Minijob: Urlaub berechnen leicht gemacht

Vielen ist nicht bekannt, wie viel Urlaub ihnen in ihrem Minijob zusteht. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Urlaub im Minijob richtig berechnen. Ganz egal, ob Ihre Arbeitstage in der Woche gleich oder ungleich verteilt sind.

Dauer des Urlaubs im Minijob

Das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber. Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten. Gewöhnlich gilt aber beispielsweise für die meisten Minijobs, dass diese nicht an 6 Tagen in der Woche ausgeübt werden. Daher wird der jährliche Urlaubsanspruch abhängig von den Arbeitstagen pro Woche anteilig berechnet. Hierbei ist egal, wie viele Stunden der Mitarbeiter an den einzelnen Tagen arbeitet.

Lesetipp: Welche Voraussetzungen für den Urlaubsanspruch genau gelten, erläutern wir in unserem Blog „Urlaub bei Minijobs“.

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Mindesturlaub bei immer gleicher Anzahl von Arbeitstagen in der Woche

Die Berechnung des gesetzlichen Urlaubsanspruchs ist einfach. Hierbei hilft Ihnen auch unser Online-Rechner.

Arbeitet ein Mitarbeiter jeden Werktag (also von Montag bis Samstag), hat er einen Urlaubsanspruch von mindestens 24 Werktagen im Jahr. Bei einer 5-Tage-Arbeitswoche ergeben sich 20 Urlaubstage im Jahr. Meistens haben Minijobber wegen der Verdienstgrenze von 450 Euro im Monat jedoch eine kürzere Arbeitswoche als ihre Kollegen in Vollzeit. Arbeiten Minijobber in jeder Woche die gleiche Anzahl von Arbeitstagen,  gilt folgende Formel für den Mindesturlaub:

eigene Arbeitstage pro Woche x 24 (gesetzliche Urlaubstage)
6

Beispiel

Lukas übt an 2 Tagen in der Woche einen Minijob aus. Seine Kollegen in Vollzeit haben Anspruch auf den Mindesturlaub.

Berechnung: 2 Arbeitstage pro Woche x 24 : 6 = 8

Lösung: Lukas stehen mindestens 8 Urlaubstage im Jahr zu.

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Höherer vertraglicher Urlaubsanspruch

Ist die Zahl der Arbeitstage vertraglich geregelt und besteht beispielsweise für die Vollzeitbeschäftigten ein höherer Urlaubsanspruch, so haben Minijobber ebenfalls einen höheren Anspruch auf Urlaub. Dieser berechnet sich, vorberhaltlich anderer vertraglicher Regelungen, in der Regel so:

eigene Arbeitstage pro Woche x tarifvertraglich geregelter Urlaubsanspruch
tarifvertraglich geregelte Arbeitstage pro Woche

Beispiel

Petra übt an 3 Tagen in der Woche einen Minijob aus. Ihre Kollegen in Vollzeit arbeiten in einer 5-Tage-Woche und haben einen Anspruch auf 30 Urlaubstage im Jahr. Sowohl die Arbeitstage pro Woche als auch die Zahl der Urlaubstage sind tarifvertraglich geregelt.

Berechnung: 3 Arbeitstage pro Woche x 30 : 5 = 18

Lösung: Petra stehen 18 Urlaubstage im Jahr zu.

Lesetipp: Ein weiteres Beispiel finden Sie in unserem Blog: „Nachgefragt (7): Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub“.

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Urlaub bei ungleicher Anzahl von Arbeitstagen in der Woche

Ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.

Die Formel lautet dann:

Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage   eigene Arbeitstage
Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)

Beispiel

Andrea übt an 90 Tagen im Jahr einen Minijob aus. Mitarbeiter in Vollzeit arbeiten in einer 5-Tage-Woche und haben einen Anspruch auf 20 Urlaubstage im Jahr.

Berechnung:
20 Urlaubstage                      x           90 Tage = 6,92 Tage
260 Jahresarbeitstage

Lösung: Andrea hat einen Anspruch auf 7 Urlaubstage im Jahr. Das Ergebnis 6,92 wird kaufmännisch auf 7 gerundet.

Nachtrag:

Mit unserem neuen Urlaubsrechner stellen wir Ihnen eine einfache und praktische Hilfe bei der Berechnung des Mindesturlaubsanspruchs zur Verfügung.

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Urlaub im Minijob: natürlich bezahlt

Minijobber haben ein gesetzliches Recht auf bezahlten Urlaub. In der Regel richtet sich die Höhe des Urlaubsentgelts nach dem durchschnittlichen Gehalt des Arbeitnehmers in den letzten 13 Wochen vor Beginn seines Urlaubs. Zahlungen für Überstunden bleiben bei der Berechnung unberücksichtigt.

Wichtig: Bezahlter Urlaub bedeutet,  dass der Mitarbeiter für jeden Tag sein Gehalt erhält, an dem er sonst gearbeitet hätte. Der Minijobber muss den Urlaubstag weder vor- noch nacharbeiten.

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373 Kommentare zu “Minijob: Urlaub berechnen leicht gemacht

  1. Hallo!
    Mein AG und ich haben für 450 Euro 16 Stunden im Monat vereinbart. Ist es egal an wieviel Tagen ich die 16 Stunden arbeite oder muß ich z.B. 4 Std. 1 Mal pro Woche arbeiten oder könnten es dann auch 8 Stunden alle 2 Wochen sein oder sogar komplett flexibel wie es mir zeitlich für diesen Nebenjob eben passt? Nur mündlicher und kein schriftlicher Vertrag. Meinem AG ist das egal, Hauptsache 16 Stunden für das gleichbleibende Gehalt a 450 Euro mtl.
    Wie muß der Stundenzettel hierbei gestaltet sein?
    Muß hier auch der Urlaub dokumentiert werden?
    Frdl.. Grüße und Danke für Ihre Antwort
    Petra Z.

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    • Hallo Petra,

      die arbeitsrechtliche Vereinbarung über zu leistende tägliche oder wöchentliche Arbeitsstunden obliegt grundsätzlich Ihnen und Ihrem Arbeitgeber.

      Aus dem Stundenzettel muss die tatsächlich geleistete Arbeit des Arbeitnehmers hervorgehen. Es müssen also das Datum, der Beginn und das Ende der jeweiligen Arbeitsleistung sowie die daraus resultierende Arbeitszeit aufgezeichnet werden. Ein Musterexemplar finden Sie auf unserer Homepage unter folgendem Link: https://t1p.de/MJZE-Formblatt-Stundenaufzeichnung

      Alternativ bietet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales noch folgende App zur Stundenaufzeichnung an: https://t1p.de/BMAS-App-einfach-erfasst

      Wir bitten jedoch um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Wie eine rechtssichere arbeitsvertragliche Vereinbarung aussehen muss, erfahren Sie zum Beispiel bei einem Anwalt für Arbeitsrecht.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  2. Guten Abend,

    Wenn ich für zwei Jahre auf 450-Euro arbeiten möchte, tätig als technische Zeichnerin, allerdings von zu Hause aus (home office), fällt dies dann unter gewerblich oder Arbeit im Privathaushalt?
    Und wie hoch wären die Abgaben für den Arbeitgeber und wie hoch für den Arbeitnehmer?

    Des weiteren wie hoch wäre der Urlaubsanspruch in Stunden, wenn mir bei einer Vollzeiteinstellung 30 Tage zustehen?

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    • Hallo Lya,

      ob es sich um eine Beschäftigung im Privathaushalt oder im gewerblichen Bereich handelt, richtet sich nach Ihrem Arbeitgeber und der Tätigkeit, die Sie verrichten. Da Sie als technische Zeichnerin beschäftigt werden, liegt augenscheinlich eine Beschäftigung im gewerblichen Bereich vor. Das ist auch dann der Fall, wenn Sie Ihre Tätigkeit im Rahmen einer Home-Office-Tätigkeit ausüben. Als Arbeitnehmer sind Sie in einem 450-Euro-Minijob sozialversicherungsfrei, mit Ausnahme der Rentenversicherung. Hier unterliegen Sie der Versicherungspflicht und zahlen einen Eigenanteil von momentan 3,6 Prozent von Ihrem Verdienst. Von der Versicherungspflicht können Sie sich auf Antrag befreien lassen. In diesem Fall entfällt Ihr Eigenanteil von 3,6 Prozent. Versteuert wird Ihr Einkommen anhand Ihrer individuellen Lohnsteuermerkmale oder pauschal mit zwei Prozent. Hier hat Ihr Arbeitgeber die Wahl zwischen beiden Varianten.

      Zu Ihrem Urlaubsanspruch:
      Das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber. Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten. Gewöhnlich gilt aber beispielsweise für die meisten Minijobs, dass diese nicht an 6 Tagen in der Woche ausgeübt werden. Daher wird der jährliche Urlaubsanspruch abhängig von den Arbeitstagen pro Woche anteilig berechnet. Hierbei ist egal, wie viele Stunden der Mitarbeiter an den einzelnen Tagen arbeitet.

      Lesetipp: Welche Voraussetzungen für den Urlaubsanspruch genau gelten, erläutern wir in unserem Blog „Urlaub bei Minijobs“: http://t1p.de/Blogbeitrag-Urlaub-bei-Minijobs

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  3. Frage …. wenn ich nur samstags 10 std Minijob arbeite wie ist das mit dem Urlaub? Wenn ich samstag Urlaub möchte muss ich die ganze Woche nehmen ? Also Mo-Sa?
    Bitte um Info und vielleicht Hilfe

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    • Hallo Frau Böhme,
      die Berechnung des gesetzlichen Urlaubsanspruchs ist einfach. Arbeitet ein Mitarbeiter jeden Werktag, hat er mindestens einen Urlaubsanspruch von 24 Werktagen im Jahr. Meistens haben Minijobber wegen der Verdienstgrenze von 450 Euro im Monat jedoch eine kürzere Arbeitswoche als ihre Kollegen in Vollzeit. Arbeiten Minijobber in jeder Woche die gleiche Anzahl von Arbeitstagen, gilt folgende Formel für den Mindesturlaub:

      eigene Arbeitstage pro Woche x 24 (gesetzliche Urlaubstage) / 6

      Bezahlter Urlaub bedeutet, dass Sie nur für den Tag Urlaub nehmen müssen und Ihren Lohn erhalten, an dem Sie sonst gearbeitet hätten. Sie müssen den Urlaubstag weder vor- noch nacharbeiten.

      Dabei wird die Stundenzahl für den Urlaubstag zugrunde gelegt, die für Sie an diesem Arbeitstag angefallen wäre. Minusstunden dürfen resultierend aus einem Urlaubstag nicht entstehen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Hallo liebes Team meine Frage wenn ich nur samstag arbeite und samstag Urlaub möchte Brauch ich nur 1 Tag? Weil mir gesagt wurde ich müsste sozusagen eine ganze Woche Urlaub nehmen . Stimmt das ?

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        • Hallo Madeleine,

          Urlaub müssen Sie nur an den Tagen nehmen, an denen Sie sonst regulär arbeiten müssen. Für Tage an welchen Sie ohnehin frei haben, muss kein Urlaubstag berechnet werden.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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        • Vielen Dank ist das gesetzlich irgendwo geschrieben ? Wei meinen alten Urlaub von letzten Jahren waren 6 Tage und da war eine ganze Woche weg weil die Mo-Fr auch berechnet haben

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  4. Frage …. wenn ich nur samstags 10 std Minijob arbeite wie ist das mit dem Urlaub? Wenn ich samstag Urlaub möchte muss ich die ganze Woche nehmen ? Also Mo-Sa?
    Bitte um Info und vielleicht Hilfe

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    • Hallo Madeleine,

      gemäß §3 Bundesurlaubsgesetz beträgt der jährliche Urlaub mindestens 24 Werktage. Als Werktage gelten alle Kalendertage, die nicht Sonn- oder gesetzliche Feiertage sind. Verlangt Ihr Arbeitgeber, dass Sie einen Urlaubstag für jeden Werktag anrechnen (Montag bis Samstag), stände Ihnen gemäß dieser Regelung ein Mindesturlaub von 24 Werktagen zu.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  5. Ich habe Winterdienst auf auf 450€ Basis gearbeitet, ist also auf Abruf , höstens 15 Stunden in der Woche laut Arbeitsvertrag, der Vertrag ging vom 1.11.18 – 31.3 19 steht mir da auch Urlaub zu?

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    • Hallo Herr Unger,

      auch für diesen Zeitraum steht Ihnen grundsätzlich Urlaub zu. Maßgebend für die Berechnung des Mindesturlaubsanspruches sind Ihre geleisteten Arbeitstage pro Woche. Wie viele Stunden Sie an diesen Tagen beschäftigt sind spielt dabei keine Rolle.
      Ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage.

      Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.
      Die Formel lautet dann:
      Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage /
      Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)

      Sicher hilft Ihnen bei der Berechnung Ihres individuellen Urlaubsanspruches auch unser Urlaubsrechner für Minijobber: http://t1p.de/MJZE-Urlaubsrechner

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  6. Ich arbeite auf 450,00Euro Basis in einem Pflegeheim, meist 1Nachtschicht – 10Std. in der Woche, also 3 im Monat. Oder 1Nacht in der Woche und dann 2 Nächte in der Woche.
    Wie wird mein Jahresurlaub berechnet.
    Laut PdL 24Tage Urlaub: 52 Wochenpro Jahr = 0,46 Tage.
    3Tage x 12 Monate 36
    0,46 x 36 = 16,56: 6 Tage Woche = 2,76 Urlaubstage ist das so korrekt?
    Mit freundlichem Gruss
    Carolin

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    • Hallo Carolin,

      ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.
      Die Formel lautet dann:
      Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage
      Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  7. Hallo, meine Frau trägt die Wochenzeitung und die Prospekte aus. Dafür stehen ihr lt. Gesetz jeweils 4 Tage (insgesamt 8 Tage) pro Kalenderjahr zu. Der Arbeitgeber verlangt nun von ihr, diese Urlaubstage „aufzuteilen“ (4 Tage Mittwoch und 4 Tage Samstag). Es handelt sich nicht um 2 Verträge, sondern um einen Arbeitsvertrag. Muss sich meine Frau danach richten, oder kann sie die Aufteilung „frei wählen“ (z.B. 6xMittwoch, 2xSamstag)? Wenn ein Feiertag auf einen Mittwoch bzw. Samstag fällt und die Prospekte bzw. Wochenzeitung an einem anderen Tag (Dienstag/Freitag) ausgetragen werden – müssen diese Tage extra bezahlt werden??
    Besten Dank im Voraus für die Bemühungen
    Christoph S.

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    • Hallo Christoph,

      laut Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) muss der Arbeitgeber, unter gewisssen Vorraussetzungen, die Wünsche des Arbeitnehmers bei der Urlaubsplanung berücksichtigen (§ 7 Abs. 1 BUrlG).
      Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales . Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  8. Hallo,

    vielen Dank für den aufschlussreichen Artikel und die vielen guten Antworten in den Kommentaren!
    Eine Sache ist mir noch etwas unklar, beispielsweise wenn es sich um ein neu angetretenes Arbeitsverhältnis handelt, das beispielsweise erst einen oder zwei Monate andauert. Steht es dem Arbeitnehmer selbst dann theoretisch zu, die Urlaubstage für das Jahr sofort zu nutzen? Eigentlich weiß in dem Fall der Arbeitgeber doch noch gar nicht, ob der Minijobber vorhat, nach einem halben Jahr schon zu kündigen, oder?

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    • Hallo Alina,

      der volle Urlaubsanspruch entsteht erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses (§ 4 Bundesurlaubsgesetz). Die sechsmonatige sogenannte Wartezeit beginnt an dem Tag, an dem nach dem Arbeitsvertrag die Arbeit aufzunehmen ist. Eine während der ersten sechs Monate des Bestandes des Arbeitsvertrages auftretende Krankheit des Arbeitnehmers unterbricht die Wartezeit nicht.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  9. Hallo zusammen. Ich arbeite in der Gastronomie.Wir haben 5 Öffnungstage, davon arbeite ich an drei Tagen Di, Mi, Do. Meine Frage: Wie viel Urlaub steht mir nun zu? Vielen Dank!!!

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    • Guten Tag,

      die Berechnung des gesetzlichen Urlaubsanspruchs ist einfach. Arbeitet ein Mitarbeiter jeden Werktag, hat er mindestens einen Urlaubsanspruch von 24 Werktagen im Jahr. Bei einer 5-Tage-Arbeitswoche ergeben sich 20 Urlaubstage im Jahr. Meistens haben Minijobber wegen der Verdienstgrenze von 450 Euro im Monat jedoch eine kürzere Arbeitswoche als ihre Kollegen in Vollzeit. Arbeiten Minijobber in jeder Woche die gleiche Anzahl von Arbeitstagen, gilt folgende Formel für den Mindesturlaub:

      eigene Arbeitstage pro Woche x 24 (gesetzliche Urlaubstage)
      6
      Bei einer 3-Tage-Arbeitswoche ergibt sich somit ein Mindesturlaubsanspruch von 12 Tagen im Jahr.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  10. Liebes Minijob-Team,

    mein Minijob-AG zahlt kein Urlaubsentgelt und es gibt auch keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Ich weiß, das dies nicht legal ist. Bei meinem ersten vorsichtigen Versuch, dieses Thema anzusprechen hat man mir klar und deutlich zu erkennen gegeben, das ich gekündigt werde, wenn ich darauf bestehen sollte.

    Frage: Gibt es eine Insitutution, die den AG bei diesen Dingen nicht überprüfen kann und muss, ohne, dass ich selbst in Erscheinung treten muss?

    Wenn ich das Thema offiziel anspreche, bekomme ich einen Tag später die Lündigung, soviel steht fest.
    Die FKS des Zoll fühlt sich leider nicht zuständig, wobei es aus meiner Sicht doch auch eine Hinterziehung von RV-Beträgen ist, wenn kein Urlaubsentgelt gewährt wird. Auch die Betriebsprüfer (hatten wir gerade im Haus) scheint auf das Thema nicht anzuspringen.
    Was ist mit der Knappschaft? Kann die nicht einmal einen Prüfer vorbeischicken, wenn ich Ihnen einen „Tipp“ gebe? Oder sonstwer?

    Besten Dank und viele Grüße
    Florin B.

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    • Hallo Florin,

      uns, der Minijob-Zentrale ist es ein großes Anliegen unsere Kunden, zum Beispiel Arbeitgeber und Arbeitnehmer, über Ihre Rechte und Pflichten zu informieren. Insbesondere zum Arbeitsrecht erhalten wir sehr viele Anfragen, die wir gewissenhaft beantworten.

      Die Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber werden durch das Arbeitsrecht geregelt. Im Individual-Arbeitsrecht werden Arbeitsbedingungen geklärt. Dazu gehören zum Beispiel Urlaubsregelungen, Arbeitszeit, Kündigungsfristen, Entgeltfortzahlung.
      Da das Arbeitsrecht ein Individualrecht ist, kann es behördlich nicht geregelt werden. Das heißt, die Durchsetzung Ihre Ansprüche ist nur durch Sie selbst, durch einen von Ihnen beauftragten Anwalt oder – falls Sie gewerkschaftlich organisiert sind – durch den Rechtsbeistand Ihrer Gewerkschaft möglich.

      Wege zur Durchsetzung Ihrer Arbeitsrechte:

      Als Arbeitnehmer können Sie Ihre rechtmäßigen Ansprüche aus einem Arbeitsverhältnis vor den Arbeitsgerichten einklagen. Zuständig ist im Regelfall das Arbeitsgericht, in dessen Bezirk die Arbeitsstätte liegt. Sofern vor dem Arbeitsgericht in der vorgeschalteten Güteverhandlung kein Kompromiss zwischen den Parteien erzielt werden kann, kommt es anschließend zum Urteilsverfahren. In der ersten Instanz besteht kein Anwaltszwang, so dass Sie Ihre Rechte grundsätzlich selbst wahrnehmen können. Es ist jedoch zu empfehlen, sich bei einem Rechtsstreit mit dem Arbeitgeber frühzeitig beraten zu lassen, da unter anderem Verjährungs- und Ausschlussfristen zu beachten sind.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Hallo Frau Dehl,

        das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber. Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten. Bei einer 5-Tage-Arbeitswoche, wie in Ihrem Fall ergeben sich 20 Urlaubstage im Jahr. Hierbei ist egal, wie viele Stunden Sie an den einzelnen Tagen arbeiten.

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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