Neu: Die Abgaben für Minijobber in 2018 – Unser Minijob-Rechner hilft

Zum Jahreswechsel sinken die Abgaben für Minijobs. Wie hoch die neuen Abgaben ab dem 1. Januar 2018 für einen gewerblichen 450-Euro-Job sind und wie man diese ganz schnell mit unserem Minijob-Rechner ermitteln kann, erfahren Sie hier.

Was zahlen Arbeitgeber für 450-Euro-Minijobber?

Für 450-Euro-Minijobber zahlen Arbeitgeber die Beiträge zur Sozialversicherung, verschiedene Umlagen und die einheitliche Pauschsteuer direkt an die Minijob-Zentrale. Die Höhe der Abgaben hängt von der Höhe des Verdienstes des Minijobbers ab.

Für die Arbeitgeber fallen im Jahr 2018 folgende Abgaben an:

 

13,00 %     Pauschalbeitrag zur Krankenversicherung

15,00 %     Pauschalbeitrag zur Rentenversicherung (Arbeitgeberanteil)

  0,90 %     Ausgleich für Aufwendungen bei Krankheit (Umlage 1)

  0,24 %     Ausgleich für Aufwendungen bei Mutterschaft (Umlage 2)

  0,06 %     Umlage für den Fall der Insolvenz

  2,00 %     Einheitliche Pauschsteuer

Service: Wenn Sie den folgenden Link anklicken, können Sie sich die Übersicht der Rechengrößen für das neue Jahr als PDF ansehen und ausdrucken: Abgaben_Minijobs_Gewerbe_2018

Eine Übersicht über die Entwicklung der Abgaben seit dem Jahr 2003 finden Sie hier.

Gewerbliche Minijobber müssen bei der Unfallversicherung angemeldet werden

Darüber hinaus sind die gewerblichen Arbeitgeber verpflichtet, ihre Minijobber bei der Unfallversicherung anzumelden. Ausführliche Informationen dazu gibt es beim zuständigen Unfallversicherungsträger und auf unserer Website.

Wann müssen Arbeitgeber einzelne Abgaben nicht zahlen?

Nicht immer sind alle oben aufgeführten Abgaben für Minijobber zu zahlen. Der Arbeitgeber muss daher zu Beginn der Beschäftigung eines Minijobbers einige Fragen klären:

  • Ist der Minijobber gesetzlich krankenversichert?

Falls nein, dann entfällt der Pauschalbeitrag zur Krankenversicherung.

  • Besteht im Minijob Rentenversicherungspflicht?

Zur Rentenversicherung leisten versicherungspflichtige Minijobber bei gewerblichen Minijobs einen Eigenanteil von 3,6 %. Diesen Betrag zieht der Arbeitgeber vom Verdienst seines Minijobbers ab und zahlt ihn zusammen mit seinem Pauschalbeitrag an die Minijob-Zentrale.

Der Minijobber kann sich aber auch von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. In diesen Fällen ist der Eigenanteil nicht zu zahlen. Mehr Infos zu der Befreiung finden Sie auf unserer Website.

  • Nimmt der Arbeitgeber am Ausgleichsverfahren für Aufwendungen bei Krankheit teil?

Minijobber haben Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Dadurch können sich hohe finanzielle Belastungen für Arbeitgeber ergeben. Die Arbeitgeberversicherung der Knappschaft schützt Arbeitgeber kleiner bis mittlerer Betriebe und erstattet ihnen einen Großteil der damit verbundenen Ausgaben für Lohnkosten und Beiträge. Ob Arbeitgeber zur Teilnahme am U1-Verfahren verpflichtet sind, können Sie schnell und einfach mit dem Online-Rechner Umlagepflicht 2018 nachprüfen.

 

  • Wann muss die Insolvenzgeldumlage nicht gezahlt werden?

Generell müssen alle Arbeitgeber, die ihren Minijobber im Inland beschäftigen, die Insolvenzgeldumlage zahlen. Ausnahmen gibt es nur wenige. Hierzu gehören in erster Linie öffentlich rechtliche Arbeitgeber. Eine Auflistung der Arbeitgeber, die von der Zahlung der Insolvenzgeldumlage ausgenommen sind, finden Sie hier.

  • Wird für den Minijobber die einheitliche Pauschsteuer abgeführt?

In der Regel wird der 450-Euro-Minijob pauschal mit 2 Prozent versteuert. Alternativ kann der Arbeitgeber die Lohnsteuer auch individuell nach den Lohnsteuerabzugsmerkmalen (Steuerklasse) des Minijobbers erheben.

Die Pauschsteuer zahlen Arbeitgeber ganz bequem gemeinsam mit den übrigen Abgaben an die Minijob-Zentrale. Das alternative Verfahren ist hingegen aufwändiger, weil die individuell erhobene Lohnsteuer dem zuständigen Finanzamt zu melden und auch dorthin zu zahlen ist. Mehr zur Pauschsteuer erfahren Sie hier.

Was zahlt der Minijobber?

Ist der Minijobber versicherungspflichtig in der Rentenversicherung, trägt er einen Anteil von 3,6 Prozent seines Verdienstes. Hierbei ist ein Mindestbeitrag zu beachten.

 

Der Minijob-Rechner – wie er funktioniert und was er berechnet

Unser Minijob-Rechner ist bei der Berechnung der Beiträge für 450-Euro-Minijobber eine große Hilfe.

Minijob-Rechner für das Jahr 2018 am Beipspiel eines monatlichen Arbeitsentgelts in Höhe von 300 Euro.

Der Minijob-Rechner ab Januar 2018

 

Mit dem Minijob-Rechner werden alle zu zahlenden Beiträge nach Eingabe des monatlichen Verdienstes und weiterer Angaben Schritt für Schritt ermittelt. Zahlt der Minijobber eigene Beiträge zur Rentenversicherung, weist der Minijob-Rechner auch diesen Beitragsanteil aus.

Minijob-Rechner 2018 - Höhe der Abgaben am Beispiel eines monatlichen Arbeitsentgelts in Höhe von 300 Euro

Der Minijob-Rechner ermittelt die Abgaben für 2018 (Bsp.: 300 Euro monatliches Arbeitsentgelt)

Das könnte Sie auch interessieren: Unser Blog 6 praktische Tools für Minijob-Arbeitgeber im gewerblichen Bereich. Hier stellen wir Ihnen weitere Tools vor, die für Arbeitgeber hilfreich sein können.

16 Kommentare zu “Neu: Die Abgaben für Minijobber in 2018 – Unser Minijob-Rechner hilft

  1. Moin ; Moin !
    Bin seit August 2016 Arbeitsunfähig ( bislang drei Knie – OP – letzte Knie OP im März 2017 ) Die ersten sechs Wochen habe ich Krankengeld bezogen , danach nicht mehr ( auch nicht von meiner Krankenkasse ) angeblich wegen meinen geringfügigen Vertrag ( 450,00 EUR ) Danach habe ich mich immer sporadisch bei meinen Arbeitgeber ( DRK ) arbeitsunfähig gemeldet , aber keine Arbeitsunfähigkeit Bescheinigung abgegeben , weil ich sowieso kein Krankengeld von meinen Arbeitgeber bekommen hätte . Am 10.01.2018 habe ich meinen Jahresurlaub eingereicht . Der wurde mir nicht bewilligt mit der Begründung : Da keine Arbeitsfähigkeit besteht .
    Meine Frage : Ist diese Begründung von meinen Arbeitgeber ( DRK ) rechtens ?
    Erbitte um eine Rückinfo . Vielen Dank .
    Mit freundlichen Grüßen aus dem hohen Norden
    Peter Ernst Hbg . den 15.02.2018

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    • Guten Tag Herr Ernst,

      wenn wir Sie richtig verstanden haben, sind Sie seit August 2016 arbeitsunfähig erkrankt und können Ihren Minijob aktuell somit auch nicht ausüben. Es ist richtig, dass Sie im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung keinen Anspruch auf Krankengeld haben.

      Ihren Urlaub können Sie allerdings krankheitsbedingt vorerst nicht geltend machen, da eine Erteilung von Urlaub rechtlich nicht möglich ist, solange Sie krank sind.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
      Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  2. Hallo, habe gerade Ihren Newsletter gelesen. Unter dem Thema: „Wann müssen Arbeitgeber einzelne Abgaben nicht zahlen?“ komme ich jetzt ins grübeln. Eigentlich gibt es doch niemanden der NICHT krankenversichert ist. Oder sind hier die Familenversicherten gemeint? Das würde heißen für einen familienversicherten Minijober muss keine KV-Abgabe gezahlt werden?

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  3. Hallo, ich erhalte eine Erwerbsunfähigkeitsrente und ab 01.06.2018 eine vorzeitige
    Altersrente wegen einer unbefristeten Schwerbehinderung. Seit mehreren Jahren
    arbeite ich für einen Sportverein auf 450,00 Euro-Basis.
    Ich habe nun meinen Arbeitgeber wegen einer Gehaltserhöhung konsultiert und man ist dort nicht abgeneigt, hat aber trotzdem abgelehnt, weil sonst sowohl für den Verein wie für mich monatliche Steuern u.a. fällig werden. Vom Verein wurde jetzt erwogen zu prüfen, ob eine zusätzliche jährliche Einmalzahlung in Höhe von 600,00 Euro gezahlt werden könnte, die dann versteuert werden müßte, aber die monatlichen Zahlungen nicht zusätzlich mit Steuern belastet?

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    • Hallo Herr Ulbrich,

      einmalige Einnahmen, die mit hinreichender Sicherheit mindestens einmal jährlich zu erwarten sind, sind bei der Ermittlung des regelmäßigen Arbeitsentgelts zu berücksichtigen. Wird die jährliche Verdienstgrenze von 5.400 Euro durch diese Sonderzahlung überschritten, handelt es sich um keinen Minijob mehr.

      Ihr Sportverein, als Arbeitgeber kann jedoch beim Finanzamt prüfen lassen, inwiefern er Ihnen zusätzlich eine Aufwandsentschädigung gewähren kann. Steuerfreie Bezüge sind grundsätzlich auch sozialversicherungsfrei. Weitere steuerrechtliche Fragen klären Sie bitte mit Ihrem Steuerberater oder Ihrem Finanzamt.

      Lesetipp: https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/01_basiswissen/02_infos_kompakt_zu/08_uebungsleiter_ehremamt/node.html

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Hallo,
      wenn die 450 € voll ausgeschöpft werden rate ich zur Überprüfung, ob eine SV-pflichtige Beschäftigung möglich ist. Wenn z. B. 600 € brutto verdient werden, ist noch gar keine Steuerzahlung erforderlich. Je nach Rentenstatus fällt auch dieser Kostenfaktor weg und der Mitarbeiter wird deutlich günstiger als bei 450 €. Beim Minijob liegen die Abgaben bei rund 156 € monatlich und ist damit die teuerste Variante für den Arbeitgeber, insbesondere für einen gemeinnützigen Verein.
      Zusätzlich kann in einem gemeinnützig anerkannten Verein auf jeden Fall für die meisten Tätigkeiten die Ehrenamtspauschale von 720 € pro Jahr oder 60 € monatlich ausgezahlt werden, sofern diese nicht in einer anderen Institution zur Anwendung kommt. Sollte sich die Tätigkeit im Sportverein auf erzieherische Tätigkeiten erstrecken, dann kann die Übungsleiterpauschale mit 200 €/Monat oder 2.400 € / Jahr kombiniert werden, auch bei sv-pflichtiger Anstellung, sofern die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit im gesamten Jahr 14 Stunden (ca. 670 Std.) nicht übersteigt. Aber immer nur eine der beiden Pauschalen für dieselbe Tätigkeit im selben Verein. (§3 Nr. 26 EStG)
      Sollte der Verein sich nicht zu einer dieser Lösungen durchringen können (was schade wäre…), dann kann zusätzlich auch bei einem Minijobber ein Gutschein, z. B. eine Tankkarte, bis zu einem Wert von 44 € monatlich als steuerfreier Bezug ausgegeben werden.

      Freundliche Grüße in den Sonntag!

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  4. Ich habe die volle Erwerbsminderrungsrente. Was muss ein Arbeitgeber für Die ab und Anmeldung eines Minijobber bezahlen. Es kann sein das ich mich über den Winter 4 bis 5 Monate abmelden muss. Es geht sich darum wenn ich abgemeldet bin kann ich Mietbeihilfe beantragen damit ich über die Runden komme. Der Arbeitgeber sagte mir er lässt mich lieber angemeldet da die Anmeldung und das abmelden für ihn zu teuer ist darum muss ich wissen was es kostet dann bezahle ich die an und Abmeldung selber an dem Arbeitgeber. Weiß aber auch wenn der Arbeitgeber mich angemeldet lässt müsste er mir monatlich Geld auszahlen kann er aber nicht. Möchte gerne meinen Job da weiter machen darf sowieso am Tag nur 3 Stunden arbeiten und das wäre natürlich für mich im Sommer auch gut dass ich wenigstens mal etwas zu tun habe danke für die Auskunft im voraus.

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    • Guten Tag,

      wir können Ihnen nicht beantworten, welche Kosten Ihr Arbeitgeber, für eine An- und Abmeldung bei der Minijob-Zentrale, zu tragen hat. Dies ist abhängig davon, welchen Dienstleister Ihr Arbeitgeber damit beauftragt. Viele Arbeitgeber nehmen diese Meldungen auch selbstständig vor und haben dadurch keine Zusatzkosten.

      Der Arbeitgeber ist jedoch verpflichtet, nach einer Arbeitsunterbrechung von länger als vier Wochen, eine Abmeldung vorzunehmen, da aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht ein Beschäftigungsverhältnis nur vorliegt, wenn Entgelt fließt. Die Abmeldung ist erforderlich, da ohne Entgeltbezug kein meldepflichtiges Beschäftigungsverhältnis im Sinne der Sozialversicherung mehr vorliegt und bei Nichtbeschäftigung keine anteiligen Rentenversicherungszeiten erworben werden dürfen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  5. Pingback: Minijobs 2018: Änderungen zum Jahreswechsel | Die Minijob-Zentrale

    • Guten Tag Herr Barth,

      Ihr Arbeitgeber muss Ihnen als Minijobber auch für die Arbeitszeit, die infolge eines gesetzlichen Feiertages ausfällt, das Arbeitsentgelt zahlen, das Sie ohne den Arbeitsausfall erhalten hätten.
      Sie haben dann einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung für Feiertage, wenn der Feiertag auf einen Tag fällt, an dem Sie sonst regelmäßig zur Arbeitsleistung verpflichtet sind. Der Arbeitgeber darf die Fortzahlung von Entgelt für Feiertage nicht dadurch umgehen, dass Sie die ausgefallene Arbeitszeit an einem sonst arbeitsfreien Tag vor- oder nacharbeiten.

      Wir hoffen, dass sich Ihre Frage auf diesen Sachverhalt bezogen hat.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  6. Toll, dass es jetzt so schnell ging. Wenn jetzt noch der Download von svnet-comfort 18.ff funktionieren würde, der wegen Überlastung und technischer Probleme seinen Dienst verweigert, kann ich noch die Meldungen rechtzeitig abgeben. Aber gerechterweise muss ich sagen, dass die Minijob-Zentrale dafür nichts kann.

    Freundliche Grüße
    R. Kappel

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