Tag der Putzfrau – Wertschätzung und Dank

Den folgenden Radiobeitrag finden Sie auch hier im Audio-Format:

Sie sorgen für Glanz in jeder Hütte – und am 8. November wird es Zeit, ihnen einmal Danke zu sagen: den Putzfrauen. Denn Wertschätzung und Dank ist etwas, was Haushaltshilfen in ihrem Job nur selten erfahren. Dabei leisten sie wichtige Arbeit und sind für zahlreiche Familien, alleinerziehende Mütter oder auch Senioren ein echter Rückhalt. Und das sollte häufiger anerkannt werden – nicht nur am Tag der Putzfrau. Iris Mohr hat mit der Erfinderin dieses Gedenktages gesprochen.

Krimiautorin Gesine Schulz und Dr. Erik Thomsen

Krimiautorin Gesine Schulz und Dr. Erik Thomsen

Im Jahr 2004 hat die Kriminalautorin Gesine Schulz den Tag der Putzfrau ins Leben gerufen. Ihre Romanheldin Karo Rutkowsky ist Putzfrau und Privatdetektivin zugleich.

Gesine Schulz: „Ich kam bei einer Recherche für ein Buch zufällig auf eine Liste von Gedenktagen. Einige fand ich recht obskur, so den Tag des Butterbrotes. Und wenn man sich nur vorstellt, was wir ohne Putzfrauen wären – von Krankenhäusern über Privathaushalte bis hin zu Büros. Wenn man da einfach ein bisschen drüber nachdenkt, kann man nur sagen, ja, die verdienen auf jeden Fall einen Tag, an dem sie besondere Anerkennung finden.“

Eine besonders nette Art, seine Anerkennung zu zeigen, ist sie offiziell anzumelden, erklärt Dr. Erik Thomsen, Leiter der Minijob-Zentrale:

„Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Für die Haushaltshilfe dadurch, dass sie unfallversichert ist, dass sie, wenn sie angemeldet ist, Anspruch auf Urlaub und Lohnfortzahlung hat und Ansprüche in der Rentenversicherung erwirbt. Für den Arbeitgeber liegt der weitere Vorteil darin, dass er seine Aufwendungen steuerlich geltend machen kann.“

Aber nicht nur die Putzfrau, sondern auch die Nachbarstocher, die zum Babysitten kommt, muss offiziell angemeldet werden.

Dr. Thomsen: „Eine Haushaltshilfe muss immer dann angemeldet werden, wenn sie regelmäßig kommt und wenn sie kommt, um Geld zu verdienen, also wenn es sich nicht um eine Nachbarschaftsgefälligkeit handelt.“

Eine vertrauensvolle Hilfe zu finden, ist jedoch gar nicht so einfach. Wie kommen Arbeitgeber und Minijobber denn am besten zusammen?

„Ich kann mich bei der Haushaltsjob-Börse informieren. Das ist ein neues Dienstleistungsangebot der Minijob-Zentrale. Hier können Familien, die eine Haushaltshilfe suchen, Stellenanzeigen aufgeben und Menschen, die gerne im Privathaushalt arbeiten, Stellengesuche schalten.“

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter www.minijob-zentrale.de oder www.haushaltsjob-boerse.de.

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