Versicherungsleistungen für Pflegepersonen

 

Leistungen der Renten- und Unfallversicherung

Für nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen gibt es besondere Leistungen der sozialen Sicherung. So übernimmt die Pflegeversicherung die Beiträge zur Rentenversicherung, wenn die Pflegeperson einen oder mehrere Pflegebedürftige mindestens 14 Stunden pro Woche pflegt und daneben selbst nicht mehr als 30 Stunden pro Woche beschäftigt oder selbständig tätig ist.

Ehrenamtlich Pflegende sind auch in den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung einbezogen – unabhängig von ihrer wöchentlichen Pflegezeit.

Auf Antrag in der Arbeitslosenversicherung versichert

Ehrenamtlich Pflegende, die nicht anderweitig arbeitslosenversichert sind, können sich unter bestimmten Voraussetzungen auf Antrag in der Arbeitslosenversicherung versichern. So können sie ihre Versicherungsansprüche bewahren. Dazu ist ein Antrag bei der Agentur für Arbeit nötig.
Die Beiträge dafür zahlt die Pflegeperson selbst. Mehr dazu erfahren Sie bei der Agentur für Arbeit.

2 Kommentare zu “Versicherungsleistungen für Pflegepersonen

  1. Bei der Darstellung der Versicherungsleistungen für Pflegepersonen in einem Minijob sollte die Krankenversicherung nicht vergessen werden, zumal sie zu einer erheblichen Belastung des Einkommens führen kann!
    Wenn die Pflegeperson als Minijobber ein Gehalt von bis zu 450 € bezieht und daneben keine weiteren Einkünfte oder Bezüge hat, bleibt sie weiterhin in der Familienversicherung zusammen mit ihrem Ehegatten beitragsfrei krankenversichert. Sollte die Pflegeperson dagegen zusätzlich Zinseinkünfte (z.B. 802 €/Jahr) haben, die den Sparerfreibetrag von 801 € überschreiten, dann verliert sie die Mitgliedschaft in der Familienversicherung und muss sich selbst krankenversichern. Dies gilt ungeachtet der von dem Arbeitgeber des Minijobbers abzuführenden pauschalen Krankenversicherungsbeiträge in Höhe von 5% des Minijob-Gehalts.
    Für eine freiwillige Weiterversicherung in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung (KV/PV) müsste der Minijobber dann selbst Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zahlen, die die Krankenkasse unter Zugrundelegung eines fiktiven Mindesteinkommens von rd. 945€ pro Monat kalkuliert. Daraus resultiert ein Monatsbeitrag zur KV/PV in Höhe von insgesamt rd. 161 €. Die Summe dieser Beiträge im Kalenderjahr ist also u.U. höher als die Zinseinkünfte, die diese Beitragspflicht zur KV/PV ausgelöst haben. Das Minijob-Gehalt ist dadurch um 35,78% mit Abgaben belastet.

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