Steuerermäßigung bei Aufwendungen für Minijobs im Privathaushalt

Einkommensteuererklärung - © M. Schuppich / Fotolia.comBei Minijobs in privaten Haushalten gelten für Arbeitgeber besonders günstige Bedingungen. Sie können nicht nur Steuern sparen, sondern zahlen für Minijobs in Privathaushalten auch niedrigere Pauschalbeiträge zur Sozialversicherung als bei vergleichbaren Beschäftigungen im gewerblichen Bereich.

Nach Ablauf eines Kalenderjahres erhält der Arbeitgeber von der Minijob-Zentrale automatisch  eine Bescheinigung über die gezahlten Aufwendungen für die Haushaltshilfe des Vorjahres. Die Bescheinigung dient als Nachweis gegenüber dem Finanzamt bei der Einkommensteuererklärung.

Hinweis für Arbeitgeber: Beträge, die im Vorjahr an den Arbeitgeber einer Haushaltshilfe, zum Beispiel für eine Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, erstattet wurden, sind bei der Einkommensteuererklärung abzuziehen. Darauf weist die Finanzverwaltung ausdrücklich hin.

Die Steuerermäßigung bei Aufwendungen für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse  gilt nicht für Betriebsausgaben, Werbungskosten oder außergewöhnliche Belastungen.

Hinweis für Minijobber: Minijobber in Privathaushalten erhalten eine Bescheinigung für selbst gezahlte Rentenversicherungsbeiträge. Diese können bei der Einkommenssteuererklärung in Bezug auf Vorsorgeaufwendungen angegeben werden.

Weitere Informationen zu den Vorteilen der Anmeldung erhalten Sie auf www.minijob-zentrale.de und www.haushaltsjob-boerse.de

5 Kommentare zu “Steuerermäßigung bei Aufwendungen für Minijobs im Privathaushalt

  1. Ich empfinde es als klare Diskriminierung und Täuschung von Steuerzahlern, welche ihre dringend benötigte Haushaltshilfe per Minijob beschäftigen, wenn nicht der gesamte Minijob steuerlich gleich bei der Steuerermäßigung Berücksichtigung findet wie andere haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse; z.Bsp im Fall meiner 90+ jährigen Mutter mit gesamten Aufwendungen von 5000€ für eine Minijob Beschäftigung, werden nur 2500,- berücksichtigt (! ) bzw. sind maximal 510€ als Steuerermäßigung abzugsfähig ; wohingegend Aufwendungen für andere haushaltsnahe Beschäftigungsverhälnisse mit 20% der Aufwendungen, und maximal bis zu 4000€ abzugsfähig sind. Das macht eine Ungleichbehandlung mit Faktor 1 zu 2 !

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  2. Eine durch Hausbesitz EkSt-pflichtige Minijoberin fragt an, ob sie Ihre Bezüge durch den Minjob bei der EkSt als Einnahme angeben muß.

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    • Hallo Herr von Schmieden,

      ob das Arbeitsentgelt aus dem Minijob bei der Einkommensteuer angegeben werden muss, ist abhängig davon, ob die Lohnsteuer pauschal oder nach den individuellen Lohnsteuerabzugsmerkmalen der Minijobberin erhoben wird.

      Hat der Arbeitgeber für den Minijob die pauschale Lohnsteuererhebung gewählt, ist der pauschal versteuerte Arbeitslohn nicht bei der Einkommensteuerveranlagung der Minijobberin zu berücksichtigen.

      Sofern die Lohnsteuer vom Arbeitsentgelt nach den individuellen Lohnsteuerabzugsmerkmalen der Minijobberin erhoben wird, müssen die Bezüge bei der Einkommensteuer als Einnahme angegeben werden.

      Mehr Informationen zum Steuerrecht finden Sie auf unserer Homepage: https://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/01_mj_im_gewerblichen_bereich/18_steuerrecht/node.html

      Wir hoffen Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleiben

      mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  3. Von wem wird die Bescheinigung für die Minijobber ausgestellt? Muss ich die bei meinem Arbeitgeber (Privathaushalt) fordern oder gibt es die auf Antrag bei der Knappschaft? Wer muss aktiv werden.. ich oder der Arbeitgeber?

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