Nachgefragt (5): Studenten mit mehreren Jobs

5. Teil unserer Rubrik „Nachgefragt!“ Hier gibt unser Service-Center regelmäßig Antworten auf aktuelle Fragen.

Nachgefragt von Lea aus Münster:

Ich bin Studentin und  habe schon lange einen Minijob. Dort arbeite ich 10 Stunden in der Woche und verdiene im Monat 410 Euro. Wenn ich jetzt gelegentlich einen weiteren kurzfristigen Job annehme und insgesamt mehr als 450 Euro im Monat verdiene, welche Auswirkungen hat das für mich?

Beantwortet von Robin aus dem Service-Center:

Neben Ihrer dauerhaften Tätigkeit (450-Euro-Minijob) können Sie zusätzlich auch eine sogenannte kurzfristige Beschäftigung  ausüben. Diese ist begrenzt auf drei Monate oder 70 Arbeitstage im Kalenderjahr.

Die Höhe des Verdienstes aus der kurzfristigen Beschäftigung ist unerheblich. Auf Ihren 450-Euro-Minijob hat diese Beschäftigung keine Auswirkungen.

Was Sie als Studentin darüber hinaus interessieren könnte, finden Sie auf unserer Internetseite unter Besonderheiten für Studenten.

Allgemeine Informationen zu kurzfristigen Beschäftigungen haben wir dort ebenfalls zusammengefasst.

 

Weitere Beiträge aus unserer Rubrik „Nachgefragt“:

Nachgefragt (16): Was passiert, wenn ein Beitragsnachweis zu spät übermittelt wird?

Nachgefragt (15): Unfallversicherung bei Minijobbern

Nachgefragt (14): Weihnachtsgeld für Minijobber

Nachgefragt (13): Krankenversicherung für Minijobber

Nachgefragt (12): Mit Rentenversicherungspflicht volle Ansprüche sichern

Nachgefragt (11): Einfache Anmeldung einer Haushaltshilfe

Nachgefragt (10): Mehrere Minijobs neben einer Hauptbeschäftigung

Nachgefragt (9): Lohnfortzahlung auch für Minijobber

Nachgefragt (8): Kosten einer Haushaltshilfe

Nachgefragt (7): Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub

Nachgefragt (6): Vollständigkeit von Meldungen

Nachgefragt (5): Studenten mit mehreren Jobs

Nachgefragt (4): Änderung der Geschäftsadresse

Nachgefragt (3): Rente und Hinzuverdienstgrenze

Nachgefragt (2): Studenten und Minijobs

Nachgefragt (1): Anmeldung eines Minijobbers

27 Kommentare zu “Nachgefragt (5): Studenten mit mehreren Jobs

  1. Hallo,
    ich habe einen Minjob als Student (kein Werkstudent), bei dem ich im Oktober 33 Std und November und Dezember 36 Std arbeiten werde (Verdienst: 11,55€ die Stunde). Somit liege ich unter den 450€ und auch mit Weihnachtsgeld hinzu gerechnet, bleibe ich für das ganze Jahr unter 5400€, da ich nicht regelmäßig dieses Jahr gearbeitet habe. Dies ist richtig oder? Da das Weihnachtsgeld ja nicht auf das im November zu erhaltende Gehalt von ca 415€ drauf gerechnet wird (Grenze von 450€ überschritten), sondern über das Jahr hin betrachtet wird oder?
    Nun zu meiner eigentlichen Frage: Ist es mir möglich, einen weiteren, auf drei Monate befristeten Job anzunehmen, welcher aber bei dem selben Arbeitgeber, aber nicht im selben Bereich, sein wird? Denn für studentische Jobs an der Universität ist immer das Land Niedersachsen der Arbeitgeber, obwohl man vielleicht in verschiedenen Fachbereichen o.Ä. arbeitet. So würde ich nur einen einzigen Vertrag haben, trotz zweier verschiedener Tätigkeiten, in dem dann für die 3 Monate (Oktober bis Dezember) aufgeführt wäre, dass ich 53 Stunden (Oktober) und zweimal 56 Std. (November und Dezember) arbeiten würde (aber jeweils weniger als 20 Std. pro Woche). Also würden für 3 Monate nochmal 20 Std pro Monat hinzukommen. Diese Stunden wären aber von Anfang an befristet, aber eben beim selben Arbeitgeber gemeldet, sodass ich aber unregelmäßig über die 450€ Grenze kommen würde. Ab dem neuen Jahr würde ich dann wieder unter 450€ bleiben und auch der Jahreshöchstbetrag würde trotz des zweiten Jobs nicht überschritten werden.
    Daher stelle ich mir die Frage wie es sich nun hier verhält? Kann ich diese kurzfristige Beschäftigung dennoch antreten oder ist dies keine kurzfristige Beschäftigung mehr? Bleibe ich versicherungsfrei, muss ich nur Rentenversicherungsbeiträge zahlen oder fliege ich sogar aus der Familienversicherung? Ich bin mir über die rechtlichen Grundlagen in diesem speziellen Fall sehr unsicher.

    Ich habe hierzu leider keine einheitliche bzw. eindeutige Information finden können und würde mich sehr über eine Rückmeldung freuen!
    Vielen lieben Dank!

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    • Hallo,

      übt ein Arbeitnehmer beim gleichen Arbeitgeber mehrere Beschäftigungen aus, so ist grundsätzlich immer von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis auszugehen. Hierbei spielt es auch keine Rolle, ob die Tätigkeiten in unterschiedlichen Abteilungen ausgeübt werden. Wichtig ist für die Beurteilung ausschließlich, ob es sich bei Ihrem Arbeitgeber um ein und dieselbe natürliche oder juristische Person handelt.

      Der Arbeitgeber wird bei jeder dauerhaften Veränderung eine neue versicherungsrechtliche Beurteilung durchführen. Da anzunehmen ist, dass Sie mit der neuen zusätzlichen Beschäftigung den monatlichen Betrag von 450 Euro bzw. den jährlichen Betrag von 5400 Euro überschreiten werden, müssen Sie davon ausgehen, dass beide Beschäftigungen sozialversicherungspflichtig werden. Inwieweit die studentische Krankenversicherung durchgeführt werden kann, bitten wir Sie bei Ihrer Krankenkasse zu hinterfragen.

      Wird die zusätzliche Tätigkeit dann wieder beendet, kann durch den Arbeitgeber erneut vorausschauend beurteilt werden. Überschreitet das zu erwartende durchschnittliche Monatsentgelt dann die 450 Euro nicht mehr, kann die Beschäftigung grundsätzlich wieder als Minijob angemeldet werden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  2. Ich habe bereits einen 450€ Job, bei dem ich monatlich auch die 450€ erhalte. Nun möchte ich aber noch eine Kurzfristige Beschäftigung dazu machen, wird mir dann von meiner Bafög etwas gekürzt, oder ist die Kurzfristige Beschäftigung davon ausgenommen?

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    • Hallo Alex,

      bitte wenden Sie sich an die Bafög zahlende Stelle mit dieser Frage. Das wird dort entschieden. Von unserer Seite, können Sie neben einem 450-Euro-Minijob noch zusätzlich einen kurzfristigen Minijob ausüben.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Hallo Frau Riehle,

      wir gehen davon aus, dass es sich in Ihrer Anfrage um eine vermietete Wohnung Ihres Ehemannes handelt. Grundsätzlich ist dann eine Beschäftigung des Ehegatten für Reinigungsarbeiten möglich. Da Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung vorliegen, muss der Minijob als gewerblicher Minijob gemeldet werden. Eine Anmeldung als Minijob im Privathaushalt ist nicht möglich. Die Anmeldung ist mit dem Statuskennzeichen für Ehegatten zu kennzeichnen. Anschließend erfolgte eine Prüfung durch die Clearingstelle der Deutschen Rentenversicherung Bund, ob es sich tatsächlich um eine abhängige Beschäftigung im Sinne der Sozialversicherung handelt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  22. Hallo,
    diese Aussage verstehe ich nicht. Wenn ein AN eine kurzfristige Beschäftigung ausüben möchte prüft der AG, ob und wie im Kalenderjahr bereits gearbeitet wurde. Im Falle eines dauerhaften Minijobs ist die Grenze 3 Monate bzw. 70 Arbeitstage in der Regel bereits erreicht.

    Im anderen Fall, möchte ein AN eine geringfügig entlohnte Beschäftigung ausüben und hat keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, so wäre der Verdienst aus allen nicht sozialversicherungspflichten Beschäftigungen (was ja eine kurzfristige Beschäftigung ist) zusammenzurechnen, wodurch die Grenze für eine geringfügige Entlohnung überschritten wird.

    Können SIe mir das bitte darlegen ?
    Vielen Dank

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