Auch Minijobber haben ein Recht auf Urlaub

Christi Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam – gerade im Mai und Juni eines Jahres gibt es viele Feiertage und Arbeitnehmer nehmen sich dann gerne mit Brückentagen Urlaub. Auch Minijobber haben einen gesetzlichen Anspruch auf Erholungsurlaub.

Arbeitnehmer, die einen Minijob ausüben, gelten nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) als Teilzeitbeschäftigte und haben damit wie jeder Arbeitnehmer Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Bei einer sechs-Tage-Woche beträgt der gesetzliche Urlaubsanspruch mindestens vier Wochen bzw. 24 Werktage im Jahr, die tatsächliche Anzahl der Urlaubstage muss jedoch auf die zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbarten wöchentlichen Werktage umgerechnet werden. Dabei ist nur die Zahl der pro Woche gearbeiteten Tage relevant, nicht die Zahl der geleisteten Stunden.

Berechnung des Urlaubsanspruchs:

Individuelle Arbeitstage pro Woche x 24 : 6 = Urlaubstage

Beispiel:

Einem Arbeitnehmer, der fünf Tage die Woche arbeitet, stehen 20 Urlaubstage im Jahr zu, auch wenn er insgesamt nur 10 Stunden die Woche arbeitet (5×24:6). Leistet er diese 10 Stunden dagegen an zwei Werktagen in der Woche ab, stehen ihm nur acht Urlaubstage zur Verfügung (2×24:6).

Da Minijobber wegen des Grundsatzes der Gleichbehandlung nicht ohne sachlichen Grund benachteiligt werden dürfen, kann der Urlaubsanspruch höher ausfallen, wenn der Arbeitgeber ihren vollzeitbeschäftigten Kollegen einen längeren Jahresurlaub gewährt.

Weitere Blogbeiträge zum Urlaubsanspruch für Minijobber:

Die Informationen zum Urlaubsanspruch gibt es auch hier als Download: Minijobs – Merkblatt zum Arbeitsrecht

Infos zum Anspruch auf Urlaub für Minijobber haben wir auch in unserer Videoreihe „Minijob? – Wir antworten“ zusammengefasst:

Anmerkung:

Liebe Blog-Leser,

bitte beachten Sie, dass wir Sie zu arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können.

Wir als Minijob-Zentrale erteilen lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Diese finden Sie auf unserer Homepage.

Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales anzurufen. Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

310 Kommentare zu “Auch Minijobber haben ein Recht auf Urlaub

    • Hallo Andrea,

      damit Sie Ihren Urlaub nehmen können, beantragen Sie diesen beim Arbeitgeber und lassen ihn von Ihrem Chef genehmigen.

      Ihren Urlaubsantrag darf der Arbeitgeber nur aus dringenden betrieblichen Gründen ablehnen. Verweigert er Ihnen den beantragten Urlaub, muss er diesen zu einem späteren Zeitpunkt gewähren.

      Ob in Ihrem Fall dringende betriebliche Gründe für die Verweigerung des gewünschten Urlaubs vorliegen, können wir nicht bewerten. Aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen eine Beratung beim Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum Thema Arbeitsrecht. Das Bürgertelefon erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Hallo Frau Kielkowski,

      das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer bezahlten Urlaub im Jahr zu.

      Wieviel Tag bezahlten Urlaub Ihnen pro Jahr zusteht, finden Sie im folgenden Blogbeitrag:

      https://blog.minijob-zentrale.de/2015/05/18/erholungsurlaub-bei-minijobs/

      Beim Weihnachts- und Urlaubsgeld, als Zuschuss zum Urlaub des Arbeitnehmers, handelt es sich um sogenannte Jahressonderzahlungen. Diese werden dabei vom Arbeitgeber zu bestimmten Zeiten im Jahr erbracht. Ein gesetzlicher Anspruch auf diese Zahlungen besteht jedoch nicht.

      Häufig sind diese auch nicht vertraglich, also weder im Arbeitsvertrag, noch in Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen geregelt. Sie werden vielmehr freiwillig vom Arbeitgeber geleistet.

      Wenn der Arbeitgeber dabei nur bestimmten Beschäftigten Gratifikationen zukommen lässt und andere davon ausnimmt, so liegt eine Ungleichbehandlung vor. Diese ist dann aber zulässig, wenn es sachlich gerechtfertigte und billigenswerte Gründe gibt oder, was auch möglich ist, wenn vertragliche Vereinbarungen für solche Sonderzahlungen bestehen.

      Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
      Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.
      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  1. Hallo ich habe was vergessen ich arbeite 48 stünden in monat wie viel tage habe ichvon mein Urlaub danke
    Sorry ich kann kein gut deutsch schreiben? ? Danke

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  2. Ich habe 10 Monaten gearbeitet als mini job und bis jetzt ich habe keine Urlaub gekriegt und diese Firma haben nicht gesagt von Urlaub weil das ist ein tūrkische Firma. Und ich habe keine Ahnung von Mini Job das ist die erste mal. Jemand hAT Erfahru .ich habe recht auf Urlaub. Danke

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    • Hallo,

      jeder Minijobber hat Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Der gesetzliche Urlaubsanspruch beträgt jährlich mindestens 4 Wochen bzw. 24 Werktage bei einer 6-Tage-Woche. Da das Bundesurlaubsgesetz jedoch von 6 Werktagen (Montag bis Samstag) ausgeht, rechnen Sie den Urlaub auf die entsprechend vereinbarten Werktage um. Dabei ist nur wichtig, wie viele Werktage der Minijobber pro Woche arbeitet – nicht, wie viele Stunden er an den Werktagen leistet.

      Lesetip: Unser Blog-Beitrag vom 23. Juni 2017 „Urlaub berechnen leicht gemacht“
      https://blog.minijob-zentrale.de/2017/06/23/minijob-urlaub-berechnen-leicht-gemacht/

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  3. Sehr geehrtes Team der Minijob-Zentrale,

    ich habe mehrere Fragen zu meiner aktuellen Lohnabrechnung. Ich hoffe sehr, dass sie mir weiter helfen können.

    Ich habe vom 21.03. bis zum 04.04. Urlaub eingereicht, der auch genehmigt wurde. Leider bin ich erkrankt, sodass ich mich am 20.03 bei meiner Teamleiterin und am 21.03 nochmal im Personalbüro krank gemeldet habe. Eine Arbeitsunfähigkeisbescheinigung wurde ausgestellt und zeitnah nachgereicht. Im Dienstplan wurde ich ebenfalls als krank vermerkt.

    In der Lohnabrechnung ist Urlaub vom 21.03 bis zum 31.03 vermerkt und die AU Tage sind überhaupt nicht erwähnt worden.
    Darf der Arbeitgeber die AU einfach ignorieren? Wie verhält es sich bei Minijobbern, die im Urlaub krank werden?

    Hinzu kommt, dass ich 10 Tage Urlaub beantragt habe, mir 9 Tage Urlaub abgezogen worden sind, aber nur 6 Tage Urlaub ausbezahlt wurden. Von meinen 24 Urlaubstagen insgesamt, sind jetzt nur noch 15 Tage Urlaub über.
    Die Lohnabrechnung ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Wie verhält man sich am besten bei fehlerhaften Lohnabrechnungen?

    Da ich etwas länger erkrankt bin, habe ich eine Krankmeldung für insgesamt 6 Wochen eingereicht.
    Mit was für einem Gehalt habe ich zu rechnen, wenn ich über 1 Monat krank geschrieben bin? Wie verhält es sich mit den Zulagen wie Nacht- und Wochenendzuschläge?

    Auf meiner Lohnabrechnung steht folgendes:
    „Lohnart 1679, SV-Pflicht Ausfallzeit AU GfB“
    Was bedeutet das genau?

    Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.

    Mit freundlichen Grüßen

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    • Hallo Patricia,

      wenn Sie während eines bereits beantragten oder angetretenen Urlaubs krank werden, werden die Tage der Arbeitsunfähigkeit nicht auf den Jahresurlaub angerechnet. So schreibt es das Bundesurlaubsgesetz im § 9 eindeutig vor. Die Betonung liegt hier auf „Tage der Arbeitsunfähigkeit“. Sie müssen tatsächlich eine ärztliche Bescheinigung vorweisen können. Die „entgangenen“ Urlaubstage dürfen jedoch nicht an den ursprünglichen Urlaub angehangen werden. Der Urlaub endet zum vereinbarten Datum. Der „entgangene“ Urlaub muss wie alle anderen Urlaubstage auch beim Arbeitgeber beantragt und genehmigt werden.

      Der Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall besteht für 6 Wochen. Sie haben Anspruch auf den Lohn, den Sie bekommenen hätten, wenn Sie nicht krank gewesen wären. Dies beinhaltet auch die Fortzahlung von Sonn-, Feiertags- und Nachtzuschlägen. Zuschläge für Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit sind steuer- und beitragsfrei, wenn sie für die tatsächliche Arbeit geleistet wurden. Insofern sind diese Zuschläge dann aber im Rahmen der Entgeltfortzahlung steuer- und beitragspflichtig.

      Bezüglich der fehlerhaften Lohnabrechnung empfehlen wir Ihnen, den Arbeitgeber schriftlich aufzufordern, die Abrechnung für den betroffenen Monat zu überprüfen.

      Für weitere arbeitsrechtliche Fragen wenden Sie sich bitte an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
      Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Hallo,

        vorerst einmal vielen lieben Dank für ihre schnelle Rückmeldung.

        Ich habe ihren Rat befolgt und meine Lohnabrechnung prüfen lassen. Die Resturlaubstage wurden korrigiert und die AU wurde ebenfalls eingetragen.
        Ein Problem besteht in meinen Augen allerdings weiterhin.
        In meiner ersten Einzelabrechnung wurden 10 Tage Urlaubstage vermerkt, allerdings nur 6 Urlaubstage abgerechnet. Mein Arbeitgeber hat darauf folgendes geantwortet:

        „Ursprünglich hatten Sie Urlaub ab dem 21.03.2018 beantragt. Da Sie bereits am 02. und 03.03.2018 gearbeitet hatten und dafür bereits 24 Stunden entstanden sind, hätten wir Ihnen Urlaub sowieso nur für 6 Tage gewähren und auszahlen können, um die von Herrn X (Buchhaltung) errechnete Arbeitsentgeltgrenze NICHT  ZU ÜBERSCHREITEN. Da Sie jedoch dann leider krank geworden sind, haben wir den hinterlegten Urlaub in AU umgewandelt und entsprechend  für die 6 Tage Entgelt für Arbeitsunfähigkeit mit je 1,64 Std. abgerechnet.“

        Dabei wurde der Urlaub vom besagten Herrn X zuvor genehmigt und die 10 Tage wurden persönlich von ihm im Dienstplan freigegeben.

        Mein Gehalt für das Jahr 2018 sieht bisher folgendermaßen aus:

        Januar: 408,00€
        Februar: 408,00€
        März: 433,93€

        Da ich zu Weihnachten immer ein kleines Weihnachtsgeld bekomme, wurde vereinbart, dass ich monatlich durchschnittlich 430€ verdiene. Es war i.d.R auch nie ein Problem, dass ich mal mehr und mal etwas weniger verdiene.

        Darf der Personalleiter (Herr X) den Urlaub nachträglich ändern?
        In meinen Augen ist die durchschnittliche Arbeitsentgeltgrenze nicht überschritten. Oder gibt es beim Ausbezahlen vom Urlaub Sonderregelungen?

        Über eine nochmalige Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.

        Freundliche Grüße

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        • Hallo Patricia,

          bei der Bezahlung von Urlaub gibt es keine Sonderregelungen. Minijobber haben ein gesetzliches Recht auf bezahlten Urlaub. In der Regel richtet sich die Höhe des Urlaubsentgelts nach dem durchschnittlichen Gehalt des Arbeitnehmers in den letzten 13 Wochen vor Beginn seines Urlaubs. Der Mitarbeiter erhält für jeden Tag sein Gehalt, an dem er sonst gearbeitet hätte.

          Wenn wir Sie richtig verstanden haben, hat Ihnen Ihr Arbeitgeber statt 10 Tagen nur 6 Tage bezahlt, unabhängig davon ob es sich nun um Urlaubstage oder um Arbeitsunfähigkeitstage gehandelt hat. Er sagte er möchte damit eine Überschreitung der Minijob-Verdienstgrenze vermeiden. Grundsätzlich dürfte bei der Auszahlung von Urlaubsentgelt bzw. bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall keine Gefahr der Überschreitung der Minijob-Grenze bestehen, da nur das Entgelt weitergezahlt wird, auf das ohnehin bei Arbeitsleistung Anspruch bestanden hätte. In Ihrem ersten Kommentar schrieben Sie jedoch auch, dass bei Ihnen Sonntags- bzw. auch Nachtzuschläge anfallen. Wie wir in unserer Antwort vom 16. April 2018 mitteilten, sind Zuschläge für Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit nur steuer- und beitragsfrei, wenn sie für tatsächliche Arbeit geleistet wurden. Insofern sind diese Zuschläge dann im Rahmen der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall steuer- und beitragspflichtig. Dadurch könnte sich unter Umständen eine Überschreitung der 450-Euro-Grenze ergeben.

          Erhält ein Minijobber einen Jahresverdienst insgesamt bis zu 5.400 Euro, darf sein Verdienst in einzelnen Monaten auch mehr als 450 Euro betragen. Übersteigt der Jahresverdienst jedoch 5.400 Euro, weil sich der Verdienst in einzelnen Monaten auf mehr als 450 Euro erhöht, kommt es darauf an, ob dies regelmäßig und vorhersehbar oder gelegentlich und nicht vorhersehbar erfolgt. Passiert das gelegentlich und nicht vorhersehbar, das heißt aktuell bis zu drei Mal in einem Zwölf-Monats-Zeitraum, bleibt die Tätigkeit grundsätzlich ein Minijob. In solchen Ausnahmefällen darf der Jahresverdienst auch mehr als 5.400 Euro betragen.

          Wir empfehlen Ihnen, dazu erneut das Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber zu suchen.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  4. Hi ich Arbeite in einer Offenen Ganztags Betreuung einer Grundschule (OGS) in NRW auf 450€ Basis. Ich habe keine Urlaubstage, dafür alle Schulferien bezahlt frei. Jetzt hat NRW dieses Jahr zusätzlich eine Woche Pfingstferien. Erst sollte es eine Ferienbetreuung für die Kinder geben und ich hätte normal frei gehabt. Jetzt gibt es doch keine Betreuung und es heißt ich soll mir minus Stunden für die Tage aufschreiben. Die Erklärung meines Arbeitgebers lautet, dass es keine regulären Ferien sonder einmalige Sonderferien seien. Ist das so richtig, oder sind es doch reguläre Ferien für dieses Jahr?

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    • Hallo,

      weder zu der großzügigen Regelung der bezahlten Freistellung während der gesamten Schulferien noch zu Ihrer Frage der Minusstunden während der bezahlten einmaligen Sonderferien können wir informierend unterstützen.

      Wir empfehlen Ihnen, sich mit Ihren arbeitsrechtlichen Fragen an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  5. Hallo, ich hätte eine frage. Ich habe ein Minijob der ist auf 6 Monate befristet. Ich arbeite 2 Tage in der Woche dort. Die meinten ich bekomme nur 2 Urlaubstage obwohl mir eigentlich 4 Tage zustehen. Danach haben sie mir de Vertrag renoviert, wieder auf 6 Monate. Der ist auch bald wieder zu ende. Krieg man weniger Urlaub wenn man 6 Monate befristete Minijob-vertrag hat???

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    • Hallo Carolina,

      der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben. Besteht das Arbeitsverhältnis nur 6 Monate oder kürzer, erhält der Arbeitnehmer für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses ein Zwölftel des Jahresurlaubs.

      Ausgehend von 24 Tagen Mindesturlaub bei einer 6-Tage-Arbeitswoche ergibt sich bei einer 2-Tage-Arbeitswoche ein Mindestanspruch von 8 Urlaubstagen pro Jahr. Für eine 6-monatige Beschäftigung verbleibt bei Anspruch auf 4 Urlaubstage.

      Aus welchem Grund Ihnen Ihr Arbeitgeber nur 2 Urlaubstage gewährt, können wir nicht beantworten. Bitte suchen Sie an dieser Stelle nochmal das Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  6. Hallo! Ich arbeite 4 Tage die Woche und habe 22 Tage Urlaub im Jahr. Wenn ich meinen Urlaub in Anspruch nehme, werden mir immer nur 4 Tage die Woche abgezogen, so dass ich dann ca. 5 Wochen und 2 Tage habe oder wird die ganze Woche gerechnet, dann hätte ich 4 Wochen und 2 Tage??

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    • Hallo Larissa,

      Sie müssen nur für die Arbeitstage Urlaub nehmen, an denen Sie üblicherweise auch arbeiten. Arbeiten Sie an 4 Tagen in der Woche, brauchen Sie auch nur für 4 Tage Urlaub nehmen, um eine ganze Woche frei zu haben.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  7. Pingback: Urlaub, Elternzeit und Mutterschaftsgeld – Das sind die in 2017 meistgelesenen Blogbeiträge | Die Minijob-Zentrale

  8. Hallo,
    ich habe einen Minijob auf 450,– Euro Basis. Das Geld wird jeden Monat fest bezahlt.Meine Arbeitszeit beträgt 3 Tage in der Woche 11 Std. in der Woche, 44 Stunden im Monat.
    Wenn ein Feiertag auf meinen Arbeitstag fällt rechnet mein Chef diese Stunden nicht auf mein Arbeitszeitkonto mit der Begründung ich hätte ja nicht gearbeitet. Genau so berechnet er es mit meinen Urlaubstagen. Die Stunden trägt er nicht auf mein Arbeitszeitkonto ein.
    Ist das rechtens?
    Danke schon im für Ihre Antwort.

    mit freundlichen Grüssen

    S.Markert

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    • Guten Morgen Frau Markert,

      arbeitet ein Minijobber nur an bestimmten Tagen in der Arbeitswoche und fällt auf einen dieser Tage ein Feiertag, dann besteht hier ein Anspruch auf Zahlung des Arbeitsentgelts.

      Der arbeitsfreie Feiertag muss Ihnen bezahlt werden. Sie bekommen jedoch nicht für den Feiertag, den Sie nicht gearbeitet haben, zusätzlich die Arbeitsstunden gutgeschrieben.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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        • Hallo Frau Markert,

          auch bei Urlaub werden Ihnen die Stunden nicht zusätzlich gutgeschrieben. Ihr Arbeitszeitkonto hat den gleichen Stand, wie vor dem Feiertag oder dem Urlaubstag.

          Sie bekommen Ihr Arbeitsentgelt für einen Urlaubstag fortgezahlt, als wenn Sie gearbeitet hätten.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  9. Bei mir wurden eigentlich zwei Arbeitstage pro Woche ausgemacht, aber sowie ein Feiertag kommt bzw. als ich am Donnerstag meine Reha antrat, musste ich den Feiertag bzw den Freitag reinarbeiten. Das heißt also ich arbeite nicht zwei Tage sondern eigentlich drei Tage an diesen Wochen. Es kommt auch manchmal vor, dass wenn mein Arbeitgeber in den Urlaub fährt ich hin muss um die Blumen zu gießen und die Katze zu füttern (da kann es auch sein das ich 5 – 7 Tage hinfahre). Werden diese Tage dann mit in die Urlaubsberechnung eingerechnet oder geht man von zwei Tage in der Woche aus? Ist es egal wie viele Stunden ich an diesen Tagen arbeite, denn ich arbeite mal mehr mal weniger Stunden. Wie schaut es mit der Berechnung der Bezahlung aus? Mein Arbeitgeber hat mir bisher immer 4 Stunden fest berechnet, egal ob Feiertag oder Urlaub, das ist doch nicht korrekt? Die Stunden die über 4 Stunden gehen sind doch keine Überstunden, da keine Stundenanzahl die ich arbeiten muss festgelegt wurden.

    Mit freundlichen Grüßen

    Anschie1000

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    • Guten Tag,

      Ihr Arbeitgeber muss Ihnen als Minijobberin auch für die Arbeitszeit, die infolge eines gesetzlichen Feiertages ausfällt, das Arbeitsentgelt zahlen, das Sie ohne den Arbeitsausfall erhalten hätten.
      Sie haben dann einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung für Feiertage, wenn der Feiertag auf einen Tag fällt, an dem Sie sonst regelmäßig zur Arbeitsleistung verpflichtet sind. Der Arbeitgeber darf die Fortzahlung von Entgelt für Feiertage nicht dadurch umgehen, dass Sie die ausgefallene Arbeitszeit an einem sonst arbeitsfreien Tag vor- oder nacharbeiten.
      Die Höhe des Urlaubsentgelts richtet sich nach dem durchschnittlichen Gehalt des Arbeitnehmers in den letzten 13 Wochen vor Beginn seines Urlaubs. Zahlungen für Überstunden bleiben bei der Berechnung unberücksichtigt.
      Wichtig: Bezahlter Urlaub bedeutet, dass der Mitarbeiter für jeden Tag sein Gehalt erhält, an dem er sonst gearbeitet hätte. Der Minijobber muss den Urlaubstag weder vor- noch nacharbeiten.
      Abschließend empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich mit Ihren arbeitsrechtlichen Fragen an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
      Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.
      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Hallo Blog-Team,
        das habe ich schon verstanden. Den Feiertag bzw. den Tag wegen dem Arbeitsausfall bekomme ich schon bezahlt und auch den Tag wegen der vor- oder nacharbeit. Mir geht es darum, dass ich dann in so einer Woche ja eigentlich drei Tage arbeiten würde. Also ich arbeite Dienstag Vormittag und Freitag Vormittag (sind zwei Vormittage). So nun ist der Freitag ein Feiertag, meine Chefin meint dann ich soll Donnerstag kommen, weil ja am Freitag Feiertag ist damit die Arbeit nicht liegen bleibt. das kommt öfters vor, also muss ich doch bei der Urlaubsberechnung in der Woche von drei Arbeitstagen ausgehen?
        Wegen der Urlaubsgeldberechnung wollte ich eigentlich wissen, ob das als Überstunden zählt, da keine feste Arbeitszeiten bei mir festgelegt wurden (also flexible Arbeitszeiten zwischen 4 und 6 Stunden). Es gibt mal mehr arbeit mal weniger zu machen. Aber ich bekomme immer 4 Stunden nur berechnet

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        • Guten Tag,

          wir verstehen Ihre Fragestellung, bitten Sie jedoch, aufgrund Ihrer schwierigen Fallgestaltung, sich an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Liebe Minijobzentrale,ich denke das mit dem Urlaub ist nicht so einfach. Mindesturlaub wird in Tagen gewährt. Das heißt auch ein Minijober muss die 24 Tage bekommen. Hierfür aber den Durchschnitt des Lohnes der letzen 13 Wochen. Mithin also bei 450€ ca. 15€ pro Urlaubstag.

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        • Hallo Andreas,

          gemäß Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) beträgt der Mindesturlaubsanspruch bei einer 6 Tage-Arbeitswoche 24 Tage im Jahr. Da Minijobber in der Regel nicht an 6 Tagen in der Woche arbeiten berechnet sich ihr Mindesturlaub entsprechend der anteiligen Arbeitstage. Das bedeutet zum Beispiel, wenn ein Minijobber nur an zwei Tagen in der Woche arbeitet besteht ein Mindesturlaubsanspruch von acht Tagen.

          Die Höhe und Berechnung des Urlaubsentgelts ist im § 11 BUrlG geregelt und besagt, dass der durchschnittliche Verdienst während des Urlaubs weiterzuzahlen ist.

          Als Grundlage für die Berechnung dieses durchschnittlichen Verdienstes sind die letzten 13 Wochen (ohne Überstundenentgelt und evtl. Überstundenzuschlägen) heranzuziehen. Die Festlegung des Bezugszeitraums auf 13 Wochen soll erreichen, dass als Urlaubsentgelt auch wirklich der Durchschnittsverdienst gezahlt wird.

          Bei monatlich gleichem Verdienst, ohne wöchentliche oder monatliche Schwankungen, ist die Berechnung des Urlaubsentgelts natürlich einfacher.

          Die Verdienstgrenze eines Minijobbers je Kalendertag (450 Euro/Monat : 30 Kalendertage/Monat = 15 Euro/Tag) ist für die Urlaubsentgeltberechnung nicht relevant.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  10. Hallo liebes Blog-Team
    Ich arbeite mehrmals im Monat jeweils 8 Stunden am Tag. In 2017 habe ich 33 x gearbeitet, und 28 Tage in 2016. Wie rechne ich hier den Urlaubsanspruch?
    Vielen Dank für eine Rückantwort.

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    • Hallo Herr Schneider,

      ist die Anzahl von Arbeitstagen in der Woche regelmäßig ungleich, also zum Beispiel mal zwei oder drei Tage in der Woche, bezieht sich die Berechnung des Urlaubs auf das Jahr und nicht auf die Woche. Die auf 52 Wochen (= 1 Jahr) bezogenen Werte ergeben dann die Jahresarbeitstage. Das Bundesarbeitsgericht hat festgelegt, dass die Arbeitsverpflichtung in einem Jahr bei einer 5-Tage-Woche 260 Arbeitstage beträgt und 312 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.

      Die Formel lautet dann:

      Gesetzliche oder tarifvertragliche Urlaubstage x eigene Arbeitstage :
      Jahreswerktage (312)/Jahresarbeitstage (260)

      Ein Bespiel finden Sie in unserem Blog-Beitrag “ Minijob: Urlaub berechnen leicht gemacht.
      https://blog.minijob-zentrale.de/2017/06/23/minijob-urlaub-berechnen-leicht-gemacht/

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  11. Liebes Blog-Team,

    ich arbeite seit 1,5 Jahren mit 3 regelmäßigen Tagen in der Woche in einem Privathaushalt als 450€ Kraft. Meine Tätigkeit ist die Assistenz einer schwerbehinderten Person. Feiertage bekommen wir (unser Team) in dem Haushalt nur bezahlt, wenn wir arbeiten. Gilt das Entgeldfortzahlungsgesetz auch in diesem Fall? D.h. , wenn wir an einem Feiertag nicht arbeiten,der auf unsere Arbeitszeit fällt bekommen wir diesen vergütet? Die Peron muss ja auch an diesen Tagen betreut werden und bisher ist es immer so gewesen, dass nur derjenige, der bereit war am Feiertag zu kommen, auch vergütet worden ist.

    Vielen Dank schon mal im vorraus

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    • Guten Tag Diana,

      Ihr Arbeitgeber muss Ihnen als Minijobberin auch für die Arbeitszeit, die infolge eines gesetzlichen Feiertages ausfällt, das Arbeitsentgelt zahlen, das Sie ohne den Arbeitsausfall erhalten hätten.
      Sie haben dann einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung für Feiertage, wenn der Feiertag auf einen Tag fällt, an dem Sie sonst regelmäßig zur Arbeitsleistung verpflichtet sind.
      Der Arbeitgeber darf die Fortzahlung von Entgelt für Feiertage nicht dadurch umgehen, dass Sie die ausgefallene Arbeitszeit an einem sonst arbeitsfreien Tag vor- oder nacharbeiten.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Danke für die schnelle Antwort,

        soweit habe ich das auch alles verstanden. Das Problem bei uns ist nur, dass die Arbeit ja immer anfällt, egal ob Feiertag oder nicht. Nun werden wir verpflichtet auch an den Feiertage zu arbeiten, dann bekommen wir auch unser Gehalt.Suchen wir uns eine Vertretung, durch einen Kollegen, der bereit ist zu arbeiten, oder einen Familienangehörigen, der für die Patientin an dem Tag für sie da ist, bekommen wir nichts. In meinem Fall war es jetzt so, dass ich über die Feiertage 1,5 Wochen Urlaub hatte, der auch bezahlt wurde( anteilig der Tage, die ich arbeite) . Der Feiertag wurde aber stundenmäßig abgezogen vom Gehalt….

        Liebe Grüße, Diana

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    • Hallo Diana,

      laut § 10 Arbeitszeitgesetz gibt es in einigen Branchen (zum Beispiel: Pflege, Gastronomie) Ausnahmen zur Feiertagsbezahlung.
      Wir gehen davon aus, da Sie in der Pflege tätig sind, dass Sie arbeitsvertraglich verpflichtet sind auch an Feiertagen zu arbeiten. Dann gelten die Feiertage als normale Arbeitstage. Gehen Sie an diesem Tag nicht arbeiten, bekommen Sie auch für diesen Tag keinen Lohn gezahlt.

      Werden Sie von Ihrem Arbeitgeber von Ihrer Arbeitspflicht durch Urlaub an einem Feiertag befreit, an dem Sie sonst hätten arbeiten müssen, so wird Ihnen der Tag als Urlaub gewährt und bezahlt.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Und noch ein Hallo :-) ,
        da liegt genau das Problem. Ich arbeite nicht in der Pflege ( Pflegeheim,Pflegedienst etc.) , sondern als persönliche Assistentin ( Essen + Getränke anreichen, Hilfe bei Toilettengängen, kleine Haushaltstätigkeiten), in einem Privathaushalt. Mein Arbeitgeber ist die zu betreuende Person. Einen Arbeitsvertag gibt es nicht… wie bei den meisten 450€ Jobs, sondern es gelten die normalen Bedingungen, die man ja auch in den Infobroschüren nachlesen kann. Es ist also eine Beschäftigung in einem Privathaushalt, in dem die Patientin und ihr Ehemann leben. Gelten diese nach §10 genannten Bereiche auch für einen Privathaushalt, oder nur für bestimmte ‚öffentliche‘ Bereiche ( Pflegeheim, Krankenhaus, Hotel, Fitnessbranche) . Das ist eigentlich die wesentliche Frage meines Anliegens. Gelten für private Haushalte nicht andere Bestimmungen, wenn z.B. auch der Ehemann dafür in Anspruch genommen werden kann ( es werden ja auch Leistungen bezogen), an Feiertagen diese Assistenz an seiner Frau zu übernehmen?

        Liebe Grüße, Diana

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        • Hallo Diana,

          auch in einem Privathaushalt kann man pflegerisch tätig sein. Dazu gehört auch die Tätigkeit einer Betreuungsassistentin.
          Ein schriftlicher Arbeitsvertrag muss nicht unbedingt abgeschlossen werden. Es reicht eine formlose Einigung der Parteien.
          Wenn Sie nur ein mündlichen Arbeitsvertrag geschlossen haben und daher nicht in Besitz einer Urkunde über den Vertragsinhalt sind, können Sie von Ihrem Arbeitgeber verlangen, dass er Ihnen einen schriftlichen Nachweis über die wesentlichen Vertragsbedingungen aushändigt.
          Wir empfehlen Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer konkreten arbeitsrechtlichen Frage zur Anwendbarkeit des § 10 Arbeitszeitgesetz an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
          Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

          Freundliche Grüße

          Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  12. Hallo,
    Arbeitsvertrag ab 06.07 ende 21.01(fast 7 monate), 1 tag Urlaub pro Monat, ich schon genomen 6 Tage, und meine Frage, ob ich noch eine tag ulaub habe für unvollständige Monate der Arbeit haben solte

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    • Hallo Pamela,

      beginnt oder endet das Arbeitsverhältnis während des Urlaubsjahres, so erhält der Beschäftigte für jeden vollen Beschäftigungsmonat des Jahres 1/12 seines Urlaubsanspruchs für das Gesamtjahr. Der Beschäftigungsmonat ist nicht mit dem Kalendermonat gleichzusetzen.
      Da Sie noch keine vollen 7 Monate im Beschäftigungsverhältnis sind, haben Sie Anspruch auf die 6 Tage Urlaub.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  13. Ich habe eine Haushaltshilfe die zwei Tage die Woche jeweisl 3 Studnen arbeitet. Ich bin ein Privathaushalt ohne weitere Beschäftigte. Meine Haushaltshilfe hat zum 15.01.2018 gekündigt. Steht ihr für die 2 Wochen ( 4 * 3 Stunden) überhaupt Urlaub zu und wenn ja wieviel? Wird hier gerundet/kaufm gerundet? Ich will hier nichts unterschalgen, aber auch nciht zuviel bezahlen.

    MfG

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    • Guten Tag Herr Krugger,

      die Berechnung des gesetzlichen Urlaubsanspruchs ist einfach. Einen Anspruch auf 24 Werktage (vier Wochen) im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten. Gewöhnlich gilt aber für die meisten Minijobs, dass diese nicht an 6 Tagen in der Woche ausgeübt werden. Daher wird der jährliche Urlaubsanspruch abhängig von den Arbeitstagen pro Woche anteilig berechnet. Hierbei ist egal, wie viele Stunden der Mitarbeiter an den einzelnen Tagen arbeitet. Arbeiten Minijobber in jeder Woche die gleiche Anzahl von Arbeitstagen, gilt folgende Formel für den Mindesturlaub:

      eigene Arbeitstage pro Woche x 20 (gesetzliche Urlaubstage) / 5

      In Ihrem Fall ergibt sich somit ein Urlaubsanspruch für das Kalenderjahr 2017 von
      8 Urlaubstagen. Für das Jahr 2018 ergibt sich für die zwei Wochen kein anteiliger Urlaubsanspruch mehr.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  14. Hallo,

    ich bin ebenfalls Minijobberin und arbeite 2-4 Nachtdienste im Monat.
    Was muss ich beachten, wenn ich während meines Urlaubs krank werde?
    Verhält es sich beim Minijob genauso wie bei einer Vollzeitbeschäftigung?
    Wie werden mir die Tage angerechnet?
    Eine weitere ähnliche Frage: Wie verhalte ich mich, wenn eine notwendige, aber geplante Operation, ansteht. Kann ich trotzdem mit finanzieller Unterstützung rechnen?

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!

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    • Hallo,

      wenn Sie während des Urlaubs erkranken, müssen Sie dies Ihrem Arbeitgeber unverzüglich mitteilen. Die konkreten Regelungen müssen tarif- oder arbeitsvertraglich festgehalten sein. Dies klären Sie daher bitte mit Ihrem Arbeitgeber.
      Da für Minijobber der Grundsatz der Gleichbehandlung gilt, dürfen Sie nicht schlechter behandelt werden als vergleichbare vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer. Dies gilt im Arbeitsverhältnis für alle Maßnahmen und Vereinbarungen, die Ihr Arbeitgeber mit Ihnen als Minijobberin trifft.
      Wenn Sie krank sind, dabei kann es sich auch um eine geplante OP handeln, muss Ihnen Ihr Arbeitgeber Ihren Lohn (Entgeltfortzahlung) weiterzahlen. Sie haben Anspruch auf den Lohn, den Sie bekommenen hätten, wenn Sie nicht krank gewesen wären. Die Entgeltfortzahlung wird nur für den Zeitraum geleistet, an dem Sie geplant waren aber aus gesundheitlichen Gründen an der Arbeitsleistung verhindert waren. Der Anspruch auf Entgeltfortzahlung besteht für bis zu 6 Wochen.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  15. Guten Tag
    Habe da mal eine Frage ..
    Und zwar stehen uns 24 Tage Urlaub laut Vertrag zu
    Ich arbeite in eine Schule so das ich im August frei habe .mir wurden 9 Tage Urlaub abgezogen (ist ok )aber keine Stunden berechnet für die 9 Tage?da meine Frage sollten nicht die 2.5 stunden berechnet werden am diesen Urlaubstage…im stunden Konto????
    Vielen dank
    LG alexandra

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    • Guten Tag Frau Brüstl,

      durch die Gewährung von bezahlten Urlaub erhöhen sich die Stunden im Stundenkonto während des Urlaubs nicht. Sie bleiben konstant. Bezahlter Urlaub bedeutet, dass Sie für jeden Tag Ihr Gehalt erhalten, an dem Sie sonst gearbeitet hätten. Sie müssen den Urlaubstag weder vor- noch nacharbeiten.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  16. Guten Tag,
    meine Haushaltshilfe ist bisher 1x/Woche für 4 Std gekommen.Das gab einen errechneten Urlaubsanspruch von 4 Tagen, von denen sie 3 Tage bis zum 30.8.2017 genommen hat.
    Aus persönlichen Gründen möchte sie jetzt die Arbeitszeit verkürzen und nur noch alle 14 Tage kommen, auch für 4 Std. Ist der Urlaubsanspruch dann 2 Tage? Und es ist doch sicher richtig, das sie dann für dieses Jahr keinen Urlaub mehr hat, oder liege ich da verkehrt?
    Den Vertrag mit ihr will ich entsprechend anpassen.

    Mit freundlichen Grüßen

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  17. Hallo !
    Ich arbeite 31 Stunden im Monat. Nun habe ich die ersten 2 Wochen Urlaub und soll aber die restlichen 2 Wochen meine vollen 31 Stunden leisten , damit ich meine Stunden zusammen bekomme.. Müsste ich da nicht nur 15 1/2 Stunden Arbeitszeit leisten ? Wenn jemand eine 35 Stundenwoche hat muss derjenige doch auch nicht in den letzten zwei Wochen 70 Stunden reinholen.
    Mfg
    Tina

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    • Hallo Frau Huber,

      Minijobber haben ein gesetzliches Recht auf bezahlten Urlaub. Bezahlter Urlaub bedeutet, dass der Mitarbeiter für jeden Tag sein Gehalt erhält, an dem er sonst gearbeitet hätte. Der Minijobber muss den Urlaubstag weder vor- noch nacharbeiten. Wenn Sie somit in einem Monat 31 Stunden leisten müssen und 2 Wochen Urlaub haben, reduzieren sich die Stunden, die Sie noch leisten müssen um die Hälfte.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  18. Hallo! Eine Frage an die Experten.
    Eine 450,- Kraft arbeitet regelmäßig MO, DI und DO.
    Nun nimmt Sie eine Woche Urlaub. Wofür sie für 3 Tage Urlaub bezahlt bekommt.
    Wie ist die Sachlage, wenn am Dienstag ein gesetzlicher Feiertag ist?

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    • Hallo JoLei,

      alle Arbeitnehmer, also auch Minijobber, haben Anspruch auf Lohnfortzahlung an gesetzlichen Feiertagen.
      Fällt ein Feiertag auf einen regelmäßigen Arbeitstag, besteht somit ein Anspruch auf Feiertagsvergütung und ist nicht vom Ihnen nachzuarbeiten. Dem zu Folge brauchen Sie für diesen Tag keinen Urlaubstag nehmen.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  19. Hallo,
    wir beschäftigen in unserem Haushalt eine Reinigungskraft, die alle 14 Tage Montags zu uns kommt, dafür erhält sie monatlich 112,50 EUR. Im Vertrag steht dazu: „Der Brutto-Monatslohn setzt zwei Arbeitstage/Monat zu einem Stundenlohn von 11,25 EUR voraus“ plus der Regelung, dass ein dritter Montag im Monat über Freizeit ausgeglichen wird.
    Nun besteht Entgeltfortzahlungspflicht an Feiertagen, was für uns bedeutet, dass sie z.B. Pfingstmontag frei hatte, im Juni aber trotzdem den vollen Lohn bekam – konkret also nur einmal gearbeitet hat (=doppeltes Gehalt).

    Wenn ich jemanden an drei oder vier Tagen pro Woche beschäftige, dann relativiert sich ein Feiertag im Monat irgendwo. Aber wenn sie ihr Gehalt für zwei Arbeitstage im Monat bekommt – und dann einer davon ausfällt, finde ich das Verhältnis nicht mehr ausgewogen … trifft die Regelung trotzdem zu oder können wir sie ohne schlechtes Gewissen bitte, den ausgefallenen Tag nachzuarbeiten?
    Danke & viele Grüße, Con.

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    • Guten Tag Ilona,

      alle Arbeitnehmer, also auch Minijobber, haben Anspruch auf Lohnfortzahlung an gesetzlichen Feiertagen.

      Fällt ein Feiertag auf einen regelmäßigen Arbeitstag, besteht somit ein Anspruch auf Feiertagsvergütung und ist nicht vom Arbeitnehmer nachzuarbeiten.

      Das bedeutet im Umkehrschluss, fällt ein Feiertag auf einen für den Arbeitnehmer regelmäßig arbeitsfreien Tag, besteht kein Anspruch auf Feiertagsvergütung. Die Arbeit fällt an diesem Tag infolge des Dienstplans und nicht infolge des Feiertags aus.
      Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon für Arbeit und Soziales anzurufen. Die Kollegen erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  20. Hallo!!!
    ich arbeite für 20 Stunden pro Woche im Cafe schon seit Ende 2015 ohne Urlaub. Wenn ich richtig verstanden habe, kann ich Anspruch auf Urlaub für 12 Tagen pro Jahr. Und meine Frage ist: kann ich jetzt einen Anspruch auf Urlaub für Minijobber nur für 1 Jahr haben oder für beides Jahren ?

    Mit freundlichen Grüßen
    Maria

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    • Hallo Maria,
      mit 20 Stunden Arbeitszeit pro Woche kann man keinen Minijob ausüben, das würde zu einem Stundenlohnführen, der nicht dem Mindestlohn entspricht.

      Wie viele Tage Urlaubsanspruch Sie haben, kann man nur beantworten, wenn Sie mitteilen, an wie vielen Tagen Sie pro Woche arbeiten.

      Viele Grüße

      Christine Frels

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    • Hallo Maria,

      ihr Urlaubsanspruch beträgt bei einer 3-Tage-Woche 12 Urlaubstage im Kalenderjahr. Er wird nicht nach Stunden berechnet.
      Inwieweit Sie Ihre Urlaubsansprüche für die Kalenderjahre 2015 und 2016 noch geltend machen können erfragen Sie bitte bei der Arbeitsrechtshotline des Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
      Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  21. Ich bin seit dem 26 .06.2017 als Kurier Fahrer
    Bei einem dentallabor tätig auf 450,- eu Basis.
    Heute wurde mir gesagt , ich bekomme keinen
    bezahlten Urlaub da ich einen Stundenlohn
    von 9-, eu bekomme . Ist das rechtens ?
    Ich fahre 3tage pro Woche.

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    • Guten Tag Hans,

      der Urlaubsanspruch, wie in unserem Blog beschrieben, wird nicht in Abhängigkeit der geleisteten Arbeitsstunden in der Woche berechnet, sondern richtet sich danach wie viele Tage Sie in der Woche arbeiten.
      Berechnung des Urlaubsanspruchs:
      Individuelle Arbeitstage pro Woche x 24 : 6 = Urlaubstage
      Somit ergibt sich für Sie ein Urlaubsanspruch von 12 Tagen im Jahr. Für ein halbes Jahr sind es dann 6 Tage.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  22. Pingback: Minijob: Urlaub berechnen leicht gemacht | Die Minijob-Zentrale

  23. Hallo,
    ich habe da mal eine Frage an das Team der Mini-Jobzentrale.
    Ich gehe 2x die Woche arbeiten. Dienstags und Freitags. Das Geld dafür bekomme
    ich monatlich aufs Konto für die Stunden. Bekanntlich hat der Monat 4 Wochen.
    Was ist wenn der Monat nicht 4 Freitage hat,sondern 5? Dann muss ich doch für den
    Tag noch eine extra Bezahlung bekommen oder? Oder habe ich da einen Denkfehler? Und habe einfach Pech gehabt, das der Monat mehr Tage hat.?
    Bin da wirklich im Zwiespalt.
    Vielen Dank für die Antwort

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    • Hallo Frau Busse,

      in der Regel verhält es sich so, dass Angestellte eines Unternehmens Gehalt beziehen, während die gewerblichen Mitarbeitern Lohn bekommen. Dabei stellt ein Gehalt eine fest vereinbarte Summe dar, die unabhängig von den geleisteten Stunden ist. Lohn hingegen kann variieren und wird nach tatsächlich geleisteten Stunden entrichtet. Demnach fällt die Gehaltszahlung am Monatsende immer wieder unterschiedlich hoch aus. Diese Art der Vergütung findet auch häufig bei 450-Euro-Minijobs Anwendung. Die Höhe des Stundenlohns ist allerdings eine feste Größe. Da Sie in Ihrer Anfrage angeben, dass Sie nach Stunden bezahlt werden, müssten Sie in den Monaten mit fünf Freitagen ein höheren Lohn beziehen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Vielen Dank für Ihre Antwort. Das habe ich genau so gesehen, war mir aber nicht sicher. Jetzt haben Sie mir meine Zweifel genommen. Und dafür möchte ich mich bei Ihnen bedanken. Toll dieser Blog. Man kann Fragen stellen und die werden prompt
        beantwortet. Vielen lieben Dank an das Team der Minijob-Zentrale

        Mit freundlichen Grüßen
        Regine Busse

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  24. Hallo, ich Arbeite bei einer Logistigfirma unregelmässig zwischen 2x aber auch 5x die Woche, so wie bedarf ist. Die Firma meinte auf nachfrage, das sie nur die Zeit bezahlt die ich gearbeitet habe. Ich also bei Krankheit oder Urlaub diese zeit nicht bezahlt bekäme. Ist das Rechtens und wenn nicht was kann ich machen?

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    • Hallo Tilo,

      die Vorgehensweise Ihres Arbeitgebers ist nicht rechtens.

      Wir empfehlen Ihnen die individuelle Beratung zu diesem arbeitsrechtlichen Thema beim Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags von 8:00 bis 20:00 Uhr unter der Telefonnummer 030 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  25. Hallo,
    Ich bin auf 450€(8.84€) in einer Bäckerei angestellt. Bin schon seit 11 Jahren in der Firma. Nach 2 Jahren Elternteil bin als Aushilfe zurück gekommen. Davor war ich vollzeit.(über 9.50€ Std.l)
    Ich gehe im Normalfall Samstag und Sonntag(Wochenendaushilfe) arbeiten. Aber des öfteren auch 4 Tage(Do,Fr,Sa,So) , pro Tag mindestens 6h.
    Wieviel Urlaubstage stehen mir zu?
    Sonntag wird kein Urlaubstag berechnet !?
    Wie oft kann man sich seine Überstunden im Jahr auszahlen lassen?

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    • Hallo Anja,

      als Minijobberin haben Sie Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub, auch wenn Sie nicht regelmäßig arbeiten. Wie viele Tage es pro Jahr sind hängt davon ab, an wie vielen Tagen Sie in der Woche arbeiten.
      Sie geben an, dass Ihre Arbeitstage wöchentlich schwanken. Ihr individueller Urlaubsanspruch errechnet sich daher, indem die Anzahl Ihrer individuellen Arbeitstage des Jahres zu den Jahresarbeitstagen eines Vollzeitbeschäftigten ins Verhältnis gesetzt und mit der gesetzlichen oder tariflichen Nominalurlaubsdauer der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer multipliziert wird.

      Nehmen wir an, Sie arbeiten an 130 Tagen im Jahr und die Urlaubsdauer eines Vollzeitbeschäftigten bei einer 5-Tage-Woche beträgt 20 Urlaubstage, so errechnet sich die Urlaubsdauer wie folgt:
      130 Arbeitstage / 260 Jahresarbeitstage (bei Vollzeitbeschäftigung) × 20 Urlaubstage = 10 Arbeitstage Urlaub.

      Zu berücksichtigen ist bei dieser Berechnung, dass bei einer 5-Tage-Arbeitswoche von möglichen 260 Arbeitstagen im Jahr auszugehen ist (52 Wochen × 5 Tage). Bei einer 6-Tage-Woche sind es hingegen 312 Arbeitstage im Jahr (52 Wochen × 6 Tage).
      Werden Sie als Arbeitnehmerin von Ihrer Arbeitspflicht durch Urlaub an einem Sonn- oder Feiertag befreit, an dem Sie sonst hätte arbeiten müssen, so wird Ihnen der Tag auf Ihren Urlaubsanspruch als gewährt angerechnet. Sie erhalten auch Ihr regelmäßiges Arbeitsentgelt.
      Für eine abschließende Beratung empfehlen wir Ihnen, das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales anzurufen. Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.
      Bei der Auszahlung von Überstunden ist zu beachten, dass durch die Auszahlung die monatliche Verdienstgrenze von 450 Euro bzw. der Jahresverdienst von 5.400 Euro nicht überschritten werden darf. Darüber hinaus ist ein Überschreiten der 450-Euro-Grenze in bestimmten Fällen bis zu 3 mal im Jahr möglich, wenn die Mehrarbeit aufgrund nicht vorhersehbarer Umstände, zum Beispiel durch eine Krankheitsvertretung, entstanden ist.
      Führt ihr Arbeitgeber dagegen ein Arbeitszeitkonto mit einem gleichbleibenden monatlichen Gehalt, so erhalten Sie jeden Monat ihr vereinbartes Entgelt weiter gezahlt. Der Ausgleich der Mehrarbeitsstunden erfolgt hier durch Freitzeitausgleich.

      Mit freundlichen Grüßen,

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  26. Hallo Minijob-Zentrale-Team!
    Ich habe folgende Fragen: Ich arbeite mittwochs 5,5 Std. und Freitags 7 Std und verdiene 450€ im Monat, was allerdings nicht vertraglich festgeschrieben, sondern mündl. abgesprochen ist. Im Vertrag steht nur, dass ich im Monat auf 50,9 Std. Arbeitszeit kommen muss.
    Mein AG berechnet meinen Urlaubsanspruch, für mich ziemlich undurchsichtig, anhand meiner tatsächlich gearbeiteten Stunden. Laut eurer Formel müsste er diesen ja aber eigentlich anhand der Zahl der Wochentage berechnen, die ich gearbeitet habe, oder? Gilt dies auch, wenn die tatsächlichen Arbeitszeiten und -tage nicht festgeschrieben sind? Und wenn ich nun einen Tag Urlaub nehmen will, ist dieser Urlaubstag dann mittwochs 5,5 Std. und Freitags 7 Std. wert, also dürfte ich jeweils tatsächlich den ganzen Tag zu Hause bleiben und würde jeweils die volle Stundenzahl (5,5 Std. bzw. 7 Std.) bezahlt bekommen?

    Außerdem bekomme ich Feiertage, die auf Mittwoch der Freitag fallen, wie bspw. Karfreitag nicht ausbezahlt, da mein AG sagt, dass ich ja auch jeden anderen Wochentag stattdessen zur Arbeit kommen könnte. Ist das rechtens so?

    Vielen Dank für eure schnelle Hilfe!

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    • Kleiner Nachtrag: Als „Normalangestellter“ hat man bei meinem AG Anspruch auf 24 Urlaubstage im Jahr. Die Berechnung bei mir erfolgt aktuell anhand der abgeleisteten Wochenstunden: Ich arbeite 12,5 Std. in der Woche, das sind auf 5 Tage umgelegt 2,5 Std. / Tag (auch wenn ich nur an 2 Tagen die Woche tatsächlich arbeite). Mein Urlaubsanspruch beträgt daher 24 Tage à 2,5 Std. Wenn ich also einen Freitag frei nehmen will und diesen voll ausbezahlt haben möchte, muss ich dafür 3 Urlaubstage aufwenden. Ist das so korrekt von meinem AG?

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      • Hallo Ingo,

        die Berechnung des Urlaubsanspruchs erfolgt nicht anhand von Arbeitsstunden sondern anhand der wöchentlichen Arbeitstage. Nach unserer Berechnung haben Sie bei einer 2-Tage-Arbeitswoche einen Anspruch auf 8 Tage Urlaub im Kalenderjahr. Dabei ist unerheblich wie viele Stunden Sie am Tage arbeiten.

        Ob eine Verschiebung der Arbeitstage, die nicht arbeitsvertraglich festgelegt sind, auf andere Arbeitstage möglich ist, können wir nicht sicher beantworten. Wir empfehlen Ihnen bezüglich Ihrer Fragestellung sich an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer:
        030 / 221 911 004.

        Wir wünschen Ihnen ein schönes Pfingstfest

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  27. Hallo, ich bin als Minijobber angemeldet und arbeite nicht regelmäßig. Mache Urlaubsvertretung und nach Bedarf. Auch mal einen Monat gar nicht.
    Steht mir Urlaub zu, auch wenn in meinem Arbeitsvertrag drin steht, dass ich nur Anspruch auf Urlaub habe, wenn ich regelmäßige Arbeitszeiten habe?

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    • Hallo Ute,

      als Minijobberin haben Sie Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub, auch wenn Sie nicht regelmäßig arbeiten. Wie viele Tage es pro Jahr sind hängt davon ab, an wie vielen Tagen Sie in der Woche arbeiten.

      Sie geben an, dass Ihre Arbeitstage wöchentlich schwanken. Ihr individueller Urlaubsanspruch errechnet sich daher, indem die Anzahl Ihrer individuellen Arbeitstage des Jahres zu den Jahresarbeitstagen eines Vollzeitbeschäftigten ins Verhältnis gesetzt und mit der gesetzlichen oder tariflichen Nominalurlaubsdauer der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer multipliziert wird.
      Nehmen wir an, Sie arbeiten an 80 Tagen im Jahr und die Urlaubsdauer eines Vollzeitbeschäftigten bei einer 5-Tage-Woche beträgt 20 Urlaubstage, so errechnet sich die Urlaubsdauer wie folgt:
      80 Arbeitstage / 260 Jahresarbeitstage (bei Vollzeitbeschäftigung) × 20 Urlaubstage = 6,15 Arbeitstage Urlaub
      Zu berücksichtigen ist bei dieser Berechnung, dass bei einer 5-Tage-Arbeitswoche von möglichen 260 Arbeitstagen im Jahr auszugehen ist (52 Wochen × 5 Tage). Bei einer 6-Tage-Woche sind es hingegen 312 Arbeitstage im Jahr (52 Wochen × 6 Tage).

      Bitte beachten Sie, dass Sie den vollen Urlaubsanspruch erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten nach Beginn des Arbeitsverhältnisses haben. Bei kürzerer Dauer des Arbeitsverhältnisses ist der Urlaub entsprechend zu kürzen. Für jeden vollen Beschäftigungsmonat wird ein Zwölftel des Jahresurlaubs gewährt.

      Für weitergehende Fragen empfehlen wir Ihnen, sich an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu wenden. Die Kolleginnen und Kollegen, die zum Arbeitsrecht beraten, erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8 und 20 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  28. Hallo
    wir möchten einer minijobblerin ordentlich kündigen, sie hat aber einen befristeten Vertrag, der noch 9 Monate geht.
    Wie ist da die Frist? Sie ist jetzt 15 Monate bei uns?
    Mfg
    A. Ochmann

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    • Hallo A. Ochmann,

      nach § 15 Absatz 3 des Gesetzes über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge (Teilzeit- und Befristungsgesetz – TzBfG) unterliegt ein befristetes Arbeitsverhältnis nur dann der ordentlichen Kündigung, wenn dies einzelvertraglich oder im anwendbaren Tarifvertrag vereinbart ist. Ob dies der Fall ist, können wir nicht beurteilen.

      Für weitergehende Auskünfte empfehlen wir Ihnen, sich an einen Fachanwalt zu wenden.

      Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Hallo A. Ochmann,

      wir haben einen Nachtrag zu unserer letzten Antwort:

      Die 10 Tage Anspruch auf Urlaub haben Ihre Mitarbeiter nur dann, wenn sie regelmäßig abwechselnd mal zwei Tage in der Woche arbeiten und die Woche darauf an einem Tag in der Woche.

      Kommen sie jedoch in einer Woche zwei volle Tage und einen halben Tag zur Arbeit haben sie eine drei-Tage-Woche und somit einen höheren Urlaubsanspruch.

      Schließlich ist für die Berechnung des Urlaubs nur die Zahl der pro Woche gearbeiteten Tage relevant, nicht die Zahl der geleisteten Stunden. Somit hätten Ihre Mitarbeiter einen Anspruch auf 12 Tage Urlaub (3 x 24 : 6 = 12) im Jahr.

      Wir bitten Sie diese Besonderheiten zu berücksichtigen.

      Herzliche Grüße
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zenrale

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  29. Hallo,
    Ich habe bei einen Minijob erstmal 6Monate Probezeit.
    Laut Arbeitsvertrag bekomme ich 20 Urlaubstage.
    Ist es richtig, das ich wärend de Probezeit nicht in Urlaub gehen darf?
    Wenn die Probezeit um ist und ich einen Festvertrag bekomme, bekomme ich dann auch für die 6Monate die Urlaubstage oder gelten die 6 Monate nicht.
    LG

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    • Hallo Frau Mertins!

      Ja, der volle Urlaubsanspruch ergibt sich erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten. Besteht das Arbeitsverhältnis noch keine sechs Monate, hat der Mitarbeiter allerdings einen Anspruch auf 1/12 des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat der Beschäftigung. Näheres hierzu regelt § 5 des Bundesurlaubsgesetzes http://www.gesetze-im-internet.de/burlg/__5.html.

      Da wir – wie zuvor schon geschrieben – nicht detailliert zum Arbeitsrecht beraten dürfen, bitten wir Sie, bei weiteren Fragen hierzu das besagte Bürgertelefon des BMAS anzurufen!

      Liebe Grüße
      Das Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  30. 1) Hallo, Ich habe einen 450,00 Euro Job und arbeite nur Nachts.
    Im Arbeitsvertrag stehen 20 Urlaubstage. Ich arbeite 2 beziehungsweise 4Tage von einem in den anderen Tag. Mein Arbeitgeber zieht aber 5 Tage Urlaub ab, wenn ich eine Woche in Urlaub gehe. Ist das richtig? Eigentlich sind es doch nur 4Tage Urlaub, da ich doch auch nur 4 Tage arbeite.
    2) Ich bekomme 9,50 Std bei 47 Std im Monat. Der Arbeitgeber meint damit wäre die Nachtschichtzulage ausgeglichen ist das richtig?

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    • Hallo Frauz Mertins,

      Sie haben Recht, Ihr Arbeitgeber hätte vier anstatt fünf Tage Urlaub anrechnen dürfen. Beantragen Sie einen Urlaubstag für einen Arbeitseinsatz, der wie bei einer Nachtschicht in einen neuen Kalendertag hineinreichtt, zählt dieser als ein Tag.

      Auf Ihre andere Fragen dürfen wir Ihnen keine Antwort erteilen. Für eine fundierte Auskunft empfehlen wir Ihnen, das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales anzurufen. Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  31. Hallo,
    ich habe einen 450,00 Euro Minijob bei einer Messebaufirma mit einem Stundenlohn von 10,00 Euro. Da ich auf Abruf arbeite, also flexibles Zeitkonto (unterschiedliche Arbeitstage pro Woche), würde ich gerne wissen wie man hier den genauen Urlaubsanspruch ermittelt!

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    • Hallo Hans-Dieter,

      als Sozialversicherungsträger können wir nur allgemein zum Thema Arbeitsrecht (Urlaubsanspruch) informieren.

      Für detaillierte Fragen empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  32. Hallo!
    Ich habe eine Mitarbeiterin die sich noch in Elternzeit befindet, aber jetzt wieder 1 Tag in der Woche mit ca.6-7 Stunden arbeitet. Sie wird mit einem Stundenlohn bezahlt. Nun ist meine Frage wie ich für sie den Urlaub berechnen soll?
    Vielen Dank schon mal und liebe Grüße

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    • Hallo Frau Schrimpf-Döppenschmidt,

      wenn Ihre Mitarbeiterin während Ihrer Elternzeit bei Ihnen arbeitet, hat sie ganz normal einen Anspruch auf Erholungsurlaub, wie wir ihn im obigen Artikel erläutern. Wenn sie einmal in der Woche bei Ihnen arbeitet, hat Sie einen Anspruch auf vier Tage Urlaub im Jahr (1*24:6). Unsere Ausführungen zu den Abschnitten Wartezeit und Teilurlaub gelten entsprechend.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Hallo Frau Stolle!

      Eine pauschale Vergütung über den Stundenlohn ist nicht zulässig. Die Fortzahlung des Verdienstes während Ihres Urlaubs ist gesetzlich geregelt und arbeitsvertraglich unabdingbar. Gemäß § 11 Bundesurlaubsgesetz berechnet sich das Urlaubsentgelt nach Ihrem durchschnittlichen Verdienst in den letzten 13 Wochen vor Ihrem Urlaubsbeginn.

      Die Verpflichtung zur Entgeltfortzahlung bei Arbeitsausfall an Feiertagen ergibt sich aus § 2 Entgeltfortzahlungsgesetz. Wenn Ihr Arbeitseinsatz nur wegen eines gesetzlichen Feiertages ausfällt, haben Sie einen Anspruch darauf, dass Ihr Arbeitgeber Ihnen für diesen Tag das Arbeitsentgelt zahlt, das Sie ohne Arbeitsausfall erhalten hätten. Dies gilt tatsächlich nur dann, wenn Sie an diesem Feiertag normalerweise zur Arbeitsleistung verpflichtet gewesen wären. Es ist auch nicht zulässig, dass Ihr Arbeitgeber Sie die ausgefallene Arbeitszeit an einem sonst arbeitsfreien Tag vor- oder nacharbeiten lässt.

      Für weitere Fragen zum Thema Arbeitsrecht und zu Ihrem Arbeitsvertrag empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  33. Sehr geehrtes Blog Team

    ich bin als Koch in Teilzeit in einem Saison Betrieb tätig und Studiere in Vollzeit 5 Tage die Woche. Im Regelfall arbeite ich 2 Tage die Woche. Ca 10-15 Stunden aber in den Ferien bis zu 5 Tage xx Stunden, da mache ich dann auch Überstunden. Ich soll laut Vertrag 52.9H im Monat arbeiten, was ich im Winter nicht schaffe aber im Sommer oft überschreite. Wie lässt sich mein Urlaubsanspruch ermitteln?

    Gruß Jason Mbousounis

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    • Hallo Herr Mbousounis,

      wir als Minijob-Zentrale erteilen lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht.

      Da Sie in der Regel zwei Tage in der Woche arbeiten, ergibt sich für Sie ein gesetzlicher Urlaubsanspruch von mindestens 8 Tagen im Jahr.

      Wie mit Ihren Überstunden umzugehen ist, ist abhängig davon, was Sie mit Ihrem Arbeitgeber vereinbart haben. Entweder Ihr Arbeitgeber zahlt Ihnen die Überstunden aus oder er bietet Ihnen für die geleisteten Überstunden einen bezahlten Freizeitausgleich an. Der Überstundenabbau ist jedoch nicht mit dem Anspruch auf Urlaub gleichzusetzen. Es liegt generell im Ermessen Ihres Arbeitgebers, wann Sie Ihre Überstunden durch bezahlte Freizeit ausgleichen dürfen.

      Sie haben angegeben, dass Sie laut Arbeitsvertrag 52,9 Stunden im Monat arbeiten. Da der aktuelle Mindestlohn bei 8,84 Euro je Stunde liegt, würden Sie die monatliche Verdienstgrenze von 450 Euro regelmäßig überschreiten.

      Für weitere Fragen zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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