Warum sich kurzfristige Minijobs in der Weihnachtszeit besonders lohnen

Weihnachtszeit

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Gerade in der Weihnachtszeit sind kurzfristige Minijobs so begehrt wie nie. Anders als bei einem 450-Euro-Minijob können Aushilfen bei einem kurzfristigen Minijob so viel verdienen, wie sie möchten. Auch Arbeitgeber profitieren von geringen Sozialabgaben für kurzfristige Minijobber.

Wann liegt ein kurzfristiger Minijob vor?

  • Entscheidend ist ausschließlich die zeitliche Befristung. Ein kurzfristiger Minijob liegt vor, wenn dieser von Beginn an für längstens drei Monate oder 70 Arbeitstage im Kalenderjahr vereinbart wird.
  • Die Höhe des monatlichen Verdienstes spielt keine Rolle und ist nach oben nicht begrenzt. Es gelten natürlich auch hier die Regelungen zum Mindestlohn.

Wichtig ist, dass der Arbeitnehmer nicht berufsmäßig beschäftigt ist. Dies muss der Arbeitgeber vor Beginn der Beschäftigung klären. Auf unserer Internetseite finden Sie neben weiteren Informationen auch eine Checkliste zur Prüfung der Berufsmäßigkeit.

Welche Vorteile gibt es für den kurzfristigen Minijobber?

Für den kurzfristigen Minijobber fallen keine Sozialabgaben an. Dies gilt auch dann, wenn er z. B. bereits in Vollzeit beschäftigt ist. Ein kurzfristiger Minijob kann auch neben einem 450-Euro-Minijob ausgeübt werden. Gerade in der Weihnachtszeit ist der kurzfristige Minijob eine lukrative Möglichkeit, sich etwas hinzuzuverdienen.

Welche Vorteile hat der Arbeitgeber eines kurzfristigen Minijobbers?

Der Arbeitgeber profitiert von einem schnellen und flexiblen Einsatz seiner Aushilfe. Mit einem kurzfristigen Minijobber kann er die Arbeitsspitzen in der Weihnachtszeit auffangen. Der Arbeitgeber zahlt für kurzfristige Minijobber keine Sozialversicherungsbeiträge. An die Minijob-Zentrale muss er nur die Umlagen zur Arbeitgeberversicherung und die Insolvenzgeldumlage abführen. Zudem fallen Unfallversicherungsbeiträge an, die der Arbeitgeber aber gesondert an den zuständigen Unfallversicherungsträger zahlen muss.

Wie muss der Verdienst versteuert werden?

Der Verdienst aus einem kurzfristigen Minijob ist steuerpflichtig und muss dem zuständigen Betriebsstättenfinanzamt gemeldet werden. Dies kann pauschal oder individuell nach der jeweiligen Steuerklasse des Minijobbers erfolgen. Unter steuerlichen Gesichtspunkten eignet sich der kurzfristige Minijob insbesondere für Schüler, Studenten, Rentner und Hausfrauen/-männer.

Nähere Ausführungen finden Sie auf unserer Internetseite.

Wo gibt es weitere Infos?

Auch ein 450-Euro-Minijob ist in der Weihnachtszeit möglich. Hierzu informiert unser Blog-Beitrag „Mehrere Minijobs neben einer Hauptbeschäftigung“.

Stellenangebote für einen kurzfristigen Minijob erhalten Sie bei der Bundesagentur für Arbeit

5 Kommentare zu “Warum sich kurzfristige Minijobs in der Weihnachtszeit besonders lohnen

  1. Hier wäre es sehr hilfreich wenn die Info. noch dazukäme, dass auch bei einer kurzfristigen Beschäftigung ein Arbeitsvertrag ausgestellt werden muss, da ansonsten die volle Sozialvers. abgeführt werden muss. Auch wenn die Aushilfe nur 14 Tage arbeitet.

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    • Hallo Frau Holzer-Voggenreiter,

      wie Sie bereits gesagt haben, sind Arbeitgeber verpflichtet, dem Beschäftigten spätestens einen Monat nach Beginn des Arbeitsverhältnisses einen schriftlichen Nachweis über die wesentlichen Arbeitsbedingungen auszustellen (dies können Sie in § 2 Nachweisgesetz (NachwG) nachlesen). Das gilt für alle Arbeitnehmer, es sei denn, dass sie nur zur vorübergehenden Aushilfe von höchstens einem Monat eingestellt werden.

      Daher ist es für kurzfristig Beschäftigte, die maximal einen Monat beschäftigt sind, nicht zwingend notwendig einen schriftlichen Arbeitsvertrag auszustellen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  2. Wie sieht es hier mit Vergütungsaufschlägen aus, wenn man an Feiertagen arbeitet, z.B. in der Gastronomie? Ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet Aufschläge zu zahlen oder hängt das vom Betrieb ab? Ich bin mir sicher es gibt die Antwort irgendwo im Netz, aber ich finde einfach nichts konkretes dazu. In meinem Fall muss ich am 25.12. im Café arbeiten, also an einem gesetzlichen Feiertag.
    Habe ich Anspruch auf 50 bis 150% mehr? Oder gilt das nicht für kurzfristig Beschäftigte?

    Danke schon mal im voraus 🙂

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    • Hallo Julia,

      Sie haben keinen gesetzlichen Anspruch auf einen Zuschlag zu Ihrem Verdienst, wenn Sie an einem gesetzlichen Feiertag arbeiten. Ein Anspruch kann sich jedoch aus einem Tarifvertrag, einer Betriebsvereinbarung oder Ihrem Arbeitsvertrag ergeben.

      Als Ausgleich für die Feiertagsarbeit steht Ihnen nach § 11 Absatz 3 Arbeitszeitgesetz ein Ersatzruhetag zu. Dieser ist innerhalb von acht Wochen zu gewähren. Der Ersatzruhetag kann auch an einem ohnehin arbeitsfreien Tag gewährt werden, so dass ein zusätzlicher freier Tag nicht verlangt werden kann.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  3. Pingback: Best of Blog 2016 – Unsere 5 erfolgreichsten Blogbeiträge | Die Minijob-Zentrale

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