozialgesetzbuchs abweichen, sind nach § 32 Sozialgesetzbuch -Erstes Buch- (SGB I) nichtig.

      Dies gilt insbesondere im Fall der Arbeitnehmerüberlassung, wenn ein Teil des Arbeitsverhältnisses auf ein Leiharbeitsunternehmen übergeht, dieses die Arbeitnehmer „zurück“ verleiht und diese dort die gleichen bzw. (berufstypisch) vergleichbare Tätigkeiten unter gleichen Direktiven wie bisher verrichten.

      Wir möchten Ihnen diesen Sachverhalt an einem Beispiel verdeutlichen:

      Die Z GmbH beschäftigt mehrere Arbeitnehmer als Verkäufer in ihren Supermärkten. Für die Regalauffüllung mit neuen Waren aus Sonderaktionen lässt sie sich diese Arbeitnehmer über ein Leiharbeitsunternehmen im Rahmen geringfügiger Beschäftigungen verleihen. Die Beschäftigungen werden im Rahmen einheitlicher Beschäftigungsverhältnisse ausgeübt, da die berufstypische Mehrarbeit der Arbeitnehmer für die Z GmbH über ein Verleihunternehmen eine zum Nachteil des sozialversicherungsrechtlichen Schutzes der Arbeitnehmer führende Vertragsgestaltung darstellt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    • Hallo Anina Maria,

      ja, das ist möglich. Wenn Sie keine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung haben, können Sie mehrere 450-Euro-Minijobs nebeneinander ausüben. Der gesamte monatliche Verdienst darf jedoch durchschnittlich 450 Euro nicht überschreiten.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  17. Hallo! Wenn ich als Geschäftsführer einer GmbH angestellt bin und dazu noch ein Nebengewerbe als Reinigungskraft anmelde, darf ich da in der GmbH putzen und dieser dann mtl eine Rechnung stellen?

    • Hallo,
      die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. Bei Minijobs handelt es sich um abhängige Beschäftigungsverhältnisse.
      Wir empfehlen Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer Fragestellung an Ihr zuständiges Finanzamt wenden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  18. Hallo,

    wie sieht es aus, wenn ein Arbeitnehmer bei einem Einzelunternehmen SV-pflichtig beschäftigt wird und bei einer GmbH & Co.KG als 450,00 € Kraft. Der Einzelunternehmer ist von der GmbH 100 %-iger Gesellschafter. Die ausgeführten Tätigkeiten sind bei beiden Unternehmen sehr ähnlich.

    • Hallo,

      grundsätzlich handelt es sich bei einem Einzelunternehmen und einer GmbH & CO KG um zwei unterschiedliche juristische Personen. Zwei parallel bestehende Beschäftigungsverhältnisse sind daher grundsätzlich nicht ausgeschlossen.

      Jedoch sind zeitgleich bestehende Arbeits-/Auftragsverhältnisse mit Ein-Personen-GmbHs, deren Leitung zwar rechtlich dem jeweiligen Organ (Geschäftsführer) bzw. der jeweiligen juristischen Person (Ein-Personen-GmbH) obliegt, hinter dem aber der Geschäftsführer als Alleingesellschafter und damit stets ein und dieselbe natürliche Person steht, einer kritischen Prüfung zu unterziehen.

      Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir eine so umfangreiche Prüfung im Rahmen unseres öffentlichen Blogs nicht vornehmen können.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  19. Hallo liebes Team,

    ich glaube zwar die Antwort zu kennen aber sicher ist sicher.
    Es geht um das Arbeitsverhältnis in zwei Geschäften die einem Inhaber gehören. Beide Geschäfte haben eine eigene Betriebsnummer. Können die Angestellten in einem Geschäft sozialversicherungspflichtig und im anderen sozialversicherungsfrei beschäftigt werden.

    Vielen Dank für die Antwort.

    • Hallo,

      auch hier gilt: Wichtig für die Beurteilung ist, wer den anderen Part der Vertragsbeziehung ausübt. Handelt es sich hier um ein und dieselbe juristische Person, ist von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis auszugehen – unabhängig davon, welche Betriebsnummern für die Geschäfte vergeben sind. Handelt es sich um unterschiedliche juristische Personen, ist grundsätzlich von zwei getrennt zu beurteilenden Beschäftigungsverhältnissen auszugehen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  20. Hallo ich habe noch eine Frage zu einem obigen Thema:
    Wenn ein Mitarbeiter sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist bei Arbeitgeber A und einen Minijob bei Arbeitgeber B hat (das eine GmbH und das andere GmbH und Co kG), dann ist das ja völlig in Ordnung. Wenn nun aber der Mitarbeiter mit der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung beim Arbeitgeber A pädagogische Dienste in einer Wohngruppe macht und diese Dienste normal abgerechnet bekommt und der gleiche Mitarbeiter aber auch in der gleichen Wohngruppe einen anderen Dienst macht (hier Nachtbereitschaft) und vom Arbeitgeber B über einen Minijob abgerechnet bekommt, der (der Arbeitgeber B) aber diese Tätigkeit an den Arbeitgeber A verkauft, … geht das? Werden dann die Beschäftigungsverhältnisse , weil sie allesamt beim Arbeitgeber A „stattfinden“, zusammengerechnet? Es sind ja zwei Arbeitgeber mit rechtlich getrennten Arbeitsverhältnissen, aber mit einer Tätigkeit in der gleichen Wohngruppe, jedoch mit getrennten „Diensten“. ???

    • Hallo,

      Sie schildern, dass der Arbeitnehmer eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung bei Arbeitgeber A und einen Minijob bei Arbeitgeber B hat. Ihre Erläuterung verstehen wir so, dass es sich bei beiden Arbeitgebern – A betreibt eine GmbH und B eine GmbH und Co KG – um unterschiedliche juristische Personen handelt. Damit wäre grundsätzlich von zwei unterschiedlichen Beschäftigungsverhältnissen auszugehen, selbst wenn der vertraglich vereinbarte Beschäftigungsort in beiden Tätigkeiten der gleiche wäre.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      • Sie haben genau richtig verstanden. Ein Arbeitnehmer ist bei GmbH-Arbeitgeber A (sozialversicherungspflichtig) und bei GmbH&CoKG-Arbeitgeber B (Minijob) angestellt und arbeitet bei Arbeitgeber A hier: im pädagogischen Dienst. Er hätte grundsätzlich Tagdienste und Nachtdienste abzuleisten. Die Tagdienste würden über Arbeitgeber A abgerechnet und die Nachtdienste über Arbeitgeber B auf Minijobbasis. Sie schreiben: „… selbst wenn der vertraglich vereinbarte Beschäftigungsort in beiden Tätigkeiten der gleiche wäre.“ Kann man dann dem noch hinzufügen, dass es dann darüber hinaus auch egal wäre, wenn es sich in diesem Fall um ähnlich gelagerte Tätigkeiten am gleichen Arbeitsort handelte? Wenn der Arbeitsort egal ist, ist das ja schon mal toll, aber ist dann auch egal, ob es sich bei beiden Beschäftigungen um ähnlich gelagerte Tätigkeiten handelt?

    • Hallo,

      grundsätzlich gilt, dass bei zwei Arbeitsverträgen bei zwei unterschiedlichen Arbeitgebern (jeweils verschiedene juristische Personen) von zwei unabhängigen Beschäftigungen auszugehen ist. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir an dieser Stelle keine umfassende rechtliche Beurteilung vornehmen können. Für weitere Detailfragen dürfen Sie sich aber gerne schriftlich an uns wenden. Unser Kontaktformular finden Sie unter minijob-zentrale.de.

      https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/01_450_euro_gewerbe/node.html

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      • Das könnte das Hauptzollamt aber ganz anders beurteilen, besonders wenn die GmbH und die GmbH & Co. KG in einer gewissen Beziehung zueinander stehen,
        z. B. wenn die Geschäftsführung ähnlich bis gleich ist oder gar die GmbH als Komplementär, also als Vollhafter zur GmbH & Co. KG fungiert und dann noch die Tätigkeiten ähnlich gelagert sind!

        • Hallo,

          wir beziehen uns hier ausschließlich auf grundsätzliche Regelungen. Wir stimmen Ihnen zu in der Aussage, dass Beschäftigungen bei verschiedenen Arbeitgebern mit besonderer Verflechtung zum sozialversicherungsrechtlichen Schutz von Arbeitnehmerinteressen und zur Abwehr möglicher Manipulationsmöglichkeiten zu Lasten der Solidargemeinschaft kritisch beurteilt werden sollten – insbesondere, wenn die Leitung dieser Unternehmen zwar dem jeweiligen Organ (z. B. Geschäftsführer) der jeweiligen juristischen Person (z. B. Ein-Personen-GmbH) obliegt, hinter dem aber der Geschäftsführer als Alleingesellschafter und damit stets ein und dieselbe natürliche Person steht. Aus diesem Grund können wir im Rahmen dieses Blogs auch keine Einzelfallbeurteilungen vornehmen. Diese wäre nur im Rahmen einer schriftlichen Einzelfallanfrage möglich.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  21. Hallo, wie sieht es aus, wenn ich eine Ausbildung mache und gleichzeitig bei demselben Arbeitgeber einen Minijob ausüben möchte?
    Vielen Dank.

    • Hallo Laura,

      wenn Sie Ihre Ausbildung und einen Minijob bei ein und demselben Arbeitgeber ausüben ist grundsätzlich von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis auszugehen. Beide Beschäftigungen müssten dann einheitlich versicherungspflichtig zu Ihrer Krankenkasse gemeldet werden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  22. Hallo Team der Minijob-Zentrale ,
    wie sieht es mit einem Betriebsrentner aus, der auf 450€ Basis beim alten Arbeitgeber weiter beschäftigt werden möchte? Ist hier auch von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis auszugehen? Oder darf der Betriebsrentner als Minijobber beschäftigt werden? (mit pauschaler RV/KV und pauschale Lohnsteuer)

    Viele Grüße
    Pauly

    • Hallo Pauly,

      ein Betriebsrente ist eine Form der betrieblichen Altersvorsorge. Sofern der betreffende Arbeitnehmer von Ihrem Unternehmen nur eine Betriebsrente erhält, ist dies kein abhängiges Beschäftigungsverhältnis. Ein 450-Euro-Minijob ist in diesem Zusammenhang bei demselben Unternehmen unschädlich.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  23. Hallo,
    ich bin Freiberufler und darf ja, wei jeder andere auch zusätzlich einen 450 Euro-Job ausüben. Wie ist das denn hier mit der 1 Arbeitgeber-Regel. Kann ich neben den monatlich abgerechneten Aufträgen auch Stunden über einen 450 Eeuro job bei der selben Firma machen?
    VG

    • Hallo Uwe,

      grundsätzlich ist eine selbständige Tätigkeit neben einem gleichzeitig bestehenden abhängigen Beschäftigungsverhältnis bei demselben Arbeit- bzw. Auftraggeber rechtlich möglich.

      Da uns keine genaueren Informationen vorliegen, können wir Ihre Frage nur allgemein beantworten.

      Werden die Beschäftigung und die selbständige Erwerbstätigkeit bei einem Arbeitgeber unabhängig voneinander ausgeübt, liegt eine sogenannte gemischte Tätigkeit vor, bei der die abhängige Beschäftigung und die selbständige Erwerbstätigkeit nebeneinander stehen und rechtlich getrennt zu beurteilen sind. Allerdings gelten aufgrund der weisungsgebundenen Eingliederung im Rahmen der Beschäftigung und der erforderlichen weisungsfreien Ausgestaltung der selbständigen Tätigkeit strenge Maßstäbe für das tatsächliche Vorliegen einer selbständigen Erwerbstätigkeit.

      Eine selbständige Erwerbstätigkeit liegt in diesem Zusammenhang nicht vor, wenn der vermeintlich selbständige Teil der Tätigkeit nur aufgrund der abhängigen Beschäftigung ausgeübt wird, in dieser zeitlich, örtlich, organisatorisch und inhaltlich eingebunden, im Verhältnis zur Beschäftigung nebensächlich ist und daher insgesamt wie ein Teil der abhängigen Beschäftigung erscheint. Für die Abgrenzung kommt es in erster Linie auf die tatsächlichen Verhältnisse an; die zivilrechtliche Vertragsgestaltung hat – insbesondere bei einem Auseinanderfallen von tatsächlichen und vertraglichen Vereinbarungen – keine ausschlaggebende Bedeutung. Die im Rahmen der selbständigen Erwerbstätigkeit übertragenen Aufgaben müssen sich demnach strikt vom Tätigkeitsfeld der abhängigen Beschäftigung abgrenzen lassen. Tätigkeiten im Rahmen der selbständigen Erwerbstätigkeit dürfen sich somit nicht als Ausfluss aus dem Beschäftigungsverhältnis darstellen.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen eine versicherungsrechtliche Beurteilung bei der Clearingstelle der Deutschen Rentenversicherung Bund zu beantragen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  24. Liebes Team,
    wie vehält es sich in dem Fall, dass zwei Arbeitsverträge bei verschiedenen GmbHˋs unterzeichnet wurden, die in eindeutigem Zusammenhang stehen und man aber nur für die eine GmbH gearbeitet hat ?

    • Hallo,

      Sie haben die Arbeitsverträge bei unterschiedlichen Arbeitgebern abgeschlossen. Es handelt sich um zwei rechtlich unterschiedliche Arbeitgeber, auch wenn beide eng miteinander verflochten sind. Es liegt daher kein einheitliches Beschäftigungsverhältnis vor.

      Da Sie nur in einer GmbH tätig wurden, liegt unserer Meinung nach nur eine Beschäftigung vor.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      • Liebes Team,
        zunächst einmal vielen Dank für Ihre Antwort ! Schön, dass es sie gibt.

        Verstehe ich das jetzt richtig, dass ich die 450,00 Euro dem Hauptjob zurechnen darf ?

        Ich habe 32 Arbeitsstunden im Hauptvertrag und 8 Stunden im Nebenjob.
        Ich arbeite aber seit 10 Jahren nur und ausschließlich 40 Stunden im Hauptjob.

        Wenn dem nicht so ist, würde das ja bedeuten, dass jeder Arbeitgeber nur eine zweite GmbH gründen müsste, um sich um die Sozialabgaben für den Nebenjob zu drücken.

        Was passiert, wenn ich krank oder arbeitslos werde ? Der Nebenjob findet dann ja keinerlei Berücksichtigung.

        Muss nicht einfach der Arbeitgeber die Sozialabgaben nachzahlen , weil die 450,00 Euro dem normalen Gehalt zuzurechnen sind ?
        Ich habe in der zweiten GmbH nie gearbeitet, aber trotzdem 40 Stunden.

        Ganz viele Grüße und ganz lieben Dank !

    • Hallo,

      wenn Sie nur für eine der GmbHs arbeiten und die Stunden, wie Sie sagen im „Hauptvertrag“ geleistet werden, ist nur von einer Beschäftigung auszugehen. Sozialversicherungsbeiträge müssen dann vom gesamten Entgelt gezahlt werden. Daraus haben Sie dann Ansprüche aus der Kranken- und Arbeitslosenversicherung.
      Wieso Sie zwei Arbeitsverträge haben, ist für uns nicht nachvollziehbar.

      Klären Sie bitte mit Ihrem Arbeitgeber oder Ihren Arbeitgebern, ob Sie eine oder mehrere Beschäftigungen haben, die getrennt abgerechnet werden dürfen.

      Darüber hinaus können Sie sich mit arbeitsrechtlichen Fragen an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wenden. Das erreichen Sie montags bis donnerstags von 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr unter der Telefonnummer 030 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  25. MA ist bei A beschäftigt und befindet sich in Elternzeit. Während der Elternzeit möchte MA bei A auf 450,00 Euro-Basis arbeiten. Ist dies mögich?

    • Hallo Wobby,

      neben einer Hauptbeschäftigung darf man normalerweise genau einem Minijob nachgehen, jedoch nicht bei demselben Arbeitgeber. Da die Hauptbeschäftigung aber während der Elternzeit ruht, kann die betreffende Mitarbeiterin in dieser Zeit auch beim gleichen Arbeitgeber einen 450-Euro-Minijob ausüben.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  26. Hauptbeschäftigung ganzes Jahr bei Firma A.
    Kurzfristige Beschäftigung Mai + Juni + Oktober bei Firma B, ca. 100€ im Monat
    Minijob Juli + August bei Firma C, ca. 200€ im Monat.

    Ist das einer der Minijobs steuerpflichtig mit Steuerklasse 6? Und wenn ja, welcher?

    Und was ist, wenn Minijob bei Firma C ab April-Dezember wäre, also sich mit Firma B überschneidet? Steuerpflichtig und wenn ja, welcher?

    • Hallo,

      die Hauptbeschäftigung wird nach den regulären Lohnsteuermerkmalen des Arbeitnehmers versteuert.

      Bei 450-Euro-Minijobs bestimmt der Arbeitgeber die Art der Besteuerung. Er entscheidet, ob der Minijob pauschal mit zwei Prozent versteuert wird oder individuell nach der Lohnsteuerklasse des Minijobbers.
      Die Pauschsteuer von zwei Prozent meldet und zahlt der Arbeitgeber an die Minijob-Zentrale. Der Minijob ist damit steuerlich abgegolten.
      Hat er sich dagegen für die individuelle Lohnsteuer (Steuerklasse VI, wenn bereits eine Hauptbeschäftigung vorliegt) entschieden, zahlt er diese direkt an das zuständige Finanzamt. Der Minijobber gibt den Minijob dann in seiner Steuererklärung an.
      Unter beigefügten Link finden Sie umfangreiche Informationen zur Besteuerung von 450-Euro-Minijobs.
      https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/03_infos_fuer_arbeitgeber_und_entgeltabrechner/07_was_steuerlich_beachten/01_besteuerung_450/node.html

      Auch bei kurzfristigen Minijobs wählt der Arbeitgeber die Art der Besteuerung. Er kann dabei auf zwei Arten versteuern:
      – Individuell nach der Steuerklasse des Minijobbers (Steuerklasse VI, wenn bereits eine Hauptbeschäftigung vorliegt) oder
      – unter bestimmten Voraussetzungen pauschal in Höhe von 25 Prozent.

      Unabhängig davon, ob der kurzfristige Minijob individuell oder pauschal versteuert wird, erhält immer das Finanzamt diese Steuer und ist damit auch zuständiger Ansprechpartner.
      Unter beigefügten Link finden Sie umfangreiche Informationen zur Besteuerung von kurzfristigen Beschäftigungen.

      https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/02_kurzfristige_gewerbliche_minijobs/08_steuerrecht/node.html

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  27. Hallo Angeluka,

    wie in unserem Blog-Beitrag beschrieben, ist entscheidend, ob es sich aus rechtlicher Sicht, um verschiedene Arbeitgeber handelt. Um verschiedene Arbeitgeber handelt es sich auch, wenn beispielsweise mehrere GmbHs von demselben Geschäftsführer geführt werden.

    Freundliche Grüße

    Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  28. Ich lese gerade, ein Nebenjob beim gleichen Arbeitgeber ist nicht erlaubt. Viele meiner ehemaligen Arbeitskollegen arbeiten beim gleichen Arbeitgeber. Die Heine liegen 5 Km auseinander. Das ginge wohl dann auch nicht, oder?

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