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Gleiches Recht für alle! Das Arbeitsrecht im Minijob

Gilt der Mindestlohn auch für Minijobber? Haben Minijobber einen Anspruch auf bezahlten Urlaub? Und was passiert im Krankheitsfall?

Minijobber haben die gleichen Rechte und Pflichten wie ihre Kolleginnen und Kollegen in Vollzeit. Unsere neu aufgelegte Broschüre gibt einen Überblick zu den wichtigsten Themen rund um das Arbeitsrecht.

Unsere Broschüre „Arbeitsrecht für Minijobber“ informiert u.a. über die Themen:

· Gleichbehandlung
· Niederschrift der vereinbarten Arbeitsbedingungen
· Mindestlohn
· Erholungsurlaub
· Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall sowie bei Schwangerschaft und Mutterschaft
· Sonderzahlungen/Gratifikationen
· Kündigungsschutz und Kündigungsfristen

Sie können die Broschüre jederzeit auf unserer Internetseite einsehen und herunterladen.

16 Kommentare zu “Gleiches Recht für alle! Das Arbeitsrecht im Minijob

  1. Hallo,

    Eine Frage, ich arbeite 1x in der Woche in einem Privathaushalt. Nun brauchte mein Arbeitgeber mich 3 Wochen nicht weil er sein Haus renoviert hat.

    Mir fehlt nun das geld. Und zusätzlich wird es vom Job Center angerechnet.

    Muss er mir mein Gehalt trotzdem zahlen und was mache uch wegen dem Job Center,?

    • Hallo Frau Vestens,

      mit dem Arbeitsvertrag stellt der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber gegen Bezahlung seine Arbeitskraft zur Verfügung. Gibt es keine Arbeit, ist das das Problem des Arbeitgebers. Er trägt das rechtliche und finanzielle Risiko, keine Verwendung für die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers zu haben. Eine Lösung im Interesse beider Seiten könnte zum Beispiel sein, dass Ihnen durch Ihren Arbeitgeber für die Zeit in welcher er Sie nicht benötigt bezahlter Urlaub gewährt wird.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen mit Ihrem Arbeitgeber bezüglich der vereinbarten Arbeitszeit nochmal zu sprechen. Alternativ können Sie sich auch mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    • Hallo Frau Guss,

      für Minijobber gilt der Grundsatz der Gleichbehandlung. So dürfen Minijobber nicht schlechter behandelt werden als vergleichbare vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer.

      Arbeitgeber müssen ihren Minijobbern auch für die Arbeitszeit, die infolge eines gesetzlichen Feiertages ausfällt, das Arbeitsentgelt zahlen, das sie ohne den Arbeitsausfall erhalten hätten.

      Minijobber haben dann einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung für Feiertage, wenn der Feiertag auf einen Tag fällt, an dem sie sonst regelmäßig zur Arbeitsleistung verpflichtet sind. Der Arbeitgeber darf die Fortzahlung von Entgelt für Feiertage nicht dadurch umgehen, dass die ausgefallene Arbeitszeit an einem sonst arbeitsfreien Tag vor- oder nachzuarbeiten ist.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  2. Ich habe meine minijobe Arbeit gekündigt
    Aber mein chef hat mir keinen abmeldung ab gegeben
    Wie kann ich die haben??

    • Hallo,

      grundsätzlich ist der Arbeitgeber verpflichtet, dem Arbeitnehmer von der An- und Abmeldung der Beschäftigung eine Durchschrift auszuhändigen. Dieses dient dem Arbeitnehmer als Nachweis, dass eine An- und Abmeldung erfolgt ist und dient auch als Nachweis der Beschäftigung zur Vorlage bei anderen Behörden.

      In Ausnahmefällen kann auch die Minijob-Zentrale eine Meldebescheinigung ausstellen. Bitte teilen Sie uns in diesem Zusammenhang schriftlich Ihre Daten (Name, Adresse, Sozialversicherungsnummer) und die Daten Ihres Arbeitgebers mit, damit wir die Meldebescheinigung ausstellen können.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    • Guten Tag Frau Weiß,

      grundsätzlich haben Sie als erkrankte Arbeitnehmerin alles zu unterlassen, was Ihre Genesung verzögern könnte. Sie dürfen den Heilungserfolg nicht durch genesungswidriges Verhalten gefährden.

      Beachten Sie dabei, dass Ihrem Arbeitgeber in der Regel nicht bekannt ist, weshalb Sie arbeitsunfähig sind. Von daher sollte jeweils individuell entschieden werden, ob bestimmte Aktivitäten im Einzelfall notwendig sind und eventuell entstehende Missverständnisse rechtfertigen. Dies gilt auch für die Ausübung eines grundsätzlich erlaubten Minijobs. Sie dürfen einen Minijob theoretisch solange ausüben, wie dadurch der Heilungsprozess nicht verzögert wird.

      Eine andere Frage ist hierbei jedoch, wie gut Ihr Arbeitgeber nachvollziehen kann und will, dass nur die Nebentätigkeit bei der vorliegenden Erkrankung fortgeführt werden kann. Hierbei sollten Sie sich als Arbeitnehmerin auch bewusst machen, dass eine aufgrund einer ausgeübten Nebentätigkeit eingetretene Verzögerung des Heilprozesses ein Verstoß gegen die arbeitsvertragliche Rücksichtspflicht darstellt.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, sich mit Ihrer konkreten arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  3. Da erfährt man hier viel über seine Rechte – andererseits leider nichts darüber, wo man sich hinwenden kann oder ob und wenn ja, welche Möglichkeiten es gibt, wenn der Arbeitgeber dagegen reihenweise (wenigstens konsequent bei **allen** Minijobbern, ironieaus) verstößt. Wahrscheinlich kann man sich einen Anwalt nehmen, klar, aber wegen eines Minijobs ? Und das Risiko trägt man erstmal selbst, zusätzlich zum Verlust des Zuverdienst. Damit ändert sich dann auch nichts am grundsätzlichen Fehlverhalten des Arbeitgebers. Der stellt nach Abgängen eben einfach neue Mitarbeiter ein und setzt per „friss oder stirb“ seine Verträge durch. Also danke für die Infos, jetzt weiß ich, was mir und den Kollegen zustehen würde. Davon hab ich aber nix, außer Klarheit und ein wenig mehr Frust.

    • Hallo Paule Paulchen,

      uns, der Minijob-Zentrale ist es ein großes Anliegen unsere Kunden, zum Beispiel Arbeitgeber und Arbeitnehmer, über Ihre Rechte und Pflichten zu informieren.

      Insbesondere zum Arbeitsrecht erhalten wir sehr viele Anfragen, die wir gewissenhaft beantworten.

      Die Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber werden durch das Individualarbeitsrecht geregelt. Dazu gehören zum Beispiel Urlaubsregelungen, Arbeitszeit, Kündigungsfristen, Entgeltfortzahlung.

      Da das Arbeitsrecht ein Individualrecht ist, kann es behördlich nicht geregelt werden. Das heißt, Sie müssen Ihre Ansprüche bei Ihrem zuständigen Arbeitsgericht selbst durchsetzen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    • Hallo Paule Paulchen!

      Als Mitglied einer GEWERKSCHAFT weiß ich im Zweifelsfall immer, an wen ich mich wenden und – kostenlos – informieren kann.
      Das Übel, aber Glück der schwarzen Schafe unter den Arbeitgebern, ist, dass viele Arbeitnehmer nicht organisiert sind. Und: Ohne Gewerkschaft gäbe es bei vielen Arbeitgebern doch noch die Prügelstrafe.

      Viele Grüße
      Hildegard

    • Hallo Herr Bleydorn,

      die Broschüre „Gleiches Recht für alle – Arbeitsrecht für Minijobber“ finden Sie auf unser Internetseite http://www.minijob-zentrale.de im Bereich Service / Minijobs Gewerblich / Broschüren.

      Hier gerne nochmal der Link dazu. Sollte sich dieser wieder nicht öffnen lassen, liegt es vielleicht auch an der Einstellung Ihres Internet-Browsers.

      https://www.minijob-zentrale.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/gewerblich/03_19913_arbeitsrecht.pdf?__blob=publicationFile&v=3

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      • Die Arbeitgeber machen doch eh mit den Minijobbers was sie wollen. Wer sich nicht informieren will der macht es auch nicht und macht sich seine eigenen Arbeitsbedingungen, interessiert doch niemand ausser den Arbeitnehmer und was kann der machen.
        Ich finde das nicht richtig geregelt.

        icht kntiert. Und wer das nicht wissen will er informiert sich auch nicht.

        • Guten Tag Frau Lehmann,

          alle Arbeitnehmer haben sowohl Pflichten als auch Rechte gegenüber ihrem Arbeitgeber. Arbeitnehmer in einem Minijob gelten als Teilzeitbeschäftigte. Damit haben sie grundsätzlich die gleichen Arbeitsrechte wie Vollzeitbeschäftigte auch. Missachten Arbeitgeber diese Rechte, kann der Arbeitnehmer – also auch der Minijobber – diese gerichtlich einfordern. Die Entscheidung dagegen vorzugehen liegt im eigenen Ermessen jedes einzelnen Beschäftigten.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

        • Ulrike, organisiere dich in einer Gewerkschaft, dann gibt’s sogar kostenlose Beratung!

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