Neue Studie: Minijobber sind keine Arbeitnehmer zweiter Klasse

Den folgenden Radiobeitrag finden Sie auch hier im Audio-Format:

Schlecht ausgebildet, unzuverlässig und wählerisch: Dieses negative Bild haben viele vor Augen, wenn Sie an Putzfrauen, Babysitter oder Gartenhilfen denken. Doch sind diese Vorurteile gegen die rund 280.000 Minijobber, die in deutschen Haushalten Familien, Alleinerziehende und Singles unterstützen, berechtigt? Die Minijob-Zentrale wollte es wissen und hat Minijobber erstmals in einer Umfrage nach ihrer Lebenssituation und Motivation befragt. Dr. Erik Thomsen ist der Leiter der Minijob-Zentrale, mit dem ich jetzt über die Ergebnisse spreche.

Dr. Erik Thomsen, Leiter der Minijob-ZentraleHallo Herr Dr. Thomsen!

Guten Tag, ich grüße Sie!

Herr Dr. Thomsen, was ist dran an den Vorurteilen?

An diesen Vorurteilen ist eigentlich rein gar nichts dran. Wir haben bei unseren Befragungen festgestellt, dass über 80 Prozent aller Haushaltsjobber einen Berufsabschluss haben. Und wir haben darüber hinaus auch feststellen dürfen, dass rund 50 Prozent dieser Haushaltsjobber schon länger als fünf Jahre in den Haushalten tätig sind und das ist sicherlich ein großer Vertrauensbeweis der Arbeitgeber.

Und warum nehmen so viele einen Minijob im Privathaushalt an, trotz der negativen Klischees?

Der Hauptpunkt ist sicherlich das Geld, was man damit verdienen kann. Darüber hinaus aber auch die Freude an der Arbeit. Die Freude daran, anderen Familien helfen zu können.

Welches Umfrageergebnis hat Sie besonders überrascht?

Am meisten überrascht hat mich die hohe Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten in Privathaushalten, weil fast 95 % mit ihrer Arbeit zufrieden oder sogar sehr zufrieden sind.

Wie ist das zu erklären, denn Fenster putzen und Staub wischen, das macht den Wenigsten Spaß?

Das ist sicherlich richtig. Die genannten Tätigkeiten in der eigenen Wohnung machen sicherlich keinem Spaß. Es ist aber im Zusammenhang mit dem Geld und der Möglichkeit, anderen zu helfen, etwas ganz anderes und deshalb sind die Leute auch zufrieden.

Minijobber haben also Freude an ihrer Arbeit und wollen gebraucht werden. Herr Dr. Thomsen, wo kann ich eine motivierte und vertrauensvolle Haushaltshilfe finden? Haben Sie da einen Tipp für mich?

Da habe ich einen Tipp, nämlich unsere neue Haushaltsjobbörse. Die kann man unter www.haushaltsjob-boerse.de im Internet erreichen. Dort kann man kostenlos und bundesweit Anzeigen aufgeben, und zwar sowohl, wenn man eine Haushaltshilfe sucht als auch, wenn man selber in einem Haushalt arbeiten will.

Vielen Dank, Herr Dr. Thomsen, für das Gespräch!

Ich danke Ihnen auch.

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