Minijob-Arbeitgeber haben Post: Die Vollständigkeitskontrolle für 2016

Ob Aufnahme, Unterbrechung oder Änderung einer Beschäftigung – mit der Vollständigkeitskontrolle prüft die Minijob-Zentrale jährlich, ob Arbeitgeber von Minijobbern die Meldungen zur Sozialversicherung für das Vorjahr komplett und richtig eingereicht haben. Insbesondere benötigt die Rentenversicherung die korrekten Meldungen, um die spätere Rente der Beschäftigten zu berechnen. Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen.

Warum erfolgt die Vollständigkeitskontrolle?

Die Meldungen zur Sozialversicherung beinhalten individuelle und namensbezogene Informationen über einen einzelnen Beschäftigten. Fehlen Meldungen, müssen diese Lücken zeitnah geschlossen werden. Die Daten dieser Meldungen dienen vor allem dazu, die Ansprüche des Beschäftigten auf Leistungen gegenüber der gesetzlichen Rentenversicherung sicherzustellen.

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Wann müssen Arbeitgeber melden?

Arbeitgeber sind dazu verpflichtet, für jeden Minijobber bei bestimmten Änderungen eine Meldung zu übermitteln. Hierzu zählen insbesondere die Aufnahme, Beendigung, Unterbrechung und Änderung einer Beschäftigung.

Für die Beschäftigten ist es wichtig, dass Jahr für Jahr alle relevanten Meldungen eines Jahres in ihr Konto bei der Rentenversicherung fließen.

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Irrtum? Beitragsnachweis ersetzt keine Meldung

Manche Arbeitgeber verwechseln die Beitragsnachweise mit den Meldungen zur Sozialversicherung. Mit dem Beitragsnachweis teilen Arbeitgeber jedoch nur die Höhe der Abgaben zur Sozialversicherung für alle Beschäftigten ihres Betriebes mit. Die Meldungen zur Sozialversicherung hingegen beinhalten Angaben über einen einzelnen Mitarbeiter.

Ein weiter möglicher Grund kann sein, dass die Minijob-Zentrale noch keine Antwort auf ein versandtes Fehlerprotokoll erhalten hat. Über ein Fehlerprotokoll werden Arbeitgeber gebeten, fehlerhaft gemeldete Daten zu korrigieren. Liegt noch keine Antwort auf das Fehlerprotokoll vor, fällt dies bei der Vollständigkeitskontrolle auf und die Arbeitgeber werden aufgefordert, ihre Meldungen richtig zu stellen.

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Welche Meldungen könnten fehlen?

Mit der Vollständigkeitskontrolle wird an fehlende Meldungen zur Sozialversicherung erinnert. Häufig fehlen folgende Meldungen:

  • Die Jahresmeldung ist eine mitarbeiterbezogene Meldung, die das sozialversicherungspflichtige Entgelt des einzelnen Arbeitnehmers beinhaltet. Sie ist nicht mit der Jahresmeldung für die Unfallversicherung zu verwechseln, die zusätzlich abzugeben ist.
  • Bei einer Abmeldung teilt uns der Arbeitgeber mit, dass die Beschäftigung eines Minijobbers in seinem Betrieb geendet hat.
  • Eine Unterbrechungsmeldung ist notwendig, wenn ein Beschäftigungsverhältnis beispielsweise durch Arbeitsunfähigkeit, Elternzeit, Streik, unbezahlter Urlaub oder wegen des Bezugs von Mutterschaftsgeld oder Krankengeld unterbrochen wird.

Auch die fehlenden Meldungen müssen Arbeitgeber mittels elektronischer Datenübermittlung einreichen. Dazu können die Arbeitgeber z. B. ihre Abrechnungssoftware oder das kostenlose Übermittlungsprogramm sv.net verwenden. In den folgenden Erklärvideos zeigen wir, wie Arbeitgeber mit dem Programm sv.net eine Jahresmeldung bzw. eine Abmeldung erstellen können:

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Weitere Erklärvideos zu sv.net finden Sie in unserem Blog-Beitrag Erste Hilfe für Minijob-Arbeitgeber – Neue Erklärvideos zu sv.net.

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18 Kommentare zu “Minijob-Arbeitgeber haben Post: Die Vollständigkeitskontrolle für 2016

    • Hallo Karl Heinz,

      eine Jahresmeldung ist erforderlich, wenn der betreffende Mitarbeiter auch über den Jahreswechsel beschäftigt wird. Ist dies nicht der Fall benötigen wir nur eine Abmeldung.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  1. Wir haben die Sendungsprotokolle unserer Abrechnungssoftware mit An- und Abmeldedaten sowie der Meldegründe ( 30 oder 50 ). Reicht es nun aus diese zu faxen ?
    Bei über 30 Mitarbeiter welche betroffen sind wäre es recht aufwendig jede einzelne Meldung auszudrucken und nochmals zu senden.

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    • Hallo Frau Naumann,

      da so viele Mitarbeiter betroffen sind, vermuten wir, dass die ganze Datei nicht korrekt übermittelt wurde.

      Zur Klärung Ihres Sachverhaltes wenden sich bitte an unsere Mitarbeiter im Service-Center. Diese sind Montag bis Freitag von 07:00 bis 17:00 Uhr unter der Rufnummer 0355 2902 70799 zu erreichen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Hallo Firma Blöchl,

      die Jahresmeldung erstellen Sie bitte mit dem Formblatt „Meldung zur Sozialversicherung“ Grund der Abgabe „50“. Sie finden die Jahresmeldung in Ihrer Abrechnungssoftware oder im kostenlosen Übermittlungsprogramm sv.net.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  2. Sehr geehrte Damen und Herren

    ich habe auch ein Schreiben bzgl. Vollständigkeitskontrolle von unserem Mandanten erhalten, woran kann ich erkennen, welche Meldung fehlt: Jahresmeldung oder Abmeldung??

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    • Hallo,

      mit dem Anschreiben zur Vollständigkeitskontrolle weisen wir darauf hin, dass uns für einen oder mehrere Minijobber für das Kalenderjahr 2016 noch Meldungen zur Sozialversicherung fehlen. Ob eine Jahresmeldung oder eine Abmeldung fehlt, hängt davon ab, ob die Beschäftigung des Arbeitnehmers noch andauert oder ob sie bereits beendet ist.

      Zur Klärung Ihres Sachverhalt können Sie gern eine E-Mail an minijob@minijob-zentrale.de senden oder Sie wenden sich an unsere Mitarbeiter im Service-Center. Dieses ist Montag bis Freitag von 07:00 bis 17:00 Uhr unter der Rufnummer 0355 2902 70799 zu erreichen.

      Vielen Dank.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  3. Hallo, ich habe auch ein Schreiben wegen der Vollständigkeitskontrolle erhalten. Die angemahnte Meldung wurde aber bereits im Februar abgegeben. Ein Protokoll liegt vor. Was nun?

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    • Hallo Jürgen,

      in Ihrem Einzelfall können mehrere Gründe vorliegen warum die angeforderte Meldung nicht verarbeitet wurde.

      Für Rückfragen erreichen Sie unsere Mitarbeiter im Service-Center Montag bis Freitag von 07:00 bis 17:00 Uhr unter der Rufnummer 0355 2902 70799.

      Um eine zeitnahe Bearbeitung sicherstellen zu können, senden Sie bitte Ihre Rückmeldungen, Fragen oder Informationen per E-Mail ausschließlich an folgende E-Mail-Adresse – minijob@minijob-zentrale.de

      Vielen Dank .

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  4. Hallo, ich (19 Jahre alt) habe 2016 eine geringfügige Beschäftigung ausgeübt, habe aber weder eine „Meldung zur Sozialversicherung“ (weder An- noch Abmeldung) noch eine Lohnabrechnung erhalten. Wie komme ich an die für meine Unterlagen erforderlichen Bescheinigungen ohne mich mit dem Arbeitgeber streiten zu müssen?
    Laut der Chefin war ich ordnungsgemäß angemeldet, kann dies geprüft werden?

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    • Hallo Anne,

      ob Ihr Arbeitgeber Sie ordnungsgemäß angemeldet hat, können Sie mit Angabe Ihrer Sozialversicherungsnummer bei unserem Service-Center erfragen. Dieses erreichen Sie montags bis freitags in der Zeit von 7.00 Uhr bis 17.00 Uhr unter der Rufnummer 0355 / 290270799.

      Eine Lohnabrechnung können wir Ihnen nicht ausstellen. Wenden Sie sich dafür bitte an Ihren Arbeitgeber.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Hallo Herr Weinacht,

      da haben Sie völlig recht. Wegen der Länge der Antwort haben wir Frau Huckelmann eine E-Mail gesendet. Damit Sie und unsere übrigen Blog-Leser auch vom Inhalt profitieren können, haben wir die Antwort soeben doch öffentlich eingestellt. Schauen Sie gerne erneut in unserem Blog vorbei.

      Vielen Dank für Ihren freundlichen Hinweis!

      Sonnige Grüße
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Hallo Frau Huckelmann,

      es kommt darauf an, welche Angaben Sie bei der Anmeldung im Haushaltsscheck zum Verdienst Ihrer Haushaltshilfe gemacht haben:

      1. Haben Sie angegeben, dass Sie ein monatlich gleichbleibendes Arbeitsentgelt zahlen, dann kann gar keine ungeklärte Lücke entstehen. Denn faktisch ist jeder Monat des Jahres 2016 abgedeckt. Wir übernehmen für Sie einen wesentlichen Teil der sonst üblichen Arbeitgeberpflichten. Dazu gehört auch, dass wir die Meldungen zur Sozialversicherung erstellen. Sie brauchen sich darum nicht zu kümmern.

      2. Haben Sie allerdings deklariert, dass Sie ein monatlich schwankendes Arbeitsentgelt zahlen, müssen Sie für jeden Monat eine konkrete Angabe machen. Dazu gibt es den Halbjahresscheck.

      Nur wer auf dem Halbjahresscheck einen Monat auslässt oder den Vordruck ganz vergessen hat, bekommt von uns eine Erinnerung (Vollständigkeitskontrolle). Wenn Sie dann den entsprechenden Halbjahresscheck nachreichen, können wir die Daten deiner Haushaltshilfe an die Sozialversicherung melden.

      Der Änderungsscheck hat mit der Sache eigentlich nichts zu tun.

      Viele Grüße
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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