Minijob: Urlaub berechnen leicht gemacht

Vielen ist nicht bekannt, wie viel Urlaub ihnen in ihrem Minijob zusteht. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Urlaub im Minijob richtig berechnen. Ganz egal, ob Ihre Arbeitstage in der Woche gleich oder ungleich verteilt sind.

Dauer des Urlaubs im Minijob

Das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber. Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten. Gewöhnlich gilt aber beispielsweise für die meisten Minijobs, dass diese nicht an 6 Tagen in der Woche ausgeübt werden. Daher wird der jährliche Urlaubsanspruch abhängig von den Arbeitstagen pro Woche anteilig berechnet. Hierbei ist egal, wie viele Stunden der Mitarbeiter an den einzelnen Tagen arbeitet.

Lesetipp: Welche Voraussetzungen für den Urlaubsanspruch genau gelten, erläutern wir in unserem Blog „Urlaub bei Minijobs“.

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Mindesturlaub bei immer gleicher Anzahl von Arbeitstagen in der Woche

Die Berechnung des gesetzlichen Urlaubsanspruchs ist einfach. Arbeitet ein Mitarbeiter jeden Werktag (also von Montag bis Samstag), hat er einen Urlaubsanspruch von mindestens 24 Werktagen im Jahr. Bei einer 5-Tage-Arbeitswoche ergeben sich 20 Urlaubstage im Jahr. Meistens haben Minijobber wegen der Verdienstgrenze von 450 Euro im Monat jedoch eine kürzere Arbeitswoche als ihre Kollegen in Vollzeit. Arbeiten Minijobber in jeder Woche die gleiche Anzahl von Arbeitstagen,  gilt folgende Formel für den Mindesturlaub:

eigene Arbeitstage pro Woche x 24 (gesetzliche Urlaubstage)
6

Beispiel

Lukas übt an 2 Tagen in der Woche einen Minijob aus. Seine Kollegen in Vollzeit haben Anspruch auf den Mindesturlaub.

Berechnung: 2 Arbeitstage pro Woche x 24 : 6 = 8

Lösung: Lukas stehen mindestens 8 Urlaubstage im Jahr zu.

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Höherer vertraglicher Urlaubsanspruch

Ist die Zahl der Arbeitstage vertraglich geregelt und besteht beispielsweise für die Vollzeitbeschäftigten ein höherer Urlaubsanspruch, so haben Minijobber ebenfalls einen höheren Anspruch auf Urlaub. Dieser berechnet sich, vorberhaltlich anderer vertraglicher Regelungen, in der Regel so:

eigene Arbeitstage pro Woche x tarifvertraglich geregelter Urlaubsanspruch
tarifvertraglich geregelte Arbeitstage pro Woche

Beispiel

Petra übt an 3 Tagen in der Woche einen Minijob aus. Ihre Kollegen in Vollzeit arbeiten in einer 5-Tage-Woche und haben einen Anspruch auf 30 Urlaubstage im Jahr. Sowohl die Arbeitstage pro Woche als auch die Zahl der Urlaubstage sind tarifvertraglich geregelt.

Berechnung: 3 Arbeitstage pro Woche x 30 : 5 = 18

Lösung: Petra stehen 18 Urlaubstage im Jahr zu.

Lesetipp: Ein weiteres Beispiel finden Sie in unserem Blog: „Nachgefragt (7): Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub“.

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Urlaub bei ungleicher Anzahl von Arbeitstagen in der Woche

Ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.

Die Formel lautet dann:

Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage   eigene Arbeitstage
Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)

Beispiel

Andrea übt an 90 Tagen im Jahr einen Minijob aus. Mitarbeiter in Vollzeit arbeiten in einer 5-Tage-Woche und haben einen Anspruch auf 20 Urlaubstage im Jahr.

Berechnung:
20 Urlaubstage                      x           90 Tage = 6,92 Tage
260 Jahresarbeitstage

Lösung: Andrea hat einen Anspruch auf 7 Urlaubstage im Jahr. Das Ergebnis 6,92 wird kaufmännisch auf 7 gerundet.

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Urlaub im Minijob: natürlich bezahlt

Minijobber haben ein gesetzliches Recht auf bezahlten Urlaub. In der Regel richtet sich die Höhe des Urlaubsentgelts nach dem durchschnittlichen Gehalt des Arbeitnehmers in den letzten 13 Wochen vor Beginn seines Urlaubs. Zahlungen für Überstunden bleiben bei der Berechnung unberücksichtigt.

Wichtig: Bezahlter Urlaub bedeutet,  dass der Mitarbeiter für jeden Tag sein Gehalt erhält, an dem er sonst gearbeitet hätte. Der Minijobber muss den Urlaubstag weder vor- noch nacharbeiten.

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49 Kommentare zu “Minijob: Urlaub berechnen leicht gemacht

  1. Hallo, ich arbeite 1 Woche also von Mo-So dann 1 Woche frei dann wieder von MO-SO und dann wieder 1 Woche frei gesamt im Monat 42,5 Stunden ohne Überstunden. Welchen Jahresurlaubsanspruch habe ich ? Mein Arbeitgeber gewährt keinen Urlaub und behaupet dieser sei mit dem Stundenlohn abgegolten. Dies bezieht sich auch auf Sonn & Feiertagszuschläge. Ich soll meinen Urlaubsanspruch aus den Überstunden nehmen. Ich fühle mich hier irgendwie veräppelt. Mein Arbeitgeber gehört zu einer der größten Hilfsorganisationen. Beiträge werden bei Ihnen entrichtet laut Lohnabrechnung.

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    • Hallo Herr Christmann,

      jeder Arbeitnehmer hat Anspruch auf 4 Wochen bezahlten Erholungsurlaub. Sie arbeiten jeweils zwei volle Woche im Monat. Ihr Urlaubsanspruch beträgt somit 14 Tage im Jahr.

      Weitere Informationen zum Thema Urlaub und Arbeitsrecht erhalten Sie beim Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  2. Hallo! Ich habe eine Frage zu der Vergütung des Urlaubsanspruches.
    Bsp.: Die Aushilfe arbeitet an 1-3 Tagen pro Woche (Mo-Fr). Die tägliche Arbeitszeit beträgt nach Bedarf des Arbeitgebers zwischen 1 Std. und 5 Std. (voraussichtlich 115 Tage pro Jahr, voraussichtlich 345 Stunden pro Jahr)
    Die Vergütung beträgt 10 € pro Stunde.
    Die Berechnung des Urlaubsanspruches ist mir klar (nach der Jahresformel 9 Tage Urlaubsanspruch). Nun meine Frage: Wie viele Urlaubsstunden werden dem Arbeitnehmer pro Urlaubstag vergütet? (Wird hier der Durchschnitt der jährlichen Stunden/gearbeitete Tage angenommen?) Fraglich ist auch wie die Berechnung durchgeführt wird, wenn Anfang des Jahres die voraussichtlichen Stunden bzw. Arbeitstage noch gar nicht klar sind…

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    • Hallo Nicole,

      das Urlaubsentgelt wird anhand des durchschnittlichen Arbeitsverdienst der letzten 13 Wochen vor Beginn des Urlaubes berechnet. Daraus ergibt sich auch eine durchschnittliche Stundenanzahl. Allerdings werden nur die arbeitsvertraglich vereinbarten Stunden während des Bemessungszeitraumes berücksichtigt, Überstunden bleiben außen vor. Für eine individuelle Beratung empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon zum Thema Arbeitsrecht. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  3. Hallo….ich habe 3 minijobs, wo ich regelmäßig einmal in der Woche tätig bin, alles unterschiedliche Arbeitgeber. Stimmt es laut der Rechnung, das mir bei jedem Arbeitgeber 4 bezahlte Urlaubstage im Jahr zustehen????

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        • Okay, ich will ja jetzt im Sommer auch bei allen Urlaub haben, nur manche sagen, das der bezahlt wird und bei einem anderen hab ich den noch nie bezahlt bekommen, wenn ich nicht da bin dann bekomm ich auch kein Geld, so wurde das bis jetzt gemacht

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    • Hallo Liane77,

      jedem Arbeitnehmer, somit auch Minijobber stehen 4 Wochen Urlaub im Jahr zu.

      Der jährliche Urlaubsanspruch wird abhängig von den Arbeitstagen pro Woche anteilig berechnet.

      Arbeiten Sie 1 Tag in der Woche sind das 4 Urlaubstage pro Jahr, bei jeden der drei Arbeitgeber.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  4. Hier wird immer von der täglich gleichen Stundenanzahl ausgegangen. Wie ist das, wenn man unterschiedliche Stunden arbeitet, je nach Arbeitsanfall mal an einem Tag 2 Stunden, am anderen Tag 6 Stunden usw. Rechnet man dann auch nur die Tage?

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    • Hallo Renate1954,

      die Stunden werden bei der Berechnung nicht berücksichtig, sondern die Arbeitstage innerhalb einer Woche sind für die Berechnung ausschlaggebend!

      Liebe Grüße

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  5. Ohje, hier ist fremdschämen angesagt…..Warum kann man denn den Blog-Beitrag nicht vollständig lesen und die Formeln nutzen? Die Minijob-Zentrale hat alles detailiert aufgelistet und trotzdem muss man die einfachste Anfrage stellen wieviel Urlaub einem zusteht, weil man selber nicht rechnen kann?! Leute, lesen und verstehen wäre angebracht! Noch einfacher kann man es doch nicht schreiben…

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  6. Hallo ich habe da eine Frage ab September Arbeite ich für 450€

    Arbeite am Tag 5 Stunden
    Arbeite im Monat insgesamt 100 Stunden
    Und bin Mutter Einer 3 Jährige Tochter wie viele Urlaubstage würde ich bekommen und bekomme ich auch im Urlaub mein Geld.

    Habe das noch nie für 450€ gearbeitet kann mir da einer bitte helfen

    Danke schon mal für voraus

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    • Hallo Cavallo,

      bei der Urlaubsberechnung kommt es nicht auf die täglichen oder monatlichen Arbeitsstunden an, sondern an wie vielen Tagen pro Woche gearbeitet wird. Arbeiten Sie an 5 Tagen in der Woche, egal wie viele Stunden, steht Ihnen ein Mindestanspruch von 20 Urlaubstagen zu. Die Formel zur Berechnung finden Sie im obigen Blog-Beitrag unter der Überschrift „Mindesturlaub bei immer gleicher Anzahl von Arbeitstagen in der Woche“. Ihr Verdienst wird Ihnen auch während des Urlaubs normal fortgezahlt.
      Arbeiten Sie 1 Tag in der Woche sind das 4 Urlaubstage pro Jahr.
      Arbeiten Sie 2 Tage in der Woche sind das 8 Urlaubstage pro Jahr.
      Arbeiten Sie 3 Tage in der Woche sind das 12 Urlaubstage pro Jahr.
      Arbeiten Sie 4 Tage in der Woche sind das 16 Urlaubstage pro Jahr.
      Arbeiten Sie 5 Tage in der Woche sind das 20 Urlaubstage pro Jahr.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Hier scheint doch mal wieder etwas falsch zu laufen. Beispiel: Man bekommt einen Aushilfsvertrag über 3 Stunden wöchentlich zum Stundenlohn von 10 €. Somit hat man Anspruch auf 4 Urlaubstage im Jahr und erhält dann für diese 4 Tage 120 €. Da aber regelmäßig 2 Überstunden je Arbeitstag gemacht werden bekommt man dann diese nicht bezahlt ?

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        • Hallo Mike,

          laut Bundesurlaubsgesetz bemisst sich das Urlaubsentgelt nach dem durchschnittlichen Arbeitsverdienst der letzten 13 Wochen vor Beginn des Urlaubes, mit Ausnahme des zusätzlich für Überstunden gezahlten Verdienstes. Überstunden werden nur bezahlt, wenn man diese auch tatsächlich geleistet hat. Im Urlaub fallen keine Überstunden an. Somit zahlt der Arbeitgeber nur die arbeitsvertraglich vereinbarten Stunden.

          Mit freundlichen Grüßen

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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        • Hallo Frau Weber,

          der gesetzlich vorgeschriebene Mindesturlaub bei 2 Arbeitstagen in der Woche beträgt 8 Urlaubstage im Jahr. Schön dass Ihnen Ihr Arbeitgeber mehr Urlaub gewährt.

          Mit freundlichen Grüßen

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Wenn jemand für 450,– Euro arbeitet, kann er schon mal keine 100 Stunden arbeiten. Der Mindestlohn ist 8,84 Euro, das wären bei 100 Stunden 884,– Euro und dass ist kein Minijob mehr. Wenn Sie für 450,– Euro 100 Stunden arbeiten werden Sie ausgebeutet. Das ist außerdem ein schwerer Verstoß gegen das Mindestlohngesetz.

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    • Hallo Cavallo,

      renate1954 hat Recht, der gesetzliche Mindestlohn von 8,84 Euro wird in diesem Fall nicht eingehalten. Wir empfehlen Ihnen die Beratung bei den Experten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum Thema Mindestlohn. Sie erreichen das Bürgertelefon immer montags bis donnerstags von 8.00 bis 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/ 60 28 00 28.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Hallo Herr Kusnatzky,

      jeder Arbeitnehmer hat Anspruch auf 4 Wochen bezahlten Erholungsurlaub. Vorausgesetzt Sie arbeiten von Montag bis Sonntag, dann haben Sie einen Urlaubsanspruch von 7 Tagen im Jahr.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  7. Mein AG im öffentl.D. in BW rechnet mir nach seiner Aufstellung nur die tatsächlichen Arbeitstage als Soll im Minijob ohne Feiertage im Zeitkonto. z.b. für April 17 = 18 Arbeitstage x 1,56 Stunden täglich. Ist das erlaubt? In der Aufzeichnung des Stundenzettel werden keine Feiertage aufgeschrieben? Auf welche Grundlagen/Gesetze kann ich zurückgreifen bzw. gibt es hierzu Berechnungsbeispiele wie die Arbeitstage pro Monat bewertet werden können?

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    • Guten Tag Sophia,

      um Ihre Frage beantworten zu können, ist es wichtig zu wissen, ob Sie jeden Monat den gleichen Verdienst haben oder ob Ihr Verdienst nach Stunden berechnet wird. Entscheidend ist auch, ob Sie an Feiertagen arbeiten müssen.

      Da hier mehrere Lösungen möglich sind, empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer speziellen Frage an die Experten zum Thema Arbeitsrecht wenden. Hierfür gibt es das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
      Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  8. Monika
    Hallo, ich arbeite tägl. 2 Stunden im Minijob, in der Gastronomie. Bekomme da aber keine Lohnfortzahlung, wen ich Urlaub mache. Mit dem Chef ist nicht zu reden. Was kann man machen?
    Mit freundlichen Gruß Monika

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    • Wenn Sie mal die vorangegangen Kommentare lesen, finden Sie die gewünschte Antwort auch… Bei der Durchsetzung hilft Ihnen keiner der Behörden…. Sie müssen ihre Ansprüche selber beim Arbeitsgericht durchsetzen!

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    • Guten Tag Monika,

      Minijobber haben ein gesetzliches Recht auf bezahlten Urlaub. Geregelt wird dieses Recht im Bundesurlaubsgesetz und gehört als übergeordnetes Recht zum Arbeitsrecht.
      Das Arbeitsrecht regelt die Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Arbeitsbedingungen werden im besonderen im Individual-Arbeitsrecht geklärt. Dazu gehören zum Beispiel Urlaubsregelungen, Arbeitszeit, Kündigungsfristen, Entgeltfortzahlung. Die zuständige Stelle, wenn keine Einigung mit dem Arbeitgeber erzielt werden kann, ist das Arbeitsgericht.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
      Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  9. Hallo, wie ist es für mich als Arbeitgeber, wenn meine Minijobberin (arbeitet an zwei festen Werktagen die Woche) auf Kur geht für 3 evtl. 4 Wochen. Kann ich wählen ob ich Lohn fortzahle oder nicht? Oder bin ich, wie bei den Vollzeitkräften zu 6 Wochen verpflichtet?
    Zur Info: Wir haben schon Lohnfortzahlung zugesichert. Wir bekommen ja über die U1 wieder etwas davon erstattet.

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    • Guten Morgen Birgit,

      analog zu Ihren Vollzeitkräften sind Sie auch bei Ihrer Minijobberin verpflichtet das Arbeitsentgelt während der Kur fortzuzahlen. Selbstverständlich erfolgt durch unser Haus eine Erstattung Ihrer Aufwendungen aus der Umlage 1 heraus.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  10. Die formale Aussage ist stimmig und das Gesetz möglicherweise auch. Bleibt die Frage welche Möglichkeiten der kleinere Partner (Minijobber) bei der Durchsetzung des Gesetzes hat! Gerichtlich eingeklagt und dennoch (den Job) verloren! Hilfreich wäre bei diesen rechtlich nicht zu beanstandenden Antworten, wie sich der KLEINE (Minijobber) ohne Jobverlust erfolgreich wehren kann (sollte).

    Beispielhaft erläutere ich meine Arbeitssituation in Bezug auf den Vertrag. ZITAT: §2 Vergütung und Arbeitszeit: „Es besteht kein Anspruch auf Lohnfortzahlung bei Urlaubs- und Krankheitstagen. Es besteht kein Urlaubsanspruch.“
    Die Gewerkschaft Verdi sagt das ist einklagbar oder wollen Sie Ihren Job behalten!
    Die Gewerkschaft NGG sieht es ebenso, kann aber im Einzelfall ohne Jobverlust auch nicht helfen.
    Jetzt frage ich mich was sollen die Gesetze wenn dies für die KLEINEN (Minijobber) nur Nachteile (Jobverlust) bringt und sich die GROSSEN wegen der rechtlich nicht durchsetzbaren Lösung (ohne Jobverlust) den ohnehin schon dicken Geldbeutel streicheln!!!!
    Vielelicht gibt es ja eine kleine Chance wenn die Frage der Durchsetzbarkeit erklärt wird. Mein Vertrag ist vom 30.07.10 und ich möchte meinen Minijob behalten.

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    • Guten Tag Herr Singer,

      uns als Minijob-Zentrale ist sehr daran gelegen, das Gesetzmäßigkeiten, die im Arbeitsrecht verankert sind, besonders im Minijob, auch eingehalten werden. Wir informieren inzwischen zum Thema Arbeitsrecht sehr umfangreich auf unserer Homepage, wir schreiben Blog-Beiträge, wir geben Infoveranstaltungen und Seminare für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

      Letztendlich können wir Ihnen aber nicht bei der Durchsetzbarkeit Ihrer Ansprüche helfen, da das Arbeitsrecht die Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber regelt. Arbeitsbedingungen werden im besonderen im Individual-Arbeitsrecht geklärt. Dazu gehören zum Beispiel Urlaubsregelungen, Arbeitszeit, Kündigungsfristen, Entgeltfortzahlung. Da das Arbeitsrecht ein Individualrecht ist, kann es behördlich nicht geregelt werden.
      Die zuständige Stelle in solchen Konstellationen ist das Arbeitsgericht. Das heißt, Sie müssen Ihre Ansprüche selbst durchsetzen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Guten Tag Herr Hauser,

        wie in unseren Blog-Beitrag beschrieben lautet die Berechnungsformel bezogen auf Ihre Konstellation:

        2 (eigene Arbeitstage pro Woche) x 24 (gesetzliche Urlaubstage) : 6 = 8 Tage Urlaubsanspruch

        Mit freundlichen Grüßen

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Ich bedanke mich für die schnelle Antwort.Nun habe ich noch eine andere Frage.Ich bin in der Firma schon 11 Jahre beschäftigt,erhöt sich da der Urlaubsanspruch nicht auch wie bei einer Beschäftigung auf Lohnsteuerkarte?Ich habe bevor ich Rente bekam einen Sozialversicherunspflichtigen Job gehabt,da hatte ich bei Beginn 28 Tage Urlaub.Das erhöte sich jedes Jahr um einen Tag.Zuletzt war ich bei 30 Tage Urlaub.Ist das bei einem Minijob anderst??LG Karin Schönrock

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    • Hallo Frau Karin Schönrock,

      wie in unserem Blog-Beitrag beschrieben, haben Sie eine ungleiche Anzahl von Arbeitstagen in der Woche. In Ihrem Fall bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche.

      Die allgemeine Berechnungsformel lautet:

      Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage :
      Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)

      gesetzlicher Mindesturlaub bei 6 Tage Woche) x 120 (eigene Arbeitstage im Jahr) : 312 (Jahreswerktage bei 6 Tage Woche) = 9,23 kaufmännisch gerundet 9 Tage

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Hallo Frau Schönrock,

      der gesetzliche Mindesturlaub (24 Arbeitstage im Kalenderjahr) sieht keine Erhöhung nach Betriebszugehörigkeit vor. Es werden alle Arbeitnehmer gleich behandelt. Wenn jedoch in Ihrer Firma eine tarifliche Urlaubsregelung besteht, kann sich in Ihrem Fall auch ein höherer Urlaubsanspruch ergeben. Das erklären wir auch in unserem Blog-Beitrag. Wir empfehlen Ihnen die Frage mit Ihrem Arbeitgeber zu klären.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Hallo Ehrhardt,

      der Urlaubsanspruch ergibt sich nicht aus den Stunden, die in der Woche geleistet werden. Entscheidend ist an wie vielen Tagen in der Woche diese 2 Stunden gearbeitet werden.

      Berechnungsformel:

      eigene Arbeitstage pro Woche x 24 (gesetzliche Urlaubstage) : 6

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  11. Meine Tochter, 20 J. Schülerin, arbeitet als Bedienungsaushilfe in einer kleinen Pizzeria nach Bedarf/je nach Stoßzeiten. Einmal 1-2 Mal die Woche für ca. je 3 Stunden, dann wiederum 2 Wochen gar keine Arbeit. Je nach Abruf. Urlaub hatte sie bisher nie vergütet bekommen. :-( Bezahlt wird ihr Mindestlohn. Trinkgeldanspruch hat sie keines. Zudem kommt es auch häufiger vor, dass sie eingeplant wurde, ihr aber kurzfristig wieder telefonisch abgesagt wird.
    Wie erfolgt hierfür eine Berechnung? Urlaubsanspruch vorhanden?

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    • Hallo Charles,

      Ihre Tochter hat eine ungleiche Anzahl von Arbeitstagen in der Woche. Die Berechnung des Urlaubs bezieht sich somit auf das Jahr und nicht auf die Woche.

      Die allgemeine Berechnungsformel lautet:
      gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage  x  eigene Arbeitstage im Jahr :
      Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)

      In Ihrem konkreten Fall sind die genauen Arbeitstage im Jahr nicht bekannt. Es besteht somit nur die Möglichkeit einen Jahresdurchschnittswert zusammen mit dem Arbeitgeber zu ermitteln.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Hallo Anonymous,

      Gesetzliche Grundlage bei Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall (§ 3) und Entgeltfortzahlung an gesetzlichen Feiertagen (§ 2) ist das Entgeltfortzahlungsgesetz.
      Es gilt das Lohnausfallprinzip. Danach hat der Arbeitnehmer einen Anspruch auf das Arbeitsentgelt, das er erhalten hätte, wenn die Arbeitsleistung nicht infolge des Feiertages ausgefallen wäre.
      Bei der Entgeltfortzahlung für Feiertage sind demzufolge auch Überstunden und Überstundenzuschläge, die an dem Feiertag angefallen wären, zu berücksichtigen.
      Bei Gehaltsempfängern wird das Gehalt an den Feiertagen weitergezahlt.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  12. Meine persönliche Meinung ist, dass eine Minijob bei einer erwachsenen Person ohnehin sonstiges Einkommen die Vorstufe der Verarmung im Alter ist. Eigentlich sollten die Minijobs abgeschafft werden, dam jeder Arbeitende auch reguläre Rentensprüche aufbauen kann. Die Handhabung bei den Arbeitgebern wird sehr unterschiedlich gehandhabt, sodass für eine Umgehung Tor und Tür geöffnet ist. Wer kontrolliert dies? UNd wenn ja in welchem Zeitraum?

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    • Hallo Karl,

      jeder Minijobber, der einen Minijob beginnt ist Rentenversicherungspflichtig und hat dadurch die Möglichkeit Anwartschaftszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung zu erwerben. Möchte er die Rentenversicherungspflicht nicht, so kann er sich davon befreien lassen. Das ist dann die individuelle Entscheidung des Arbeitnehmers.

      Das Recht auf bezahlten Urlaub ist im Arbeitsrecht (im besonderen im Bundesurlaubsgesetz) geregelt und steht jedem Arbeitnehmer zu. Mißachtet der Arbeitgeber dieses Recht, kann es der Arbeitnehmer gerichtlich einklagen.

      Das Arbeitsrecht befasst sich mit den Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Arbeitsbedingungen werden im besonderen im Individual-Arbeitsrecht geklärt. Dazu gehören zum Beispiel Urlaubsregelungen, Arbeitszeit, Kündigungsfristen, Entgeltfortzahlung. Die zuständige Stelle ist das Arbeitsgericht. Da das Arbeitsrecht ein Individualrecht ist, kann es behördlich nicht geregelt werden. Das heißt, Sie müssen Ihre Ansprüche selbst durchsetzen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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