Vergütung beim Minijob: Stundenlohn oder Monatslohn

© Knut Wiarda / Fotolia

Auch bei einem Minijob wird die Höhe des Arbeitsentgelts zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern festgelegt und im Arbeitsvertrag schriftlich festgehalten. Hat der Arbeitgeber dem Beschäftigten keinen schriftlichen Arbeitsvertrag ausgehändigt, ist er verpflichtet, ihm spätestens einen Monat nach Beginn des Arbeitsverhältnisses einen schriftlichen Nachweis über die wesentlichen Arbeitsbedingungen auszustellen. Dieser Nachweis muss dann u.a. auch Angaben über die Höhe und Fälligkeit des Arbeitsentgelts und die Arbeitszeit enthalten.

Bei der Bestimmung des Arbeitsentgeltes unterscheidet man zwischen Stunden- und Monatslöhnern.

Für Stundenlöhner wird das Arbeitsentgelt nach den tatsächlich gearbeiteten Stunden abgerechnet. Auch die Vergütung an den Urlaubs- und Feiertagen erfolgt stundenweise.

Monatslöhner erhalten einen vereinbarten Betrag für einen ganzen Monat, unabhängig von der Länge des Monats sowie der Anzahl an Sonn- und Feiertagen. Die Auszahlung erfolgt in allen Fällen in der Regel monatlich.

Flexible Arbeitszeitregelung bei Monatslöhnern:

Um den Betrieben bei ihrer Personalplanung die Gelegenheit zu geben, flexibel auf Produktionsspitzen oder Personalengpässe eingehen zu können, wurde die sogenannte „flexible Arbeitszeitregelung“ eingeführt. Dabei wird ein Arbeitszeitkonto geführt, in dem Überstunden regelmäßig auf- und abgebaut werden. Arbeitgeber und Arbeitnehmer verständigen sich so auf die Zahlung eines monatlich gleichbleibenden Arbeitsentgelts („verstetigter Monatslohn“) auf Basis einer vorgegebenen Monatsstundenzahl (Regelarbeitszeit). Der Vorteil für den Arbeitnehmer besteht darin, dass er unabhängig von der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit jeden Monat das fest vereinbarte Arbeitsentgelt erhält. Konkrete Anwendungsbeispiele können Sie auf unserer Website einsehen.

19 Kommentare zu “Vergütung beim Minijob: Stundenlohn oder Monatslohn

  1. Hallo, ich habe da eine Frage zum Thema Lohnabrechnung Minijob.
    Wir schicken immer zum 15. im Monat die Stundenabrechnungen zur Minijob zentrale und müssen für die restlichen Tage des Monats die Stunden ungefähr schätzen was unsere Mitarbeiter noch an Stunden arbeiten. Könnte man den Lohn nicht Anfang des nächsten Monats auszahlen ? Für uns ist es immer sehr schwer die Stunden für den restlichen Monat zu schätzen.

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  2. Hallo, ich habe eine Frage:

    Seit August 2016 habe ich einen Minijob im Supermarkt. Überstunden habe ich gemacht, dir mir immer auf den nächsten Monat übertragen wurden, so dass ich nie über 450€ kam. Im Dezember hatte ich noch 90,95h Überstunden, die ins nächste Jahr übertragen wurden.
    Ab Januar wurde dann mein Lohn erhöht.

    Meine Überstunden vom Restjahr habe ich ganz normal mit den geleisteten Stunden für dieses Jahr verrechnet, und hätte man mir für den Monat April 50,5h berechnet, hätte ich noch 5,35h Überstunden.

    Allerdings wurden nur 40h berechnet und laut Chefin habe ich nun auch keine Überstunden mehr, da sie wegen der Lohnerhöhung meine Überstunden vom letzten Jahr irgendwie anders verrechnen musste.

    Könnt ihr mir da weiterhelfen ?

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    • Hallo Ako,

      wir empfehlen Ihnen zunächst das Gespräch mit Ihrer Chefin zu suchen, um explizit zu hinterfragen – wie und aus welchem Grund die Überstunden aufgebraucht wurden.

      Gern können Sie auch Ihre arbeitsrechtlichen Fragen mit dem Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales klären. Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  3. Hallo,

    ich habe einmal folgende Frage. Ich und mein Sohn arbeiten als Regalauffüller, d. h. wir werden monatlich nach den geleisteten Stunden bezahlt, die aber immer unterschiedlich sind. Da wir an 4 Tagen in der Woche arbeiten, haben wir 16 Tage Urlaub. Wir haben zwar wöchentlich immer die gleichen Märkte, aber die Stundenzahlen variieren. Wir vertreten uns im Urlaub gegenseitig, müssen dies aber auf den Stundenzetteln festhalten. Nach welcher Formel rechne ich diese 16 Tage jetzt in Stunden um?

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    • Hallo Frau Gertitschke,

      Sie brauchen die 16 Tage nicht in Stunden umrechnen, da Sie auf Ihrem Stundenzettel die tatsächliche tägliche Arbeitszeit aufzeichnen müssen.

      Damit weiterhin ein Minijob vorliegt, darf durch die Urlaubsvertretung die monatliche Verdienstgrenze von 450 Euro nicht überschritten werden. Es sei denn, Sie arbeiten das ganze Jahr lang durchgehend und haben einen Jahresverdienst von höchstens 5.400 Euro, dann darf der Verdienst in einzelnen Monaten auch mehr als 450 Euro betragen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Das Problem ist aber, das ich ja wissen muss, wieviele Stunden ich z. Bsp. meinen Sohn vertreten muss, um auf die 16 Tage zu kommen, da ich ja dies dann in Form des Stundenlohns bezahlt bekomme und die gleiche Anzahl von Stunden würde dann bei meinem SAohn auf dem Lohnzettel stehen.

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      • Hallo Frau Gertitschke,

        da wir in unserem Blog zu Einzelanfragen im Detail nicht beraten, möchten wir Sie bitten, sich für eine konkrete Auskunft an unser Service-Center zu wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Freitag von 7.00 Uhr bis 17.00 Uhr unter der Telefonnummer 0355 / 2902 70799.

        Mit freundlichen Grüßen
        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  4. Hallo, d.h. egal ob Urlaubstag, Krankheit oder Feiertag es werden in diesem Fall 4 Std. berechnet. Aber ich muss ja im Monat auf 50 Std. kommen, also muss ich die Std. nacharbeiten (mir wurde ein Stundenlohn von 9 € zugesagt), denn sonst komme ich nicht auf 450 €!
    Ich habe beim Bürgertelefon angerufen, die meinten dann tritt das Teilzeit- und Befristungsgesetz Paragraph 12 in Kraft.
    Hier kann man durch den Monatslohn und dem Stundenlohn die Wochen- bzw. Tagesarbeitszeit errechnen ( 12,5 Std bzw 6,25 Std). Ansonsten wären es 10 Std pro Woche.
    Vielen Dank für die Mühe, war sehr interessant.
    Viele Grüße

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    • Sehr geehrte Damen und Herren,
      vielen Dank für Ihre Antwort. Ganz klar ist es mir leider immer noch nicht. Es geht hier konkret um haushaltsnahe Dienstleistungen in Privathaushalten.

      zu 1) Unter §3 im Musterarbeitsvertrag steht ja eine regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit an … Tagen pro Woche. Die Stundenzahl ist bei Stundenlöhnern aber doch eigentlich variabel, sozusagen auf Abruf bzw. nach Bedarf und eigentlich sogar die Anzahl an Wochentagen an denen gearbeitet wird. Darf das so im Arbeitsvertrag stehen? Dann wäre der gesamte §3 um zu schreiben. Denn wenn der Arbeitgeber z.B. selber längere Zeit im Urlaub ist benötigt er ja die Dienste der Haushaltshilfe nicht. Muss er die Haushaltshilfe dann trotzdem bezahlen oder kann er sie „zwingen“ den eigenen Urlaub in dieser Zeit zu nehmen? Ich verstehe es eigentlich so, dass es bei Stundenlöhnern keine regelmäßige wöchentliche oder monatliche Arbeitszeit gibt. Sie werden nach tatsächlich geleisteten Stunden bezahlt, die je nach Bedarf und anfallenden Arbeiten schwanken können und während Urlaubszeiten ggf. auch gar nicht benötigt werden. Dafür gibt es doch eigentlich das Haushaltsscheckverfahren. Aber wie bildet man diesen Fall korrekt im Arbeitsvertrag ab? Bei einer festen Wochenarbeitszeit wären es ja Monatslöhner mit einer fixen Anzahl an Stunden und damit mit einem fixen Monatsgehalt. Oder verstehe ich da etwas falsch? Muss es rein rechtlich eine festgesetzte wöchentliche/monatliche Arbeitszeit und/oder festgesetzte Arbeitstage geben oder kann der Arbeitgeber (Privathaushalt) von Woche zu Woche entscheiden ob und in welcher Intensität er die Leistung/Hilfe in Anspruch nimmt oder eben auch einmal nicht wenn kein Bedarf besteht?

      zu 2) Gesetzt die Arbeitszeit bei Stundenlöhnern (variable Stundenzahlen in der Woche/im Monat und ggf. auch wechselnde Arbeitstage) ist wirklich variabel, so ist anhand Ihrer Ausführungen nicht klar wie viele Stunden an einem Urlaubstag seitens des Arbeitgebers zu bezahlen wären. Welcher Wert ist anzusetzen? Und wenn die Anzahl der Arbeitstage in der Woche schwankt (Bedarf oder kein Bedarf, z.B. während eigenem Urlaub) ist auch nicht klar wieviele Tage bezahlter Urlaub wirklich zu gewähren sind. Am einfachsten wäre das bei Stundenlöhnern doch über einen fixen Aufschlag von x% auf die geleisteten Stunden – sozusagen ein Ausbezahlen der Urlaubsansprüche – zu regeln. Wäre das rechtlich zulässig?

      zu 3) Auch hier gilt: Wenn es keine regelmäßige wöchentliche oder monatliche Arbeitszeit gibt: Welchen Betrag hat der Arbeitgeber zu erstatten? Es könnte ja sein die Haushaltshilfe hätte nur einen Tag 2 Stunden gearbeitet, genausogut könnte es sein, sie wäre zwei Tage die Woche da gewesen und hätte insgesamt 8 Stunden gearbeitet. Das macht einen großen Unterschied für beide Seiten. Oder ist das Ganze rechtlich gesehen zeitlich dann eben doch nicht so variabel wie es der Begriff „Stundenlöhner“ in obigem Artikel erst einmal suggeriert?

      Leider finddet man für diesen Fall einer nicht fest vereinbarten variablen Arbeitszeit in Privathaushalten, wo also wirklich nach Bedarf gearbeitet wird, der zwischen 0 und 100% schwanken kann, keine wirklichen Informationen auf Ihrer Hauptseite. Das wird aber doch wahrscheinlich der überwiegende Fall in Privathaushalten sein…
      Oder wäre das so alles rechtlich nicht zulässig und es muss eine feste wöchentliche Stundenzahl an bestimmten Wochentagen fest vereinbart werden?

      Ich weiß es sind viele Fragen, die aber letztlich alle in die gleiche Richtung laufen und die vermutlich viele Privathaushalte und Hausangestellte betreffen. Für eine Klärung in jedem Fall vielen Dank.

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      • Hallo 24Moritz,

        sie haben vollkommen recht, bei Stundenlöhnern wäre der § 3 komplett umzuschreiben. Wir haben in unserem Musterarbeitsvertrag den § 3 so gefasst, weil der überwiegende Teil, der im Privathaushalt Beschäftigten einen Monatslohn erhält. Dies ist auch für den privaten Arbeitgeber bei der Anmeldung mit dem Haushaltsscheck das einfachste und unkomplizierteste Verfahren. Er gibt uns mit der Beschäftigungsaufnahme die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerdaten und den monatlichen Verdienst an, ebenso teilt er uns das Lastschriftkonto mit. Bis zum Beschäftigungsende muss er keine weiteren Angaben mehr machen.

        Da wir zu arbeitsrechtlichen Fragen als Sozialversicherungsträger nur beratend zur Seite stehen können, bitten wir Sie, sich mit Ihren detaillierten Fragen an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

        Liebe Grüße
        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Hallo Moritz, hast Du auf Deine guten Fragen irgendwo eine vernünftige Antwort bekommen? Daran wäre ich auch interesssiert. Hier wurde ja ein bisschen rumgeeiert mit den konkreten Auskünften um die stundenweise Beschäftigung…

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        • Hallo Dinkeljäger,
          nur das, was hier steht. Nach dem weiteren Stöbern im Internet haben wir uns dazu entschlossen einen Arbeitsvertrag mit zwei festgelegten Tagen pro Woche und einer vereinbarten täglichen Arbeitszeit von drei Stunden festzulegen, haben also mehr oder weniger 1:1 den Musterarbeitsvertrag übernommen. Wenn mal mehr zu tun ist bezahlen wir das nun als Überstunden. Im Großen und Ganzen kommt das mit der vereinbarten Arbeitszeit aber ganz gut hin.

          Wenn das Stundenlohnmodell rechtens ist frage ich mich wirklich, warum es dafür nicht auch einen Musterarbeitsvertrag gibt. Man findet auch im Netz dazu nichts. Es steht überall nur, dass die regelmäßige Arbeitszeit festgelegt werden muss, sowohl was die Tage als auch die Stunden betrifft. Zumindest verstehe ich es so.

          Schwierig ist es mit festgelegten Tagen und Arbeitszeiten, wenn man selber im Urlaub ist. Man kann ja die Haushaltshilfe nicht zwingen in der gleichen Zeit Urlaub zu nehmen, wenngleich es heißt, dass der Urlaub nach betrieblichen Erfordernissen zu gewähren ist. Da muss wohl jeder selber eine Lösung finden (z.B. nicht regelmäßige Zusatzarbeiten erledigen lassen) bzw. sich mit der Haushaltshilfe einvernehmlich abstimmen.

          Ich finde, dass man als Privatperson, wo man von den ganzen rechtlichen Dingen keine Ahnung hat, hier schon ganz schön alleine gelassen wird. Das mit dem Bürgertelefon war mir ehrlich gesagt zu umständlich. Von daher habe ich keine Ahnung inwieweit man da geholfen bekäme wenn man denn anrufen würde…

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  5. Der Arbeitsvertragsentwurf für Minijobs in Privathaushalten sieht eine regelmäßige Wochenarbeitszeit an … Tagen vor. Das wäre dann wohl das Monatslohnmodell?

    1. Wie müsste die entsprechende Passage im Arbeitsvertrag bei „Stundenlöhnern“ lauten, da es dort ja anscheinend keine solche „festen“ Arbeitszeiten gibt.
    2. Wie wären in dem Fall von variablen Arbeitszeiten, die das Haushaltsscheckverfahren ja vorsieht, Urlaubs- und ggf. die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zu berechnen?
    Für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall habe ich an anderer Stelle gelesen, dass der Durchschnittslohn der vergangenen 12 Monate herangezogen wird. Stimmt das?

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  6. Hallo Blog-Team, mein Arbeitgeber bleibt aber fest bei dem monatlichen Lohn von 450 €. Ich habe ihn schon zweimal gebeten, dass er mir weniger ausbezahlt, da ich nicht immer auf die Std. komme. Er meinte aber das wird schon gehen, er möchte nicht ständig den Lohn ändern. Das heißt ich muss in einem anderen Monat viel mehr arbeiten, da ich im Oktober eingestellt wurde, und im Januar operiert wurde und vier Wochen krank war, würde d.h. das mein Stundenkonto jetzt total im Minus ist da nur mit 4 Std. gerechnet wird. Ich muss jetzt aber für die Monate meine Stunden im nach arbeiten. Das kann doch so nicht richtig sein. Da er ja von 50 Std. im Monat ausgeht.
    Viele Grüße Anschie

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    • Hallo Anschie,

      wichtig wäre in Ihrem Fall, dass Ihre Arbeitsbedingungen schriftlich niedergelegt werden.

      So wie Sie den Sachverhalt schildern, wendet Ihr Arbeitgeber die flexible Arbeitszeitregelung an. Hier wird ein festes monatliches Arbeitsentgelt, in Ihrem Fall 450 Euro und die Gesamtstundenanzahl vereinbart. Hierbei ist einerseits die Einhaltung der jährlichen Verdienstgrenze von 5.400 Euro und andererseits der Mindestlohn zu berücksichtigen. Die Arbeitsstunden können dann flexibel auf die Monate verteilt werden. Bei dieser Regelung kann es durchaus sein, dass in manchen Monaten wesentlich mehr als in anderen Monaten gearbeitet wird. Trotz alledem ist Ihr Arbeitgeber verpflichtet die Stunden für die Sie Entgeltfortzahlung erhalten hatten hierauf anzurechnen.

      Bei weiteren Fragen zum Mindestlohn raten wir Ihnen, die Mindestlohn-Hotline des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales anzurufen. Die Mitarbeiter erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8 bis 20 Uhr unter der Rufnummer 030/60 28 00 28.

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  7. Hallo, ich habe leider keine schriftliche Vereinbarung mit meinem Arbeitgeber gemacht. Mein Arbeitgeber bezahlt mir aber jeden Monat fest 450,- €, also geht er davon aus, dass ich wöchentlich 12,5 Std. arbeite. Es ist mir aber frei gestellt ob ich in einem Monat mehr oder weniger Std. arbeite. Wie verhält es sich dann bei der Stundenberechnung, wenn ein Feiertag / bzw. Krankheitstag in ein Monat fällt. Ich hätte gerne eine Angabe eines Pharagraphens oder eines Urteils. Da mein Arbeitgeber mir dann pro Feiertag bzw. Krankheitstag 4 Std berechnet. Muss er mir dann nicht 6,25 Std berechnen.

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    • Hallo Anschie1000,

      nach § 2 Nachweisgesetz ist Ihr Arbeitgeber verpflichtet spätestens einen Monat nach dem vereinbarten Beginn des Arbeitsverhältnisses die wesentlichen Vertragsbedingungen schriftlich niederzulegen, die Niederschrift zu unterzeichnen und Ihnen auszuhändigen.

      Sind Ihre Schichten unterschiedlich lang, muss Ihr Arbeitgeber Ihre durchschnittliche tägliche Arbeitszeit ermitteln. Um einen realitätsnahen Betrag zu ermitteln, wird die Entgeltfortzahlung vergangenheitsbezogen berechnet. Als Richtgröße nimmt man dabei den letzten Abrechnungsmonat: Das Entgelt, das in diesem Abrechnungszeitraum erzielt wurde, teilt man durch die Anzahl der tatsächlichen Arbeitstage des betreffenden Monats. Danach multipliziert man diesen Wert mit der Anzahl der ausgefallenen Arbeitstage. Spiegelt das Ergebnis nicht die tatsächlichen Verhältnisse wieder, ist der Berechnungszeitraum auf drei Monate (zwölf bzw. 13 Wochen) zu erweitern

      Da wir Ihnen nur beratend zur Seite stehen dürfen, empfehlen wir Ihnen bei weiteren Fragen zum Thema Arbeitsrecht, das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales anzurufen. Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Viele Grüße
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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