Urlaub bei Minijobs: Hierauf kommt es an

Ostern, Pfingsten und Fronleichnam – eine Gelegenheit sich in den kurzen Arbeitswochen mit wenigen Urlaubstagen einen längeren Erholungsurlaub zu gönnen. Ergänzend zu unserem Blogbeitrag „Minijob: Urlaub berechnen leicht gemacht„, folgen hier weitere wichtige Informationen rund um den Urlaubs-Anspruch bei Minijobs.

Dauer des Urlaubs:

Gesetzlich ist der Mindesturlaubsanspruch auf 24 Werktage festgelegt. Unter Werktagen versteht man alle Kalendertage ausgenommen die Sonn- und Feiertage. Ist im Arbeitsvertrag nicht von Werktagen, sondern von Arbeitstagen die Rede, handelt es sich um eine Fünf-Tage-Arbeitswoche. Bei einer anderen Verteilung der wöchentlichen Arbeitszeit als auf sechs Tage pro Woche vermindert sich der Urlaubsanspruch entsprechend. Verbleibt bei der Berechnung ein Bruchteil, der mindestens einen halben Urlaubstag ergibt, wird er auf einen vollen Urlaubstag aufgerundet.

Hinweis: Beantragt ein Beschäftigter einen Urlaubstag für einen Arbeitseinsatz, der in einen neuen Kalendertag hineinreicht (z.B. Nachtschicht), wird dieser als ein Tag gewertet.

Berechnung des anteiligen Urlaubsanspruchs:

Arbeitet ein Beschäftigter an weniger als sechs Tagen pro Woche, wird der persönliche Urlaubsanspruch wie folgt berechnet:

Individuelle Arbeitstage pro Woche x 24 : 6 (übliche Arbeitstage Montag bis Samstag) = Urlaubstage

Hinweis: Bei der Berechnung des individuellen Urlaubsanspruchs ist nur relevant, an wie vielen Tagen der Beschäftigte in der Woche arbeitet und nicht wie viele Stunden er an den einzelnen Tagen leistet:

Wartezeit:

Der volle Urlaubsanspruch ergibt sich grundsätzlich erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten.

Teilurlaub:

Besteht das Arbeitsverhältnis noch keine sechs Monate, hat der Beschäftigte einen Anspruch auf 1/12 des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat der Beschäftigung. Näheres hierzu regelt § 5 des Bundesurlaubgesetzes

Urlaub an Sonn- und gesetzlichen Feiertagen:

Hat der Beschäftigte (z.B. Schichtarbeiter) an Sonn- und Feiertagen nicht frei, sondern ist nach seinem Dienst- oder Schichtplan zur Arbeitsleistung verpflichtet, sind diese Tage urlaubsrechtlich wie normale Werktage zu behandeln.

Zeitpunkt des Urlaubs:

Der Arbeitgeber hat die Urlaubswünsche seines Beschäftigten zu berücksichtigen. Es sei denn, er kann dringende betriebliche Belange oder soziale Gesichtspunkte anführen, um dem Urlaubswunsch zu widersprechen.

Übertragbarkeit des Urlaubs:

Der Urlaub muss im laufenden Kalenderjahr bewilligt und genommen werden. Ist dies dem Beschäftigten aus betrieblichen oder persönlichen Gründen nicht möglich, gibt es eine gesetzlich festgelegte Frist. Demnach steht es dem Beschäftigten zu, seinen Resturlaub aus dem Vorjahr bis zum 31. März des Folgejahres zu beanspruchen.

Urlaubsabgeltung:

Kann der Beschäftigte seinen Urlaubsanspruch wegen der Beendigung seines  Arbeitsvertrages nicht realisieren, steht ihm eine Abgeltung des Resturlaubs zu.
Die Abgeltungshöhe richtet sich nach der Berechnung des Urlaubsentgelts.

Lesen Sie auch unser Merkblatt zum Arbeitsrecht.

Infos zum Anspruch auf Urlaub bei Minijobs haben wir auch in unserer Videoreihe „Minijob? – Wir antworten“ zusammengefasst:

213 Kommentare zu “Urlaub bei Minijobs: Hierauf kommt es an

  1. Ich verstehe nicht so recht, wie dieser Urlaub „eingelöst“ wird. Nehmen wir an, ein Minijobber hat einen Urlaubsanspruch von 4 Tagen. Er müsste einmal in der Woche arbeiten. So hat er dann 4 Wochen frei?
    Konnte leider nichts im Internet finden. Würde mich auch interessieren, wo es gesetzlich geregelt ist.

    Mit freundlichen Grüßen
    Oxana

    • Hallo Oxana,

      da liegen Sie grundsätzlich richtig. Es muss nur für den Tag ein Urlaubstag genommen werden, an dem der Minijobber sonst zur Arbeit verpflichtet gewesen wäre. Der gesetzliche Mindesturlaubsanspruch ist im § 3 des Bundesurlaubsgesetzes geregelt.

      Wir bitten jedoch um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  2. Hallo – wie ergibt sich ein Urlaubsanspruch wenn ein 450 Euro Job ohne feste Arbeitstage sondern nach Bedarf ausgeführt wird? Wenn selbst bestimmt wird an welchen Tagen man kommt (d.h. auch ggf. 2 Wochen überhaupt nicht, dann 3 mal je 4 Stunden in einer Woche u.ä.)? Besteht, insbesondere wenn ein entsprechendes Zeitkonto dauerhaft im Minus ist, überhaupt ein Urlaubsanspruch oder könnte dieser mit den „Fehlzeiten“ verrechnet werden?
    Besten Dank im Voraus!

    • Hallo Herr Ebel,

      das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mit einer 6-Tage-Arbeitswoche mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber.

      Ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.

      Eine Verrechnung des Urlaubsanspruches mit zu leistenden Arbeitsstunden entspricht nicht dem vordergründigen Ziel des Gesetzgebers – der Erholung des Arbeitnehmers. Wir bitten jedoch um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    • Hallo Lucy,

      bei der Berechnung des individuellen Urlaubsanspruchs ist nur relevant, an wie vielen Tagen Sie in der Woche arbeiten und nicht wie viele Stunden Sie an den einzelnen Tagen arbeiten.
      Somit ist die Höhe des Verdienstes nicht relevant.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  3. Guten Tag, unsere Minijobberin arbeitet in unserem Haushalt 1x pro 2Wochen a 4Stunden.Zur Berechnung des Urlaubs: Sind das dann jeweils 2Arbeitstage ( AT) pro 2Wochen oder nur 1AT pro 2Wochen ,da 1 At=8Std.

    Gibt es eine empfohlene Form, wie diese ausgezahlt werden (Überweisung,Bar mit Quittung zum Nachweis..)?
    Vielen Dank im voraus.

    • Guten Tag Katharina,

      Ihre Haushaltshilfe arbeitet regulär an einem Tag innerhalb von zwei Wochen. Rein rechnerisch ergibt das 0,5 Tage pro Woche.
      Errechnet man den Mindesturlaubsanspruch gilt damit folgende Formel:

      0,5 (eigene Arbeitstage pro Woche) x 24 (gesetzliche Urlaubstage) ./. 6 (für eine sechs-Tage-Arbeitswoche, welche dem gesetzlichen Mindesturlaubsanspruch zu Grunde liegt) = 2 Tage Mindesturlaubsanspruch pro Jahr

      Die Auszahlung für beanspruchte Urlaubstage nehmen Sie in der gleichen Form vor, wie Sie Ihrer Haushaltshilfe auch den Verdienst zukommen lassen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  4. Guten Tag,
    ich arbeite 34,5 Std.(ca 8 Mal) im Monat auf 450€ Basis Job. Ich habe Anspruch für 8 Tage Urlaub im Jahr jeweils 1,25St. bekommen. Insgesamt habe ich im Jahr 10 Stunden Urlaub(ca 2 Arbeitstage). Wenn ich meine gesamten Urlaubstage nehme muss ich noch 6 Tage in diesem Monat arbeiten gehen. Ist es nicht zu wenig?
    MfG

    • Hallo Elena,

      das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber. Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten. Bei einer 5-Tage-Arbeitswoche ergeben sich 20 Urlaubstage im Jahr. Gewöhnlich gilt aber beispielsweise für die meisten Minijobs, dass diese nicht an 6 Tagen oder 5 Tagen in der Woche ausgeübt werden. Daher wird der jährliche Urlaubsanspruch abhängig von den Arbeitstagen pro Woche anteilig berechnet. Hierbei ist egal, wie viele Stunden der Mitarbeiter an den einzelnen Tagen arbeitet.
      Arbeiten Minijobber in jeder Woche die gleiche Anzahl von Arbeitstagen, gilt folgende Formel für den Mindesturlaub:

      eigene Arbeitstage pro Woche x 24 (gesetzliche Urlaubstage) / 6

      Für einen Urlaubstag wird die Stundenzahl zugrunde gelegt, die für den Mitarbeiter an diesem Arbeitstag angefallen wäre. Minusstunden dürfen resultierend aus einem Urlaubstag nicht entstehen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  5. Guten Tag,ich arbeite an 2 Tagen je 2 Stunden in der Woche,d.h.ca.16 Std. im Monat.Wieviel Urlaub bekomme ich ?

    • Guten Tag Frau Weyers,

      bei 2 Arbeitstagen in der Woche haben Sie einen gesetzlichen Mindesturlaubsanspruch von 8 Tagen im Jahr. Die Anzahl der Stunden ist bei der Ermittlung des Urlaubsanspruches unerheblich.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    • Hallo,

      Ich arbeiten auf 450€ Basis im Tarif des öffentlichen Dienstes.
      2 Tage die Woche, habe somit 8 Tage Urlaub.
      Jedoch ist es so das laut Betriebsratvereinbarung, sehr viele Tage schon festgelegt sind, Brückentage,Sommer ect. Was auch nicht schlecht ist.
      Jedoch reicht mein Urlaub nicht für alle Tage. Somit muss ich laut Gespräch 2 oder 3 Tage einarbeiten oder Stunden aufbauen.
      Und Urlaub zur freien Verfügung hab ich auch nicht, da eben alles schon vorbestimmt ist.
      Ist das so ok?
      Danke im Voraus

      • Hallo,

        laut Bundesurlaubsgesetz muss der Arbeitgeber den Jahresurlaub im Grunde nach den Wünschen der Beschäftigten gewähren. Ausnahmen gelten nur dann, wenn dringende betriebliche Belange oder das Berücksichtigen sozialer Aspekte anderer Arbeitnehmer dem Urlaubswunsch Einzelner entgegenstehen.
        Das bedeutet: Liegt keine mit dem Betriebsrat ausgehandelter Urlaubsplan oder eine Betriebsvereinbarung für Betriebsferien vor gehen die Wünsche der Mitarbeiter vor. Der Chef muss die Urlaubsanträge dann wie gewünscht genehmigen.

        Ausführlichere Informationen zum Thema Urlaubsanspruch erhalten Sie beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales unter der Telefonnummer 030 / 221 911 004.

        Freundliche Grüße

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  6. Guten Tag, ich war in einem Spielhalle als Mitarbeiterin im 450 Euro Basis angestellt, ( mein Arbeitsgiber hat mich selbst im minijob Portal registriert ) ich habe gefragt über Arbeitsvertrag aber Antwort war wir machen keine sctifliche Arbeitsvertrag sonder nur mündlich. als die haben mit andere Mitarbeiterinnen auch keine Arbeitsvertrag , diese Antwort habe ich akzeptiert. Ich wusste das ich arbeite normal , im proberzeit. Meine monatlichen lohnt war genau 440 Euro pro monatlich. Nach dem 3 Monate ich war schwanger bekommen . War sofort zum Arzt gegangen , selbe Tag meinem erste Termin bei frauenarzt habe ich Mutter pass bekkomen , als im meinem Arbeitsplatz geraucht ist , Frauenarzt hat mich 10 Tage BV gegeben , hat mich erklärt das BV für ganze Schwangerschaft muss Arbeitsgiber geben . Deswegen hat sie mich nur 10 Tage gegeben bis Situation geklärt ist . Ich habe selbe Tage meine Arbeitsgiber informieren , mündlich und auch alle zusätzlichen Dokumente bei Post geschickt. Wir haben eine kontakt watsapp Gruppe. Meine arbeistgiber nach dem 2 Tage hat dort geschrieben das ich schwanger bin ich habe ab sofort BV mit herzlich Glückwunsch. Dann haben wir auch im watsapp unterhalten. Dort hat sie mich gesagt das ich war nur für 6 Monate angestellt. Das stimmt nicht . Has hat mich niemand niemals gesagt . Auch ich denke wann jemand befristet angestellt ist muss unbedingt schriftliche unterschreiben Arbeitsvertrag haben . Ich habe gesagt zum meine arbeistgiber das warum denn habe ich keine Vertrag, sie hat mir gesagt hat vergessen. Aber es ist so . Jetzt fülle ich mich das ich diskriminiert bin . Als Ausländer und die wollen mich kündigen wegen meine schwangerschaft. Was kann ich dagegen zu tun ?
    Vielen Dank fur ihre Hilfe…

    • Hallo Luisa,

      wenn Sie nur ein mündlichen Arbeitsvertrag geschlossen haben und daher nicht in Besitz einer Urkunde über den Vertragsinhalt sind, können Sie von Ihrem Arbeitgeber verlangen, dass er Ihnen einen schriftlichen Nachweis über die wesentlichen Vertragsbedingungen aushändigt.

      Der schriftliche Nachweis muss folgende Angaben enthalten:

      – Name und Anschrift der Vertragsparteien
      – Beginn – und bei befristeten Arbeitsverhältnissen – auch die voraussichtliche Dauer des Arbeitsverhältnisses
      – Arbeitsort
      – Art der Tätigkeit
      – Zusammensetzung, Höhe und Fälligkeit des Verdienstes – einschließlich
      – Zuschlägen, Zulagen, Prämien, Sonderzahlungen sowie anderen Bestandteilen des Verdienstes
      – Arbeitszeit
      – Dauer des jährlichen Erholungsurlaubs
      – Kündigungsfristen
      – Hinweis auf geltende Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen.

      Das muss der Arbeitgeber spätestens einen Monat nach dem vereinbarten Beginn des Arbeitsverhältnisses tun, es sei denn, dass der Arbeitnehmer nur zur vorübergehenden Aushilfe von höchstens einem Monat eingestellt wurde.
      Die Pflicht des Arbeitgebers zur Aushändigung eines schriftlichen Nachweises ändert aber nichts daran, dass Arbeitsverträge auch mündlich wirksam geschlossen werden können. Auch mündliche Arbeitsverträge sind „vollgültige“ Arbeitsverträge.

      Auch als Minijobberin haben Sie einen Anspruch auf Lohnfortzahlung im Rahmen eines Beschäftigungsverbotes.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montags bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    • Hallo Uli,

      bei 3 Arbeitstagen in der Woche haben Sie einen gesetzlichen Mindesturlaubsanspruch von 12 Tagen im Jahr. Die Anzahl der Stunden pro Arbeitstag ist bei der Ermittlung des Urlaubsanspruches unerheblich.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  7. Ich arbeite schon lange in einem Privaten Haushalt,habe noch nie Urlaub bekommen oder bezahlt.Das Argument meiner Chefin ist,sie würde nur die geleisteten Stunden bezahlen,wie kann ich mich dagegen wären.Danke

    • Guten Tag Frau Bothe,

      für Minijobber gilt der Grundsatz der Gleichbehandlung. So dürfen Minijobber nicht schlechter behandelt werden als vergleichbare vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer. Dies gilt im Arbeitsverhältnis für alle Maßnahmen und Vereinbarungen, die Ihre Arbeitgeberin mit Ihnen als Minijobberin trifft.

      Uns, der Minijob-Zentrale ist es ein großes Anliegen unsere Kunden, zum Beispiel Arbeitgeber und Arbeitnehmer, über Ihre Rechte und Pflichten zu informieren. Insbesondere zum Arbeitsrecht erhalten wir sehr viele Anfragen.

      Die Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber werden durch das Arbeitsrecht geregelt. Im Individual-Arbeitsrecht werden Arbeitsbedingungen geklärt. Dazu gehören zum Beispiel Urlaubsregelungen, Arbeitszeit, Kündigungsfristen, Entgeltfortzahlung.

      Da das Arbeitsrecht ein Individualrecht ist, kann es behördlich nicht geregelt werden. Das heißt, Sie müssen Ihre Ansprüche bei Ihrem zuständigen Arbeitsgericht selbst durchsetzen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  8. Hallo liebes Team der Minijob-Zentrale,

    ich bin in einer geringfügigen Beschäftigung tätig. Die Ableistung der Arbeit ist mir überlassen. Ich kann an maximal so vielen Tagen und Stunden im Monat arbeiten, bis die 450-Euro-Grenze erreicht ist und habe dafür einen Stundennachweis zu führen. Die nachträgliche Berechnung des erarbeiteten Urlaubsanspruch anhand der Formel des BAG erschließt sich mir. Was ist jedoch, wenn die Wartezeit des § 4 BUrlG erfüllt ist und der gesamte Urlaubsanspruch enteht? Wie ist dieser dann zu berechnen, wenn noch gar nicht klar ist, an welchen Tagen ich für den Rest des Jahres bzw. dann im Folgejahr arbeiten werde? Und nebenbei, wenn ich einmal krank sein sollte, für welche Tage hätte ich dann einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung?

    Vielen Dank im Voraus und viele Grüße!

    • Hallo Marc,

      im Vorfeld lässt sich der Urlaubsanspruch bei unregelmäßigen Arbeitstagen in der Woche nicht eindeutig berechnen. Um dennoch im Vorfeld einen Urlaubsanspruch zu ermitteln, gibt es zwei Möglichkeiten. Sie versuchen die anfallenden Arbeitstage gewissenhaft zu schätzen oder Sie orientieren sich mit den Arbeitstagen an Mitarbeitern, die diese Arbeiten ebenfalls verrichten oder verrichtet haben.

      Wir bitten jedoch um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  9. Ich arbeite als minijobber an einem Tag pro Woche (Mittwoch). Gesamt, nach Abzug der Feiertage In 2019 an Mittwoch, 50 Tage im Jahr zu jeweils 5 Stunden. Die Vollzeit Kollegen der Firma arbeiten 5 Tage pro Woche (37.5 Mo-Fr) und haben 30 Tage Urlaub pro Jahr =6 Wochen. Mein Urlaubsanspruch beträgt m.E.. 6 Tage zu jeweils 5 Std. Laut meiner Chefin nur 4 Tage, was ist richtig?

    • Hallo Frau Buchen,

      ist die Zahl der Arbeitstage tarifvertraglich geregelt und besteht beispielsweise für die Vollzeitbeschäftigten ein höherer Urlaubsanspruch, so haben Minijobber ebenfalls einen höheren Anspruch auf Urlaub. Dieser berechnet sich dann so:

      eigene Arbeitstage pro Woche x tarifvertraglich geregelter Urlaubsanspruch
      tarifvertraglich geregelte Arbeitstage pro Woche

      In Ihrem Fall würde die Beispielrechnung wie folgt lauten:

      1 Arbeitstag pro Woche x 30 Tage Urlaubsanspruch der vollbeschäftigten Kollegen
      5 Wochenarbeitstage

      Wir bitten jedoch um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  10. Darf bei einem Minijob (Busunternehmen) der komplette Urlaub fremdbestimmt sein? (Abgesehen vom Betriebsurlaub 2 Wochen im August + zwischen Weihnachten / Neujahr)

    • Hallo Herr Jendrzej,

      wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Sie zu dieser speziellen arbeitsrechtlichen Frage nicht beraten können. Als Minijob-Zentrale erteilen wir lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht.

      Das Bundesurlaubsgesetz regelt lediglich, dass bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen sind – es sei denn, daß ihrer Berücksichtigung dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang verdienen, entgegenstehen.

      Der Arbeitgeber kann Zeiträume für den Erholungsurlaub vorgeben. Allerdings darf er das nicht für den kompletten Urlaubsanspruch tun. Ein gewisser Anteil muß frei planbar sein. Dieser Anteil ist nicht gesetzlich geregelt, aber nach der Rechtsprechung soll er etwa die Hälfte des Urlaubsanspruchs ausmachen.

      Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  11. Hallo, ich habe vor in nächster Zeit in einen anderen 450€ Job zu wechseln. Im jetzigen Betrieb ist es bis jetzt sehr Angestelltenfreundlich mit dem Urlaub geregelt. Wenn ich in einem anderen Betrieb ggf. nur einen Urlaubsanspruch auf 8 Tage hätte müsste ich diese dann nur an meinen Arbeitstagen nehmen? Heißt Montag und Dienstag wäre der Arbeitstag. Wenn ich von Sonntag bis Samstag weg wollte müsdte ich nur für Montag und Dienstag Urlaub einreichen oder für die komplette Woche? Vielen Dank für die Hilfe.

  12. Hallo,
    ich habe einen 450,00Euro Job, seit 2017. Ich arbeite in Nachtdienst 3 Nächte a 10Std. im Monat 30 Std.
    Wie viele Tage habe ich Anspruch und kann mir einfach eine Woche abgegolten werden wenn ich in der Woche gar nicht arbeite? Habe von meinem Ag einen Urlaubsantrag erhalten von ihm aus gefüllt vom 04.03.2018 – 10.03.2018 Dauer 5 Tage. Es sind doch aber 7 Tage zu mal ich am 05.03.2018 Nachtdienst hatte? Müssen diese als bezahlte Urlaubstage aus gewiesen werden? Urlaubstage nur an Tagen an den ich eingeplant werde?
    Können Urlaubstage für Krankentage abgegolten werden.
    Habe keinen Anspruch auf Entgeldfortzahlungsanspruch.
    Mit freundlichem Gruß
    Carolin

    • Hallo Carolin,

      ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also z. B. mal ein oder kein Tag in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.
      Die Formel lautet dann:
      Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage
      Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)

      Wenn Sie krank sind muss Ihnen Ihr Arbeitgeber Ihren Lohn (Entgeltfortzahlung) weiterzahlen. Sie haben Anspruch auf den Lohn, den Sie bekommenen hätten, wenn Sie nicht krank gewesen wären.
      Genauso ist dies bei Feiertagen. Fällt der reguläre Arbeitstag (z.B. der Arbeitnehmer arbeitet immer Freitags) auf einen Feiertag, so haben Sie Anspruch auf Feiertagsbezahlung. Wichtiger Hinweis: Durch einen Tarifvertrag kann jedoch eine abweichende Bemessungsgrundlage des fortzuzahlenden Arbeitsentgelts im Fall der Feiertagsbezahlung und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall festgelegt werden.

      Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit kann nicht mit Urlaubsanspruch abgegolten werden.

      Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir an dieser Stelle keine umfassende rechtliche Beurteilung vornehmen können. Wir empfehlen Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  13. Hallo!
    Ich habe ein Minijob und arbeite 12 Stunden pro Woche. Mein Arbeitgeber sagt, dass sie kein Urlaubsgeld geben.
    Ist das möglich?

    • Hier kommt es auf die genauen Begriffe und die gelebte Praxis im Betrieb an:

      Mit „Urlaubsgeld“ kann folgendes gemeint sein:

      1.) „Urlaubsentgelt“ = weiterzahlend des normalen Lohns bzw. Gehalts während des Urlaubs -> hierauf haben auch Minijobber Anspruch, wenn sie regelmäßige Arbeitszeiten haben

      2.) „zusätzliches Urlaubsentgelt“ = eine Zahlung zusätzlich zum normalen Lohn / Gehalt anlässlich des Urlaubes. Hierauf haben alle Arbeitnehmer/innen eines Betriebes Anspruch, wenn diese Zusatzzahlung im Betrieb üblich ist (also tariflich geregelt oder aus „betrieblicher Übung“).

      Bei einem 12-Stunden-Minijob hätten Sie bei festgelegten, regelmäßigen Arbeitszeiten die gleichen Ansprüche wie die Vollbeschäftigten in Ihrem Betrieb, aber eben im gleichen Verhältnis wie Ihre Arbeitszeit zu jener der Vollbeschäftigten steht.

      Beispiel:
      Wochenstunden bei Vollzeitbeschäftigten: z. B. 38 Stunden
      zusätzliches Urlaubsgeld bei Vollzeitbeschäftigten: 1.000 € brutto

      Ihre regelmäßigen Wochenstunden: 12 Stunden
      Ihr Anspruch auf zusätzliches Urlaubsgeld: 1.000 / 38 x 12 = 315,79 € brutto.

    • Hallo Diego,

      auch in einem Minijob haben Sie Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Die Höhe Ihres Mindesturlaubsanspruchs ist davon abhängig, wie viele Tage pro Woche Sie beschäftigt sind. Die geleisteten Arbeitsstunden sind hierbei nicht relevant. Bei der Berechnung Ihres individuellen Urlaubsanspruches hilft Ihnen sicher unser Urlaubsrechner: https://www.minijob-zentrale.de/DE/05_multifunktionsleiste/03_service/05_tools_rechner/Urlaubsrechner/node.html

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  14. Hallo liebes Team der Minijob-Zentrale!

    Ich habe gelesen, dass jedem Arbeitnehmer 4 Wochen Urlaub zustehen.
    Seit Juni bin ich in als Reinigungskraft von Mo-Fr für jeweils 1 Stunde tätig. Mein Chef möchte mir allerdings nur 12 Tage Urlaub im Jahr zugestehen. Er meinte, er hätte dies errechnet und kommt auf die Summe von 12 Tagen. Gibt es bei einer Stunde Arbeitszeit eine Ausnahme und er ist dazu berechtigt? Für ein komplettes Jahr erscheint mir dies recht wenig. Schließlich muß ich ja 5 mal die Woche los.
    Beste Grüße, Linda

    • Hallo Linda,

      der gesetzliche Mindesturlaubsanspruch beträgt jährlich mindestens 24 Werktage bei einer 6-Tage-Woche und 20 Arbeitstage bei einer 5-Tage-Woche. Die gearbeitete Stundenzahl hat darauf keinen Einfluss.

      Der volle Urlaubsanspruch (24 Werktage, 20 Arbeitstage) entsteht erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses. Die sechsmonatige sogenannte Wartezeit beginnt an dem Tag, an dem nach dem Arbeitsvertrag die Arbeit aufzunehmen ist.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  15. Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich habe einen Rahmenvertrag auf 450 Euro Basis unterschrieben. In diesem Vertrag sind keine Arbeitszeit und auch keine festen Tage notiert. Ich entscheide wann ich arbeiten kann. Die Buchhaltung des Unternehmens meinte, da dies nicht festgelegt ist, hätte ich keinen Anspruch auf Urlaub?
    Ist dies richtig?
    Wie hoch ist wäre mein Urlaubsanspruch. Ich war bei dem Unternehmen 5 Monate tätig und habe über diesen Zeitraum im Durschnitt an ca. 1 Tag in der Woche gearbeitet. (also eine Woche 0 Tage, die nächste Woche 2 Tage, die dritte 0, die vierte dafür 3 usw. Kann ich die oben notierte Formel nutzen? Ich käme auf einen Urlaubsanspruch von 1,666. Würde ich in diesem Fall auf 2 aufrunden?. Nach einem Monat Pause habe ich einen neuen Vertrag bekommen. Ich habe 8 Tage gearbeitet. Das sind 0,666 Urlaub? ist das dann 1 Urlaubtag?

    Und letzte Frage: Wieviele Stunden würde ich für einen Urlaubstag ansetzen? 8h. ?Weil ich habe manchmal nur 4 h gearbeitet manchmal 8h, manchmal 9-oder müsste ich diesem Fall einen Durschnitt berechnen? (Zusatzinfo: Ich wurde auf Stundenbasis bezahlt.

    Viele Fragen, ich weiß, vielleicht können Sie weiterhelfen.

    Vielen Dank

    • Guten Tag Herr Jürgens,

      auch für Minijobber mit unregelmäßigen Arbeitstagen pro Woche lässt sich der Anspruch auf Urlaub leicht berechnen.

      Ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche oder mal eine Woche gar nicht, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche.
      Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeits-tage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.

      Die Formel lautet dann:
      Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage / Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)

      Bitte beachten Sie, dass Sie die angegebenen Jahreswerktage bzw. Jahresarbeitstage noch auf die Monate kürzen müssen, die Sie beschäftigt waren.

      Für einen Urlaubstag wird die Stundenzahl zugrunde gelegt, die für den Mitarbeiter an diesem Arbeitstag angefallen wäre. Minusstunden dürfen resultierend aus einem Urlaubstag nicht entstehen. Die Höhe des Urlaubsentgelts richtet sich nach dem durchschnittlichen Gehalt des Arbeitnehmers in den letzten 13 Wochen vor Beginn seines Urlaubs.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
      Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      • Ich habe zu diesem Beitrag eine ergänzende Frage:
        Muß die Anzahl der gesetzlichen Urlaubstage (20 Tage bei 5-Tagewoche)
        in der Formel bei einer abgeschlossenen 10-monatigen Beschäftigung ebenso gekürzt werden (also 20×10/12= 16,6Tage) wie diie Jahresarbeitstage (260×10/12= 216,6 Jahresarbeitstage)??
        Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.
        Mit freundlichen Grüßen
        Reinhold Orth

        • Hallo Herr Orth,

          da liegen Sie richtig. Auch die Urlaubstage müssen auf die jeweilige Beschäftigungsdauer gekürzt werden.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  16. Guten Tag ich arbeite seit 11 Jahren als Putzfrau und würde gerne wissen wieviel Jahresurlaub mir zusteht . Ich arbeite täglich 2 Stunden von Montag bis Freitag .

    • Hallo Petra,

      die Berechnung des gesetzlichen Urlaubsanspruchs ist einfach. Arbeitet ein Mitarbeiter jeden Werktag, hat er nach dem Bundesurlaubsgesetz mindestens einen Urlaubsanspruch von 24 Werktagen im Jahr. Bei einer 5-Tage-Arbeitswoche ergeben sich somit 20 Urlaubstage im Jahr. Hierbei ist egal, wie viele Stunden der Mitarbeiter an den einzelnen Tagen arbeitet. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  17. Pingback: Hab ich Anspruch auf einen Urlaubstag, wenn ich mein FSJ in der Probezeit kündigen will und noch kein voller Monat rum ist? – Akorv

  18. Hallo,
    Normalerweise arbeite ich zweimal die Woche je 3 Stunden, was an Tagen oder Stunden oft schwankt. In letzter Zeit, sagt meine Chefin immer wieder kurzfristig ab, auch für eine ganze Woche, und ich dann zu wenige Stunden habe. Ich bin auf den Minijob angewiesen.im Vertrag steht flexibel Arbeitzeit, eigentlich haben wir dies geändert auf die besagten 2 Tage je 3 Stunden. Leider ist die neue Vereinbarung noch nicht unterzeichnet, obgleich die Änderung vor ca. 4 Wochen aufgesetzt wurde. Darf meine Chefin kurzfristig absagen? Manchmal einen Tag vorher.

    Danke für Ihre Unterstützung
    MfG Petra

    • Hallo Petra,

      in einem bestehenden Arbeitsverhältnis steht dem Arbeitnehmer gegenüber dem Arbeitgeber grundsätzlich ein Anspruch auf tatsächliche Beschäftigung zu. Zur Arbeit auf Abruf ist im Allgemeinen niemand gezwungen, auch kein Minijobber es sei denn, diese Arbeitsform ist im Arbeitsvertrag ausdrücklich geregelt. Laut Ihrer Angaben haben Sie bereits Ihren Arbeitgeber auf eine Änderung im Arbeitsvertrag angesprochen. Die Unterzeichnung ist jedoch noch nicht erfolgt.
      Wir empfehlen Ihnen daher, dass Sie sich mit Ihrer konkreten arbeitsrechtlichen Frage zur weiteren Beratung an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
      Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  19. Guten Tag, ich habe es am 10 März angefangen und dieses Ende Monat wird unser Geschäft schließen. Ich arbeite jeden Tag von Mo-Sa 1, 3Std pro Tag .Wieviel Urlaubstage stehen mir zu und erst nach sechs Monaten oder geht auch voher,
    Danke

    • Hallo Lungu,

      die Berechnung des gesetzlichen Urlaubsanspruchs ist einfach. Arbeitet ein Mitarbeiter jeden Werktag, hat er mindestens einen Urlaubsanspruch von 24 Werktagen im Jahr. Arbeiten Minijobber in jeder Woche die gleiche Anzahl von Arbeitstagen, gilt folgende Formel für den Mindesturlaub:

      eigene Arbeitstage pro Woche x 24 (gesetzliche Urlaubstage) / 6

      Die Berechnung Ihres Urlaubsanspruchs im Kalenderjahr können Sie auch mit unserem neuen Urlaubsrechner für Minijobber vornehmen.

      https://www.minijob-zentrale.de/SiteGlobals/Forms/Urlaubsrechner/urlaubsrechner_formular.html

      Da der Minijob in Ihrem Fall weniger als 6 Monate bestanden hat, haben Sie grundsätzlich Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses. Das Arbeitsverhältnis bestand in diesem Kalenderjahr für fünf volle Monate und es ergibt sich folgende Berechnung: 24 Urlaubstage / 12 Monate x 5 Monate = 10 Urlaubstage.

      Arbeitnehmer können Urlaub beanspruchen, wenn sie mindestens einen Monat im Arbeitsverhältnis stehen. Anspruch auf den vollen Jahresurlaub haben sie aber erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten. Ob und wann Sie daher Ihren Urlaub nehmen können, klären Sie bitte mit Ihrem Arbeitgeber.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
      Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  20. Hallo liebes Team
    Ich habe am 1.3.2018 einen Minijob angetreten.Habe also erst Urlaubsanspruch im September! Ich muss aber total Unterschiedlich Arbeiten. Mal sind es 5 Tage in der Woche dann habe ich wieder Mal eine Woche frei. Oder ich Arbeite 2-3 Mal die Woche. Vereinbart sind 40Stunden im Monat. Manchmal habe ich auch Überstunden die gesammelt werden und dann genommen werden wenn ich die 40 Stunden nicht voll bekomme. Wie viel Urlaub steht mir da zu? Darf der Arbeitgeber mir hier 5 Urlaubstage für eine Woche anrechnen?

    • Hallo Frau Sommer,

      auch für Minijobber mit unregelmäßigen Arbeitstagen pro Woche lässt sich der Anspruch auf Urlaub ganz leicht berechnen.
      Ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also zum Beispiel mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.
      Die Formel lautet dann:
      Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage / Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)

      Bitte beachten Sie, dass Sie die Jahreswerktage bzw. Jahresarbeitstage noch auf 10 Monate kürzen müssen, da Sie Ihr Beschäftigungsverhältnis am 1. März 2018 begonnen haben.

      Die Anrechnung von 5-Tagen-Urlaub in einer Woche ist nur korrekt, wenn Sie auch an 5 Tagen in der Woche regelmäßig arbeiten.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
      Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.
      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  21. Hallo zusammen,
    wir haben einen Minijobber, der immer einmal pro Woche bei uns tätig ist. Er ist in der Wahl seines Arbeitstages recht flexibel. Überwiegend erbringt er seine Arbeitsleitung dienstags. Hin und wieder arbeitet er jedoch anstatt dienstags auch an einem anderen Tag in der Woche. Der 1. Mai (Feiertag) war nun beispielswiese ein Dienstag, weshalb der Mitarbeiter in dieser Woche nicht gearbeitet hat. Da der Dienstag jedoch nicht als fester Arbeitstag vorgeschrieben wurde, könnte er dann auch an einem anderen Tag in dieser Woche zur Arbeit herangezogen werden?
    Der Mitarbeiter erhält ein festes Monatsentgelt.

    • Hallo,

      ein Arbeitgeber muss seinem Minijobber auch für die Arbeitszeit, die infolge eines gesetzlichen Feiertages ausfällt, das Arbeitsentgelt zahlen, das er ohne den Arbeitsausfall erhalten hätten.

      Der Arbeitnehmer hat dann einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung für Feiertage, wenn der Feiertag auf einen Tag fällt, an dem er sonst regelmäßig zur Arbeitsleistung verpflichtet ist. Wir können Ihrer Anfrage nicht entnehmen, welche Vereinbarung bezüglich der Wochenarbeitstage im Arbeitsvertrag geschlossen wurde. Ist hingegen arbeitsvertraglich genau festgelegt, an welchen Tagen er arbeitet und fällt auf einen dieser Tage ein Feiertag, dann ist die Arbeitsleistung nicht nachzuholen.

      Wird keine Regelung getroffen, betrachtet man die Arbeitstage der Vergangenheit. Wurde in der Vergangenheit an dem Wochentag, auf den der Feiertag fällt, häufig gearbeitet, soll eine Vermutung für einen Arbeitsausfall am Feiertag sprechen. Diese Vermutung hätte der Arbeitgeber dann zu widerlegen.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
      Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

    • Hallo Petra,

      als Betriebsferien wird die Zeit bezeichnet, in der der Arbeitgeber einer Firma einheitlichen Urlaub für alle oder einen Teil der Mitarbeiter festsetzt. Meist wird das Unternehmen während der Betriebsferien zeitlich befristet stillgelegt. In der Regel dauern Betriebsferien zwei oder drei Wochen an. Während der Betriebsferien müssen Mitarbeiter Ihren Urlaub für die Tage nehmen, an denen sie sonst zur Arbeitsleistung verpflichtet sind. In Ihrem konkreten Fall wäre das pro Betriebsferien-Woche zwei Urlaubstage.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  22. Hallo Minijob-Zentrale Team,
    ich habe 3 Monate mit völlig unregelmäßigen Zeiten pro Woche gearbeitet. Mal war es 1 Schicht, mal 4 Schichten und auch häufig 0 Schichten pro Woche. Eine Schicht dauerte manchmal 5,5 Stunden und manchmal auch 6 Stunden. Die Arbeit konnte von Montags bis Samstags anfallen.
    Dann habe ich Ende Mai zum 14.6. (nach genau 3 Monaten) gekündigt. Am folgenden Tag gab es das Unwetter und es konnten keine weiteren Schichten mehr geleistet werden (Fa. geschlossen).

    Ich habe nun 3 Fragen:
    1.) Wie berechnet sich der Urlaub bei diesen wechselnden Bedingungen? Im Vertrag steht keine Urlaubsdauer, daher gehe ich vom gesetzlichen Anspruch aus. Gilt dann ganz normal die Jahresformel ((24/312)*Schichten) oder gibt es für den anteiligen Urlaub etwas zu beachten?

    2.) Wie viele Stunden werden angerechnet, da die einzelnen Schichten ja immer geschwankt haben? Wird dafür der Mittelwert über alle Schichten gebildet?

    3.) Hätte ich beim Kündigungsschreiben meinen Resturlaub einfordern müssen? Im nachhinein konnte ich ihn ja nicht mehr nehmen, weil die Fa geschlossen hat. Oder wird der Anspruch automatisch mit der letzten Abrechnung vergütet?

    • Hallo Yverddon,

      die Regelung der Urlaubstage im Arbeitsverhältnis richtet sich grundsätzlich nach den Vorschriften des Bundesurlaubsgesetzes (BUrlG).

      Ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.
      Die Formel lautet dann:
      Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage
      Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)
      Es wird die Stundenzahl für den Urlaubstag zugrunde gelegt, die für den Mitarbeiter an diesem Arbeitstag angefallen wäre. Minusstunden dürfen resultierend aus einem Urlaubstag nicht entstehen.

      Sie scheiden innerhalb der ersten Jahreshälfte aus dem Arbeitsverhältnis aus und haben damit nicht die Wartezeit von sechs Monaten erfüllt. Somit haben Sie grundsätzlich Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat des Bestehens Ihres Arbeitsverhältnisse.

      Eine finanzielle Abgeltung des Urlaubs sieht das Gesetz in § 7 Absatz 4 BUrlG und damit nur bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses vor: „Kann der Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr gewährt werden, so ist er abzugelten.“

      Wir empfehlen Ihnen, sich mit weitergehenden arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden. Auch um zu erfragen, ob Sie den Resturlaubsanspruch hätten schriftlich einfordern müssen.
      Das Bürgertelefon erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.
      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  23. Liebe Team, ich arbeite 12,5 std pro Woche, Montag-Mittwoch (4std. pro Tag + monatliche Plenum) in eine sehr kleine Unternehme. Der Job hat am Anfang Februari dieses Jahr angefangen. In der Vertrag steht keine feste Infos an der Urlaubzeit an, außer dass vollzeitige MitarbeiterInnen sollen „mindestens 24 Tag pro Jahr“ kriegen. Ich wohne in Berlin. Meine Frage: wie viele Urlaubstage habe ich, und wie viel wird die vergütet? DANKE! Viele Grüße

    • Guten Tag,

      bei einer 3-Tage-Arbeitswoche ergibt sich für Sie ein Urlaubsanspruch von mindestens 12 Tagen pro Kalenderjahr. Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben.

      Für Ihre neue Beschäftigung ab Februar ergibt sich somit für 2018 ein anteiliger Anspruch von 11 Tagen. Ab dem Monat August könnten Sie Urlaub nehmen.

      Für die Zeit des Urlaubs wird Ihnen der durchschnittliche Lohn weitergezahlt, welchen Sie in den letzten dreizehn Wochen vor Beginn des Urlaubs erhalten haben, mit Ausnahme eventueller Überstunden.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  24. Liebes Team der Minijob Zentrale,
    wie lässt sich der Urlaub berechnen, wenn in 6 Monaten (Jan-Jun) lediglich ein Tag (9,2h) gearbeitet wurde? Theoretisch kann man doch niemanden 6 Monate angestellt haben, ohne bezahlten Urlaub zu geben, auch wenn er in dieser Zeit nur einen Tag da war oder? Die Abwesenheit hatte keine betrieblichen Gründe und auch keine krankheitsbedingten seitens des Arbeitnehmers. Falls ihr eine Antwort habt, bitte mit Angabe Paragraph aus dem Bundesurlaubsgesetz.

    • Guten Tag,

      jeder Arbeitnehmer hat in jedem Kalenderjahr Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub.
      Der Anspruch entsteht allein durch ein bestehendes Arbeitsverhältnis und nach Ablauf einer 6-monatigen Wartezeit.

      Endet das Beschäftigungsverhältnis vor Ablauf dieser Wartezeit, hat der Arbeitnehmer Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses. (§ 5 Bundesurlaubsgesetz)

      Entscheidend für die Beantwortung Ihrer Frage ist, was genau arbeitsvertraglich ursprünglich vereinbart wurde. (Anzahl der Arbeitstage pro Woche, Dauer der Beschäftigung, Entlohnung…)

      Wir empfehlen Ihnen, sich mit Ihrer konkreten arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  25. Liebes Team,
    vielen lieben Dank für die ganzen Informationen!
    Mal eine Frage
    Wir werden ab nächsten Monat eine Dame anmelden, die uns 1 mal pro Woche für 2 Stunden im Haushalt helfen wird.
    Auch für sie berechnen wir dann den Urlaub (trotz der geringen Stundenzahl)
    mit 4 Tagen im Jahr?
    Das bedeutet, dass sie an 4 Tagen nicht kommt, den Stundenlohn für 2h Arbeit jedoch ausgezahlt bekommt??
    Vielen lieben Dank im Voraus
    Mit freundlichen Grüßen
    M.Kramer

    • Guten Tag Frau Kramer,

      der Urlaubsanspruch von 4 Urlaubstagen im Kalenderjahr ist korrekt. Bei Beschäftigung ab 1. Juli 2018 halbiert sich der Urlaubsanspruch auf noch 2 Urlaubstage für das Kalenderjahr 2018. Den Stundenlohn bekommt Ihre Haushaltshilfe für die 2 Tage einfach weitergezahlt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  26. Liebes Minijob Team,
    wie rechnet sich der Stundenlohn, wenn ich an zwei Tagen in der Woche zu unterschiedlichen Stundenlöhnen arbeite??
    Danke und schöne Feiertage

    • Guten Tag Frau Ziegler,

      wir sind uns nicht sicher, ob wir Ihre Frage richtig verstehen. Ihr durchschnittlicher Stundenlohn errechnet sich aus dem Durchschnitt der Stundenlöhne an den beiden Arbeitstagen.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
      Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.
      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  27. Liebes Team,

    wieviel Urlaub rechne ich denn als Arbeitgeber einer Aushilfe an, die regelmäßig 2 Tage die Woche arbeitet und dann 1 Woche wegfährt. Rechne ich ihr dann nur die 2 Tage als Urlaub an oder die volle Woche?

    Mit freundlichen Grüßen,
    Juliane Schwarz

      • Liebes Team,

        danke für die schnelle Rückmeldung! Das dachte ich mir schon. Gibt es dazu einen Paragraphen im Gesetz, den Sie mir vielleicht auch dazu nennen können?

        Freundliche Grüße,
        Juliane Schwarz

        • Hallo Frau Schwarz,

          das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland gemäß § 3 Abs.1 BUrlG mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Unter Werktagen versteht man alle Kalendertage ausgenommen die Sonn- und Feiertage. Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben somit Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten. Gewöhnlich gilt aber beispielsweise für die meisten Minijobs, dass diese nicht an 6 Tagen in der Woche ausgeübt werden. Daher wird der jährliche Urlaubsanspruch abhängig von den Arbeitstagen pro Woche anteilig berechnet. Hierbei ist egal, wie viele Stunden der Mitarbeiter an den einzelnen Tagen arbeitet. Arbeiten Minijobber in jeder Woche die gleiche Anzahl von Arbeitstagen, gilt folgende Formel für den Mindesturlaub:

          eigene Arbeitstage pro Woche x 24 (gesetzliche Urlaubstage) :
          6

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  28. Ich habe eine Frage zur Urlaubsregelung im Minijob. Ich habe 25 Tage gearbeitet in der Zeit von Januar bis zum 15. Mai. dazu kommen 5 Krankheitstage ( mit Attest ) 1 Urlaubstag ( weil der Arbeitgeber Urlaub macht ) 6 Tage wegen med. Rehabilitation
    Gesamt 37 Tage, der Arbeitgeber möchte nur die 25 Tage zur Berechnung berücksichtigen.

    • Hallo Maria,

      Das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber.
      Ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage.
      Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.
      Die Formel lautet dann:
      Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage / Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)
      Beispiel:
      Eine Minijobberin übt an 90 Tagen im Jahr einen Minijob aus. Mitarbeiter in Vollzeit arbeiten in einer 5-Tage-Woche und haben einen Anspruch auf 20 Urlaubstage im Jahr.
      Berechnung:
      20 Urlaubstage x 90 Tage / 260 Jahresarbeitstage = 6,92 Tage
      Lösung: Die Minijobberin hat einen Anspruch auf 7 Urlaubstage im Jahr. Das Ergebnis 6,92 wird kaufmännisch auf 7 gerundet.
      Bitte beachten Sie, dass bei einer unterjährigen Beschäftigung die Jahreswerktage beziehungsweise Jahresarbeitstage entsprechend der Monate zu kürzen sind.

      Sind Sie infolge unverschuldeter Krankheit oder einer medizinischen Vorsorge- bzw. Rehabilitationsmaßnahme arbeitsunfähig, haben Sie Anspruch darauf, dass Ihnen Ihr regelmäßigen Verdienst bis zu sechs Wochen weiterzahlt wird. Sie haben Anspruch auf Lohnfortzahlung für die Tage, an denen Sie ohne Arbeitsunfähigkeit hätten arbeiten müssen.
      Wichtig ! Der Anspruch auf Entgeltfortzahlung besteht erst nach vier Wochen der Beschäftigung.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      • Sie haben meine Frage nicht beantwortet. Ich bin zum 15.05. 2018 gekündigt, deshalb möchte ich wissen wieviel Urlaub bekomme ich. bei 37 Tagen von denen ich 5 Tage krank und 6 Tage in der Reha bin . Geht die Berechnung von 37 Tagen aus, oder 37 Tage minus 11 Tagen, an denen ich krank bzw. in Reha bin. Mit der Hoffnung eine konkrete Antwort zu bekommen, grüsse ich Sie freundlich .

        • Hallo Maria, ich glaube die Minijob Zentrale darf keine Rechtsauskünfte erteilen, hat wohl etwas mit dem Rechtsdienstleistungsgesetz zu tun. Besser mal beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales anrufen, die Hotline kann dir bestimmt besser helfen. Tel.Nr. 030221911004

          LG maxi

        • Hallo Maria.
          Es sind doch noch gar nicht alle Angaben von Ihnen gemacht worden, die eine exakte Berechnung ermöglichen. Wie soll da eine exakte Zahl herauskommen?
          – Haben Sie regelmäßige wöchentliche Arbeitstage?
          – Sind die Krankheitstage zusammenhängend?
          – Wäre an einem der Krankheitstage eigentlich ein Arbeitstag gewesen?
          – Wie viele Urlaubstage werden den in ihrem Betrieb vollzeitbeschäftigten Festangestellten gewährt und warum (Tarifvertrag, betriebliche Übung, einzelvertragliche Vereinbarung)?
          – Wie viele Urlaubstage wurden mit Ihnen für das gesamte Jahr vereinbart?
          – Wieviele Krankheitstage- und Rehatage sind bei Ihnen auf regelmäßige Arbeitstage entfallen?

          Sie sehen, so einfach wie 25 + ggf. 11 ist das nicht, wenn es korrekt sein soll.

          Freundliche Grüße,

          Achim Trenzen

        • Hallo Maria,

          für die Berechnung der Urlaubstage kommt es auf mehrere Faktoren an, die uns nicht bekannt sind.
          So wissen wir nicht, ob Ihre Arbeitsverpflichtung bei einer 5-Tage-Woche oder 6-Tage-Woche liegt, wann Sie arbeitsunfähig waren, ob ein Tarifvertrag zugrunde liegt und wann Sie genau das Beschäftigungsverhältnis begonnen haben. Daher haben wir Ihnen die Berechnungsformel zur Verfügung gestellt, damit Sie Ihre Daten entsprechend einsetzen können.

          Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
          Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.
          http://www.bmas.de/DE/Service/Buergertelefon/buergertelefon.html

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  29. Hallo,
    ich bin Student und gehe in meinen Ferien sehr unterschiedlich arbeiten.
    Die Zeiträume in denen ich arbeiten gehe sind zwischen Februar – April und
    Juli – Oktober.
    Ich arbeite maximal 50 Tage im Jahr, aber wie schon erwähnt sehr unterschiedlich verteilt. Beispielsweise gehe ich in einem Monat zwei Wochen arbeiten oder auch nur eine Wochen oder ich gehe drei Tage in diesem Monat arbeiten und in einem anderen Monat vier Tage und so weiter. Ich arbeite von Mo – Fr.
    Steht mir Urlaub zu? Wenn ja, ab wann? und wie berechne ich diesen?
    Zum Beispiel:
    Dieses Jahr war ich – bis jetzt – im Februar nur 5 Tage arbeiten und im März 4 Tage. Das nächste mal werde ich erst im Juli/August arbeiten gehen.
    Meine Rechnung: 20*9 / 260 = 0,69 = 1 Urlaubstag?
    Steht mir dann schon nach 9 Arbeitstagen 1 Urlaubstag zu?
    Wenn nicht, kann ich dann die Arbeitstage aus Februar und März mit den Arbeitstagen aus August, September und Oktober zusammen rechnen?
    Könnt ihr mir bitte weiterhelfen? Vielen Dank im Voraus :)

    • Hallo Thomas,

      der von Ihnen berechnete Urlaubsanspruch von einem Tag bezieht sich auf ein 12 Monate andauerndes Beschäftigungsverhältnis. Da Ihre Beschäftigungszeiten jeweils befristet und kürzer als 6 Monate sind, reduziert sich der Urlaubsanspruch entsprechend der Beschäftigungsmonate nochmals.

      Um eine rechtssichere Auskunft zu Ihren speziellen Fragen zu erhalten, empfehlen wir Ihnen, sich an das Bürgertelefon zum Thema Arbeitsrecht des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu wenden oder anwaltlichen Rat einzuholen. Das Bürgertelefon erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  30. Hallo. Ich nache Vertretung im Reinigungsbereich. 2-3 Std täglich. Manchmal nur 2 Tage oder 1 Woche (5 Arbeitstage) pro Monat, und manchmal 4 Wochen lang. Der Chef sagt ich hätte keinen Urlaubsanspruch da ich keine regelmäßigen Einsätze habe. Es sind aber jedes Jahr 120 – 150 Tage die ich in Vertretung arbeite. Habe ich wirklich keinen Urlaubsanspruch?

    • Du hast definitiv Urlaubsanspruch. Grundlage für die Berechnung der Anzahl der Dir zustehenden Urlaubstage berechnet sich aus der Anzahl der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitstage. Sind die – wie bei Dir – unregelmäßig, muss ein Durchschnitt gebildet werden.
      Beispiel:
      2 Tage in der 1. Woche,
      5 Tage in der 2. Woche,
      0 Tage in der 3. Woche,
      1 Tage in der 4. Woche,
      3 Tage in der 5. Woche u. s. w.
      ————
      11 Tage in 5 Wochen, also 11 : 5 = 2,2 Arbeitstage im Durchschnitt.
      Wenn bei Euch die Leute z. B. 30 Tage für eine 5-Tage-Woche bekommen, dann stehen Dir 30 : 5 * 2,2 = 13,2 bezahlte Urlaubstage zu.

      Die Vergütung je Urlaubstag richtet sich nach der Anzahl der durchschnittlichen Arbeitsstunden je Arbeitstag, kannst Du also in der gleichen Art und weise ausrechnen.

      Wichtig: Normalerweise geht man hier aber nicht von nur 5 Wochen aus, sondern von drei Monaten oder sogar von einem ganzen Jahr. Deine Stundenzettel hast Du sicher aufgehoben? Wenn ja, kannst Du das locker ausrechnen. Wenn nein, ist Dein Chef verpflichtet, die zwei Jahre aufzuheben. Dann kannst Du die Dir dort zeigen lassen und kopieren. Fertig.

    • Hallo Frau Grunitzky,

      wir stimmen Achim zu. Sie haben einen Urlaubsanspruch. Wir errechnen dabei den Urlaubsanspruchs wie folgt:

      Ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also z. B. mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage.
      Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche. Die Formel lautet dann:
      Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage
      / Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)

      Beispiel:
      Eine Minijobberin übt an 90 Tagen im Jahr einen Minijob aus. Mitarbeiter in Vollzeit arbeiten in einer 5-Tage-Woche und haben einen Anspruch auf 20 Urlaubstage im Jahr.
      Berechnung:
      20 Urlaubstage x 90 Tage / 260 Jahresarbeitstage = 6,92 Tage
      Lösung: Die Minijobberin hat einen Anspruch auf 7 Urlaubstage im Jahr. Das Ergebnis 6,92 wird kaufmännisch auf 7 gerundet.
      Bitte beachten Sie, dass bei einer unterjährigen Beschäftigung die Jahreswerktage beziehungsweise Jahresarbeitstage entsprechend der Monate zu kürzen sind.

      Freundliche Grüße
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

  31. Hi! Habe meinen Minijob nach zwei Monaten bereits gekündigt und muss jetzt noch zwei Wochen arbeiten. Habe ich in diesen zwei Monaten einen Urlaubsanspruch erarbeitet?

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