Mit einem Minijob mehr als 450 Euro verdienen – Wie geht das?

Dass man in einem 450-Euro-Minijob monatlich bis zu 450 Euro verdienen kann, ist klar. Aber geht auch mehr? Was passiert beispielsweise, wenn neben dem Monatsverdienst auch Weihnachtsgeld gezahlt wird? Welche Einnahmen zählen nicht zum Verdienst und was ist zu beachten, wenn mehrere Beschäftigungen gleichzeitig ausgeübt werden – Antworten auf diese Fragen gibt es hier:

Wann liegt ein 450-Euro-Minijob vor?

Bei einem 450-Euro-Minijob kann ein Minijobber durchschnittlich im Monat bis zu 450 Euro verdienen. Arbeitet er ein Jahr lang durchgehend, darf er also 5.400 Euro verdienen (12 Monate x 450 Euro = 5.400 Euro). Wird diese Verdienstgrenze überschritten, liegt kein 450-Euro-Minijob mehr vor.

 Wie sind Sonderzahlungen zu berücksichtigen?

Viele Arbeitgeber zahlen ihren Minijobbern Weihnachts- oder Urlaubsgeld. Einmalige Zahlungen dieser Art müssen zum Verdienst des Minijobbers hinzugerechnet werden. Ergibt sich unter Berücksichtigung aller laufenden und einmaligen Zahlungen an den Arbeitnehmer ein Gesamtverdienst von mehr als 5.400 Euro für 12 Monate, ist die Beschäftigung von Anfang an kein 450-Euro-Minijob.

Damit Arbeitgeber sicher sein können, dass tatsächlich ein 450-Euro-Minijob vorliegt, ist der voraussichtliche Jahresverdienst des Minijobbers somit bereits zu Beginn der Beschäftigung zu berechnen.

Beispiel:

Eine Arbeitnehmerin verdient 430 Euro im Monat und erhält jedes Jahr im Dezember ein vertraglich zugesichertes Weihnachtsgeld in Höhe von 300 Euro. Sie erzielt somit im Jahr 5.160 Euro plus 300 Euro Weihnachtsgeld. Zusammen sind das 5.460 Euro im Jahr. Ihr durchschnittlicher monatlicher Verdienst beträgt somit 455 Euro (5.460 Euro : 12 Monate). Sie liegt mit ihrem Verdienst über der 450-Euro-Grenze und ist keine 450-Euro-Minijobberin.
Bei einem Weihnachtsgeld in Höhe von lediglich 240 Euro würde die 450-Euro-Grenze (12 x 430 Euro = 5.160 Euro + 240 Euro = 5.400 Euro : 12 = 450 Euro) nicht überschritten und die Arbeitnehmerin wäre eine 450-Euro-Minijobberin.

Welche Einnahmen gehören nicht zum Verdienst?

Erhalten Minijobber zusätzlich zum Verdienst steuerfreie Einnahmen, bleiben diese in der Sozialversicherung unberücksichtigt. Das Arbeitsentgelt in der Sozialversicherung orientiert sich in der Regel am Steuerrecht. Dies bedeutet, dass steuerfreie Bezüge grundsätzlich auch sozialversicherungsfrei sind. Dazu gehören beispielsweise Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeitszuschläge.

Auch können Einnahmen aus nebenberuflichen Tätigkeiten, beispielsweise als Übungsleiter in Sportvereinen oder als Ausbilder, Erzieher und Betreuer, bis zu 2.400 Euro im Kalenderjahr steuerfrei sein. Gleiches gilt auch für die Pflege alter, kranker oder behinderter Menschen. Hier spricht man von der sogenannten Übungsleiterpauschale.

Ebenfalls steuerfrei sind nebenberufliche Einnahmen bis zu 720 Euro im Kalenderjahr, die im Dienst oder Auftrag einer inländischen juristischen Person des öffentlichen Rechts oder einer Einrichtung zur Förderung gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Zwecke erzielt werden. Diese Aufwandsentschädigung wird auch Ehrenamtspauschale genannt.

Sowohl der Übungsleiterfreibetrag als auch die Ehrenamtspauschale zählen somit ebenfalls nicht zum Arbeitsentgelt im Sinne der Sozialversicherung.

Beispiel:

Eine Hausfrau übt im Rahmen einer abhängigen Beschäftigung eine nebenberufliche Übungsleitertätigkeit im Sportverein aus. Zusätzlich ist sie dort noch als Kassiererin tätig. Sie verdient monatlich 550 Euro als Übungsleiterin und der Aufwand für die ehrenamtliche Tätigkeit wird mit 80 Euro entschädigt. Von ihrem monatlichen Gesamtverdienst werden als Aufwandsentschädigung die Übungsleiterpauschale von monatlich 200 Euro und die Ehrenamtspauschale von monatlich 60 Euro abgezogen. Ihr regelmäßiges Arbeitsentgelt beträgt somit 370 Euro (630 Euro – 260 Euro).

Es handelt sich um einen 450-Euro-Minijob, weil ihr durchschnittlicher monatlicher Verdienst im Sinne der Sozialversicherung 450 Euro nicht übersteigt.

Wie ist der Verdienst aus mehreren Beschäftigungen zu berücksichtigen?

Arbeitnehmer können mehrere Minijobs gleichzeitig ausüben. Allerdings dürfen sie insgesamt aus diesen Beschäftigungen nicht mehr als durchschnittlich 450 Euro im Monat verdienen. Verdienen sie mehr, sind sie in allen Beschäftigungen kein Minijobber.

Beispiel:

Ein Arbeitnehmer arbeitet seit dem 1. Januar beim Arbeitgeber A und verdient monatlich 300 Euro. Einen Monat später, am 1. Februar, nimmt er beim Arbeitgeber B einen weiteren Minijob auf und erhält dort monatlich 200 Euro. Im Januar liegt noch ein Minijob vor, weil der Monatsverdienst nicht über 450 Euro liegt. Mit dem zweiten Minijob übersteigt der Verdienst jedoch die 450-Euro-Grenze, so dass ab Februar in beiden Beschäftigungen keine Minijob vorliegt. Mit einem Verdienst von max. 150 Euro beim Arbeitgeber B wären beide Beschäftigungen Minijobs.

Es ist zusätzlich darauf zu achten, dass neben einer Hauptbeschäftigung lediglich eine einzige Beschäftigung als 450-Euro-Minijob ausgeübt werden darf. Jede weitere Beschäftigung ist unabhängig vom Verdienst kein 450-Euro-Minijob und bei der Krankenkasse zu melden.

97 Kommentare zu “Mit einem Minijob mehr als 450 Euro verdienen – Wie geht das?

  1. Guten Abend!

    Wie ist folgendes Beispiel zu bewerten:
    Ich bin eine Stundenaushilfskraft in einem Einzelhandel. Mein Beschäftigungsentgelt liegt als Geringverdiener bei maximal insgesamt 450 Euro monatlich.(sozialversicherungsfrei, Pauschalsteuer von 2%)
    Der Laden hat erst Mitte Oktober eröffnet und es ist meine erste und einzige Tätigkeit.
    Im Oktober war mein Verdienst bei 281 Euro.
    Im November bei 411 Euro.
    Im Dezember hat eine Kollegin gekündigt und eine andere ist vom 4 bis 21 Dezember krankgeschrieben und wird zum 31.12 gekündigt. Nun habe ich laut Plan über 26 Überstunden und würde am Ende des Monats auf ca. 662 Euro kommen. Der Arbeitgeber hat es so erklärt, dass es ein unvorsehbarer Grund sei, da eine Kollegin krankgeschrieben ist und es dementsprechend eine Krankheitsvertretung ist. Zudem würde er mir den Betrag für diesen Monat komplett auszahlen.
    1. Geht das rechtlich?
    2. Wenn nein, welche rechtlichen Regelungen würden dabei verletzt?

    Eine weitere Frage ist, ob man das durch den nächsten Monat ausgleichen muss und ob der Jahresverdienst eine wichtige Rolle spielt.
    Der Jahresverdienst liegt bei max. 5,400 Euro, aber wie verhält es sich, wenn man nur bis Ende Januar eine geringfügige Beschäftigung nachgeht. Da ich im nächsten Jahr eine Ausbildung anfange.

    Liebe Grüße

    Gefällt mir

    • Hallo Safia,

      ein nur gelegentliches und nicht vorhersehbares Überschreiten der Verdienstgrenze führt nicht zur Beendigung des Minijobs. Im Einzelfall kann es daher in dem für die Ermittlung des regelmäßigen Verdienstes maßgebenden Prognosezeitraum zum Überschreiten der monatlichen Arbeitsentgeltgrenze von 450 Euro und auch anteiligen Arbeitsentgeltgrenze von 1.800 Euro (Ihr Beschäftigungszeitraum: Oktober 2017 bis Januar 2018) kommen. Dabei ist die Höhe des Verdienstes, in dem Monat, in dem die Verdienstgrenze unvorhersehbar überschritten wird, unerheblich. Unvorhersehbar wäre beispielsweise ein erhöhter Arbeitseinsatz wegen des krankheitsbedingten Ausfalls eines anderen Arbeitnehmers. Genauso wie es Ihr Arbeitgeber erklärt hat. Urlaubsvertretungen sind vorhersehbar und können somit nicht unter diese Regelung fallen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  2. Hallo!
    Im Dezember bekommen wir manchmal Gutscheine über 60 € als Weihnachtsgeschenk ausgehändigt. Sonst verdiene ich monatlich 450 €. Komme ich dann auch über die Grenze? Die Gutscheine werden wohl laut Aussage vom Chef pauschal versteuert.
    Viele Grüße

    Gefällt mir

    • Guten Tag,

      die versicherungsrechtliche Beurteilung, ob es sich um einen Minijob oder eine versicherungspflichtige Beschäftigung handelt obliegt Ihrem Arbeitgeber.

      Sachzuwendungen bis zu einem Wert von 60 Euro, z. B. Blumen, Genussmittel, ein Buch oder ein Tonträger, die dem Arbeitnehmer oder seinen Angehörigen aus Anlass eines besonderen persönlichen Ereignisses zugewendet werden gehören nicht zum Arbeitslohn. Die 60 Euro ist dabei keine Monatsgrenze, die immer ausgeschöpft werden kann. Liegt kein besonderes persönliches Ereignis vor, kann auch keine Sachzuwendung steuerfrei erfolgen. Es ist aber durchaus möglich, dass mehrmals pro Monat eine Sachzuwendung von maximal 60 Euro steuer- und beitragsfrei gewährt werden kann (z. B. Arbeitnehmer hat Geburtstag und sein Kind hat Schulanfang im gleichen Monat). Kein persönlicher Anlass liegt bei Festen und Feiertagen wie Weihnachten, Ostern oder Pfingsten vor.

      Demzufolge wäre aus unserer Sicht ein Gutschein in Höhe von 60 Euro zu Weihnachten in Form dieser Sachzuwendung nicht steuer- und sozialversicherungsfrei.

      Rechtsverbindliche Auskünfte erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Finanzamt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  3. Ich bin seit November 2016 in der Regelaltersrente (geb. Mai 1951) und arbeite für monatlich 450,-€ als Minijober bei meinen bisherigen Arbeitgeber weiter.
    Dieses Jahr hatte ich meine 30-jährige Betriebszugehörigkeit und würde dafür eine einmalige Prämie in Höhe von 350,- € erhalten. Wie verhalte ich mich hier, fordere ich diese Prämie für die Betriebszugehörigkeit ein? ist damit der Minjob in Gefahrt. Muss ich dann den gesamten Verdienst des Jahres regulär versteuern oder nur die 350,- €. Bei den 450,- € monatlich erfolgt ja nur eine Pauschalbesteurung und keine Sozialabgaben in die Krankenkasse und Pflegeversicherung. Ich danke für Ihre
    Auskunft und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

    Gefällt mir

    • Hallo Karl,

      Jubiläumszuwendungen sind Sonderzuwendungen des Arbeitgebers, die aus Anlass eines Firmen- oder Dienstjubiläums gezahlt werden. Sie gehören zum steuerpflichtigen Arbeitslohn und damit auch zum beitragspflichtigen Arbeitsentgelt. Jubiläumszuwendungen sind bei der Prüfung der Geringfügigkeitsgrenze von 450 EUR jedoch nicht zu berücksichtigen, da es sich nicht um jährlich wiederkehrende Zuwendungen handelt. Ihr Arbeitgeber entrichtet nur zusätzlich auf die Jubiläumszuwendung seine Pauschalbeiträge und Ihr Beschäftigungsverhältnis verbleibt als Minijob.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  4. Noch mal eine Frage zum Thema Tankgutschein: Darf ein 44-Euro-Tankgutschein zusätzlich zu den 450 Euro gezahlt werden, ohne dass der MInijobber versicherungspflichtig wird

    Gefällt mir

    • Hallo Frau Schulz-Görner,

      ja, ein Tankgutschein im Wert bis zu 44 Euro im Monat ist in der Regel steuerfrei und zählt nicht zum beitragspflichtigen Lohn im Minijob. Er kann somit zusätzlich zu den 450 Euro gezahlt werden.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  5. Hallo, ich habe einen Minijob und bekomme jeden Monat unterschiedliche Ausszahlungen. (Immer soviel wie ich gearbeitet habe) Kann ich mehrmals im Jahr über die 450€ Grenze verdienen, wenn es aufs Jahr gesehen nicht über die 5400€ komme? Beispiel: Ich habe im März 650€ bekommen im April aber nur 200€ und so geht es immer weiter… einen Monat so, der darauffolgende Monat weniger. Ist das gestattet? Über eine Antwort wäre ich sehr Dankbar!

    Gefällt mir

    • Hallo Sabrina,

      die versicherungsrechtliche Beurteilung, ob es sich um einen Minijob oder eine versicherungspflichtige Beschäftigung handelt obliegt Ihrem Arbeitgeber.

      Bei einem Minijob darf der durchschnittliche Verdienst im Monat 450 Euro nicht übersteigen, auf Jahressicht 5.400 Euro. Dies gilt unabhängig davon, ob ein fester oder schwankender Verdienst vereinbart wurde.

      Nur erhebliche Schwankungen des Verdienstes würden einen durchgehende Beschäftigung auf Minijob-Basis gefährden.
      Dies wäre der Fall, wenn eine in wenigen Monaten eines Jahres ausgeübte Vollzeitbeschäftigung, nur deshalb geringfügig entlohnt ausgeübt würde, weil die Arbeitszeit und das Arbeitsentgelt in den übrigen Monaten eines Jahres lediglich soweit reduziert werden, dass das Jahresarbeitsentgelt 5.400 Euro nicht übersteigt.

      Erhebliche Schwankungen liegen in dem von Ihnen dargelegten Sachverhalt nicht vor.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  6. Der Sportverein möchte einen Trainer einstellen, der bereits bei einem anderen Sportverein als Trainer mit 150 Euro pro Monat beschäftigt ist und auch eine versicherungspflichtige Hauptbeschäftigung ausübt. Die 150 Euro dort fallen unter die ÜL-Pauschale. Bei uns würde er weitere 50 Euro i.R. der ÜL-Pauschale bekommen und 250 Euro als Minijobber. Ist die erste Trainertätigkeit ein Minijob, obwohl aufgrund der ÜL-Pauschale frei von Steuern und Sozialversicherung? Oder bleibt dieses erste Arbeitsverhältnis bei der Betrachtung außen vor und die zweite Trainertätigkeit ist der erste Minijob neben der Haupttätigkeit? Vielen Dank!

    Gefällt mir

    • Hallo,

      sofern der Verdienst aus der ersten Trainertätigkeit komplett durch den Übungsleiterfreibetrag abgedeckt wird, handelt es sich nicht um ein Beschäftigungsverhältnis im Sinne der Sozialversicherung. Damit handelt es sich bei der zweiten Trainertätigkeit bei Ihnen um den ersten Minijob neben der Hauptbeschäftigung und dies ist möglich.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  7. Hallo,
    ich arbeite seit 1.3. 2017 während meiner Elternzeit auf 450,- Euro Basis.
    Am 1.12. bin ich 10 Jahre in der Firma und es soll eine Sonderzahlung ausgezahlt werden. Ist dies überhaupt möglich? Oder komme ich über den Grenzbetrag? Für 12 Monate 5.400 Euro, diese überschreite ich ja nicht weil ich erst im März wieder angefangen habe oder gilt das dann von März bis Dezember darf ich nicht mehr als 4.500 Euro bekommen?
    Wenn diese Grenze überschritten wird, wird die Sonderzahlung dann direkt versteuert und ich bekomme z.B. statt 600 Euro nur 300 ausgezahlt? Oder hat das Rückwirkungen auf das ganze Jahr? Also nicht das ich dann bei meiner Steuererklärung plötzlich 1000 Euro nachzahlen muss!????
    Und einfach nicht auszahlen wäre irgendwie auch nicht fair. Oder dürften mir als Alternative Gutscheine ausgestellt werden?

    Gefällt mir

  8. Ich habe in meinem Minijob regelmäßig genau 450 Euro/Monat verdient/ausgezahlt bekommen. Durch gelegentliche Krankheitsvertretungen habe ich ein Arbeitszeitguthaben von 3 x 450 Euro aufgebaut. Jahresverdienst von 5.400 Euro würde bei Auszahlung überschritten. Kann mein Arbeitgeber das Geld irgendwie auszahlen ohne dass ich 3 Monate freigestellt werde oder ist es dann kein Minijob mehr?
    Auf den Seiten der Minijob-zentrale finde ich nur den folgenden Hinweis
    „Was passiert, wenn Ihr Minijobber die Verdienstgrenze überschreitet […]Passiert das gelegentlich und nicht vorhersehbar, das heißt bis zu drei Mal in einem Zwölf-Monats-Zeitraum, bleibt die Tätigkeit ein Minijob.“
    Mein Arbeitgeber behauptet nichts von dieser Regelung zu kennen.

    Gefällt mir

    • Guten Tag Marco,

      bei einem 450-Euro-Minijob ist das Führen eines Arbeitszeitkontos möglich. Dieses muss schriftlich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbart werden. Es sind jedoch dabei bestimmte Vorgaben zu beachten, die für die Sozialversicherung wichtig sind.
      Um flexibel auf Produktionsspitzen oder Personalengpässe reagieren zu können, haben Arbeitgeber die Möglichkeit die Personalplanung auf der Grundlage einer sogenannten „sonstigen flexiblen Arbeitszeitregelung“ vorzunehmen. Hierunter versteht man Arbeitszeitkonten, die in Form von Gleitzeit- oder Jahreszeitkonten geführt werden. Sie erleichtern es dem Arbeitgeber, die Einhaltung der Verdienstgrenze von Minijobs zu gewährleisten und gleichzeitig eine flexible Personaleinsatzplanung vorzunehmen.
      Der Arbeitnehmer erhält ein vertraglich vereinbartes gleichbleibendes Arbeitsentgelt, dem abhängig vom Stundenlohn eine bestimmte Soll-Arbeitszeit zugrunde liegt zum Beispiel 450 Euro monatlich bei einer vereinbarten Arbeitszeit von 45 Arbeitsstunden im Monat. Dabei muss die Verdienstgrenze von 5.400 Euro im Jahr berücksichtigt werden. Der Arbeitnehmer arbeitet aber je nach Bedarf unterschiedlich viele Stunden im Monat. Wenn die betriebliche Situation es erfordert, kann der Arbeitnehmer für die Dauer von maximal drei Monaten unter Fortzahlung des Arbeitsentgelts von der Arbeitsleistung freigestellt werden.
      Flexible Arbeitszeitregelungen müssen neben dem Aufbau von Zeitguthaben auch deren tatsächlichen Abbau ermöglichen. Arbeitet der Arbeitnehmer innerhalb der Jahresfrist mehr Stunden, als bei einem Verdienst von 5.400 Euro möglich ist, beendet dies den Minijob. Ist der Abbau eines Zeitguthabens von vornherein nicht beabsichtigt, ist die Vereinbarung über die Arbeitszeit sozialversicherungsrechtlich ungültig. In diesen Fällen wäre vom Beginn der Beschäftigung an das tatsächlich erarbeitete Arbeitsentgelt bei der Berechnung der Beiträge zu berücksichtigen. Dies gilt auch, wenn bewußt längerfristige Freistellungen als drei Monate zugelassen wurden.
      Wichtiger Hinweis: Mehrstunden aufgrund eines gelegentlichen unvorhersehbaren Ereignisses (Krankheitsvertretung) sind abzugelten in dem Monat in dem Sie entstanden sind. Diese Stunden sind nicht dem Arbeitszeitkonto zuzuführen.
      Eine Informationsbroschüre zum Thema Arbeitszeitkonten für Minijobs, die Sie auch Ihrem Arbeitgeber aushändigen können, finden Sie unter folgenden Link. Speziell Seite 6 (Variante C) ist für Sie interessant.
      https://www.minijob-zentrale.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/gewerblich/07_19911_Flexi.pdf?__blob=publicationFile&v=3
      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

      • Danke für die Hinweise. Da mein Arbeitgeber der Meinung war,dass er max 450 Euro/Monat auszahlen darf, sind inzwischen noch fast 3x 450 Euro für zurückliegende Monate nicht ausgezahlt (entstanden durch diverse Krankheitsvertretungen). Mal angenommen es stellt sich im nachhinein heraus, dass es dann doch kein Minijob mehr war, wer muss dann die Steuern und Sozialabgaben zahlen. Arbeitgeber oder ich als Arbeitnehmer?

        Gefällt mir

        • Guten Tag Marco,

          wie bereits mitgeteilt, darf durch die Krankheitsvertretungen das Arbeitszeitkonto nicht belastet werden. Sie müssen in dem Monat ausgezahlt werden, in dem sie entstanden sind. Dies kann Ihr Arbeitgeber auch noch durch nachträgliche Korrekturen der Lohnabrechnung richtigstellen.

          Ansonsten müssen sonstige flexible Arbeitszeitregelungen neben dem Aufbau von Zeitguthaben auch deren tatsächlichen Abbau ermöglichen. Ist der Abbau eines Zeitguthabens von vornherein nicht beabsichtigt, ist die Vereinbarung über die Arbeitszeit sozialversicherungsrechtlich ungültig. In diesen Fällen wäre vom Beginn der Beschäftigung an das tatsächlich erarbeitete Arbeitsentgelt bei der Berechnung der Beiträge zu berücksichtigen.

          Bei der Ermittlung des regelmäßigen Arbeitsentgelts sind alle Ansprüche auf Arbeitsentgelt zu berücksichtigen, die sich insgesamt aus der in einem Jahr zu erwartenden Arbeitszeit ergeben. Somit sind Guthaben auf Arbeitszeitkonten voll zum Jahresentgelt zu zählen. Wird die Geringfügigkeitsgrenze von 5400 Euro im Jahr überschritten, finden die Regelungen für Minijobs keine Anwendung.

          Arbeitnehmer, die zum Ende eines Jahres noch über ein Zeitguthaben verfügen, sind somit nicht mehr geringfügig beschäftigt. Der Arbeitgeber hat in vorausschauender Betrachtungsweise den Minijobber ab dem Zeitpunkt versicherungspflichtig bei der Krankenkasse anzumelden, ab dem ersichtlich wurde, dass die Geringfügigkeitsgrenze überschritten wird.

          Bezüglich des Arbeitnehmeranteils zur Sozialversicherung, sofern durch den Arbeitgeber Versicherungspflicht des Beschäftigungsverhältnisses festgestellt wird, ist dies nur für die letzten drei Entgeltabrechnungszeiträume möglich. Eine weitergehende Rückrechnung ist nur zulässig, wenn den Arbeitnehmer ein Verschulden trifft.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

          Gefällt mir

  9. Hallo, darf der Arbeitgeber mir bei einem 450 Euro Job noch zusätzlich die Kingergartengebühr bezahlen. ..? Hab irgendwas in der Richtung mal gelesen da es eine Sozìaleistung wäre, wäre das Steuerfrei möglich….?
    Besten Dank für Ihre Hilfe.
    LG Sandra

    Gefällt mir

    • Guten Tag Sandra,

      der Arbeitgeber kann seinem Arbeitnehmer Kinderbetreuungskosten lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei erstatten (sog. Kindergartenzuschuss). Allerdings nur bis zur Schulpflicht des Kindes. Daher kommt diese Möglichkeit nur für Elternbeiträge für Kindertagesstätteneinrichtungen oder Tagesmütter in Betracht. Dabei gibt es keine Deckelung. D. h. selbst wenn der Arbeitnehmer sein zweijähriges Kind Vollzeit in einer Kindertagesstätte zum Höchstbeitragssatz von zB. 750 Euro betreuen lässt, kann der Arbeitgeber dies erstatten.

      Voraussetzung für die lohnsteuer- und sozialversicherungsfreie Erstattung ist, dass der Arbeitgeber den Zuschuss zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn zahlt. Eine Gehaltsumwandlung ist nicht möglich und führt zur Steuer- und Sozialversicherungspflicht. Bei jeder neuen Gehaltsverhandlung wäre also diese Erstattung denkbar. Immerhin spart auch der Arbeitgeber die Sozialversicherung.

      Der Arbeitgeber muss nicht die kompletten Kinderbetreuungskosten erstatten. Er kann zu dem Elternbeitrag in Höhe von zum Beispiel 750 Euro die Hälfte übernehmen oder einen festen Betrag. Wichtig ist, dass ggf. Essensgeld herauszurechnen ist.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  10. Hallo,
    ich möchte dieses Jahr erstmalig eine Prämie an meine Mitarbeiter auszahlen, ich habe auch Minijobber dabei, kann ich ihnen auch eine auszahlen, ohne das sie Probleme bekommen, ist das ein unvorhergesehen Ereignis? da es sowas noch nie gab?
    Vielen Dank für die Hilfe

    Gefällt mir

    • Hallo,

      einmalige Einnahmen, deren Zahlung dem Grunde und der Höhe nach vom Geschäftsergebnis oder einer individuellen Arbeitsleistung des Vorjahres abhängig ist, bleiben bei der Ermittlung des regelmäßigen Arbeitsentgelts grundsätzlich unberücksichtigt. Fälle dieser Art sind zum Beispiel die nachträgliche Zahlung eines (anteiligen) Weihnachtsgeldes in Abhängigkeit vom Geschäftsergebnis des Vorjahres oder die Zahlung einer individuellen Prämie im Rahmen der sogenannten leistungsorientierten Bezahlung. Die Gewährung einer derartigen (nicht mit hinreichender Sicherheit zu erwartenden) Einmalzahlung ist in dem Monat der Zahlung als gelegentliches und unvorhersehbares Überschreiten der Entgeltgrenze zu werten und steht trotz Überschreitung der für ein Jahr maßgebenden Entgeltgrenze von 5.400 Euro dem Fortbestand einer geringfügig entlohnten Beschäftigung nicht entgegen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  11. Ich arbeite regelmäßig Samstag nachts. Dort beträgt mein Stundenlohn 10 Euro. Ich mache dort pro Monat ungefähr 30 Stunden, welches sich dann auf 300 Euro pro Monat belaufen würde. Ich kriege jedoch zum Teil einen Nachtzuschlag von 25% und zum Teil einen Sonntagszuschlag von 75%, so dass ich am Ende des Monats knapp 500 Euro ausgezahlt bekomme. Durch die Zuschläge ist das ganze meines Wissens nach nicht abgabepflichtig. Meine Frage wäre nun, ob ich theoretisch nochmal 150 Euro darauf verdienen könnte, da mein Lohn ohne Zuschläge ja nur bei 300 Euro liegt?

    Gefällt mir

    • Hallo Ludwig,

      laufende Zulagen, Zuschläge, Zuschüsse oder ähnliche Einnahmen, die zusätzlich zu Löhnen und Gehältern gewährt werden, sind dann nicht dem Arbeitsentgelt zuzurechnen, wenn sie lohnsteuerfrei sind. Sie unterliegen damit auch nicht der Beitragspflicht zur Sozialversicherung und sind dem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsentgelt auch nicht zuzurechnen.
      Zuschläge für tatsächlich geleistete Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit sind jedoch Arbeitsentgelt und somit beitragspflichtig, wenn das Arbeitsentgelt, auf dem sie berechnet werden, mehr als 25 Euro für jede Stunde beträgt.

      Sofern Sie also einen Stundenlohn bis zu 25 Euro erzielen und die Nachtarbeit auch tatsächlich leisten, zählen die Zuschläge nicht zum Arbeitsentgelt und Sie haben somit die Möglichkeit einen weiteren 450-Euro-Minijob mit bis zu 150 Euro auszuüben.

      Beachten Sie bitte, dass Sie neben einer versicherungspflichtigen Hautbeschäftigung nur einen 450-Euro-Minijob ausüben können. Nehmen Sie später noch einen 450-Euro-Job auf wird dieser mit der Hauptbeschäftigung zusammengerechnet.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  12. Hallo,
    ich habe seit drei Jahren einen Minijob, bei dem ich zwischen 10€ und 60€ im Monat verdiene. Ab November möchte ich einen zweiten Minijob ausführen, bei dem ich 410€ im Monat verdienen würde.
    Kann ich beide Jobs als Minijobs weiterführen, wenn ich z.B. im November und Dezember insgesamt 460€ pro Monat verdiene (da Weihnachtsgeschäft), ich für die kommenden 12 Monate die Durchschnittsgrenze von 450€ jedoch nicht überschreite, weil ich z.B. in den anderen kommenden Monaten nur 430€ verdienen würde?
    Vielen Dank!

    Gefällt mir

    • Guten Tag Nora,

      vorausgesetzt Sie haben keine versicherungspflichtige Hauptbeschäftigung, können Sie mehrere 450-Euro-Minijobs nebeneinander ausführen.

      Ab November, mit Aufnahme des zweiten Minijobs, darf das durchschnittliche monatliche Arbeitsentgelt in Summe nicht mehr als 450 Euro betragen.

      Aufgrund des schwankenden Entgeltes ist es möglich im November und Dezember 2017 mehr zu verdienen, wenn sich der Durchschnittsverdienst in den Folgemonaten wieder ausgleicht. Voraussetzung ist, dass beide Beschäftigungen auch weiterhin ausgeübt werden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  13. Pingback: Maximaler Verdienst im Minijob - Was ist zu beachten?

  14. Hallo!
    Die steuerfreie Erholungsbeihilfe sowie die Zahlung eines Zuschusses zur betrieblichen Altersversorgung (Das, was der Arbeitgeber an Sozialversicherungsbeiträgen durch die BAV einspart, zahlt er für die BAV des Arbeitnehmers dazu.) sind für einen Minijob, bei dem der Arbeitnehmer monatlich 450€ erhält, nicht schädlich. Oder? Danke schonmal für die Antwort.
    Gruß Jennifer

    Gefällt mir

    • Hallo Jennifer,

      wenn die Erholungsbeihilfe vom Arbeitgeber pauschal mit 25 Prozent versteuert wird, ist sie sozialversicherungsfrei.
      Dies gilt jedoch nur, wenn die Beihilfen insgesamt in einem Kalenderjahr
      – 156 EUR für den einzelnen Arbeitnehmer,
      – 104 EUR für dessen Ehegatten und
      – 52 EUR für jedes Kind nicht übersteigen.

      Als betriebliche Altersversorgung sind Leistungen der Alters-, Invaliditäts- oder Hinterbliebenenversorgung zu verstehen, die einem Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber aus Anlass seines Arbeitsverhältnisses zugesagt werden. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Kombinationsmöglichkeiten beim Aufbau einer Alterssicherung unter Verwendung der betrieblichen Altersversorgung. Die verschiedenen Durchführungswege können dabei sowohl steuerlich begünstigt, als auch in bestimmten Grenzen beitragsfrei in der Sozialversicherung sein.
      Rentenversicherungspflichtig Beschäftigte haben gegenüber ihrem Arbeitgeber grundsätzlich einen Anspruch darauf, dass von ihren künftigen Entgeltansprüchen bis zu 3048 Euro für 2017 zum Aufbau einer betrieblichen Altersversorgung verwendet werden. Geringfügig entlohnte Beschäftigte haben diesen Anspruch nur, wenn Versicherungspflicht in der Rentenversicherung besteht. Unabhängig von diesem Anspruch kann gleichwohl eine arbeitsrechtlich zulässige Entgeltumwandlung erfolgen.

      Zuwendungen zu einer betrieblichen Altersversorgung sind bis zu einer Höhe von 3.048 Euro (für das Kalenderjahr 2017) steuerfrei und zählen somit nicht zum beitragspflichtigen Arbeitsentgelt.

      Rechtsverbindliche Auskünfte zur steuerlichen Beurteilung von Beiträgen und Zuwendungen zum Aufbau betrieblicher Altersversorgung erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Finanzamt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  15. Ich habe 2 Minijobs und habe nun festgestellt, daß ich mit den nächsten Gehaltsabrechnungen die jährliche Obergrenze von 5.400 EUR überschreiten werde. Was muß ich nun tun?

    Gefällt mir

    • Hallo Harald,

      die versicherungsrechtliche Beurteilung Ihrer Minijobs obliegt Ihren Arbeitgebern. In diesem Zusammenhang sind Sie als Arbeitnehmer verpflichtet, Ihren Arbeitgeber, die zur Durchführung des Melde-und Beitragsverfahren erforderlichen Angaben zu machen. Dazu gehört auch den Arbeitgeber über aktuelle weitere Beschäftigungen bei anderen Arbeitgebern zu informieren.

      Bei der Prüfung der Frage, ob das Arbeitsentgelt 450 Euro übersteigt, ist vom regelmäßigen Arbeitsentgelt auszugehen. Das regelmäßige Arbeitsentgelt ermittelt sich abhängig von der Anzahl der Monate, für die eine Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt besteht, wobei maximal ein Jahreszeitraum (12 Monate) zugrunde zu legen ist. Dabei darf das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt im Durchschnitt einer Jahresbetrachtung 450 Euro nicht übersteigen (maximal 5.400 Euro pro Jahr bei durchgehender mindestens 12 Monate dauernder Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt in jedem Monat).

      Ob die für die geringfügige Beschäftigung maßgebende Entgeltgrenze regelmäßig im Monat oder nur gelegentlich unter- oder überschritten wird, ist stets bei Beginn der Beschäftigung und erneut bei jeder dauerhaften Veränderung in den Verhältnissen im Wege einer vorausschauenden Betrachtung zu beurteilen. Stimmt diese Prognose infolge nicht sicher voraussehbarer Umstände mit dem späteren Verlauf der Entgeltzahlung nicht überein, bleibt die für die Vergangenheit getroffene Feststellung maßgebend. Ab dem Tag, an dem das Arbeitsentgelt regelmäßig 450 Euro im Monat überschreitet, liegen keine Minijobs mehr vor. Beide Arbeitgeber müssen Sie dann bei der Minijob-Zentrale abmelden und im Rahmen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung bei Ihrer Krankenkasse anmelden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  16. Ich habe bei meinem Arbeitgeber, als Reinigungskraft, 3 kleine Objekte zu betreuen, als sogenannte Schlüsselstellen. Als ich bei ihm anfingt, hatte ich nur eine, mit eingetragenen Wochen-und Stundenzahl,Mi und Sa. Die zwei übrigen wurden nicht mehr nachgetragen, auch auf Nachfrage nicht. So arbeite ich jetzt 5 Tage, allerdings Mo-Do und Sa. Bei der Fortzahlung von Kranken- und Urlaubsgeld gibt es keine Probleme, allerdings ärgert es mich jedesmal, das er nicht alle Feiertage bezahlt, nur Mi und Sa und da sind meistens keine, weil er immer behauptet, da haben Sie ja nicht gearbeitet. Rechnet mein Arbeitgeber diese als Überstunden ab, oder hat es etwas damit zu tun, weil es Schlüsselstellen sind und er behauptet, sie können ja an einem anderen Tag dort arbeiten? Dies ist allerdings nicht möglich, die Stunden und Wochentage sind schon vorgegeben. Auch ist die Gehaltsabrechnung so gefasst, das nur die gesamte Stundenzahl, nicht aber wo sie geleistet wurden, draufsteht.
    Also bekomme ich keine Handhabe darüber. Und soviel ich weiß, andere Arbeitnehmer auch nicht.Wie könnte man diesem Problem beikommen, denn zustehen würden sie mir, soviel ich weiß. Oder verrenne ich mich da?

    Gefällt mir

    • Hallo,

      Ihr Arbeitgeber hat Ihnen für die Arbeitszeit, die infolge eines gesetzlichen Feiertages ausfällt, das Arbeitsentgelt zu zahlen, das Sie ohne den Arbeitsausfall erhalten hätten. Die Fortzahlung von Entgelt für Feiertage darf nicht dadurch umgangen werden, dass Sie die ausgefallene Arbeitszeit an einem anderen Tag vor- oder nacharbeiten. Allerdings sind in Ihrem Arbeitsvertrag nur Mittwoch und Samstag als Arbeitstage festgelegt. Somit muss Ihnen Ihr Arbeitgeber nur den Verdienst für Feiertage weiterzahlen, die auf einen Mittwoch oder Samstag fallen. Wenn Sie tatsächlich inzwischen auch regelmäßig an anderen Tagen in der Woche arbeiten, muss auch ihr Vertrag entsprechend angepasst werden. Bitte sprechen Sie dazu mit Ihrem Arbeitgeber. Sie können sich auch vorab beim Bürgertelefon Arbeitsrecht beraten lassen. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  17. Hallo,
    so wie es bei mir aussieht, werde ich mit Oktober Abrechnung an die Grenze 5400€ kommen. Wäre es möglich für den Rest des Jahres ein unbezahltes Urlaub zu nehmen und somit unter 5400€ zu bleiben. Arbeitgeber ist damit einverstanden.
    MfG Valeria

    Gefällt mir

    • Hallo Valeria,

      durch einen unbezahlten Urlaub kann ein Minijob nicht künstlich verlängert werden.

      Wenn für den Arbeitgeber erkennbar ist, dass die Arbeitsentgeltgrenze von 5.400 Euro (12 Monate) überschritten wird, liegt kein Minijob mehr vor, sondern eine versicherungspflichtige Beschäftigung.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

        • Hallo Valeria,

          die versicherungsrechtliche Beurteilung Ihres Minijobs obliegt Ihrem Arbeitgeber.

          Bei der Prüfung der Frage, ob das Arbeitsentgelt 450 Euro übersteigt, ist vom regelmäßigen Arbeitsentgelt auszugehen. Das regelmäßige Arbeitsentgelt ermittelt sich abhängig von der Anzahl der Monate, für die eine Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt besteht, wobei maximal ein Jahreszeitraum (12 Monate) zugrunde zu legen ist. Dabei darf das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt im Durchschnitt einer Jahresbetrachtung 450 Euro nicht übersteigen (maximal 5.400 Euro pro Jahr bei durchgehender mindestens 12 Monate dauernder Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt in jedem Monat).

          Ob die für die geringfügige Beschäftigung maßgebende Entgeltgrenze regelmäßig im Monat oder nur gelegentlich unter- oder überschritten wird, ist stets bei Beginn der Beschäftigung und erneut bei jeder dauerhaften Veränderung in den Verhältnissen im Wege einer vorausschauenden Betrachtung zu beurteilen. Stimmt diese Prognose infolge nicht sicher voraussehbarer Umstände mit dem späteren Verlauf der Entgeltzahlung nicht überein, bleibt die für die Vergangenheit getroffene Feststellung maßgebend. Ab dem Tag, an dem das Arbeitsentgelt regelmäßig 450 Euro im Monat überschreitet, liegt kein Minijob mehr vor.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

          Gefällt mir

  18. Guten Tag,

    Ich möchte gerne eine Haushaltshilfe als Minijob-Basis einstellen, die von mir 400€ im Monat bekommen würde. Sie hat mir aber mitgeteilt, dass sie schon einen anderen Minijob hat, mit dem sie weitere 400€ verdient. Was bedeutet das also für mich als Arbeitgeber? Wo und wie müsste ich sie anmelden? Welche Abgaben würden dann auf mich zukommen? Und wie wäre es, wenn sie auch noch weitere Beschäftigungen annehmen würde und sie über die Gleitzone kommt?

    Vielen Dank schon mal im Voraus.

    Gefällt mir

    • Guten Tag Anna,

      hat Ihre Minijobberin keine versicherungspflichtige Hauptbeschäftigung, kann sie mehrere 450-Euro-Minijobs nebeneinander ausführen, wenn sie insgesamt nicht mehr als 450 Euro monatlich verdient. Überschreitet sie die Verdienstgrenze insgesamt, sind alle Jobs versicherungspflichtig – und damit keine Minijobs. Die Anmeldung erfolgt dann durch den Arbeitgeber bei der Krankenkasse Ihrer Arbeitnehmerin. Diese beantwortet Ihnen auch Ihre Fragen bezüglich der Abgaben und der Abrechnung in der Gleitzone.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  19. Kann ich die Verdienstgrenze von 5400 Euro/Jahr auch so sehen, dass ein Minijobber z.B. Januar bis August monatlich 450 Euro verdient hat, im September 500 Euro und im Oktober 400, November und Dezember wieder 450 – so dass es sich schlussendlich in der Jahressumme auf nicht mehr also 5400 beläuft?

    Sprich, es kann unterschiedlich verdient werden, aber in der Summe muss es am Jahresende mit 5400 oder weniger passen

    Gefällt mir

    • Hallo Stephanie,

      wir stimmen Ihren Ausführungen zu.

      Bei einem 450-Euro-Minijob können Minijobber durchschnittlich monatlich bis zu 450 Euro verdienen. Arbeitet er ein Jahr lang durchgehend, sind das höchstens 5.400 Euro.
      Arbeitsentgeltschwankungen, die für betriebliche Arbeitsabläufe und -prozesse typisch sind, gefährden den Minijob in der Regel nicht, wenn der Minijobber die jährliche Verdienstgrenze von 5.400 Euro einhält.
      Dies gilt beispielsweise für im Jahresverlauf vorhersehbare Schwankungen des Arbeitsentgelts aufgrund anfallender Mehrarbeit wegen geplanter Urlaubsvertretungen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

      • Sehr geehrtes Blog-Team,

        gilt der Jahresdurchschnitt auch dann, wenn die Beschäftigung erst im November beginnt?
        Konkret: Ist bei einem Verdienst von jeweils 2700 EUR im November und Dezember trotzdem noch der Rahmen und die Steuerentlastung gegeben, da rechnerisch der Jahresdurchschnitt von 450 EUR nicht überschritten wird?

        MfG

        Gefällt mir

        • Hallo,

          beginnt eine Beschäftigung erst im November eines Jahres, so ist durch eine vorausschauende Betrachtung der durchschnittliche Verdienst für die nächsten 12 Monate zu ermitteln. Dieser darf 450 Euro im Monat bzw. 5400 Euro im Jahr (von November 2017 bis Oktober 2018) nicht überschreiten. Bei einem Verdienst in Höhe von 2.700 Euro jeweils für die Monate November und Dezember handelt es sich nicht mehr um einen 450-Euro-Minijob.

          Mit freundlichen Grüßen

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

          Gefällt mir

    • Hallo Anna,

      Tankgutscheine gelten als Sachbezug. Sachbezüge sind steuer- und sozialabgabenfrei. Dies gilt bis zu einer Freigrenze von 44 Euro pro Monat und Mitarbeiter gemäß § 8 Abs. 2 Satz 11 Einkommenssteuergesetz. 
      Die Entscheidung, ob ein Tankgutschein ausgegeben wird trifft der Arbeitgeber. Wenn er diesen Sachbezug nutzt spart er Steuern und Sozialabgaben und kann gleichzeitig seine Mitarbeiter belohnen und motivieren.
      Freundliche Grüße
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  20. Hallo!

    Seit 2/2017 habe ich einen Minijob angenommen. Wie es fast überall heutzutage ist, haben sich Überstunden angesammelt, die auf ein AZK (Arbeitszeitkonto) deponiert werden. Die Firma weigert sich von dem AZK Auszahlungen vorzunehmen. Welche Möglichkeiten gibt es Sonderzahlungen aus diesem AZK vorzunehmen.
    Ich habe gehört, dass es eine Regelung gibt 2 mal im Jahr eine höhere Summe ausbezahlt zu bekommen?
    Was ist an dieser Regelung dran und wo kann ich darüber nachlesen?

    MfG!

    Gefällt mir

    • Hallo Herr Konzack,

      in einem 450-Euro-Minijob können Sie regelmäßig bis zu 450 Euro monatlich verdienen. Somit höchstens 5.400 Euro im Jahr– Verdienstgrenze. Überschreitet Sie diese Verdienstgrenze, haben Sie keinen Minijob, sondern ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis.

      Zahlt Ihnen der Arbeitgeber Ihre Überstunden von Ihrem Arbeitszeitkonto aus, anstatt wie vereinbart den Abbau des Zeitguthaben im Zeitraum von 12 Kalendermonaten zu ermöglichen, überschreiten Sie die Verdienstgrenze. Somit wären Sie kein Minijobber mehr.

      Bei gelegentlich und nicht vorhersehbar Ereignissen ( z.B. Krankheitsvertretung) kann die Grenze bis zu drei Mal in einem Zwölf-Monats-Zeitraum überschritten werden. In solchen Ausnahmefällen darf der Jahresverdienst auch mehr als 5.400 Euro betragen.

      Mehr dazu erfahren Sie unter folgendem Link: https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/01_450_euro_gewerbe/01_Entgeltgrenze/node.html

      Gefällt mir

        • Hallo Herr Konzack,

          bei gelegentlich und nicht vorhersehbar Ereignissen ( z.B. Krankheitsvertretung) ist die Höhe des Verdienstes unerheblich. Sie können zum Beispiel auch die Krankheitsvertretung für einen Vollzeitbeschäftigten übernehmen.

          Wichtig ist, dass die Verdienstgrenze nur maximal 3 Monate im 12-Kalendermonats-Zeitraum durch unvorhersehbare Ereignisse überschritten werden darf.

          Mit freundlichen Grüßen

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

          Gefällt mir

  21. Mein Arbeitgeber möchte mir (auch den Kolleginnen) bei der Überschreitung der 450,00 € einen entsprechenden Tankgutschein geben. Der soll ja bis 44,00 € steuerfrei sein. Dies würde bei Krankheits- und Urlaubsvertretung mehrmals im Jahr greifen.
    Wie funktioniert das in der Praxis?

    Gefällt mir

    • Hallo!

      Soweit ich weiß, sind die 44€ nur steuer- und sozialversicherungsfrei, wenn sie nicht mit Bezug auf einen bestimmten entgeltabrechnungszeitraum gezahlt werden….Dass könnte bei Ihnen schwierig werden! Ich glaube aber dass diese Beurteilung das Finanzamt und nicht die Minijob-Zentrale übernimmt! Viele Grüße

      Gefällt mir

    • Hallo Heidi,

      Sachbezüge werden nicht auf das Arbeitsentgelt angerechnet, wenn diese insgesamt 44 Euro im Kalendermonat nicht übersteigen. Besteht Steuerfreiheit bleibt der Gutschein ebenfalls bei der Beurteilung der geringfügig entlohnten Beschäftigung außer Betracht.

      Angi hat Recht. Die Zuständigkeit obliegt dem zuständigen Finanzamt. Bitte setzen Sie sich für eine Klärung mit dem zuständigen Finanzamt in Verbindung.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

      • Danke für die Info. Jetzt hat mir aber jemand gesagt, dass der AG nur die Litermenge, den Empfänger und die zuständige Tankstelle auf den Gutschein draufschreiben darf.. Und es würde der Literpreis des Ausstellungsdatums gelten. Ist das richtig.

        Gefällt mir

  22. Wie ist der Fall andersrum:
    Ein SV-Pflichtiger (Gleitzone, Arbeit auf Abruf) rutscht 2-3 mal im Jahr unter die 450-Grenze. Muss in den betreffenden Monate ein Minijob abgerechnet werden?

    Gefällt mir

    • Hallo Herr Maaß,

      auch wenn man 2-3 mal im Jahr unter die 450-Euro-Grenze rutscht, ist der regelmäßige Jahresverdienst maßgebend.
      Bei der Prüfung der Frage, ob es sich um einen Minijob oder eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung handelt, ist vom regelmäßigen Arbeitsentgelt auszugehen. Maximal wird dabei ein Jahreszeitraum (12 Monate) zugrunde gelegt.
      Um einen Minijob handelt es sich, wenn das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt im Durchschnitt einer Jahresbetrachtung 450 Euro nicht übersteigt. Wird das Arbeitsentgelt von 450 Euro in der Jahresbetrachtung überschritten, besteht eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Erst wenn eine dauerhafte Veränderung in den Verhältnissen (zum Beispiel durch eine Reduzierung der Arbeitszeit) eintritt, ist eine erneute vorausschauende Beurteilung durchzuführen und gegebenenfalls eine Ummeldung vorzunehmen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

    • Hallo Mary,

      die Arbeitgeber sind nicht verpflichtet Entgelte untereinander zu melden. Die Information soll über den Arbeitnehmer erfolgen. Allerdings ist in bestimmten Konstellationen eine Absprache der Arbeitgeber wünschenswert und auch von Vorteil. So kann zum Beispiel bei schwankenden Entgelten ein Überschreiten der 450-Euro-Grenze vermieden werden.

      Gefällt mir

  23. kann ich bei zwei Arbeitgebern einen Minijob ausüben? Zum Beispiel 450 Euro und 300 Euro? Also 750 Euro im Monat! Bin ich dann gesetzlich KV? und in welcher Höhe fallt die KV an? Werden die Arbeitgeber darüber unterrichtet, welche Abgaben für sie zu leisten sind? Muss ich dann Lohnsteuer bezahlen?

    Gefällt mir

    • Hallo Frau Patzwahl,

      wenn Sie mehrere Beschäftigungen nebeneinander ausüben und dabei insgesamt mehr als 450 Euro verdienen, sind diese Jobs versicherungspflichtig und damit keine Minijobs. Das bedeutet, Sie müssen Beiträge an die Kranken- und Pflegeversicherung sowie an die Renten- und Arbeitslosenversicherung zahlen.

      Wenn Sie 750 Euro im Monat verdienen, befinden Sie sich in der sogenannten Gleitzone. Damit müssen Sie nicht die vollen Sozialversicherungsbeiträge zahlen, sind aber dennoch umfassend in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung abgesichert. Ihren Beitragsanteil können Sie mit dem Gleitzonenrechner unter dem folgenden Link berechnen: https://www.kbs.de/DE/Service/Gleitzone/node.html

      Ihre Arbeitgeber müssen Sie dann bei Ihrer Krankenkasse anmelden und zahlen den vollen Beitragsanteil zur Sozialversicherung. Diesen können Ihre Arbeitgeber ebenfalls mit dem Gleitzonenrechner ermitteln.

      Für Fragen zur Besteuerung wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Finanzamt.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  24. hallo,

    ich möchte 5 monate zum studium überbrücken ohne arbeitslosengeld zu beantragen.
    d.h. ich bezahle selbst die krankenversicherung.

    1. wenn ich nur 5 monate als minijobber arbeite, darf ich dann mehr als 450€ monatlich verdienen?

    2. wenn ich in diesem szenario 450€ monatlich verdiene, wieviel darf ich zusätzlichh monatlicbsteuerfrei als kleinunternehmer verdienen?

    vielen dank!

    Gefällt mir

    • Hallo David,

      gerne beantworten wir Ihre Fragen.

      Zu 1) Damit ein Minijob vorliegt, darf das regelmäßige Arbeitsentgelt nicht mehr als 450 Euro betragen. Das regelmäßige Arbeitsentgelt wird abhängig von der Anzahl der Monate ermittelt, in denen Sie Ihren Minijob ausüben. Bei einer durchgehenden Beschäftigung von mindestens 12 Monate beträgt die Jahresverdienstgrenze 5.400 Euro. Wenn Sie an weniger als 12 Monaten arbeiten, muss die Jahresverdienstgrenze entsprechend reduziert werden. Sie geben an, dass Sie Ihren Minijob fünf Monate ausüben. Damit dürfen Sie in dieser Zeit 2.250 Euro verdienen, damit ein Minijob vorliegt.

      Zu 2) Erst wenn Ihr Einkommen aus dem Minijob und Ihrer selbstständigen Tätigkeit zusammen höher ist, als der für das Jahr 2017 gültige Grundfreibetrag in Höhe von 8.820 Euro (für Ledige), ist der übersteigende Betrag steuerpflichtig. Für weitergehende Fragen zur Besteuerung wenden Sie sich bitte an das für Sie zuständige Finanzamt.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  25. Hallo,

    ich habe eine Vollstelle und nebenbei seit dem 15.03.2017 einen Minijob. Im März habe ich ca. 300€ dazu verdient. Kann ich bis Ende des Jahres mehr als 450 EUR monatlich verdienen (max 5400 EUR)? Wenn ja, wie wird das versteuert und bis wie viel EUR monatlich darf ich verdienen?

    Vielen Dank und viele Grüße

    Stanislav

    Gefällt mir

    • Hallo Stanislav,

      der Verdienst kann schwankend sein, also mal mehr mal weniger als 450 Euro im Monat betragen. Er darf jedoch im Durchschnitt 450 Euro monatlich bzw. 5.400 Euro im Jahr nicht überschreiten. Die 5.400 Euro Grenze gilt allerdings für eine Beschäftigung, die ein Jahr lang durchgehend läuft. Wenn Ihr Minijob im März beginnt, endet Ihre jährliche Verdienstgrenze von 5.400 Euro im März des Folgejahres.
      Wie Minijobs versteuert werden, erklären wir an dieser Stelle unserer Homepage https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/01_450_euro_gewerbe/08_steuerrecht/node.html

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

      • Hallo und danke für die Antwort. Dazu folgendes: wenn ich im Juni 550€ verdiene, werden auch Steuer abgezogen?

        Mit freundlichen Grüßen

        Stanislav

        Gefällt mir

        • Hallo Stanislav,

          ja, das gesamte Arbeitsentgelt in Höhe von 550 Euro ist steuerpflichtig. Die Besteuerung kann entweder mit einer Pauschalsteuer in Höhe von zwei Prozent oder individuell nach Ihrer Lohnsteuerklasse erfolgen. Welche Art der Besteuerung gewählt wird, entscheidet Ihr Arbeitgeber.

          Mit freundlichen Grüßen

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

          Gefällt mir

      • Jetzt verstehe ich gar nichts mehr hinsichtlich der Dauer der 12 Monate. Ich lese hier, dass bei einem Beginn eines Minijobs im März in einem Jahr die jährliche Verdientsgrenze im März des Folgejahres endet. Als ich vor kurzem bei der Minijobzentrale anrief fragte ich wie sich das bei mir verhält; ich begann Ende Juli 2016 mit meinem Minijob und fragte, wie die 12 Monate-Regel anzuwenden ist. Man anwortete mir damals, dass sich die 12 Monate immer während einem Kalenderjahr erstrecken, als vom 01.01. bis zum 31.12……
        Welche Aussage gilt denn nun in Wirklichkeit, beide widersprechen sich ja leider….?

        Gefällt mir

        • Hallo Herr Seeger,

          zu Beginn der Beschäftigung muss der Arbeitgeber beurteilen, ob ein 450-Euro-Minijob vorliegt. Dafür muss der Arbeitgeber den voraussichtlichen Jahresverdienst des Minijobbers zu Beginn der Beschäftigung ermitteln. Wenn Ihre Beschäftigung am 1. Juli 2016 begonnen hat, also im Laufe eines Kalenderjahres, verläuft der maßgebende Jahreszeitraum vom 1. Juli 2016 bis zum 30. Juni 2017.

          Jedoch hat der Arbeitgeber die Möglichkeit (z.B. aus abrechnungstechnischen Gründen) zu Beginn eines jeden Kalenderjahres eine erneute vorausschauende Jahresbetrachtung zur Ermittlung des regelmäßigen Arbeitsentgelts anzustellen. Die erstmalige vorausschauende Betrachtung, für die im Laufe des Kalenderjahres 2016 aufgenommene Beschäftigung, konnte also zu Beginn des Kalenderjahres 2017 durch eine neue jährliche Betrachtung ersetzt werden.

          Mit freundlichen Grüßen
          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

          Gefällt mir

  26. Ich bin eine 450,-€ Joblerin( regelmäßig) , bekomme vom Arbeitgeber für bestandene 2 Zertifikate ( Silber-50 € und Gold -150 € ) steuerfrei aufs Konto ausgezahlt. Zählt es auch zu diesen 5400 ,- € Jahressumme dazu?

    Gefällt mir

    • Hallo Viktoria,

      steuerfreie zusätzliche Einnahmen zählen nicht zum regelmäßigen Verdienst. Sofern die Zuwendungen Ihres Arbeitgebers nach steuerlichen Regelungen steuerfrei sind, werden diese nicht bei der Prüfung der jährlichen Verdienstgrenze berücksichtigt.

      Dies setzt voraus, dass Ihr Arbeitgeber die Steuerfreiheit in der Entgeltabrechnung auch tatsächlich berücksichtigt.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  27. Hallo,
    ich übe meinen Minijob teilweise am Sonntag aus, bekomme dann Sonntagszuschlag. Wird dieser Zuschlag mit einberechnet bei der Verdienstgrenze von 450 €

    Gefällt mir

    • Hallo Thomas,

      nein. Ihre Sonntagszuschläge sind steuerfreie zusätzliche Einnahmen, die nicht zum regelmäßigen Verdienst zählen und damit nicht bei der Prüfung der Verdienstgrenze berücksichtigt werden. Einschränkung: Beträgt der Stundengrundlohn (auf dem die Zuschläge berechnet werden) mehr als 25 Euro, ist der übersteigende Teil beitragspflichtig.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  28. Die „gute“ Mini-Job-Zentrale verschweigt hier auch ganz klar, dass eine Aufstockung der 450,- EUR durch Beiträge in die (gesetzliche) betriebliche Altersvorsorge (b.A.V.) erfolgen kann.
    Nur eben dabei nicht mit direkter Auszahlung.

    Gefällt mir

    • Hallo Herr Jacobsen,

      Fahrkostenerstattungen für Fahrten zwischen Wohnung und dem ersten Arbeitsplatz können zum steuerpflichtigen Arbeitsentgelt gehören. Hierbei kommt es darauf an, ob Ihr Arbeitgeber eine Pauschalbesteuerung für die Fahrkostenerstattungen vorsieht. Macht er davon Gebrauch, sind sie nicht dem Arbeitsentgelt aus dem Minijob zuzurechnen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

        • Hallo Hugo,

          der Arbeitgeber kann die Art der Besteuerung für die Fahrkostenerstattungen bestimmen. Neben der individuellen Besteuerung nach der Lohnsteuerklasse des Arbeitnehmers, kann der Arbeitgeber bestimmte Fahrkostenzuschüsse bis zur Höhe der Entfernungspauschale pauschal mit 15 Prozent versteuern. Wenn der Arbeitgeber die Pauschalbesteuerung wählt, zählen die Fahrkostenerstattungen nicht zum Arbeitsentgelt.

          Für weitergehende Fragen zur Besteuerung wenden Sie sich bitte an das für Sie zuständige Finanzamt.

          Mit freundlichen Grüßen
          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

          Gefällt mir

  29. Eine Person – Hausfrau bzw. Hausmann – ist hat eine gewerbliche Tätigkeit im Nebenerwerb angezeigt, hat keinen Haupterwerb und verdient mit der gewerblichen Tätigkeit durchschnittlich 400 EUR im Monat. Familienversichert ist die Person bei ihrer Ehegattin/ihrem Ehegatten.
    Jetzt will die Person sich in einer anderen als der gewerblichen Tätigkeit im Rahmen der 450-EUR-Grenze als geringfügig Beschäftigte(r) anstellen lassen, ohne die gewerbliche Tätigkeit im Nebenerwerb ruhen zu lassen.
    Daraus ergeben sich folgende Fragen:
    1. Geht das rechtlich?
    2. Wenn nein, welche rechtlichen Regelungen würden dabei verletzt?

    Gefällt mir

    • Hallo Herr Daehnert,

      ein nebenberuflich Selbstständiger darf parallel einen 450-Euro Minijob ausüben. Im 450-Euro-Minijob besteht Rentenversicherungspflicht, von der sich der Minijobber auf Antrag befreien lassen kann.

      Die Aufnahme eines 450-Euro Minijobs kann jedoch Auswirkungen auf das bestehende Krankenversicherungsverhältnis haben. Die Familienversicherung ist nur möglich, wenn das Familienmitglied über ein Gesamteinkommen verfügt, das monatlich 425 Euro nicht übersteigt. Für geringfügig Beschäftigte beträgt das zulässige Gesamteinkommen 450 Euro. Für einen Unternehmer, der nebenberuflich selbstständig ist und gleichzeitig einen Minijob ausübt, gilt der Freibetrag von 450 Euro.
      Verdient der Kleinunternehmer beispielsweise 50 Euro monatlich in einem Minijob, kann er noch weitere 400 Euro monatlich mit seiner selbstständigen nebenberuflichen Tätigkeit einnehmen und bleibt trotzdem familienversichert. Liegt das Gesamteinkommen darüber, endet die Familienversicherung und der nebenberuflich Selbstständige muss sich freiwillig versichern oder eine private Krankenversicherung wählen. Für eine individuelle Beratung wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige Krankenkasse.

      Die Art der Besteuerung bestimmt bei einem 450-Euro-Minijob der Arbeitgeber. Dieser entscheidet, ob der Minijob pauschal mit zwei Prozent versteuert wird oder individuell nach der Lohnsteuerklasse des Minijobbers. Wird der Minijob pauschal versteuert, fällt für den Arbeitnehmer aus dem Minijob keine weitere Einkommensteuer an. Die Einkünfte aus dem selbständigen Nebenerwerb sind wie bisher beim Finanzamt anzugeben.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  30. Hallo,
    m.E. wäre es auch möglich, im Rahmen einer Umwandlung eines Teils des Gehaltes, z.B. in eine Direktversicherung auch „mehr“ als mtl. durchschnittlich €450,00 zu verdienen. Z.B. Direktversicherung mtl. € 150,00 + Gehalt € 450,00 sind zwar rechnerisch mtl. € 600,00. Aber bei einer Umwandlung eines Teils des Gehaltes von z.B. € 150,00 in eine Direktversicherung dürfte noch eine Minijob vorliegen.
    Viele Grüße
    Morle Klausing

    Gefällt mir

  31. Wie ist folgendes Beispiel zu bewerten:
    Monat Jan 430€
    Monat Februar 420€
    Monat März 460€ …
    Gesamtjahressumme kleiner 5400€, aber eben mehrere Monats über 450€
    Wäre ein solches Szenario

    Gefällt mir

    • Hallo Herr Janson,

      bei einem 450-Euro-Minijob können Sie regelmäßig monatlich bis zu 450 Euro verdienen. Schwankt der monatliche Verdienst Monat für Monat wie bei Ihnen und beträgt auch mal mehr als 450 Euro, müssen Sie darauf achten, dass Sie im Jahr die Verdienstgrenze von 5.400 Euro einhalten. Überschreiten Sie diese Verdienstgrenze, handelt es sich grundsätzlich nicht mehr um einen Minijob, sondern um ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis.

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  32. Guten Tag,
    dürfen die 5.400 € egal wie in einem Jahr nicht überschritten werden?
    Es ist doch möglich, dass man wegen unvorhergesehener Umstände bis zu drei mal im Jahr über 450 € verdienen kann. Darf es dann aber insgesamt nicht mehr sein?
    Oder können das in diesem Fall dann auch mal 6.000 € sein?

    Vielen Dank für die Antwort.

    Gefällt mir

    • Hallo Frau Degenhardt,

      Sachbezüge wie Tankgutscheine bis zu 44 Euro im Monat sind lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei. Voraussetzung ist, dass die monatliche 44-Euro-Freigrenze nicht durch andere Sachbezüge ausgeschöpft worden ist.

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  33. Wozu zählt eine Erholungsbeihilfe? Dies ist kein Urlaubsgeld.
    In welcher Höhe darf sie für das gesamte Jahr gezahlt werden?
    Arbeitnehmer, Ehefrau/mann und Kinder.
    Was ist zu beachten?

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Theid,

      Erholungsbeihilfen können zum steuerpflichtigen Arbeitsentgelt gehören. Hierbei kommt es darauf an, ob Ihr Arbeitgeber eine Pauschalbesteuerung für die Erholungsbeihilfen vorsieht. Macht er davon Gebrauch, sind sie nicht dem Arbeitsentgelt aus dem Minijob zuzurechnen. Für Erholungsbeihilfen, die im Kalenderjahr für den einzelnen Beschäftigten den Betrag von 156 Euro, für den Ehegatten den Betrag von 104 Euro und für jedes Kind den Betrag von 52 Euro nicht übersteigen, kann der Arbeitgeber die Lohnsteuer mit einem Pauschsteuersatz von 25 Prozent erheben. Die Pauschalbesteuerung beseitigt insofern die Entgelteigenschaft.

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  34. Kann man einen Hauptberuf , einen Minijob und zusätzlich noch einen im Jahr zeitlich begrenzten Minijob (70 Tage Regelung ) ausüben, ohne das dieser sozialversicherungs- und steuerpflichtig wird?

    Gefällt mir

  35. Der Beitrag beantwortet Ihre Frage:
    Viele Arbeitgeber zahlen ihren Minijobbern Weihnachts- oder Urlaubsgeld. Einmalige Zahlungen dieser Art müssen zum Verdienst des Minijobbers hinzugerechnet werden. Ergibt sich unter Berücksichtigung aller laufenden und einmaligen Zahlungen an den Arbeitnehmer ein Gesamtverdienst von mehr als 5.400 Euro für 12 Monate, ist die Beschäftigung von Anfang an kein 450-Euro-Minijob.

    Damit Arbeitgeber sicher sein können, dass tatsächlich ein 450-Euro-Minijob vorliegt, ist der voraussichtliche Jahresverdienst des Minijobbers somit bereits zu Beginn der Beschäftigung zu berechnen.

    Beispiel:

    Eine Arbeitnehmerin verdient 430 Euro im Monat und erhält jedes Jahr im Dezember ein vertraglich zugesichertes Weihnachtsgeld in Höhe von 300 Euro. Sie erzielt somit im Jahr 5.160 Euro plus 300 Euro Weihnachtsgeld. Zusammen sind das 5.460 Euro im Jahr. Ihr durchschnittlicher monatlicher Verdienst beträgt somit 455 Euro (5.460 Euro : 12 Monate). Sie liegt mit ihrem Verdienst über der 450-Euro-Grenze und ist keine 450-Euro-Minijobberin.
    Bei einem Weihnachtsgeld in Höhe von lediglich 240 Euro würde die 450-Euro-Grenze (12 x 430 Euro = 5.160 Euro + 240 Euro = 5.400 Euro : 12 = 450 Euro) nicht überschritten und die Arbeitnehmerin wäre eine 450-Euro-Minijobberin.

    Gefällt 1 Person

    • Die Art der Krankenversicherung hat keine Auswirkung auf die Höhe des Verdientes im Minijob! Egal ob privat familienversichert oder gesetzlich familienversichert, das durchschnittliche monatliche Arbeitsentgelt darf 450 Euro nicht überschreiten um als Minijobber gemeldet werden zu können. Bei der Krankenkasse selbst kann es wiederum eine andere Hinzuverdienstgrenze geben. Da empfiehlt es sich, bei der Krankenkasse nachzufragen.

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s