Nachgefragt (7): Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub

In unserer Rubrik „Nachgefragt“ informiert heute Susan zum Urlaubsanspruch von Minijobbern.

Nachgefragt von Ömer aus Recklinghausen:

Seit Mai 2015 habe ich einen Minijob. Ich arbeite an 3 Tagen in der Woche. Nun möchte ich zwei Wochen Urlaub nehmen. Bekomme ich auch während meines Urlaubs weiterhin meinen Lohn, obwohl ich nur einen Minijob habe?

Beantwortet von Susan aus dem Service-Center:

Hallo Ömer,

auch als Minijobber haben Sie Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Der gesetzliche Urlaubsanspruch beträgt jährlich Susanmindestens 4 Wochen beziehungsweise 24 Werktage. Da das Bundesurlaubsgesetz von 6 Werktagen (Montag bis Samstag) ausgeht, ist der Urlaub auf Ihre vereinbarten wöchentlichen Arbeitstage umzurechnen.

Weil Sie an 3 Tagen in der Woche arbeiten und der Mindesturlaubsanspruch 4 Wochen pro Jahr beträgt, multiplizieren Sie die wöchentlichen Arbeitstage mit 4. Somit ergibt sich bei Ihnen ein jährlicher bezahlter Urlaubsanspruch von 12 Tagen (3 Tage/Woche x 4 Wochen/Jahr = 12 Tage/Jahr).

Der bezahlte Urlaubsanspruch gilt für die Tage, an denen Sie normalerweise arbeiten würden.

Und noch ein Hinweis: Gewährt Ihr Arbeitgeber vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmern höhere Urlaubsansprüche, so stehen die auch Ihnen anteilig zu.

 

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Nachgefragt (13): Krankenversicherung für Minijobber

Nachgefragt (12): Mit Rentenversicherungspflicht volle Ansprüche sichern

Nachgefragt (11): Einfache Anmeldung einer Haushaltshilfe

Nachgefragt (10): Mehrere Minijobs neben einer Hauptbeschäftigung

Nachgefragt (9): Lohnfortzahlung auch für Minijobber

Nachgefragt (8): Kosten einer Haushaltshilfe

Nachgefragt (7): Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub

Nachgefragt (6): Vollständigkeit von Meldungen

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Nachgefragt (4): Änderung der Geschäftsadresse

Nachgefragt (3): Rente und Hinzuverdienstgrenze

Nachgefragt (2): Studenten und Minijobs

Nachgefragt (1): Anmeldung eines Minijobbers

 

62 Kommentare zu “Nachgefragt (7): Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub

  1. Hallo, ich habe meinen Arbeitgeber Informiert das ich gesetzlichen anspruch auf Urlaub habe. Dieser aber meint, das im Arbeitsvertrag die klausel steht das Überstunden, Urlaub und Krankheitsausfälle nicht gezahlt werden. Das Gesetz sagt aber eindeutig etwas anderes. Nun wenn ich dagen vorgehen will ist dann mein Job in Gefahr? Und wie kann ich diplomatisch vorgehen ohne das mein Job in Gefahr ist? Da ich darauf angewiesen bin und ihn nicht verlieren möchte.

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    • Hallo Tilo,

      richtig ist, dass jedem Arbeitnehmer Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und bezahlter Urlaub zusteht. Diese Ansprüche können arbeitsvertraglich auch nicht ausgeschlossen werden.

      Wir empfehlen Ihnen, vorab das Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber zu suchen. Gerne auch noch zum Nachlesen auf unserer Internetseite:

      https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/04_arbeitsrecht/node.html

      Sollte dies erfolglos sein, wenden Sie sich bitte mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales unter der Telefonnummer 030/221 911 004.

      Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags von 8.00 bis 20.00 Uhr.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Lieber Tilo, liebes Minijob-Team,

      leider ist das ein bekanntes Problem und kommt recht häufig vor. In der Regel zum Nachteil der Mitarbeiter, so oder so. Ein Arbeitgeber, der so eine Sklavenklausel in den Arbeitsvertrag schreibt, weiß idR sehr wohl, was er tut. Und er tut es mit Absicht.
      Wenn du dein Recht auf bezahlten Urlaub und bezahlte Krankheitstage durchsetzt, was nicht allzu schwierig ist, wird er dich wahrscheinlich entlassen. Im besten Fall erhältst du eine Abfindung (maximal halbes Gehalt pro Jahr, das du dort beschäftigt bist?).

      Zudem könntest/solltest du natürlich alle unbezahlten Urlaubs- und Krankheitstage der letzten Jahre einklagen. Wenn ich mich nicht täusche, musst du noch nicht einmal den Anwalt dafür bezahlen.

      Was ich auf jeden Fall tun würde: Beim Zoll anrufen und da mal nachfragen. Der Zoll ist auch für Schwarzarbeit etc. zuständig. Vor dem Zoll haben die meisten Arbeitgeber grossen Respekt. Zu Recht.

      Den Arbeitgeber würde ich zudem ganz freundlich, aber konsequent darüber informieren, dass du aktiv den Zoll einschalten wirst (egal, ob du es vorhast oder nicht!:) und ihn ausserdem verklagst, wenn er dir dein Geld (auch rückwirkend) nicht zahlt und/oder dich entlässt. Gib ihm maximal 1 Woche Bedenkzeit. Kurze konsequente Fristen sind erfahrungsgemäß viel erfolgreicher als „mal schaun“.

      So manch ein Mitarbeiter, der freundlich, aber bestimmt und vor allen Dingen unbeirrt so vorgegangen ist, war überrascht, wie einfach sich etwas entwickeln kann, wenn man seine Rechte mit Würde und Rückgrat vertritt. Dafür brauchst du etwas Mut.
      Aber wenn du es schaffst, dieses Etappenziel zu erreichen, also den Arbeitgeber zu überzeugen, ist das ein Erfolgserlebnis, das du so schnell nicht vergisst.

      Am Tagesende musst du dir überlegen, was erträglicher ist: So weiterzuarbeiten oder dein Recht einzufordern und den Arbeitsplatz zu riskieren. Aber möchtest du wirklich für jemanden arbeiten, der dich ausbeutet?

      Herzliche Grüße
      Susanne

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  2. Hallo liebes Team der Minijob-Zentrale,
    meine Frau ist auf Stundenbasis beschäftigt (ohne schriftlichen Vertrag aber ordnungsgemäß gemeldet und es werden auch die SV-Beiträge durch den Arbeitgeber gezahlt). Nun haben wir erfahren, dass eine andere Minijobbern in der Firma Urlaubsgeld bekommt. Auf Nachfrage die eine Ja, weil sie einen Vertrag mit fester Stundenzahl hat und meine Frau Nein, weil sie auf Stundenbasis kommt (i.d.R. 2 mal in der Woche für je 4 Stunden). Ist diese Unterscheidung rechtens? Und wenn nein, wie würde sich der Urlaubsgeldanspruch berechnen?
    Vielen Dank für Eure Antwort,
    Frank

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    • Hallo Frank,

      bei einer Beschäftigung an zwei Tagen in der Woche hat Ihre Frau einen Anspruch auf bezahlten Urlaub in Höhe von 8 Tagen im Jahr.

      Auf Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld haben Arbeitnehmer und damit auch Minijobber keinen gesetzlichen Anspruch auf. Aber auch ohne einen gesetzlichen Anspruch auf Sonderzahlungen können Minijobber diesen Betrag erhalten, wenn dieser in einem Tarifvertrag, einer betrieblichen Regelung oder arbeitsvertraglich vereinbart wurde. Dort ist auch die Höhe der Zahlungen festgelegt. Erhalten andere Arbeitnehmer eine Sonderzahlung, so haben auch Minijobber einen Anspruch darauf, es sei denn, es gibt für diese unterschiedliche Behandlung sachliche Gründe, z. B. Arbeitsleistung, Qualifikation, Berufserfahrung oder unterschiedliche Arbeitsplatzanforderungen. Ihrer Frau steht somit eine Sonderzahlung zu, die anteilig – bezogen auf ihre Arbeitszeit – mindestens so hoch ist, wie die eines vergleichbaren vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Vielen Dank für die Antwort. Ist denn die Unterscheidung zwischen Minijob mit vertraglich vereinbarten festen Stunden und den „freien“ Stunden für den Urlaubsanspruch ein Kriterium?
        Viele Grüße
        Frank

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        • Hallo Frank,

          Entschuldigung das wir Ihren Kommentar vom 14. Juli 2017 überlesen haben.

          Der Urlaubsanspruch richtet sich immer nach den Arbeitstagen in der Woche. Vertraglich fest vereinbarte Stunden und freie Stunden in der Woche sind kein Kriterium für die Berechnung des Urlaubsanspruches.

          Mit freundlichen Grüßen

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  3. Sehr geehrte Damen und Herren,

    Ich gehe bei meinem 450 Euro Job jede Wochen den freitag arbeiten . Nun möchte ich mir 2 Wochen Urlaub nehmen. Laut dem Rechner für die Urlaubstage stehen mir 4 Urlaubstage zu. Würde das heißen ich bekomme 4 Freitage (also dann 4 Wochen quasi frei )bezahlt !?

    Lieben Gruß

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  4. Sehr geehrte Damen und Herren,
    Ich habe einen minijob bei einen ms Patienten,ich putze und mach die Einkäufe.
    Ich habe letztes Jahr schon gefragt wie es ist wegen bezahlten Urlaub,es gab Diskussionen und mein Stundenlohn wurde von 13.50 auf 15.31 Euro angehoben. Aber jetzt kommt es, bei der Anhebung des stundelohns soll mein bezahlter Urlaubsanspruch enthalten sein.
    Ist das rechtens?
    Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar
    MFG
    A.Ilg

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    • Sehr geehrte Frau Angela IIg,

      in einem Beschäftigungsverhältnis steht immer die Urlaubsgewährung an erster Stelle. Erst wenn dies nicht möglich ist, dann ist der Urlaub vom Arbeitgeber abzugelten.
      Es gibt also weder für den Arbeitgeber noch für den Arbeitnehmer eine Wahlmöglichkeit in Bezug auf die Gewährung oder Abgeltung des Erholungsurlaubs.
      Eine Abgeltung des Urlaubs während des Arbeitsverhältnisses ist nicht vorgesehen. Es ist Urlaub zu gewähren, da der Zweck des Urlaubs die Erholung des Arbeitnehmers ist, die mit der Urlaubsabgeltung nicht erreicht werden kann. Eine finanzielle Abgeltung des Urlaubs sieht das Gesetz nur in § 7 Abs. 4 Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) und damit nur bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses vor: „Kann der Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr gewährt werden, so ist er abzugelten.“
      Eine Vereinbarung über die Abgeltung des Urlaubs im bestehenden Arbeitsverhältnis wäre nichtig, d.h. selbst wenn die Arbeitsvertragsparteien Urlaub während des Arbeitsverhältnisses teilweise in Geld ausgeglichen haben, bestünde der Urlaubsanspruch weiter. Wir vermögen nicht zu beurteilen, wie die zwischen Ihnen und Ihren Arbeitgeber getroffene Vereinbarung zu werten ist. In Ihrem speziellen Fall empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer:
      030 / 221 911 004
      So berechnen Sie Ihren Urlaubsanspruch:
      Arbeitnehmer, die einen Minijob ausüben, gelten nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) als Teilzeitbeschäftigte und haben damit wie jeder Arbeitnehmer Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Bei einer sechs-Tage-Woche beträgt der gesetzliche Urlaubsanspruch mindestens vier Wochen bzw. 24 Werktage im Jahr, die tatsächliche Anzahl der Urlaubstage muss jedoch auf die zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbarten wöchentlichen Werktage umgerechnet werden. Dabei ist nur die Zahl der pro Woche gearbeiteten Tage relevant, nicht die Zahl der geleisteten Stunden.
      Berechnung des Urlaubsanspruchs:
      Individuelle Arbeitstage pro Woche x 24 : 6 = Urlaubstage

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  8. Hallo liebes Team, wie ist denn die Regelung wenn ich nur alle 14 Tage für 3 Stunden arbeiten gehe? Dann hab ich ja keinen Arbeitstag in der Woche , also auch hat keinen Anspruch auf bezahlten Urlaub ? Ist das richtig ?

    LG und ein schönes Wochenende

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    • Jeder, der angestellt ist, hat Anspruch auf bezahlten Urlaub, auch wenn man nur alle 2 Wochen für 3 Std. arbeitet. Man nimmt (und bekommt bestenfalls) seinen bezahlten Urlaub, wenn man in der Woche, in der man arbeiten würde, Urlaub macht. Genauso ist es, wenn man in der Woche krank ist – dann hat man grds. auch Anspruch auf Lohnfortzahlung! Oder drittes Beispiel Feiertage: Was manche Arbeitgeber gerne machen, was aber nicht rechtens ist: Angenommen jemand arbeitet alle 14 Tage immer donnerstags und nun fällt der Donnerstag auf einen Feiertag – dann verlangen Arbeitgeber schonmal, dass man dafür den vorherigen Mittwoch oder nachfolgenden Freitag arbeitet oder den Donnerstag in der Woche davor oder danach. Das ist aber nicht ok, es sei denn, der zusätzliche Tag wird auch zusätzlich bezahlt, denn ein Minijobber hat genauso Anspruch auf bezahlte Feiertage, wie alle anderen Angestellten auch.
      Die Minijobzentrale möge mich korrigieren, wenn ich mich täusche.
      Alles Gute, Susanne Fritz

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      • Hallo Frau Fritz,

        schön dass Sie sich an unserem Dialog beteiligen.

        SanixX hat einen Anspruch auf zwei Tage Urlaub im Jahr. Details erfahren Sie aus unserer Antwort an SanixX.

        Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende!

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Hallo Sanix,

      nach unserer Berechnung stehen Ihnen zwei Tage Urlaub im Jahr zu.

      Hintergrund:

      Bei der Berechnung des Urlaubsanspruchs gilt, die oben erklärte Formel:
      Individuelle Arbeitstage pro Woche x 24 : 6 = Urlaubstage/ Jahr

      Arbeiten Sie nur einen Tag in zwei Wochen, ist in der Theorie davon auszugehen, dass Sie 0,5 Tage in der Woche arbeiten. Daraus ergibt sich diese Berechnung:

      0,5 (individuelle Arbeitstage pro Woche) x 24 / 6 = 2 Tage Urlaubsanspruch/ Jahr

      Wir hoffen wir konnten Ihnen weiterhelfen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  24. Hallo, ich arbeite 2 Nachmittage in der Woche (‚a 4 Stunden, es ist eine 5 Tage Woche) insgesamt 32 Stunden im Monat auf 450 €
    Wieviel Urlaub steht mir zu?

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  25. Guten Morgen,
    ist es korrekt, dass für Minijobber mit dem neuen Mindestlohn ab 2017 die maximale Stundenzahl nur noch knapp 11,5 Stunden pro Woche beträgt und wer mehr arbeitet, sehr wahrscheinlich sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist?
    Ich frage, weil ich seit langem Minijobber an ihre Rechte erinnere und sie immer wieder an die Minijobzentrale verweise. In meinem eigenen Blog habe ich nun 10 Möglichkeiten aufgeführt, wie es nicht oder anders gehen sollte. Das sind die 10 Varianten, die mir am Häufigsten in meiner Selbstänbdigkeit für über 100 Firmen begegnet sind.
    https://www.impact-one.de/2017/01/30/minijob-top-oder-flop/
    Salut, Susanne Fritz

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  26. Hierzu habe ich auch eine Frage:
    mein Mann hat seit Ende November 2016 einen Minijob, bei dem er zwei Tage die Woche jeweils dreieinhalb Stunden arbeitet. Der Arbeitgeber gewährte ihm für den Rest des Jahres einen Urlaubsanspruch von zwei Tagen. Bezahlen möchte er jedoch nur 1,28 Stunden für diese beiden Urlaubstage. Ist das rechtens? Müsste er nicht beide Tage voll bezahlen (bzw. Insgesamt sieben Stunden)?
    Vielen Dank für Ihre Antwort!

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    • Hallo Frau Schley,

      der volle Urlaubsanspruch wird erst nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben. Während dieser Zeit hat ein Arbeitnehmer Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses (§ 5 und 6 Bundesurlaubsgesetz (BUrlG)). Die Höhe des Urlaubsentgelts bemisst sich dann nach dem bisherigen durchschnittlichen Arbeitsverdienst (analog zu § 11 BUrlG) seit Beginn der Beschäftigung. Für eine individuellere Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir auch Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Die Kolleginnen und Kollegen erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  27. Pingback: Auch Minijobber haben ein Recht auf Urlaub | Die Minijob-Zentrale

  28. Das ist ja wirklich interessant. Vor allem wie die Meinungen auseinander gehen und die Lage teilweise sehr unklar ist. In so einem Fall würde ich immer Rücksprache mit einem Rechtsanwalt für Arbeitrecht oder ähnlichem halten. Da ist man auf der sicheren Seite. Weiter so!

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  29. Hallo Minijob-Zentrale !
    Ich habe einen Minijob als Haushaltshilfe in Privathaushalt seit 2010 . Bis 2014 war ich 3 mal der Woche jeweils 3 Stunden beschäftigt. Seid 2014 nut 4 Stunden der Woche .Mein Minijob ist angemeldet . Ich Bitte um Hilfe ! Weil ich die alle Jahre keinen bezalten Urlaub bekommen habe. Während einen Urlaub wurden mir minus Stunden geschrieben . Bis Heute habe ich 70 minus Stunden ,die kann ich überhaupt nicht aufarbeiten.weil mein Arbeitgeber braucht mich nicht so oft . Jetzt soll ich die Minus Stunden zurück Zahlen . Ist das Korekt ? Die Atmosphäre ist unerträglich, es wird oft auf die Uhr geschaut ob ich schnell genug und korrekt arbeite . .
    Liebe Grüße Eleonore

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    • Hallo Eleonore,

      natürlich haben Sie einen gesetzlichen Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche können wir Ihnen als Sozialversicherungsträger leider nicht behilflich sein, jedoch informieren wir auf unserer Homepage ausführlich hierzu: https://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/03_mj_in_privathaushalten/16_arbeitsrecht/klagen_vor_dem_arbeitsgericht_phh.html

      Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Darüber hinaus können Sie sich für eine Rechtsberatung unter anderem an eine Gewerkschaft oder an einen Rechtsanwalt wenden.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Die nutzen die Minijobber nur aus. Billige Arbeitskräfte die volle Leistungen erbringen sollen. Dies geht gar nicht. Minijobber steht bezahlter Urlaub anteilig auf die Tage die man arbeitet sowie Lohnfortzahlung 6 Wochen zu. Man sollte dies gleich bei der Einstellung regeln. Hab auch den Fehler gemacht und bin nun seit 7 Jahren das erste Mal länger krank und bekomme keine Lohnfortzahlung.

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  30. Hallo Minijob-Zentrale,

    nach mehreren Gesprächen mit der Beratungsstelle für Arbeitsrecht, der Minijob- Zentrale und meinen Arbeitgeber ist mein Urlaubsanspruch noch unklar.

    Ich arbeite flexibel, 2 Tage in der Woche im Durchschnitt. Das Urlaubsanspruch für meine Kolleginnen in Vollzeit ist 30 Tage bzw. 6 Wochen.

    Mein Arbeitgeber berechnet mein Urlaub nach dieser Formel:

    11 Stunden pro Woche im Vergleich zu Vollzeit 40 Stunden pro Woche, 11 Stunden sind somit 27%.
    Jeder Mitarbeiter, der regelmäßig an 5 Tagen in der Woche arbeitet, hat Anspruch auf 2,5 Tage Urlaub pro Monat. Umgerechnet auf 27% entspricht das 0,675 Tagen pro Monat.
    Mein Urlaubsanspruch ist somit: 2015 -> 0,675 x 3 = 2,025 = 2 Tage
    2016 -> 0,675 x 10 = 6,75 = 7 Tage

    Sollte mein Urlaubsanspruch der sein:

    2 (Durchschnitt Arbeitstage/Woche) x 30( Mindesturlaub Vollzeitbeschäftigte) : 5 (Werktag Woche) = 12 Urlaubstage ( 2 Tage x 6 Wochen)

    Mein Vertrag ist von beginn Oktober 2015 bis Ende Oktober 2016 befristet.

    Wie viel Urlaubstage stehen mir noch im September zu Verfügung wenn ich zum Ende September kündige.

    Ich hatte im Juli 2 Wochen ( 4 Urlaubstage) Urlaub.

    mein Arbeitgeber sagt das mir noch 4 bis Ende Oktober Tage zur Verfügung stehen.

    Bitte Antwortet mir da mir Ihre schriftliche Antwort sehr wichtig ist.

    Vielen Dank im Voraus

    Ivona

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    • Hallo Ivona,

      vorab möchten wir Sie darauf hinweisen, dass wir als Sozialversicherungsträger nur allgemein zum Thema Arbeitsrecht informieren und nicht im Detail zu arbeitsrechtlichen Anfragen beraten. Dennoch hoffen wir, Ihnen mit unserer Antwort weiterhelfen zu können.

      Als Minijobberin dürfen Sie aufgrund des Grundsatzes der Gleichbehandlung gegenüber vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmern nicht ohne sachlichen Grund benachteiligt werden. Dies gilt auch für den Urlaubsanspruch.

      Ihren Ausführungen entnehmen wir, dass Ihr Arbeitgeber Vollzeitbeschäftigten im Kalenderjahr einen Urlaub von 30 Tagen bei einer 5-Tage-Woche gewährt. Sie geben an, dass Sie flexibel 11 Stunden in der Woche arbeiten und Ihre wöchentlichen Arbeitstage schwanken.

      Ihr individueller Urlaubsanspruch errechnet sich daher, indem die Anzahl Ihrer individuellen Arbeitstage des Jahres zu den Jahresarbeitstagen eines Vollzeitbeschäftigten ins Verhältnis gesetzt und mit der Urlaubsdauer der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer multipliziert wird.

      Nehmen wir an, Sie arbeiten an 80 Tagen im Jahr und die Urlaubsdauer eines Vollzeitbeschäftigten bei einer 5-Tage-Woche beträgt 30 Urlaubstage, so errechnet sich die Urlaubsdauer wie folgt:
      80 Arbeitstage / 260 Jahresarbeitstage (bei Vollzeitbeschäftigung) × 30 Urlaubstage = 9,23 Arbeitstage Urlaub

      Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen!
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  31. Mir fehlt eine klare Aussage zum Anspruch auf Erholungsurlaub für einen Minijobber im Privathaushalt, der z.B. einmal pro Woche an einem nicht-festgelegten Tag drei Stunden tätig ist:
    Rein rechnerisch beliefe sich hier der Anspruch auf vier Tage Erholungsurlaub pro Jahr, an welchem der Minijobber bezahlt werden müsste, ohne daß die anfallenden Tätigkeiten erledigt würden – da diese Verpflichtung nur einem Bruchteil der privaten Arbeitgebern überhaupt klar sein dürfte ist hier der ehrliche klar der dumme.

    Ich würde mir wünschen die Minijobzentrale wies in ihren Broschüren zur Beschäftigung von Minijobbern in Privathaushalten deutlich darauf hin – aktuell könnte der Eindruck entstehen, dies störe nur das vereinfachte Bild von der unbürokratischen und nur mit geringfügig höheren Kosten verbundenen legalen Beschäftigung vs. der in Deutschland massiv praktizierten Schwarzarbeit in Privathaushalten mit der damit verbundenen Ausbeutung der Arbeitnehmer.

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  32. Hallo Sylvia,

    im Bundesurlaubsgesetz (BurlG) steht, dass Arbeitnehmer während des Urlaubs ihr Gehalt weiter erhalten müssen. Ihr Arbeitgeber ist also gesetzlich verpflichtet das sogenannte „Urlaubsentgelt“ an Sie zu zahlen. Die gesetzliche Regelung finden Sie hier: https://www.gesetze-im-internet.de/burlg/__11.html.

    Wir empfehlen Ihnen ein Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber zu suchen, um eine einvernehmliche Lösung zu finden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Hallöchen, ich nochmals ☺, also mein Arbeitgeber hat mir es folgendermaßen erklärt:
      Sie berechnen unsere Gesamtstunden im Jahr mal den z.Zt. tariflichen 9,80€ und unseren Urlaubsanspruch von insgesamt 28 Tagen im Jahr mal 9,80€ diese beiden Summen zusammen und geteilt durch 12 Monate= Ergebnis unseres Pauschallohnes.
      Heißt vom Arbeitgeber sie bezahlen ja das Urlaubsentgeld. ….doch ist fies so rechtens? Denn wenn ich ja wie bereits erwähnt, 12 Tage Urlaub genommen habe fehlt mir ein halber Lohn mit der Begründung sie bezahlen ja die Urlaubstage im voraus bzw Nachhinein durch ihre o.g.Berechnung. …leider habe ich immer noch nicht mein Arbeitsvertrag zurück um dort die Klausel über die Urlaubsreglung nach zu lesen…..aber es ist uns definitiv nicht im Vorfeld diese Handhabung erklärt worden und es hieß immer es wird der Urlaub bezahlt……

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      • Hallo Sylvia,

        wir können nur allgemein zum Thema Arbeitsrecht informieren und nicht im Detail zu arbeitsrechtlichen Anfragen beraten. Für eine individuelle Beratung empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004. Darüber hinaus können Sie sich für eine Rechtsberatung unter anderem an eine Gewerkschaft oder an einen Rechtsanwalt wenden.

        Mit freundlichen Grüßen
        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  33. Ich arbeite 6 Tage a 1,42 Std als Reinigungskraft und das jede Woche. Dies wird jeden Monat als Pauschallohn, also übertariflich bezahlt. Nun heißt es, dass wenn ich 2 Wochen Urlaub nehme (also 12 Tage) diese nicht bezahlt werden, da wir ja pauschlisierten Lohn bekommen, dieser ja übertariflich ist und das Urlaubsgeld schon damit abgegolten wäre.
    Meine Kollegin ging es jetzt so: sie hatte im Juli 2 Wochen (12 Tage) Urlaub, aber bekam letztendlich nur den halben Pauschallohn ausgezahlt. Mit der Begründung, daß ja der Lohn die anderen Monate schon durch den Pauschallohn übertarifliche sei und somit das Urlaubsentgelt mit drin ist.
    Ist das so richtig?

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    • Hallo Ulrike,

      wir als Minijob-Zentrale können nur allgemeine Auskünfte zum Thema „Arbeitsrecht“ erteilen.

      Bezüglich der Beantwortung Ihrer Anfrage empfehlen wir Ihnen daher das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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