Auch Minijobber haben ein Recht auf Urlaub

Urlaub - © Gina Sanders / Fotolia
Christi Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam – gerade im Mai und Juni eines Jahres gibt es viele Feiertage und Arbeitnehmer nehmen sich dann gerne mit Brückentagen Urlaub. Auch Minijobber haben einen gesetzlichen Anspruch auf Erholungsurlaub. Deshalb sind hier die wichtigsten Informationen zum Urlaubsanspruch und dessen Berechnung zusammengestellt.

Arbeitnehmer, die einen Minijob ausüben, gelten nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) als Teilzeitbeschäftigte und haben damit wie jeder Arbeitnehmer Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Bei einer sechs-Tage-Woche beträgt der gesetzliche Urlaubsanspruch mindestens vier Wochen bzw. 24 Werktage im Jahr, die tatsächliche Anzahl der Urlaubstage muss jedoch auf die zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbarten wöchentlichen Werktage umgerechnet werden. Dabei ist nur die Zahl der pro Woche gearbeiteten Tage relevant, nicht die Zahl der geleisteten Stunden.

Berechnung des Urlaubsanspruchs:

Individuelle Arbeitstage pro Woche x 24 : 6 = Urlaubstage

Beispiel:

Einem Arbeitnehmer, der fünf Tage die Woche arbeitet, stehen 20 Urlaubstage im Jahr zu, auch wenn er insgesamt nur 10 Stunden die Woche arbeitet (5×24:6). Leistet er diese 10 Stunden dagegen an zwei Werktagen in der Woche ab, stehen ihm nur acht Urlaubstage zur Verfügung (2×24:6).

Da Minijobber wegen des Grundsatzes der Gleichbehandlung nicht ohne sachlichen Grund benachteiligt werden dürfen, kann der Urlaubsanspruch höher ausfallen, wenn der Arbeitgeber ihren vollzeitbeschäftigten Kollegen einen längeren Jahresurlaub gewährt.

Weitere Blogbeiträge zum Urlaubsanspruch für Minijobber:

Die Informationen zum Urlaubsanspruch gibt es auch hier als Download: Minijobs – Merkblatt zum Arbeitsrecht

Infos zum Anspruch auf Urlaub für Minijobber haben wir auch in unserer Videoreihe „Minijob? – Wir antworten“ zusammengefasst:

 

Anmerkung:

Liebe Blog-Leser,
bitte beachten Sie, dass wir Sie zu arbeitsrechtlichen Einzelanfragen im Detail nicht beraten können.

Wir als Minijob-Zentrale erteilen lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht. Diese finden Sie auf unserer Homepage.

Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales anzurufen. Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

Darüber hinaus können Sie sich für eine Rechtsberatung unter anderem an eine Gewerkschaft oder an einen Rechtsanwalt wenden.

255 Kommentare zu “Auch Minijobber haben ein Recht auf Urlaub

  1. Hallo,
    wir beschäftigen in unserem Haushalt eine Reinigungskraft, die alle 14 Tage Montags zu uns kommt, dafür erhält sie monatlich 112,50 EUR. Im Vertrag steht dazu: „Der Brutto-Monatslohn setzt zwei Arbeitstage/Monat zu einem Stundenlohn von 11,25 EUR voraus“ plus der Regelung, dass ein dritter Montag im Monat über Freizeit ausgeglichen wird.
    Nun besteht Entgeltfortzahlungspflicht an Feiertagen, was für uns bedeutet, dass sie z.B. Pfingstmontag frei hatte, im Juni aber trotzdem den vollen Lohn bekam – konkret also nur einmal gearbeitet hat (=doppeltes Gehalt).

    Wenn ich jemanden an drei oder vier Tagen pro Woche beschäftige, dann relativiert sich ein Feiertag im Monat irgendwo. Aber wenn sie ihr Gehalt für zwei Arbeitstage im Monat bekommt – und dann einer davon ausfällt, finde ich das Verhältnis nicht mehr ausgewogen … trifft die Regelung trotzdem zu oder können wir sie ohne schlechtes Gewissen bitte, den ausgefallenen Tag nachzuarbeiten?
    Danke & viele Grüße, Con.

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    • Guten Tag Ilona,

      alle Arbeitnehmer, also auch Minijobber, haben Anspruch auf Lohnfortzahlung an gesetzlichen Feiertagen.

      Fällt ein Feiertag auf einen regelmäßigen Arbeitstag, besteht somit ein Anspruch auf Feiertagsvergütung und ist nicht vom Arbeitnehmer nachzuarbeiten.

      Das bedeutet im Umkehrschluss, fällt ein Feiertag auf einen für den Arbeitnehmer regelmäßig arbeitsfreien Tag, besteht kein Anspruch auf Feiertagsvergütung. Die Arbeit fällt an diesem Tag infolge des Dienstplans und nicht infolge des Feiertags aus.
      Für eine individuelle Beratung zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon für Arbeit und Soziales anzurufen. Die Kollegen erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  2. Hallo!!!
    ich arbeite für 20 Stunden pro Woche im Cafe schon seit Ende 2015 ohne Urlaub. Wenn ich richtig verstanden habe, kann ich Anspruch auf Urlaub für 12 Tagen pro Jahr. Und meine Frage ist: kann ich jetzt einen Anspruch auf Urlaub für Minijobber nur für 1 Jahr haben oder für beides Jahren ?

    Mit freundlichen Grüßen
    Maria

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    • Hallo Maria,
      mit 20 Stunden Arbeitszeit pro Woche kann man keinen Minijob ausüben, das würde zu einem Stundenlohnführen, der nicht dem Mindestlohn entspricht.

      Wie viele Tage Urlaubsanspruch Sie haben, kann man nur beantworten, wenn Sie mitteilen, an wie vielen Tagen Sie pro Woche arbeiten.

      Viele Grüße

      Christine Frels

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    • Hallo Maria,

      ihr Urlaubsanspruch beträgt bei einer 3-Tage-Woche 12 Urlaubstage im Kalenderjahr. Er wird nicht nach Stunden berechnet.
      Inwieweit Sie Ihre Urlaubsansprüche für die Kalenderjahre 2015 und 2016 noch geltend machen können erfragen Sie bitte bei der Arbeitsrechtshotline des Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
      Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  3. Ich bin seit dem 26 .06.2017 als Kurier Fahrer
    Bei einem dentallabor tätig auf 450,- eu Basis.
    Heute wurde mir gesagt , ich bekomme keinen
    bezahlten Urlaub da ich einen Stundenlohn
    von 9-, eu bekomme . Ist das rechtens ?
    Ich fahre 3tage pro Woche.

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    • Guten Tag Hans,

      der Urlaubsanspruch, wie in unserem Blog beschrieben, wird nicht in Abhängigkeit der geleisteten Arbeitsstunden in der Woche berechnet, sondern richtet sich danach wie viele Tage Sie in der Woche arbeiten.
      Berechnung des Urlaubsanspruchs:
      Individuelle Arbeitstage pro Woche x 24 : 6 = Urlaubstage
      Somit ergibt sich für Sie ein Urlaubsanspruch von 12 Tagen im Jahr. Für ein halbes Jahr sind es dann 6 Tage.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  4. Pingback: Minijob: Urlaub berechnen leicht gemacht | Die Minijob-Zentrale

  5. Hallo,
    ich habe da mal eine Frage an das Team der Mini-Jobzentrale.
    Ich gehe 2x die Woche arbeiten. Dienstags und Freitags. Das Geld dafür bekomme
    ich monatlich aufs Konto für die Stunden. Bekanntlich hat der Monat 4 Wochen.
    Was ist wenn der Monat nicht 4 Freitage hat,sondern 5? Dann muss ich doch für den
    Tag noch eine extra Bezahlung bekommen oder? Oder habe ich da einen Denkfehler? Und habe einfach Pech gehabt, das der Monat mehr Tage hat.?
    Bin da wirklich im Zwiespalt.
    Vielen Dank für die Antwort

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    • Hallo Frau Busse,

      in der Regel verhält es sich so, dass Angestellte eines Unternehmens Gehalt beziehen, während die gewerblichen Mitarbeitern Lohn bekommen. Dabei stellt ein Gehalt eine fest vereinbarte Summe dar, die unabhängig von den geleisteten Stunden ist. Lohn hingegen kann variieren und wird nach tatsächlich geleisteten Stunden entrichtet. Demnach fällt die Gehaltszahlung am Monatsende immer wieder unterschiedlich hoch aus. Diese Art der Vergütung findet auch häufig bei 450-Euro-Minijobs Anwendung. Die Höhe des Stundenlohns ist allerdings eine feste Größe. Da Sie in Ihrer Anfrage angeben, dass Sie nach Stunden bezahlt werden, müssten Sie in den Monaten mit fünf Freitagen ein höheren Lohn beziehen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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      • Vielen Dank für Ihre Antwort. Das habe ich genau so gesehen, war mir aber nicht sicher. Jetzt haben Sie mir meine Zweifel genommen. Und dafür möchte ich mich bei Ihnen bedanken. Toll dieser Blog. Man kann Fragen stellen und die werden prompt
        beantwortet. Vielen lieben Dank an das Team der Minijob-Zentrale

        Mit freundlichen Grüßen
        Regine Busse

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  6. Hallo, ich Arbeite bei einer Logistigfirma unregelmässig zwischen 2x aber auch 5x die Woche, so wie bedarf ist. Die Firma meinte auf nachfrage, das sie nur die Zeit bezahlt die ich gearbeitet habe. Ich also bei Krankheit oder Urlaub diese zeit nicht bezahlt bekäme. Ist das Rechtens und wenn nicht was kann ich machen?

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    • Hallo Tilo,

      die Vorgehensweise Ihres Arbeitgebers ist nicht rechtens.

      Wir empfehlen Ihnen die individuelle Beratung zu diesem arbeitsrechtlichen Thema beim Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie montags bis donnerstags von 8:00 bis 20:00 Uhr unter der Telefonnummer 030 221 911 004.

      Freundliche Grüße

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  7. Hallo,
    Ich bin auf 450€(8.84€) in einer Bäckerei angestellt. Bin schon seit 11 Jahren in der Firma. Nach 2 Jahren Elternteil bin als Aushilfe zurück gekommen. Davor war ich vollzeit.(über 9.50€ Std.l)
    Ich gehe im Normalfall Samstag und Sonntag(Wochenendaushilfe) arbeiten. Aber des öfteren auch 4 Tage(Do,Fr,Sa,So) , pro Tag mindestens 6h.
    Wieviel Urlaubstage stehen mir zu?
    Sonntag wird kein Urlaubstag berechnet !?
    Wie oft kann man sich seine Überstunden im Jahr auszahlen lassen?

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    • Hallo Anja,

      als Minijobberin haben Sie Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub, auch wenn Sie nicht regelmäßig arbeiten. Wie viele Tage es pro Jahr sind hängt davon ab, an wie vielen Tagen Sie in der Woche arbeiten.
      Sie geben an, dass Ihre Arbeitstage wöchentlich schwanken. Ihr individueller Urlaubsanspruch errechnet sich daher, indem die Anzahl Ihrer individuellen Arbeitstage des Jahres zu den Jahresarbeitstagen eines Vollzeitbeschäftigten ins Verhältnis gesetzt und mit der gesetzlichen oder tariflichen Nominalurlaubsdauer der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer multipliziert wird.

      Nehmen wir an, Sie arbeiten an 130 Tagen im Jahr und die Urlaubsdauer eines Vollzeitbeschäftigten bei einer 5-Tage-Woche beträgt 20 Urlaubstage, so errechnet sich die Urlaubsdauer wie folgt:
      130 Arbeitstage / 260 Jahresarbeitstage (bei Vollzeitbeschäftigung) × 20 Urlaubstage = 10 Arbeitstage Urlaub.

      Zu berücksichtigen ist bei dieser Berechnung, dass bei einer 5-Tage-Arbeitswoche von möglichen 260 Arbeitstagen im Jahr auszugehen ist (52 Wochen × 5 Tage). Bei einer 6-Tage-Woche sind es hingegen 312 Arbeitstage im Jahr (52 Wochen × 6 Tage).
      Werden Sie als Arbeitnehmerin von Ihrer Arbeitspflicht durch Urlaub an einem Sonn- oder Feiertag befreit, an dem Sie sonst hätte arbeiten müssen, so wird Ihnen der Tag auf Ihren Urlaubsanspruch als gewährt angerechnet. Sie erhalten auch Ihr regelmäßiges Arbeitsentgelt.
      Für eine abschließende Beratung empfehlen wir Ihnen, das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales anzurufen. Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.
      Bei der Auszahlung von Überstunden ist zu beachten, dass durch die Auszahlung die monatliche Verdienstgrenze von 450 Euro bzw. der Jahresverdienst von 5.400 Euro nicht überschritten werden darf. Darüber hinaus ist ein Überschreiten der 450-Euro-Grenze in bestimmten Fällen bis zu 3 mal im Jahr möglich, wenn die Mehrarbeit aufgrund nicht vorhersehbarer Umstände, zum Beispiel durch eine Krankheitsvertretung, entstanden ist.
      Führt ihr Arbeitgeber dagegen ein Arbeitszeitkonto mit einem gleichbleibenden monatlichen Gehalt, so erhalten Sie jeden Monat ihr vereinbartes Entgelt weiter gezahlt. Der Ausgleich der Mehrarbeitsstunden erfolgt hier durch Freitzeitausgleich.

      Mit freundlichen Grüßen,

      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  8. Hallo Minijob-Zentrale-Team!
    Ich habe folgende Fragen: Ich arbeite mittwochs 5,5 Std. und Freitags 7 Std und verdiene 450€ im Monat, was allerdings nicht vertraglich festgeschrieben, sondern mündl. abgesprochen ist. Im Vertrag steht nur, dass ich im Monat auf 50,9 Std. Arbeitszeit kommen muss.
    Mein AG berechnet meinen Urlaubsanspruch, für mich ziemlich undurchsichtig, anhand meiner tatsächlich gearbeiteten Stunden. Laut eurer Formel müsste er diesen ja aber eigentlich anhand der Zahl der Wochentage berechnen, die ich gearbeitet habe, oder? Gilt dies auch, wenn die tatsächlichen Arbeitszeiten und -tage nicht festgeschrieben sind? Und wenn ich nun einen Tag Urlaub nehmen will, ist dieser Urlaubstag dann mittwochs 5,5 Std. und Freitags 7 Std. wert, also dürfte ich jeweils tatsächlich den ganzen Tag zu Hause bleiben und würde jeweils die volle Stundenzahl (5,5 Std. bzw. 7 Std.) bezahlt bekommen?

    Außerdem bekomme ich Feiertage, die auf Mittwoch der Freitag fallen, wie bspw. Karfreitag nicht ausbezahlt, da mein AG sagt, dass ich ja auch jeden anderen Wochentag stattdessen zur Arbeit kommen könnte. Ist das rechtens so?

    Vielen Dank für eure schnelle Hilfe!

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    • Kleiner Nachtrag: Als „Normalangestellter“ hat man bei meinem AG Anspruch auf 24 Urlaubstage im Jahr. Die Berechnung bei mir erfolgt aktuell anhand der abgeleisteten Wochenstunden: Ich arbeite 12,5 Std. in der Woche, das sind auf 5 Tage umgelegt 2,5 Std. / Tag (auch wenn ich nur an 2 Tagen die Woche tatsächlich arbeite). Mein Urlaubsanspruch beträgt daher 24 Tage à 2,5 Std. Wenn ich also einen Freitag frei nehmen will und diesen voll ausbezahlt haben möchte, muss ich dafür 3 Urlaubstage aufwenden. Ist das so korrekt von meinem AG?

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      • Hallo Ingo,

        die Berechnung des Urlaubsanspruchs erfolgt nicht anhand von Arbeitsstunden sondern anhand der wöchentlichen Arbeitstage. Nach unserer Berechnung haben Sie bei einer 2-Tage-Arbeitswoche einen Anspruch auf 8 Tage Urlaub im Kalenderjahr. Dabei ist unerheblich wie viele Stunden Sie am Tage arbeiten.

        Ob eine Verschiebung der Arbeitstage, die nicht arbeitsvertraglich festgelegt sind, auf andere Arbeitstage möglich ist, können wir nicht sicher beantworten. Wir empfehlen Ihnen bezüglich Ihrer Fragestellung sich an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer:
        030 / 221 911 004.

        Wir wünschen Ihnen ein schönes Pfingstfest

        Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  9. Hallo, ich bin als Minijobber angemeldet und arbeite nicht regelmäßig. Mache Urlaubsvertretung und nach Bedarf. Auch mal einen Monat gar nicht.
    Steht mir Urlaub zu, auch wenn in meinem Arbeitsvertrag drin steht, dass ich nur Anspruch auf Urlaub habe, wenn ich regelmäßige Arbeitszeiten habe?

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    • Hallo Ute,

      als Minijobberin haben Sie Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub, auch wenn Sie nicht regelmäßig arbeiten. Wie viele Tage es pro Jahr sind hängt davon ab, an wie vielen Tagen Sie in der Woche arbeiten.

      Sie geben an, dass Ihre Arbeitstage wöchentlich schwanken. Ihr individueller Urlaubsanspruch errechnet sich daher, indem die Anzahl Ihrer individuellen Arbeitstage des Jahres zu den Jahresarbeitstagen eines Vollzeitbeschäftigten ins Verhältnis gesetzt und mit der gesetzlichen oder tariflichen Nominalurlaubsdauer der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer multipliziert wird.
      Nehmen wir an, Sie arbeiten an 80 Tagen im Jahr und die Urlaubsdauer eines Vollzeitbeschäftigten bei einer 5-Tage-Woche beträgt 20 Urlaubstage, so errechnet sich die Urlaubsdauer wie folgt:
      80 Arbeitstage / 260 Jahresarbeitstage (bei Vollzeitbeschäftigung) × 20 Urlaubstage = 6,15 Arbeitstage Urlaub
      Zu berücksichtigen ist bei dieser Berechnung, dass bei einer 5-Tage-Arbeitswoche von möglichen 260 Arbeitstagen im Jahr auszugehen ist (52 Wochen × 5 Tage). Bei einer 6-Tage-Woche sind es hingegen 312 Arbeitstage im Jahr (52 Wochen × 6 Tage).

      Bitte beachten Sie, dass Sie den vollen Urlaubsanspruch erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten nach Beginn des Arbeitsverhältnisses haben. Bei kürzerer Dauer des Arbeitsverhältnisses ist der Urlaub entsprechend zu kürzen. Für jeden vollen Beschäftigungsmonat wird ein Zwölftel des Jahresurlaubs gewährt.

      Für weitergehende Fragen empfehlen wir Ihnen, sich an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu wenden. Die Kolleginnen und Kollegen, die zum Arbeitsrecht beraten, erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8 und 20 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  10. Hallo
    wir möchten einer minijobblerin ordentlich kündigen, sie hat aber einen befristeten Vertrag, der noch 9 Monate geht.
    Wie ist da die Frist? Sie ist jetzt 15 Monate bei uns?
    Mfg
    A. Ochmann

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    • Hallo A. Ochmann,

      nach § 15 Absatz 3 des Gesetzes über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge (Teilzeit- und Befristungsgesetz – TzBfG) unterliegt ein befristetes Arbeitsverhältnis nur dann der ordentlichen Kündigung, wenn dies einzelvertraglich oder im anwendbaren Tarifvertrag vereinbart ist. Ob dies der Fall ist, können wir nicht beurteilen.

      Für weitergehende Auskünfte empfehlen wir Ihnen, sich an einen Fachanwalt zu wenden.

      Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Hallo A. Ochmann,

      wir haben einen Nachtrag zu unserer letzten Antwort:

      Die 10 Tage Anspruch auf Urlaub haben Ihre Mitarbeiter nur dann, wenn sie regelmäßig abwechselnd mal zwei Tage in der Woche arbeiten und die Woche darauf an einem Tag in der Woche.

      Kommen sie jedoch in einer Woche zwei volle Tage und einen halben Tag zur Arbeit haben sie eine drei-Tage-Woche und somit einen höheren Urlaubsanspruch.

      Schließlich ist für die Berechnung des Urlaubs nur die Zahl der pro Woche gearbeiteten Tage relevant, nicht die Zahl der geleisteten Stunden. Somit hätten Ihre Mitarbeiter einen Anspruch auf 12 Tage Urlaub (3 x 24 : 6 = 12) im Jahr.

      Wir bitten Sie diese Besonderheiten zu berücksichtigen.

      Herzliche Grüße
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zenrale

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  11. Hallo,
    Ich habe bei einen Minijob erstmal 6Monate Probezeit.
    Laut Arbeitsvertrag bekomme ich 20 Urlaubstage.
    Ist es richtig, das ich wärend de Probezeit nicht in Urlaub gehen darf?
    Wenn die Probezeit um ist und ich einen Festvertrag bekomme, bekomme ich dann auch für die 6Monate die Urlaubstage oder gelten die 6 Monate nicht.
    LG

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    • Hallo Frau Mertins!

      Ja, der volle Urlaubsanspruch ergibt sich erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten. Besteht das Arbeitsverhältnis noch keine sechs Monate, hat der Mitarbeiter allerdings einen Anspruch auf 1/12 des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat der Beschäftigung. Näheres hierzu regelt § 5 des Bundesurlaubsgesetzes http://www.gesetze-im-internet.de/burlg/__5.html.

      Da wir – wie zuvor schon geschrieben – nicht detailliert zum Arbeitsrecht beraten dürfen, bitten wir Sie, bei weiteren Fragen hierzu das besagte Bürgertelefon des BMAS anzurufen!

      Liebe Grüße
      Das Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  12. 1) Hallo, Ich habe einen 450,00 Euro Job und arbeite nur Nachts.
    Im Arbeitsvertrag stehen 20 Urlaubstage. Ich arbeite 2 beziehungsweise 4Tage von einem in den anderen Tag. Mein Arbeitgeber zieht aber 5 Tage Urlaub ab, wenn ich eine Woche in Urlaub gehe. Ist das richtig? Eigentlich sind es doch nur 4Tage Urlaub, da ich doch auch nur 4 Tage arbeite.
    2) Ich bekomme 9,50 Std bei 47 Std im Monat. Der Arbeitgeber meint damit wäre die Nachtschichtzulage ausgeglichen ist das richtig?

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    • Hallo Frauz Mertins,

      Sie haben Recht, Ihr Arbeitgeber hätte vier anstatt fünf Tage Urlaub anrechnen dürfen. Beantragen Sie einen Urlaubstag für einen Arbeitseinsatz, der wie bei einer Nachtschicht in einen neuen Kalendertag hineinreichtt, zählt dieser als ein Tag.

      Auf Ihre andere Fragen dürfen wir Ihnen keine Antwort erteilen. Für eine fundierte Auskunft empfehlen wir Ihnen, das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales anzurufen. Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  13. Hallo,
    ich habe einen 450,00 Euro Minijob bei einer Messebaufirma mit einem Stundenlohn von 10,00 Euro. Da ich auf Abruf arbeite, also flexibles Zeitkonto (unterschiedliche Arbeitstage pro Woche), würde ich gerne wissen wie man hier den genauen Urlaubsanspruch ermittelt!

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    • Hallo Hans-Dieter,

      als Sozialversicherungsträger können wir nur allgemein zum Thema Arbeitsrecht (Urlaubsanspruch) informieren.

      Für detaillierte Fragen empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  14. Hallo!
    Ich habe eine Mitarbeiterin die sich noch in Elternzeit befindet, aber jetzt wieder 1 Tag in der Woche mit ca.6-7 Stunden arbeitet. Sie wird mit einem Stundenlohn bezahlt. Nun ist meine Frage wie ich für sie den Urlaub berechnen soll?
    Vielen Dank schon mal und liebe Grüße

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    • Hallo Frau Schrimpf-Döppenschmidt,

      wenn Ihre Mitarbeiterin während Ihrer Elternzeit bei Ihnen arbeitet, hat sie ganz normal einen Anspruch auf Erholungsurlaub, wie wir ihn im obigen Artikel erläutern. Wenn sie einmal in der Woche bei Ihnen arbeitet, hat Sie einen Anspruch auf vier Tage Urlaub im Jahr (1*24:6). Unsere Ausführungen zu den Abschnitten Wartezeit und Teilurlaub gelten entsprechend.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Hallo Frau Stolle!

      Eine pauschale Vergütung über den Stundenlohn ist nicht zulässig. Die Fortzahlung des Verdienstes während Ihres Urlaubs ist gesetzlich geregelt und arbeitsvertraglich unabdingbar. Gemäß § 11 Bundesurlaubsgesetz berechnet sich das Urlaubsentgelt nach Ihrem durchschnittlichen Verdienst in den letzten 13 Wochen vor Ihrem Urlaubsbeginn.

      Die Verpflichtung zur Entgeltfortzahlung bei Arbeitsausfall an Feiertagen ergibt sich aus § 2 Entgeltfortzahlungsgesetz. Wenn Ihr Arbeitseinsatz nur wegen eines gesetzlichen Feiertages ausfällt, haben Sie einen Anspruch darauf, dass Ihr Arbeitgeber Ihnen für diesen Tag das Arbeitsentgelt zahlt, das Sie ohne Arbeitsausfall erhalten hätten. Dies gilt tatsächlich nur dann, wenn Sie an diesem Feiertag normalerweise zur Arbeitsleistung verpflichtet gewesen wären. Es ist auch nicht zulässig, dass Ihr Arbeitgeber Sie die ausgefallene Arbeitszeit an einem sonst arbeitsfreien Tag vor- oder nacharbeiten lässt.

      Für weitere Fragen zum Thema Arbeitsrecht und zu Ihrem Arbeitsvertrag empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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  15. Sehr geehrtes Blog Team

    ich bin als Koch in Teilzeit in einem Saison Betrieb tätig und Studiere in Vollzeit 5 Tage die Woche. Im Regelfall arbeite ich 2 Tage die Woche. Ca 10-15 Stunden aber in den Ferien bis zu 5 Tage xx Stunden, da mache ich dann auch Überstunden. Ich soll laut Vertrag 52.9H im Monat arbeiten, was ich im Winter nicht schaffe aber im Sommer oft überschreite. Wie lässt sich mein Urlaubsanspruch ermitteln?

    Gruß Jason Mbousounis

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    • Hallo Herr Mbousounis,

      wir als Minijob-Zentrale erteilen lediglich allgemeine Auskünfte zum Thema Arbeitsrecht.

      Da Sie in der Regel zwei Tage in der Woche arbeiten, ergibt sich für Sie ein gesetzlicher Urlaubsanspruch von mindestens 8 Tagen im Jahr.

      Wie mit Ihren Überstunden umzugehen ist, ist abhängig davon, was Sie mit Ihrem Arbeitgeber vereinbart haben. Entweder Ihr Arbeitgeber zahlt Ihnen die Überstunden aus oder er bietet Ihnen für die geleisteten Überstunden einen bezahlten Freizeitausgleich an. Der Überstundenabbau ist jedoch nicht mit dem Anspruch auf Urlaub gleichzusetzen. Es liegt generell im Ermessen Ihres Arbeitgebers, wann Sie Ihre Überstunden durch bezahlte Freizeit ausgleichen dürfen.

      Sie haben angegeben, dass Sie laut Arbeitsvertrag 52,9 Stunden im Monat arbeiten. Da der aktuelle Mindestlohn bei 8,84 Euro je Stunde liegt, würden Sie die monatliche Verdienstgrenze von 450 Euro regelmäßig überschreiten.

      Für weitere Fragen zum Thema Arbeitsrecht empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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    • Hallo Frau Mertins,

      bei einem 450-Euro-Minijob dürfen Sie regelmäßig monatlich bis zu 450 Euro verdienen. Wenn Sie ein Jahr lang durchgehend arbeiten, sind das höchstens 5.400 Euro. Diese jährliche Verdienstgrenze gilt für einen Jahreszeitraum ausgehend vom Beginn Ihrer Beschäftigung.

      Da Ihr Minijob im Februar 2017 begonnen hat, dürfen Sie im Jahreszeitraum Februar 2017 bis Januar 2018 maximal 5.400 Euro verdienen. Sofern Sie diese Verdienstgrenze durch Ihr vereinbartes Arbeitsentgelt nicht erreichen, können Sie den Rest durch aushelfen dazu verdienen.

      Weitere Informationen zu der jährlichen Verdienstgrenze und zu einem möglichen Überschreiten finden Sie auf unserer Internetseite: https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/01_450_euro_gewerbe/01_Entgeltgrenze/node.html

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Blog-Team der Minijob-Zentrale

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