Minijobs 2018: Änderungen zum Jahreswechsel

Aktualisiert am 9. Januar 2018

Mit dem Jahreswechsel 2017/2018 stehen für Arbeitgeber, Steuerberater, Lohnbüros und Minijobber wichtige Änderungen bei den Minijob-Regelungen an. Alles, was Sie für das neue Jahr wissen müssen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung sinkt

Der Beitragssatz zur allgemeinen Rentenversicherung sinkt zum 1. Januar 2018 von 18,7 % auf 18,6 %. Damit können sich Minijobber noch günstiger das volle Leistungspaket der Rentenversicherung sichern. Sie zahlen ab dem Zeitpunkt nur noch eine Eigenleistung von 3,6 % des Arbeitsentgelts (13,6 % bei Minijobs in Privathaushalten). Arbeitgeber zahlen weiterhin einen Pauschalbeitrag in Höhe von 15 % (5 % bei Minijobs in Privathaushalten).

Lesetipp: Nachgefragt (12): Mit Rentenversicherungspflicht volle Ansprüche sichern

Umlagesatz für das Insolvenzgeld sinkt

Die Insolvenzgeldumlage beträgt ab 1. Januar 2018 nicht mehr 0,09 %, sondern 0,06 % . Die Insolvenzgeldumlage sichert Arbeitnehmer im Fall einer Insolvenz ihres Arbeitgebers finanziell ab. Arbeitnehmer erhalten dann von der Bundesagentur für Arbeit bis zu drei Monate lang Insolvenzgeld als Ausgleich für ihren ausgefallenen Verdienst.

Umlagesatz für Arbeitgeberaufwendungen bei Mutterschaft sinkt

Die Umlage 2 (U2), die für Arbeitgeberaufwendungen bei Mutterschaft erhoben wird, sinkt zum 1. Januar 2018 von 0,30 % auf 0,24 %. Der Erstattungssatz beträgt unverändert 100 Prozent. Die Höhe der Umlage 1 (U1) für die Arbeitgeberaufwendungen bei Krankheit bleibt bei 0,90 %. Der Erstattungssatz bleibt ebenfalls bei 80 %.

Lesetipp: Neuer Umlagesatz für Arbeitgeberaufwendungen bei Mutterschaft

Beitragsfälligkeiten im Jahr 2018

Arbeitgeber sind gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Minijob-Abgaben fristgerecht monatlich an die Minijob-Zentrale zu zahlen. In unserer Tabelle finden Sie alle Termine für 2018 auf einen Blick:

beitraege2018

Die Beitragsfälligkeiten für 2018

Hinweis: Erleichtern Sie sich für das Jahr 2018 Ihre Terminplanung und laden Sie sich die monatlichen Beitragsfälligkeiten auf Ihr Android-Smartphone oder Ihr iOS-Gerät.

sv.net/comfort: Kostenpflichtige Premium-Variante verfügbar

Wie wir bereits berichtet haben, schaltet die ITSG zum 1. Januar 2018 das Programm sv.net/classic ab. Zur Verfügung steht dann das neue sv.net/comfort in einer kostenlosen Version und einer kostenpflichtigen Premium-Version. Weitere Informationen zu sv.net finden Sie direkt auf der Website der ITSG.

Lesetipp: Optimierung von sv.net: Bezahlvariante für Premium-Nutzer startet

Übergangsfrist adé: Mindestlohn gilt ab 2018 für alle Branchen

Das Mindestlohngesetz sieht für ausgewählte Branchen bis zum 31. Dezember 2017 eine Übergangsfrist vom gesetzlichen Mindestlohn vor. Ab dem 1. Januar 2018 gilt der gesetzliche Mindestlohn von brutto 8,84 Euro pro Stunde ausnahmslos in jeder Branche.
Auch die stufenweise Anpassung für Zeitungszusteller hat dann den aktuellen Mindestlohn erreicht. Lesen Sie mehr auf der Website des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Die folgende Übersicht zeigt Ihnen die Abgaben für gewerbliche 450-Euro-Minijobs ab 1. Januar 2018

abgaben_450_euro

Die Abgaben für 450-Euro-Jobs sinken ab 1.1.18 leicht

 

Detaillierte Informationen zu den notwendigen Abgaben für 450-Euro-Jobs finden Sie auch in unserer Broschüre Minijobs im gewerblichen Bereich.

Service: Wenn Sie den folgenden Link anklicken, können Sie sich die Übersicht der Rechengrößen als PDF ansehen und ausdrucken: Abgaben_Minijobs_Gewerbe_2018.

Der Minijob-Rechner ab 1. Januar 2018

Mit unserem Minijob-Rechner können Sie schnell und einfach Ihre neuen Abgaben für 450-Euro-Jobs online ermitteln. Wie genau der Minijob-Rechner funktioniert, erklären wir Ihnen in unserem Blog-Beitrag: Neu: Die Abgaben für Minijobber in 2018 – Unser Minijob-Rechner hilft. 

Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

63 Kommentare zu “Minijobs 2018: Änderungen zum Jahreswechsel

  1. Sehr geehrte Damen und Herren der Minijob-Zentrale,
    muss der Arbeitgeber auch für den Minijobber Sonderzahlungen leisten, sobald alle Beschäftigten des Betriebes diese erhalten? Oder kann im Minijob-Vertrag anderes vereinbart werden?

    Mit freundlichen Grüßen und vielen Dank

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    • Hallo,

      für Minijobber gilt der Grundsatz der Gleichbehandlung. Demnach darf ein Minijobber nicht schlechter behandelt werden als vergleichbare vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer.

      Wird zum Beispiel dem Vollzeitbeschäftigten Weihnachtsgeld gezahlt, haben nach dem Gleichbehandlungsgrundsatz auch die Minijobber – gemessen an den Arbeitsstunden – einen Anspruch auf Weihnachtsgeld.

      Der Grundsatz der Gleichbehandlung gilt nicht, wenn sachliche Gründe für eine Ungleichbehandlung vorliegen. Dazu können Arbeitsleistung, Qualifikation, Berufserfahrung und unterschiedliche Arbeitsplatzanforderungen gehören.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Ihr Zitat: „für Minijobber gilt der Grundsatz der Gleichbehandlung. Demnach darf ein Minijobber nicht schlechter behandelt werden als vergleichbare vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer.“ Zitat Ende. Es ist interessant, dass Sie die objektive Ungleichbehandlung von Minijobber (im ersten Job sozialversicherungspflichtig) anders betrachten, ob er einen oder mehrere dieser Minijobs (gleicher Stundenlohn, gleiche Stunden und gleiche Gesamtentlohnung) hat…

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        • Guten Tag Herr Müller,

          unser Zitat bezieht sich auf die arbeitsrechtlichen Ansprüche, die Arbeitnehmer und somit auch Minijobber gegenüber ihren Arbeitgebern haben. Somit dürfen Minijobber nicht schlechter behandelt werden wie vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer.

          Hat beispielsweise ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer einen Urlaubsanspruch von 30 Tagen, so darf der Minijobber bei gleichen Arbeitstagen pro Woche nicht nur 20 Tage erhalten.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Vielen Dank für die Antwort.
        Heißt das für mich, dass ich unbedingt eine Verzichtserklärung abgeben muss, damit ich im Jahr nicht mehr als 5400 Euro verdiene (Verdienst monatlich: genau 450 Euro)?
        Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

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        • Hallo,

          verdienen Sie monatlich regelmäßig 450 Euro und haben zum Beispiel Anspruch auf Weihnachtsgeld, liegt bei vorausschauender Betrachtung ein Jahresverdienst über 5.400 Euro und damit eine versicherungspflichtige Beschäftigung vor.

          Mit einem arbeitsrechtlich zulässigen Verzicht auf diese Sonderzahlung bleibt es bei dem Jahresverdienst von 5.400 Euro und somit beim Minijob.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Sehr geehrte Damen und Herren der Minijob-Zentrale,

      ich beziehe mich nochmal auf Ihre Antwort: „Mit einem arbeitsrechtlich zulässigen Verzicht auf diese Sonderzahlung bleibt es bei dem Jahresverdienst von 5.400 Euro und somit beim Minijob“.
      Reicht ein mündlicher vereinbarter Verzicht aus?

      Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

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  2. Hallo zusammen,
    als Inhaber von mehreren Firmen möchte man eine Mini-Joblerin von der Firma A mit ca. 4-5 Stunden in der Fa. B einstellen. Muss ich die beiden Beschäftigungen zusammenrechnen oder bleibt die erste Beschäftigung als Mini-Job die die zweite mit ca. 180,-€ sozial- und versicherungspflichtig. Wenn beide zusammengerechnet werden müssen, wie versteuere ich die zweite? Mit Steuerklasse 6?
    Gruß
    L.R.

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    • Hallo,

      hat ein Arbeitgeber mehrere Betriebe, ist unabhängig davon, in welchen Betrieben oder Betriebsteilen die jeweilige Beschäftigung ausgeübt wird, von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis auszugehen.

      Es muss demnach zuerst geprüft werden, ob es sich in Ihrem Fall um zwei Beschäftigungen bei rechtlich unterschiedlichen Arbeitgebern handelt.

      Erläuterungen und Beispiele haben wir per Link unten beigefügt.

      Wenn es sich in Ihrem Fall um ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis handelt, und der Gesamtverdienst über 450 Euro liegt, ist diese Beschäftigung versicherungspflichtig bei der Krankenkasse zu melden und individuell nach der Lohnsteuerklasse Ihrer Arbeitnehmerin zu versteuern.

      Wenn es sich um zwei Beschäftigungen bei verschiedenen Arbeitgebern handelt, ist eine getrennte versicherungsrechtliche Beurteilung vorzunehmen:

      Hat Ihre Minijobberin keine versicherungspflichtige Hauptbeschäftigung, kann sie mehrere Minijobs nebeneinander ausführen, wenn sie insgesamt nicht mehr als 450 Euro monatlich verdient. Überschreitet sie die Verdienstgrenze insgesamt, sind alle Jobs versicherungspflichtig – und damit keine Minijobs.

      Hat Ihre Minijobberin eine versicherungspflichtige Hauptbeschäftigung, kann sie daneben nur einen Minijob bis 450 Euro ausüben. Nimmt Sie einen Zweiten auf, wird dieser mit der Hauptbeschäftigung zusammengerechnet und ist mit Ausnahme der Arbeitslosenversicherung versicherungspflichtig.

      Bei versicherungspflichtigen Minijobs, welche individuell besteuert werden, hängt die Höhe des Lohnsteuerabzugs von der Lohnsteuerklasse Ihrer Minijobberin ab. Ab dem zweiten Job, welcher individuell versteuert wird, fallen grundsätzlich Steuern nach Lohnsteuerklasse VI an. Weitere Informationen zur Steuer erhalten Sie von Ihrem zuständigen Finanzamt.

      https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/01_450_euro_gewerbe/04_mehrere_beschaeftigungen/basepage.html

      https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/07_Was_is_ein_ag/node.html

      Freundliche Grüße
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  3. Hallo,
    wollte mal fragen wie das ist, wenn der Chef die Beiträge über einen längeren Zeitraum nicht an die Minjob Zentrale zahlt? Was hat das für mich als Minijobber für Kosequenzen?
    Gruß Michaela

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    • Hallo Michaela,

      der Arbeitgeber haftet nicht nur für die richtige Berechnung, sondern auch für die Abführung der Beiträge zur Sozialversicherung. Bei pflichtversicherten Arbeitnehmern ist allein der Arbeitgeber gegenüber den Einzugsstellen (Krankenkassen) Schuldner des Gesamtsozialversicherungsbeitrags, also der Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteile. Auch für die Pauschalbeiträge im Minijob ist der Arbeitgeber alleiniger Beitragsschuldner. Werden die Beitragsanteile durch den Arbeitgeber nicht abgeführt, hat das für die betroffenen Arbeitnehmer keine Auswirkungen. Der Versicherungsschutz bleibt zu allen Versicherungszweigen bestehen, solange die Beschäftigung gegen Entgelt fortbesteht. Auch dabei gilt: Es genügt, wenn der rechtmäßige Anspruch auf das Entgelt besteht, die tatsächliche Zahlung ist nicht relevant. Ob der Arbeitgeber gegenüber der Einzugsstelle seinen Beitragsabführungspflichten nachkommt oder nicht, ist dabei unerheblich.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  4. Hat sich etwas ab 2018 geändert bei der Ungleichbehandlung von sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern mit EINEM Minijob und MEHREREN (Sozial- und Lohnsteuerpflichtigkeit ab dem zweiten Minijob)? Danke.

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    • Hallo Herr Müller,

      die Regelungen haben sich nicht geändert.

      Neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung bleibt nur der zuerst aufgenommen 450-Euro-Minijob versicherungsfrei. Jeder weitere Minijob wird mit der Hauptbeschäftigung zusammengerechnet und versicherungspflichtig zur Sozialversicherung, mit Ausnahme der Arbeitslosenversicherung.

      Der Arbeitgeber des zweiten Minijobs kann die Art der Besteuerung festlegen. Er kann die pauschale Lohnsteuer mit einem Steuersatz von 20 Prozent des Arbeitsentgelts zuzüglich des Solidaritätszuschlages und ggf. der Kirchensteuer erheben und direkt an das zuständige Finanzamt abführen. Alternativ kann er die Lohnsteuer nach den individuellen Lohnsteuermerkmalen des Arbeitnehmers berechnen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Vielen Dank für die Antwort! Wer hat sich so etwas nur ausgedacht. Also bleibt offensichtlich nur der Klageweg, um diese Ungleichbehandlung der Arbeitnehmer mit gleichen Grundvoraussetzungen, gleicher Entlohnung und gleiche/s Stunden/entgelt, aber EINEN oder MEHRERE Minijob/s zu beseitigen. So etwas kann vor einem ordentlichen Gericht keinen Bestand haben. Mit freundlichen Grüßen

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        • Hallo Herr Müller,

          um den Vorteil der aktuellen Regelungen zu verstehen, lassen Sie uns in die Vergangenheit blicken.

          Die in unserem Kommentar vom 9. Februar 2017 um 11:41 Uhr beschriebenen Regelungen bei Mehrfachbeschäftigungen, gelten in dieser Form seit dem 1. April 2003. Davor wurde jeder Minijob, der neben einer versicherungspflichtigen Beschäftigung ausgeübt wurde, automatisch versicherungs- und steuerpflichtig.

          Insofern hat sich die Situation für diejenigen Arbeitnehmer verbessert, die eine Hauptbeschäftigung haben und daneben einen Minijob ausüben möchten.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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        • Ich muss leider bei meiner Kritik bleiben. Die Altregelung verstieß NICHT den Gleichbehandlungsgrundsatz. Noch einmal: Es hat nicht jeder AN das Glück EINEN Minijob zu finden, in dem er die vollen 450 EUR ohne Sozialabgaben hinzu verdienen kann. Mancher muss MEHRERE Minijobs ausüben. Wohl gemerkt: Gleiche Anzahl der Stunden und gleicher Stundenlohn. Und jetzt hat er noch Pech und verdient im ersten Minijob am geringsten… Eine klare Benachteiligung bei gleichen Grundvoraussetzungen, denn er hat bei gleicher Leistung weniger in der Geldbörse. Die Folge ist auch, dass damit auch die Schwarzarbeit gefördert wird. Ich möchte anmerken, dass ich nicht als Minijobber betroffen bin, aber als Arbeitgeber mich diese Ungerechtigkeit gegenüber meines Arbeitnehmers betroffen macht und ich dieses nicht hinnehmen kann und werde!

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        • Auf die Spitze getrieben:
          a) 2 Minijobs, je 450€ werden zusammengerechnet und damit SV-pflichtig oberhalb der Gleitzone.
          b) Verdient man bei dem einem 1€ mehr – dafür bei dem anderen 1€ weniger -, wird nur ersterer SV-pflichtig am unteren Rand der Gleitzone, der andere bleibt für den AN beitragsfrei.

          Bei gleichem Verdienst unterscheiden sich die Abgaben jedoch enorm – so verstehe ich die Kritik von „Felix Müller“.

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        • Nein. Es geht nur um Minijob(s) innerhalb der 450-Grenze bei sozialversicherungspflichtig angestellten AN. Ein AN hat EINEN Minijob und der andere 2 (oder weitere). BEIDE verdienen insgesamt 450 EUR hinzu, leisten die gleichen Stunden und haben den gleichen Stundenlohn. Der mit den weiteren Jobs (weil er z. Bsp. „Pech“ hat und keinen AG findet, der ihn voll für 450 EUR beschäftigen kann) zahlt für den 2. (und weitere Minijobs) SV-Beiträge und hat ergo weniger in der Geldbörse, obwohl er genau so viel arbeitet wie der EIN-Minijobber. WIR BLEIBEN IN DER 450 EUR GRENZE! Auch mal auf die Spitze getrieben: Ein ZWEI-Minijobber verdient im ersten Minijob 50 EUR und im zweiten 400 EUR. Dann zahlt er für seinen Zweitminijob Sozialbeiräge, obwohl er innerhalb der 450-EUR-Grenze liegt und nur die 50 EUR bleiben frei. Wer sich diese Ungleichbehandlung und ich nenne es mal bodenlose Frechheit ausgedacht hat, ist mir unbekannt. Aber es gehört schnellstmöglich abgeschafft per Klage. Merke nur ich diesen Betrug am arbeitenden Bürger? Auch, wenn es nervt: Ich bin AG…

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  5. Sehr geehrtes Team,
    hat sich etwas im Bereich der Grenzenüberschreitung bei Minijobler geändert? Leider ist unsere Reinigungsteam durch Krankheiten oft unterbesetzt. Darf man in diesem Fall, wie mal gelesen, 3 Monate die Grenze von 450,-€/Mon. überschreiten? Die Krankmeldung wäre dann der Nachweis. Die Krankheit ist auch nicht v“geplant“ bzw. vorhersehbar. Darf ich für einen langen Krankheitsausfall z.B. 3 Personenen entsprechend „aufteilen“ und dadurch bei allen die Grenze überschreiten??
    Viele Grüße
    LR

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    • Guten Tag,

      ein nur gelegentliches und nicht vorhersehbares Überschreiten der Arbeitsentgeltgrenze von 450 Euro pro Monat bzw. von 5.400 Euro pro Jahr führt nicht zur Beendigung des Minijobs.

      Als gelegentlich ist ein Zeitraum von 3 Monaten (bis 31. Dezember 2018) bzw. 2 Monaten (ab 1. Januar 2019) innerhalb eines Zeitjahres anzusehen.

      Eine Krankheitsvertretung kann als unvorhersehbar angesehen werden und kann von mehreren Personen übernommen werden.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Vielen Dank für die Antwort! Wer hat sich so etwas nur ausgedacht. Also bleibt offensichtlich nur der Klageweg, um diese Ungleichbehandlung der Arbeitnehmer mit gleichen Grundvoraussetzungen, gleicher Entlohnung und gleiche/s Stunden/entgelt, aber EINEN oder MEHRERE Minijob/s zu beseitigen. So etwas kann vor einem ordentlichen Gericht keinen Bestand haben. Mit freundlichen Grüßen

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  6. Hallo, seit 2018 verlangt mein Arbeitgeber, dass meine Minijob mit meinen individuellen Steuermerkmalen besteuert wird. Da der Minijob mein einiges Arbeitsverhältnis ist und mein Ehemann gut verdient, führt dies jetzt zu einer hohen Besteuerung.
    Kann mir dies jemand erklären.
    Besten Dank

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    • Hallo,

      bei einem 450-Euro-Minijob darf der Arbeitgeber bestimmen, wie der Minijob versteuert werden soll; pauschal mit zwei Prozent oder individuell. Hierbei ist die Gesamtsituation des Minijobbers zu berücksichtigen, um Nachteile zu vermeiden.

      Die einheitliche Pauschsteuer beträgt zwei Prozent und beinhaltet die Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Der Arbeitgeber zahlt die Pauschsteuer zusammen mit den übrigen Abgaben an die Minijob-Zentrale.

      In der Regel zahlt der Arbeitgeber die Pauschsteuer. Er kann diese aber auch vom Verdienst des Minijobbers abziehen, sofern mit ihm einen Bruttolohn vereinbart wurde. In diesem Zusammenhang spricht der Fachmann vom Abwälzen der Steuer .

      Nach dem Einkommensteuergesetz ist der Arbeitgeber der Steuerschuldner gegenüber der Einzugsstelle und damit verpflichtet, die Steuer an die Minijob-Zentrale zu zahlen. Es kommt nicht darauf an, wer die Pauschsteuer letztlich wirtschaftlich trägt – er oder der Minijobber.

      Die einheitliche Pauschsteuer von zwei Prozent stellt die endgültige Besteuerung des Arbeitslohns dar und wird bei der Einkommensteuerveranlagung des Minijobbers nicht berücksichtigt.

      Wir empfehlen Ihnen das Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber zu suchen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  7. Pingback: Urlaub, Elternzeit und Mutterschaftsgeld – Das sind die in 2017 meistgelesenen Blogbeiträge | Die Minijob-Zentrale

  8. Gilt das neue Betriebsrentenstärkungsgesetz auch für geringfügig Beschäftigte (450 Euro)? Konkret – wird da z. B. der Arbeitgeberzuschuß zu Betriebsrenten für Minijobber vom Staat bezuschusst – wenn ja in welcher Höhe?

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  9. Hallo
    Mich würde interessieren, ob ich meinen Dauerbeitragsnachweis aufgrund der Änderungen ab 01.01.2018 ändern muss oder ob die Änderungen von der MiniJob Zentrale automatisch duchgeführt/geändert werden?

    Vielen Dank für ihre Rückmeldung!

    Gruss

    T.Merz

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    • Hallo Herr Merz,

      sofern Sie keinen eigenen neuen Dauerbeitragsnachweis einreichen, wird der Dauerbeitragsnachweis durch die Minijob-Zentrale ab Januar 2018 automatisch an die Beitragssatzänderungen angepasst und fortgeschrieben.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  10. Ein Blog ist sicherlich die schlechteste Methode, wichtige Infos weiterzuleiten. Ich will nicht den ganzen Blog lesen, um zu sehen, ob mein Thema evtl. schon behandelt wurde.
    Jetzt zur Frage:Ich habe das neue Programm sv.net.comfort heruntergeladen, die alten Dateien vom „classic“ übertragen und auch fast problemlos die Jahresmeldung ausgefüllt und abgeschickt. Aber… ich habe 2 Probleme an die Hotline geschickt:
    1. zum Lohnachsweis: ich kann das Formular nicht abschicken, da die Bottoms „Prüfen“ und „Senden“ deaktiviert sind.
    2. Größe des Updates: DIe Hotline hatte mich darauf angewiesen, dass die Größe des Programm der Größe auf dem Datenträger entsprechen soll, aber bei mir ist nicht der Fall.
    Und als 3. Punkt habe ich eine Frage zum Beitragsnachweis:
    Bisher habe ich nur einen Jahresnachweis, weil vor Jahren auf Jahr optiert hatte. Mit dem sv-net-comfort kann man jedoch anscheinend nur monatliche Beitragsnachweise erstellen. Warum?

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    • Hallo Frau Manzin,

      beim Ausfüllen des UV-Lohnnachweises sind zunächst nur die Buttons aktiviert, die im jeweiligen Arbeitsschritt benutzt werden können. Aus diesem Grunde sind die Buttons „Prüfen“ und „Senden“ anfangs deaktiviert. Mit dem beigefügten Link gelangen Sie zur Kurzanleitung zur Abgabe des UV-Lohnnachweises im sv.net.
      http://www.dguv.de/medien/inhalt/versicherung/uv-meldeverfahren/svnet_anleitung.pdf

      Auf dem Beitragsnachweis kann tatsächlich immer nur ein voller Monat, zum Beispiel 1. Januar 2018 bis 31. Januar 2018 erfasst werden. Damit der Beitragsnachweis ein Dauerbeitragsnachweis wird, kennzeichnen Sie das Feld „Dauerbeitragsnachweis“ mit einem Kreuz.

      Bezüglich Ihrer zweiten Fragestellung wenden Sie sich bitte an die technische Hotline der ITSG.

      Kontakt zum technischen Support von sv.net

      Kontaktformular technische sv.net-Hotline
      E-Mail an: kontakt@itsg.de
      Telefonisch unter: 06104 94736 – 402 zu den folgenden Zeiten:
      Montag bis Donnerstag: 08:30 – 12:30 Uhr und 13:30 – 17:00 Uhr
      Freitag: 08:30 – 14:00 Uhr
      [ausgenommen regionale (Hessen) und bundesweite Feiertage]

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Danke!. Ich habe keine Schwierigkeiten bei der Ausfüllung des Formulars, aber ich bekomme die Fehlermeldung: Die Zugangsdaten für die Mitgliedsnummer oder PIN sind bei diesem Unfallversicherungsträger nicht gültig. Ich werde mich jetzt an die VBG wenden, da ich die Zugangsdaten mehrfach überprüft habe und sie korrekt sind.

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      • Dauerbeitragsnachweis:

        Ich habe den Beitragsnachweis als Dauerbeitragsnachweis gekennzeichnet, aber ich konnte das Enddatum 31.12.2017 nicht angeben und habe den Beitragsnachweis so nur für Januar 2017 abgeschickt. Wie kann ich vermeiden 12 Beitragsnachweise auszufüllen und, wie in der Vergangenheit, einen einzigen Jahresbeitragsnachweis erstellen?

        Mit freundlichen Grüßen

        Marisa Manzin, Dipl. Betriebswirtin
        ermächtigte Übersetzerin und
        allgemein beeidigte Dolmetscherin für Italienisch
        Dellestr. 33, D-40627 Düsseldorf
        Tel. +49 (0)211 202018
        http://www.manzin.de

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        • Guten Tag Frau Manzin,

          mit dem Beitragsnachweis melden Sie die Beiträge, die Sie als Arbeitgeberin für Ihre Minijobber monatlich abführen.

          Ein Beitragsnachweis muss immer das Datum eines Kalendermonats enthalten zum Beispiel 01.01.2018 bis 31.01.2018. Möchten Sie, dass dieser Beitragsnachweis fortlaufend gebucht wird, wird zusätzlich ein Hacken unter der Rubrik Dauerbeitragsnachweis gesetzt.

          Dieser Beitragsnachweis gilt dann solange, bis Sie einen neuen Beitragsnachweis einreichen oder keine Minijobber mehr beschäftigen.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  11. Pingback: Neues PDF: Rechengrößen für Minijobs 2018 | Die Minijob-Zentrale

  12. Wozu gibt es eigentlich noch den News-Letter, wenn die Infos über alles Wichtige, besonders die Änderungen, in Blogs „versteckt“ werden? Das ist weder „hip“ noch fortschrittlich, sondern erschwert uns nur unnötig die Arbeit. Bitte in Zukunft ändern!!
    Guten Rutsch ins Neue Jahr
    U.H.

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    • Hallo U.H.,

      danke für Ihren Hinweis.

      Wir haben nicht die Absicht wichtige Informationen in unserem Minijob-Blog zu verstecken. Vielmehr geht es darum mit unserem Blog ein zusätzliches Angebot der Informationsbereitstellung anzubieten.

      Sie haben Recht, dass wir im letzten Newsletter bezüglich der Informationen zum Jahreswechsel 2018 auf unseren Blog verlinkt haben. Wir haben aber bereits in unserem Newsletter vom 27. November ausführlich über die bevorstehenden Änderungen zum Jahreswechsel informiert. Diesen Newsletter können Sie auf unserer Homepage noch einmal nachlesen
      (Link: https://www.minijob-zentrale.de/SharedDocs/Newsletter/GenerierteNewsletter/2017-11-27%20und%2008:01:48.html?nn=694194) .

      Wir wünschen Ihnen einen guten Start ins neue Jahr.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Naturgemäß ist ein Blog, der in Prosa geschrieben wird, immer unübersichtlicher als eine tabellarische Auflistung von Beitragsdaten, die über einen Direktlink zur Verfügung gestellt wird.

        Daran stören sich die Kommentierenden hier – berechtigterweise, denn für die tägliche Arbeit im Personalbüro möchte man Fakten und keine Prosa. Daran ändert auch der Newsletter nicht viel, denn der ist ja nur ein Ausdruck des Blogtextes. Und wenn man Mitte des Jahres im Blog nach den Beitragssätzen schauen will, muss man erst einmal durchsuchen (auch wenn Sie sagen, Sie wollen nichts verstecken – de facto tun Sie es eben dann doch) – mit dem genannten Direktlink ist das einfach besser.

        Zumal im Blog auch nichts zur Pauschalbesteuerung steht, was ja auch nicht unwichtig ist.

        Kurzum: für die übersichtliche Darstellung der Beitragssätze ist ein Blog schlecht geeignet, hier muss eine knappe Tabelle mit den Daten zur Vefügung gestellt werden.

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      • Guten Tag Herr Kappel,

        da es im Januar 2018 vorkommen kann, dass man noch rückwirkend für das Jahr 2017 einen Arbeitnehmer anmelden muss, stellen wir auch den Vorjahres-Minijob-Rechner noch für eine gewisse Zeit als Service zur Verfügung.

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  13. P.S.: prima, dass man sich zum liken auch noch bei WordPress anmelden und einloggen muss. Noch lächerlicher geht’s wohl nicht mehr mit dieser dummen Blog Idee.

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  14. Was ist das für ein Schwachsinn, wichtige Mitteilungen über Änderungen in Beiträgen in einem Blog zu verstecken???? Sind Beitragssätze, die in einem Blog veröffentlicht werden, überhaupt verbindlich? Könnten ja jederzeit nachträglich geändert werden.

    Wer solche Ideen hat, gehört geradewegs entlassen. Als nächstes werden wohl auch die Gesetze in einem Blog und nicht mehr im Bundesanzeiger veröffentlicht und in Kraft gesetzt…

    Also: bitte umgehend eine richtige Tabelle zum Download zur Verfügung stellen.

    Und im Übrigen möchte ich von „Euch“ auch nicht geduzt werden. Das ist nicht angebracht bei einer Website wie dieser.

    Absolut lächerlich, dieser Blog-Einfall!

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    • Sehr geehrter Herr Ott,
      vielen Dank für Ihre Anregungen. Schade, dass Sie mit unserem Blog nicht zufrieden sind. Auch wir wollen Sie übrigens nicht duzen. Wir wären daher sehr dankbar, wenn Sie uns freundlicherweise einen Hinweis geben, wo wir Sie geduzt haben.
      Mit freundlichen Grüßen
      Das Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Sehr geehrtes Team,

        in allen Fällen, wo man aktiv im Blog werden kann, wird man geduzt, z.B. „Gib deine E-Mail-Adresse ein“, „Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon (…an…), um dich einzuloggen“, „Informiere mich über neue Beiträge per E-Mail“.

        Und nicht die verbindliche tabellarische pdf-Beitragsübersicht 2018 vergessen.

        Danke, viele Grüße

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        • Sehr geehrter Herr Ott,

          danke für Ihre Rückinfo bezüglich des dutzens. Wir werden uns um eine zeitnahe Änderung bemühen. Die gewünschte tabellarische Beitragsübersicht haben wir Ihnen unter Ihrem Kommentar vom 25. Dezember 2017 / 13.44 Uhr bereitgestellt.

          Viele Grüße zurück

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  15. Das ist für mich der größte Unfug! Ich suche keine Unterhaltung zur Freizeitbeschäftigung sondern einfach wichtige Information in eine knappen und übersichtlichen Form! Auch das kann man mit dem heutwe notwendigen Humor verpacken! Aber nicht so einem Rahmen, der den Eindruck von „IT Fortschritt“ erwecken soll.
    Frohe Weihnachten!

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  16. Erstens Herr Herr Wolf vollkomen recht. Und zweitens brillant beschrieben („redundante Prosa“ finde ich super!). Es ist leider über alle Branchen gleich: diejenigen, die websites „bestücken“ haben von dem, was die Empfänger erwarten, leider meistens keine Ahnung – glauben aber, sie wären brillant.

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  17. Pingback: Minijobs 2018: Änderungen zum Jahreswechsel – elfstricheins

  18. Wieso gibt es die ganzen Änderungen nicht einfach tabellarisch mit Spalte 2017 und 2018 als PDF Datei zum runterladen, sondern nur in viel redundantes Prosa verpacktes Gemälde?
    Egon Wolf

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