Mit einem Minijob durch die Vorweihnachtszeit

Es dauert nicht mehr lang, dann steht Weihnachten vor der Tür.

Gerade jetzt ist die Mithilfe von Aushilfskräften im Handel oder auf dem Weihnachtsmarkt wieder gefragt. In den meisten Fällen wird es sich um eine geringfügige Beschäftigung handeln, von der es zwei verschiedene Arten gibt: den 450-Euro-Minijob und die kurzfristige Beschäftigung.

Bei dem 450-Euro-Minijob kommt es allein darauf an, dass der regelmäßige monatliche Verdienst nicht mehr als 450 Euro beträgt. Seit Anfang diesen Jahres unterliegt der Minijobber generell bei neu aufgenommenen Beschäftigungen der Rentenversicherungspflicht und erlangt somit durch die Zahlung eines kleinen eigenen Beitragsanteils vollwertige Ansprüche in der Rentenversicherung. Will der Minijobber dieses nicht, so kann er sich von der Versicherungspflicht befreien lassen. Ansonsten erhält der Arbeitnehmer seinen Lohn in der Regel ohne weitere Abzüge und ist versicherungsfrei in den anderen Zweigen der Sozialversicherung.

Bei kurzfristigen Minijobs besteht Versicherungsfreiheit. Im Gegensatz zu einem 450-Euro-Minijob fallen bei einer kurzfristigen Beschäftigung auch für den Arbeitgeber keine Pauschalbeiträge an. Bei dieser Art der Beschäftigung kommt es – anders als bei den 450-Euro-Minijobs – nicht auf die Höhe des Arbeitsentgelts, sondern auf eine zeitliche Befristung an. Eine kurzfristige Beschäftigung liegt nur vor, wenn diese im Laufe des Kalenderjahres auf nicht mehr als zwei Monate oder insgesamt 50 Arbeitstage begrenzt ist.

Eine kurzfristige Beschäftigung liegt jedoch nicht vor, wenn ein mehr als geringfügiges Arbeitsentgelt gezahlt wird und die Beschäftigung berufsmäßig ausgeübt wird. Das ist der Fall, wenn der Arbeitnehmer durch das Einkommen maßgeblich seinen Lebensunterhalt bestreitet. Dies ist von Person zu Person verschieden und daher im Einzelfall zu beurteilen. Zum Beispiel wird eine kurzfristige Beschäftigung als Schüler oder während eines Studiums in der Regel nicht berufsmäßig ausgeübt. Hingegen gelten Personen, die bei der Arbeitsagentur arbeits- bzw. ausbildungssuchend gemeldet sind, während dieser Zeit als berufsmäßig beschäftig.

Ob im Einzelfall Berufsmäßigkeit vorliegt, muss der Arbeitgeber vor Beginn einer kurzfristigen Beschäftigung feststellen. Hierfür kann er die von der Minijob-Zentrale zur Verfügung gestellte Arbeitshilfe zur Prüfung der Berufsmäßigkeit verwenden.

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