Minijobs in den Semesterferien – was Studenten beim Jobben beachten sollten

Studenten - © goodluz / Fotolia.comIn den ersten Bundesländern, so auch in NRW, starten jetzt die Semesterferien. Viele Studenten nutzen die vorlesungsfreie Zeit, um sich etwas Geld zum Studium hinzuzuverdienen. Ob sie für ihre Beschäftigung Beiträge zu den verschiedenen Zweigen der Sozialversicherung zahlen müssen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Hier ein kurzer Überblick, was Studenten beachten sollten, wenn sie in den Ferien einen Minijob ausüben oder eine kurzfristige Beschäftigung annehmen:

Studenten, die einen Minijob ausüben, sind in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung versicherungsfrei, sie selbst müssen keine Beiträge zahlen. Hier führt der Arbeitgeber einen Pauschalbetrag für die Krankenversicherung und Steuer ab.

In der Rentenversicherung sind jedoch Studenten wie auch alle anderen Minijobber, die seit dem 1. Januar 2013 im 450-Euro-Job Geld hinzuverdienen versicherungspflichtig. Der Arbeitgeber zahlt dabei 15 Prozent des Bruttoverdienstes an die Rentenkasse, der Minijobber zahlt die Differenz-von zur Zeit 3,9 Prozent, bis zum vollen Beitragssatz der Rentenversicherung.

Je nachdem, ob Studenten als Minijobber im gewerblichen Bereich arbeiten oder einen Minijob im Privathaushalt ausüben, gelten hier für Arbeitgeber und Minijobber unterschiedliche Beitragsätze: Abgaben für gewerbliche 450-Euro Minijobs

Auf Antrag können sich Studenten auch von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Allerdings verliert man hierdurch einige Vorteile. Denn durch die Versicherungspflicht erwirbt der Student vollwertige Beitragszeiten, die u. a. zur Erfüllung der Anspruchsvoraussetzungen für eine Erwerbsminderungsrente erforderlich sind. Die Versicherungspflicht wirkt sich zudem rentensteigernd aus.

Kurzfristiger Minijob – der typische Ferienjob bei Studenten

Beliebt und am häufigsten ausgeübt sind die so genannten Semesterferien-Jobs. Meist sind diese Jobs kurzfristige Beschäftigungen. Das sind Beschäftigungen, die von vornherein auf nicht mehr als zwei Monate oder 50 Arbeitstage innerhalb eines Kalenderjahrs befristet sind und nicht berufsmäßig ausgeübt werden. Sie sind – auch für den Arbeitgeber – völlig frei von Sozialabgaben. Die Höhe des Verdiensts ist ohne Bedeutung. Kurzfristige Beschäftigungen zählen im Übrigen auch zu den Minijobs. Hier ist die Minijob-Zentrale der zentrale Ansprechpartner: Kurzfristiger Minijob

Vorsicht: BAföG-Kürzung droht

Beschäftigte Studenten mit einem Minijob müssen aber noch etwas beachten: Das BAföG wurde zum 1. Januar 2013 nicht angepasst! Bevor Studenten einen Nebenjob annehmen, sollten sie sich vom zuständigen BaföG-Amt ausrechnen lassen welches Einkommen anrechnungsfrei ist.

2 Kommentare zu “Minijobs in den Semesterferien – was Studenten beim Jobben beachten sollten

  1. Hallo Jan,
    in Österreich gibt es die Studienbeihilfe, die in etwa dem deutschen BaföG entspricht.
    Wie beim Bafög muss auch bei der Studienbeihilfe die Hinzuverdienstgrenze beachtet werden. Diese liegt aktuell bei 8.000 Euro und wird zum 1. Januar 2015 auf 10.000 Euro erhöht. Voraussetzung ist natürlich, dass du die Studienbeihilfe in Österreich in Anspruch nimmst.
    Weitere Informationen zur Studienbeihilfe in Österreich findest du unter: http://www.stipendium.at/.
    Für ein Studium in Österreich kannst du aber auch das Auslands-BaföG beantragen.
    Informationen über das Auslands-BaföG erhälst du von folgender Stelle:
    Landeshauptstadt München
    Referat für Bildung und Sport
    Amt für Ausbildungsförderung
    Neuhauser Straße 39
    80331 München
    Tel.: 089 / 233 – 96266
    Fax.: 089 / 233 – 83388
    Email: afa.rbs@muenchen.de
    WWW: http://www.muenchen.de/afa

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  2. Hallo,
    ich studiere seit kurzem in Wien und habe eine Nebenjobanzeige von Lopoca gefunden. Jetzt wollte ich fragen, gib es in Österreich auch so etwas wie das BAföG das ich beachten muss??

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