Minijob: Muss ich einen schriftlichen Arbeitsvertrag haben?

In unserer Rubrik „Klartext mit Büser“ befragt der aus den Medien bekannte Rechtsfachmann und Journalist Wolfgang Büser die Experten der Minijob-Zentrale zu Regelungen und arbeitsrechtlichen Situationen rund um den Minijob. In der heutigen Folge geht es um den Arbeitsvertrag.

Wolfgang Büser fragt:
Herr A. Müller plant, einen Minijob bei einem befreundeten Handwerksmeister aufzunehmen, bei dem er zwischen 350 und 450 Euro verdienen wird. Sein Freund möchte das Arbeitsverhältnis „per Handschlag“ besiegeln. Wäre es nicht besser, wenn beide einen richtigen Arbeitsvertrag abschließen?

Die Minijob-Zentrale antwortet:
Grundsätzlich gilt die Formfreiheit, insofern kann ein Arbeitsvertrag auch mündlich geschlossen werden. Aber im § 2 des Nachweisgesetzes ist ausdrücklich geregelt, dass die wesentlichen Bedingungen des Arbeitsverhältnisses schriftlich niederzulegen und dem Arbeitnehmer auszuhändigen sind. Das gilt auch für Minijobber – egal, ob sie in einem Gewerbebetrieb oder einem Privathaushalt tätig sind.

Es reicht also ein Papier, in dem die Vertragsbedingungen aufgeführt – und vom Arbeitgeber unterschrieben sind. Zum Inhalt gehört zum Beispiel:

  • Wann hat das Arbeitsverhältnis begonnen?
  • Wie lange soll es dauern? Gilt eine Befristung?
  • Welche Tätigkeit soll verrichtet werden?
  • Wie hoch ist das Arbeitsentgelt, gibt es Sonderzahlungen (etwa Weihnachts-, Urlaubsgeld)?
  • Wie viele Stunden soll gearbeitet werden?
  • Wieviel bezahlten Urlaub gibt es (mindestens 4 Wochen pro Jahr)?
  • Wie lauten die Kündigungsfristen?
  • Gilt ein Tarifvertrag?

Musterverträge für den gewerblichen Bereich oder den Privathaushalt finden Sie unter den folgenden Links:

Hier geht es zum Nachweisgesetz:

39 Kommentare zu “Minijob: Muss ich einen schriftlichen Arbeitsvertrag haben?

  1. Was passiert nach 6wochen Lohnfortzahlung? Wenn ich 2 Monate Krank bin. Was ist mit dem Arbeitsverhältnis? bin ich dann gekündigt?

    • Guten Tag,

      endet die Lohnfortzahlung des Arbeitgebers nach 6 Wochen, gilt Ihr Beschäftigungsverhältnis auch ohne die Zahlung von Lohn oder Gehalt aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht für einen Monat als fortbestehend.

      Erhalten Sie jedoch länger als einen Monat keinen Verdienst, ist, aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht, durch Ihren Arbeitgeber eine Abmeldung bei der Minijob-Zentrale mit dem Meldegrund „34 (Ende des Fortbestehens eines sv-rechtlichen Beschäftigungsverhältnisses)“ zu erstellen.

      Arbeitsrechtlich gesehen ist Ihr Beschäftigungsverhältnis jedoch nicht beendet, es ruht lediglich.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  2. Einer von meinen Minijob Ex Mitarbeiter kam heute zu mir und wollte einen Arbeitsvertrag und Schriftriliche kündigung haben.

    Er arbeitete von November 2018 bis April 2019.

    Wir haben einen mündlichen Vertrag und ich dachte dies ist verbindlich.

    Der Ex Mitarbeiter saget er braucht dies für Arbeitsagentur, sollte er keine Dokumente von mir bekommen dann drohot mir rechtlichen Schritten.

    Ich kann doch keinen Vertrag und Kündigung rückwirkend ausstellen?

    • Hallo Anton,

      die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht. Wir bitten daher um Ihr Verständnis, dass wir Ihre konkrete Frage nicht beantworten können.

      Ausführliche Informationen erhalten Sie beim Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004 oder im Internet auf http://www.bmas.de/Arbeitsrecht.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  3. Hallo,
    Habe ebenfalls einen Minijob in einem kleinen Tante Emma Laden unseres Dorfes seit letztem Jahr August. Nun war ich am 11.06 krankgeschrieben. Letztes Jahr vereinbarte meine Chefin mit mir mündlich, dass nur das bezahlt würde, was auch gearbeitet wird. Als ich mich informiert habe, dass im Krankheitsfall Lohnfortzahlung gilt, habe ich mir diese Stunden vom 11.06 auszahlen lassen von einer Kollegin, die Dienst hatte. Nun rief mich meine Chefin gestern Abend an und drohte mir mit Anzeige, da ich gestohlen hätte. Das gäbe es noch nie im Laden, dass Krankheit bezahlt wird.
    Wie ist die Rechtslage. Wir haben (und meiner meiner Kollegen) einen schriftlichen Nachweis über unsere Arbeitsbedingungen. Ich habe nichts gestohlen, ich habe mir meine eigentlich geleisteten Stunden ausbezahlen lassen.

    • Hallo Karina,

      ein Arbeitsvertrag muss nicht unbedingt schriftlich abgeschlossen werden. Es reicht auch eine formlose Einigung der Parteien.

      Als Minijobber haben Sie einen gesetzlichen Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall für maximal 6 Wochen ( §§ 3-4 Entgeltfortzahlungsgesetz – EFZG) , Lohnfortzahlung an Feiertagen sowie einen Anspruch auf 4 Wochen bezahlten Erholungsurlaub. Von den Regelungen des Entgeltfortzahlungsgesetzes kann grundsätzlich weder durch kollektiv- noch durch einzelvertragliche Vereinbarungen zum Nachteil der Arbeitnehmer abgewichen werden. Das bedeutet, dass weder in Tarif- noch in Arbeitsverträgen Vorschriften festgeschrieben werden dürfen, die den einzelnen Arbeitnehmer schlechter stellen als die gesetzlichen Vorschriften.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
      Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  4. Habe einen Minijob als Rentnerin in einer Arztpraxis für Schreibarbeiten seit 5 Jahren. Bis zu diesem Jahr wurden Urlaubstage, Feiertage an denen ich sonst arbeiten würde bezahlt, ebenso Lohnfortzahlung bei Krankheit. Nun will die Chefin plötzlich zu meinen Ungusten einseitig einen Arbeitsvertrag erstellen, ohne Fortzahlung im Krankheitsfall, Urlaubstage etc. Zu Beginn meiner Tätigkeit war die Chefin nicht anwesend. Eine autorisierte Arzthelferin stellte mich ein. Mündlich wurde vereinbart, dass ich auch außerhalb der feststehenden Urlaubszeiten noch 1 Woche ohne Bezahlung Urlaub machen kann. Kann der Arbeitsvertrag einfach ohne mein Einverständnis erstellt und abgeändert werden?

    • Hallo,

      ein Arbeitsvertrag muss nicht unbedingt schriftlich abgeschlossen werden. Es reicht auch eine formlose Einigung der Parteien.

      Als Minijobber haben Sie einen gesetzlichen Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall für maximal 6 Wochen, Lohnfortzahlung an Feiertagen sowie einen Anspruch auf 4 Wochen bezahlten Erholungsurlaub. Von den Regelungen des Entgeltfortzahlungsgesetzes kann grundsätzlich weder durch kollektiv- noch durch einzelvertragliche Vereinbarungen zum Nachteil der Arbeitnehmer abgewichen werden. Das bedeutet, dass weder in Tarif- noch in Arbeitsverträgen Vorschriften festgeschrieben werden dürfen, die den einzelnen Arbeitnehmer schlechter stellen als die gesetzlichen Vorschriften.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
      Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  5. Hallo zusammen,

    Wie ist es eigentlich wenn ich meinen 450 Euro Job fristlos gekündigt habe von heut auf morgen?

    Es gab nie einen Vertrag. Angemeldet , aber ohne Vertrag. Aus diversen Gründen hab ich die Beschäftigung von heut auf morgen nieder gelegt. Kann mein Arbeitgeber Schadenersatz fordern?
    Und steht mir noch das Geld von den bisher von mir noch erbrachten Leistungen zu?

    Liebe Grüße

    • Hallo Maria,

      ein Arbeitsvertrag muss nicht unbedingt schriftlich abgeschlossen werden. Es reicht auch eine formlose Einigung der Parteien. Die gesetzliche Grundkündigungsfrist beträgt vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats. Diese Frist gilt sowohl für den Arbeitgeber als auch für den Minijobber. Für die ersten drei Monate einer Beschäftigung kann der Arbeitgeber mit einer vorübergehenden Aushilfe eine kürzere Frist einzelvertraglich vereinbaren.

      Die bis zum Beschäftigungsende erbrachten Arbeitsstunden muss der Arbeitgeber Ihnen vergüten.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir nicht beurteilen können, ob Ihre fristlose Kündigung rechtlich korrekt war. Wir empfehlen Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  6. Hallo!
    Ich arbeite bereits seit 2 Jahren als Aushilfe auf 450 Euro Basis in einem Unternehmen. Wir haben keinen Arbeitsvertrag, lediglich einen Stundenzettel, auf dem wir unsere Stunden eintragen und den wir am Ende des Monats abgeben. Haben wir dennoch auch Anspruch auf bezahlten Urlaub?
    LG

    • Hallo,

      ein Arbeitsvertrag muss nicht unbedingt schriftlich abgeschlossen werden. Es reicht eine formlose Einigung der Parteien.
      Obwohl Sie auch ohne schriftliche Vereinbarungen einen wirksamen Arbeitsvertrag abschließen können, ist es zu empfehlen, jeden Arbeitsvertrag schriftlich festzuhalten. Das ändert aber nichts daran, dass Arbeitsverträge auch mündlich wirksam geschlossen werden können. Es sind „vollgültige“ Arbeitsverträge.

      In einem Beschäftigungsverhältnis besteht für Minijobber der Grundsatz der Gleichbehandlung. So dürfen sie nicht schlechter behandelt werden als vergleichbare vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer. Dies gilt im Arbeitsverhältnis für alle Maßnahmen und Vereinbarungen, die Ihr Arbeitgeber mit Ihnen als Minijobberin trifft.

      Bezüglich Ihrer Frage zum Urlaubsanspruch gesteht das Bundesurlaubsgesetz jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber. Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten. Gewöhnlich gilt aber beispielsweise für die meisten Minijobs, dass diese nicht an 6 Tagen in der Woche ausgeübt werden.

      Daher wird der jährliche Urlaubsanspruch abhängig von den Arbeitstagen pro Woche anteilig berechnet. Hierbei ist egal, wie viele Stunden der Mitarbeiter an den einzelnen Tagen arbeitet.

      Weitere Informationen zur Berechnung Ihres Urlaubsanspruchs erhalten Sie in unserem Blogbeitrag: „Minijob-Urlaub berechnen leicht gemacht“ unter http://t1p.de/Blogbeitrag-Urlaub-berechnen-leicht-gemacht.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  7. Guten Tag, wenn in einem 450€ Arbeitsvertrag steht, die regelmäßige Arbeitszeit beträgt 29 Stunden, muß der AG dann in jedem Fall die Stundenzahl von 29 Stunden einhalten? Oder, kann er sie je nach Bedarf kürzen oder verlängern?
    Mit freundlichen Grüßen
    Katharina

    • Guten Tag,

      mit dem Arbeitsvertrag stellt der Arbeitnehmer dem Arbeitnehmer gegen Bezahlung seine Arbeitskraft zur Verfügung. Gibt es keine Arbeit, ist das das Problem des Arbeitgebers. Er trägt das rechtliche und finanzielle Risiko, keine Verwendung für die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers zu haben. Dann befindet er sich im Annahmeverzug und muss den Lohn ohne Gegenleistung zahlen.
      Zur Nachleistung der Arbeit ist der Arbeitnehmer nicht verpflichtet – es sei denn, es wird ein Arbeitszeitkonto geführt. Dann kann Leerlauf zu Minusstunden führen. Der Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer aber kein Arbeitszeitkonto und damit das Risiko von Minusstunden „aufdrücken“. Mit einem Arbeitszeitkonto und der Möglichkeit von Minusstunden muss sich der Arbeitnehmer einverstanden erklärt haben.
      Abschließend empfehlen wir Ihnen mit Ihrem Arbeitgeber bezüglich der vereinbarten Arbeitszeit nochmal zu sprechen. Alternativ können Sie sich auch mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  8. Hallo! Es steht in Ihrer Antwort folgender Satz: „Es reicht also ein Papier, in dem die Vertragsbedingungen aufgeführt – und vom Arbeitgeber unterschrieben sind.“ … heißt das eine Unterschrift des Arbeitnehmers ist nicht zwingend erforderlich, ich brauch nur eine Art Aktennotiz in den Unterlagen? Würde mich über entsprechende Antwort sehr freuen.

    • Guten Tag Herr Zeddel,

      ein Arbeitsvertrag muss nicht unbedingt schriftlich abgeschlossen werden. Es reicht eine formlose Einigung der Parteien.
      Auch ohne schriftliche Vereinbarungen kann ein wirksamer Arbeitsvertrag abgeschlossen werden. Es ist jedoch zu empfehlen, jeden Arbeitsvertrag auch schriftlich festzuhalten.
      Wird nur ein mündlicher Arbeitsvertrag geschlossen und es liegt somit keine Urkunde über den Vertragsinhalt vor, kann der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber verlangen, dass er einen schriftlichen Nachweis bzw. ein Papier über die wesentlichen Vertragsbedingungen erstellt. Darauf ist die Unterschrift des Arbeitnehmers nicht zwingend erforderlich.
      Den Nachweis muss der Arbeitgeber spätestens einen Monat nach dem vereinbarten Beginn des Arbeitsverhältnisses erstellen, es sei denn, dass der Arbeitnehmer nur zur vorübergehenden Aushilfe von höchstens einem Monat eingestellt wurde.
      Die Pflicht des Arbeitgebers zur Aushändigung eines schriftlichen Nachweises ändert aber nichts daran, dass Arbeitsverträge auch mündlich wirksam geschlossen werden können. Auch mündliche Arbeitsverträge sind „vollgültige“ Arbeitsverträge.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  9. Ich bekomme ein 13. Gehalt. Dadurch reduziert sich meine AZ im Dezember auf die Hälfte der Stunden. Da ich ja sonst nicht mehr Minijobber bin. Ist es möglich, die Reduzierung in einem anderen Monat zu machen ohne dass das insgesamt Konsequenzen auf meinen Entgelt hat oder mein Chef Probleme bekommt. Der Dezember ist bei uns ein Stressmonat und da ist es doof wenn der Minijobber ausfällt.

    • Hallo,

      einmalige Zahlungen wie Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld oder auch ein 13. Gehalt können auch im Minijob gezahlt werden, sie müssen jedoch bei der sozialversicherungsrechtlichen Beurteilung Beachtung finden.
      So darf das regelmäßig gezahlte Entgelt inklusive der zu erwartenden Einmalzahlungen 5.400 Euro im Zeitraum von 12 Monaten nicht übersteigen. Überschreitet das Entgelt im Monat der Auszahlung dann evtl. die 450-Euro-Grenze ist das nicht schädlich, wenn im gesamten 12-Monats-Zeitraum die 5.400 Euro nicht überschritten werden.

      Wird inklusive dieser mit hinreichender Sicherheit zu erwartenden Einmalzahlung die Grenze von 5.400 Euro jedoch überschritten, wird die gesamte Beschäftigung sozialversicherungspflichtig.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  10. Pingback: Rentenversichert im Minijob – Was kostet das? | Die Minijob-Zentrale

    • Guten Tag Herr Grünbauer,

      die Zahlung eines Fahrgeldes durch den Arbeitgeber, für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, mit dem eigenen PKW, stellt bis zur Höhe von 0,30 EUR pro Entfernungskilometer kein Arbeitsentgelt dar, sofern der Arbeitgeber diesen Zuschuss mit 15 Prozent pauschal beim Finanzamt versteuert. Dem Grunde nach ist dies für alle Arbeitgeber möglich. Rechtsverbindliche Auskünfte zu dieser Versteuerungsmöglichkeit erteilt das zuständige Finanzamt. Wird diese Versteuerungsmöglichkeit durch den Arbeitgeber nicht gewählt, stellt das Fahrgeld Arbeitsentgelt dar und wird somit auf das zulässige Arbeitsentgelt in Höhe von 450-Euro-Minijob angerechnet.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  11. Hallo, ist folgende Formulierung zur Arbeitszeit im AV rechtlich zulässig oder gilt in diesem Fall §12 des TzBfG?
    – Die Dauer, sowie der Beginn und das Ende der täglichen Arbeitszeit, sowie die Pausen, richten sich nach der jeweiligen betrieblichen Ordnung und bleiben dem Weisungsrecht des AG vorbehalten. Der AG ist berechtigt Änderungen anzuordnen. Dies gilt auch für Arbeitszeiten im Wechseschichtbetrieb.
    – Die Durchführung derTätigkeit ist zeitlich und terminlich nicht fixiert, sondern richtet sich nach dem Arbeitsanfall. Arbeitstermine werden in gegenseitiger Absprache festgelegt.
    – Ein Anspruch auf Beschäftigung besteht nicht.

    LG ein AN

    • Hallo F.D.,

      bei Ihrer Frage zur Ausgestaltung des Arbeitsvertrag handelt es sich um eine rein arbeitsrechtliche Frage.

      Wir empfehlen Ihnen daher, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
      Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.
      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  12. Guten Tag,
    ich will mal wissen ob es rechtens ist, dass mein Arbeitgeber (Hausarztpraxis) mich über sein Geschäft angemeldet hat obwohl ich nur seinen privaten Haushalt mache.

  13. Pingback: Gilt der Mindestlohn auch für Minijobber? | Die Minijob-Zentrale

  14. In unserem Betrieb gibt es keine festen Arbeitstage oder Schichten für die Mini-Job Kräfte. Jeder trägt sich im Monat davor für die Schichten im nächsten Monat ein. Je nachdem, wann es seine Familie oder der Hauptjob zulassen. Zudem kann untereinander getauscht werden, innerhalb der 450 € – Grenze.

    Wir haben einen festen Stundenlohn von 9 € durchgängig.

    Was gilt hier ?

    • Guten Tag WiMo,

      leider können wir nicht erkennen in welchem Zusammenhang Sie Ihre Frage stellen. Was in Ihrer Firma gilt, haben Sie bereits geschildert. Bitte konkretisieren Sie Ihre Fragestellung.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      • In dem Blogg ging es um bezahlte Freistellung an Feiertagen. Da wir an 365 Tagen arbeiten und uns selbst in den Schichtplan eintragen, scheidet die dann aus ?

        • Hallo WiMo,

          Ihr Arbeitgeber muss Ihnen als Minijobber für die Arbeitszeit, die infolge eines gesetzlichen Feiertages ausfällt, das Arbeitsentgelt zahlen, das Sie ohne den Arbeitsausfall erhalten hätten.
          Sie haben dann einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung für Feiertage, wenn der Feiertag auf einen Tag fällt, an dem Sie sonst regelmäßig zur Arbeitsleistung verpflichtet sind.
          In bestimmten Branchen ist es üblich, dass auch an Feiertagen und Sonntagen gearbeitet wird. Welche Branchen dies betrifft, ist im Arbeitszeitgesetz geregelt. Entgegen dem Anspruch auf Fortzahlung des Arbeitsentgelts, wenn die Arbeitszeit infolge eines Feiertages ausfällt, gibt es jedoch keinen gesetzlichen Anspruch auf die Zahlung eines Feiertags- bzw. Sonntagszuschlages.
          Ein Anspruch kann sich jedoch aus dem Arbeitsvertrag, aufgrund eines Tarifvertrages oder durch betriebliche Übung ergeben. Werden so zum Beispiel vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmern Ihres Arbeitgebers üblicherweise Feiertags- und Sonntagszuschläge gewährt, so dürfen Minijobber ohne sachlichen Grund nach dem oben beschriebenen Gleichbehandlungsgrundsatz nicht schlechter gestellt werden. Entscheidend ist, auf welcher Grundlage die vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer Ihres Arbeitgebers einen Feiertags- bzw. Sonntagszuschlag erhalten.
          Sofern Sie sich in Ihrem Dienstplan an einem Feiertag für einen Arbeitstag entscheiden ist somit zu prüfen, ob ein Anspruch auf Feiertagszuschlag durch Ihren Arbeitgeber besteht.
          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  15. Hallo Blog-Team, eine Frage zur korrekten Anmeldung einer Beschäftigung. Die geringfügige Beschäftigung wurde mehrere Monate ausgeübt. Das monatliche Entgelt lag immer unter 450 EUR. Die SV-Meldung erfolgte mit dem Personengruppenschlüssel „109“. Dann wurde ein ergänzender Arbeitsvertrag unterzeichnet. Die Wochenarbeitszeit wurde darin erhöht. Das monatliche Entgelt betrug knapp über 450 EUR. Somit wurde die Beschäftigung bei der Krankenkasse angemeldet, mit Personengruppenschlüssel „119“. Im Endeffekt lag das Jahresentgelt aber dann in den darauffolgenden Jahren immer unter 5400 EUR. Muss für die Zeit nun eine Korrektur vorgenommen werden? Müssen die monatlichen Verdienste rückwirkend betrachtet werden, um eine „Regelmäßigkeit“ zu prüfen? Danke für eine Mitteilung!

    • Hallo Hans,

      bitte haben Sie Verständnis, dass wir anhand Ihres Blog-Kommentars keine versicherungsrechtliche Beurteilung Ihres Einzelfalls vornehmen können.

      Allgemein lässt sich sagen, dass stets bei Beginn der Beschäftigung und erneut bei jeder dauerhaften Veränderung in den Verhältnissen (zum Beispiel Erhöhung oder Verringerung des Verdienstes) im Wege einer vorausschauenden Betrachtung neu zu beurteilen ist, ob die für den Minijob maßgebende Verdienstgrenze regelmäßig im Monat oder nur gelegentlich unter- oder überschritten wird. Liegt der so ermittelte regelmäßige Verdienst über 450 Euro, so handelt es sich um eine versicherungspflichtige Beschäftigung, die bei der Krankenkasse gemeldet wird. Liegt der regelmäßige Verdienst dagegen maximal bei 450 Euro oder darunter, verbleibt es bei einem Minijob.

      Stimmt diese Prognose infolge nicht sicher voraussehbarer Umstände mit dem späteren Verlauf der Entgeltzahlung nicht überein, bleibt die für die Vergangenheit getroffene Feststellung maßgebend. Eine Ummeldung erfolgt dann grundsätzlich nur für die Zukunft.

      Da die Beschäftigung versicherungspflichtig gemeldet war, wenden Sie sich zur Beantwortung weiterer Fragen bitte an die zuständige Krankenkasse.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  16. Sehr geehrte damen und Herren, Wollte mal nachfragen ob ein eine Aushilfe auf 450,00€ Basis ansprucht im Krankheitsfall da meine Frau ein Aushilfsjob hat in einer Bäckerei Sie arbeitet 50 std im Monat n.fischer

    • Bei 50 Stunden im Monat und 450,00€ Entlohnung, liegt Sie entschieden unter dem Mindestlohn (8,84€), was nicht zulässig ist, weil sie so nur 3,00€/Stunde bekommt ! Einen Anspruch auf Lohnfortzahlung hat sie bis zu 42 Tagen, sprich 6 Wochen.

      • Hallo Arno! Bei einem Mindestlohn von 8,84 € pro Stunde und einem maximal Verdienst von 450€ kann ein mini-jobber 50,90 Stunden im Monat arbeiten.

        450€ : 8,84€ = 50,9047 Stunden im. Monat. LG maxi ;-)

      • 450 Euro : 50 Std = 9,00 Euro pro Stunde, also über dem Mindestlohn.
        Die von Dir berechneten „3 Euro/Std.“ kann ich nicht nachvollziehen.
        Auch Maxis Rechnung zur Maximalstundenzahl ist OK.

        Viele Grüße
        Charly59

  17. Man muß aber ergänzen, daß das Nachweisgesetz keine Sanktionen beinhaltet, für den Fall, daß den Vorschriften nicht entsprochen wird. Grundsätzlich ist natürlich auch ein mündlich geschlossener Arbeitsvertrag wirksam. Es konzentriert sich mangels Schriftform letztlich dann nur auf die Beweisfrage hinsichtlich konkreter Bedingungen…

Schreibe eine Antwort zu WiMo Antwort abbrechen