Minijobs für Schüler: mit Ferienjobs das Taschengeld aufbessern

Aktualisiert am 21.03.2017

Viele Schüler nutzen in den Ferien ihre Zeit für einen Ferienjob. Die meisten wählen hierfür einen Minijob. Wie viel dürfen Schüler arbeiten? Für wen gilt der Mindestlohn? Was Schüler mit einem Minijob noch  beachten sollten, beantworten wir hier.

Wie viele Stunden dürfen Schüler arbeiten?

Junge Menschen sollen vor Arbeit geschützt werden, die zu lange dauert, die zu schwer ist oder für sie ungeeignet ist. Je nach Alter gibt das Jugendschutzgesetz  bestimmte Zeitlimits vor.

Für 13- bis 14-Jährige ist täglich zwei Stunden leichte und kindgerechte Arbeit erlaubt. Die Tätigkeit ist dabei auf bis zu 2 Stunden täglich und bis maximal 18 Uhr begrenzt. Die Eltern müssen dem Ferienjob zustimmen.

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Das Jugendschutzgesetz schreibt Pausen vor

Jugendliche von 15 bis 17 Jahren dürfen in den Ferien bis zu vier Wochen jobben. In dieser Zeit können sie zwischen 6 Uhr in der Früh und 20 Uhr abends arbeiten. Am Tag dürfen sie aber nicht mehr als 8 und in der Woche nicht mehr als 40 Stunden beschäftigt sein.

 Volljährige Schüler unterliegen nicht mehr dem Jugendschutzgesetz. Sie dürfen sowohl in den Ferien, als auch neben der Schule arbeiten. Die genauen Regelungen zum Jugendarbeitsschutz werden in der Broschüre „Klare Sache“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales anschaulich erklärt.

Ferienjobs, die sich hierfür anbieten

  • Einräumen der Regale im Supermarkt

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    Kellnern gehört zu den beliebtesten Ferienjobs

  • Hilfsarbeiten beim Handwerksbetrieb
  • Kellnern in Cafés
  • Sitten von Babys oder Hunde
  • Austragen von Prospekten oder Zeitungen

Wo findet man online einen Ferienjob?

Jobangebote in Privathaushalten aus der näheren Nachbarschaft bietet die kostenlose www.haushaltsjob-boerse.de. Oder einfach mal in der örtlichen Umgebung beim Nachbarn, im Supermarkt oder im Handwerksbetrieb nach einem Ferienjob fragen.

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Für volljährige Schüler gilt der Mindestlohn

Gilt der Mindestlohn bei Ferienjobs?

Der Mindestlohn von 8,84 Euro pro Stunde gilt nur für volljährige Ferienjobber. Minderjährige sind von dieser Regelung ausgenommen.

Ferienjob als kurzfristiger Minijob

Übt der Schüler den Ferienjob nur in den Ferien aus, liegt in der Regel ein kurzfristiger Minijob vor. Bei einem kurzfristigen Minijob  spielt die Höhe des Verdienstes keine Rolle.

Wichtig ist, dass der Job nicht länger als drei Monate bzw. 70 Tage im Jahr dauert. Der kurzfristige Minijob ist bei Arbeitgebern und Schülern besonders beliebt, weil für den Minijobber keine und für den Arbeitgeber nur ganz geringe Sozialabgaben anfallen. Der Minijobber ist aber steuerpflichtig. Die beitragsfreie Mitversicherung in der Familienversicherung bei der Krankenkasse der Eltern bleibt bestehen, da die Einnahmen aus dem kurzfristigen Minijob nicht berücksichtigt werden.

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Ferienjob als kurzfristiger oder 450-Euro-Minijob?

Ferienjobs als 450-Euro-Minijob

Sollten die Voraussetzungen für einen kurzfristigen Minijob nicht vorliegen, kann der Schüler auch einen 450-Euro-Minijob ausüben. Die Dauer der Beschäftigung ist dann egal. Wichtig ist nur, dass der Verdienst durchschnittlich maximal 450 Euro pro Monat beträgt. Bei diesem Minijob zahlt vorrangig der Arbeitgeber Abgaben an die Minijob-Zentrale. Dem Minijobber werden nur geringe Beiträge für die Rentenversicherung vom Verdienst abgezogen. Er kann allerdings eine Befreiung von der Belastung mit Beiträgen für die Rentenversicherung beantragen. In diesem Fall verzichtet der Minijobber auch auf Leistungen aus der Rentenversicherung. Praktischerweise können 450-Euro-Minijobber auch über ihre Eltern in der Familienversicherung beitragsfrei gesetzlich krankenversichert bleiben.

Schulentlassene

Welche Regelungen Schulentlassene beachten sollten, verrät unser Blog-Beitrag „Von der Schulbank in die Berufswelt“.

6 Kommentare zu “Minijobs für Schüler: mit Ferienjobs das Taschengeld aufbessern

  1. Gilt der Mindestlohn bei Ferienjobs?

    Der Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde gilt nur für volljährige Ferienjobber. Minderjährige sind von dieser Regelung ausgenommen.

    Seit dem 1.1.17 gilt der Mindestlohn von 8,84/Std. Ganz schlecht, wenn die Minijob-Zentrale das falsch veröffentlicht!

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    • Hallo Romberg,

      da hat sich wohl der Fehlerteufel eingeschlichen. Schön dass Sie unseren Artikel aufmerksam gelesen haben! Wie Sie richtig feststellen, gilt seit Januar 2017 ein Mindestlohn in Höhe von 8,84 Euro pro Stunde. Wir haben den Wert soeben aktualisiert. Vielen Dank für Ihren Hinweis!

      Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag!

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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