Optimierung von sv.net: Bezahlvariante für Premium-Nutzer startet

Jeder 4. Arbeitgeber von gewerblichen Minijobbern nutzt die Möglichkeit, mit dem Programm sv.net auf einfache Weise die Meldungen und Beitragsnachweise an die Minijob-Zentrale zu übermitteln. Was ändert sich nun im Jahr 2018 bei sv.net?

Info:
Das Programm sv.net ist eine Ausfüllhilfe-Software und wurde im Auftrag aller gesetzlichen Krankenkassen von der Informationstechnischen Servicestelle der Gesetzlichen Krankenversicherung GmbH (ITSG) entwickelt. Von dort aus werden auch alle Fragen zum Programm beantwortet.

Die zwei Produktvarianten sv.net/classic und sv.net/online wurden rundum erneuert. Eine vereinfachte Bedienung und erweiterte Funktionalitäten sollen dem Arbeitgeber das Ausfüllen der Formulare erleichtern. So wurde aus:

sv.net/classic    ==>    sv.net/comfort

sv.net/online    ==>    sv.net/standard

Neben einer optischen Neugestaltung des Programms, wurden auch wesentliche inhaltliche Änderungen umgesetzt.

Premium-Account für unbegrenzte Transaktionen und mehr Benutzer

Ab dem 1. Januar 2018 wird es sowohl für sv.net/comfort als auch für sv.net/standard einen kostenlosen Normal-Benutzer-Account  und einen kostenpflichtigen Premium-Account geben.

Mit dem kostenlosen Normal-Benutzer-Account sind ab dann die folgenden Einschränkungen verbunden:

  • Abgabe von bis zu 100 Meldungen pro Kalenderjahr (Transaktionen)
  • Abgabe von Meldungen zu ausschließlich einer Betriebsnummer
  • Nutzung durch einen Anwender pro Betrieb

Mit dem kostenpflichtigen Premium-Account können die Anwender dagegen

  • zusätzliche Benutzer anlegen sowie
  • eine unbegrenzte Anzahl an Transaktionen für beliebig viele Betriebsnummern und Zahlstellennummern durchführen.

Hinweis: Die Registrierung für die Premium-Mitgliedschaft erfordert zwingend eine Legitimierung der Betriebsnummer.

Weitere Informationen zu den Kosten und den Nutzungsbedingungen finden Sie hier.

Anmeldung zukünftig ausschließlich mit E-Mail und Kennwort

Zum 1. Januar 2018 ändert sich auch die Benutzeranmeldung in sv.net. Zukünftig erfolgt die Anmeldung mit E-Mail-Adresse und Kennwort, nicht wie bisher mit Betriebsnummer, Benutzername und Kennwort.

Ab 2018 eine E-Mail-Adresse pro Betriebsnummer

Bislang konnten sich mehrere sv.net-Nutzer unter einer Betriebsnummer anmelden. Anwender, die aktuell mehrere Betriebsnummern mit der gleichen E-Mail-Adresse verwalten, sollten ihre Benutzer-/Premiumkonten rechtzeitig bis zum 31. Dezember 2017 einrichten. Ab 1. Januar 2018 wird die angegebene E-Mail-Adresse der registrierten Betriebsnummer zugeordnet.

Fragen zu sv.net

Viele Minijob-Arbeitgeber nutzen sv.net um Beitragsnachweise und Meldungen an die Minijob-Zentrale zu senden. Die Minijob-Zentrale selbst ist aber nicht der Betreiber des Programms. Einen technischen Support zum Programm sv.net bietet Ihnen ausschließlich die ITSG. Die häufigsten Fragen der Anwender beantwortet die ITSG im FAQ-Bereich (http://www.itsg.de/oeffentliche-services/sv-net/faqs/) ihrer Website. Mehr Details zu der anstehenden Umstellung finden Sie auch auf der Homepage der ITSG.

Auch das Benutzerhandbuch der ITSG gibt wichtige Infos zur neuen Version.

Kontakt zum technischen Support von sv.net

  • Kontaktformular technische sv.net-Hotline
  • E-Mail an: kontakt@itsg.de
  • Telefonisch unter: 06104 94736 – 402 zu den folgenden Zeiten:
    Montag bis Donnerstag: 08:30 – 12:30 Uhr und 13:30 – 17:00 Uhr
    Freitag: 08:30 – 14:00 Uhr
    [ausgenommen regionale (Hessen) und bundesweite Feiertage]

Hinweis: Bitte geben Sie bei allen Anfragen Ihre Betriebsnummer an.

Fachliche Unterstützung

Bei der fachlichen Unterstützung rund um das Melde- und Beitragsverfahren für Minijobber wenden Sie sich gerne an die Minijob-Zentrale.

Ähnliche Beiträge in unserem Blog: Neue Software von sv.net: Jetzt umstellen und Datenverlust vermeiden!

 

 

12 Kommentare zu “Optimierung von sv.net: Bezahlvariante für Premium-Nutzer startet

  1. Ich arbeite seit Einführung mit SV NET Comfort. Anfangs fand ich es auch auch unübersichtlich. Habe mich aber zwischenzeitlich daran gewöhnt und sehe keine nennenwerten Probleme.

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    • Das ist schön für Sie Herr Höckelmann. Leider geht es ganz, ganz vielen Benutzern anders, denn die Hotline ist seit Jahresbeginn absolut schwer bzw. gar nicht erreichbar!!! Auch auf emails kommt nur eine automatisch generierte Antwort.
      Es scheint also mehr „Deppen“ zu geben, wie ich es wohl einer bin!
      Ich habe bereits Krankenkassen angerufen, und um Hilfe gebeten. Antwort: „gedulden Sie sich bitte“ und „wir sind dafür nicht zuständig“. Und eine ebenfalls wichtige Antwort, die ich beherzigen werde; „Schicken Sie uns Ihren Beitragsnachweis in Papierform zu“. Dazu kann man noch die alte Version nutzen, die dann zwar nicht sendet, aber das notwendige Formular dazu erzeugt!

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  2. Es ist völlig unverständlich, dass die neue Version deutlich schlechter ist als die alte. Wer testet und bewertet denn so was? Schade, dass die neue Version die Bearbeitung verkompliziert und aufwändiger macht, schlimm.

    Gefällt 1 Person

    • Guten Tag Herr Fischer,

      die Minijob-Zentrale selbst ist nicht der Betreiber des Programms sv.net. Ansprechpartner zu diesem Programm ist ausschließlich die ITSG.

      Hier die Kontaktdaten:
      E-Mail an: kontakt@itsg.de
      Telefonisch unter: 06104 94736 – 402 zu den folgenden Zeiten:
      Montag bis Donnerstag: 08:30 – 12:30 Uhr und 13:30 – 17:00 Uhr
      Freitag: 08:30 – 14:00 Uhr

      Freundliche Grüße
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Gehört die Minijob-Zentrale nicht auch zu den Auftraggebern dieser bisher guten Software ? Wenn die hier genannten Einwände zutreffen, ist eine dringende Korrektur erforderlich und hier hat jede Kasse die zum Kreis der Auftraggeber gehört entsprechend zu reagieren. Die Verantwortung auf den Betreiber die ITSG zu schieben ist nur die halbe Wahrheit. Offensichtlich ist die ITSG für die Zulassung anderer Software-Hersteller ebenfalls zuständig. Die eigene zertifiziert sie wahrscheinlich selbst. Schließlich dürfte langfristig als Ziel die Bezahlvariante sein, wie bei der Dakota-Software, ebenfalls von ITSG. Nutznießer sind hauptsächlich die Kassen. Erstaunlich ist, dass sich von den bisherigen Umsteigern jetzt erst Kommentare zeigen. Eigentlich müsste man vorübergehend die Papiervariante beantragen.

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  3. SV.net Comfort ist überhaupt nix comfort! Ich bin jahrelanger Anwender von sv.net classic und kann nur sagen, dass in sv.net Comfort fast alles verschlimmbessert wurde. Zudem ist es unübersichtlich und unstrukturiert. Von der Oberfläche, die einen an alte Zeiten erinnert – ganz zu schweigen. Mir schwillt der Hals, dass ich jetzt bei der Erstellung von Beitragsnachweisen und SV-Meldungen fast doppelt so lange brauche wie in der Classic Version. Auch die Möglichkeit, Beitragsnachweise in einem Rutsch zu senden gibt es nicht mehr. Man muss jetzt jeden einzelnen BN senden, und jede davon erstellte pdf-Datei einzeln abspeichern. Ich könnte hier jetzt noch seitenweise schreiben, was alles extrem anwenderunfreundlich geworden ist. Der Missmut beginnt schon mit dem Programm selbst – dauert gefühlte Ewigkeiten, bis es sich öffnet, und ich habe einen schnellen PC. Bei sv.net Classic, kein Progrmam – zack offen.

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  4. Pingback: Minijobs 2018: Änderungen zum Jahreswechsel | Die Minijob-Zentrale

  5. Hat schon ein Anwender verstanden, was an SV.net Comfort besser ist als an der Classic-Version ? Als Laie habe ich das noch nicht erkannt.
    – Dass die Verwendung für mehrere Betriebe (betrifft mich nicht) jetzt kostenpflichtig ist, ist ja ein Vorteil nur für den Anbieter, der sich eine weitere Einnahmequelle erschließt.
    – Dass der Zugang jeweils nur für eine einzelne Mailadresse geschaltet wird, spricht den Grundsätzen ordentlicher Organisation Hohn, da jeder Mensch für den Fall von Krankheit/Unfall/Verhinderung einer zweiten Person Zugang zu seinen Arbeitsdaten geben sollte.
    – Auch die Tatsache, dass das neue Programm viel langsamer ist als die alte Version (auch auf einem Rechner mit schnellem 7er Prozessor) ist ein Fortschritt nur für diejenigen, die mal schnell eine Arbeitspause einlegen wollen.
    Kann es sein, dass die Bezeichnung „Comfort“ möglicherweise Selbstironie ist, weil man das Programm nicht „SV schlechter & teurer“ nennen wollte ?

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    • Der einzige Sinn dieser Änderung ist die Abzocke des Anwenders – ansonsten ist das Programm genauso eine schwachsinnige Idee/Umsetzung wie hier wichtige Informationen wie Beitragsänderungen in einem Blog zu veröffentlichen anstatt wie bisher in einer übersichtlichen und verbindlichen Tabelle.

      Die Verwendung für mehrere Betriebe ist zudem nicht wie früher getrennt voneinander, sondern alles kunterbunt durcheinander. Der Schwachsinn regiert die Sozialversicherungsverwaltung – das wird hiermit offiziell.

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