Minijob: Anmelden lohnt sich

Abgabefrist 31.5. – Was Arbeitgeber bei der Steuererklärung beachten sollten

Den folgenden Radiobeitrag finden Sie auch hier im Audio-Format:

Kinder hüten - © SergiyN / Fotolia.com

Rasen mähen, Kinder hüten, Fenster putzen: Immer mehr Familien und beruflich geforderte Deutsche suchen sich eine Haushaltshilfe. Häufig sind das Nebenjobs von Studenten und Schülern oder es sind Frauen, die sich ihre Haushaltskasse aufbessern möchten. Was viele Arbeitsgeber nicht wissen: Wer einen Minijobber beschäftigt, kann sich einen Teil der Kosten über die Steuererklärung wieder zurückholen. Und die muss bis spätestens zum 31. Mai abgegeben werden. Meine Kollegin Iris Mohr hat sich erkundigt.

Bald steht die Abgabe der Lohnsteuererklärung an. Und wer möchte sich da nicht das wiederholen, was einem auch zusteht?

„Die Arbeitgeber von Minijobbern in Privathaushalten können sich 20 Prozent der Kosten – maximal 510 Euro im Jahr – vom Finanzamt wiederholen. Bei der Kinderbetreuung können die Eltern sogar bis zu 4.000 Ero pro Jahr und Kind als Sonderausgaben absetzen. Dazu gilt: Die Summe der pauschalen Abgaben beträgt maximal 14,44 Prozent des gesamten Arbeitsentgelts.“ erläutert der Experte der Minijob-Zentrale, Christian Schirk, und erklärt es am Beispiel:

„Bei einer Beschäftigung von beispielsweise 200,- Euro im Monat betragen die Abgaben für den Arbeitgeber gerade einmal 28,88 Euro. Das Finanzamt erstattet jedoch 42,50 Euro und übernimmt damit quasi einen Teil des Lohns. Jeder kann sich individuell informieren, indem er den Haushaltsscheck-Rechner auf www.minijob-zentrale.de besucht. Einfach den monatlichen Verdienst der Haushaltshilfe eingeben und so die mögliche Steuererstattung berechnen lassen.“

Wenn manche auch nur das Wort „Steuererklärung“ hören, stellen sich schon die Nackenhaare auf. Dabei ist es ganz einfach, das Geld zurückzubekommen.

„Der Arbeitgeber erhält nach Ablauf eines Kalenderjahres von der Minijob-Zentrale eine Bescheinigung für das Finanzamt, aus der die Höhe des im Vorjahr gezahlten Arbeitsentgelts und der darauf entfallenden Abgaben hervorgehen. Im Lohnsteuerformular sind diese Ausgaben unter der Rubrik „Haushaltsnahe Dienstleistungen“ einzutragen. Das war es schon.“

Bis zu 450 Euro im Monat darf ein Minijobber verdienen. Im Krankheitsfall hat er dann Anspruch auf Lohnfortzahlung, ist offiziell unfallversichert und automatisch rentenversichert.

Übrigens: Wer sich nicht an den offiziellen Weg hält und erwischt wird, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 5.000 Euro rechnen. Hat der Minijobber einen Unfall, kann es ebenfalls teuer werden. Denn dann wird die Unfallversicherung vom Arbeitgeber die Beiträge nachfordern sowie die Leistungen, für die sie in Vorkasse getreten ist.

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