Nachgefragt (8): Kosten einer Haushaltshilfe

In unserer Rubrik „Nachgefragt!“ informiert heute Robin darüber, was eine Haushaltshilfe eigentlich kostet.

Heidrun aus Gummersbach fragt:

„Da mir die Hausarbeit zunehmend schwerer fällt, denke ich darüber nach, eine Haushaltshilfe zu beschäftigen. Nun möchte ich wissen, welche Kosten auf mich zukommen. Was verdienen Haushaltshilfen heutzutage und mit welchen zusätzlichen Kosten (Versicherung etc.) muss ich rechnen?“ (Heidrun aus Gummersbach)

Beantwortet von Robin aus unserem Service-Center:

Robin

Robin, Mitarbeiter im Service-Center

Hallo Heidrun,

den angemessenen Verdienst festzulegen, ist gar nicht so einfach, wenn man das erste Mal eine Hilfe für den Haushalt einstellen möchte. Sie müssen sich fragen: „Was ist es mir wert, wenn jemand anderes für mich das Bad putzt oder meine Blusen bügelt?“

Besuchen Sie doch einfach mal unsere Haushaltsjob-Börse im Internet. Die Angaben von anderen Jobanbietern zum Verdienst können Ihnen vielleicht als Orientierung dienen.

Wichtig ist nur, den Mindestlohn von aktuell 8,50 Euro pro Arbeitsstunde einzuhalten.

Im Rahmen eines ersten Kennenlerngesprächs könnten Sie die Vergütung mit der Haushaltshilfe auch noch verhandeln.

Neben dem Verdienst fallen auch noch Abgaben für Sie an. Diese sind bei einem 450-Euro-Minijob aber übersichtlich und orientieren sich an der Höhe des Verdienstes der Haushaltshilfe.

Insgesamt zahlen Sie Abgaben in Höhe von 14,9 Prozent auf den Monatsverdienst. Nehmen wir mal an, Ihre Haushaltshilfe kommt einmal in der Woche für 3 Stunden und verdient 10 Euro pro Stunde, dann verdient sie 120 Euro im Monat. Die Höhe Ihrer Abgaben belaufen sich in diesem Fall auf insgesamt 17,88 Euro und ermitteln sich wie folgt:

Rechentabelle2

Im Folgejahr können Sie sich Geld über Ihre Steuererklärung vom Finanzamt zurückholen. Ihre Steuerschuld wird um 20 Prozent der Gesamtaufwendungen (Arbeitsentgelt + Abgaben) ermäßigt.

Dies möchten wir Ihnen hier noch einmal vorrechnen:

Verdienst 120 Euro + Abgaben 17,88 Euro = 137,88 Euro

Steuerermäßigung pro Monat (20 Prozent von 137,88 Euro) = 27,58 Euro

Letztendlich werden Sie sogar belohnt, wenn Sie eine Haushaltshilfe einstellen und bei der Minijob-Zentrale melden. Statt 137,88 Euro monatlich zahlen Sie nach Abgabe der Steuererklärung unter Berücksichtigung des Steuervorteils nur 110,30 Euro.

Nutzen Sie zur Berechnung Ihrer Abgaben gern den Haushaltsscheckrechner auf unserer Internetseite.

 

Weitere Beiträge aus unserer Rubrik „Nachgefragt“:

Nachgefragt (16): Was passiert, wenn ein Beitragsnachweis zu spät übermittelt wird?

Nachgefragt (15): Unfallversicherung bei Minijobbern

Nachgefragt (14): Weihnachtsgeld für Minijobber

Nachgefragt (13): Krankenversicherung für Minijobber

Nachgefragt (12): Mit Rentenversicherungspflicht volle Ansprüche sichern

Nachgefragt (11): Einfache Anmeldung einer Haushaltshilfe

Nachgefragt (10): Mehrere Minijobs neben einer Hauptbeschäftigung

Nachgefragt (9): Lohnfortzahlung auch für Minijobber

Nachgefragt (8): Kosten einer Haushaltshilfe

Nachgefragt (7): Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub

Nachgefragt (6): Vollständigkeit von Meldungen

Nachgefragt (5): Studenten mit mehreren Jobs

Nachgefragt (4): Änderung der Geschäftsadresse

Nachgefragt (3): Rente und Hinzuverdienstgrenze

Nachgefragt (2): Studenten und Minijobs

Nachgefragt (1): Anmeldung eines Minijobbers

16 Kommentare zu “Nachgefragt (8): Kosten einer Haushaltshilfe

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