Minijob: Urlaub berechnen leicht gemacht

Vielen ist nicht bekannt, wie viel Urlaub ihnen in ihrem Minijob zusteht. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Urlaub im Minijob richtig berechnen. Ganz egal, ob Ihre Arbeitstage in der Woche gleich oder ungleich verteilt sind.

Dauer des Urlaubs im Minijob

Das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber. Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten. Gewöhnlich gilt aber beispielsweise für die meisten Minijobs, dass diese nicht an 6 Tagen in der Woche ausgeübt werden. Daher wird der jährliche Urlaubsanspruch abhängig von den Arbeitstagen pro Woche anteilig berechnet. Hierbei ist egal, wie viele Stunden der Mitarbeiter an den einzelnen Tagen arbeitet.

Lesetipp: Welche Voraussetzungen für den Urlaubsanspruch genau gelten, erläutern wir in unserem Blog „Urlaub bei Minijobs“.

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Mindesturlaub bei immer gleicher Anzahl von Arbeitstagen in der Woche

Die Berechnung des gesetzlichen Urlaubsanspruchs ist einfach. Hierbei hilft Ihnen auch unser Online-Rechner.

Arbeitet ein Mitarbeiter jeden Werktag (also von Montag bis Samstag), hat er einen Urlaubsanspruch von mindestens 24 Werktagen im Jahr. Bei einer 5-Tage-Arbeitswoche ergeben sich 20 Urlaubstage im Jahr. Meistens haben Minijobber wegen der Verdienstgrenze von 450 Euro im Monat jedoch eine kürzere Arbeitswoche als ihre Kollegen in Vollzeit. Arbeiten Minijobber in jeder Woche die gleiche Anzahl von Arbeitstagen,  gilt folgende Formel für den Mindesturlaub:

eigene Arbeitstage pro Woche x 24 (gesetzliche Urlaubstage)
6

Beispiel

Lukas übt an 2 Tagen in der Woche einen Minijob aus. Seine Kollegen in Vollzeit haben Anspruch auf den Mindesturlaub.

Berechnung: 2 Arbeitstage pro Woche x 24 : 6 = 8

Lösung: Lukas stehen mindestens 8 Urlaubstage im Jahr zu.

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Höherer vertraglicher Urlaubsanspruch

Ist die Zahl der Arbeitstage vertraglich geregelt und besteht beispielsweise für die Vollzeitbeschäftigten ein höherer Urlaubsanspruch, so haben Minijobber ebenfalls einen höheren Anspruch auf Urlaub. Dieser berechnet sich, vorberhaltlich anderer vertraglicher Regelungen, in der Regel so:

eigene Arbeitstage pro Woche x tarifvertraglich geregelter Urlaubsanspruch
tarifvertraglich geregelte Arbeitstage pro Woche

Beispiel

Petra übt an 3 Tagen in der Woche einen Minijob aus. Ihre Kollegen in Vollzeit arbeiten in einer 5-Tage-Woche und haben einen Anspruch auf 30 Urlaubstage im Jahr. Sowohl die Arbeitstage pro Woche als auch die Zahl der Urlaubstage sind tarifvertraglich geregelt.

Berechnung: 3 Arbeitstage pro Woche x 30 : 5 = 18

Lösung: Petra stehen 18 Urlaubstage im Jahr zu.

Lesetipp: Ein weiteres Beispiel finden Sie in unserem Blog: „Nachgefragt (7): Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub“.

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Urlaub bei ungleicher Anzahl von Arbeitstagen in der Woche

Ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.

Die Formel lautet dann:

Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage   eigene Arbeitstage
Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)

Beispiel

Andrea übt an 90 Tagen im Jahr einen Minijob aus. Mitarbeiter in Vollzeit arbeiten in einer 5-Tage-Woche und haben einen Anspruch auf 20 Urlaubstage im Jahr.

Berechnung:
20 Urlaubstage                      x           90 Tage = 6,92 Tage
260 Jahresarbeitstage

Lösung: Andrea hat einen Anspruch auf 7 Urlaubstage im Jahr. Das Ergebnis 6,92 wird kaufmännisch auf 7 gerundet.

Nachtrag:

Mit unserem neuen Urlaubsrechner stellen wir Ihnen eine einfache und praktische Hilfe bei der Berechnung des Mindesturlaubsanspruchs zur Verfügung.

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Urlaub im Minijob: natürlich bezahlt

Minijobber haben ein gesetzliches Recht auf bezahlten Urlaub. In der Regel richtet sich die Höhe des Urlaubsentgelts nach dem durchschnittlichen Gehalt des Arbeitnehmers in den letzten 13 Wochen vor Beginn seines Urlaubs. Zahlungen für Überstunden bleiben bei der Berechnung unberücksichtigt.

Wichtig: Bezahlter Urlaub bedeutet,  dass der Mitarbeiter für jeden Tag sein Gehalt erhält, an dem er sonst gearbeitet hätte. Der Minijobber muss den Urlaubstag weder vor- noch nacharbeiten.

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  1. Hallo guten Tag , ich habe eine frage … ich arbeite als rainigungskraft nur jeden Samstag 6 stunden als – 24 stunden pro monat… wie viele urlaubs tage ich habe ?

    • Hallo Stanislav,

      das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber. Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten. Gewöhnlich gilt aber beispielsweise für die meisten Minijobs, dass diese nicht an 6 Tagen in der Woche ausgeübt werden. Daher wird der jährliche Urlaubsanspruch abhängig von den Arbeitstagen pro Woche anteilig berechnet. Hierbei ist egal, wie viele Stunden der Mitarbeiter an den einzelnen Tagen arbeitet. Wie in Ihrem Sachverhalt beschrieben, ist Ihr fester Arbeitstag einmal die Woche jeweils Samstag. Somit besteht grundsätzlich ein Urlaubsanspruch von 4 Tagen im Jahr.

      Lesetipp: Welche Voraussetzungen für den Urlaubsanspruch genau gelten, erläutern wir in unserem Blog-Beitrag vom 18. Mai 2015: „Urlaub bei Minijobs: Hierauf kommt es an“ http://t1p.de/Blogbeitrag-Urlaub-bei-Minijobs

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  2. Hallo. Ich arbeite seit 2 Jahren auf 450€ Basis in einer 4 Tage Woche. Ich bekomme weder Urlaub noch Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Wie lange Rückwirkend muss mein AG mir den Urlaub nachbezahlen. Aktuell muss ich Betriebsbedingt für unbestimmte Zeit zuhause bleiben, obwohl ich arbeiten könnte. Gibt es auch hierfür eine Regelung?
    LG Melanie De Leo

    • Hallo Frau De Leo,

      wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu Ihrer konkreten arbeitsrechtlichen Frage nicht verbindlich beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Gern unterstützen wir Sie hierbei.

      Das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber. Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten. Gewöhnlich gilt aber beispielsweise für die meisten Minijobs, dass diese nicht an 6 Tagen in der Woche ausgeübt werden. Daher wird der jährliche Urlaubsanspruch abhängig von den Arbeitstagen pro Woche anteilig berechnet. Hierbei ist egal, wie viele Stunden der Mitarbeiter an den einzelnen Tagen arbeitet. Bei einer 4-Tage-Woche haben Sie somit einen gesetzlichen Urlaubsanspruch von 16 Tagen im Jahr.

      Ihr Arbeitgeber ist ebenfalls zu einer Lohnfortzahlung bei Krankheit für maximal 6 Wochen verpflichtet.

      Mit dem Arbeitsvertrag stellt der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber gegen Bezahlung seine Arbeitskraft zur Verfügung. Gibt es keine Arbeit, ist das das Problem des Arbeitgebers. Er trägt das rechtliche und finanzielle Risiko, keine Verwendung für die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers zu haben. Dann befindet er sich im Annahmeverzug und muss den Lohn ohne Gegenleistung zahlen. Zur Nachleistung der Arbeit ist der Arbeitnehmer nicht verpflichtet – es sei denn, es wird ein Arbeitszeitkonto geführt.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  3. Guten Abend,
    ich arbeite in meinem Minijob an 3 Tagen in der Woche, meine Arbeitskollegin hat im Jahr 33 Tage Urlaub bei einer 5 Tage Woche , wieviel Urlaubstage stehen mir zu?

    Mit freundlichen Grüßen
    A. Schäfer

    • Hallo Frau Schäfer,

      ist die Zahl der Arbeitstage tarifvertraglich geregelt und besteht beispielsweise für die Vollzeitbeschäftigten ein höherer Urlaubsanspruch, so haben Sie als Minijobber ebenfalls einen höheren Anspruch auf Urlaub. Dieser berechnet sich dann so:

      eigene Arbeitstage pro Woche x tarifvertraglich geregelter Urlaubsanspruch / tarifvertraglich geregelte Arbeitstage pro Woche.

      Geht man davon aus, dass 33 Urlaubstage bei einer 5-Tage-Arbeitswoche tarifvertraglich festgelegt sind, würde sich rein rechnerisch ein Urlaubsanspruch von 19,8 – gerundet 20 Arbeitstagen im Jahr ergeben.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  4. Guten Tag,

    ich habe gestern meinen bisherigen Minijob gekündigt und dabei kam die Frage auf, ob ich für dieses Jahr zuviel Urlaub gehabt habe. Leider konnte ich es selber nicht berechnen, da einige Faktoren zusammenkommen.
    Folgende Fakten kann ich zusammmentragen
    1. Ich habe einen Schwbehinderten AUsweis, welcher auf 80% ausgestellt ist. Habe ich hierbei anteilig auch ein Anrecht auf Sonerurlaub?
    2. Ich habe sehr unregelmäßig gearbeitet, d.h. am Anfang des Jahres kamen viele Tage zusammen, die sich jetzt auf einen Tag in der Woche reduziert haben
    Bis zum 30.06.2019 hatte ich 49 Einsatztage
    3. Zählen Krankheits- und Urlaubstage dazu, wenn die Anzahl der Arbeitstage ermittelt wird ?
    Dann kämen 7 Stk. Hinzu
    4. Wenn ich an 2 Tagen betriebsbedingt nicht kommen musste, wie werden solche Tage gehandhabt ?Ich konnte meine Arbeitsleistung zur Verfügung stellen.

    Ich hoffe Sie können mir in dieser Hinsicht weiterhelfen

    Mit freundlichen Grüßen

    Andreas Göttker

    • Hallo Herr Göttker,

      ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.

      Die Formel lautet dann: Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage / Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)

      Bitte beachten Sie, dass Sie die Jahreswerktage bzw. Jahresarbeitstage ggf. noch auf Ihre Beschäftigungszeit anpassen müssen, wenn das Beschäftigungsverhältnis vor dem 31. Dezember 2019 endet.
      Aufgrund Ihrer Schwerbehinderung haben Sie Anspruch auf bezahlten zusätzlichen Urlaub von 5 Arbeitstagen im gesamten Urlaubsjahr, basierend auf einer 5-Tage-Woche. Bei einer anderen Verteilung der Arbeitszeit auf die Woche erhöht oder senkt sich der Anspruch entsprechend.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  5. Hallo,
    ich leiste gerade habe einen 4-Wochen Ferienjob als Student in einer Firma ab. Eintrittsdatum war der 26.08. – Enddatum wird der 27.09. sein. Wochenarbeitszeit 5AT bzw. 38,75h
    Habe ich einen Urlaubsanspruch oder muss ich den Kalendermonat voll ableisten?

    • Sehr geehrter Herr Klein,

      grundsätzlich steht Ihnen auch bei einer Beschäftigung für ein Monat ein Urlaubsanspruch zu.

      Der Urlaubsanspruch ermittelt sich abhängig von den vereinbarten Arbeitstagen pro Woche. Bei der individuellen Berechnung hilft Ihnen sicher unser Urlaubsrechner für Minijobber: http://t1p.de/MJZE-Urlaubsrechner

      Bitte beachten Sie, dass der so errechnete Mindestanspruch an Ihren anteiligen Beschäftigungszeitraum von einem Monat angepasst werden muss.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  6. Hallo, habe 3 Monate als Minijobber gearbeitet, 8 Arbeitseinsätze mit je 10 Stunden, steht mir für die Zeit Urlaub zu?

    • Jeder Minijobber hat Recht auf Urlaub.Wenn es 3 volle Monate (z.B. 01.04.bis 30.06.) waren dann haben sie anteiligen Anspruch für 3 Monate.

    • Hallo Petra,

      grundsätzlich steht Ihnen auch bei einer Beschäftigung für 3 Monate ein Urlaubsanspruch zu.

      Der Urlaubsanspruch ermittelt sich abhängig von den vereinbarten Arbeitstagen pro Woche. Bei der individuellen Berechnung hilft Ihnen sicher unser Urlaubsrechner für Minijobber: : http://t1p.de/MJZE-Urlaubsrechner.

      Bitte beachten Sie, dass der so errechnete Mindestanspruch an Ihren anteiligen Beschäftigungszeitraum von 3 Monaten angepasst werden muss.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  7. Liebes Minijob Team meine Haushaltshilfe arbeiten wöchentlich 5 Stunden , also 25 Stunden im Monat , wieviele Urlaubstage stehen Ihr zu ?
    Mit Freundlichen Grüßen Helene Stadlmeyr Stippel

    • Hier wird erstmal die Anzahl der Arbeitstage pro Woche benötigt.Urlaubstage berechnen sich unabhängig von der Stundenanzahl.

    • Guten Tag Frau Stadlmeyr Stippel,

      der jährliche Urlaubsanspruch berechnet sich abhängig von den Arbeitstagen pro Woche. Hierbei ist egal, wie viele Stunden der Mitarbeiter an den einzelnen Tagen arbeitet.

      Ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.
      Die Formel lautet dann:
      Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage
      Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)

      Bei der individuellen Berechnung hilft Ihnen sicher auch unser Urlaubsrechner für Minijobber: http://t1p.de/MJZE-Urlaubsrechner.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  8. Hallo ,
    ich arbeite insgesamt an 8 Tagen im Monat in unterschiedlicher Verteilung ( 4 x 7 Std – 2 x 3 Std / 2x 3,5 Std ).
    Wieviel Urlaubstage steht mir im Jahr zu ?!? Meine Kollegen in Vollzeit haben Anspruch auf 36 Tage /6 Tage Woche ..
    Würde mich über eine konkrete Angabe der Tage freuen .

    .Herzlichen Dank .
    Sandra Schulz

    • Hallo Frau Schulz,

      wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu Ihrer konkreten arbeitsrechtlichen Frage nicht verbindlich beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Gern unterstützen wir Sie in diesem Rahmen bei der Berechnung Ihres Urlaubsanspruches:

      Ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Wie viele Stunden Sie pro Tag arbeiten, ist dabei unerheblich. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.
      Die Formel lautet dann: Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage / Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260) – Vielleicht hilft Ihnen bei der Berechnung auch unser Urlaubsrechner für Minijobber: http://t1p.de/MJZE-Urlaubsrechner

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
      Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      • Hallo Minijob Team,

        auch ich arbeite in einem 450€ Mnijob.

        Ich arbeite in dieser Firma sehr flexibel sowohl in den Tagen als auch in den täglichen Arbeitsstunden.

        Ich habe es bisher so verstanden das am Jahres ende die Tage gezählt werden und daraus der Urlaubsanpruch berechnet wird.

        Bsp
        Insgesamt war ich 99x in der Firma anwesend
        Vorgabe im Betrieb 30 Tage Urlaub bei 5 Tage Woche

        Also 30/260*99 = 11,42 also 11,5 Urlaubstage. Soweit in Ordnung

        Was nicht weniger wichtig ist ist der Geldwert der bezahlt wird während man sich in Urlaub befindet. Es soll ja sichergestellt sein die 5400€ Jahresgrenze nicht zu überschreiten.
        Wenn ein Mitarbeiter an einem Tag 1 Std an einem anderen Tag 8 Std. arbeitet ist es nicht gerecht diese Tage gleich zu werten.
        Auch ein Durchschnittswert der letzten 3 Monate ist in diesem Fall schwierig da wie im oberen Beispiel auch Monate mit 0 Einkommen vorhanden sind.

        Ich und mein Arbeitgeber haben uns hier auf eine faire Stundenberechnung sowohl für die Urlaubstage als auch für die Urlaubs-Geldwert geeinigt.

        Beispiel: (30 Tage bei 5 Tage/Woche = 2,5 Tage im Monat = 19,5 Std im Monat bei Vollzeit = 39 Std)

        Jan 30 Std 3,46 = 3,5 Stunden Urlaub
        Feb 20 Std 2,30 = 2,5 Stunden Urlaub
        März 0 Std 0,00 = 0 Stunden Urlaub
        Apri l 40 Std 4,61 = 4,75 Stunden Urlaub
        Mai 42 Std 4,84 = 5 Stunden Urlaub
        Juni 44 Std 5,07 = 5,25 Stunden Urlaub
        Juli 40 Std 4,61 = 4,75 Stunden Urlaub
        Aug 30 Std 3,46 = 3,5 Stunden Urlaub
        Sep 5 Std 0,57 = 0,75 Stunden Urlaub
        Okt 20 Std 2,30 = 2,5 Stunden Urlaub
        Nov 15 Std 1,73 = 1,75 Stunden Urlaub
        Dez 0 Std 0,00 = 0 Stunden Urlaub
        Summe = 34,25 Urlaubsstunden

        Diese Urlaubsstunden werden Multiplizert mit dem Stundenlohn im Dezember als Urlaubslohn ausbezahlt.

        Nun Meine Frage iast das auch so erlaubt?

        Vielen Dank

        Mit freundlichen Grüßen
        Thomas

        • Hallo Thomas,

          anhand Ihrer Schilderung gehen wir davon aus, dass keine feste Vereinbarung zu Ihren wöchentlich zu leistenden Arbeitsstunden getroffen wurde.

          Arbeitgeber und Arbeitnehmer können vereinbaren, dass der Arbeitnehmer seine Arbeitsleistung entsprechend dem Arbeitsanfall erbringt (Arbeit auf Abruf). Probleme wirft dieser Weg auf, wenn die wöchentliche Arbeitszeit schwankt. Als Lösung bietet sich hier an, anhand der festzulegenden Arbeitszeit zu ermitteln, an wie vielen Tagen pro Woche Sie durchschnittlich zu arbeiten haben.

          Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu dieser arbeitsrechtlichen Einzelanfrage im Detail nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  9. Guten Tag,

    in Ihrem Beispiel hat Andrea bei 90 Arbeitstagen 7 Tage Urlaub. Angenommen Sie leistet diese Arbeitstage innerhalb von 4 Monaten ab in denen Sie dann aber 5 Tage die Woche für wenige Stunden pro Tag arbeitet. Die restlichen Monate ist sie zwar angestellt, arbeitet aber nicht. Entsprechend müsste Sie sich für eine Urlaubswoche auch 5 Tage Urlaub nehmen und hätte gerade einmal eine Woche und 2 Tage frei. Ist dies richtig, da doch gesetzlich ein Anspruch von 4 Wochen bestehen muss oder?

    Vielen Dank für Ihren Rat!

    Lars

    • Hallo Lars,

      die 4 Wochen Urlaubsanspruch gelten für ein gesamtes Jahr. Wird eine Beschäftigung für einen geringeren Zeitraum ausgeübt, ist der Urlaubsanspruch entsprechend zu kürzen.

      Wir bitten jedoch um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  10. Hallo,

    ich habe eine Minijob und habe diese Jahr in 2 Monaten unvorhersehbare Mehrarbeit geleistet. Also habe ich mehr Tage gearbeitet als normalerweise. Erhöhen sich somit auch meine Urlaubstage?

    • Guten Tag,

      wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht.

      Diese finden Sie auf unserer Homepage.
      Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales . Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  11. Hallo,

    ich habe eine Nachfrage zur Urlaubsregelung bei Minijobbern: ich bekomme vom Arbeitgeber für 13h arbeiten 1h Urlaub gut geschrieben. Wenn ich jeden Monat meine 450€ verdienen würde, dann würde ich rechnerisch um die 34h Urlaub ansammeln. Da der Urlaub für mich kein richtiger Urlaub ist und ich gerne möglichst die 450€ ausschöpfen möchte, würde ich gerne fortlaufend immer 1h bis 3h Urlaub pro Monat nehmen, damit ich nicht einmal 2 Wochen am Stück frei habe. Mein Arbeitgeber sagt, dass es nicht zulässig ist 1h Urlaub einzubuchen und spricht von der Mindestlänge eines Urlaubs (Bundesurlaubsgesetz § 7 Zeitpunkt, Übertragbarkeit und Abgeltung des Urlaubs). Stimmt das? Wäre es in Ordnung fortlaufend 1h bis 3h Urlaub einzubuchen?

    Besten Dank und viele Grüße,
    Martin

    • Hallo Martin,

      das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber. Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten. Gewöhnlich gilt aber beispielsweise für die meisten Minijobs, dass diese nicht an 6 Tagen in der Woche ausgeübt werden. Daher wird der jährliche Urlaubsanspruch abhängig von den Arbeitstagen pro Woche anteilig berechnet. Hierbei ist egal, wie viele Stunden der Mitarbeiter an den einzelnen Tagen arbeitet.

      Eine Umrechnung des Urlaubsanspruches in gearbeitete Stunden sieht das Bundesurlaubsgesetz nicht vor, da mit dieser Praktik dem vom Gesetzgeber beabsichtigten Effekt der Erholung des Arbeitnehmers nicht entsprochen wird.

      Wir bitten jedoch um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    • Man berechnet Urlaubsanspruch anhand der Arbeitstage und nicht nach Stunden.
      In welchem Tarifvertrag kann man diese Stundenregelung nachlesen wie sie bei ihnen gehandhabt wird?

  12. Hallo. Ich soll arbeiten 2 Vormittagen in der Woche auf Minijobbasis. Wieviel Urlaubstage stehen mir zu? Vielen Dank

    • Guten Tag,

      die Berechnung des gesetzlichen Urlaubsanspruchs ist einfach. Arbeitet ein Mitarbeiter jeden Werktag, hat er mindestens einen Urlaubsanspruch von 24 Werktagen im Jahr. Bei einer 5-Tage-Arbeitswoche ergeben sich 20 Urlaubstage im Jahr.

      Meistens haben Minijobber wegen der Verdienstgrenze von 450 Euro im Monat jedoch eine kürzere Arbeitswoche als ihre Kollegen in Vollzeit. Arbeiten Minijobber in jeder Woche die gleiche Anzahl von Arbeitstagen, gilt folgende Formel für den Mindesturlaub:

      eigene Arbeitstage pro Woche x 24 (gesetzliche Urlaubstage)
      6

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    • Bei uns z.b ist es so. In meinem Minijobvertrag stehen wöchentlich 10 stunden ob ich diese arbeite oder nicht. Urlaubstage 40 Std . Also wenn ich eine Woche Urlaub nehme bekomme ich 10 Std bezahlt.

  13. Guten Tag,
    wir haben eine Haushaltshilfe die 14 Tägig für ca. 2 Stunden tätig ist. Gibt es hier einen gesetzlichen Urlaubsanspruch? Vielen Dank

    • Guten Tag,

      auch in diesem Fall besteht ein gesetzlicher Urlaubsanspruch.

      Arbeitet Ihre Haushaltshilfe jede zweite Woche ergibt sich folgende Formel zur Berechnung:

      0,5 (individuelle Wochenarbeitstage) x 24 (gesetzlicher Mindestanspruch bei einer 6-Tage-Arbeitswoche) / 6

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      • Guten Tag,

        vielen Dank erstmal für Ihre Antwort.
        Leider ist diese Antwort für mich nicht nachvollziehbar.

        Die Haushaltshilfe arbeitet ca. 2 Stunden 14tägig. D.h. 4 Stunden im Monat, bzw. 4 Std x 12 Monate = 48 Std im Jahr.

        Wie soll man da denn Urlaub geben oder berechnen?
        Nach Ihrer Berechnung müsste man der Haushaltshilfe 2 Tage Urlaub geben (0,5 x 20 /5)?

        Wie bitte soll dies funktionieren und wie soll durchgeführt werden?

        Mit freundlichen Grüße

        • Guten Tag Karlo,

          Ihre Rechnung ist grundsätzlich richtig.

          Urlaub muss Ihre Haushaltshilfe nur an den Tagen beantragen, an welchen Sie sonst zur Arbeit verpflichtet wäre. Um also zwei Wochen komplett frei zu haben, wäre ein Urlausbstag zu verrechnen. Es wird dann die Stundenzahl für den Urlaubstag zugrunde gelegt, die für den Mitarbeiter an diesem Arbeitstag angefallen wäre. Minusstunden dürfen resultierend aus einem Urlaubstag nicht entstehen.

          Wir bitten jedoch um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Diese finden Sie auf unserer Homepage.
          Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

        • Mit 2 Tagen Urlaub pro Jahr hat sie 4 Wochen frei im Jahr.Das ist der gesetzliche Mindestanspruch.Alles richtig !😉

  14. Hallo,

    ich arbeite nebenbei (Minijob) in der Gastronomie, um mein monatliches EInkommen aufzustocken. Meine Arbeitsstunden sind immer unterschiedlich, liegen in der Woche zwischen 8-12 Stunden. Mir werden nur die Stunden bezahlt, die ich auch arbeite, also wenn ich mich krank melde, erhalte ich kein Geld, da ich nicht da war.
    Da es mein Nebenjob ist & dieser in der Gastronomie stattfindet, ist nun meine Frage, ob ich auch einen Urlaubsanspruch habe. Die Festangestellten haben eine 5-Tages-Woche mit 24 Urlaubstagen.

    • Hallo,

      für Minijobber gilt der Grundsatz der Gleichbehandlung. So dürfen Minijobber nicht schlechter behandelt werden als vergleichbare vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer. Dies gilt im Arbeitsverhältnis für alle Maßnahmen und Vereinbarungen, die Ihr Arbeitgeber mit Ihnen als Minijobberin trifft.
      Wenn Sie krank sind muss Ihnen Ihr Arbeitgeber Ihren Lohn (Entgeltfortzahlung) weiterzahlen. Sie haben Anspruch auf den Lohn, den Sie bekommenen hätten, wenn Sie nicht krank gewesen wären.

      Gleiches gilt für Ihre Frage zum Urlaub: Das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber. Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten. Gewöhnlich gilt aber beispielsweise für die meisten Minijobs, dass diese nicht an 6 Tagen in der Woche ausgeübt werden. Daher wird der jährliche Urlaubsanspruch abhängig von den Arbeitstagen pro Woche anteilig berechnet. Hierbei ist egal, wie viele Stunden der Mitarbeiter an den einzelnen Tagen arbeitet.

      Lesetipp: Welche Voraussetzungen für den Urlaubsanspruch genau gelten, erläutern wir in unserem Blog „Urlaub bei Minijobs“: http://t1p.de/Blogbeitrag-Urlaub-bei-Minijobs

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  15. Hier meine Frage:
    Mein Arbeitgeber meint wenn ich Urlaub habe brauche ich keine Stunden einzutragen. Ich arbeite unterschiedlich, meistens Samstags und Montags aber manchmal auch an anderen Tagen. Ich hatte jetzt 3 Wochen Urlaub und habe dafür auf meinen Stunden zettel 5×4 Std. eingetragen. Nun meint mein Chef, das wäre falsch da ich z. Z. mtl. 450 € bekomme. Ich aber noch ein € Guthaben bei ihm von ca. 1.100 € habe.
    Habe ich mich falsch verhalten?

    Mit freundlichen Grüßen
    Ferdy Pfahl

    • Hallo Herr Pfahl,

      Minijobber haben ein gesetzliches Recht auf bezahlten Urlaub. Die Höhe des Urlaubsentgelts richtet sich nach dem durchschnittlichen Gehalt des Arbeitnehmers in den letzten 13 Wochen vor Beginn seines Urlaubs. Zahlungen für Überstunden bleiben bei der Berechnung unberücksichtigt.

      Wichtig: Bezahlter Urlaub bedeutet, dass der Mitarbeiter für jeden Tag sein Gehalt erhält, an dem er sonst gearbeitet hätte. Der Minijobber muss den Urlaubstag weder vor- noch nacharbeiten. Somit wird Ihr Stundenkonto weder erhöht noch gemindert.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  16. Hallo

    Ich Arbeite jeden Freitag bei meinem 450€ Job, so Steht es in meinem Vertrag. Also habe Ich dort eine 1-Tage-Woche, richtig?

    Außerdem habe ich vertraglich 11 Urlaubstage pro Jahr.
    Habe Ich dann einen Urlaubstag je Woche oder werden die Urlaubstage auf die ganze Woche verteilt?

    Also habe Ich entwerder 11 Wochen Urlaub oder nur 2 Wochen und einen Tag?

    MfG
    Steffen Hofmann

    • Hallo Herr Hofmann,

      das ist richtig, wenn Sie einmal in der Woche in Ihrem Minijob tätig sind, handelt es sich um eine 1-Tage-Woche.

      Das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber. Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten. Gewöhnlich gilt aber beispielsweise für die meisten Minijobs, dass diese nicht an 6 Tagen in der Woche ausgeübt werden. Daher wird der jährliche Urlaubsanspruch abhängig von den Arbeitstagen pro Woche anteilig berechnet. Hierbei ist egal, wie viele Stunden der Mitarbeiter an den einzelnen Tagen arbeitet. Da Sie einmal pro Woche bei Ihrem 450-Euro-Minijob-Arbeitgeber tätig sind, steht Ihnen nach dem Bundesurlaubsgesetz ein Anspruch von 4 Werktagen Urlaub zu.

      Urlaub muss nur für den Tag genommen werden, an dem Sie auch sonst gearbeitet hätten. Bei 11 Urlaubstagen im Jahr, die Sie von Ihrem Arbeitgeber laut Arbeitsvertrag erhalten, ergibt sich somit ein Anspruch auf 11 Wochen Urlaub im Jahr.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    • Nur ihr einer Arbeitstag pro Woche ist als Urlaubstag zu nehmen.Hut ab vor ihrem Arbeitgeber,das gibt es selten 👍

  17. Liebes Minijob-Team,

    ich brauche nochmal euren Rat…ich arbeite seit über drei Jahren immer mittwochs und donnerstags für jeweils 3-4 Stunden bei meinem Arbeitgeber, habe also feste Arbeitstage in der Woche. Wenn nun auf diese Tage ein Feiertag fällt, muss mein Arbeitgeber mir doch meine Arbeitsstunden trotzdem bezahlen, oder? Die Vollzeitbeschäftigten bekommen natürlich diesen Feiertag auch bezahlt.

    Vielen Dank….Dieter S.

    • Hallo Dieter,

      Sie haben einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung für Feiertage, wenn der Feiertag auf einen Tag fällt, an dem Sie sonst regelmäßig zur Arbeitsleistung verpflichtet sind. Der Arbeitgeber darf die Fortzahlung von Entgelt für Feiertage nicht dadurch umgehen, dass Sie die ausgefallene Arbeitszeit an einem sonst arbeitsfreien Tag vor- oder nacharbeiten.

      Wichtiger Hinweis: Durch einen Tarifvertrag kann jedoch eine abweichende Bemessungsgrundlage des fortzuzahlenden Arbeitsentgelts im Fall der Feiertagsbezahlung und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall festgelegt werden.
      Den passenden Blog-Beitrag finden Sie hier: https://t1p.de/Blogbeitrag-Entgeltfortzahlung-Feiertag

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  18. Hallo liebes Minijob-Team,

    ich arbeite an zwei festen Tagen die Woche und einen Samstag im Monat (immer so zwischen 3 und 4 Stunden). Mein Arbeitgeber hat mir nun mitgeteilt, dass ich 8 Tage Urlaub im Jahr bekomme. Das ist meines Erachtens zu wenig, zumal die Kollegen/innen mit Vollzeit 28Tage Urlaub im Jahr bekommen (bei einer 5-Tage-Woche). Können Sie mir da weiterhelfen, was nun mein Urlaubsanspruch ist?

    Vielen Dank

    • Hallo Dieter,
      das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend auch für den Minijobber. Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten. Gewöhnlich gilt aber beispielsweise für die meisten Minijobs, dass diese nicht an 6 Tagen in der Woche ausgeübt werden. Daher wird der jährliche Urlaubsanspruch abhängig von den Arbeitstagen pro Woche anteilig berechnet. Hierbei ist egal, wie viele Stunden der Mitarbeiter an den einzelnen Tagen arbeitet.
      Ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.

      Die Formel lautet dann:

      Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage
      Jahreswerktage (312) oder Jahresarbeitstage (260)

      Beispiel 3:

      Andrea übt an 120 Tagen im Jahr einen Minijob aus (10 Tage in jedem Monat). Mitarbeiter in Vollzeit arbeiten in einer 5-Tage-Woche und haben einen Anspruch auf 28 Urlaubstage im Jahr.
      Berechnung:

      28 Urlaubstage x 120 Tage = 12,93 Tage
      260 Jahresarbeitstage

      Lösung: Andrea hat einen Anspruch auf 13 Urlaubstage im Jahr. Das Ergebnis 12,93 wird kaufmännisch auf 13 gerundet.

      Wir können Ihnen daher nur empfehlen den Sachverhalt der Urlaubsgewährung direkt mit Ihrem Arbeitgeber als Vertragspartner zu sprechen, um etwaige offene Fragen zu klären.

      Zusätzlich können Sie sich an die Hotline des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum Thema Arbeitsrecht wenden. Diese erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      • Vielen Dank für die schnelle Antwort…Sie haben mir damit sehr weitergeholfen.

        Liebe Grüße,

        Dieter S.

  19. Liebes Team der Minijob-Zentrale,
    ich erhalte ein sog. verstetigtes Arbeitsentgelt von EUR 450 monatlich und muss dafür 540 Stunden im Jahr arbeiten. Die Arbeitseinsätze finden nach Absprache mit meinem Arbeitgeber statt und sind absolut flexibel z.B. wöchentlich mal 4 Tage, mal 2 Tage und manchmal eine Woche oder ein Monat überhaupt kein Arbeitseinsatz. Gemäß Arbeitsvertrag habe ich einen Urlaubsanspruch auf 20 Tage.

    Lässt sich mein Urlaubsanspruch wie folgt berechnen: 52 Wochen = 540 Stunden d.h. für 4 Wochen (20 Tage) = 41,53 Stunden die mir mein Arbeitgeber als Urlaub ausbezahlen muss?

    Vielen Dank
    Michael

    • Hallo Michael,

      ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche oder die Stunden. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.

      Die Berechnungsformel lautet dann:
      gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage / Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)

      Beispiel:
      Ein Minijobber übt an 90 Tagen im Jahr einen Minijob aus. Mitarbeiter in Vollzeit arbeiten in einer 5-Tage-Woche und haben einen Anspruch auf 20 Urlaubstage im Jahr.

      Berechnung:
      20 Urlaubstage x 90 Tage / 260 Jahresarbeitstage = 6,92 Tage

      Lösung: Der Minijobber hat einen Anspruch auf 7 Urlaubstage im Jahr. Das Ergebnis 6,92 wird kaufmännisch auf 7 gerundet.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      • Guten Tag Minijobzenrale,
        Ihre Antwort ist von Ihrer Broschüre abgeschrieben, leider jedoch keine Antwort auf die obige Frage von Michael:

        Er schrieb doch deutlich:
        „Die Arbeitseinsätze finden nach Absprache mit meinem Arbeitgeber statt und sind absolut flexibel z.B. wöchentlich mal 4 Tage, mal 2 Tage und manchmal eine Woche oder ein Monat überhaupt kein Arbeitseinsatz“

        Woher nehmen Sie denn die individuellen Tage von Michael, die Sie mit 90 in der Berechnung mit aufnehmen ?

        Wenn die Arbeitseinsätze völlig flexibel sind, dann weiß selbst Michael nicht, wieviele Arbeitstage er individuell im Jahr arbeitet.

        Bitte korrigieren Sie Ihre Antwort, ich habe die gleiche Fragestellung.

        Mit freundlichen Grüßen
        Anja

        • Guten Tag Anja,

          bei den Arbeitstagen von Michael handelt es sich um ein Beispiel.

          Wir stimmen Ihnen zu, dass sich im Vorfeld der Urlaubsanspruch bei unregelmäßigen Arbeitstagen in der Woche nicht eindeutig berechnen lässt.

          Um dennoch im Vorfeld einen Urlaubsanspruch zu ermitteln, gibt es zwei Möglichkeiten. Der Arbeitgeber versucht die anfallenden Arbeitstage gewissenhaft zu schätzen oder der Arbeitgeber orientiert sich mit den Arbeitstagen an Mitarbeitern, die diese Arbeiten ebenfalls verrichten oder verrichtet haben.

          Erst am Jahresende ist dann eine endgültige Berechnung möglich.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  20. Giten Tag, ich habe letzte 3 Monate im einem spieloteck gearbeitet . Meine Monats Lohn war 440 Euro pro Monat. Jetzt bin ich schwanger und freuen Ärztin hat mich Beschäftigungsverbot gegeben für 10 Tagen damit meine Arbeitgeber muss mich selbe Vorbote geben , wegen im meinem Arbeitsplatz geraucht ist und ist gefährlich für Kindes Gesundheit. Mein Arbeitsgiber hat such BV gegeben aber nur mündlich, ich habe auch nicht verstanden bekkomen ich weiter meine Lohn oder wie wurde das entscheidet. Können sie bitte sagen wie ist das geregelt gesetzlich?

    • Hallo Luisa,

      unsere herzlichen Glückwünsche zur Schwangerschaft.

      Durch die Schwangerschaft dürfen Ihnen keine finanziellen Nachteile entstehen. Sie bekommen Ihren Lohn für die Dauer des Beschäftigungsverbots als sogenannten Mutterschutzlohn einfach weiter. Den Mutterschutzlohn zahlt und berechnet Ihr Arbeitgeber. Er ergibt sich aus dem durchschnittlichen Arbeitsentgelt der letzten drei abgerechneten Kalendermonate vor dem Eintritt der Schwangerschaft.

      Übrigens – Im Fall von Beschäftigungsverboten nach dem Mutterschutzgesetz bekommt Ihr Arbeitgeber durch das Umlageverfahren U2 den fortgezahlten Lohn zu 100 Prozent erstattet!

      Bei Fragen zur Berechnung unterstützt die Arbeitgeberversicherung der Knappschaft Ihren Arbeitgeber gerne. Das Service-Team der Arbeitgeberversicherung der Knappschaft ist montags bis donnerstags von 7:00 bis 16:00 Uhr und freitags von 7:00 bis 14:00 unter 0234 304-43990 erreichbar.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  21. Hallo,

    meine Frage, ich arbeite 3 Tage die Woche auf 450,00 €. Wie viele Tage Urlaub stehen mir dann zu?
    Und noch eine zweite Frage, meine Arbeitgeberin zahlt mir an Urlaubstagen nur vier Stunden aus. Ist dies so in Ordnung?

    LG Plach B.

    • Hallo Bee,

      die Berechnung des gesetzlichen Urlaubsanspruchs ist einfach. Arbeitet ein Mitarbeiter jeden Werktag, hat er mindestens einen Urlaubsanspruch von 24 Werktagen im Jahr. Bei einer 5-Tage-Arbeitswoche ergeben sich 20 Urlaubstage im Jahr. Meistens haben Minijobber wegen der Verdienstgrenze von 450 Euro im Monat jedoch eine kürzere Arbeitswoche als ihre Kollegen in Vollzeit. Arbeiten Minijobber in jeder Woche die gleiche Anzahl von Arbeitstagen, gilt folgende Formel für den Mindesturlaub:
      eigene Arbeitstage pro Woche x 24 (gesetzliche Urlaubstage) / 6

      Bei der Berechnung Ihres individuellen Urlaubsanspruches hilft Ihnen sicher auch unser Urlaubsrechner für Minijobber: http://t1p.de/MJZE-Urlaubsrechner.

      Der Mindesturlaub bei einer 3 Tage-Woche sind somit 12 Urlaubstage im Jahr.

      Es wird die Stundenzahl für den Urlaubstag zugrunde gelegt, die für den Mitarbeiter an diesem Arbeitstag angefallen wäre. Minusstunden dürfen resultierend aus einem Urlaubstag nicht entstehen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  22. Ich habe für ein halbes Jahr gearbeitet und habe jetzt ausgerechnet 1,53846 Tage für das halbe Jahr. Wird dies auch aufgerundet auf zwei Tage?
    Wenn ich den Urlaub nicht genommen habe, mit welchem Betrag kann dieser mir ausgezahlt werden? Ich habe ganz unterschiedliche Zeiten und Stunden gearbeitet, kam aber bei meiner Arbeitszeit und Entlohnung auf einen Durchschnitt von 44,55 € pro Tag. Wäre dies auch der Urlaubsbetrag?
    Danke für eine Rückantwort

    Mit freundlichem Gruß
    Andrea S.

    • Hallo Andrea,

      nach § 5 Absatz 2 Bundesurlaubsgesetz sind „…Bruchteile von Urlaubstagen, die mindestens einen halben Tag ergeben, sind auf volle Urlaubstage aufzurunden.“ Bei der Berechnung Ihres individuellen Mindesturlaubsanspruches hilft Ihnen sicher unser Urlaubsrechner für Minijobber: http://t1p.de/MJZE-Urlaubsrechner

      Eine Urlaubsabgeltung in einem laufenden Arbeitsverhältnis ist jedoch nicht ohne Weiteres möglich, da die Bezahlung der Ihnen zustehenden Urlaubstage ohne Freistellung nicht dem eigentlichen Ansinnen des Gesetzgebers entspricht – nämlich der Erholung von der Arbeit.

      Wir bitten jedoch um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  23. Hallo!
    Mein AG und ich haben für 450 Euro 16 Stunden im Monat vereinbart. Ist es egal an wieviel Tagen ich die 16 Stunden arbeite oder muß ich z.B. 4 Std. 1 Mal pro Woche arbeiten oder könnten es dann auch 8 Stunden alle 2 Wochen sein oder sogar komplett flexibel wie es mir zeitlich für diesen Nebenjob eben passt? Nur mündlicher und kein schriftlicher Vertrag. Meinem AG ist das egal, Hauptsache 16 Stunden für das gleichbleibende Gehalt a 450 Euro mtl.
    Wie muß der Stundenzettel hierbei gestaltet sein?
    Muß hier auch der Urlaub dokumentiert werden?
    Frdl.. Grüße und Danke für Ihre Antwort
    Petra Z.

    • Hallo Petra,

      die arbeitsrechtliche Vereinbarung über zu leistende tägliche oder wöchentliche Arbeitsstunden obliegt grundsätzlich Ihnen und Ihrem Arbeitgeber.

      Aus dem Stundenzettel muss die tatsächlich geleistete Arbeit des Arbeitnehmers hervorgehen. Es müssen also das Datum, der Beginn und das Ende der jeweiligen Arbeitsleistung sowie die daraus resultierende Arbeitszeit aufgezeichnet werden. Ein Musterexemplar finden Sie auf unserer Homepage unter folgendem Link: https://t1p.de/MJZE-Formblatt-Stundenaufzeichnung

      Alternativ bietet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales noch folgende App zur Stundenaufzeichnung an: https://t1p.de/BMAS-App-einfach-erfasst

      Wir bitten jedoch um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Wie eine rechtssichere arbeitsvertragliche Vereinbarung aussehen muss, erfahren Sie zum Beispiel bei einem Anwalt für Arbeitsrecht.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  24. Guten Abend,

    Wenn ich für zwei Jahre auf 450-Euro arbeiten möchte, tätig als technische Zeichnerin, allerdings von zu Hause aus (home office), fällt dies dann unter gewerblich oder Arbeit im Privathaushalt?
    Und wie hoch wären die Abgaben für den Arbeitgeber und wie hoch für den Arbeitnehmer?

    Des weiteren wie hoch wäre der Urlaubsanspruch in Stunden, wenn mir bei einer Vollzeiteinstellung 30 Tage zustehen?

    • Hallo Lya,

      ob es sich um eine Beschäftigung im Privathaushalt oder im gewerblichen Bereich handelt, richtet sich nach Ihrem Arbeitgeber und der Tätigkeit, die Sie verrichten. Da Sie als technische Zeichnerin beschäftigt werden, liegt augenscheinlich eine Beschäftigung im gewerblichen Bereich vor. Das ist auch dann der Fall, wenn Sie Ihre Tätigkeit im Rahmen einer Home-Office-Tätigkeit ausüben. Als Arbeitnehmer sind Sie in einem 450-Euro-Minijob sozialversicherungsfrei, mit Ausnahme der Rentenversicherung. Hier unterliegen Sie der Versicherungspflicht und zahlen einen Eigenanteil von momentan 3,6 Prozent von Ihrem Verdienst. Von der Versicherungspflicht können Sie sich auf Antrag befreien lassen. In diesem Fall entfällt Ihr Eigenanteil von 3,6 Prozent. Versteuert wird Ihr Einkommen anhand Ihrer individuellen Lohnsteuermerkmale oder pauschal mit zwei Prozent. Hier hat Ihr Arbeitgeber die Wahl zwischen beiden Varianten.

      Zu Ihrem Urlaubsanspruch:
      Das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber. Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten. Gewöhnlich gilt aber beispielsweise für die meisten Minijobs, dass diese nicht an 6 Tagen in der Woche ausgeübt werden. Daher wird der jährliche Urlaubsanspruch abhängig von den Arbeitstagen pro Woche anteilig berechnet. Hierbei ist egal, wie viele Stunden der Mitarbeiter an den einzelnen Tagen arbeitet.

      Lesetipp: Welche Voraussetzungen für den Urlaubsanspruch genau gelten, erläutern wir in unserem Blog „Urlaub bei Minijobs“: http://t1p.de/Blogbeitrag-Urlaub-bei-Minijobs

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  25. Frage …. wenn ich nur samstags 10 std Minijob arbeite wie ist das mit dem Urlaub? Wenn ich samstag Urlaub möchte muss ich die ganze Woche nehmen ? Also Mo-Sa?
    Bitte um Info und vielleicht Hilfe

    • Hallo Frau Böhme,
      die Berechnung des gesetzlichen Urlaubsanspruchs ist einfach. Arbeitet ein Mitarbeiter jeden Werktag, hat er mindestens einen Urlaubsanspruch von 24 Werktagen im Jahr. Meistens haben Minijobber wegen der Verdienstgrenze von 450 Euro im Monat jedoch eine kürzere Arbeitswoche als ihre Kollegen in Vollzeit. Arbeiten Minijobber in jeder Woche die gleiche Anzahl von Arbeitstagen, gilt folgende Formel für den Mindesturlaub:

      eigene Arbeitstage pro Woche x 24 (gesetzliche Urlaubstage) / 6

      Bezahlter Urlaub bedeutet, dass Sie nur für den Tag Urlaub nehmen müssen und Ihren Lohn erhalten, an dem Sie sonst gearbeitet hätten. Sie müssen den Urlaubstag weder vor- noch nacharbeiten.

      Dabei wird die Stundenzahl für den Urlaubstag zugrunde gelegt, die für Sie an diesem Arbeitstag angefallen wäre. Minusstunden dürfen resultierend aus einem Urlaubstag nicht entstehen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      • Hallo liebes Team meine Frage wenn ich nur samstag arbeite und samstag Urlaub möchte Brauch ich nur 1 Tag? Weil mir gesagt wurde ich müsste sozusagen eine ganze Woche Urlaub nehmen . Stimmt das ?

        • Hallo Madeleine,

          Urlaub müssen Sie nur an den Tagen nehmen, an denen Sie sonst regulär arbeiten müssen. Für Tage an welchen Sie ohnehin frei haben, muss kein Urlaubstag berechnet werden.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

        • Vielen Dank ist das gesetzlich irgendwo geschrieben ? Wei meinen alten Urlaub von letzten Jahren waren 6 Tage und da war eine ganze Woche weg weil die Mo-Fr auch berechnet haben

  26. Frage …. wenn ich nur samstags 10 std Minijob arbeite wie ist das mit dem Urlaub? Wenn ich samstag Urlaub möchte muss ich die ganze Woche nehmen ? Also Mo-Sa?
    Bitte um Info und vielleicht Hilfe

    • Hallo Madeleine,

      gemäß §3 Bundesurlaubsgesetz beträgt der jährliche Urlaub mindestens 24 Werktage. Als Werktage gelten alle Kalendertage, die nicht Sonn- oder gesetzliche Feiertage sind. Verlangt Ihr Arbeitgeber, dass Sie einen Urlaubstag für jeden Werktag anrechnen (Montag bis Samstag), stände Ihnen gemäß dieser Regelung ein Mindesturlaub von 24 Werktagen zu.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  27. Ich habe Winterdienst auf auf 450€ Basis gearbeitet, ist also auf Abruf , höstens 15 Stunden in der Woche laut Arbeitsvertrag, der Vertrag ging vom 1.11.18 – 31.3 19 steht mir da auch Urlaub zu?

    • Hallo Herr Unger,

      auch für diesen Zeitraum steht Ihnen grundsätzlich Urlaub zu. Maßgebend für die Berechnung des Mindesturlaubsanspruches sind Ihre geleisteten Arbeitstage pro Woche. Wie viele Stunden Sie an diesen Tagen beschäftigt sind spielt dabei keine Rolle.
      Ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage.

      Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.
      Die Formel lautet dann:
      Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage /
      Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)

      Sicher hilft Ihnen bei der Berechnung Ihres individuellen Urlaubsanspruches auch unser Urlaubsrechner für Minijobber: http://t1p.de/MJZE-Urlaubsrechner

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  28. Ich arbeite auf 450,00Euro Basis in einem Pflegeheim, meist 1Nachtschicht – 10Std. in der Woche, also 3 im Monat. Oder 1Nacht in der Woche und dann 2 Nächte in der Woche.
    Wie wird mein Jahresurlaub berechnet.
    Laut PdL 24Tage Urlaub: 52 Wochenpro Jahr = 0,46 Tage.
    3Tage x 12 Monate 36
    0,46 x 36 = 16,56: 6 Tage Woche = 2,76 Urlaubstage ist das so korrekt?
    Mit freundlichem Gruss
    Carolin

    • Hallo Carolin,

      ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.
      Die Formel lautet dann:
      Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage
      Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  29. Hallo, meine Frau trägt die Wochenzeitung und die Prospekte aus. Dafür stehen ihr lt. Gesetz jeweils 4 Tage (insgesamt 8 Tage) pro Kalenderjahr zu. Der Arbeitgeber verlangt nun von ihr, diese Urlaubstage „aufzuteilen“ (4 Tage Mittwoch und 4 Tage Samstag). Es handelt sich nicht um 2 Verträge, sondern um einen Arbeitsvertrag. Muss sich meine Frau danach richten, oder kann sie die Aufteilung „frei wählen“ (z.B. 6xMittwoch, 2xSamstag)? Wenn ein Feiertag auf einen Mittwoch bzw. Samstag fällt und die Prospekte bzw. Wochenzeitung an einem anderen Tag (Dienstag/Freitag) ausgetragen werden – müssen diese Tage extra bezahlt werden??
    Besten Dank im Voraus für die Bemühungen
    Christoph S.

    • Hallo Christoph,

      laut Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) muss der Arbeitgeber, unter gewisssen Vorraussetzungen, die Wünsche des Arbeitnehmers bei der Urlaubsplanung berücksichtigen (§ 7 Abs. 1 BUrlG).
      Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales . Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  30. Hallo,

    vielen Dank für den aufschlussreichen Artikel und die vielen guten Antworten in den Kommentaren!
    Eine Sache ist mir noch etwas unklar, beispielsweise wenn es sich um ein neu angetretenes Arbeitsverhältnis handelt, das beispielsweise erst einen oder zwei Monate andauert. Steht es dem Arbeitnehmer selbst dann theoretisch zu, die Urlaubstage für das Jahr sofort zu nutzen? Eigentlich weiß in dem Fall der Arbeitgeber doch noch gar nicht, ob der Minijobber vorhat, nach einem halben Jahr schon zu kündigen, oder?

    • Hallo Alina,

      der volle Urlaubsanspruch entsteht erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses (§ 4 Bundesurlaubsgesetz). Die sechsmonatige sogenannte Wartezeit beginnt an dem Tag, an dem nach dem Arbeitsvertrag die Arbeit aufzunehmen ist. Eine während der ersten sechs Monate des Bestandes des Arbeitsvertrages auftretende Krankheit des Arbeitnehmers unterbricht die Wartezeit nicht.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  31. Hallo zusammen. Ich arbeite in der Gastronomie.Wir haben 5 Öffnungstage, davon arbeite ich an drei Tagen Di, Mi, Do. Meine Frage: Wie viel Urlaub steht mir nun zu? Vielen Dank!!!

    • Guten Tag,

      die Berechnung des gesetzlichen Urlaubsanspruchs ist einfach. Arbeitet ein Mitarbeiter jeden Werktag, hat er mindestens einen Urlaubsanspruch von 24 Werktagen im Jahr. Bei einer 5-Tage-Arbeitswoche ergeben sich 20 Urlaubstage im Jahr. Meistens haben Minijobber wegen der Verdienstgrenze von 450 Euro im Monat jedoch eine kürzere Arbeitswoche als ihre Kollegen in Vollzeit. Arbeiten Minijobber in jeder Woche die gleiche Anzahl von Arbeitstagen, gilt folgende Formel für den Mindesturlaub:

      eigene Arbeitstage pro Woche x 24 (gesetzliche Urlaubstage)
      6
      Bei einer 3-Tage-Arbeitswoche ergibt sich somit ein Mindesturlaubsanspruch von 12 Tagen im Jahr.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  32. Liebes Minijob-Team,

    mein Minijob-AG zahlt kein Urlaubsentgelt und es gibt auch keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Ich weiß, das dies nicht legal ist. Bei meinem ersten vorsichtigen Versuch, dieses Thema anzusprechen hat man mir klar und deutlich zu erkennen gegeben, das ich gekündigt werde, wenn ich darauf bestehen sollte.

    Frage: Gibt es eine Insitutution, die den AG bei diesen Dingen nicht überprüfen kann und muss, ohne, dass ich selbst in Erscheinung treten muss?

    Wenn ich das Thema offiziel anspreche, bekomme ich einen Tag später die Lündigung, soviel steht fest.
    Die FKS des Zoll fühlt sich leider nicht zuständig, wobei es aus meiner Sicht doch auch eine Hinterziehung von RV-Beträgen ist, wenn kein Urlaubsentgelt gewährt wird. Auch die Betriebsprüfer (hatten wir gerade im Haus) scheint auf das Thema nicht anzuspringen.
    Was ist mit der Knappschaft? Kann die nicht einmal einen Prüfer vorbeischicken, wenn ich Ihnen einen „Tipp“ gebe? Oder sonstwer?

    Besten Dank und viele Grüße
    Florin B.

    • Hallo Florin,

      uns, der Minijob-Zentrale ist es ein großes Anliegen unsere Kunden, zum Beispiel Arbeitgeber und Arbeitnehmer, über Ihre Rechte und Pflichten zu informieren. Insbesondere zum Arbeitsrecht erhalten wir sehr viele Anfragen, die wir gewissenhaft beantworten.

      Die Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber werden durch das Arbeitsrecht geregelt. Im Individual-Arbeitsrecht werden Arbeitsbedingungen geklärt. Dazu gehören zum Beispiel Urlaubsregelungen, Arbeitszeit, Kündigungsfristen, Entgeltfortzahlung.
      Da das Arbeitsrecht ein Individualrecht ist, kann es behördlich nicht geregelt werden. Das heißt, die Durchsetzung Ihre Ansprüche ist nur durch Sie selbst, durch einen von Ihnen beauftragten Anwalt oder – falls Sie gewerkschaftlich organisiert sind – durch den Rechtsbeistand Ihrer Gewerkschaft möglich.

      Wege zur Durchsetzung Ihrer Arbeitsrechte:

      Als Arbeitnehmer können Sie Ihre rechtmäßigen Ansprüche aus einem Arbeitsverhältnis vor den Arbeitsgerichten einklagen. Zuständig ist im Regelfall das Arbeitsgericht, in dessen Bezirk die Arbeitsstätte liegt. Sofern vor dem Arbeitsgericht in der vorgeschalteten Güteverhandlung kein Kompromiss zwischen den Parteien erzielt werden kann, kommt es anschließend zum Urteilsverfahren. In der ersten Instanz besteht kein Anwaltszwang, so dass Sie Ihre Rechte grundsätzlich selbst wahrnehmen können. Es ist jedoch zu empfehlen, sich bei einem Rechtsstreit mit dem Arbeitgeber frühzeitig beraten zu lassen, da unter anderem Verjährungs- und Ausschlussfristen zu beachten sind.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    • Hallo meine Frage ich arbeite als Reinigung Kraft 5Tage in der Woche 3 Stunden jeden Tag wie fiel Urlaub steht mir zu im Jahr

      • Hallo Frau Dehl,

        das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber. Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten. Bei einer 5-Tage-Arbeitswoche, wie in Ihrem Fall ergeben sich 20 Urlaubstage im Jahr. Hierbei ist egal, wie viele Stunden Sie an den einzelnen Tagen arbeiten.

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale