Maximaler Hinzuverdienst zur Rente: 6.300 Euro nicht im Minijob (Nachgefragt #19)

Gerd aus Döbern ist Altersvollrentner und weiß nicht genau, wie viel er neben seiner Rente mit einem Minijob verdienen darf. Er hat gehört, dass er ab dem 1. Juli 2017 im Minijob 6.300 Euro im Jahr verdienen darf.

Er ist sich nun unsicher, ob diese Information überhaupt stimmt.

Beantwortet! Von Michaela aus dem Service-Center:

Hallo Gerd,

diese Information stimmt nicht!

Michaela klein

Michaela gibt Infos zum Hinzuverdienst

Die Grenze von 6.300 Euro bezieht sich auf den zulässigen Hinzuverdienst für Rentner. Die Hinzuverdienstgrenze regelt, wie viel ein Rentner vor Erreichen seiner Regelaltersgrenze hinzuverdienen darf. Wird dieser Wert überschritten, kann die Rente gekürzt werden oder ganz wegfallen.

Wann gilt die Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro?

Bei einer Altersvollrente vor Erreichen der Regelaltersgrenze durften Sie bislang maximal 450 Euro pro Monat verdienen und zusätzlich zweimal im Jahr das Doppelte (also 900 Euro), ohne dass sich dies auf Ihren Rentenzahlbetrag auswirkte. Zum 1. Juli 2017 wird diese Regelung vereinfacht. Ab diesem Zeitpunkt ist nur noch Ihr Jahresverdienst maßgebend, unabhängig davon, wie viel Sie in den einzelnen Monaten verdienen. Dieser Wert beträgt 6.300 Euro pro Kalenderjahr.

Wann dürfen Altersrentner unbegrenzt hinzuverdienen?

Altersvollrentner, die die Regelaltersgrenze erreicht haben, dürfen sogar unbegrenzt verdienen, ohne dass sich dies auf die Höhe ihrer Rente auswirkt.

Welche Verdienstgrenzen gelten für Minijobs?

Für einen Minijob gilt weiterhin die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro. Wird diese Verdienstgrenze überschritten, liegt in der Regel kein 450-Euro-Minijob mehr vor. Sie haben also als Altersvollrentner vor Vollendung der Regelaltersgrenze ab dem 1. Juli 2017 die Möglichkeit, bis zu 6.300 Euro pro Kalenderjahr zu verdienen, wären aber bereits ab einem Verdienst von mehr als 5.400 Euro kein Minijobber mehr, sondern ein sogenannter Midijobber. Für Midijobber ist nicht mehr die Minijob-Zentrale, sondern Ihre Krankenkasse zuständig.

Weitere Infos zum Unterschied zwischen der Hinzuverdienstgrenze für Rentner und der Verdienstgrenze von Minijobs finden Sie auch in unserem Blog-Beitrag vom 3. Mai  2016. 

Wie genau die Hinzuverdienstregelungen für Rentner aussehen, darüber informiert auch eine neue Broschüre der Deutschen Rentenversicherung.

Hier geht es zu den weiteren Beiträgen aus unserer Nachgefragt-Reihe:

Nachgefragt (18) – Wie bekomme ich die Sozialversicherungsnummer meines neuen Minijobbers heraus?

Nachgefragt (17): 2 Minijobs bei einem Arbeitgeber – geht das?

Nachgefragt (16): Was passiert, wenn ein Beitragsnachweis zu spät übermittelt wird?

Nachgefragt (15): Unfallversicherung bei Minijobbern

Nachgefragt (14): Weihnachtsgeld für Minijobber

Nachgefragt (13): Krankenversicherung für Minijobber

Nachgefragt (12): Mit Rentenversicherungspflicht volle Ansprüche sichern

Nachgefragt (11): Einfache Anmeldung einer Haushaltshilfe

Nachgefragt (10): Mehrere Minijobs neben einer Hauptbeschäftigung

Nachgefragt (9): Lohnfortzahlung auch für Minijobber

Nachgefragt (8): Kosten einer Haushaltshilfe

Nachgefragt (7): Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub

Nachgefragt (6): Vollständigkeit von Meldungen

Nachgefragt (5): Studenten mit mehreren Jobs

Nachgefragt (4): Änderung der Geschäftsadresse

Nachgefragt (3): Rente und Hinzuverdienstgrenze

Nachgefragt (2): Studenten und Minijobs

Nachgefragt (1): Anmeldung eines Minijobbers

73 Kommentare zu “Maximaler Hinzuverdienst zur Rente: 6.300 Euro nicht im Minijob (Nachgefragt #19)

  1. Pingback: Minijob neben der Altersvollrente: Was Rentner wissen sollten! | Die Minijob-Zentrale

  2. Darf ich beim Verdienst von 6300 Euro als Rentner im Jahr so verdienen, daß ich beispielsweise monatlich 500 Euro als Lohn erhalte?

    • Hallo Frau Merkel,

      für Rentner, welche die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht haben gilt von Seiten des Rentenbezuges eine Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro. Wird dieser Wert überschritten, kann die Rente gekürzt werden oder ganz wegfallen.

      Für einen Minijob gilt jedoch die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro. Wird diese Verdienstgrenze überschritten, liegt in der Regel kein 450-Euro-Minijob mehr vor. Sie haben also als Altersvollrentner vor Vollendung der Regelaltersgrenze die Möglichkeit bis zu 6.300 Euro pro Kalenderjahr zu verdienen, sind aber bereits ab einem Verdienst von mehr als 5.400 Euro kein Minijobber mehr, sondern sozialversicherungspflichtig.

      Erhalten Sie also einen monatlichen Verdienst von 500 Euro, handelt es sich hierbei um eine versicherungspflichtige Beschäftigung. Diese ist von Ihrem Arbeitgeber bei Ihrer zuständigen Krankenkasse anzumelden.

      Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch unser Blogbeitrag vom 3. Mai 2016: https://t1p.de/Blogbeitrag-Hinzuverdienstgrenze

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  3. Entschuldigung für den vorangegangenen Kommentar das war aus meinen Recherchen.
    Hallo guten Tag,
    Ich bekomme seit 01.02.219 die Regelaltersrente, die ist aber so niedrig, dass ich Grundsicherung bekomme. Ich möchte von der Grundsicherung weg und versuchen, selbst Geld zu verdienen.
    Ich möchte kreativ tätig sein und meine künstlerische Begabung nutzen, um mein eigenes Geld zu verdienen.
    Wie sieht das unter diesen Umständen aus? Ich suche schon seit Tagen im Internet, kann aber zu meinem Problem einfach nichts finden.
    Bitte geben sie mir einen Rat, oder einen Tipp, an wen ich mich wenden kann. Geld für eine Beratung habe ich leider nicht.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Petra

    • Hallo Petra,

      einen Minijob können Sie in vielen verschiedenen Bereichen ausüben. Hier bestehen sicher auch für eine künstlerische oder kreative Neigung ausreichend Möglichkeiten.
      Als Anregung für Arbeitsangebote sind die Inserate in der örtlichen Tagespresse empfehlenswert. Vielleicht gibt es auch in Ihrem Ort eine Art Anzeigenportal, in welchem Sie kostenfrei annoncieren und einen Minijob suchen können. Suchen Sie eine Beschäftigung im Privathaushalt, können Sie sich auch in unserer kostenfreien Haushaltsjobbörse umsehen: https://t1p.de/Hauhaltsjob-Boerse

      Wir bitten jedoch um Ihr Verständnis, dass wir als Minijob-Zentrale keine Jobs vermitteln. Vielmehr obliegt uns als Einzugsstelle deutschlandweit die Betreuung des Einzugs- und Meldeverfahrens für alle Arbeitgeber.

      Zuständig für die Vermittlung von Beschäftigungen aller Art ist die jeweils zuständige Agentur für Arbeit.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

        • Guten Tag Petra,

          das tut uns leid. Offensichtlich haben wir Sie falsch verstanden.

          Wie können wir Ihnen im Rahmen dieses Minijob-Blogs helfen?

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  4. Wer lieber kreativ tätig sein möchte kann genauso gut seine handwerkliche oder künstlerische Begabung nutzen. Geld verdienen als Rentner ist vielseitig und gar nicht so schwer.

  5. Guten Morgen Ich bin bis nächstes Jahr Silvester in Vollzeit Rente und danach in der Erwerbsminderungsrente oder wie sie heißt.
    Ich habe vor kurzem einen Kleingewerbe angemeldet damit ich von zu Hause etwas tun kann nun ist meine Frage da es noch nicht so gut läuft wäre es möglich außerhalb in einer anderen Firma einen Tag zu arbeiten weil mehr schaffe ich momentan nicht. Also Vollzeit Rente Nebengewerbe und außerhalb so dass ich nicht über meine 450 Euro komme?
    Lg Bettina

    • Hallo Bettina,

      ja, dass ist möglich. Ihr Einkommen aus dem Kleingewerbe wird nicht mit dem Verdienst aus einem Minijob zusammengerechnet. Das gleiche gilt für den Rentenbezug. Sie dürfen also aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht neben Ihrer selbständigen Tätigkeit auch mehrere Minijobs ausüben. Die Summe des durchschnittlichen Verdienstes aus allen Minijobs darf jedoch durchschnittlich 450 Euro im Monat nicht überschreiten.

      Unabhängig hiervon muss natürlich die Hinzuverdienstgrenze zu Ihrer Rente beachtet werden. Hierzu berät Sie Ihr zuständiger Rentenversicherungsträger.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    • Hallo Angela,

      für Rentner, welche die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht haben gilt von Seiten des Rentenbezuges eine Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro. Wird dieser Wert überschritten, kann die Rente gekürzt werden oder ganz wegfallen.
      Für einen Minijob gilt jedoch die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro. Wird diese Verdienstgrenze überschritten, liegt in der Regel kein 450-Euro-Minijob mehr vor. Sie haben also als Altersvollrentner vor Vollendung der Regelaltersgrenze die Möglichkeit bis zu 6.300 Euro pro Kalenderjahr zu verdienen, wären aber bereits ab einem Verdienst von mehr als 5.400 Euro kein Minijobber mehr, sondern sozialversicherungspflichtig. Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch unser Blogbeitrag vom 3. Mai 2016: https://t1p.de/Blogbeitrag-Hinzuverdienstgrenze

      Resultiert Ihr Einkommen aus einem Minijob, so hat der Arbeitgeber grundsätzlich die Möglichkeit, den Verdienst pauschal zu versteuern. In diesem Fall muss das Einkommen von Ihnen nicht individuell versteuert werden. Hierzu berät Sie Ihr zuständiges Finanzamt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  6. ich bekomme eine Altersrente und eine Witwenrente und habe einen Minijob jetzt habe ich gehört das man als minijobber 2mal im jahr auch mehr als 450 euro verdienen darf stimmt das?

    • Hallo Doris,

      als Altersvollrentner dürfen Sie vor Erreichen der Regelaltersgrenze maximal 6.300 Euro zu Ihrer Rente hinzuverdienen, ohne dass sich dies auf Ihren Rentenzahlbetrag auswirkt. Die Jahresverdienstgrenze im Minijob liegt jedoch auch für Rentner bei 5.400 Euro. Wird diese Grenze überschritten, handelt es sich in der Regel nicht mehr um einen Minijob, sondern um eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

      Bezieher von Witwen-, Witwer-, Erziehungs- und Waisenrenten haben einen Freibetrag, bis zu dem Einkünfte nicht angerechnet werden. Ein 450-Euro-Minijob liegt innerhalb des Freibetrages und hat somit keinen Einfluss auf die Höhe der Rente. Überschreitet ein Bezieher dieser Rente den Freibetrag, z. B. durch mehrere Beschäftigungen, richtet sich die Höhe seiner Hinterbliebenenrente danach, wie viel er mit seinen weiteren Einkommen insgesamt verdient. Der zuständige Rentenversicherungsträger informiert über die Höhe des Freibetrages.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  7. Hallo. Ich gehe am 1.11.2019 in Rente. Gilt der Hinzuverdienst für November und Dezember auch die 6300 Euro?

    • Guten Tag,

      bei den 6.300 Euro handelt es sich um den zulässigen Hinzuverdienst, welcher unschädlich für Ihre Rente ist. Wir empfehlen wir Ihnen daher, Ihre Frage bei Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger zu stellen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  8. BinAltersregelrentner seit 5Jahren kann eine kurzzeitigeBeschaeftigung antreten was darf ich Dazuverdienen?

    • Hallo Herr Schwoche,

      haben Sie die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht, liegt der Hinzuverdienst zur Renten in der Regel bei 6.300 Euro im Jahr. Nach Erreichen der Regelaltersgrenze dürfen Sie grundsätzlich unbegrenzt hinzuverdienen, ohne dass Ihnen Rentenleistungen gekürzt werden. Zu Ihrer individuellen Hinzuverdienstgrenze berät Sie Ihr zuständiger Rentenversicherungsträger.

      Möchten Sie als Minijobber beschäftigt werden, gibt es 2 Möglichkeiten eines Minijobs:

      Ein 450-Euro-Minijob:

      Beachten Sie in diesem Zusammenhang bitte, dass auch für Rentner die Verdienstgrenze von 450 Euro im Minijob gilt. Sind Sie 12 Monate durchgehend im Minijob beschäftigt, ergibt das eine jährliche Grenze von 5.400 Euro. Wird diese Verdienstgrenze nicht überschritten, bleibt die Beschäftigung für Sie sozialversicherungsfrei. Liegt Ihr Verdienst über 5.400 Euro im Jahr, fallen in der Regel auch für Sie als Rentner Sozialversicherungsbeiträge an.

      Ein kurzfristiger Minijob:

      Eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn die Tätigkeit im Laufe eines Kalenderjahres im Voraus auf 3 Monate oder 70 Arbeitstage begrenzt ist. Auf die Höhe des Verdienstes kommt es hierbei nicht an.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  9. Hallo. eine anfrage Sie geben an das der gesetzliche mindestlohn 8,83 Euro wäre ? wenn ich als rentner auf 450,–Euro basis arbeiten gehe in einem handwerkbetrieb z.b. maler-lackierer oder baugewerbe schreibt die soka-bau meinem arbeitgeber einen mindestlohn von 10,60 euro bis 12.40 euro vor also maximal 36 bis 42 std. je monat

    • So isses! Man darf als Rentner zwar etwas mehr verdienen, ist dann aber kein Minijobber mehr, sondern zahlt ermäßigte Beiträge zur SV (Gleitzone). Der gesetzl. Mindestlohn ist in 2019 €9,19, in 2020 voraussichtlich €9,35 pro Stunde. Die individuelle Hinzuverdienstgrenze muß beim RV-Träger berechnet werden.

    • Hallo Michael,

      das ist richtig.

      Es gibt bestimmte Branchen, in welchen ein höherer Mindestlohn gezahlt werden muss. Welche Branchen das betrifft lesen Sie beispielsweise in unserem Blog-Beitrag „Mindestlohn steigt auf 9,19 Euro – Worauf Arbeitgeber und Minijobber jetzt achten müssen“: http://t1p.de/Blogbeitrag-Mindestlohn oder auch auf unserer Homepage: http://t1p.de/MJZE-Mindestlohn

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  10. Guten Tag,

    bezüglich der monatlichen 450 € Grenze und der jährlichen 6.300 € habe ich eine Verständigungsfrage bzw. sind meine Aussagen korrekt?

    Ich gehe ab 1. März 2019 in Vorruhestand.
    1.
    Während der Vorruhestandzeit (Laufzeit bis Sep. 2024) darf ich 450 € monatlich dazu verdienen.
    Ist das korrekt?
    2. Mein frühestmöglicher Renteneintritt ist Okt. 2024; regulärer Renteneintritt wäre Okt 2028. In dieser Zeit bis Okt 2028 darf ich 6.300 € jährlich verdienen.
    Ist das korrekt?
    3. Ab Regelrentenalter Okt 2028 darf ich soviel dazu verdienen wie ich möchte.
    Ist das korrekt?

    Ich freue mich von Ihnen zu hören.

    Elke

    • Hallo Elke,

      grundsätzlich sind Ihre Aussagen richtig. Wir bitten jedoch um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu Ihren individuellen Hinzuverdienstgrenzen zum Rentenbezug nicht beraten können. Ansprechpartner hierfür ist Ihr zuständiger Rentenversicherungsträger.

      Zu beachten ist auch, dass die relevante Verdienstgrenze im Minijob – unabhängig von einem Rentenbezug – jährlich bei 5.400 Euro liegt. Überschreiten Sie diese Grenze, kann auch bei einem Rentner bzw. Vorruhestandsbezieher grundsätzlich Versicherungspflicht eintreten.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  11. Pingback: Urlaub, Elternzeit, Rente – die beliebtesten Blogbeiträge im Jahr 2018 | Die Minijob-Zentrale

  12. Auf welches Brutto bezieht sich denn nun die 6300,-€-Grenze?
    Gesamt-Brutto oder SV-Brutto? Als Minijobber bekomme ich nur 10% Nachtzuschlag. Da ich zum 01.01.2019 in die Gleitzone gerutscht bin, bekomme ich jetzt als Midijobber 30% NZ. Das würde bedeuten, bei 6300,-€ Mindestlohn, zzgl 30%
    hätte ich ein Gesamt-Brutto von 8190,-€. Hat dies nun eine Kürzung der EM-Rente zur Folge oder nicht ??????

    • Guten Tag Herr Ruf,

      die Grenze von 6.300 Euro bezieht sich auf den zulässigen Hinzuverdienst zu Ihrem Rentenbezug. Wir empfehlen Ihnen deshalb zu Ihrer Frage, den Kontakt mit Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger zu suchen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  13. Frage:
    Muss eine Einmalzahlungen für eine einmalige
    Aushilfe in Höhe von 50,— € nach den Vorschriften einer kurzfristigen Beschäftigung behandelt werden, oder kann der Betrag einfach gegen Quittung ausgezahlt werden?

    • Guten Tag Herr Vogelgesang,

      zunächst ist zu klären, ob es sich bei der geschilderten Aushilfstätigkeit um eine abhängige Beschäftigung handelt.

      Eine Beschäftigung ist dabei die nichtselbständige Arbeit, insbesondere in einem Arbeitsverhältnis. Eine abhängige Beschäftigung ist gekennzeichnet durch die persönliche Abhängigkeit des Arbeitnehmers vom Arbeitgeber. Wer also hinsichtlich Inhalt, Durchführung, Zeit, Dauer und/oder Ort der Ausführung einem umfassenden Weisungsrecht des Arbeitgebers unterliegt und die Zahlung eines regelmäßigen Arbeitsentgelts für die geleistete Arbeit vereinbart wurde ist als Arbeitnehmer abhängig beschäftigt.

      Im Fall einer abhängigen Beschäftigung ist eine Anmeldung des betreffenden Mitarbeiters an die Minijob-Zentrale durchzuführen. Dies ist, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind im Rahmen einer kurzfristigen Beschäftigung möglich. Eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn die Tätigkeit im Laufe eines Kalenderjahres im Voraus auf 3 Monate oder 70 Arbeitstage begrenzt ist. Beschäftigungen, die über diese zeitliche Begrenzung hinausgehen, sind keine kurzfristigen Minijobs.
      Auf den Verdienst kommt es bei einem kurzfristigen Minijob nicht an. Der Arbeitnehmer kann theoretisch unbegrenzt verdienen, er zahlt keine Sozialversicherungsabgaben.
      Für Sie als Arbeitgeber eines kurzfristigen Minijobbers fallen hingegen geringe Abgaben an. Das sind die Umlagen zum Ausgleich der Aufwendungen bei Krankheit („U1“) und Schwangerschaft
      bzw. Mutterschaft („U2“) sowie die Umlage für den Fall einer Insolvenz an. Diese sind an die Minijob-Zentrale zu entrichten. Darüber hinaus hat der Arbeitgeber den Minijobber bei der jeweils
      zuständigen gesetzlichen Unfallversicherung anzumelden und entsprechende Beiträge zu entrichten.
      Weiterhin sind kurzfristige Minijobs direkt beim zuständigen Finanzamt zu versteuern. Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen die individuelle Besteuerung nach der Steuerklasse des Minijobbers und zum anderen, unter Berücksichtigung weiterer Voraussetzungen, die Pauschalversteuerung in Höhe von 25 Prozent.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  14. Ich bin eure Rentner und arbeite mein Arbeitgeber macht Stress mit der Abrechnung soll volle sozialbeitrge zahlen

    • Hallo Swen,

      die Grenze von 6.300 Euro bezieht sich auf den zulässigen Hinzuverdienst für Rentner. Die Hinzuverdienstgrenze regelt, wie viel ein Rentner vor Erreichen seiner Regelaltersgrenze hinzuverdienen darf. Wird dieser Wert überschritten, kann die Rente gekürzt werden oder ganz wegfallen.
      Während der Freistellungsphase Ihrer Altersteilzeit ruht Ihr Hauptbeschäftigungsverhältnis zwar, ist aber aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht noch nicht beendet. Sie dürfen daher einen 450-Euro-Minijob bei einem anderen Arbeitgeber parallel ausüben. Die Verdienstgrenze im Minijob hat jedoch nichts mit der Hinzuverdienstgrenze für Rentner zu tun. Die Verdienstgrenze im Minijob liegt für einen Zeitraum von 12 Monaten bei 5.400 Euro

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  15. Guten Tag, ich habe volle EU-Rente und einen 450€ Minijob. Weihnachten arbeite ich immer stundenweise noch zusätzlich. Ich komme maximal auf 2x 450€ in 2 Monaten. Meine Arbeitgeber fragte mich jetzt, ob er mich als kurzfristigen Minijob anmelden kann, statt 450€ -Job. Die Firma kommt wohl damit besser. Bringt es mir Probleme, oder ist das für mich egal? Vielen Dank

    • Hallo Marion,

      der zweite Arbeitgeber kann Sie neben Ihrem regelmäßigen 450-Euro-Minijob als kurzfristig Beschäftigte melden.

      Haben Sie einen 450-Euro-Minijob bei Arbeitgeber A, können Sie daneben auch einen weiteren Job bei Arbeitgeber B als kurzfristigen Minijob aufnehmen.
      Ein kurzfristiger Minijob ist von vornherein auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt.

      Auf den Verdienst kommt es bei einem kurzfristigen Minijob nicht an. Der Arbeitnehmer kann theoretisch unbegrenzt verdienen und zahlt keine Sozialversicherungsabgaben.

      Bitte bedenken Sie, dass in der anderen Variante, im Fall von mehreren geringfügig entlohnten 450-Euro- Minijobs die Entgelte zu addieren sind und durchschnittlich nicht mehr als 450 Euro monatlich bzw. 5400 Euro jährlich verdient werden können.
      Überschreiten Sie die Verdienstgrenze insgesamt, sind alle 450-Euro-Minijobs versicherungspflichtig.
      In dem Fall zahlen Sie Sozialversicherungsbeiträge und Steuern.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  16. Hallo, gilt die Grenze von 6300€ als Netto – oder Bruttoverdienst?

    Vielen Dank für Ihre Antwort.

    Lennard Langowsky

  17. Hallo Ihr Lieben,Bin 68 Jahre alt arbeite auf 450,- Euro Basis weiter.Mein Arbeitgeber meint,daß ich zweimal im Jahr 900,- vedienen kann ohne,daß dafür für mich Steuern anfallen.
    Nun war ich beim Steuerberater der sagt stimmt nicht ich darf,um keine Steuern zahlen zu müssen,nur 5400,-Euro im Jahr verdienen.Wer hat recht ?

    • Hallo Gisbert,

      maßgebend ist der Jahresverdienstgrenze im Minijob. Für einen Minijob gilt weiterhin die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro. Wird diese Verdienstgrenze überschritten, liegt in der Regel kein 450-Euro-Minijob mehr vor, sondern eineBeschäftigung die sozialversicherungs- und steuerpflichtig ist.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  18. Guten Tag liebes Minijob-Team.
    Verstehe ich es richtig, dass ich (Altersvollrente) mit Erreichen der Regelaltersgrenze (11/2017) dieses Jahr (2018) nun mehr als 6300 Euro verdienen darf, wenn ich bei einem 450 Euro-Minijob die Jahresverdienstgrenze von 5400 Euro einhalte und bei einer zusätzlichen kurzfristigen Beschäftigung die 70 Arbeitstags-Grenze beachte?
    Und als 2. Frage:
    Wenn bei einer kurzfristigen Beschäftigung der Vertrag vom 01.02.2018 bis zum 31.01.2019 ausgestellt wurde, wie berechne ich die zulässigen Arbeitstage für 2018? Sind das dann 11/12tel von 70, also 64?

    Vielen herzlichen Dank vorab für Ihre Antwort.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Monika

    • Hallo Monika,

      es ist richtig. Rentner, die ihre Regelaltersgrenze erreicht haben, dürfen unbegrenzt verdienen, ohne dass ihnen die Rente gekürzt wird. Sie könnten damit neben einem 450-Euro-Minijob auch noch eine kurzfristige Beschäftigung ausüben, ohne dass sich ihr Verdienst negativ auf Ihre Rentenzahlung auswirkt.

      Bei einer kurzfristigen Beschäftigung, die sich über den Jahreswechsel erstreckt, kommt es zunächst darauf an, dass für den gesamten Zeitraum, also in Ihrem Beispiel vom 1. Februar 2018 bis zum 31. Januar 2019, die 70 Arbeitstage nicht überschritten werden. Erst bei der Prüfung auf anrechenbare Vorbeschäftigungszeiten im Kalenderjahr 2018, werden die tatsächlich für das Kalenderjahr 2018 anfallenden Arbeitstage gezählt. Eine monatlich anteilige Berechnung erfolgt nicht.

      Hinweis: Die Zeitgrenzen für eine kurzfristige Beschäftigung von drei Monaten bzw. 70 Arbeitstagen gelten ausschließlich für einen Übergangszeitraum vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2018. Ab 1. Januar 2019 gelten wieder die ursprünglichen Zeitgrenzen von zwei Monaten bzw. 50 Arbeitstagen.

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  19. Ab 1. Oktober gehen ich mit 63 und 7 Monat in Rente. Möchte aber bis Dezember weiter arbeiten. Wieviel darf ich in den 3 Monatenicht dazu verdienen?

    • Ich gehe ab Oktober mit 63 und7 Monate in Rente. Wieviel darf ich ab Oktober bis Dezember dazu verdienen.

    • Guten Tag Frau Schönfelder,

      bei einem 450-Euro-Minijob können Sie durchschnittlich im Monat bis zu 450 Euro verdienen. Arbeiten Sie ein Jahr lang durchgehend, dürfen Sie also 5.400 Euro verdienen. Ist der Minijob vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember von vornherein befristet, beläuft sich die zulässige Entgeltgrenze auf 1350 Euro. Zu berücksichtigen sind dabei auch einmalige Einnahmen wie beispielsweise Urlaubs- oder Weihnachtsgeld.
      Wird diese Verdienstgrenze überschritten, liegt in der Regel kein 450-Euro-Minijob mehr vor.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  20. Ich gehe mit 63 und 7monate ab Oktober in Rente. Wieviel kann ich für Oktober bis Dezember 2018 dazu verdienen?

  21. Sehre geehrte Damen und Herren,
    meine Mutter befand sich im Jahr 2017 in der passiven Phase der Altersteilzeit. Im letzten Jahr hat sie insgesamt 96 Tage (verteilt auf 7 Monate) als Haushaltshilfe eine Familie im Haushalt und bei der Kinderbetreuung unterstütz. Für diese Tätigkeit hat sie insgesamt 4.000,00 € von der zuständigen Krankenkasse der Familie erhalten. Gilt für meine Mutter auch die Hinzuverdienstgrenze von 6.300,00 € im Jahr (auch schon 2017)? Gelten diese Nebeneinkünfte als Einkünfte aus selbständiger Arbeit und müssen in der Steuererklärung in der Anlage S eingetragen werden? Vielen Dank im Voraus. Gruß Thilo

    • Guten Tag,

      während der passiven Phase der Altersteilzeit ist man kein Altersrentner, sondern befindet sich noch in einer regulären (Haupt)-Beschäftigung. Neben dieser Beschäftigung kann ein Minijob mit einem monatlichen Arbeitsentgelt bis zu 450 Euro ausgeübt werden. Wie sich ein höherer Verdienst auf die Altersteilzeit auswirkt, muss Ihre Mutter mit Ihrem Arbeitgeber klären.

      Die Zahlung eines Privathaushaltes an eine selbstbeschaffte Haushaltshilfe, für die die Kosten durch die Krankenkasse erstattet werden, begründet ein Beschäftigungsverhältnis und bedarf einer Anmeldung bei der Minijob-Zentrale (regelmäßig monatlich 450 Euro) oder bei der Krankenkasse der Beschäftigten (über 450 Euro monatlich). Ein Dienstvertrag mit einer gewerbsmäßigen, selbständigen Haushaltshilfe begründet kein Beschäftigungsverhältnis.

      Laut Ihren Angaben wurde die Beschäftigung für 7 Monate mit einem Arbeitsentgelt von 4000 Euro ausgeübt. Die Voraussetzung für einen 450-Euro-Minijob ist durch die Überschreitung des monatlichen Arbeitsentgelts (570 Euro) nicht erfüllt. Ebenso sind auch die Kriterien für eine kurzfristige Beschäftigung nicht erfüllt.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich zur Beurteilung der Beschäftigung, an die Krankenkasse Ihrer Mutter wenden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  22. Zuverdienst 6300 im Jahr meine Mutti geht ab Mai in Rente gilt dann trotzdem bis dezember der Zuverdienst bis 6300

    • Hallo,

      geht Ihre Mutter mit Erreichen Ihrer Regelaltersgrenze im Mai in Rente, so darf sie grundsätzlich unbegrenzt hinzu verdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird. Bezieht Sie jedoch einer Altersrente vor Erreichen Ihrer Regelaltergrenze, so gilt für Sie die Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro im Jahr. Bis zu diesem Betrag kann Ihre Mutter noch im Jahr 2018 dazu verdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird. Beachten Sie jedoch, dass für einen Minijob weiterhin die eine monatliche Verdienstgrenze von 450 Euro im Monat besteht. Überschreitet der monatliche Verdienst Ihrer Mutter die 450-Euro-Grenze, so handelt es sich nicht mehr um einen Minijob, sondern um eine versicherungspflichtige Beschäftigung, die bei der Krankenkasse gemeldet wird.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      • lediglich bei „kurzfristigen Beschäftigungen“ bis 70 Tage im Jahr darf man ohne Einkommenshöchstgrenzen dazu erhalten. ( Kommt öfters bei Komparsen vor )

  23. Ich bin Frühpensionär mit einer Hinzuverdienstgrenze von 1000 €. Darf ich z.B. 2 Minijobs bei 2 AG machen? LG Herrmann

    • Hallo Herrmann,

      als Frühpensionär können Sie grundsätzlich zwei Minijobs bei zwei unterschiedlichen Arbeitgebern ausüben. Sie müssen jedoch auch darauf achten, dass Sie mit beiden Minijobs zusammen die 450-Euro-Grenze nicht überschreiten. Bitte klären Sie vorab mit Ihrem Dienstherrn, von dem Sie die Frühpension erhalten, ob sich die Aufnahme der Minijobs negativ auf Ihre Pension auswirkt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  24. Guten Tag, habe mal eine Frage.
    beziehe eine große Witwenrente und eine eigne Erwerbsminderungsrente,darf ich da noch einen Minijob ausüben ohne Abzüge meiner beiden Rente zu bekommen?
    Mit freundlichem Gruß
    christine

    • Guten Tag Frau Frech,

      bezüglich Ihrer Anfrage möchten wir Sie bitten sich an Ihren zuständigen Rentenversicherungsträger zu wenden.
      Für sich gesehen ist ein 450-Euro-Minijob neben dem Bezug einer Erwerbsminderungsrente oder einer Witwenrente möglich.
      Inwiefern sich ein 450-Euro-Minijob auf beide Renten in Kombination auswirkt, können wir Ihnen nicht beantworten.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  25. Kurzfristige Beschäftigungen für Altersrenter: Gibt es da auch diese Höchsteinkommensgrenzen oder gilt da nur die 70 Tage -Regelung ohne Höchstverdienstgrenze ?

    • Hallo Herr Keitel,

      die 70-Tage-Regelung bezieht sich auf die kurzfristige Beschäftigung. Die kurzfristige Beschäftigung ist neben dem 450-Euro-Minijob eine andere Form des Minijobs. Eine kurzfristige Beschäftigung ist im voraus vertraglich befristet und darf die Dauer von 70 Tage bzw. 3 Monaten im Kalenderjahr nicht übersteigen. Sofern die Zeitdauer eingehalten wird, ist die Höhe des Verdienstes unerheblich. So wäre beispielsweise ein Verdienst von 8.000 Euro in 3 Monaten in einer kurzfristigen Beschäftigung möglich. Rentner die allerdings Ihre Regelaltersgrenze noch nicht erreicht haben, müssen trotzdem den zulässigen Hinzuverdienst zu Ihrer Rente in Höhe. 6.300 Euro beachten. Wird dieser überschritten, kann der Rententräger die Rente kürzen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    • Hallo Rudolf,

      wenn man den gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 Euro pro Stunde ansetzt, darf man maximal 50,9 Stunden im Monat arbeiten um die 450 Euro im Monat nicht zu überschreiten. Für den Minijob an sich sind die monatlichen Arbeitsstunden jedoch nicht maßgebend, sondern nur dass die 450 Euro nicht überschritten werden. Auch ob man Rentner ist oder nicht, hat keinen Einfluss auf die zu leistenden Stunden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  26. Hallo,
    ich habe im Jahr 2017 drei Monate (Okt. – Dez.) gearbeitet. Ich wurde nicht als Mini Joper geführt, sondern wie ein normaler Arbeitnehmer in Stkl 5. Ich habe die Regelaltersgrenze erreicht.
    Meine Frage.
    Muss ich das ganze Jahr als Minijoper arbeiten, um als solcher geführt zu werden.
    Als 450,-€ oder als 530,- € Joper.
    Oder ist es egal wieviel Monate man arbeitet um als Minijoper zu gelten.
    Oder gilt diese Aussage
    „Bei einer Altersvollrente vor Erreichen der Regelaltersgrenze durften Sie bislang maximal 450 Euro pro Monat verdienen und zusätzlich zweimal im Jahr das Doppelte (also 900 Euro), ohne dass sich dies auf Ihren Rentenzahlbetrag auswirkte. Zum 1. Juli 2017 wird diese Regelung vereinfacht. Ab diesem Zeitpunkt ist nur noch Ihr Jahresverdienst maßgebend, unabhängig davon, wie viel Sie in den einzelnen Monaten verdienen. Dieser Wert beträgt 6.300 Euro pro Kalenderjahr“
    Oder trfft die Frage von Herrn Roth (25.07.2017) und Ihre Antwort auch auf mich zu.
    Ich hoffe ich habe mein Problem verständlich dargelegt.
    Für eine Antwort wäre ich Ihnen dankbar
    M.f.G.
    R.Owsian

    • Hallo Herr Owsian,

      Altersvollrentner, die die Regelaltersgrenze erreicht haben, dürfen unbegrenzt verdienen, ohne dass sich dies auf die Höhe ihrer Rente auswirkt.

      Für einen Minijob gilt jedoch die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro. Wird diese Verdienstgrenze überschritten, liegt in der Regel kein 450-Euro-Minijob mehr vor und die Beschäftigung ist sozialversicherungspflichtig an die Krankenkasse des Arbeitnehmers zu melden.
      Bei der Prüfung der Frage, ob das Arbeitsentgelt 450 Euro monatlich übersteigt, ist vom regelmäßigen Arbeitsentgelt auszugehen. Das regelmäßige Arbeitsentgelt ermittelt sich abhängig von der Anzahl der Monate, für die eine Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt besteht, wobei maximal ein Jahreszeitraum (12 Monate) zugrunde zu legen ist. Bei zum Beispiel einem Beschäftigungsbeginn zum 1. November erstreckt sich somit der zu beurteilende Jahreszeitraum bis zum 31. Oktober des Folgejahres. Dabei darf das regelmäßige Arbeitsentgelt im Durchschnitt einer Jahresbetrachtung 450 Euro nicht übersteigen (maximal 5.400 Euro pro Jahr bei durchgehender mindestens 12 Monate dauernder Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt in jedem Monat). Steht bereits zu Beginn der Beschäftigung fest, dass diese nicht durchgehend für mindestens 12 Monate gegen Arbeitsentgelt besteht, ist die zulässige Arbeitsentgeltgrenze für den Gesamtzeitraum entsprechend zu reduzieren. In Ihrem konkreten Fall (Oktober bis Dezember 2017 ) ergibt sich somit im Rahmen eines 450-Euro-Minijobs ein maximaler Verdienst von 1.350 Euro für den angegebenen Beschäftigungszeitraum.

      Wenn Ihr vereinbarter Verdienst von Oktober bis Dezember 2017 die zulässigen 1.350 Euro überstieg, lag kein Minijob vor. Eine Überschreitung des Verdienstes war nur möglich, wenn diese gelegentlich und nicht vorhersehbar geschah.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  27. Meine Freundin bezieht Erwerbsminderungsrente, Sie möchte jetzt einen 2. Minijob machen (insgesamt bleibt sie unter 450 € mtl) gilt die Erwerbsminderungsrente als versicherungspflichtige Hauptbeschäftigung? Wird der 2. Minijob sozialversicherungspflichtig? Danke
    MfG Sabine

    • Hallo Sabine,

      neben dem Bezug einer Erwerbsminderungsrente kann man mehrere 450-Euro-Minijobs ausüben, wenn Ihre Freundin dabei insgesamt nicht mehr als 450 Euro monatlich verdient.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  28. Wie hoch sind die Sozialabgaben und Krankenkassenbeiträge bei Zuverdienst 6300€/Jahr? (Rente mit 10,8%Abzug)
    MfG KaHa

    • Guten Tag Frau Harth,

      die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahrens für Minijobs. Bei einem 450-Euro-Minijob kann ein Minijobber regelmäßig monatlich bis zu 450 Euro verdienen. Die Verdienstgrenze liegt bei 5.400 Euro im Jahr.

      Bei einem Verdienst von 6.300 Euro im Jahr liegt ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis vor. Da diese Beschäftigung bei der Krankenkasse des Arbeitnehmers zu melden ist, erfragen Sie sich bitte dort die Höhe der Beiträge.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  29. Hallo,
    ich bekomme demnächst eine Altersrente für besonders langjährige Versicherte. Wie hoch ist da die Hinzuverdienstgrenze ?
    Könnte ich eine Tätigkeit als Minijobber mit monatlich 450,00 dazuverdienen?
    MfG
    Karin

    • Hallo Karin,

      wie oben im Blogbeitrag beschrieben können Sie zu Ihrer Rente einen 450-Euro-Minijob ausüben.

      Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Rentenversicherungsträger.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  30. Hallo ich bin Erwerbsunfähigkeitsrentner und habe im März dieses Jahres einen Minijob angefangen.
    Gilt die Jahresregelung von 5400 € oder anteilig von März bis Dezember gleich 4500 €
    Vielen Dank

    • Hallo Frau Labs,

      bei einem 450-Euro-Minijob können Minijobber regelmäßig monatlich bis zu 450 Euro verdienen. Arbeitet er ein Jahr lang durchgehend, sind das höchstens 5.400 Euro – die jährliche Verdienstgrenze-.

      Überschreitet Ihr Arbeitnehmer diese Verdienstgrenze, hat er keinen Minijob, sondern ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis.

      Bei Minijobs, die auf weniger als 12 Monat befristet sind, berechnen Sie die anteiligen Verdienstgrenze wie folgt:

      450 Euro x Kalendermonate

      Arbeiten Sie 10 Monate im Jahr, beträgt Ihre Verdienstgrenze 4500 Euro.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  31. Hallo, muss ich bei meinem Minijob weiterhin die Hinzuverdienstgrenze von 5400€ auf monatlich 450€ bzw. 2×900€ begrenzen, oder ist es inzwischen möglich die 5400€ z.B. nur im Winter zu verdienen. Also flexibel so wie bei der Hinzuverdienstgrenze von 6300€ zur Rente.
    M.f.G
    Raimund

    • Hallo Herr Roth,

      Ihr Minijobber darf regelmäßig monatlich bis zu 450 Euro verdienen. Die jährliche Verdienstgrenze beträgt somit 5.400 Euro.

      Auch kann der Verdienst in einzelnen Monaten schwanken, also über 450 Euro liegen, nur darf die Jahresgrenze von 5.400 Euro nicht überschritten werden.

      Bei gelegentlich und nicht vorhersehbar Ereignissen ( z.B. Krankheitsvertretung) kann die Grenze bis zu drei Mal in einem Zwölf-Monats-Zeitraum überschritten werden. In solchen Ausnahmefällen darf der Jahresverdienst auch mehr als 5.400 Euro betragen.
      Verdient Ihr Minijobber dagegen regelmäßig über 450 Euro im Monat, ist die Beschäftigung kein Minijob mehr, sondern sozialversicherungspflichtig.

      Arbeitsentgeltschwankungen, die für betriebliche Arbeitsabläufe und -prozesse typisch sind, gefährden den Minijob in der Regel nicht, wenn die jährliche Verdienstgrenze einhalten wird.
      Dies gilt aber nicht bei erheblichen Schwankungen des Arbeitsentgelts.

      Mehr dazu erfahren Sie unter folgendem Link: https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/01_450_euro_gewerbe/01_Entgeltgrenze/node.html

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  32. Hallo!
    ich bin seit 3 Jahren im Sommer circa 4 Monate beschäftigt als Mini-Job
    muß mir der Arbeitgeber eine monatliche Verdienstbescheinigung ausstellen ich habe ja nicht einmaleine Quittung über meinen Verdienst.
    Mf.G
    Vanessa

    • Guten Morgen,

      zum Lohnanspruch eines Arbeitnehmers gehört auch der Anspruch auf eine Lohnabrechnung. Der Arbeitgeber muss Ihnen als Arbeitnehmer, bei Zahlung des Arbeitsentgelts, eine Abrechnung in schriftlicher Form erteilen.
      Die Abrechnung die der Arbeitgeber Ihnen monatlich vorzulegen hat muss den Bruttoarbeitslohn, die Sozialabgaben und die Steuerabzüge, sowie den Nettolohn ausweisen.
      Sollte Ihr Chef dieser Pflicht nicht nachkommen, so können Sie vor dem Arbeitsgericht auf Durchfühung der Lohnabrechnung Klage einreichen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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