Urlaub bei Minijobs

Urlaub - © Thomas Reimer / Fotolia.comPfingsten und Fronleichnam – eine Gelegenheit sich in den kurzen Arbeitswochen mit wenigen Urlaubstagen einen längeren Erholungsurlaub zu gönnen. Ergänzend zu unserem Blogbeitrag „Auch Minijobber haben ein Recht auf Urlaub“ folgen hier nun weitere Informationen rund um den Urlaubsanspruch bei Minijobs.

Dauer des Urlaubs:

Gesetzlich ist der Mindesturlaubsanspruch auf 24 Werktage festgelegt. Unter Werktagen versteht man alle Kalendertage ausgenommen die Sonn- und Feiertage. Ist im Arbeitsvertrag nicht von Werktagen sondern von Arbeitstagen die Rede, handelt es sich um eine Fünf-Tage-Arbeitswoche. Bei einer anderen Verteilung der wöchentlichen Arbeitszeit als auf sechs Tage pro Woche vermindert sich der Urlaubsanspruch entsprechend. Verbleibt bei der Berechnung ein Bruchteil, der mindestens einen halben Urlaubstag ergibt, wird er auf einen vollen Urlaubstag aufgerundet.

Hinweis: Beantragt ein Beschäftigter einen Urlaubstag für einen Arbeitseinsatz, der in einen neuen Kalendertag hineinreicht (z.B. Nachtschicht), wird dieser als ein Tag gewertet.

Berechnung des anteiligen Urlaubsanspruchs:

Arbeitet ein Beschäftigter an weniger als sechs Tagen pro Woche, wird der persönliche Urlaubsanspruch wie folgt berechnet:

Individuelle Arbeitstage pro Woche x 24 : 6 (übliche Arbeitstage Montag bis Samstag) = Urlaubstage

Hinweis: Bei der Berechnung des individuellen Urlaubsanspruchs ist nur relevant, an wie vielen Tagen der Beschäftigte in der Woche arbeitet, und nicht, wie viele Stunden er an den einzelnen Tagen leistet:

Wartezeit:

Der volle Urlaubsanspruch ergibt sich grundsätzlich erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten.

Teilurlaub:

Besteht das Arbeitsverhältnis noch keine sechs Monate, hat der Beschäftigte einen Anspruch auf 1/12 des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat der Beschäftigung. Näheres hierzu regelt § 5 des Bundesurlaubgesetzes

Urlaub an Sonn- und gesetzlichen Feiertagen:

Hat der Beschäftigte (z.B. Schichtarbeiter) an Sonn- und Feiertagen nicht frei, sondern ist nach seinem Dienst- oder Schichtplan zur Arbeitsleistung verpflichtet, sind diese Tage urlaubsrechtlich wie normale Werktage zu behandeln.

Zeitpunkt des Urlaubs:

Der Arbeitgeber hat die Urlaubswünsche seines Beschäftigten zu berücksichtigen. Es sei denn, er kann dringende betriebliche Belange oder soziale Gesichtspunkte anführen, um dem Urlaubswunsch zu widersprechen.

Übertragbarkeit des Urlaubs:

Der Urlaub muss im laufenden Kalenderjahr bewilligt und genommen werden. Ist dies dem Beschäftigten aus betrieblichen oder persönlichen Gründen nicht möglich, gibt es eine gesetzlich festgelegte Frist. Demnach steht es dem Beschäftigten zu, seinen Resturlaub aus dem Vorjahr bis zum 31. März des Folgejahres zu beanspruchen.

Urlaubsabgeltung:

Kann der Beschäftigte seinen Urlaubsanspruch wegen der Beendigung seines  Arbeitsvertrages nicht realisieren, steht ihm eine Abgeltung des Resturlaubs zu.
Die Abgeltungshöhe richtet sich nach der Berechnung des Urlaubsentgelts.

Lesen Sie auch unser Merkblatt zum Arbeitsrecht.

Infos zum Anspruch auf Urlaub bei Minijobs haben wir auch in unserer Videoreihe „Minijob? – Wir antworten“ zusammengefasst:

98 Kommentare zu “Urlaub bei Minijobs

  1. Hallo liebes Team von der Minojob-Zentrale,
    zunächst ein großes Lob für die gut struktrurierte und informative Web-Site von euch!
    Jetzt zu meiner Frage:
    Ich beschäftige seit dem 1.10. eine Putzfrau in meinem Privathaushalt und habe 11 EUR / Stunde mit ihr vereinbart (Steuern etc. übernehme ich dabei). Da ich einen monatlich gleichbleibenden Lohn zahlen möchte (160 EUR im Monat – auch mit diesem Pauschal-Gehalt hier angemeldet), frage ich euch, ob dies rechtssicher ist. Wenn sie also in den meisten Monaten 4 x kommt, wären 132 EUR für den Monat fällig, aber wenn sie 5 x kommt, wären für diesen Monat dann 165 EUR fällig.
    Muss ich mir also Sorgen machen, dass sie in 2 – 3 Monaten im Jahr mit 5 Tagen zu wenig bekommt oder gleicht sich das durch die Monate, in denen sie 4 Tage arbeitet (also „zuviel“ bekommt) aus?

    Danke und viele Grüße
    Alex

    Gefällt mir

    • Hallo Alex,

      danke für Ihr positives Feedback zu unserer Web-Site.

      Es gibt zwei Möglichkeiten ein monatlich gleichbleibendes Entgelt zu zahlen.

      Zum einen können Sie ein festes Monatsgehalt vereinbaren, der unabhängig von der Länge des Monats sowie der Lage der Wochenende und Feiertage ist. Sie können aber auch ein gleichbleibendes Monatsgehalt auf Basis einer vorgegebenen Stundenzahl unabhängig von der Anzahl der tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden festlegen. Gleichzeitig erfolgt eine Verrechnung von Plus- und Minusstunden auf einem Arbeitszeitkonto.

      Beide Möglichkeiten, ein monatlich gleichbleibendes Entgelt zu zahlen, sind rechtlich zulässig. Die Grundlage bildet die arbeitsvertragliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

      • Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort.

        Perfekt, dann mache ich das so mit der vorgegebenen Stundenzahl.
        Muss ich dafür einen entsprechenden Arbeitsvertrag basteln oder reicht die mündliche Vereinbarung?

        Danke und viele Grüße
        Alex

        Gefällt mir

        • Hallo Alex,

          ein Arbeitsvertrag für Minijobber ist nicht zwingend, wohl aber zweckmäßig, denn hier werden die wesentlichen Bedingungen der Beschäftigung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer schriftlich vereinbart. Einen Musterarbeitsvertrag erhalten Sie hier. https://www.minijob-zentrale.de/SharedDocs/Downloads/DE/Formulare/privat/10_Arbeitsvertrag.pdf?__blob=publicationFile&v=3

          Haben Sie ihrem Minijobber jedoch keinen schriftlichen Arbeitsvertrag ausgehändigt, sind Sie verpflichtet, ihm spätestens einen Monat nach Beginn des Arbeitsverhältnisses einen schriftlichen Nachweis über die wesentlichen Arbeitsbedingungen auszustellen. Der Nachweis muss folgende Angaben enthalten: Name und Anschrift der Vertragsparteien, Beginn des Arbeitsverhältnisses, Arbeitsort, Art der Tätigkeit, Zusammensetzung, Höhe und Fälligkeit des Arbeitsentgelts, Arbeitszeit, Dauer des jährlichen Erholungsurlaubs, Kündigungsfristen, Hinweis auf geltende Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen.

          Mit freundlichen Grüßen

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

          Gefällt mir

  2. Hallo liebes Minijob-Team,

    ich arbeite an 2 Tagen die Woche jeweils 5 Stunden. Das bedeutet, dass ich 8 Urlaubstage im Jahr habe.

    Die Arbeitszeit eines „normalen“ Mitarbeiters beträgt 8 Stunden am Tag.

    Jetzt zu meiner Frage:

    Bekomme ich dann pro Urlaubstag 5 Stunden bezahlt oder 8 Stunden?
    Ich habe auf eurer Homepage zwar „es richtet sich nach Tagen und nicht nach Stunden“ gefunden, jedoch keine genaue Erläuterung, was das jetzt genau bedeutet.

    Danke im Voraus!
    Grüße,
    Tobi

    Gefällt mir

    • Hallo Tobi,

      die Höhe des Urlaubsentgelts richtet sich nach dem durchschnittlichen Gehalt des Arbeitnehmers in den letzten 13 Wochen vor Beginn seines Urlaubs.
      Zahlungen für Überstunden bleiben bei der Berechnung unberücksichtigt.
      Freundliche Grüße
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  3. Ich wüsste gern wie mein Urlaubsentgelt berechnet wird: Minijob-Vertrag über 450,00 € im Monat, 15,00 € Stundenlohn. Ich arbeite auf Anforderung des Betriebes, dass kann ganz unterschiedlich sein. In den letzten 3 Monaten waren das 10 Tage insges. (5+2+3), von Jan.- Aug .insges. 39 Tage. Die Vollzeitkräfte im Betrieb haben 30 Tage Urlaubsanspruch und bekommen noch 40% Urlaubsgeld. Mit wieviel Stunden pro Urlaubstag wird das Urlaubsentgelt berechnet? Es wird ein Arbeitszeitkonto geführt.

    Gefällt mir

    • Hallo Irmgard,

      in der Regel richtet sich die Höhe des Urlaubsentgelts nach dem durchschnittlichen Gehalt des Arbeitnehmers in den letzten 13 Wochen vor Beginn seines Urlaubs. Zahlungen für Überstunden bleiben bei der Berechnung unberücksichtigt.

      Da Sie mit Ihrem Arbeitgeber ein gleichbleibendes Arbeitsentgelt in Höhe von monatlich 450 Euro vereinbart haben, wird dieses auch als Urlaubsentgelt fortgezahlt. Bezahlter Urlaub bedeutet, dass Sie für jeden Tag Ihr Gehalt erhalten, an dem Sie sonst gearbeitet hätten.

      Zur Berechnung Ihres Urlaubsanspruchs empfehlen wir Ihnen unseren Blog-Beitrag vom 23. Juni 2017 https://blog.minijob-zentrale.de/2017/06/23/minijob-urlaub-berechnen-leicht-gemacht/#sprungmarke4.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

      • Vielen Dank für die schnelle Antwort!
        Habe ich auch Anspruch auf das Urlaubsgeld von 40%, das die Festangestellten zusätzlich bekommen? Und darf durch das Urlaubsentgelt der Gesamtbetrag von 5.400 € jährlich überschritten werden? Ich habe gehört, dass man 2 x im Jahr noch zusätzlich je 450 € verdienen darf. Ist das richtig?
        Vielen Dank im Voraus.
        Irmgard

        Gefällt mir

      • Hallo,
        ich hab mich vielleicht nicht richtig ausgedrückt: die Festangestellten bekommen die Zeit, die sie in Urlaub sind bezahlt und zusätzlich noch 40 % zusätzlich auf diesen Betrag. Steht mir das auch zu?
        Vielen Dank im voraus.
        Herzliche Grüße
        Irmgard

        Gefällt mir

        • Hallo Irmgard,

          für Minijobber gilt der Grundsatz der Gleichbehandlung. Demnach dürfen Sie als Minijobberin nicht schlechter behandelt werden als vergleichbare vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer. Dies gilt im Arbeitsverhältnis für alle Maßnahmen und Vereinbarungen, die der Arbeitgeber mit Ihnen als Minijobberin trifft.

          Zahlt der Arbeitgeber seinen vollzeitbeschäftigten Mitarbeitern Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld, haben nach dem Gleichbehandlungsgrundsatz auch geringfügig Beschäftigte anteilsmäßig – gemessen an den Arbeitsstunden – einen Anspruch auf Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld.

          Der Grundsatz der Gleichbehandlung gilt nicht, wenn sachliche Gründe für eine Ungleichbehandlung vorliegen. Dazu können Arbeitsleistung, Qualifikation, Berufserfahrung und unterschiedliche Arbeitsplatzanforderungen gehören.

          Zu beachten ist jedoch, dass einmalige Einnahmen wie zum Beispiel Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld zum Verdienst eines Minijobbers hinzuzählen. Übersteigt der Minijobber durch die Sonderzahlungen die jährliche Grenze von 5.400 Euro, handelt es sich bereits ab Beschäftigungsbeginn um keinen Minijob mehr.

          Zu Ihrer Frage des Hinzuverdienstes empfehlen wir Ihnen unseren Blog-Beitrag https://blog.minijob-zentrale.de/2017/06/27/wie-viel-darf-ich-als-altersvollrentner-im-minijob-verdienen-nachgefragt-folge-19/. Hier erklären wir den Unterschied zwischen Hinzuverdienstgrenzen für Rentner und Verdienstgrenzen für Minijobber.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

          Gefällt mir

  4. Hallo
    Ich habe mal eine Nachfrage
    Ich habe einen Minijob als med.Fachangestellte mir stehen 12 Tage im Jahr Urlaub zu
    Mein Chef macht aber die Praxis öfters zu ala ich Urlaubsanspruch habe .
    Kann er von mir verlangen das ich die Mehrtage die er geschlossen hat nacharbeite ?

    Vielen dank im voraus

    Gefällt mir

    • Guten Tag Frau Brahm,

      arbeitsvertragliche Vereinbarungen nach denen Ruhezeiten angeordnet werden können, in denen der Arbeitnehmer nicht arbeitet und auch keinen Lohn erhält, sind nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts zulässig. Sie dürfen dabei jedoch nicht den Arbeitnehmer unangemessen benachteiligen.

      Wir empfehlen Ihnen, sich mit dieser arbeitsrechtlichen Frage an die Experten des Bürgertelefons des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  5. Hallo ich arbeite auf 450€ Basis und habe meine Verfügbarkeit mit meinem Arbeitgeber auf Sonntags mündlich festgelegt. Jetzt wurde ich von meinem Arbeitgeber gefragt, ob ich an einem Samstag arbeiten kann und habe dies abgelehnt, weil ich im Urlaub war. Seine Antwort war, dass dann für diesen Samstag ein Urlaubstag abgezogen werden muss, weil ich immer zur Verfügung stehen muss. Jetzt ist meine Frage, ob das so in Ordnung ist, weil ich laut Dienstplan nicht eingetragen bin und ich sowieso nur Sonntags verfügbar bin. Vielen Dank,

    Gefällt mir

    • Hallo Anne,

      die sogenannte „Arbeit auf Abruf“ richtet sich nach dem § 12 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG).

      Aus diesem ergibt sich, dass der Arbeitgeber dazu verpflichtet ist, dem Arbeitnehmer seine Arbeitszeit jeweils mindestens vier Tage im Voraus anzukündigen, um ihm die Planung seines Arbeitseinsatzes zu
      ermöglichen. Eine arbeitsvertragliche Vereinbarung, nach der der Arbeitnehmer im Vorhinein auf die Einhaltung der viertägigen Ankündigungsfrist verzichtet oder die eine kürzere Ankündigungsfrist vorsieht, ist unwirksam.

      Der Arbeitnehmer kann aber dadurch auf die Vier-Tages-Frist verzichten, wenn er trotz Fristunterschreitung freiwillig der Arbeit nachkommt. Er kann jedoch die Arbeit bei Nichteinhaltung der Frist – ohne Darlegung des Grundes – verweigern.

      Ein Widerruf oder eine Änderung einer Mitteilung an den Arbeitnehmer durch den Arbeitgeber ist möglich.

      Um eine rechts sichere Auskunft zu erhalten, wenden Sie sich bitte mit ihrer speziellen Frage an die Experten vom Bürgertelefon Arbeitsrecht. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  6. Guten Tag,

    ich habe Anfang Januar einen Minijob angefangen, rückdatiert wurde er der Vertrag auf den 2.1. . Ich möchte nun diesen Monat Kündigen, damit ich im Oktober mein Studium anfangen kann.
    Habe ich jetzt aufgrund diesen eines Tages keinen Anspruch auf den ganzen Jahresurlaub?

    Gefällt mir

    • Guten Morgen Jelka,

      um eine rechtssichere Auskunft zu erhalten, wenden Sie sich bitte mit ihrer speziellen Frage an die Experten vom Bürgertelefon Arbeitsrecht. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  7. Moin,
    ich arbeite seit knapp 5 Jahren in einem Lichtspielhaus als Minijobber und im Vertrag ist ein Urlaubsanspruch von 20Tagen geregelt. Nun habe ich zum 31.07.2017 gekündigt und habe theoretisch noch Resturlaub von 13 Tagen. Mein Arbeitgeber behauptet, dass der Resturlaub entsprechend anteilig berechnet wird und somit nur 7/12 Urlaub geltend gemacht werden können. Ich glaube allerdings nach dem Blick in das TzBfG und das BUrlG, dass diese Bahuptung falsch ist. Wer hat Recht?

    MfG, John

    Gefällt mir

    • Hallo John,

      die Regelung der Urlaubstage im Arbeitsverhältnis richtet sich grundsätzlich nach den Vorschriften des Bundesurlaubsgesetzes (BUrlG).

      Scheidet der Arbeitnehmer innerhalb der ersten Jahreshälfte aus so hat er grundsätzlich Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses (§ 5 Abs. 1 lit. c, BUrlG). Scheidet der Arbeitnehmer also beispielsweise zum 31.05. eines Kalenderjahres aus dem Arbeitsverhältnis aus, so hat er bei dem gesetzlichen Mindesturlaubsanspruch von 20 Urlaubstagen für das gesamte Kalenderjahr, einen Urlaubsanspruch in Höhe von 8 Urlaubstagen. Das Arbeitsverhältnis bestand in diesem Kalenderjahr nur fünf volle Monate (01.01. bis einschließlich 31.05.) und es ergibt sich folgende Berechnung: 5 Monate / 12 Monate x 20 Urlaubstage = 8,33 Urlaubstage. Bruchteile von Urlaubstagen, die weniger als einen halben Tag ergeben, sind dabei auf ganze Urlaubstage abzurunden, also in unserem Beispiel auf 8 Urlaubstage.

      Bei einer Beendigung zu einem Zeitpunkt nach dem 30.06.:
      Bei einem Ausscheiden beispielsweise zum 31.07. ist die Sachlage eine andere, jedenfalls wenn das Arbeitsverhältnis bereits seit dem 01.01. eines Jahres bestand. Die Regelung zum Teilurlaub ist hier nicht heranzuziehen. Vielmehr hat der Arbeitnehmer immer einen Anspruch auf den vollen gesetzlichen Mindesturlaub, bei einer 5-Tage-Woche also auf 20 Urlaubstage.

      Weitergehende Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht können Sie beim Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales erhalten. Unter der Telefonnummer 030/ 221 911 004 erreichen Sie die Kollegen von montags bis donnerstags von 8.00 bis 20.00 Uhr.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  8. Guten Tag,
    Und zwar bin ich seid dem 22. juli 201 als Reinigungskraft auf 450€ Basis tätig. Anfangs habe ich an 2 Tagen in der Woche gearbeitet und seid Ende August 2016 an 3 festen Tagen in der Woche für ca. 3-4 Stunden ( je nach dem was gemacht wird).
    Ich hatte schon mal drauf angesprochen dass ich ein recht auf bezahlten Urlaub habe nur man will es mir nicht wirklich glauben und man erzählt mir was von steuerkarte.
    In meinem Vertrag steht auch nichts davon das ich auf Urlaub verzichte oder ähnliches.
    Wie mache ich denn die Herrschaften am besten drauf aufmerksam? Sogar eine Arbeitskollegin die auf Teilzeit dort arbeitet fragte mich schon warum ich mir denn keine. Urlaub nehme?
    Bin grad irgendwie total verwirrt
    Wäre nett wenn man mich etwas aufklären könnte.
    Vielen lieben Dank und einen schönen Tag noch :)

    Gefällt mir

    • Guten Morgen Yvonne,

      Arbeitnehmer, die einen Minijob ausüben, gelten nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) als Teilzeitbeschäftigte und haben damit wie jeder Arbeitnehmer Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Bei einer sechs-Tage-Woche beträgt der gesetzliche Urlaubsanspruch mindestens vier Wochen bzw. 24 Werktage im Jahr, die tatsächliche Anzahl der Urlaubstage muss jedoch auf die zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbarten wöchentlichen Werktage umgerechnet werden. Dabei ist nur die Zahl der pro Woche gearbeiteten Tage relevant, nicht die Zahl der geleisteten Stunden.
      Berechnung des Urlaubsanspruchs:
      Individuelle Arbeitstage pro Woche x 24 : 6 = Urlaubstage

      Bei einer 3-Tage-Woche beläuft sich Ihr Urlaubsanspruch für das Kalenderjahr 2017 auf 12 Tage.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  9. Pingback: Minijob: Urlaub berechnen leicht gemacht | Die Minijob-Zentrale

  10. Ich muss in der Woche neun Stunden arbeiten habe meistens einen festen Tag und werde ansonsten sehr flexibel eingesetzt und ich weiß nie wie lange ich arbeiten muss
    Ich bekomme 6xUrlaub der dann mit 7,5 Stunden berechnet wird
    Meine Frage machen wir das gesetzlich richtig?

    Gefällt mir

    • Hallo Frau Brun,

      Ihr Urlaubsanspruch richtet sich nicht nach den geleisteten Stunden, sondern nach den Arbeitstagen, die Sie durchschnittlich in der Woche leisten.

      Wir empfehlen Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
      Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Mit freundlichen sommerlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  11. Hallo ich arbeite seit dem 10.10.2016 als Haushaltshilfe 2 mal die Woche das Beschäftigungsverhältnis endet am 01.08.2017 wieviel Urlaub steht mir dann bitte zu ?
    Vielen Dank

    Gefällt mir

    • Diese Anfrage bezieht sich auf das Thema Arbeitsrecht.
      Ähnlich wie in den Kommentaren zuvor.
      Hierzu berät das Bürgertelefon des Bundesminsiteriums für Arbeit uns Soziales Arbeitnehmer und Arbeitgeber kostenlos.

      Rufnummer: 030 221 911 004

      Gefällt mir

    • Hallo Melanie,

      wie WaJe korrekt kommentiert, handelt es sich hierbei um eine arbeitsrechtliche Anfrage, die mit dem Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales geklärt werden kann. Unter der Telefonnummer 030 221 911 004 erreichen Sie die Kollegen, montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr.

      Mit freundlichen Grüßen

      Das Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  12. Hallo,

    ich bin Minijobber in einem Fitnessstudio und arbeite jeden Freitag ca. 5 Stunden. Urlaubsanspruch bei 1 Tage Woche beträgt 4 Urlaubstage- im Vertrag steht „die Arbeitszeit richtet sich nach dem Dienstplan“. Meine Frage ist jetzt, ob ich am Karfreitag – eigentlich Arbeitszeit- Urlaub nehmen muss und ob das auch so ist, wenn der Betrieb an diesem Tag geschlossen hat. Über die Schließung wurde rechtzeitig informiert.
    Danke

    Gefällt mir

    • Hallo Mola,

      Sie müssen weder Urlaub für den gesetzlich anerkannten Feiertag nehmen, noch die Arbeitszeit für den Tag vor- oder nacharbeiten.

      Zum Hintergrund: Wären Sie dienstplanmäßig am Karfreitag zur Arbeit eingeteilt und der Betrieb wäre geöffnet gewesen, müssten Sie an dem Tag wie gewohnt arbeiten oder einen Urlaubstag beanspruchen. Da aber Ihre Arbeitszeit ausfiel, weil ihr Betrieb wegen des Feiertags geschlossen hatte, bestand für Sie auch keine Arbeitspflicht für den Tag. Somit ist dieser Tag für Sie auch kein Urlaubstag. Denn ein Urlaubstag setzt voraus, dass der Beschäftigte an diesem Tag von einer sonst bestehenden Arbeitspflicht befreit wird.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  13. Hallo, wieviel Urlaub steht mir für das Jahr 2016 zu, wenn ich beim Arbeitgeber a) von Januar bis September gearbeitet habe und 1 Woche Urlaub hatte. Ab Oktober 2016 wechselte ich zu Arbeitgeber b). Ich arbeite zwei Tage in der Woche. Wieviel Urlaub steht mir bei Arbeitgeber b) zu?
    Viele Grüße Anschie1000

    Gefällt mir

    • Hallo Frau Anschie,

      bitte wenden Sie sich mit dieser Frage an die Arbeitsrechts-Hotline des Bundeministeriums für Arbeit und Soziales. Die Hotline erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  14. Wie sieht das eigentlich bei kurzfristig Beschäftigten aus. Wie läuft da die Berechnung? da gibt es ja überhaupt keine Regelmäßigkeit, zumindest bei uns.
    max. 50 Tage im Jahr, aber sehr unregelmäßig, je nach Arbeitsanfall (Landwirtschaft)

    Gefällt mir

    • Hallo Uli,

      urlaubsrechtlich werden kurzfristig Beschäftigte, obwohl auch sie dem Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) unterfallen, regelmäßig die 6-monatige Wartezeit nicht erfüllen. Ihnen steht jedoch ein Teilurlaubsanspruch nach § 5 Abs. 1b BUrlG zu. Demnach müsste Ihnen Ihr Arbeitgeber für jeden vollen Beschäftigungsmonat 1/12 des Ihres tariflich bzw. vertraglich zustehenden Jahresurlaubs gewähren.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  15. Pingback: Auch Minijobber haben ein Recht auf Urlaub | Die Minijob-Zentrale

  16. Bitte dringend um Rat, vom 1.September bis 31.Dezember 2016 habe ich als Reinigungskraft gearbeitet, bzw. bin noch im Arbeitsverhältnis. Da ich in der Probezeit leider 7 Tage krank geworden bin, wurde mir gekündigt, man hat dass so formuliert, „es passt nicht“. Meine Frage, bei der Fa. werden 28 Tage Jahresurlaub gewährt, außerdem habe ich eine Schwerbehinderung von 50%, da wird anteilig auch ein Urlaubsanspruch greifen. Wie ist die genaue Berechnung, nach meiner Kenntnis ist es so : 28 :12 x 5 = 12 Tage (aufgerundet) Plus 2 Tage Schwerbehinderung, IST DASS RICHTIG ? Bitte eine schnelle Antwort

    Gefällt mir

    • Hallo Frau Karstens,

      gemäß § 125 Sozialgesetzbuch Neuntes Buch haben schwerbehinderte Arbeitnehmer mit einem GdB von 50 einen Anspruch auf Zusatzurlaub. Bei einer 5-Tage-Arbeitswoche beträgt der Zusatzurlaub 5 Arbeitstage. Den Anspruch auf den Zusatzurlaub müssen Beschäftigte beim Arbeitgeber – am besten schriftlich unter Vorlage einer Kopie des Schwerbehindertenausweises – geltend machen. Die Urlaubstage treten zu dem Mindesturlaubsanspruch hinzu, den wir im obigen Blog-Beitrag bereits erläutern. Verteilt sich die Arbeitszeit des schwerbehinderten Arbeitnehmers auf mehr oder weniger als 5 Arbeitstage in der Woche, erhöht oder vermindert sich der Zusatzurlaub entsprechend. Der volle Urlaubsanspruch wird jedoch erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben.
      Unter der Voraussetzung, dass Sie an 5 Tagen in der Woche beschäftigt sind und andere Arbeitnehmer in ihrem Betrieb 28 Tage Jahresurlaub erhalten, würde ihr Urlaubsanspruch (28 Urlaubstage : 12 Kalendermonate x 4 Kalendermonate) 9,33 Tage ergeben. Nach § 5 Absatz 2 Bundesurlaubsgesetz sind Bruchteile von Urlaubstagen, die mindestens einen halben Tag ergeben, auf volle Urlaubstage aufzurunden. Hinzu käme dann noch der Anspruch auf Zusatzurlaub.
      Weitergehende Auskünfte können Sie beim Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales erhalten. Unter der Telefonnummer 030 221 911 006 erreichen Sie Kollegen, die Ihre spezifische Fragen zu schwerbehinderten Arbeitnehmern genau beantworten können.

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  17. Meine Putzfrau ist seit Mitte September 2016 alle 2 Wochen für 4 Stunden bei mir.
    Umgerechnet auf ein volles Jahr komme ich auf 2 Tage Urlaub ab 2017, richtig?
    Aber wieviel Urlaubsanspruch hat sie 2016?

    Gefällt mir

    • Hallo Gabi,

      für 2017 haben Sie richtig gerechnet. Wenn Ihre Putzfrau alle zwei Wochen einen Arbeitseinsatz bei Ihnen hat, arbeitet sie praktisch 0,5 Arbeitstage pro Woche. Wandelt man die oben genannte Urlaubsformel um (0,5 x 24 : 6 = 2), ergibt sich ein Urlaubsanspruch von zwei Tagen im Jahr. Für das Jahr 2016 gelten andere rechtliche Bestimmungen: Der volle gesetzliche Urlaubsanspruch wird gemäß § 4 Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben. Vor Ablauf von sechs Monaten haben Beschäftigte einen Anspruch auf Teilurlaub. Für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses müsste Ihre Putzhilfe dann 1/12 Ihres vollen Jahresurlaubs erhalten. Aus § 5 BUrlG ergibt sich, dass Sie für jeden vollen Monat des Arbeitsverhältnisses einen Anspruch auf 1/12 des Jahresurlaubs haben. Hierbei sind Bruchteile, die mindestens 0,5 ergeben, aufzurunden. Im Jahr 2016 besteht das Arbeitsverhältnis vier Monate. Somit hat Ihre Haushaltshilfe gerundet einen Anspruch auf 1 Urlaubstag (4 Monate x 1/12 x 2 = 0,67).

      Liebe Grüße
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

      Gefällt mir

  18. Guten Tag an alle hier im Jet,
    zu meinem persönlichen Status,
    arbeite seit 16 Monate alls Minijober , jede 2 Woche regelmäßig 5 tage a.5 Std.
    im Monat 53 Stunde
    hatte noch kein Urlaub beansprucht
    auch kein Tag krank gewessen
    leiste auch Überstunden im Monat von zusätzlich 10 stunden
    bei Ansprache AG über urlaub oder Ausgleich an Geld erfolgt keine Reaktion
    Rechnerrisch liege ich unter dem Mindestlohn
    Welche rechtlichen Möglichkeiten habe ich meine Forderrungen beim AG durch zusetzen

    Gefällt mir

  19. Hallo Rudi, hallo Ottilie,

    schön dass Sie sich so aktiv einbringen!

    Wie genau Sie die Pauschalabgaben berechnen, erklären wir auf unserer Homepage. Hierzu haben wir auch verschiedene Hilfsrechner für unsere Arbeitgeber bereit gestellt, die Sie über folgenden Link aufrufen können:

    http://www.minijob-zentrale.de/DE/Service/03_service_rechte_navigation/Tools/node.html

    Weitere Hinweise zum Thema Arbeitsrecht entnehmen Sie bitte unserer folgenden Broschüre, die wir frisch aktualisiert haben http://www.minijob-zentrale.de/DE/Service/03_service_rechte_navigation/DownloadCenter/1_Broschueren_und_Info_Blaetter/1_gewerblich/11_19913_Arbeitsrecht.pdf?__blob=publicationFile&v=2.

    Gefällt mir

  20. Hallo,
    ich bin selber AG und beschäftige einige Minijobber, die mir eine individuell vereinbarte Anzahl an Arbeitsstunden/ Woche schulden und ich ihnen im Gengenzug einen verreinbarten Monatslohn. Der zugrunde liegende Studenenlohn liegt (über das Jahr gemittelt) deutlich über dem Mindestlohn, schwankt jedoch von Monat zu Monat durch die Verschiebung der Wochen.
    Der Urlaubsanspruch von 30 Tagen bei einer 5-Tage-Woche lässt sich bei den Minijobbern, die einen festen Arbeitstag haben leicht berechnen. Ebenso der Anspruch auf Lohnfortzahlung an Feiertagen.
    Ein Problem habe ich jedoch mit den Minijobbern, die dankenbswerter Weise so flexibel sind, dass ich sie dort einplanen kann, wo ich Bedarf habe.
    Ist es gerecht, fair und gesetzeskonform, wenn ich die „Arbeitsschuld“ gleichmäßig auf 5 Arbeitstage verteile, der Urlaubsanspruch die vollen 30 Tage beträgt und ein Feiertag die „Arbeitschuld“ um 1/5 der Wochenarbeitszeit reduziert?
    Für eine fundierte Antwort (und etwas weniger „…Arbieter, du wirst ausgebeutet…“) wäre ich dankbar.

    Gefällt mir

    • Sehe ich das richtig. Angenommen die die flexibel sind erhalten als Beispiel 450,00 € Festlohn für Beispiel durchschnittlich 52,5 Std (8,57 €/Std.). im Monat.
      52,5 Std x 3 Monate / 13 Wochen ergibt einen Wochendurchschnitt von 12,1153 / 5 Arbeitstage = 2,423 Std. pro Tag die der Arbeitnehmer an Feiertagen bezahlt bekommt und auch im Krankheitsfall bezahlt bekommt.
      D.h. wenn der Mitarbeiter einen Tag krank ist oder ein Feiertag hinzu kommt minimiert sich seine Arbeitszeit im Monat um 2,423 Std. wobei hier immer nach oben gerundet wird. Dies ist eine variante der Berechnung.
      Zweites Beispiel der Arbeitnehmer bekommt einen Festlohn von 450,00 € und ist Bsp. krank vom 01.01.-15.01. so kann die Lohnfortzahlung wie folgt berechnet werden.
      450,00 € / 30 Tage x 15 = 225,00 € / 8,57 € = 26,25 Std. Lohnfortzahlung.
      Beide varianten sind lt. Lohnfortzahlung zulässig. Allerdings sollte dies auch bei flexiblen Arbeitskräften immer genau so im Vertrag stehen. Der Arbeitgeber ist jedoch bei flexiblen Verträgen an ein Minimum an Stunden pro Woche gebunden, d.h. diese muß er genau angeben und bezahlen auch wenn keine Arbeit vorhanden ist.

      Gefällt mir

  21. @ Achim: Hier noch eine Info zur Berechnung des Entgelts bei flexiblen Arbeitszeiten: Das während des Urlaubs zu zahlende Entgelt bemisst sich nach dem durchschnittlichen Arbeitsverdienst, den der Arbeitnehmer in den letzten 13 Wochen vor dem Beginn des Urlaubs erhalten hat, mit Ausnahme des zusätzlich für Überstunden gezahlten Arbeitsverdienstes.

    Gefällt mir

  22. Ottilie hat nicht gesagt, dass sie finanziell keine Wünsche mehr hat. Ich habe auch zwei Jobs, eine Teilzeitarbeit und einen auf geringfügig. Den letzteren hatte ich schon als meine Kinder noch klein waren, später als sie etwa 10 Jahre waren, habe ih dann noch den Teilzeitjob dazu genommen. Den Minijob habe ich behalten, weil ich meinen dortigen Arbeitgegeber nicht hängen lassen wollte. Und es hat bis heute funktioniert. Was Ottilie sagen wollte, ist, die Minijober bekommen die 8,50 bar auf die Hand. Die Teilzeitkräfte haben bei Lohnsteuerklsse 5 Abzüge ohne Ende, so dass sie nicht mal 50% vom Bruttolohn rausbekommen.

    Gefällt mir

    • Das ist richtig, Teilzeitkräfte haben weniger netto in der Tasche als Minijobber. Deshalb gibt es ja auch die Grenze von 450 Euro. Alles, was darüber verdient wird, wird fast alles von Lohnsteuer, Krankenkasse und Rentenversicherung „aufgefressen“. Aber man darf auch nicht vergessen, dass Teilzeitkräfte, die in Lohnsteuerklasse 5 sind, meistens noch einen Verdiener in der Familie haben, der in Lohnsteuerklasse 3 ist. Und bei der Einkommensteuererklärung werden beide dann mit 4 abgerechnet. Der mit 3 zahlt drauf, der mit 5 bekommt zurück.
      Auch ich hatte einen Teilzeitjob mit 13 Euro brutto die Stunde, und bekam 7,50 Euro netto raus. Aber es war nicht bei 450 Euro Schluss, ich durfte ja mehr verdienen. Und meine RV bekam auch einen Anteil, den man mit dem von Minijobbern nicht vergleichen kann. Also tue ich ja auch viel mehr für meine Rente. nebenbei bemerkt, wird auch Arbeitslosengeld bezahlt, und man erwirbt nach einiger Zeit einen Anspruch daraus.
      Ich denke, man darf Minijobs nicht mit Teilzeitjobs vergleichen. Das geht nicht.

      Gefällt mir

      • Volle Zustimmung, Tastenflitzer. Was unsere werten Mitstreiter/-innen trotz ihres Blicks für das Große und Ganze oft übersehen ist, dass Minijobs _immer_ die Billig-Variante sind, für die sich AGs entscheiden, wenn sie kein Geld für dauerhafte Arbeitsverhältnisse und die damit verbundenen Sicherheiten für AN ausgeben, aber deren KnowHow abgreifen wollen. Nur die Dummen lassen sich von der Brutto-für-Netto-Formel verblenden. Spätestens beim Rentenantrag werden ihnen die Augen aufgehen.

        Gefällt mir

      • Achim, da stimme ich Dir nicht zu. Was ist besser 6 Monate volles Gehalt und danach Arbeitslos oder zu wissen das nicht mehr geht. Es steht doch jedem frei, was für einen Job er ausübt oder nicht. „Steht der Arbeitgeber mit der Pistole vor Dir und sagt du musst dafür arbeiten“. Sind wir nicht alle Erwachsen und wissen auf was wir uns einlassen? Der Arbeitgeber ist doch nicht für alles verantwortlich. Ja ich bin für Rechte für Arbeitnehmer aber ich bin auch Erwachsen und habe nicht nur Rechte sondern auch Pflichten.

        Gefällt mir

  23. Ich selbst bin auch geringfügig Beschäftigt und ja ich bekomme Urlaub und ich arbeite auf Abruf. Deshalb bin ich Minijober und als Aushilfe beschäftigt.
    Ich arbeite in der Buchhaltung und kann über unser Gesetz nur den Kopf schütteln, den ich bekomme Brutto für Netto.
    Anders in meiner Teilzeitbeschäftigung dort liege ich Netto nicht mal bei 8,50 €. Man schiebt immer alles auf den AG aber mit den Nebenkosten eines Arbeitgebers und woher das Geld kommt befasst sich niemand. Ein Minijober mit 8,50 kostet den Arbeitgeber pro Stunde durchschnittlich 16,00 € einschließlich Urlaub Krankheit, Verwaltung etc.
    Bitte wer sagt das der Arbeitgeber schuld ist, seht ihr immer nur das was Eure Augen zeigen? Ich sehe mehr und sage jeder einzelne Angestellte sollte mal selbständig sein und sehen was ein Mittelständer in der Tasche hat.
    Ich bin Arbeitgeber freundlich weil ich mehr sehe als nur meinen Lohn. Höhere Löhne führen zu höheren Mieten, höhere Lebenskosten und 200,00 Brutto mehr Lohn für mich sind gerade mal 80,00 Netto und 120,00 für den Staat.
    Man Leute wacht mal auf wir Leben nicht von Daimler, VW und den großen wir leben vom Mittelstand. Helft lieber die Abgaben zu senken das hilft euch mehr.

    Gefällt mir

    • @Ottilie: Schön, dass ihr Arbeitgeber Sie so vergütet, dass bei Ihnen finanziell keine Wünsche mehr offen bleiben. Warum haben Sie jetzt nochmal _zwei_ Jobs (Teilzeit mit weniger als 8,50 EUR / Stunde zzgl. der genannten geringfügigen Beschäftigung)? Das erschließt sich mir noch nicht so ganz…

      Gefällt mir

      • Ist ganz einfach Teilzeitstelle mit 28 Stunden Woche und Steuerklasse 5 bleibt nix übrig aber gut für die Rente
        Minijob 450,00 € Brutto für Netto. Somit habe ich mehr Netto in der Tasche dafür aber auch etwas weniger Rente

        Gefällt mir

    • Zu Punkt 1) Also dass ein Minijobber, der 8,50 Euro brutto für netto bekommt, den AG 16,00 Euro/Stunde kostet, stimmt nicht. Folgende Nebenkosten muss ein AG zahlen, nachzulesen unter „pauschale Abgaben“: 13% KV, 15% RV, 2% Steuern, 0,7% U1, 0,24% U2, Insolvenzgeldumlage 0,15%. Macht zusammen 31,09% Lohnnebenkosten. Das sind bei 8,50 Euro Stundenlohn 2,64 Euro pro Stunde. Dem AG kostest du also 11,14 Euro pro Stunde. Jetzt kommt noch dein Urlaub dazu, (Beispiel für 52 Std/Monat=450 Euro/Monat): Dein AG zahlt jeden Monat für 52 Stunden Arbeit 11,14 Euro inkl. Nebenkosten = 579,28 Euro/Monat x 12 = 6951,36 Euro/Jahr, du arbeitest aber nur 11×52 Std. (weil 1 Monat Urlaub) = 572 Std., 6951,36 Euro/11 = 631,94 Euro/Monat / 52 Std./Monat = 12,15 Euro/Stunde.

      Also 12,51 Euro/Stunde, und nicht 16,00 Euro! Eventuell kommen noch Kosten hinzu, die ein Steuerberater für die Erstellung der Abrechnung verlangt, dass kann ein AG aber auch selbst erledigen, ist nicht schwer.
      Zum Arbeitsausfall wegen Krankheit: Der AG kann sich bei der Minijobzentrale 80% der Krankheitskosten erstatten lassen. Also muss er definitiv nur 20% selbst bezahlen. Bitte nachlesen unter Arbeitgeberversicherung, diese ist enthalten in der U1. (Die U2 ist die Umlage für Schwangerschaften.)

      Gefällt mir

      • Komischer Arbeitgeber der keine Miete fürs Gebäude bezahlt, Strom Wasser Verwaltungskosten Urlaub Krankheit, das kostet und wird von jedem Unternehmen auf die Mitarbeiterkosten umgelegt.
        Übrigens hat die IHK Stuttgart eine Seminar zum Thema Mindestlohn angeboten. Nach Aufschlüsselung der Kosten kamen diese pro Stunde auf 15,67 €.
        Deine Berechnung ist insoweit korrekt. Aber nicht jeder Arbeitgeber bekommt 80 % zurück das sind nur Kleinbetriebe bis max. 30 AN und nur die vom Nettolohn nicht das Arbeitgeber Brutto das trägt er weiter.

        Gefällt mir

    • zu Punkt 2) Wenn du von 200 Euro brutto Lohnerhöhung nur 80 Euro netto hast, zahlst du mehr als 50% Steuern?? Das wäre eine sehr schlechte Lohnsteuerklasse, aber auch hier würdest du spätestens mit deiner Einkommensteuererklärung einen Teil zurück bekommen. Da würde ich an deiner Stelle mal ganz genau hinschauen, ob das alles so richtig ist.

      Gefällt mir

      • Lohnsteuerklasse 5 die Abrechnung ist korrekt.
        Als Familie bekommt man fast nix zurück. Dafür sind ja Lohnsteuerklassen da. Wäre ich und mein Mann nicht verheiratet hätten wir zusammen mehr Netto in der Tasche.

        Gefällt mir

  24. @ Team der Minijobzentrale: Wie wäre es, wenn die Minijobzentrale einfach mal die AG schriftlich darüber informiert, dass die AN Anspruch auf Urlaub haben? Oder mal das Merkblatt zum Arbeitsrecht zuschicken. Ich glaube nämlich, dass viele AG aus allen Wolken fallen, und gar nicht wissen, welche Pflichten sie eigentlich haben.

    Gefällt mir

    • Ein rückwirkender, nicht verfallbarer Anspruch der Arbeitnehmer/-innen auf Erstattung von zu wenig bezahlter Vergütung auch _nach_ dem Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis mit einer jährlichen Verzinsung von 5% über dem Basiszinssatz sollte das Problem schnell lösen. Vielleicht kann das mal einer politisch auf den Weg bringen.

      Gefällt mir

    • Hallo Tastenflitzer,

      vielen Dank für Ihren Hinweis. Als Minijob-Zentrale informieren wir alle neuen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in unseren Begrüßungsschreiben auch über die Arbeitsrechte. Auch sonst weisen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten immer wieder auf die bestehenden Rechte hin und informieren seit geraumer Zeit mit einer Broschüre zu diesem Thema.

      Falls Sie Anregungen haben, wie wir als Minijob-Zentrale hier anderweitig tätig werden könnten, so würden wir uns sehr darüber freuen, wenn Sie uns diese mitteilen.

      Gefällt mir

  25. @ Personalfachkraft: Das ist genau der Punkt, der mich so ärgert. Wer seine Rechte kennt und darauf besteht, wird entlassen. Denn es warten ja noch genug andere, die sich alles gefallen lassen und nichts sagen. Also wird sich auch nichts ändern. Aber ich verstehe alle, die darauf angewiesen sind, und es sich nicht leisten können, ihre Rechte durchzusetzen. Die Minijobzentrale macht es sich da einfach, sie gibt uns die Regeln und Gesetze an die Hand, nach dem Motto, macht was draus. Die Realität sieht anders aus, wie so oft. Selbst jetzt, nach Einführung des Mindestlohns und dem erforderlichen Nachweis der Arbeitszeiterfassung wird überall gemauschelt. Der schriftliche Nachweis wird in vielen Fällen vom AG ausgefüllt und der AN muss unterschreiben, wenn nicht kann er gehen.

    Gefällt mir

  26. Zum Punkt Teilurlaub, um das ganze zu verdeutlichen:

    Interessant (und das wissen sehr wenige bzw. in der Praxis oft „bewusst“ falsch) ist, dass auch bei Eintritt mitten im Jahr , bspw. April, und nach 6 Monate Wartezeit, der AN vollen Anspruch auf Urlaub hat.

    Gefällt mir

        • o.k. dann habe ich dein Beispiel falsch verstanden, weil du geschrieben hattest, dass man bei Eintritt mitten im Jahr _vollen_ Urlaubsanspruch hat. Bei Eintritt mitten im Jahr wird der Urlaub natürlich anteilig berechnet. Wenn man also am 01.03. anfängt, hat man nach 6 Monaten Wartezeit am 01.09. erst einmal Anspruch auf 2 Wochen Urlaub, oder bzw. wenn das Arbeitsverhältnis fortbesteht am 31.12. Anspruch auf 3 Wochen. Volle 4 Wochen bekommt jemand, der vom 01.01.-31.12. gearbeitet hat.

          Gefällt mir

      • Hallo, ne eben nicht. Soweit ich das mal von einem Rechtsanwalt beim Seminar gelernt habe, hat man tatsächlich vollen Urlaubsanspruch, also 4 Wochen; vorausgesetzt eben 6 Monate Wartezeit. Ich lasse mich aber gerne des besseren belehren.

        Gefällt mir

        • Hallo Berardi, wenn das so wäre, hätte jeder, der beispielsweise am 01.12.2015 ein neues Arbeitsverhältnis anfängt nach 6 Monaten Wartezeit 4 Wochen Urlaub aus 2015. Nee…. „Für jeden vollen Monat der Beschäftigung hat man Anspruch auf 1/12 Jahresurlaub“. Also bei einer 6 Tage Woche = 24 Tage Jahresurlaub / 12 = 2 Tage pro Beschäftigungsmonat.

          Gefällt mir

      • Hi Tastenflitzer, jedoch ist das Kalenderjahr bereits vorbei, somit hat er die Wartezeit im Kalenderjahr 2015 nicht erfüllt bzw. nicht erfüllen können, um den vollen Urlaubsanspruch erwerben zu können. In 2015 wird, wie Du schon sagst, ganz klar gezwölftet.

        Tritt aber ein AN am 01.05.2015 ein, hat er ab dem 01.11.2015 vollen Urlaubsanspruch.

        Die Begründung ist einfach die, weil im BUrlG nichts anderes steht als das man „lediglich“ nach 6 monatigen Bestehen des Arbeitsverh. den vollen Urlaubsanspruch erwirbt. Laut § 5 (1) a wird nur gezwöfltet, wenn die Wartezeit nicht erfüllt wird.

        Gefällt mir

        • Hi Berardi, ist tatsächlich etwas kompliziert. Ich versuche es nochmal anders zu erklären.
          Mit „voller“ Urlaubsanspruch ist nicht generell gemeint, dass es sich um 4 Wochen handelt. Wenn ich z.B. am 01.03.2015 anfange, beträgt mein „voller“ Urlaubsanspruch für 2015 nicht 4 Wochen, sondern anteilig 3 Wochen. Das ist mein voller Urlaubsanspruch für 2015, den ich nach der Wartezeit nehmen kann. Ich kann also am 01.09.2015 für 3 Wochen in Urlaub gehen, obwohl das Jahr noch nicht rum ist.
          Die Wartezeit ist in einem Beschäftigungsverhältnis nur einmal zu erfüllen. In den Folgejahren steht dem Arbeitnehmer in jedem neuen Kalenderjahr der volle Jahresurlaub bereits am Jahresanfang zu.
          Ich meine, es ist doch logisch, dass die AN, die später im Jahr beginnen, nicht volle 4 Wochen Urlaub kriegen können, das wäre eine Ungleichbehandlung allen anderen gegenüber.

          Gefällt mir

      • Guten Morgen Tastenflitzer, ich bin ja eigentlich auch Deiner Meinung, aber, und da waren wir alle beim Seminar verwundert, weil es eben nicht viele wissen, es ist tatsächlich so, dass man vollen Urlaubsanspruch erwirbt. Nach Deiner und meiner bisherigen „Logik“ hätte ein Arbeitnehmer beim Ausscheiden in der zweiten Jahreshältfte ja auch nur einen anteiligen Anspruch; lt. Gesetz Pustekuchen: auch hier vollen Urlaubsanspruch, und das vier Wochen!
        Um Doppelansprüche zu vermeiden, sollte der neue Arbeitgeber eine Urlaubsbescheinigung vom alten Arbeitgeber vorgelegt bekommen. Aber wie unser Dozent (RA) meinte: Praxis und Theorie sind 2 verschiedene Welten.
        Des Weiteren ist arbeits- und tarifvertraglich möglich, abweichendes festzulegen, z.B. dass man in allen unterjährigen Ein-/Austritten gezwölftet wird.

        Gefällt mir

  27. Ich hatte auch nie feste Arbeitstage…immer auf Abruf, jetzt zwei Minijobs nebeneinander, jeder für sich nur entweder auf Abruf oder pauschal entlohnt. Keiner war so richtig für Urlaub zuständig. Die Minijobzentrale konnte mir bei der Berechnung nicht helfen. Andere bekommen frei, ich hab halt frei, wenn man mich nicht braucht. Aber ich verdiene dann auch kein Geld, wo andere weiter bezahlt werden. Jetzt bei der Pauschale ist der Urlaub halt mit drin, ich muß nur Bescheid sagen, daß ich weg bin, daß jemand mich vertreten kann. Sehr netter AG, egal wie lange und wie oft ich Urlaub habe. Ich richte mich halt nach meinem Mann. Wir können ja auch nicht immer wegfahren, also kann ich auch Dienst machen. Aber eine echte Regelung ist nicht möglich – alles Schönrederei von wegen Anspruch und so. Wie soll man das berechnen? Dann dürften solche Auf-Abruf-Verträge gar nicht existieren. Ist aber die Regel in der Gastronomie!

    Gefällt mir

    • Tärtigkeiten „Auf Abrif“ zählen doch eigentlich zum zu vergütenden „Bereitschaftsdienst“. Auch darüber machen sich die AG ganz bewußt _nie_ Gedanken. Wenn alle nur den Mund halten, wird das ewig so weitergehen. Selbst schuld.

      Gefällt mir

      • Du hast vollkommen Recht, man ist selbst schuld, sich das alles gefallen zu lassen. Aber wie soll sich das ändern? Stell dir vor, jeder AG zahlt was er zahlen muss, dann wird das Gejammer genauso laut wie jetzt mit dem Mindestlohn. Beispiel: Unsere Pizzeria hat jetzt die Preise erhöht, ich kenne den Besitzer und habe mal gefragt, weshalb. Antwort: Der Mindestlohn macht seine Mitarbeiter zu teuer. Er fährt einen dicken Benz und sieht immer aus als käme er gerade aus dem Urlaub, hat dazu auch noch ein Hotel, und ich glaube einfach nicht, dass er nicht auch mit etwas weniger Geld weiterhin gut leben könnte.
        So ist das auch mit uns Minijobbern, das Bisschen was wir verdienen, wird durch das Urlaubsgeld ja wohl nicht ins Unermessliche steigen. Aber die AG sind nicht bereit, ihre Einkünfte zu schmälern. Ich denke nicht, dass dadurch einer an die Armutsgrenze gelangt. Dagegen gibt es so viele Minijobber, die mit ihrem „normalen“ Job nicht mehr über die Runden kommen. Und die sind eben nicht in der Lage, sich zu wehren. Das nutzen die AG schamlos aus.

        Gefällt mir

    • Meine Meinung: Wenn du pro Monat 2 Tage arbeitest, hast du Anspruch auf 2 bezahlte Urlaubstage im Jahr, was ja in deinem Fall, wenn du also einmal wegen Urlaub nicht arbeitest auch wieder 4 Wochen Urlaub entspricht.

      Gefällt mir

      • dann müßte sie aber das Geld ausgezahlt bekommen. Ansonsten könnte der AG sagen: Mädel, du hast die nächsten 2 Wochen Dienst ausnahmsweise am Stück und ich rechne das dann gleich als Urlaubstage ab, kannst zuhause bleiben. Das ist doch alles schizophren.

        Gefällt mir

    • Hallo KarinR,

      wenn Ihre Arbeitszeit nicht regelmäßig auf eine Woche verteilt ist, wird als Berechnungsgrundlage Ihrer Urlaubstage nicht Ihre Wochenarbeitszeit, sondern Ihre Jahresarbeitszeit herangezogen.

      Die maßgebliche Formel lautet:

      Die gesetzlich/tariflich festgelegte Urlaubsdauer bei Vollzeitbeschäftigung multipliziert mit Ihren individuellen Arbeitstagen im Jahr dividiert durch die Jahreswerktage (oder Jahresarbeitstage) ergibt Ihre individuellen Urlaubstage.

      Gefällt mir

  28. Diese gesetzliche Regelung ist fast keinem Arbeitgeber geläufig – oder sie wollen es nicht wissen! Egal ob Urlaub oder Feiertage, die meisten Minijobber bekommen nur Geld, wenn sie auch wirklich gearbeitet haben. Besonders bei flexiblen Arbeitszeiten, wenn die wöchentliche Arbeitszeit bzw. keine festen Arbeitstage festgelegt sind. Diese Erfahrung habe ich schon mehrfach gemacht. Wer nicht arbeitet, bekommt kein Geld. Wenn ein Feiertag ist, wird nichts gezahlt. Wer z.B. 10 Stunden/Woche arbeitet, aber keine festen Tage vereinbart hat, wird an einem Feiertag nicht bezahlt. Hier gibt es gesetzlich noch viel zu verbessern, die Arbeitgeber müssten da viel mehr kontrolliert werden.

    Gefällt mir

      • Habe einige solcher „Minijobs“ hinter mir, bei dem letzten habe ich dann geklagt und Recht bekommen, er musste zahlen. Nachteil: Er verbreitet jetzt Lügen über mich. Man steht alleine da und kann nichts machen. Eigentlich ging es mir bei der Klage nicht ums Geld, ich dachte, der Richter würde sich den AG mal vornehmen, schließlich handelt er gesetzeswidrig. Aber das interessiert die nicht. Auch die Minijobzentrale hilft einem da nicht weiter. Obwohl ich das dort mitgeteilt habe, kümmern die sich auch nicht um solche AG, dass die mal zur Rechenschaft gezogen werden.

        Gefällt mir

      • Ja es macht so gut wie keiner….das ist das Los der Minijobber….wenn man auf sein Recht pocht wird man entlassen und der nächste kommt und arbeitet ohne Urlaub und ohne Lohnfortzahlung im Krankheitsfall usw.

        Gefällt mir

    • @Tastenflitzer: Du hast Dein Problem schon selbst notiert: …“Wer… keine festen Tage vereinbart hat, …“. Wenn kein fester Tag vereinbart ist, gibts auch kein Geld. Nur wenn normalerweise an diesem Feiertag gearbeitet würde, besteht ein Ausgleichsanspruch. Selbiges gilt für den Abzug von Urlaubstagen.

      @Lenna: Die Arbeitgeber _wollen_ sich nicht daran halten. Das hat reine Ersparnis-Gründe. Witzigerweise wissen sie immer sehr exakt, was sie vom Arbeitnehmer beanspruchen dürfen, aber meistens nicht, was sie geben müssen. Das hat Methode.

      Beispiel zur Berechnung der Ansprüche:
      Wer jeden Montag arbeitet und somit einen gesetzlich verbrieften Mindest-Jahres-Urlaubsanspruch von 4 Arbeitstagen hat, der bekommt natürlich für jeden Montag (!), an dem er frei machen darf, einen bezahlten Urlaubstag abgezogen. Für alle freien Dienstage und anderen Wochentage wird natürlich entsprechend nichts abgezogen.
      Und:
      Sollte ein gesetzlicher Feiertag auf einen Montag fallen, so ist dieser ebenfalls zu vergüten. Sollte am Feiertag trotzdem gearbeitet werden, ist der Feiertag auszugleichen (entweder mit mehr Geld oder z.B. einem bezahlten freien Arbeitstag zu einem anderen Datum).
      Diese regelung ist doch eigentlich ganz einfach.

      Gefällt mir

      • Es stimmt nicht, dass nur diejenigen Urlaubsanspruch haben, bei denen feste Arbeitstage vereinbart sind. Bei flexiblen Einsatzzeiten wird der Durchschnitt eines zurückliegenden Zeitraums (müsste ich jetzt nachlesen, ob von 3 Monaten oder länger) herangezogen. Somit kommt man auf eine Wochenarbeitszeit, die für den Urlaubsanspruch als Berechnungsgrundlage dient.

        Gefällt mir

        • Ja, das ist ein bisschen kompliziert. Aber ich weiß es deshalb so genau, weil es nämlich in meinem Fall so war, als ich gegen einen AG geklagt habe. Man hat auch rückwirkend Anspruch auf die Zahlung des Urlaubs, so weit ich weiß sogar 2 Jahre. Also immer schön die Stundenzettel aufheben……

          Gefällt mir

  29. „Bei einer anderen Verteilung der wöchentlichen Arbeitszeit als auf fünf Tage pro Woche erhöht oder vermindert sich der Urlaubsanspruch entsprechend.“ – Die fünf Tage in sechs Tage ändern, und ich bin zufrieden :) Bei der Berechnung stehts wieder richtig

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s