Mit einem Minijob mehr als 450 Euro verdienen – Wie geht das?

Dass man in einem 450-Euro-Minijob monatlich bis zu 450 Euro verdienen kann, ist klar. Aber geht auch mehr? Was passiert beispielsweise, wenn neben dem Monatsverdienst auch Weihnachtsgeld gezahlt wird? Welche Einnahmen zählen nicht zum Verdienst und was ist zu beachten, wenn mehrere Beschäftigungen gleichzeitig ausgeübt werden – Antworten auf diese Fragen gibt es hier:

Wann liegt ein 450-Euro-Minijob vor?

Bei einem 450-Euro-Minijob kann ein Minijobber durchschnittlich im Monat bis zu 450 Euro verdienen. Arbeitet er ein Jahr lang durchgehend, darf er also 5.400 Euro verdienen (12 Monate x 450 Euro = 5.400 Euro). Wird diese Verdienstgrenze überschritten, liegt kein 450-Euro-Minijob mehr vor.

 Wie sind Sonderzahlungen zu berücksichtigen?

Viele Arbeitgeber zahlen ihren Minijobbern Weihnachts- oder Urlaubsgeld. Einmalige Zahlungen dieser Art müssen zum Verdienst des Minijobbers hinzugerechnet werden. Ergibt sich unter Berücksichtigung aller laufenden und einmaligen Zahlungen an den Arbeitnehmer ein Gesamtverdienst von mehr als 5.400 Euro für 12 Monate, ist die Beschäftigung von Anfang an kein 450-Euro-Minijob.

Damit Arbeitgeber sicher sein können, dass tatsächlich ein 450-Euro-Minijob vorliegt, ist der voraussichtliche Jahresverdienst des Minijobbers somit bereits zu Beginn der Beschäftigung zu berechnen.

Beispiel:

Eine Arbeitnehmerin verdient 430 Euro im Monat und erhält jedes Jahr im Dezember ein vertraglich zugesichertes Weihnachtsgeld in Höhe von 300 Euro. Sie erzielt somit im Jahr 5.160 Euro plus 300 Euro Weihnachtsgeld. Zusammen sind das 5.460 Euro im Jahr. Ihr durchschnittlicher monatlicher Verdienst beträgt somit 455 Euro (5.460 Euro : 12 Monate). Sie liegt mit ihrem Verdienst über der 450-Euro-Grenze und ist keine 450-Euro-Minijobberin.
Bei einem Weihnachtsgeld in Höhe von lediglich 240 Euro würde die 450-Euro-Grenze (12 x 430 Euro = 5.160 Euro + 240 Euro = 5.400 Euro : 12 = 450 Euro) nicht überschritten und die Arbeitnehmerin wäre eine 450-Euro-Minijobberin.

Welche Einnahmen gehören nicht zum Verdienst?

Erhalten Minijobber zusätzlich zum Verdienst steuerfreie Einnahmen, bleiben diese in der Sozialversicherung unberücksichtigt. Das Arbeitsentgelt in der Sozialversicherung orientiert sich in der Regel am Steuerrecht. Dies bedeutet, dass steuerfreie Bezüge grundsätzlich auch sozialversicherungsfrei sind. Dazu gehören beispielsweise Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeitszuschläge.

Auch können Einnahmen aus nebenberuflichen Tätigkeiten, beispielsweise als Übungsleiter in Sportvereinen oder als Ausbilder, Erzieher und Betreuer, bis zu 2.400 Euro im Kalenderjahr steuerfrei sein. Gleiches gilt auch für die Pflege alter, kranker oder behinderter Menschen. Hier spricht man von der sogenannten Übungsleiterpauschale.

Ebenfalls steuerfrei sind nebenberufliche Einnahmen bis zu 720 Euro im Kalenderjahr, die im Dienst oder Auftrag einer inländischen juristischen Person des öffentlichen Rechts oder einer Einrichtung zur Förderung gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Zwecke erzielt werden. Diese Aufwandsentschädigung wird auch Ehrenamtspauschale genannt.

Sowohl der Übungsleiterfreibetrag als auch die Ehrenamtspauschale zählen somit ebenfalls nicht zum Arbeitsentgelt im Sinne der Sozialversicherung.

Beispiel:

Eine Hausfrau übt im Rahmen einer abhängigen Beschäftigung eine nebenberufliche Übungsleitertätigkeit im Sportverein aus. Zusätzlich ist sie dort noch als Kassiererin tätig. Sie verdient monatlich 550 Euro als Übungsleiterin und der Aufwand für die ehrenamtliche Tätigkeit wird mit 80 Euro entschädigt. Von ihrem monatlichen Gesamtverdienst werden als Aufwandsentschädigung die Übungsleiterpauschale von monatlich 200 Euro und die Ehrenamtspauschale von monatlich 60 Euro abgezogen. Ihr regelmäßiges Arbeitsentgelt beträgt somit 370 Euro (630 Euro – 260 Euro).

Es handelt sich um einen 450-Euro-Minijob, weil ihr durchschnittlicher monatlicher Verdienst im Sinne der Sozialversicherung 450 Euro nicht übersteigt.

Wie ist der Verdienst aus mehreren Beschäftigungen zu berücksichtigen?

Arbeitnehmer können mehrere Minijobs gleichzeitig ausüben. Allerdings dürfen sie insgesamt aus diesen Beschäftigungen nicht mehr als durchschnittlich 450 Euro im Monat verdienen. Verdienen sie mehr, sind sie in allen Beschäftigungen kein Minijobber.

Beispiel:

Ein Arbeitnehmer arbeitet seit dem 1. Januar beim Arbeitgeber A und verdient monatlich 300 Euro. Einen Monat später, am 1. Februar, nimmt er beim Arbeitgeber B einen weiteren Minijob auf und erhält dort monatlich 200 Euro. Im Januar liegt noch ein Minijob vor, weil der Monatsverdienst nicht über 450 Euro liegt. Mit dem zweiten Minijob übersteigt der Verdienst jedoch die 450-Euro-Grenze, so dass ab Februar in beiden Beschäftigungen keine Minijob vorliegt. Mit einem Verdienst von max. 150 Euro beim Arbeitgeber B wären beide Beschäftigungen Minijobs.

Es ist zusätzlich darauf zu achten, dass neben einer Hauptbeschäftigung lediglich eine einzige Beschäftigung als 450-Euro-Minijob ausgeübt werden darf. Jede weitere Beschäftigung ist unabhängig vom Verdienst kein 450-Euro-Minijob und bei der Krankenkasse zu melden.

461 Kommentare zu “Mit einem Minijob mehr als 450 Euro verdienen – Wie geht das?

  1. Hallo,
    ich habe neben der schule einen Minijob, bei welchem ich meine Arbeitstage selbst aussuchen kann und auch wie oft ich arbeite. Somit ist mein Monatseinkommen unterschiedlich. Wie oft darf ich die 450 euro grenze überschreiten damit es noch als Minijob zählt?

  2. Hallo, ich habe einen Mini-Job, verdiene aber nur rund 350€ im Monat. Der Arbeitgeber gewährt seinen Mitarbeitern Personalrabatt. Mit meinem Einkäufen übersteige ich aber die Grenze von 1080€ pro Jahr (Beschäftigungsbeginn war im September). Bisher habe ich einen Beitrag in Höhe von gut 1400€ in Anspruch genommen. Wie wird mit der Differenz von 1400€ – 1080€ = 310€ umgegangen? Wird diese auf die 350€ im Monat drauf gerechnet? In dem Fall bin ich ja immer noch unter der 450€ Grenze pro Monat oder nicht?

    • Hallo,

      wird der Freibetrag überschritten, ist der übersteigende Anteil (in Ihrem Sachverhalt 310 Euro) beitrag-und steuerpflichtig und zählt zum Arbeitsentgelt dazu.

      Bei einer ununterbrochenen Beschäftigung von 12 Monaten liegt die Jahresverdienstgrenze bei 5.400 Euro, hierbei darf Ihr Verdienst auch schwanken. Liegen Sie in Summe somit bei maximal 5.400 Euro, handelt es sich nach wie vor um ein 450-Euro-Minijob.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  3. Guten Tag,
    dürfen Minijobber auch Sachzuwendungen (500 € Jahr / 44 € Monatlich) bekommen und wird dadurch die 450 € Grenze nicht überschritten? Wie ist es in Kombination mit Aufwandentschädigungen?

    Beispiel:
    MA bekommt jeden Monat 450 € und zusätzlich noch 44 € Einkaufsgutschein jeden Monat.

    Beispiel 2:
    MA bekommt jeden Monat 450 € und zusätzlich noch 44 € Einkaufsgutschein jeden Monat und 20 € Fahraufwendungen da eigener PKW genutzt.

    Vielen Dank
    Alexander K.

    • Guten Tag Alexander,

      Sachbezüge bis zu einer Freigrenze von 44 EUR monatlich, die nicht in Geld bestehen, bleiben lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei. Diese Sachbezüge können dann zusätzlich zu den 450 Euro gewährt werden, ohne den Minijob zu gefährden.

      Zuschüsse zu Fahrtkosten mit dem PKW für Fahrten zwischen Wohnort und Arbeitsstätte müssen nur dann nicht in der Verdienstgrenze für den Minijob berücksichtigt werden, wenn sie steuerfrei sind.
      Die Möglichkeit der Fahrkostenerstattung für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, stellt bis zur Höhe von 0,30 Euro pro Entfernungskilometer kein Arbeitsentgelt dar, sofern der Arbeitgeber diesen Zuschuss mit 15 % (§ 40 Absatz 2 Einkommenssteuergesetz) pauschal beim Finanzamt versteuert und monatlich zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn zahlt.
      Bei der Beurteilung des Minijobs bleibt der Fahrkostenzuschuss dann außer Betracht und zählt nicht zum Arbeitsentgelt hinzu.

      Bei Fragen zur Abführung der 15 % Pauschalsteuer wenden Sie sich bitte an das für Sie zuständige Finanzamt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  4. Ich gehe demnächst in Vollzeitrente. Da ich fit bin und leider Schulden habe, würde ich gerne noch etwas länger arbeiten. Da ich einen Minijob habe-300.- Euro monatlich, den ich auch gerne behalten würde, frage ich mich, ob ich noch einen Job, in gleicher Höhe haben dürfte. Es geht mir jetzt nicht um die Abgaben, die wären sicher höher , auch Steuern, aber dürfte ich überhaupt, mit 2 oder mehr Minijobs, die Jahresarbeitsgrenze so überschreiten.

    • Hallo,

      als Rentner/in dürfen Sie grundsätzlich mehrere 450-Euro-Minijobs parallel ausüben. Liegt die Summe der Verdienste im Durchschnitt über 450 Euro, liegen keine 450-Euro-Minijobs mehr vor. Somit sind alle Beschäftigungen versicherungspflichtig zu Ihrer gesetzlichen Krankenkasse zu melden.
      Übersteigt die Summe aller Verdienste die 450 Euro nicht, werden alle Beschäftigungen bei der Minijob-Zentrale angemeldet.

      Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang unser Blog-Beitrag vom 15. März 2018: „Können mehrere Minijobs gleichzeitig ausgeübt werden?“ https://t1p.de/Blogbeitrag-gleichzeitig-mehrere-Minijobs

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  5. Hallo liebes Minijobteam,

    ich habe folgende Situation:
    Als Aushilfe soll eine neue Arbeitnehmerin kurzfristig beschäftigt werden. (Als Vertretung für eine Arbeitskraft wenn diese krank ist oder Urlaub hat)

    Sie ist aber zum einen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, und zum anderen schöpft sie die 450,00 Euro-Grenze mit einem geringfügigen Job aus.

    Jetzt habe ich gelesen, das man kurzfristig auch noch dazu verdienen kann, wenn man die 450,00 Euro-Grenze schon ausgefüllt hat.
    ABER geht das auch wenn man schon eine Hauptbeschäftigung hat?

    Mal abgesehend davon, ob das überhaupt als Urlaubsvertretung möglich ist, das das ja vorhersehbar/ planbar ist.

    Freue mich über eine Antwort und wünsche einen schönen Tag.

    mfg Birkel

    • Hallo,

      das ist möglich. Neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung und einem 450-Euro-Minijob können kurzfristige Minijobs parallel ausgeübt werden. Die Verdienste aus den jeweiligen Beschäftigungsarten werden nicht zusammengerechnet.

      Vielleich interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch unser Blog-Beitrag vom 20. September 2018: „Hauptjob, 450-Euro-Minijob und kurzfristiger Minijob! Geht das?“ http://t1p.de/Blogbeitrag-Hauptjob-Minijob-kurzfristig

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  6. Hallo
    Ich habe ab Dezember einen Minijob auf 450 Euro Basis zum Geschenke verpacken angenommen. Dieser Minijob beginnt also am 01.12 und endet am 31.12.!
    Gleichzeitig bin ich aber noch Nachhilfelehrerin und verdiene hierbei so ca. 100 Euro im Monat.
    Hat das irgendwelche Folgen für mich bezüglich Krankenkasse und komplett Steuerpflichtig? Oder muss ich hier etwas besonderes beachten?
    (Von Januar 2019- Oktober 2019 hatte ich keinerlei Einkommen.)
    Liebe Grüße

    Anna

    • Hallo,

      grundsätzlich dürfen Sie mehrere 450-Euro-Minijobs gleichzeitig ausüben. Die Summe der Verdienste aus allen Beschäftigungen darf jedoch 450 Euro im Monat durchschnittlich nicht überschreiten. Bei einer ununterbrochenen Beschäftigung von 12 Monaten liegt die Jahresverdienstgrenze bei 5.400 Euro. Hierbei darf Ihr Einkommen in einzelnen Monaten auch mehr als 450 Euro betragen.

      Üben Sie nur für einen Monat zwei 450-Euro-Minijobs parallel aus, wird die Jahresverdienstgrenze anteilig berechnet. Somit dürften Sie in einem Monat mit beiden Beschäftigungen 450 Euro (1 x 450 Euro) nicht überschreiten. Übersteigt Ihr Einkommen diese Grenze, sind beide Beschäftigungen versicherungspflichtig zu Ihrer gesetzlichen Krankenkasse zu melden.

      Erlauben Sie uns einen Hinweis:Neben einem 450-Euro-Minijob, gibt es auch den sogenannten kurzfristigen Minijobs. Diese sind von vorn herein auf 70 Tage oder 3 Monate im Jahr befristet. Neben einem 450-Euro-Minijob dürfen Sie kurzfristige Minijobs ausüben. Insofern die Voraussetzungen bei einer Beschäftigung für einen kurzfristigen Minijob vorliegt, können Sie beide Beschäftigungen ausüben ohne sozialversicherungspflichtig zu werden. Zu beachten ist hierbei, dass sogenannte Vorbeschäftigungszeiten zu prüfen sind. Die Verdienste aus einem 450-Euro-Minijob und einem kurzfristigen Minijob werden nicht zusammengerechnet.

      Ausführliche Informationen zum Thema kurzfristige Minijobs erhalten Sie unter folgendem Link: http://t1p.de/MJZE-kurzfristig-gewerbliche-Minijobs

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  7. Liebe Minijob-Zentrale,
    ich bekomme als Gesellschafter-Geschäftsführer meiner eigenen GmbH 450 Euro im Monat, das wird über einen Minijob abgerechnet. Für mein Kind bezahle ich im Monat 1.000 Euro Kindergartengebühren (westdeutsche Großstadt). Diese können ja steuer- und beitragsfrei erstattet werden, wenn sie zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gezahlt werden. Ist das für den Minijob schädlich?

    • Hallo Frank,

      eine Tätigkeit von Gesellschaftern bzw. Geschäftsführern einer GmbH im Rahmen eines Minijobs liegt nur dann vor, wenn ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis vorliegt. Die Prüfung übernimmt die Clearingstelle der Deutschen Rentenversicherung. Wir gehen davon aus, dass in Ihrem Fall eine solche Prüfung erfolgt ist.

      Kindergartenzuschüsse sind steuerfrei. Voraussetzung ist, dass es sich um Leistungen handelt, die zusätzlich zu dem ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbracht werden. Ist das der Fall, bleiben die Zuschüsse sozialversicherungsfrei und können zusätzlich zum Verdienst gezahlt werden, ohne dass der Minijob gefährdet wird.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  8. Hallo Frau Klesen,

    laufende Zulagen, Zuschläge, Zuschüsse oder ähnliche Einnahmen, die zusätzlich zu Löhnen und Gehältern gewährt werden, sind dann nicht dem Arbeitsentgelt zuzurechnen, wenn sie lohnsteuerfrei sind. Sie unterliegen damit auch nicht der Beitragspflicht zur Sozialversicherung und sind dem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsentgelt auch nicht zuzurechnen.

    Zuschläge für tatsächlich geleistete Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit sind jedoch Arbeitsentgelt und somit beitragspflichtig, wenn das Arbeitsentgelt, auf dem sie berechnet werden, mehr als 25 Euro für jede Stunde beträgt.

    Sofern Sie also einen Stundenlohn bis zu 25 Euro erzielen und die Nachtarbeit auch tatsächlich leisten, zählen die Zuschläge nicht zum Arbeitsentgelt.

    In diesem Zusammenhang empfehlen wir Ihnen unseren Blog-Beitrag vom 15. August 2019: „Sonntags-, Feiertags- und Nachtzuschläge – wenn Minijobber aufgrund von Krankheit oder Mutterschutz ausfallen“ https://t1p.de/Blogbeitrag-SFN-Zuschlaege

    Freundliche Grüße

    Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  9. Hallo habe ein Minijob als Krankenschwester im Pflegeheim, soll 30 Stunden dafür aufbringen. Seit neustem arbeite ich überwiegend Nachts und bekomme Nachtzulage. Habe anstatt 450 Euro 488 bekommen. Ist das erlaubt oder was muss ich machen? Liebe grüße! Moni

  10. Darf ich zu einem 450€ Job ( + Witwenrente ) noch als Pflegeverhinderungskraft Ca. 10€ pro Std. Tätig sein ? Ca. 3/ 4 Mal im Jahr für jeweils 1 Woche ? MfG

    • Hallo Emely,

      grundsätzlich ist das möglich. Vorab ist allerdings zu prüfen, ob es sich bei der Tätigkeit im Rahmen der Verhinderungspflege um eine Beschäftigung im sozialversicherungsrechtlichem Sinne handelt.

      Sofern die eigentliche Pflegeperson z.B. wegen Erholungsurlaub, Krankheit oder aus anderen Gründen an der Pflege gehindert ist, übernimmt die Pflegekasse die Kosten einer notwendigen Ersatzpflege (Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI) für längstens sechs Wochen je Kalenderjahr.

      Eine Verhinderungspflegeperson, die lediglich eine Entlohnung bis zur Höhe des monatlichen Anerkennungs-Grenzbetrags erhält, steht nicht in einem Beschäftigungsverhältnis im Sinne der Sozialversicherung. Eine entsprechende Meldepflicht zur Minijob-Zentrale entfällt somit. Die zu pflegende Person bzw. der Vertreter informiert jedoch die Pflegekasse zur Person welche die Ersatzpflege wahrnimmt. Mehr zum Thema Pflege finden Sie auch auf unserer Homepage: https://t1p.de/MJZE-HHS-private-Pflege

      Insofern es sich nicht um eine meldepflichtige Beschäftigung handelt, werden die Verdienste aus dem 450-Euro-Minijob und der Verhinderungspflege nicht zusammengerechnet.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  11. Hallo,
    Ab den 6. November 2019 habe ich mit einem Minijob angefangen.
    Auf welcher Weise wird die Grenze von durchschnittlich 450 € pro Monat geprüft?
    Wird dann am 5. November 2020 geprüft ob ich insgesamt nicht über 5400 € verdient habe?
    Oder wird am 31. Dezember 2019 geprüft ob ich nicht mehr als (25/30*450€ + 450€ =) 825 € verdient habe?

    Und was passiert wenn ich zum Beispiel die erste sechs Monate eines Jahres 500 € pro Monat verdiene mit der Absicht um die letzte sechs Monate nur 400 € zu verdienen, damit ich in einem Jahr nicht über 5400 € komme, aber nach diesen ersten sechs Monaten mit diesem Minijob leider schon afhören muß. Ist es dann auf einmal kein Minijob mehr?

    Vielen Dank im Voraus!

    • Hallo Geertjan,

      erhalten Sie einen Jahresverdienst von bis zu 5.400 Euro im Zeitraum von 12 Monaten (November 2019 bis Oktober 2020), darf das Einkommen in einzelnen Monaten auch mehr als 450 Euro betragen. Man spricht hier von schwankendem Arbeitsentgelt.

      Ihr Arbeitgeber beurteilt Ihre Beschäftigung zu Beginn der Aufnahme, sowie bei jeder dauerhaften Veränderung erneut, vorausschauend für den maximalen Zeitraum von 12 Monaten. Ihr Arbeitgeber darf auch zu Beginn eines Jahres die Beurteilung auf das Kalenderjahr umstellen. In diesem Fall liegt die Verdienstgrenze für 2019 (November und Dezember) bei 900 Euro (2 x 450 Euro).

      Die Einhaltung der Verdienstgrenze obliegt sowohl dem Arbeitgeber als auch dem 450-Euro-Minijobber. Im Rahmen der regelmäßigen Betriebsprüfung durch die Deutsche Rentenversicherung wird unter anderem auch diese Verdienstgrenze geprüft.

      Wird die Beschäftigung aus unvorhersehbaren Gründen beendet (z.B. durch Kündigung) verbleibt es für den vergangen Zeitraum bei der zu Beginn vorgenommenen Beurteilung.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  12. Bei uns ist seit 05/2019 ein Altersvollrentner( vorgezogene Altersrente) geb. 06/1955 als geringfügig Beschäftigter angestellt. Das Regelaltersrentenalter ist noch nicht erreicht.
    In den Monaten November und Dezember 2019 wird er auf Grund erhöhten Arbeitsanfalls deutlich mehr verdienen. Ab Januar 2020 wird er monatlich nicht über der Minijobentgeltgreze verdienen. Wie ist meldetechnisch vorzugehen? Und hat dieses Überschreiten der monatlichen Entgeltgrenzen von 450,- € in den Monaten Nov. und Dez. 2019 Auswirkungen auf seine Rente?

    Mit freundlichen Grüßen

    • Hallo Martina,

      erhält Ihr Minijobber einen Jahresverdienst von bis zu 5.400 Euro im Zeitraum von 12 Monaten (Mai 2019 bis April 2020), darf das Einkommen in einzelnen Monaten auch mehr als 450 Euro betragen. Übersteigt der Jahresverdienst 5.400 Euro, weil sich der Verdienst in einzelnen Monaten auf mehr als 450 Euro erhöht, kommt es darauf an, ob dies regelmäßig und vorhersehbar oder gelegentlich und nicht vorhersehbar erfolgt.

      Passiert die Überschreitung gelegentlich und nicht vorhersehbar – das heißt bis zu drei Mal in einem Zwölf-Monats-Zeitraum – bleibt die Tätigkeit ein Minijob. In solchen Ausnahmefällen darf der Jahresverdienst auch weit mehr als 5.400 Euro betragen. Verdient Ihr Arbeitnehmer dagegen regelmäßig über 450 Euro im Monat und wird die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro überschritten, liegt kein Minijob mehr vor. Die Beschäftigung wird sozialversicherungspflichtig. Dies gilt ab dem Tag, an dem Sie als Arbeitgeber erkennen, dass Ihr Arbeitnehmer aufgrund des vorhersehbaren höheren Verdienstes mehr als 5.400 Euro im Jahr verdienen werden. In diesem Zusammenhang empfehlen wir Ihnen noch unseren Blog-Beitrag vom 17. Januar 2019: https://t1p.de/Blogbeitrag-Krankheitsvertretung.

      Da Ihr Minijobber die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht hat, gilt von Seiten des Rentenbezuges eine Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro im Jahr. Überschreitet der Verdienst diese Grenze, kann es zu Rentenkürzungen kommen. Ansprechpartner bei Fragen ist in diesem Fall der zuständige Rentenversicherungsträger.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  13. Hallo. Ich werde voraussichtlich in diesem Jahr über 5400 Euro verdienen. Ich werde diesen Betrag um ca 200 Euro übertreffen. Was passiert dann? Muss ich nur die Differenz versteuern und wann muss ich das bezahlen?

    • Hallo Frau Dreier,

      übersteigt der Jahresverdienst 5.400 Euro, weil sich Ihr Verdienst in einzelnen Monaten auf mehr als 450 Euro erhöht, kommt es darauf an, ob dies regelmäßig und vorhersehbar oder gelegentlich und nicht vorhersehbar erfolgt.

      Passiert die Überschreitung gelegentlich und nicht vorhersehbar – das heißt bis zu drei Mal in einem Zwölf-Monats-Zeitraum – bleibt die Tätigkeit ein Minijob. In solchen Ausnahmefällen darf der Jahresverdienst auch weit mehr als 5.400 Euro betragen. Verdienen Sie dagegen regelmäßig über 450 Euro im Monat und wird die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro überschritten, liegt kein Minijob mehr vor. Die Beschäftigung wird ab dem Zeitpunkt mit dem gesamten Verdienst sozialversicherungspflichtig. Dies gilt ab dem Tag, an dem Ihr Arbeitgeber erkennt, dass Sie aufgrund des vorhersehbaren höheren Verdienstes mehr als 5.400 Euro im Jahr verdienen werden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  14. Hallo,
    werden Zuwendungen des Arbeitgebers (freiwillige soziale Aufwendungen) die sich in lohnsteuer- und sozialabgabe freier Höhe befinden, wie Eßengeldzuschuss, Geburtstagsgutscheine, Zuschüsse für Sport, auf den Verdienst vom Minijob angerechnet?

    • Guten Tag Evi,

      freiwillige Zuwendungen des Arbeitgebers können ganz unterschiedlich beurteilt werden. Ob die Zahlungen zur Verdienstgrenze von durchschnittlich 450 Euro im Monat hinzugerechnet werden, ist davon abhängig, ob die Zuwendung zum versicherungsrechtlichen Verdienst zählt.

      Ist das der Fall kommt es weiterhin darauf an, ob die Zuwendung als laufendes oder einmalig gezahltes Entgelt zu bewerten ist. Eine Orientierungshilfe bietet Ihnen hierbei die Broschüre „summa summarum – Beiträge 2019“: http://t1p.de/MJZE-summa-summarum-Beitraege-2019

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  15. Hallo, ich habe zum 1. Juni begonnen auf Minijobbasis zu arbeiten. Mein Verdienst lag bis einschließlich Oktober bei 1821,60 €. Also durchschnittlich bei 364,32 €. Im November werde ich den Arbeitgeber wechseln. Für November verdiene ich bei Arbeitgeber A dann noch 174,80 € und bei Arbeitgeber B 450 €. Ab Dezember dann nur noch die 450 € von Arbeitgeber B. Da der neue Arbeitgeber monatlich 450 € bezahlt und von November – Oktober als Grundlage nehmen muss, würde ich im November also über die erlaubte durchschnittliche Verdienstgrenze kommen obwohl ich in den Monaten vorher weniger als 450 € verdient habe (wäre die Berechnung von Juni – Mai würde ich noch unter 5400 € liegen). Ist es also richtig das im November beide Jobs sozialversicherungspflichtig sind und keine Minijobs mehr? Vielen Dank schonmal im Voraus.

    • Hallo Diana,

      da liegen Sie richtig. Da beide 450-Euro-Minijobs nur im Monat November 2019 parallel laufen, gilt hier die Verdienstgrenze von 450 Euro. Somit sind beide Beschäftigungen im Monat November 2019 versicherungspflichtig- und steuerpflichtig an Ihre gesetzliche Krankenkasse zu melden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    • Meine Kollegin bekommt monatlich Euro 1350,– !!!! für Ihren Minijob und macht sich
      keine Gedanken. Sie bezahlt keine Steuern, da wird ihr alles „schwarz“ ausgezahlt.
      Und das auch noch ohne Arbeitserlaubnis.
      Also warum das alles so streng sehen.
      Das ist jetzt alles sehr ironisch, ich weiß. Aber wir seriösen Arbeitnehmer machen
      uns Gedanken ob auch alles seine Richtigkeit hat.

      Muss mann offensichtlich nicht. Das funktioniert schon über 1 Jahr

      • Hallo Gerti,

        wir können Ihre Situation nachvollziehen.

        Aus datenschutzrechtlichen Gründen haben wir Ihnen per Email geantwortet.

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  16. Liebes Team,
    ich habe seit einigen Monaten einen festen 450-€-Minijob in einem Büro. Als Lehrerin veröffentliche ich aber auch noch seit einiger Zeit auf einer Plattform Materialien und erhalte dort ein Honorar (ca. 30 € im Monat). Also eine Art selbstständige Nebentätigkeit. Laut Internet muss man die aber erst bei der Steuer angeben, wenn die Einkünfte über 410 € im Jahr sind. Gilt das auch, wenn man einen Minijob zusätzlich hat?

    Danke für eure Antwort!

    • Hallo Petra,

      neben einer selbstständigen Tätigkeit können Sie einen 450-Euro-Minijob ausüben. Die Verdienste aus beiden Beschäftigungen werden nicht zusammengerechnet.

      Als Minijob-Zentrale sind wir zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Steuerrecht. Wir bitten daher um Ihr Verständnis, dass wir Ihre konkrete Anfrage nicht beantworten können. Wir bitten Sie daher Ihre Anfrage an Ihr zuständiges Finanzamt zu richten.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      • Hallo.
        Ich habe dieses Jahr im Februar mit einem 450 € Job im Krankenhaus in der Pflege angefangen zu arbeiten. Ich komme monatlich auf ein fix Gehalt von 380€ jedoch durch Schicht und Wochenendzuschläge komme ich auch mal bei 500€ -550€ raus. Zusätzlich habe ich noch Weihnachtsgeld erhalten diesen Monat. Alle Löhne seit Februar ergeben ca 5100 € das liegt ja noch für dieses Jahr in der Untergrenze, da im Januar kein Einkommen eingegangen ist. Die Rechnung der 5400€ pro Jahr sind ja unabhängig von Einstellungsdatum oder?
        Jetzt bin ich für nächstes Jahr etwas unsicher und habe Angst über die Grenze hinaus zu verdienen. Oder gibt es Sonderreglungen für die Pflege. Hab es zwar im Text gelesen aber leider nicht wirklich verstanden.
        Liebe Grüße
        Marlin

        • Hallo Marlene,

          laufende Zulagen, Zuschläge, Zuschüsse oder ähnliche Einnahmen, die zusätzlich zu Löhnen und Gehältern gewährt werden, sind dann nicht dem Arbeitsentgelt zuzurechnen, wenn sie lohnsteuerfrei sind. Sie unterliegen damit auch nicht der Beitragspflicht zur Sozialversicherung und sind dem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsentgelt auch nicht zuzurechnen.

          Zuschläge für tatsächlich geleistete Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit sind jedoch Arbeitsentgelt und somit beitragspflichtig, wenn das Arbeitsentgelt, auf dem sie berechnet werden, mehr als 25 Euro für jede Stunde beträgt.

          Sofern Sie also einen Stundenlohn bis zu 25 Euro erzielen und die Nachtarbeit auch tatsächlich leisten, zählen die Zuschläge nicht zum Arbeitsentgelt.

          In diesem Zusammenhang empfehlen wir Ihnen unseren Blog-Beitrag vom 15. August 2019: „Sonntags-, Feiertags- und Nachtzuschläge – wenn Minijobber aufgrund von Krankheit oder Mutterschutz ausfallen“ https://t1p.de/Blogbeitrag-SFN-Zuschlaege

          Die Verdienstgrenze im 450-Euro-Minijob bezieht sich auf einen Zeitraum von 12 Monaten ununterbrochener Beschäftigung. Das bedeutet für Ihren Sachverhalt, dass Sie von Februar 2019 bis Januar 2020 5.400 Euro verdienen dürfen. Betrachten Sie nur das Jahr 2019, wird die Jahresverdienstgrenze anteilig berechnet. Somit dürfen Sie von Februar 2019 bis Dezember 2019 4.950 Euro verdienen.

          Steuerfreie Zuschläge wie beschrieben, zählen nicht zum Arbeitsentgelt. Somit sind in der Prüfung ob die Verdienstgrenze eingehalten wird der laufende Verdienst, Weihnachtsgeld sowie Zuschläge die zum Verdienst zählen zu berücksichtigen.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    • Hallo,
      Ich habe einen minijob wo ich normalerweise 280€ im Monat verdiene manchmal auch 370€. Jetzt könnte ich für 2 Wochen einen Job machen wo ich nochmal 300 € verdienen würde. Würde ich dann in diesem Monat komplett aus der Minijob Regelung raus fallen?
      Lg

      • Hallo,

        grundsätzlich dürfen Sie mehrere 450-Euro-Minijobs parallel ausüben – vorausgesetzt, Sie gehen keiner sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung nach. Zu beachten ist hierbei, das die durchschnittliche monatliche Verdienstgrenze von 450 Euro nicht überschritten wird. Üben Sie beide Beschäftigungen in einem Monat gleichzeitig aus, darf Ihr Verdienst in Summe maximal 450 Euro betragen. Liegt der Verdienst über 450 Euro, sind beide Beschäftigungen versicherungspflichtig zu Ihrer gesetzlichen Krankenkasse zu melden.

        Neben einem 450-Euro-Minijob, gibt es auch den sogenannten kurzfristigen Minijobs. Diese sind von vorn herein auf 70 Tage oder 3 Monate im Jahr befristet. Neben einem 450-Euro-Minijob dürfen Sie kurzfristige Minijobs ausüben. Insofern die Voraussetzungen bei einer Beschäftigung für einen kurzfristigen Minijob vorliegt, können Sie beide Beschäftigungen ausüben ohne sozialversicherungspflichtig zu werden. Zu beachten ist hierbei, dass sogenannte Vorbeschäftigungszeiten zu prüfen sind.

        Ausführliche Informationen zum Thema kurzfristige Minijobs erhalten Sie unter folgendem Link: http://t1p.de/MJZE-kurzfristig-gewerbliche-Minijobs

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  17. Hallo,
    habe zwei Aushilfsjobs, jedoch verdiene ich nicht gleichmäßig.
    Sprich mal ein Monat nur 200€ bei Job A und 50€ bei Job B.
    Könnte ich theoretisch im nächsten Monat nun bei Job A 450€ verdienen uns bei Job B 150€, solange ich in Summe unter den 5400€ im Jahr bleibe? Meine Krankenkasse meinte solange ich unter 5400€ im Jahr bleibe ist kein Problem.
    LG

    • Hallo,

      bei der versicherungsrechtlichen Beurteilung von Beschäftigungen ist vom durchschnittlichen monatlichen Verdienst auszugehen. Üben Sie beide Beschäftigungen parallel und ununterbrochen für 12 Monate aus, ergibt sich im Minijob eine Verdienstgrenze von 5.400 Euro.

      Innerhalb dieses Zeitraums können dabei durchaus mehrere Monate enthalten sein, in welchen der Verdienst über 450 Euro liegt. Überschreiten Sie die Jahresverdienstgrenze nicht, bleiben die 450-Euro-Minijobs bestehen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  18. Liebes Team der Minijob-Zentrale.

    Ich arbeite seit dem 05.07.19 als Aushilfe in einer evangelischen Kinderkrippe.
    Monatlich verdiene ich (je nach Einsatz und Bedarf) zwischen 380 € und 450 €.
    Nun würde ich gern für zwei Monate zusätzlich als Aushilfe in einem Buchladen arbeiten. „Hauptberuflich“ studiere ich an einer Universität.

    In dem Buchladen habe ich bereits letztes Jahr (aber ohne den Job in der Kinderkrippe) ausgeholfen und habe ca. 300 € monatlich verdient.

    Hierzu habe ich mehrere Fragen:
    – Darf ich beide Jobs parallel ausüben, auch wenn es nur für zwei Monate ist?
    – Falle ich im Bereich des kirchlichen Krippenjobs unter die Übungsleiterpauschale?
    – Wird diese zu meinem Aushilfsjob addiert (also 5.400 €+ zusätzliche 2.400 €)?
    – Falls ich in die Übungsleiterpauschale falle, inwieweit kann ich steuerfrei arbeiten, falls der zweite Nebenjob möglich ist? (Wie berechnet sich das?)
    – Ist man „automatisch“ in der Übungsleiterpauschale oder muss diese erst beantragt werden? Wenn ja, wo?
    – Ist mein Arbeitsjahr nun von Juli bis Juni zu rechnen, indem ich 5.400 € verdienen darf?

    Es sind zwar sehr viele Fragen, aber ich würde mich über eine rasche Antwort sehr freuen!
    Freundliche Grüße,
    Julia B.

    • Hallo Julia,

      Ihr Studium zählt nicht als sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung. Somit dürften Sie grundsätzlich mehrere 450-Euro-Minijobs parallel ausüben. Laut Ihrem Sachverhalt, überschreiten Sie allerdings mit beiden Beschäftigungen in Summe die 450-Euro-Grenze. Das bedeutet, dass die Beschäftigung im Buchladen im Rahmen eines 450-Euro-Minijobs nicht möglich.

      Neben einem 450-Euro-Minijob können Sie jedoch parallel einen kurzfristigen Minijob http://t1p.de/MJZE-kurzfristig-gewerbliche-Minijobs sozialversicherungsfrei ausüben. Ein kurzfristiger Minijob ist auf 70 Tage oder 3 Monate im Jahr befristet und die Verdienste aus beidem Beschäftigungsarten werden nicht zusammengerechnet.

      Die Zahlung der steuerfreien Aufwandsentschädigung ist an Voraussetzungen gebunden. Für die Beurteilung, ob diese erfüllt werden, ist das örtliche Finanzamt zuständig. Dieses entscheidet über die Anwendbarkeit der Regelung zum sogenannten Übungsleiterfreibetrag oder der Ehrenamtspauschale.

      Wird der Übungsleiterfreibetrag an Sie im Rahmen der steuer- und sozialversicherungsfreien Aufwandsentschädigung gezahlt, bleibt der Verdienst für Sie abgabenfrei – vorausgesetzt die jährliche Grenze von 2.400 Euro wird nicht überschritten. Somit zählt dieser Betrag nicht zum Arbeitsentgelt im Sinne der Sozialversicherung und wird auch bei der Prüfung der monatlich durchschnittlichen Verdienstgrenze von 450 Euro nicht mit berücksichtigt.

      Lesetipp: https://t1p.de/Blogbeitrag-Uebungsleiter-Ehrenamtspauschale

      Ihr Arbeitgeber beurteilt zu Beginn Ihrer Beschäftigung (Juli 2019) Ihr Beschäftigungsverhältnis vorausschauend für maximal 12 Monate. Beginnen Sie Ihren Minijob im Juli 2019, endet der Zeitraum der vorausschauenden Betrachtung beispielsweise im Juni 2020. Der Arbeitgeber hat zu Beginn eines neuen Kalenderjahres die Möglichkeit, die Beurteilung auf ein Kalenderjahr umzulegen. Dies würde in Ihrem Sachverhalt bedeuten, dass für das Jahr 2019 die Jahresverdienstgrenze anteilig berechnet wird (450 Euro x 6 = 2700 Euro).

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  19. Hallo Minijiob-Zentrale,

    Ich arbeite seit 6 Jahren auf Stücklohn/Minijob in Heimarbeit auf 450,00 Euro. Was ich an Stücklohn für welche gefertigten Teile bekomme, wurde in einem Arbeitsvertrag festgehalten. Als vor ein paar Jahren der Mindestlohn eingeführt wurde, hat die Firma die Anzahl der Teile getestet, die man in einer Stunde schaffen kann, damit man den Mindestlohn erreicht. Bei mir ist das mit dem erreichen des Mindestlohnes kein Problem, allerdings bei allen anderen Kollegen schon, da diese nicht die Stückzahlen erreichen. Der Schnitt ist somit nicht wahrheitsgemäß, weil wenn man langsamer arbeitet, verdient man weniger und braucht länger. Jetzt bekamen wir mit der letzten Abrechnung, die Ankündigung das ab 01.10. die Preise für die Teile geändert werden und wir in Zukunft für alle Teile nur noch den gleichen Lohn bekommen.
    Vorher: kleines Teil teilbearbeitet, gab es 1,00 Euro / großes Teil teilbearbeitet gab es 2,00 Euro / kleines teil vollbearbeitet gab es 1,30 Euro / großes Teil vollbearbeitet gab es 2,60 Euro
    Jetzt sollen wir alle Teile voll bearbeiten und würden je 2,10 bekommen. Bei den Großen gab es somit eine Kürzung von 0,50 Euro und bei den Kleinen eine Erhöhung von 0,80 Euro. Das ganze wurde uns allen in einer schönen Geschichte verpackt, das wir jetzt nicht mehr soviel denken/sortieren müssen, dadurch mehr Zeit gewinnen. Fakt ist jedoch, das der Anteil der kleinen Teile bei monatl. 25% und der Anteil der großen Teile bei 75 % liegt. Somit bekamen wir bei 75% unserer Arbeit eine indirekte Lohnkürzung. Ich arbeite seit 14 Tagen nun mit den neuen Preisen und habe bereits jetzt ein Defizit von über 20,00 Euro zu vorher. Als wir das vor 2 Wochen mitgeteilt bekommen haben, bin ich zur Chefin mit meinen Zahlen und hab ihr erklärt das diese Rechnung leider nicht aufgehen kann und ich jetzt mehr arbeite für weniger Geld und ich jetzt mehr leisten muss um auf meine 450,00 Euro zu kommen. Ich würde gerne wissen, ob diese Änderung überhaupt zulässig ist, da sie auch nicht mehr mit den Inhalt meines Arbeitsvertrages übereinstimmen.
    Vielen Dank vorab

    • Hallo Claudia,

      Ihre Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Als Minijob-Zentrale sind wir die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht oder Mindestlohn. Wir bitten daher um Ihr Verständnis, dass wir Ihre konkrete Frage nicht beantworten können.

      Ausführliche Informationen erhalten Sie beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Dieses stellt für jedes Themengebiet eine separate Servicenummer zur Verfügung. Die Arbeitsrechtshotline erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030/ 221 911 004, die Mindestlohnhotline ist unter der Telefonnummer 030/ 60 28 00 28 für Sie erreichbar.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  20. Hallo minijob-zentrale,
    Ich habe einen Minijob (max. 90€) und überlege demnächst einen 450€ Job anzunehmen. Monatlich komme ich dann auf 540€ und überschreite somit die 450€ Grenze.
    Was muss ich nun tun?

    • Hallo Marie,

      gehen Sie keiner versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung nach, können Sie mehrere 450-Euro-Minijobs parallel ausüben. Die Summe der Verdienste aus allen Beschäftigungen darf jedoch 450 Euro im Monat durchschnittlich nicht überschreiten.

      Laut Ihrem geschildertem Sachverhalt liegt Ihr Verdienst aus allen Beschäftigungen über 450 Euro. Somit sind beide Beschäftigungen sozialversicherungspflichtig an Ihre gesetzliche Krankenkasse zu melden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  21. Hallo liebes Team der Minijob-Zentrale,
    wenn man als Schwimmlehrerin tätig ist, zählt dies dann zur sog. Übungsleiterpauschale? Oder zählt dies nicht dazu?

    • Hallo Sabrina,

      Ihre Frage kann leider nicht pauschal beantwortet werden. Es kommt darauf an, in welchem Rahmen die Tätigkeit stattfindet.

      Einnahmen aus bestimmten nebenberuflichen Tätigkeiten sind steuerfrei. Davon profitieren insbesondere Vereine und deren Übungsleiter, Ausbilder und Betreuer. Steuerfrei sind Einnahmen beispielsweise als nebenberuflicher Übungsleiter, Ausbilder, Erzieher, Betreuer oder aus vergleichbaren nebenberuflichen Tätigkeiten, bis zur Höhe von insgesamt 2.400 Euro im Jahr. Nebenberuflich bedeutet: Der zeitliche Umfang darf nicht mehr als ein Drittel einer vollen Erwerbstätigkeit ausmachen.

      Im Zweifelsfall empfehlen wir Ihrem Arbeitgeber, das zuständige Finanzamt um Beurteilung der Tätigkeit zu bitten. Dieses entscheidet, ob die Übungsleiter- oder Ehrenamtspauschale Anwendung finden kann.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  22. Guten Tag. Mein Mann arbeitet als Rentner noch Teilzeit. Seit Mai hat er zusätzlich einen 450€ Minijob angenommen (Teilzeit schon über ein Jahr, Minijob seit Mai). Zählt die Jahresgrenze bei ihm für ein ganzes Jahr (darf er mit dem Minijob also 5400€ verdienen), oder zählen nur acht Monate (darf er nur 3600€ mit dem Minijob dazu verdienen)? Die Beantwortung dieser Frage ist dringend, da er seine Dienste vorab entsprechend planen muss. Daher wäre ich Ihnen sehr für eine Antwort dankbar.
    Herzliche Grüße aus Hamburg

    • Guten Tag,

      die Verdienstgrenze von 5.400 Euro gilt für eine in 12 Monaten ununterbrochen ausgeübte Beschäftigung. Hat Ihr Mann seinen Minijob im Mai 2019 aufgenommen, ergibt sich bis Dezember 2019 eine anteilige Verdienstgrenze von 3.600 Euro (8 x 450 Euro).

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  23. Hallo liebes minjob-zentrale-Team,

    ich habe einen Minijob bei dem ich 400 Euro monatlich verdiene.
    Ich möchte einen weiteren Minijob ausüben.
    Angenommen in dem zusätzlichen MInijob verdiene ich 200 Euro monatlich, wie wird das Geld dann versteuert?
    Werden dann nur 150 Euro versteuert?
    Und wenn ja, zu welchem Steuersatz werden die 150 Euro versteuert?

    Mit Dank im Voraus und Viele Grüße

    • Hallo Max,

      gehen Sie keiner versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung nach, können Sie mehrere 450-Euro-Minijobs parallel ausüben. Die Summe der Verdienste aus allen Beschäftigungen darf jedoch 450 Euro im Monat durchschnittlich nicht überschreiten.

      Laut Ihrem geschildertem Sachverhalt liegt Ihr Verdienst aus alles Beschäftigungen über 450 Euro, somit sind beide Beschäftigungen sozialversicherungspflichtig an Ihre gesetzliche Krankenkasse zu melden.

      Welche Lohnsteuer von Ihren Verdiensten abgezogen wird, hängt von Ihrer Lohnsteuerklasse ab. Ansprechpartner für alle steuerrechtlichen Fragen bei versicherungspflichtigen Beschäftigungen, ist Ihr zuständiges Finanzamt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  24. hallo,

    meine Frau arbeitet im Minijob seit Juni 2019.

    In den ersten zwei Monaten war ihr Lohn 214,00€ bzw. 287,00€.
    Der dritte Monat wegen notwendiger Mehrstunden 512,00€.

    Darf das sein, oder ist sie dadurch aus dem Minijob raus?

    freundliche Grüße
    Rainer

    • Hallo Rainer,

      bei der versicherungsrechtlichen Beurteilung einer Beschäftigung ist vom durchschnittlichen monatlichen Verdienst auszugehen. Übt Ihre Frau die Beschäftigung ununterbrochen für 12 Monate aus, ergibt sich im Minijob eine Verdienstgrenze von 5.400 Euro.

      Innerhalb dieses Zeitraums können dabei durchaus mehrere Monate enthalten sein, in welchen der Verdienst über 450 Euro liegt. Überschreiten Sie die Jahresverdienstgrenze nicht, bleibt der 450-Euro-Minijob bestehen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  25. Wenn ich schon mehrere Jahre in einen Minijob arbeite und damals im September angefangen habe ist dann jetzt immer von September-August zu rechnen oder irgendwann von Januar-Dezember?

    • Hallo Frau Meier,

      Ihr Arbeitgeber beurteilt die Beschäftigung zu Beginn vorausschauend für den maximalen Zeitraum von 12 Monaten (September bis August). Ihr Verdienst darf in diesem Zeitraum 5.400 Euro nicht überschreiten, um den Minijob nicht zu gefährden.

      Nimmt Ihr Arbeitgeber anschließend in einer dauerhaften Beschäftigung stets zu Beginn eines neuen Kalenderjahres eine erneute vorausschauende Beurteilung vor, spricht aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht nichts dagegen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  26. Hallo! Ich bin seit 3 Monaten geringfügig beschäftigt und habe bis jetzt in allen Monaten mehr verdient, da ich im Krankheitsfall von Kollegen eingesprungen bin. Am Anfang wurde mir gesagt, dass es auch gut vorkommen kann, dass ich im Sommer mehr verdiene als im Winter, da sie da mehr Arbeiter brauchen. Daher dachte ich mir nichts bei den vielen Stunden, die sich durch das Einspringen angesammelt haben. Nun wurde ich ohne dass ich es wusste als Teilzeit eingetragen, seit August, habe für den letzten Monat dann viel zu spät Geld bekommen und das mit Abzügen mit einer ganz falschen Steuerklasse. Im Vertrag steht, dass ich geringfügig beschäftigt bin, dass der Arbeitgeber die Wochenstunden festlegt und dass eine Veränderung der Verhältnisse schriftlich festgehalten werden mussen. Ich bin mir nun nicht so sicher, ob das hier alles mit rechten Dingen zugeht. Freue mich auf eine Antwort!

    LG, Jenny

    • Hallo Frau Jann,

      die versicherungsrechtliche Beurteilung obliegt grundsätzlich Ihrem Arbeitgeber. Er wird jeweils zu Beginn der Beschäftigung und bei jeder dauerhaften Veränderung eine erneute Beurteilung vornehmen.
      Bei der versicherungsrechtlichen Beurteilung einer Beschäftigung ist vom durchschnittlichen monatlichen Verdienst auszugehen. Üben Sie Ihre Tätigkeit ununterbrochen für 12 Monate aus, ergibt sich im Minijob eine Verdienstgrenze von 5.400 Euro. Innerhalb des Jahreszeitraums können dabei durchaus mehrere Monate enthalten sein, in welchen der Verdienst über 450 Euro liegt. Überschreiten Sie die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro nicht, bleibt es grundsätzlich beim Minijob.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage bezüglich des Arbeitsvertrages an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  27. Hallo
    Ich arbeite seit April in einem Cafe als Aushilfe und habe die ersten Monate teilweise 300 Euro verdient. Doch da es im letzten Monat etwas Personalmangel herrschte, musste ich öfters einspringen und habe über 500 verdient einmalig. Jährlich werde ich aber den Max. Betrag nicht überschreiten, da ich anfänglich weniger als 450 euro verdient habe. Kann das zum Problem werden? was sollte ich tun

    • Hallo Nina,

      bei der versicherungsrechtlichen Beurteilung einer Beschäftigung ist vom durchschnittlichen monatlichen Verdienst auszugehen. Üben Sie die Beschäftigung ununterbrochen für 12 Monate aus, ergibt sich im Minijob eine Verdienstgrenze von 5.400 Euro. Anteilig für das Jahr 2019 betrachtet, liegt die Verdienstgrenze bei 4.050 Euro (9 x 450 Euro).

      Innerhalb dieses Zeitraums können dabei durchaus mehrere Monate enthalten sein, in welchen der Verdienst über 450 Euro liegt. Überschreiten Sie die Jahresverdienstgrenze nicht, bleibt der 450-Euro-Minijob bestehen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      • Hallo, spielt es dabei eine Rolle, wie oft man über 450 Euro kommt, ich habe gelesen, dass das nur zwei mal im Jahr sein darf oder auch, so oft es sich ergibt, wenn man innerhalb des Jahres unter 5.400 insgeamt bleibt. Kann hierzu eine Aussage gemacht werden?
        Vielen Dank.

        • Hallo Sabine,

          erhalten Sie als Minijobber einen Jahresverdienst von bis zu 5.400 Euro im Zeitraum von 12 Monaten, darf Ihr Einkommen in einzelnen Monaten auch mehr als 450 Euro betragen. Übersteigt der Jahresverdienst 5.400 Euro, weil sich Ihr Verdienst in einzelnen Monaten auf mehr als 450 Euro erhöht, kommt es darauf an, ob dies regelmäßig und vorhersehbar oder gelegentlich und nicht vorhersehbar erfolgt.

          Passiert die Überschreitung gelegentlich und nicht vorhersehbar – das heißt bis zu drei Mal in einem Zwölf-Monats-Zeitraum – bleibt die Tätigkeit ein Minijob. In solchen Ausnahmefällen darf der Jahresverdienst auch weit mehr als 5.400 Euro betragen. Verdienen Sie dagegen regelmäßig über 450 Euro im Monat und wird die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro überschritten, liegt kein Minijob mehr vor. Die Beschäftigung wird sozialversicherungspflichtig. Dies gilt ab dem Tag, an dem Ihr Arbeitgeber erkennt, dass Sie aufgrund des vorhersehbaren höheren Verdienstes mehr als 5.400 Euro im Jahr verdienen werden.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

        • Vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort. Ich hätte noch eine Frage. Die Beschäftigung hat am 01.04.2018 begonnen. Muss für den Jahresverdienst immer der Zeitraum vom 01.04. bis 31.03 berücksichtigt werden oder das Kalenderjahr.

        • Hallo Sabine,

          zu Beginn einer Beschäftigung nimmt der Arbeitgeber eine vorausschauende Beurteilung anhand der kommenden 12 Monate vor. In Ihrem Fall war das ursprünglich der Zeitraum April 2018 bis März 2019.

          Es spricht jedoch nichts dagegen, wenn Ihr Arbeitgeber aus abrechnungstechnischen Gründen zu Beginn des neuen Kalenderjahres eine erneute vorausschauende Beurteilung vornimmt. Der Zeitraum ist dann Januar bis Dezember 2019.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  28. Hallo. Darf ich neben einem 450€ Job und meinem regulären Beruf zusätzlich einen 165€ bei einer anderen Firma ausüben. Oder was gibt es dabei zu beachten?

    Hauptjob bei Firma 1 + 450€ Job bei Firma 2 + 165€ Job bei Firma 3 ???

    • Hallo André,

      neben Ihrer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung dürfen Sie genau einen 450-Euro-Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Hierbei ist die zeitliche Reihenfolge maßgebend, in welcher beide Minijobs aufgenommen werden. Der zeitlich zuerst gemeldete 450-Euro-Minijob bleibt für Sie sozialversicherungsfrei.

      Jeder weitere – ggf. auch höher entlohnte – 450-Euro-Minijob wird zusammen mit der Hauptbeschäftigung sozialversicherungs- und steuerpflichtig an Ihre Krankenkasse gemeldet. Hierbei spielt es auch keine Rolle, ob die Verdienste aus beiden Minijobs zusammen 450 Euro überschreiten. Mit Ausnahme der Arbeitslosenversicherung fallen dann auch für Sie als Arbeitnehmer Sozialversicherungsbeiträge in diesem zweiten Minijob an.

      Neben Ihrer Hauptbeschäftigung und dem 450-Euro-Minijob könnten Sie jedoch parallel noch einen kurzfristigen Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Vielleicht interessiert Sie hierzu auch unser Blogbeitrag:

      Hauptjob, 450-Euro-Minijob und kurzfristiger Minijob! Geht das? http://t1p.de/Blogbeitrag-Hauptjob-Minijob-kurzfristig

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  29. Hallo,
    Ich bin Student und bin in einem kleinen Unternehmen als Minijobber angestellt und verdiene durchschnittlich etwa 300€ im Monat. Außerdem gebe ich durch das Bildungs-und Teilhabeangebot Flüchtlingskindern Nachhilfe, was von der Stadt bzw. dem Kreis gezahlt wird. Dadurch kann ich, durch eine gewisse Anzahl von Nachhilfestunden, auch auf etwa 300€ pro Monat kommen. Dadurch würde ich natürlich die 450€ Grenze überschreiten. Lassen sich die beiden Tätigkeiten dennoch verbinden, indem ich bspw. als Werksstudent angestellt werde oder eine geringe Summe an Steuern zahle?
    Mit freundlichen Grüßen und Danke
    Tom

      • Hallo Tom,

        eine freiberuflich selbständige Tätigkeit wird mit Ihrem 450-Euro-Minijob nicht zusammengerechnet. Sie können Sie neben Ihrem Minijob ausüben, ohne die Verdienstgrenze zu gefährden.

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  30. Hallo.

    Ich arbeite auf 350 Basis für einen Sportverein (Minijob) und wollte nun bei einem zweiten Verein anfangen. Der Verdient dort wäre knapp 210 ohne durchgängige Zahlung (in den Ferien kein Gehalt). Damit wäre ich ja deutlich über den erlaubten 450. Wäre es nun aber möglich, dass einer der beiden Vereine die Übungsleiterpauschale ausnutzt?
    Oder wäre ich somit steuerpflichtig?

    Nach meiner Rechnung wäre ich bei durchgängigem und gleichbleibenden Verdienst in beiden Vereinen bei:

    Job 1 + Job 2 – Übungsleiterpauschale
    4200 + 2520 – 2400 = 4320

    Freundliche Grüße und besten Dank.

    • Hallo,

      die Zahlung der steuerfreien Aufwandsentschädigung ist an Voraussetzungen gebunden. Für die Beurteilung, ob diese erfüllt werden, ist das örtliche Finanzamt zuständig. Dieses entscheidet über die Anwendbarkeit der Regelung zum sogenannten Übungsleiterfreibetrag oder der Ehrenamtspauschale.

      Wird der Übungsleiterfreibetrag an Sie im Rahmen der steuer- und sozialversicherungsfreien Aufwandsentschädigung gezahlt, bleibt der Verdienst für Sie abgabenfrei – vorausgesetzt die jährliche Grenze von 2.400 Euro wird nicht überschritten. Somit zählt dieser Betrag nicht zum Arbeitsentgelt im Sinne der Sozialversicherung und wird auch bei der Prüfung der monatlich durchschnittlichen Verdienstgrenze von 450 Euro nicht mit berücksichtigt.

      Lesetipp für Sie: Weitere Informationen zum Thema Übungsleiterpauschale finden Sie in unserem Blog-Beitrag vom 27. März 2019: https://t1p.de/Blogbeitrag-Uebungsleiter-Ehrenamtspauschale

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  31. Hallo,
    Ich habe zwei 450 Euro Jobs. Darf ich zweimal im Jahr über 450 Euro verdienen, wenn ich dabei die Jahresgrenze von 5.400 Euro nicht überstreute?
    Liebe Grüße Olli

    • Hallo Oli,

      bei der versicherungsrechtlichen Beurteilung einer Beschäftigung ist vom durchschnittlichen monatlichen Verdienst auszugehen. Übt der Beschäftigte seine Tätigkeit ununterbrochen für 12 Monate aus, ergibt sich im Minijob eine Verdienstgrenze von 5.400 Euro.

      Innerhalb des Jahreszeitraums können dabei durchaus mehrere Monate enthalten sein, in welchen der Verdienst über 450 Euro liegt. Überschreitet der Beschäftigte die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro nicht, bleibt es grundsätzlich beim Minijob.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  32. Ab September habe ich einen 450€ Job,
    nun würde ich gern noch zusätzlich eine kurzfristige Beschäftigung annehmen (ca. 45 Arbeitstage im Jahr/ 120€ mtl. )
    Wäre diese Kombination sozialversicherungsfrei, und muss ich die Jobs meiner Krankenkasse melden?

    Wenn der 450€ Vertrag befristet ist bis Juli würde ich nicht einmal über 5400€ im Jahr kommen, jedoch monatlich über 450€

    Ich bin verwirrt da ich den Vertrag nur unterschreiben möchte wenn ich in der Familienversicherung bleibe.

    Lg Antonia

    • Hallo Antonia,

      neben einem 450-Euro-Minijob können Sie einen kurzfristigen Minijob parallel ausüben. Die Verdienste aus beiden Beschäftigungen werden nicht zusammengerechnet. Beide Beschäftigungsarten werden bei der Minijob-Zentrale durch Ihre Arbeitgeber angemeldet.

      Die Verdienstgrenze von 5.400 Euro im Minijob gilt jedoch nur dann, wenn Sie Ihre Beschäftigung ununterbrochen in 12 Monaten ausüben. Ist die Tätigkeit von vornherein auf einen kürzeren Zeitraum befristet, kann die Verdienstgrenze auch nur anteilig berechnet werden. Bei einer Beschäftigung von 7 Monaten wären das beispielsweise 3.150 Euro.

      Zur Klärung der Frage, ob Sie mit beiden Beschäftigungen weiterhin in der Familienversicherung versichert bleiben können, wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige Krankenkasse.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  33. Hallo,
    bis Ende April 2019 war ich neben meiner Hauptbeschäftigung in einem Minijob tätig. Aus persönlichen Gründen habe ich diesen nach 19 Monaten fristgerecht, aber für den Arbeitgeber nicht vorhersehbar, gekündigt. Bereits ab Mai 2019 bin ich in einem neuen Minijob beschäftigt (450€ werden jeden Monat ausgeschöpft).
    Zusätzlich zum letzten Gehalt des ersten, gekündigten Minijobs wurde mir mein noch zustehender Urlaub ausbezahlt. Damit lag ich über der 450€ Grenze und mein Gehalt wurde versteuert. Somit hatte ich weniger Netto als wenn ich auf das Urlaubsgeld verzichtet hätte (414,88€). War das rechtens? Kann man dies „rückgängig“ machen bzw. bei der Steuererklärung geltend machen?
    Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt…

    • Hallo Fritz,

      wir verstehen Ihr Anliegen, bitten jedoch um Verständnis, dass wir diesen individuellen Sachverhalt aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht in unserm öffentlichen Blog lösen können. Die sozialversicherungsrechtliche Beurteilung obliegt grundsätzlich Ihrem Arbeitgeber.

      Allgemein können wir Ihnen zum Sachverhalt Folgendes mitteilen:
      Bei der Prüfung der Einhaltung der 450-Euro-Grenze ist grundsätzlich immer vom laufenden Verdienst auszugehen, welchen der Arbeitnehmer mit hinreichender Sicherheit mindestens einmal jährlich erhält. Das ursprüngliche Ziel des Gesetzgebers bei der Festlegung eines Mindesturlaubsanspruches, ist die Erholung des Arbeitnehmers.

      Eine Urlaubsabgeltung ist daher nicht mit hinreichender Sicherheit jährlich zu erwarten und zählt aus diesem Grund nicht zum laufenden Entgelt. Es handelt sich hierbei vielmehr um ein einmalig gezahltes Entgelt, welches zwar der Beitragspflicht im Minijob unterliegt, jedoch allein keine Versicherungspflicht für die Beschäftigung auslöst.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  34. Hallo,

    ich habe eine Frage zur Berechnung des sozialversicherungspflichtigen Arbeitsentgelts.
    Zuerst meine Situation: Ich übe in der freien Wirtschaft einen 450 Euro Job aus (tatsächlich verdiene ich rund 440Euro). Zusätzlich beginne ich am 02.09. einen Job als Tutor an einer Uni. Ich habe beim entsprechenden Landesamt für Besoldung die Übungsleiterpauschale beantragt (laut Auskunft des zuständigen Finanzamtes ist die Übungsleiterpauschale für diesen Job andwenbar). Nun habe ich ein Schreiben vom LBV bekommen, dass mich darüber informiert, dass ich ab dem 02.09. der Rentenversicherungspflicht unterliege. Jetzt habe ich mehrfach mit dem LBV telefoniert und mir wurde zugesagt, dass dort ein Fehler passiert ist und mir ein korrigiertes Schreiben zugesandt wird.
    Da ich aber diese Woche schon den Arbeitsvertrag unterschreiben muss und daher nicht auf dieses korrigierte Schreiben warten kann, wollte ich hier nachfragen, ob ich richtig verstanden habe, wie das sozialversicherungspflichtige Arbeitsentgelt in meinem Fall berechnet wird.

    Ich verdiene bei diesem Job etwa 300 Euro und habe angegeben, dass die Übungsleiterpauschale en bloc aufgebraucht wird.
    Der Beurteilungszeitraum ist von September bis Dezember also 4 Monate.
    Das Arbeitsentgelt liegt also ungefähr bei 4×300 Euro = 1200 Euro. Wenn man davon den Steuerfreibetrag in Höhe von 2400 Euro abzieht, bleibt nichts übrig und daher sind 0 Euro sozialversicherungspflichtiges Arbeitsentgelt.
    Für das Jahr 2020 habe ich ebenfalls die Übungsleiterpauschale beantragt. Mein Vertrag läuft nur bis zum 29.02.2020 und wird höchstens um einen Monat verlängert. Sodass auch da keine Sozialversicherungsbeiträge anfallen.

    Sind diese Überlegungen korrekt?

    Vielen Dank und beste Grüße

    • Hallo Simon,

      Ihre Überlegungen sind grundsätzlich richtig. Einnahmen, welche Sie im Rahmen der sogenannten Übungsleiterpauschale erhalten sind bis zu einer jährlichen Grenze von 2.400 Euro nicht als Arbeitsentgelt im sozialversicherungsrechtlichen Sinn zu werten.

      Sie können diese steuer- und sozialversicherungsfreien Einnahmen also zusätzlich zu Ihrem Verdienst im Minijob erhalten, ohne diesen zu gefährden. Ob die Übungsleiterpauschale für Ihre Tätigkeit Anwendung finden darf entscheidet jedoch nicht der Minijob-Zentrale, sondern Ihr zuständiges Finanzamt.

      Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch unser Blog-Beitrag „Auch bei Minijobs: Übungsleiterpauschale und Ehrenamtspauschale“: https://t1p.de/Blogbeitrag-Uebungsleiter-Ehrenamtspauschale

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  35. Hallo,
    ich verdiene in meinem Minijob 420 €. Nun habe ich noch zusätzlich ein Ehrenamt angenommen. Ich bin gewählter Ortsbeirat/Ortsvorsteher in einer Gemeinde. Von dieser Gemeinde bekomme ich für dieses Ehrenamt eine Aufwandsentschädigung von 315 € monatlich. Bisher war ich bei der Krankenkasse familienversichert. Ist diese Aufwandsentschädigung sozialabgabenpflichtig und muss ich mich jetzt selber krankenversichern?
    Freundliche Grüße

    • Hallo Petra,

      steuerfreie Aufwandsentschädigungen für Übungsleiter und Ehrenamtliche zählen nicht zum Arbeitsentgelt und sind somit nicht sozialabgabenpflichtig.

      Auskünfte zur Hinzuverdienstgrenze im Rahmen einer Familienversicherung kann nur Ihre gesetzliche Krankenkasse erteilen. Wir bitten Sie daher sich diesbezüglich an Ihre gesetzliche Krankenkasse zu wenden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      • Ab September habe ich einen 450€ Job,
        nun würde ich gern noch zusätzlich eine kurzfristige Beschäftigung annehmen (ca. 45 Arbeitstage im Jahr/ 120€ mtl. )
        Wäre diese Kombination sozialversicherungsfrei, und muss ich die Jobs meiner Krankenkasse melden?

        Wenn der 450€ Vertrag befristet ist bis Juli würde ich nicht einmal über 5400€ im Jahr kommen, jedoch monatlich über 450€

        Ich bin verwirrt da ich den Vertrag nur unterschreiben möchte wenn ich in der Familienversicherung bleibe.

        Lg Antonia

        • Hallo Antonia,

          neben einem 450-Euro-Minijob können Sie einen kurzfristigen Minijob parallel ausüben. Die Verdienste aus beiden Beschäftigungen werden nicht zusammengerechnet. Beide Beschäftigungsarten werden bei der Minijob-Zentrale durch Ihre Arbeitgeber angemeldet.

          Die Verdienstgrenze von 5.400 Euro im Minijob gilt jedoch nur dann, wenn Sie Ihre Beschäftigung ununterbrochen in 12 Monaten ausüben. Ist die Tätigkeit von vornherein auf einen kürzeren Zeitraum befristet, kann die Verdienstgrenze auch nur anteilig berechnet werden. Bei einer Beschäftigung von 7 Monaten wären das beispielsweise 3.150 Euro.

          Zur Klärung der Frage, ob Sie mit beiden Beschäftigungen weiterhin in der Familienversicherung versichert bleiben können, wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige Krankenkasse.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  36. Hallo, ich habe zur Zeit keine Einkünfte, lebe, bis ich in zwei Jahren Rente bekomme, von meinem Ersparten und zahle meine Krankenversicherung selbst. Kann ich mehrere Minijobs annehmen und wieviel darf ich verdienen, um keine Steuern zahlen zu müssen und keine Probleme mit der Minijobzentrale bekomme?

    • Hallo Bettina,

      wir gehen davon aus. dass Sie keine versicherungspflichtige Hauptbeschäftigung ausüben. Somit dürfen Sie mehrere 450-Euro-Minijobs gleichzeitig ausüben. Wenn Sie mehrere Minijobs ausüben, dürfen Sie in Summe nicht über 450 Euro verdienen, um sozialabgaben- und steuerfrei zu sein.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  37. Liebes Blog-Team,

    ich habe eine Frage zu den steuerfreien Sachleistungen. Ich habe zwei Minijobs und frage mich, ob ich dann von beiden Arbeitgebern eventuell diese Sachleistungen in Höhe von jeweils 44,00 Euro steuerfrei erhalten kann. Oder geht das nur ein Mal pro Monat?

    Vielen Dank!

    Mit freundlichen Grüßen

    Christina

    • Hallo Christina,

      hat ein Arbeitnehmer mehrere Arbeitsverhältnisse bei mehreren Arbeitgebern, dann kann jeder Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer grundsätzlich Sachbezüge bis 44 Euro im Monat lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei zukommen lassen.

      Bei detaillierten Fragen zu den steuerfreien Sachbezügen, wenn Sie sich bitte an Ihre zuständiges Finanzamt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  38. Hallo,
    handelt es sich bei diesem Beispiel noch um einen sozialversicherungsfreien Minijob, wenn mein Verdienst von Januar bis September bei € 450/Monat liegt und im Oktober, November und Dezember auf Grund einer Krankheitsvertretung eines Kollegen bei € 1200/Monat?
    Somit würde ich aufs Jahr € 7650 verdienen.

    • Hallo Klaus,

      als Minijobber dürfen Sie grundsätzlich 450 Euro durchschnittlich pro Monat verdienen. Im Jahr ergibt das eine Höchstverdienstgrenze von 5.400 Euro. Wird dieser Jahresverdienst überschritten, weil Sie in einzelnen Monaten mehr verdienen als ursprünglich mit Ihrem Arbeitgeber vereinbart, kommt es auf den Grund für diese höhere Zahlung an.
      Wird die Verdienstgrenze tatsächlich gelegentlich und NICHT vorhersehbar überschritten, bleibt die Tätigkeit ein Minijob. Als gelegentlich gilt die Zahlung eines höheren Verdienstes für maximal 3 Kalendermonate in einem 12-Monats-Zeitraum. In solchen Ausnahmefällen darf der Jahresverdienst auch mehr als 5.400 Euro betragen. Dabei spielt es keine Rolle, ob der höhere Verdienst 3 Monate hintereinander oder in 3 einzelnen Monaten verteilt über den 12-Monats-Zeitraum erzielt wird.

      In diesem Zusammenhang empfehlen wir Ihnen noch unseren Blog-Beitrag vom 17. Januar 2019: https://t1p.de/Blogbeitrag-Krankheitsvertretung.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  39. Ich bin doch der Meinung das man im Jahr 2 mal das doppelte also gesamt 900€ dazu verdienen darf über die 5400 Grenze oder gilt das nicht mehr

    • Hallo Herr Ros,

      die Aussage zu einem möglichen Verdienst in Höhe von 6.300 Euro (5400 Euro + 900 Euro) bezieht sich auf die Hinzuverdienstgrenze für Rentenbezieher. Die Hinzuverdienstgrenze regelt wie viel ein Rentner zu seiner gesetzlichen Rente hinzuverdienen darf.

      Wird diese Grenze überschritten kann es zur Kürzung oder zum Wegfall der vorgezogenen Altersrente oder der Erwerbsminderungsrente führen.
      Bei vorzeitigem Renteneintritt durften Sie bislang maximal 450 Euro pro Monat verdienen und zusätzlich zweimal im Jahr das Doppelte, ohne Abschläge auf die Rente zu erhalten. Ab 1. Juli 2017 gilt ein einfacheres System.

      Es wird nicht mehr auf die einzelnen Monate geachtet, sondern ausschließlich auf den Jahresverdienst. Somit ist ein Jahresverdienst bis zu 6.300 Euro möglich.
      Um jedoch Minijobber zu sein und zu bleiben gilt eine Verdienstgrenze im Jahr von 5.400 Euro. Bei einem 450-Euro-Minijob können Sie durchschnittlich im Monat bis zu 450 Euro verdienen. Arbeiten Sie ein Jahr lang durchgehend, dürfen Sie 5.400 Euro verdienen.

      Zu berücksichtigen sind auch einmalige Einnahmen wie beispielsweise Urlaubs- oder Weihnachtsgeld.
      Wird diese Verdienstgrenze überschritten, liegt in der Regel kein 450-Euro-Minijob mehr vor.
      In diesem Zusammenhang möchten wir auf unseren Blog-Beitrag vom 3. Mai 2016 verweisen: https://t1p.de/Blogbeitrag-Hinzuverdienstgrenze

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  40. Hallo,
    ich bin Altersrentnerin und beziehe Altersrente seit 3 Jahren in Höhe von ca. 1100,- € mtl.. Dazu habe ich einen 450,- € Minijob. Kann ich noch einen 2ten 450,- € Minijob ausführen – ohne Steuern zu zahlen ?

    Danke.

    • Hallo Anna,

      als Rentnerin können Sie beliebig viele 450-Euro-Minijobs parallel ausüben. Zu beachten ist, dass der Gesamtverdienst Ihrer Minijobs im Monat die 450-Euro-Grenze nicht überschreitet.

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      • bei zwei 450,- € Minijob werde ich die Gesamtsumme von 450,- € überschreiten, was passiert dann – muss ich dann Steuern zahlen auf den Betrag der 450,- € überschreitet ?

        • Hallo Anna,

          sobald Sie mit mehreren Minijob über 450 Euro verdienen werden alle Beschäftigungen sozialabgaben- und steuerpflichtig. Die Minijobs werden durch Ihre Arbeitgeber bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse angemeldet.

          Für weitere Informationen welche Abgaben bzw. Steuern und in welcher Höhe diese anfallen, wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige Krankenkasse bzw. an Ihr zuständiges Finanzamt.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  41. Hallo,

    ich hab im Januar-April 0 Euro verdient und fange jetzt in einem Minijob an. Rechne ich die 5400€ Jahresgehalt auch mit den Monaten Januar-April? Das heißt, ich habe nun einen Puffer und kann über 450€ verdienen?

    • Hallo Herr Leyer,

      Ihre Annahme, dass Sie den „Verdienstpuffer“ aus den Monaten Januar bis April nutzen dürfen und es sich dann immer noch um 450-Euro-Minijob handelt, ist nicht korrekt.

      Die Grenze von 5.400 Euro gilt für das Zeitjahr. Ihr Arbeitgeber beurteilt zu Beginn Ihrer Beschäftigung – beispielsweise im Mai 2019 – Ihr Beschäftigungsverhältnis vorausschauend für maximal 12 Monate. Beginnen Sie Ihren Minijob im Mai 2019, endet der Zeitraum der vorausschauenden Betrachtung beispielsweise im April 2020. Werden Sie in diesem Zeitraum durchgängig beschäftigt, dürfen Sie in Summe 5.400 Euro verdienen. Hierbei kann es in einzelnen Monaten auch einmal zu einer Überschreitung der Verdienstgrenze von 450 Euro kommen. Wird die Jahresverdienstgrenze von 5.400 Euro nicht überschritten, handelt es sich in der Regel trotzdem um einen Minijob.

      Steht bereits zu Beginn der Beschäftigung fest, dass Sie nicht durchgehend für mindestens 12 Monate beschäftigt sein werden, ist die zulässige Arbeitsentgeltgrenze für den Gesamtzeitraum entsprechend zu reduzieren.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  42. Hallo,

    Ich würde gerne wissen, ob ich die Übungsleiterpauschale in Anspruch nehmen kann, wenn die Tätigkeit (Jugendtrainer) die gleiche ist, wie die des 450€ Jobs?

    Freundliche Grüße

  43. Hallo alle zusammen! Ich habe bei Steuer Erklärung bei meine Steuerberater mit bekommen das ich bei meine Arbeitgeber als Aushilfe Steuer Pflicht angemeldet worden bin, und nicht als Aushilfe Steuer frei. Dürfte mein Arbeitgeber es tuen? Deswegen würde mir ein Betrag die ich von Finanzamt zurück bekommen hätte , nicht erstattet.
    Freundliche Grüße.

    • Hallo Stefy,

      im Minijob entscheidet der Arbeitgeber über die Art der Versteuerung. Dabei kann er zwischen zwei Möglichkeiten wählen: der individuellen Versteuerung nach Lohnsteuerklasse oder die Pauschalversteuerung in Höhe von 2 % vom Arbeitsentgelt. Wählt der Arbeitgeber die Pauschalversteuerung, darf er dies auch auf den Arbeitnehmer abwälzen, wenn ein Bruttolohn vereinbart wurde.

      Inwiefern eine rückwirkende oder zukünftige Änderung der Art der Versteuerung möglich ist, erfragen Sie bitte bei Ihrem zuständigen Finanzamt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  44. Wenn nun doch die Grenze überschritten wird, wird dann das gesamte Einkommen Steuerpflichtig, oder nur der Teil, der drüber liegt?
    Mein Fall: Job 1 liegt zwischen 200 und 450 Euro. Im Moment eher an 200€ Job 2 hingegegen liegt bei ca. 250 kann aber deutlich mehr werden. Es ist im moment nicht abzusehen, wann die 5400 Euro im Jahr überschritten werden.
    Dann kommt hinzu, dass für Job 2 eine Garage von mir angemietet werden soll. Können diese Kosten in Abzug gebracht werden, und wenn ja, im Voraus, oder erst bei der Einkommenserklärung?

    • Hallo Herr Bruhns,

      die versicherungsrechtliche Beurteilung einer Beschäftigung obliegt dem Arbeitgeber. Die Beurteilung hat jeweils zu Beginn der Beschäftigung und erneut bei jeder dauerhaften Veränderung in den Verhältnissen (zum Beispiel Lohnerhöhung, Aufnahme eines weiteren Minijobs) zu erfolgen.

      Bei der Prüfung der Frage, ob das Arbeitsentgelt 450 Euro übersteigt, hat der Arbeitgeber vom regelmäßigen Arbeitsentgelt auszugehen. Es ermittelt sich abhängig von der Anzahl der Monate, für die eine Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt besteht, wobei maximal ein Jahreszeitraum (12 Monate) zugrunde zu legen ist. Bei einem Beschäftigungsbeginn zum Beispiel zum 1. Juni erstreckt sich somit der zu beurteilende Jahreszeitraum bis zum 31. Mai des Folgejahres. Dabei darf das regelmäßige Arbeitsentgelt im Durchschnitt einer Jahresbetrachtung 450 Euro nicht übersteigen (maximal 5.400 Euro pro Jahr bei durchgehender mindestens 12 Monate dauernder Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt in jedem Monat). Wird jedoch während dieser Zeit zum Beispiel zum 1. August ein weiterer 450-Euro-Minijob aufgenommen muss der Arbeitgeber eine erneute vorausschauende Beurteilung vom 1. August bis zum 31. Juli des Folgejahres vornehmen und dabei, dass zu erwartende Arbeitsentgelt aus der weiteren Beschäftigung berücksichtigen.

      Kommt er zu dem Ergebnis, dass die zulässige Jahresarbeitsentgeltgrenze durch die beiden Beschäftigungen überschritten wird tritt Versicherungspflicht ein. Es handelt sich dann nicht mehr um 450-Euro-Minijobs sondern um versicherungspflichtige Beschäftigungen welche bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse zu melden sind. Das komplette Arbeitsentgelt muss dann versteuern und verbeitragt werden.

      Bezüglich der Anmietung der Garage empfehlen wir Ihnen mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Kontakt zu treten. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004. Dieses kann Ihnen bei der Frage, ob die Anmietung einer Garage durch den Arbeitnehmer im Rahmen eines Beschäftigungsverhältnisses arbeitsrechtlich zulässig ist, beratend zur Seite stehen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  45. Hallo ^^

    Ich hab mal eine Frage ich bin als 450€ Aushilfe angestellt, allerdings sind momentan sehr viele aus gefallen bei uns, ich werde diesen Monat deutlich über die 450€ kommen.

    Mein Chef meint das es okay ist,da wir momentan maßlos unter besetzt sind, das es da irgendeine sonder Regelung gibt für Aushilfen.

    Meine Frage, gibt es so etwas wirklich?

    • Hallo Eric,

      überschreitet das Arbeitsentgelt regelmäßig den Betrag von 450 Euro, so liegt vom Tage des Überschreitens an kein Minijob mehr vor.
      Ein nur gelegentliches und nicht vorhersehbares Überschreiten der Entgeltgrenze führt hingegen nicht zur Beendigung des Minijobs. Im Einzelfall kann es daher in dem für die Ermittlung des regelmäßigen Arbeitsentgelts maßgebenden Prognosezeitraum zum Überschreiten der monatlichen Arbeitsentgeltgrenze von 450 Euro und auch der jährlichen Arbeitsentgeltgrenze von 5.400 Euro kommen. Dabei ist die Höhe des Arbeitsentgelt, in dem Monat, in dem die Entgeltgrenze unvorhersehbar überschritten wird, unerheblich. Unvorhersehbar wäre beispielsweise ein erhöhter Arbeitseinsatz wegen des krankheitsbedingten Ausfalls eines anderen Arbeitnehmers. Urlaubsvertretungen sind vorhersehbar und können somit nicht unter diese Regelung fallen. Als gelegentlich ist dabei ein Zeitraum von bis zu drei Monaten innerhalb eines Zeitjahres anzusehen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      • Hallo! Bin geringfügig im Einzelhandel beschäftigt und habe einen Vertrag mit einem Grundgehalt von 270 €. Dieses Jahr bin ich bereits im Januar, Februar, März und auch im Mai über der 450 € Grenze. Nun habe ich von meinem Arbeitgeber die Mitteilung bekommen, dass er mich zum 1.5. sozialversicherungspflichtig gemeldet hat.Laut meiner Berechnungen komme ich auf das ganze Jahr gesehen aber nicht über die 5400 € Grenze. Bin etwas ratlos…Ist das so korrekt? Falls ja, wann endet dann das sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnis und wird wieder als Minijob behandelt? Danke und lieben Gruß.

        • Hallo Sandra,

          die versicherungsrechtliche Beurteilung Ihrer Beschäftigung obliegt dem Arbeitgeber.

          Bei der monatlichen Entgeltgrenze von 450 Euro handelt es sich um einen Durchschnittswert. Solange die zulässige Entgeltgrenze für 12 Monate in Höhe von 5.400 Euro nicht überschritten wird, können in einzelnen Monaten auch Arbeitsentgelte oberhalb von 450 Euro erzielt werden.

          Sobald für den Arbeitgeber ersichtlich wird, dass die Jahresentgeltgrenze von 5.400 Euro nicht eingehalten werden kann, erfolgt eine Ummeldung. Somit liegt ab dem Zeitpunkt Versicherungspflicht vor und die Beschäftigung muss bei der zuständigen Krankenkasse gemeldet werden. Zu Beginn eines neuen Kalenderjahres kann der Arbeitgeber eine neue Beurteilung der Beschäftigung vornehmen. Stellt der Arbeitgeber fest, das es sich für das neue Kalenderjahr um einen 450-Euro-Minijob handelt kann die Beschäftigung wieder umgemeldet werden.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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