Minijobs für Schüler: Mit Ferienjobs das Taschengeld aufbessern

Aktualisiert am 21. Juni 2017

Viele Schüler nutzen in den Ferien ihre Zeit für einen Ferienjob. Die meisten wählen hierfür einen Minijob. Wie viel dürfen Schüler arbeiten? Für wen gilt der Mindestlohn? Was Schüler mit einem Minijob noch  beachten sollten, beantworten wir hier.

Wie viele Stunden dürfen Schüler arbeiten?

Junge Menschen sollen vor Arbeit geschützt werden, die zu lange dauert, die zu schwer ist oder für sie ungeeignet ist. Je nach Alter gibt das Jugendschutzgesetz  bestimmte Zeitlimits vor.

Für 13- bis 14-Jährige ist täglich zwei Stunden leichte und kindgerechte Arbeit erlaubt. Die Tätigkeit ist dabei auf bis zu 2 Stunden täglich und bis maximal 18 Uhr begrenzt. Die Eltern müssen dem Ferienjob zustimmen.

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Das Jugendschutzgesetz schreibt Pausen vor

Jugendliche von 15 bis 17 Jahren dürfen in den Ferien bis zu vier Wochen jobben. In dieser Zeit können sie zwischen 6 Uhr in der Früh und 20 Uhr abends arbeiten. Am Tag dürfen sie aber nicht mehr als 8 und in der Woche nicht mehr als 40 Stunden beschäftigt sein.

 Volljährige Schüler unterliegen nicht mehr dem Jugendschutzgesetz. Sie dürfen sowohl in den Ferien, als auch neben der Schule arbeiten. Die genauen Regelungen zum Jugendarbeitsschutz werden in der Broschüre „Klare Sache“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales anschaulich erklärt.

Ferienjobs, die sich hierfür anbieten

  • Einräumen der Regale im Supermarkt

    kaffee

    Kellnern gehört zu den beliebtesten Ferienjobs

  • Hilfsarbeiten beim Handwerksbetrieb
  • Kellnern in Cafés
  • Sitten von Babys oder Hunde
  • Austragen von Prospekten oder Zeitungen

Wo findet man online einen Ferienjob?

Jobangebote in Privathaushalten aus der näheren Nachbarschaft bietet die kostenlose www.haushaltsjob-boerse.de. Oder einfach mal in der örtlichen Umgebung beim Nachbarn, im Supermarkt oder im Handwerksbetrieb nach einem Ferienjob fragen.

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Für volljährige Schüler gilt der Mindestlohn

Gilt der Mindestlohn bei Ferienjobs?

Der Mindestlohn von 8,84 Euro pro Stunde gilt nur für volljährige Ferienjobber. Minderjährige sind von dieser Regelung ausgenommen.

Ferienjob als kurzfristiger Minijob

Übt der Schüler den Ferienjob nur in den Ferien aus, liegt in der Regel ein kurzfristiger Minijob vor. Bei einem kurzfristigen Minijob  spielt die Höhe des Verdienstes keine Rolle.

Wichtig ist, dass der Job nicht länger als drei Monate bzw. 70 Tage im Jahr dauert. Der kurzfristige Minijob ist bei Arbeitgebern und Schülern besonders beliebt, weil für den Minijobber keine und für den Arbeitgeber nur ganz geringe Sozialabgaben anfallen. Der Minijobber ist aber steuerpflichtig. Die beitragsfreie Mitversicherung in der Familienversicherung bei der Krankenkasse der Eltern bleibt bestehen, da die Einnahmen aus dem kurzfristigen Minijob nicht berücksichtigt werden.

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Ferienjob als kurzfristiger oder 450-Euro-Minijob?

Ferienjobs als 450-Euro-Minijob

Sollten die Voraussetzungen für einen kurzfristigen Minijob nicht vorliegen, kann der Schüler auch einen 450-Euro-Minijob ausüben. Die Dauer der Beschäftigung ist dann egal. Wichtig ist nur, dass der Verdienst durchschnittlich maximal 450 Euro pro Monat beträgt. Bei diesem Minijob zahlt vorrangig der Arbeitgeber Abgaben an die Minijob-Zentrale. Dem Minijobber werden nur geringe Beiträge für die Rentenversicherung vom Verdienst abgezogen. Er kann allerdings eine Befreiung von der Belastung mit Beiträgen für die Rentenversicherung beantragen. In diesem Fall verzichtet der Minijobber auch auf Leistungen aus der Rentenversicherung. Praktischerweise können 450-Euro-Minijobber auch über ihre Eltern in der Familienversicherung beitragsfrei gesetzlich krankenversichert bleiben.

Schulentlassene

Welche Regelungen Schulentlassene beachten sollten, verrät unser Blog-Beitrag „Von der Schulbank in die Berufswelt.“ und unser Erklärfilm „Was gilt für Minijobs, die zwischen Schulende und Studium ausgeübt werden.“.

25 Kommentare zu “Minijobs für Schüler: Mit Ferienjobs das Taschengeld aufbessern

    • Hallo Sarata djibril,

      Jobangebote in Privathaushalten aus der näheren Nachbarschaft bietet die kostenlose http://www.haushaltsjob-boerse.de. Oder einfach mal in der örtlichen Umgebung beim Nachbarn, im Supermarkt oder Cafés nach einem Ferienjob fragen.

      In der Hoffnung Ihnen persönlich weitergeholfen zu haben, wünschen wir Ihnen bei der Suche nach einem geeigneten Minijob viel Erfolg.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Hallo Team!
      Ich betreue eine afghanische Familie dessen 16-jähriger Sohn gern in den Sommerferien eine Schüler-Ferienjob annehmen möchte. Die Familie bezieht noch Sozialgeld. Als der Sohn im Jobcenter nachfragte, ob und wieviel Geld er verdienen dürfe, hieß es:
      Je Monat:
      -die ersten Euro 100 wären frei
      -von Euro 100-1000 wären nur 20% frei, 80% würden mit den Sozialleistungen an die Familie verrechnet.
      Ist dieses aus Ihrer Sicht richtig?

      Vielen Dank vorab für Eure Antwort,
      sonnige Grüße
      Michael

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      • Hallo Herr Mandel,

        es werden auch Einkünfte aus Minijobs bei Leistungen des Jobcenters angerechnet. Bitte haben Sie Verständnis, dass die Minijob-Zentrale an dieser Stelle keine Aussage zur Richtigkeit der Auskünfte des Jobcenters treffen kann. Bitte wenden Sie sich mit Ihrer Frage an das Jobcenter.

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  1. Hallo,

    Ich möchte wissen was ich alles brauche für Mutterschaftsgeld zum bekommen?
    Ich habe 3 Arbeitgeber, mache Privat Haushaltshilfe. Was muss ich machen? Muss ich selbst Antrag stellen oder macht alles Arbeitgeber? ab 7 April fängt bei mir Mutterschutz an. Vielen Dank im voraus.

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  2. Halllo Mini-Job Team,

    bei Schülern lese ich immer nur „Ferien“ :-)

    Habe einen Schüler, der einmal die Woche nachmittags für 2 Stunden kommen kann. 13 Jahre, Gymnasiast, Schulbescheinigung liegt vor. Lohn 10 Euro, ganzjährige Beschäftigung. Wie wird der angemeldet und ist außerdem etwas zu beachten.

    Vielen Dank für die Antwort!
    Veit

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    • Hallo Veit,

      Für 13- bis 14-Jährige ist laut Jugendarbeitsschutzgesetz täglich zwei Stunden leichte und kindgerechte Arbeit erlaubt. Die Tätigkeit ist dabei auf bis zu 2 Stunden täglich und bis maximal 18 Uhr begrenzt.

      Übt der Schüler den Minijob nur an einem Tag in der Woche aus, kann ein kurzfristiger Minijob vorliegen. Bei einem kurzfristigen Minijob spielt die Höhe des Verdienstes keine Rolle. Wichtig ist, dass der Job nicht
      länger als drei Monate bzw. 70 Tage im Kalenderjahr dauert. Der kurzfristige Minijob ist bei Arbeitgebern und Schülern besonders beliebt, weil für den Minijobber keine und für den Arbeitgeber nur ganz geringe Sozialabgaben anfallen. Der Minijobber ist aber steuerpflichtig.Die beitragsfreie Mitversicherung in der Familienversicherung bei der Krankenkasse der Eltern bleibt bestehen, da die Einnahmen aus dem kurzfristigen Minijob nicht berücksichtigt werden.

      Sollten die Voraussetzungen für einen kurzfristigen Minijob nicht vorliegen, kann der Schüler auch einen 450-Euro-Minijob ausüben. Die Dauer der Beschäftigung ist dann egal. Wichtig ist nur, dass der Verdienst durchschnittlich maximal 450 Euro pro Monat beträgt. Bei diesem Minijob zahlt vorrangig der Arbeitgeber Abgaben an die Minijob-Zentrale. Dem Minijobber werden nur geringe Beiträge für die Rentenversicherung vom Verdienst abgezogen. Er kann allerdings eine Befreiung von der Belastung mit Beiträgen für die Rentenversicherung beantragen. In diesem Fall verzichtet der Minijobber auch auf Leistungen aus der Rentenversicherung. Praktischerweise können 450-Euro-Minijobber auch über ihre Eltern in der Familienversicherung beitragsfrei gesetzlich krankenversichert bleiben.

      Kurzfristiger Minijob:
      (https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/02_kurzfristige_gewerbliche_minijobs/node.html)
      Steuerrecht:
      (https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/02_kurzfristige_gewerbliche_minijobs/08_steuerrecht/node.html)
      450-Euro-Minijob
      (https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/01_450_euro_gewerbe/node.html)

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  3. Hallo Mini-Job – Team,
    ich betreue eine afghanische Familie. Diese wechselt gerade vom Lageso zum Job-Center. Der älteste Sohn, 15-Jahre, hat schon mal in den Ferien in einem Hotel ge“job“t, ganz regulär, mit SV und Lohnzettel, etc. Jetzt fragt das Job-Center nach seiner Anmeldung bei der Mini-Job Zentrale. Ist dieses notwendig und falls ja, über welchen Link kann die Anmeldung erfolgen.
    Grüße zum Wochenende,
    Michael

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    • Hallo Herr Mandel,

      sofern eine Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt ausgeübt wird, ist immer eine Anmeldung zur Sozialversicherung erforderlich. Die Anmeldung hat der Arbeitgeber (Hotel) durchzuführen. Eine Durchschrift ist dem Arbeitnehmer als Nachweis auszuhändigen. Für geringfügige und kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse erfolgt die Anmeldung bei der Minijob-Zentrale.
      Wir empfehlen Ihnen, dass Sie sich beim Arbeitgeber des jungen Mannes nach der fehlenden Anmeldung erkundigen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  4. Der Mindestlohn ist für Minderjährige bei einem Ferienjob, wie ich diesem Artikel entnehmen konnte, nicht verpflichtend.

    Gilt dies auch für MInderjährige bei einem 450-Euro-Job?

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    • Guten Tag Frau Carstensen,

      für nachfolgende Personenkreise sind Sie als Arbeitgeber nicht an die Zahlung des gesetzlichen Mindestlohns gebunden. Dies gilt sowohl für kurzfristige (Ferienjob) als auch für geringfügige Beschäftigungsverhältnisse (450-Euro-Jobs):
      – Minderjährige ohne abgeschlossene Berufsausbildung; insbesondere Schüler
      – Auszubildende (in Bezug auf die Ausbildungsvergütung)
      – Pflichtpraktikanten oder Absolventen eines freiwilligen Praktikums bis zu drei Monaten in dieser Tätigkeit
      – Ehrenamtlich Tätige
      – Arbeitnehmer, die in einer Branche mit einem festgelegten Mindestlohn unter 8,84 Euro per Arbeitnehmer-Entsendegesetz oder per Arbeitnehmerüberlassungsgesetz beschäftigt sind.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Hallo Claudia,

      natürlich können Sie Ihre Tochter im Minijob beschäftigen.
      Zu beachten ist das Jugendarbeitsschutzgesetz und bei Abkömmlingen des Arbeitgebers das Statusfeststellungsverfahren. Dieses dient der Feststellung, ob eine selbstständige Tätigkeit oder eine abhängige Beschäftigung vorliegt.
      Beantragt wird es mit der Anmeldung (Meldung zur Sozialversicherung) bei uns.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  5. Meine Tochter hat das ganze Jahr über einen Mini Job ,kann sie als Schüler jetzt in den Ferien den Mini Job weiter machen und für 4-6 Wochen eine kurzfristige Beschäftigung in den Ferien an nehmen und wie wird sie dann abgerechnet .

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    • Hallo Margit,

      ihre Tochter kann neben einem 450-Euro-Minijob während der Ferien zusätzlich einen kurzfristigen Minijob bei einem anderen Arbeitgeber ausüben. Der Verdienst vom kurzfristigen Minijob wird nicht mit dem Verdienst des 450-Euro-Minijobs zusammengerechnet

      Sofern Ihre Tochter noch minderjährig ist, gelten für sie noch die Regelungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes. Hierzu berät das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Bitte informieren Sie sich im Vorfeld auch bei Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung über die Auswirkungen eines höheren Hinzuverdienstes auf den Krankenversicherungsschutz Ihrer Tochter.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  6. Gilt der Mindestlohn bei Ferienjobs?

    Der Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde gilt nur für volljährige Ferienjobber. Minderjährige sind von dieser Regelung ausgenommen.

    Seit dem 1.1.17 gilt der Mindestlohn von 8,84/Std. Ganz schlecht, wenn die Minijob-Zentrale das falsch veröffentlicht!

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    • Hallo Romberg,

      da hat sich wohl der Fehlerteufel eingeschlichen. Schön dass Sie unseren Artikel aufmerksam gelesen haben! Wie Sie richtig feststellen, gilt seit Januar 2017 ein Mindestlohn in Höhe von 8,84 Euro pro Stunde. Wir haben den Wert soeben aktualisiert. Vielen Dank für Ihren Hinweis!

      Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag!

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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