Nachgefragt (7): Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub

In unserer Rubrik „Nachgefragt“ informiert heute Susan zum Urlaubsanspruch von Minijobbern.

Nachgefragt von Ömer aus Recklinghausen:

Seit Mai 2015 habe ich einen Minijob. Ich arbeite an 3 Tagen in der Woche. Nun möchte ich zwei Wochen Urlaub nehmen. Bekomme ich auch während meines Urlaubs weiterhin meinen Lohn, obwohl ich nur einen Minijob habe?

Beantwortet von Susan aus dem Service-Center:

Hallo Ömer,

auch als Minijobber haben Sie Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Der gesetzliche Urlaubsanspruch beträgt jährlich Susanmindestens 4 Wochen beziehungsweise 24 Werktage. Da das Bundesurlaubsgesetz von 6 Werktagen (Montag bis Samstag) ausgeht, ist der Urlaub auf Ihre vereinbarten wöchentlichen Arbeitstage umzurechnen.

Weil Sie an 3 Tagen in der Woche arbeiten und der Mindesturlaubsanspruch 4 Wochen pro Jahr beträgt, multiplizieren Sie die wöchentlichen Arbeitstage mit 4. Somit ergibt sich bei Ihnen ein jährlicher bezahlter Urlaubsanspruch von 12 Tagen (3 Tage/Woche x 4 Wochen/Jahr = 12 Tage/Jahr).

Der bezahlte Urlaubsanspruch gilt für die Tage, an denen Sie normalerweise arbeiten würden.

Und noch ein Hinweis: Gewährt Ihr Arbeitgeber vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmern höhere Urlaubsansprüche, so stehen die auch Ihnen anteilig zu.

 

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41 Kommentare zu “Nachgefragt (7): Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub

    • Hallo Ulrike,

      wir als Minijob-Zentrale können nur allgemeine Auskünfte zum Thema „Arbeitsrecht“ erteilen.

      Bezüglich der Beantwortung Ihrer Anfrage empfehlen wir Ihnen daher das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  1. Ich arbeite 6 Tage a 1,42 Std als Reinigungskraft und das jede Woche. Dies wird jeden Monat als Pauschallohn, also übertariflich bezahlt. Nun heißt es, dass wenn ich 2 Wochen Urlaub nehme (also 12 Tage) diese nicht bezahlt werden, da wir ja pauschlisierten Lohn bekommen, dieser ja übertariflich ist und das Urlaubsgeld schon damit abgegolten wäre.
    Meine Kollegin ging es jetzt so: sie hatte im Juli 2 Wochen (12 Tage) Urlaub, aber bekam letztendlich nur den halben Pauschallohn ausgezahlt. Mit der Begründung, daß ja der Lohn die anderen Monate schon durch den Pauschallohn übertarifliche sei und somit das Urlaubsentgelt mit drin ist.
    Ist das so richtig?

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  2. Hallo Sylvia,

    im Bundesurlaubsgesetz (BurlG) steht, dass Arbeitnehmer während des Urlaubs ihr Gehalt weiter erhalten müssen. Ihr Arbeitgeber ist also gesetzlich verpflichtet das sogenannte „Urlaubsentgelt“ an Sie zu zahlen. Die gesetzliche Regelung finden Sie hier: https://www.gesetze-im-internet.de/burlg/__11.html.

    Wir empfehlen Ihnen ein Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber zu suchen, um eine einvernehmliche Lösung zu finden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Hallöchen, ich nochmals ☺, also mein Arbeitgeber hat mir es folgendermaßen erklärt:
      Sie berechnen unsere Gesamtstunden im Jahr mal den z.Zt. tariflichen 9,80€ und unseren Urlaubsanspruch von insgesamt 28 Tagen im Jahr mal 9,80€ diese beiden Summen zusammen und geteilt durch 12 Monate= Ergebnis unseres Pauschallohnes.
      Heißt vom Arbeitgeber sie bezahlen ja das Urlaubsentgeld. ….doch ist fies so rechtens? Denn wenn ich ja wie bereits erwähnt, 12 Tage Urlaub genommen habe fehlt mir ein halber Lohn mit der Begründung sie bezahlen ja die Urlaubstage im voraus bzw Nachhinein durch ihre o.g.Berechnung. …leider habe ich immer noch nicht mein Arbeitsvertrag zurück um dort die Klausel über die Urlaubsreglung nach zu lesen…..aber es ist uns definitiv nicht im Vorfeld diese Handhabung erklärt worden und es hieß immer es wird der Urlaub bezahlt……

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      • Hallo Sylvia,

        wir können nur allgemein zum Thema Arbeitsrecht informieren und nicht im Detail zu arbeitsrechtlichen Anfragen beraten. Für eine individuelle Beratung empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004. Darüber hinaus können Sie sich für eine Rechtsberatung unter anderem an eine Gewerkschaft oder an einen Rechtsanwalt wenden.

        Mit freundlichen Grüßen
        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  3. Mir fehlt eine klare Aussage zum Anspruch auf Erholungsurlaub für einen Minijobber im Privathaushalt, der z.B. einmal pro Woche an einem nicht-festgelegten Tag drei Stunden tätig ist:
    Rein rechnerisch beliefe sich hier der Anspruch auf vier Tage Erholungsurlaub pro Jahr, an welchem der Minijobber bezahlt werden müsste, ohne daß die anfallenden Tätigkeiten erledigt würden – da diese Verpflichtung nur einem Bruchteil der privaten Arbeitgebern überhaupt klar sein dürfte ist hier der ehrliche klar der dumme.

    Ich würde mir wünschen die Minijobzentrale wies in ihren Broschüren zur Beschäftigung von Minijobbern in Privathaushalten deutlich darauf hin – aktuell könnte der Eindruck entstehen, dies störe nur das vereinfachte Bild von der unbürokratischen und nur mit geringfügig höheren Kosten verbundenen legalen Beschäftigung vs. der in Deutschland massiv praktizierten Schwarzarbeit in Privathaushalten mit der damit verbundenen Ausbeutung der Arbeitnehmer.

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  4. Hallo Minijob-Zentrale,

    nach mehreren Gesprächen mit der Beratungsstelle für Arbeitsrecht, der Minijob- Zentrale und meinen Arbeitgeber ist mein Urlaubsanspruch noch unklar.

    Ich arbeite flexibel, 2 Tage in der Woche im Durchschnitt. Das Urlaubsanspruch für meine Kolleginnen in Vollzeit ist 30 Tage bzw. 6 Wochen.

    Mein Arbeitgeber berechnet mein Urlaub nach dieser Formel:

    11 Stunden pro Woche im Vergleich zu Vollzeit 40 Stunden pro Woche, 11 Stunden sind somit 27%.
    Jeder Mitarbeiter, der regelmäßig an 5 Tagen in der Woche arbeitet, hat Anspruch auf 2,5 Tage Urlaub pro Monat. Umgerechnet auf 27% entspricht das 0,675 Tagen pro Monat.
    Mein Urlaubsanspruch ist somit: 2015 -> 0,675 x 3 = 2,025 = 2 Tage
    2016 -> 0,675 x 10 = 6,75 = 7 Tage

    Sollte mein Urlaubsanspruch der sein:

    2 (Durchschnitt Arbeitstage/Woche) x 30( Mindesturlaub Vollzeitbeschäftigte) : 5 (Werktag Woche) = 12 Urlaubstage ( 2 Tage x 6 Wochen)

    Mein Vertrag ist von beginn Oktober 2015 bis Ende Oktober 2016 befristet.

    Wie viel Urlaubstage stehen mir noch im September zu Verfügung wenn ich zum Ende September kündige.

    Ich hatte im Juli 2 Wochen ( 4 Urlaubstage) Urlaub.

    mein Arbeitgeber sagt das mir noch 4 bis Ende Oktober Tage zur Verfügung stehen.

    Bitte Antwortet mir da mir Ihre schriftliche Antwort sehr wichtig ist.

    Vielen Dank im Voraus

    Ivona

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    • Hallo Ivona,

      vorab möchten wir Sie darauf hinweisen, dass wir als Sozialversicherungsträger nur allgemein zum Thema Arbeitsrecht informieren und nicht im Detail zu arbeitsrechtlichen Anfragen beraten. Dennoch hoffen wir, Ihnen mit unserer Antwort weiterhelfen zu können.

      Als Minijobberin dürfen Sie aufgrund des Grundsatzes der Gleichbehandlung gegenüber vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmern nicht ohne sachlichen Grund benachteiligt werden. Dies gilt auch für den Urlaubsanspruch.

      Ihren Ausführungen entnehmen wir, dass Ihr Arbeitgeber Vollzeitbeschäftigten im Kalenderjahr einen Urlaub von 30 Tagen bei einer 5-Tage-Woche gewährt. Sie geben an, dass Sie flexibel 11 Stunden in der Woche arbeiten und Ihre wöchentlichen Arbeitstage schwanken.

      Ihr individueller Urlaubsanspruch errechnet sich daher, indem die Anzahl Ihrer individuellen Arbeitstage des Jahres zu den Jahresarbeitstagen eines Vollzeitbeschäftigten ins Verhältnis gesetzt und mit der Urlaubsdauer der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer multipliziert wird.

      Nehmen wir an, Sie arbeiten an 80 Tagen im Jahr und die Urlaubsdauer eines Vollzeitbeschäftigten bei einer 5-Tage-Woche beträgt 30 Urlaubstage, so errechnet sich die Urlaubsdauer wie folgt:
      80 Arbeitstage / 260 Jahresarbeitstage (bei Vollzeitbeschäftigung) × 30 Urlaubstage = 9,23 Arbeitstage Urlaub

      Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen!
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  5. Hallo Minijob-Zentrale !
    Ich habe einen Minijob als Haushaltshilfe in Privathaushalt seit 2010 . Bis 2014 war ich 3 mal der Woche jeweils 3 Stunden beschäftigt. Seid 2014 nut 4 Stunden der Woche .Mein Minijob ist angemeldet . Ich Bitte um Hilfe ! Weil ich die alle Jahre keinen bezalten Urlaub bekommen habe. Während einen Urlaub wurden mir minus Stunden geschrieben . Bis Heute habe ich 70 minus Stunden ,die kann ich überhaupt nicht aufarbeiten.weil mein Arbeitgeber braucht mich nicht so oft . Jetzt soll ich die Minus Stunden zurück Zahlen . Ist das Korekt ? Die Atmosphäre ist unerträglich, es wird oft auf die Uhr geschaut ob ich schnell genug und korrekt arbeite . .
    Liebe Grüße Eleonore

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    • Hallo Eleonore,

      natürlich haben Sie einen gesetzlichen Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche können wir Ihnen als Sozialversicherungsträger leider nicht behilflich sein, jedoch informieren wir auf unserer Homepage ausführlich hierzu: https://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/03_mj_in_privathaushalten/16_arbeitsrecht/klagen_vor_dem_arbeitsgericht_phh.html

      Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Darüber hinaus können Sie sich für eine Rechtsberatung unter anderem an eine Gewerkschaft oder an einen Rechtsanwalt wenden.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Die nutzen die Minijobber nur aus. Billige Arbeitskräfte die volle Leistungen erbringen sollen. Dies geht gar nicht. Minijobber steht bezahlter Urlaub anteilig auf die Tage die man arbeitet sowie Lohnfortzahlung 6 Wochen zu. Man sollte dies gleich bei der Einstellung regeln. Hab auch den Fehler gemacht und bin nun seit 7 Jahren das erste Mal länger krank und bekomme keine Lohnfortzahlung.

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  6. Das ist ja wirklich interessant. Vor allem wie die Meinungen auseinander gehen und die Lage teilweise sehr unklar ist. In so einem Fall würde ich immer Rücksprache mit einem Rechtsanwalt für Arbeitrecht oder ähnlichem halten. Da ist man auf der sicheren Seite. Weiter so!

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  7. Pingback: Auch Minijobber haben ein Recht auf Urlaub | Die Minijob-Zentrale

  8. Hierzu habe ich auch eine Frage:
    mein Mann hat seit Ende November 2016 einen Minijob, bei dem er zwei Tage die Woche jeweils dreieinhalb Stunden arbeitet. Der Arbeitgeber gewährte ihm für den Rest des Jahres einen Urlaubsanspruch von zwei Tagen. Bezahlen möchte er jedoch nur 1,28 Stunden für diese beiden Urlaubstage. Ist das rechtens? Müsste er nicht beide Tage voll bezahlen (bzw. Insgesamt sieben Stunden)?
    Vielen Dank für Ihre Antwort!

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    • Hallo Frau Schley,

      der volle Urlaubsanspruch wird erst nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben. Während dieser Zeit hat ein Arbeitnehmer Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses (§ 5 und 6 Bundesurlaubsgesetz (BUrlG)). Die Höhe des Urlaubsentgelts bemisst sich dann nach dem bisherigen durchschnittlichen Arbeitsverdienst (analog zu § 11 BUrlG) seit Beginn der Beschäftigung. Für eine individuellere Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir auch Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Die Kolleginnen und Kollegen erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  9. Guten Morgen,
    ist es korrekt, dass für Minijobber mit dem neuen Mindestlohn ab 2017 die maximale Stundenzahl nur noch knapp 11,5 Stunden pro Woche beträgt und wer mehr arbeitet, sehr wahrscheinlich sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist?
    Ich frage, weil ich seit langem Minijobber an ihre Rechte erinnere und sie immer wieder an die Minijobzentrale verweise. In meinem eigenen Blog habe ich nun 10 Möglichkeiten aufgeführt, wie es nicht oder anders gehen sollte. Das sind die 10 Varianten, die mir am Häufigsten in meiner Selbstänbdigkeit für über 100 Firmen begegnet sind.
    https://www.impact-one.de/2017/01/30/minijob-top-oder-flop/
    Salut, Susanne Fritz

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  10. Hallo, ich arbeite 2 Nachmittage in der Woche (‚a 4 Stunden, es ist eine 5 Tage Woche) insgesamt 32 Stunden im Monat auf 450 €
    Wieviel Urlaub steht mir zu?

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